| Offizielle Website der Landeshauptstadt Dresden · PDF file GWB Neubau Maxxfood IV 12 1.050...

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    13-Jul-2020
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  • Mariengärten Dresden Städtebauliche Entwurfswerkstatt Albertstadt Ost „Mit jeder neuen Planung wird in eine historische Situation eingegriffen. Für die Qualität des Eingriffes ist es entscheidend, ob es gelingt, das Neue mit Eigenschaften auszustatten, die in ein sinnstiftendes Spannungsverhältnis mit dem schon Dagewesenen treten“ (Peter Zumthor) Flexibilität und Fixpunkte Das städtebauliche Konzept balanciert zwischen dem Respekt vor der Geschichte des Ortes und dem Wunsch ein neues Quartier mit hoher Wohnqualität zu gestalten. Die Vorgaben werden nicht als Teil des Problems sondern als Teil der Lösung gesehen und werden integraler Bestandteil des Konzeptes. Grüne Mitte – städtebaulicher Fixpunkt Der imposante Baumbestand wird Kern der identitätsstiftenden grünen Mitte des neuen Ensembles. Sie erstreckt sich mit ihren unterschiedlichen Funktionen von Nordwest bis Südost fast über die gesamte Länge des Grundstücks, ist räumlich bestimmend und trägt damit entscheidend bei zur städtebaulichen Identität des neuen Quartiers. Offene Grünflächen für Spiel und Aufenthalt wechseln sich ab mit kleineren Plätzen an der Bebauung zur Stauffenbergallee. Räumlich und funktional bindet die Mitte das Quartier zusammen und vermittelt zwischen den unterschiedlichen Maßstäben der Bebauung an der Stauffenbergallee und im inneren Marienquartier. Das Grundgerüst der Erschließung und der flexiblen Baufelder ist zwar strukturell äußerst einfach und robust aber gleichzeitig räumlich feingliedrig. Die räumlich freiraumplanerischen Qualitäten werden mit dem Entwurf präzise festgeschrieben. Mit dem Ziel einer räumlichen Vielfalt wechseln enge mit weiten Räumen, mal werden Blicke frei, mal werden Räume eingegrenzt Alt + neu an der Stauffenbergallee Die starke Struktur an der Stauffenbergallee und die fragmentarisch erhaltene Bebauung setzen Maßstäbe. Die neue Bebauung stellt sich dieser Herausforderung und interpretiert die Struktur der Kasernenbebauung neu. Die Architektur des Neubaus nimmt die Gliederung des Bestandes in Sockel, Mitte und oberen Abschluss in einer Balance von Vertikal und Horizontal auf und interpretiert damit dessen Architektur in unserer Zeit. Die Massivität der verputzten Baukörper wird unterstrichenen durch tiefe Loggien und zurückgesetzte Dächer. Es wird vorgeschlagen, den erdgeschossigen Flügel des Bestandes aufzustocken. Marienquartier - Baufelder mit großer Flexibilität Die Bebauung des inneren Marienquartiers gliedert sich in einfach strukturierte Baufelder Die Baufelder können ohne Störung des Konzeptes unterschiedlich mit freistehenden Einfamilienhäusern, mit Reihen- und Doppelhäusern oder auch mit Geschossbauten gefüllt werden. Damit kann im Sinne der Robustheit des Konzeptes mit einer kontrollierten Vielfalt auf spätere Entwicklungen reagiert werden.

  • Grundstücksaufteilungen/Bauabschnitte Das Werkstattverfahren birgt die Chance, im Sinne einer wirtschaftlichen und städtebaulichen Optimierung auf einen Schlag Vorteile für alle Grundstücksbesitzer zu generieren. Es wird vorgeschlagen, nicht nur die Erschließungskosten zu verteilen sondern auch die Grundstücke so aufzuteilen, dass die Gebäudetypologien auch tatsächlich den Bebauungswünschen der verschiedenen Besitzer entsprechen – mit geldwerten Vorteilen für alle. Die Reihenfolge der Bauabschnitte erfolgt unter Rücksichtnahme der Schallschutzbelange. Verkehrsstruktur/Freiraumstruktur Die Erschließung des neuen Quartiers erfolgt von der neuen Planstraße. Die Verkehrsstruktur mit den 2 Bügeln ist robust/einfach, verkehrsberuhigt, preisgünstig und dennoch räumlich prägnant. Die 6 Meter breiten Mischverkehrsflächen werden dementsprechend zur räumlichen Strukturierung von einer Baumreihe gesäumt. Stellplätze Die Stellplätze der Geschosswohnungen werden in Tiefgaragen angeordnet, die von den Bügelstraßen erschlossen werden. Die TG des nordwestlichen Gebäudes an der Stauffenbergallee kann von der Marienallee angefahren werden. Die Anordnung der Stellplätze für die Einfamilienhausbebauung erfolgt oberirdisch, die Lage ist konzeptabhängig. Bei freistehenden Einfamilienhäusern wird auf dem Grundstück geparkt. Bei Reihenhäusern werden teilweise Stellplätze direkt vor dem Gebäude angeboten, teilweise in versetzt angeordneten Carports an den Querspangen, die gleichzeitig die fußläufige Durchwegung des Quartiers sichern. Die öffentlichen Stellplätze sind in kleineren Paketen zwischen den Alleebäumen angeordnet, ergänzt durch Pakete in den Querspangen. Vernetzung Die prägnante Bebauung an der Stauffenbergallee, die grüne Mitte und die inneren Baufelder strukturieren das Quartier und geben Orientierung. Aufbauend auf der in der Hierarchie der Freiräume entscheidenden grünen Mitte entsteht ein feingliedriges Wegenetzt für Fußgänger und Radfahrer, das gleichzeitig eine engmaschige Vernetzung mit dem Umfeld herstellt. Die vielen Öffnungen nach Nordosten erleichtern die Verbindung zur Dresdner Heide. Feuerwehr Die Anleiterung der nördlichen Bauten erfolgt von der neuen Planstraße. Die Gebäude an der Stauffenbergallee werden über die nordöstlichen Höfe angeleitert. Die Erschließungswege werden entsprechend mit Schotterrasenstreifen ertüchtigt. Energie Ressourceneffizienz, die bewusste Auswahl schadstofffreier Baustoffen aber vor allem die Gestaltung von Innen- und Außenräumen mit hoher Aufenthaltsqualität sind die Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Planung. Der Anspruch wird auf das Energiekonzept übertragen, dass auf die Gegebenheiten am Standort reagiert und unter Berücksichtigung der Vorgaben ganzheitlich entwickelt wird. Die Potentiale im und am Gebäude werden konsequent genutzt, um insbesondere folgenden Themen und Zielen zu

  • adressieren: Hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität, hochwertiger sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz auf dem Niveau EnEV 2016, einfaches, komfortgerechtes und nutzerfreundliches Energiekonzept. Nutzung erneuerbarer Energien durch dachintegrierte Photovoltaik. Gebäudetypologien Entsprechend der jeweiligen Lage im Quartier werden unterschiedliche Gebäudetypologien eingesetzt. Während die Bebauung an der Stauffenbergallee sich in Bauvolumen und architektonischem Duktus der Umgebung anpasst, ist die innere Bebauung mit Reihen- und Doppelhäusern kleinteiliger. Es gibt hier unterschiedliche Typen die sich einem gemeinsamen Gestaltungskanon unterordnen. Als Rand zu der neuen Planstraße werden effektive Dreispänner als Geschosswohnen vorgeschlagen. Diese Gebäudetypologie kann auch an der Grünen Mitte eingesetzt werden. Sowohl am nordöstlichen Rand als auch im Inneren des Quartiers können Punkthäuser platziert werden, die aufgrund der allseitigen Belichtung besonders individuelle und gute Wohnqualitäten haben. Gestaltung der Gebäude Gerade weil die Baufelder flexibel bespielt werden können und die Bebauungstypologien variieren ist ein gemeinsamer Gestaltungskanon es für die Qualität der Bebauung notwendig. Hierfür wird bei der B-Planerstellung der Rahmen für eine abgestimmte Gebäudekubatur und ein Farbkanon erarbeitet. Das Ziel ist eine Balance zwischen dem individuellen Haus und den Ansprüchen der Gemeinschaft. Schallschutz Die Bebauung an der Stauffenbergallee hat mit den durchgesteckten Grundrissen, verglasten Loggien und mit Schlafzimmern zum ruhigen Quartiersinneren sowie schönen Blockbeziehungen nach Westen hat eine hohe Wohnqualität. Entwurfsziel ist, dass der Schallschutz städtebaulich eher beiläufig erreicht wird. Mit einer differenzierten Gestaltung der Außenräume wird eine hohe Aufenthaltsqualität geschaffen. Zusätzlich verbessern passive Maßnahmen wie die Erhöhung der Absorption in der Gebäudehüllflächen durch geeignete Materialwahl und die Schaffung diffuser Schallfelder im Außenraum die Aufenthaltsqualität. Außenwände und Fenster reduzieren den Eintrag im erforderlichen Umfang. Auf der Raum- bzw. Wohnungsebene unterstützt eine kontrollierte Abluftanlage die Einhaltung der Komfortkriterien. Über schallgedämmte Durchlässe in Kombination mit den Fenstern wird frische Außenluft angesaugt, die den hygienische Luftwechsel in Ergänzung zur Fensterlüftung sichergestellt.

  • Berechnungen

    FLÄCHENÜBERSICHT

    BESTAND PLANUNG

    in m² in % in m² in %

    Gebäude 3.540 4,4 16.000 20

    Verkehrsflächen - - 10.050 12,5

    Grün- und Freiflächen 76.450 95,6 53.940 67,5

    SUMME 79.990 100 79.990 100

    BEBAUUNG NEUBAU

    Geschossigkeit

    Anzahl Wohneinheiten

    Wohnfläche Summe [m²] (rechn. 0.75)

    BGF Summe [m²]

    GWB Staufenbergallee VI 227 20.080 26.770

    GWB Staufenbergallee Hof

    IV 32 2.175 2.900

    GWB Neubau Maxxfood IV 12 1.050 1.400

    GWB Grüne Mitte und Rand Nord + Ost

    IV - V 139 12600 16.810

    Reihenhäuser II - III

    (2,75)

    83 12375 16.500

    Schule IV - - 2.520

    SUMME 493 48.280 66.900

    Anm.: Die Tabelle bitte konzeptabhängig anpassen / ergänzen.

  • STELLPLÄTZE

    BEDARF PLANUNG davon ebenerdig

    davon in Tiefgarage

    GWB Staufenbergallee 1,5 Stellplätze je Wohneinheit

    341 341 0 341

    GWB Staufenbergallee Hof 1,5 Stellplätze je Wohneinheit

    48 48 0 48

    GWB Neubau Maxxfood 1,5 Stellplätze je Wohneinheit

    18 18 0 18

    GWB Grüne Mitte und Rand Nord + Ost 1,5 Stellplätze je Wohneinheit

    209 209 0 209

    Reihenhäuser 1,5 Stellplätze je Wohneinheit