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  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

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    1. Hintergrund

    Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat sich fr die Frderperiode 2014 bis 2020 im

    Ziel Investitionen in Wachstum und Beschftigung das Ziel gesetzt, die Beschfti-

    gungsfhigkeit von am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Personengruppen zu

    erhhen. Derzeit sind Teile der Bevlkerung vom dauerhaften Ausschluss aus dem

    Beschftigungssystem und somit von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht. An-

    zeichen hierfr sind u.a. die Verfestigung der Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II

    sowie die trotz wirtschaftlichen Aufschwungs weiter steigende Armutsgefhrdung. In

    besonderer Weise davon betroffen sind Alleinerziehende, Geringqualifizierte und Mig-

    rantinnen und Migranten sowie deren Familien. Im Sinne eines systemischen Ansatzes

    sind SGB II-Beziehende, bei denen auch in nchster Zeit auf Grund von Vermittlungs-

    hemmnissen mit einer Integration in den ersten Arbeitsmarkt nicht zu rechnen ist sowie

    deren Familie in den Fokus einer intensiven Begleitung und Untersttzung zu stellen.

    Neben einer Verbesserung der beruflichen Integrationsfhigkeit durch die Erhhung

    der Beschftigungsfhigkeit stehen die Verbesserung der Situation der in den Familien

    lebenden Kindern und prventive Anstze zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosig-

    keit im Fokus des Frderansatzes.

    2. Projektinhalt und Zielgruppe (Outputindikator)

    Mittelfristiges Ziel der Frderung ist es, Langzeitleistungsbezug zu reduzieren bzw. zu

    verhindern und damit einen Beitrag zur Bekmpfung von Armut in Rheinland-Pfalz zu

    leisten. Der Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching beinhaltet dazu Manah-

    men der Betreuung, Begleitung, Stabilisierung und Aktivierung, die insbesondere

    durch die Wirkungen auf das Familiensystem der Erhhung der Beschftigungsfhig-

    keit der Teilnehmenden dienen. Mit dem Projekt soll es auch gelingen, dass die Teil-

    nehmenden wieder am sozialen Leben teilnehmen und das Zusammenleben in den

    teilnehmenden Familien gestrkt wird. Sie sollen perspektivisch auf eine Eingliederung

    in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Dazu erfolgt der Zugang zu den Teilnehmen-

    den ber die Bedarfsgemeinschaft als unmittelbares Lebensumfeld. Da es sich um

    einen niedrigschwelligen Frderansatz handelt, ist eine direkte Integration in Ausbil-

    dung oder Arbeit nicht Schwerpunkt der Zielsetzung, im Einzelfall aber nicht ausge-

    schlossen.

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    Daneben ist es Ziel, den in den Familien lebenden Kindern bei festgestelltem Bedarf

    Frdermglichkeiten in vorhandene Untersttzungsstrukturen einschlielich des schu-

    lischen Bereichs zu erffnen. Eingefahrene familire Strukturen, die ein Abhngigkeits-

    verhltnis von staatlichen Leistungen prognostisch vorzeichnen, sollen so gezielt an-

    gegangen werden. Zur Stabilisierung der Kinder in ihrem Lebensumfeld ist gegebe-

    nenfalls die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Trgern der Kinder- und Ju-

    gendhilfe und weiteren relevanten Akteuren (z.B. Jugendberufsagenturen) erforder-

    lich, um konkrete Untersttzungsmanahmen zu ermglichen.

    Die Manahmen umfassen insbesondere das Empowerment der Einzelpersonen (Kin-

    der, Jugendliche und Erwachsene) in ihren jeweiligen Lebenszusammenhngen und

    die Aktivierung sowie Vorbereitung auf eine schrittweise erfolgende Integration in Ar-

    beit fr Erwachsene bzw. auf eine Ausbildung fr Jugendliche.

    Als Teilnehmende gelten langzeitleistungsbeziehende Personen aus Bedarfsgemein-

    schaften, die keiner mehr als geringfgigen Erwerbsttigkeit nachgehen und mindes-

    tens zwei besondere Vermittlungshemmnisse aufweisen1. Das Kriterium Langzeitleis-

    tungsbezug entfllt bei Personen, die im Kontext Fluchtmigration2 einen Anspruch auf

    Leistungen nach dem SGB II haben.

    Die Auswahl der teilnehmenden Bedarfsgemeinschaften wird vom zuweisenden Job-

    center vorgenommen. Dabei soll es sich zu etwa drei Vierteln um Bedarfsgemeinschaf-

    ten mit mindestens einem unterhaltsberechtigtem Kind unter 18 Jahren handeln. Die

    Teilnahme erfolgt freiwillig.

    Gefrdert wird die Kombination aus dem ganzheitlichen Coaching der Bedarfsgemein-

    schaft und einer intensiven Einzelbetreuung (siehe Ziffer 2.1) mit am individuellen Be-

    darf orientierten Untersttzungsmodulen (siehe Ziffer 2.2). Zu den Modulen kann bei-

    spielsweise auch eine Hinfhrung und Begleitung in Praktika gehren. Die Ausgestal-

    tung der Betreuung und der Untersttzung richtet sich nach den aus der erstmaligen

    1 Als Teilnehmende im formalen Sinne (Erfassung im TRS) gelten in Bedarfsgemeinschaften mit Kindern ausschlielich erwachsene Langzeitleistungsbeziehende und Leistungsbeziehende im SGB II im Kon-text Fluchtmigration.

    2 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis Flucht nach 22-26 AufenthG sowie deren Ehepartnerinnen und Ehepartner

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    oder aktualisierten Situationsanalyse identifizierten Handlungsbedarfen und darauf ba-

    sierender Frderplanung.

    Ziel ist die Erhhung der Beschftigungsfhigkeit eines Teilnehmenden bei mindes-

    tens zwei erkannten Handlungsbedarfen. Da sich der Frderansatz als besonders

    niedrigschwellig und damit zumeist als erster Baustein einer Manahmenkette zur Er-

    hhung der Beschftigungsfhigkeit versteht, sollen die Teilnehmenden bei Bedarf

    und Verfgbarkeit auch an weiterfhrende Manahmen herangefhrt werden, insbe-

    sondere auch an den ESF-Frderansatz Perspektiven erffnen. Die Interventionen

    finden insbesondere ber aufsuchende oder begleitende Sozialarbeit statt. Durch

    diese Art der Begleitung und Betreuung im huslichen Umfeld oder auerhalb des

    Jobcenters soll der Aufbau eines Vertrauensverhltnisses untersttzt werden.

    2.1. Ganzheitliches Coaching der Bedarfsgemeinschaft und individuelle

    Betreung

    Zentrales Element der Frderung ist ein ganzheitliches Coaching der Bedarfsgemein-

    schaft. Zielsetzung ist die Erhhung der Beschftigungsfhigkeit der Teilnehmenden

    durch Aktivierung und Motivation unter Einbezug der Bedarfsgemeinschaft. Hand-

    lungsbedarfe bzw. Vermittlungshemmnisse sollen im Rahmen der aufsuchenden Ar-

    beit im familiren Umfeld festgestellt werden. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes

    kann es erforderlich werden, bestehende Handlungsbedarfe bei weiteren Mitgliedern

    der Bedarfsgemeinschaft, insbesondere bei den Kindern, in die Aktivierungsstrategie

    einzubeziehen.

    Das Coaching umfasst insbesondere:

    Analyse und Situation der Bedarfsgemeinschaft (Tagesstruktur der Familie,

    Identifizierung und Priorisierung von Handlungsbedarfen, Identifizierung ver-

    trauensfrdernder Aktivitten insbesondere zu Beginn, etc.),

    Klrung der sozialen und familiren Beziehungen innerhalb der Bedarfsgemein-

    schaft und Klrung des Rollenverstndnisses innerhalb der Familie,

    Feststellung des Aktivierungsbedarfs und des Bedarfs an psychosozialer Be-

    gleitung,

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    Ganzheitliche Betreuung der Bedarfsgemeinschaft (Wohnsituation, soziales

    Umfeld, Finanzen, Untersttzung bei der Initierung von Hilfe- und Betreuungs-

    angeboten fr die Kinder, etc.),

    administrative Untersttzung der Bedarfsgemeinschaft,

    Feststellung von formalen und informellen Kompetenzen der Teilnehmenden,

    Erfassung der bisherigen Erfahrungen im beruflichen Bereich,

    Erstellung eines Frderplans fr die Teilnehmenden mit festgestelltem Frder-

    bedarf,

    Erarbeitung von Mglichkeiten der Aufnahme qualifizierender Manahmen,

    Praktika oder Beschftigung,

    Motivation zur Teilnahme an begleitenden Hilfeangeboten und beruflicher Aus-

    oder Weiterbildung,

    Untersttzung der Kinder bei Schul-, Ausbildungs-, Berufswahl und bergang

    in den Beruf sowie bei der Bewltigung des schulischen oder ausbildungsbezo-

    genen Geschehens,

    Analyse von mglichen und in der Region bereits vorhandenen Untersttzungs-

    leistungen in Abstimmung mit den fr den Prozess wichtigen Institutionen (z.B.

    Jugendamt, Schuldner- und Suchtberatung) und rtlichen Netzwerken,

    Aktive Kooperation mit den Akteuren, die in der Bedarfsgemeinschaft oder fr

    einzelne Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft ttig sind bzw. werden.

    Weitere Coachingmanahmen sind je nach identifizierten Handlungsbedarfen denk-

    bar. Ziel ist die Vorbereitung oder Initiierung einer Frderkette, die fr die Bedarfsge-

    meinschaft bzw. einzelne Mitglieder mageschneidert ist und eine Erhhung der Be-

    schftigungsfhigkeit durch die Verringerung von Vermittlungshemmnissen ermgli-

    chen. Nicht gefrdert werden knnen Projektinhalte, die zum Regelinstrumentarium

    der Jobcenter (SGB II) bzw. dem SGB VIII-Trger gehren.

    Die Fachkrfte haben eine Lotsenfunktion zu bestehenden Untersttzungs- und Bera-

    tungsangeboten. Insbesondere sind die von den Wirtschaftskammern vorgehaltenen

    Angebote im Bereich Ausbildung anzubieten (wie z.B. Coach fr betriebliche Ausbil-

    dung bei den Handwerkskammern und der DEHOGA Rheinland-Pfalz sowie die

    KAUSA Servicestelle Rheinland- Pfalz3 bei den Handwerkskammern). Durch den

    3 http://www.dev.kausa-rlp.de

    .

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    BG-Coach erfolgt keine Doppelbetreuung, sondern eine Erst- und Verweisberatung

    auf diese Angebote.

    2.2. Module zur Erhhung der Beschftigungsfhigkeit

    Die im Rahmen der Manahmen aus Ziffer 2.1 gewonnenen Erkenntnisse sollen zu

    einer der individuellen Bedarfslage entsprechenden Untersttzung fhren und sind so-

    weit notwendig fortlaufend anzupassen. Dies erfolgt innerhalb des Projektes oder

    durch Initiierung und Begleitung bei der Wahrnehmung externer Angebote. (z.B. Prak-

    tika, Insolvenzberatungsstelle, etc.). Die Betreuung kann individuell oder durch be-

    darfsgerechte Gruppenangebote und auch in der Begleitung der Teilnahme an exter-

    nen Angeboten erfolgen. Mglich sind beispielsweise

    eine vertiefende Kompetenz- und Kenntniserfassung,

    Bewerbungstraining bzw. -coaching,

    Herstellung von Unternehmenskontakten und Vermittlung und Begleitung in

    Praktika,

    Begleitung bei Vorstellungsgesprchen,

    Klrung von Kinderbetreuungsmglichkeiten,

    Mobilittsberatung,

    Untersttzung bei der Teilnahme an Freizeitaktivitten,

    Klrung von Problemen bei der Wohnsituation,

    Untersttzung bei der Wahrnehmung von Behrdengngen und Hilfeangebo-

    ten. Insbesondere bei Teilnehmenden mit Fluchthintergrund: Untersttzung zur

    berwindung von Hrden, die durch die gegliederten gesetzlichen Zustndig-

    keiten entstehen,

    Manahmen zur sozialen Stabilisierung der Projektteilnehmenden auf der Basis

    der Ergebnisse der individuellen Situationsanalyse,

    Klrung von schulischen Angelegenheiten bei minderjhrigen Kindern (z.B.

    Nachhilfe erforderlich, damit der Schulabschluss erreicht wird, Organisation von

    Freizeitmglichkeiten unter Einbeziehung des Bildungs- und Teilhabepaketes,

    usw.),

    Stabilisierung der familiren Situation auch durch Initiierung weiterer Hilfen,

    Hinfhrung zu Manahmen zur berwindung von weiteren persnlichen Hr-

    den, die der Aufnahme einer Beschftigung oder Ausbildung entgegenstehen.

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    In jedem Fall ist die Vorbereitung der Teilnehmenden fr den bergang in weiterfh-

    rende Untersttzungsangebote auf dem Weg zur Arbeitsmarktintegration anzustreben.

    Dabei ist insbesondere der ESF-Frderansatz Perspektiven erffnen einzubeziehen

    sowie im Fall einer erfolgten Arbeitsaufnahme entsprechende Angebote in der Region

    zur weiteren Begleitung und Stabilisierung der Beschftigung.

    2.3. Rckkopplung der Projektergebnisse an die Jobcenter

    Die Erhhung der Beschftigungsfhigkeit und die langfristig intendierte Arbeits-

    marktintegration kann nur gelingen, wenn das jeweils zustndige Jobcenter ber die

    individuelle Entwicklung der Teilnehmer im Projekt sowie bestehende und mglicher-

    weise im Projektverlauf auftauchenden Vermittlungshemmnisse in Absprache mit dem

    Jobcenter regelmig in geeigneter Form informiert wird.

    2.4. Situationsanalyse und Frderplanung

    Die Situationsanalyse und Frderplanung ist fr alle Teilnehmenden verbindlich. Fr

    die Situationsanalyse ist ein Zeitraum von bis zu drei Monaten vorzusehen. Die Fr-

    derplanung wird whrend der gesamten Teilnahmedauer fortgeschrieben. Die Kinder

    in den Bedarfsgemeinschaften sind in die Frderplanung in geeigneter Weise einzu-

    beziehen.

    Situationsanalyse

    In der Situationsanalyse werden die sozialen und personalen Fhigkeiten bzw. Fer-

    tigkeiten der Teilnehmenden, ihre schulischen und beruflichen Kenntnisse erfasst so-

    wie Erkenntnisse zur persnlichen Situation der Teilnehmenden und der zugehrigen

    Kinder gewonnen. Die Teilnehmenden sollen in die Lage versetzt werden, ihren eige-

    nen Entwicklungsstand sowie ggf.den der zugehrigen Kinder zu erkennen und die

    Verantwortung fr die Verringerung vorliegender Handlungsbedarfe zu bernehmen.

    Ziel der Situationsanalyse ist die Identifikation des individuellen Frderbedarfs in den

    Bereichen schulische und berufliche Erfahrungen, Alltagskompetenzen, Familie/Ange-

    hrige/Soziale Netzwerke, Arbeits- und Sozialverhalten, Finanzielle Situation, Ge-

    sundheit, Strafflligkeit, Wohnen und gegebenenfalls Erziehung und Bildungssituation

    minderjhriger Kinder, sofern minderjhige Kinder in der Bedarfsgemeinschaft sind.

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    Am Ende der Situationsanalyse sind die individuellen Handlungsbedarfe zu einer Er-

    hhung der Beschftigungsfhigkeit der Teilnehmenden einzuschtzen. Die Einscht-

    zungen erfolgen ausschlielich anhand einer vierstelligen Skala: kein Handlungsbe-

    darf, geringer Handlungsbedarf, Handlungsbedarf gegeben und groer Hand-

    lungsbedarf.4

    Kontinuierliche Frderplanung

    Auf der Grundlage der Situationsanalyse wird gemeinsam mit den Teilnehmenden ein

    Frderplan entwickelt. Die Erstellung und Fortschreibung des Frderplans whrend

    der Projektlaufzeit stellt einen kooperativen Beratungs-, Planungs- und den Einzelfall

    steuernden Prozess dar. Die aktive Einbindung der Teilnehmenden reicht von der fort-

    laufenden Erfassung ihrer Kompetenzen, ber die Festlegung besonderer Frderbe-

    reiche bis hin zur verbindlichen gemeinsamen Definition von (Teil-) Zielen. Frderplan-

    gesprche finden bedarfsgerecht, mglichst alle drei Monate und in Bedarfsgemein-

    schaften mit mindestens einem minderjhrigem Kind mglichst mit allen erziehenden

    Erwachsenen und unter angemessener Beteiligung der Kinder, mindestens jedoch im

    Anschluss an die erste Situationsanalyse und zwei Wochen vor Projektaustritt statt.

    Der Frderplan dient als zentrales Steuerelement, welcher eine lckenlose Erfolgs-

    kontrolle fr jeden einzelnen Teilnehmenden ermglicht. Er ist von der sozialpdago-

    gischen Fachkraft und dem bzw. der Teilnehmenden zu unterschreiben.

    Die Handlungsbedarfe fr die Teilnehmenden sind zu mindestens zwei Zeitpunkten,

    nach Abschluss der Situationsanalyse zu Beginn der Projektteilnahme und ca. zwei

    Wochen vor dem Projektaustritt einzuschtzen. Darber hinaus knnen auch zwi-

    schenzeitliche Vernderungen festgehalten werden.

    Der Frderplan gibt Auskunft ber die zu Beginn der Projektteilnahme vorhandenen

    Handlungsbedarfe der Teilnehmenden, die mit der aktiven Projektteilnahme verfolgten

    individuellen Ziele und die zu ihrer Verringerung vereinbarten und umgesetzten Aktivi-

    tten sowie deren Ergebnisse im Zeitverlauf. Die Arbeitsschritte und ihre Umsetzung

    sind daher mit Datum und Bezug zu bestehenden Handlungsbedarfen zu versehen.

    Ziel der gemeinsamen Frderplangesprche ist es auch, die Teilnehmenden in die

    Lage zu versetzen, ihren eigenen Entwicklungstand zu erkennen und zu lernen, die

    Verantwortung fr ihr Lern- und Arbeitsverhalten und ihre Persnlichkeitsentwicklung

    4 erluternde Hinweise zur Einschtzung der Handlungsbedarfe siehe Anhang 2

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    zu bernehmen. Ein Abschlussgesprch ist fr jeden Teilnehmenden verbindlich beim

    Ausscheiden aus dem Projekt durchzufhren und sollte etwa zwei Wochen vor Austritt

    erfolgen. Im Falle von Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem minderjhrigen

    Kind sollte dies mglichst mit der gesamten Bedarfsgemeinschaft unter angemessener

    Beteiligung der Kinder erfolgen. Bei Bedarf knnen weitere Personen hinzugezogen

    werden. Die Ergebnisse des Abschlussgesprchs und die Ergebnisdokumentation der

    Erhhung der Beschftigungsfhigkeit werden unter Beteiligung der Teilnehmenden

    bzw. der Bedarfsgemeinschaften mit dem zuweisenden SGB II-Trger und unter Ein-

    haltung datenschutzrechtlicher Belange auch gegebenenfalls mit weiteren Akteuren

    wie beispielsweise dem Jugendamt rckgekoppelt.

    3. Ergebnisindikator zur Zielerreichung auf Programmebene

    Priorittsachse B

    Investitionsprioritt B i Aktive Inklusion, nicht zuletzt durch die Frderung

    der Chancengleichheit, und aktiver Beteiligung, und

    Verbesserung der Beschftigungsfhigkeit

    Spezifisches Ziel Erhhung der Beschftigungsfhigkeit von am Arbeits-

    markt besonders benachteiligten Personengruppen

    Ergebnisindikator Bei 65 % der Teilnehmenden mit Frderplan muss sich

    die Beschftigungsfhigkeit bei Projektaustritt erhht

    haben.

    3.1 Dokumentation im Frderplan

    Um die vorgenommenen Einschtzungen zu den Handlungsbedarfen und in der Fr-

    derplanung vereinbarten Aktivitten in der Frderplanung nachvollziehbar zu gestal-

    ten, sind mindestens die in Anhang 1 aufgelisteten Detailangaben fr jeden Einzelfall

    zu dokumentieren. Die dabei verpflichtend zu verwendenden Detailkategorien fr die

    Daten sind dem Anhang 2 zu diesen Rahmenbedingungen zu entnehmen.

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

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    Eine Erhhung der Beschftigungsfhigkeit bei den Teilnehmenden liegt vor, wenn bei

    mindestens zwei der identifizierten Handlungsbedarfe im Zeitverlauf eine deutliche

    Verbesserung um mindestens eine der in 2.4 aufgefhrten Skalenstufen nachweisbar

    ist.

    Der Nachweis der Rckkoppelung des Frderplans im Einzelfall an den zuweisenden

    Trger des SGB II erfolgt ber die Dokumentation des Datums, an dem die individuelle

    Rckkoppelung erfolgt ist und der sie empfangenden Stelle. Die Dokumentation erfolgt

    beim Projekttrger. Die Daten sind fr Zwecke der Evaluation sowie Prfung durch die

    Genehmigungs- und Prfbehrden EDV-technisch zugnglich vorzuhalten und auf An-

    forderung zur Verfgung zu stellen. Fr das laufende Monitoring des ESF-

    Landesprogramms ist zustzlich ein Ausschnitt dieser Daten in das in Ziffer 4. dieser

    Rahmenbedingungen benannte EDV-Begleitsystem einzupflegen.

    Vernderungen und Anpassungen der Datenanforderungen im Verlauf der Programm-

    umsetzung sind mglich. Die Ermglichung von Erfahrungsaustausch zur Qualitts-

    entwicklung in den Projekten und Qualittssicherung in der Dokumentation wird ange-

    strebt.

    4. Rechtsgrundlagen, Antrags- und Bewilligungsverfahren

    Die Zwischengeschaltete Stelle beim Landesamt fr Soziales, Jugend und Versorgung

    (ZS) gewhrt nach Magabe der 23 und 44 Landeshaushaltsordnung und den

    hierzu ergangenen allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie dieser Rahmenbedin-

    gungen Zuwendungen im Rahmen verfgbarer Frdermittel des Landeshaushaltes so-

    wie aus dem Europischen Sozialfonds (ESF). Weiterhin sind die Vorgaben aus dem

    Operationellen Programm des Landes Rheinland-Pfalz fr den Europischen Sozial-

    fonds (ESF) im Ziel Investitionen in Wachstum und Beschftigung5 sowie der VO (EU)

    1303/2013 (Allgemeine Strukturfondsverordnung) und VO (EU) 1304/2013 (ESF-

    Verordnung) in der jeweils gltigen Fassung6 verbindlich. Jegliche delegierte Rechts-

    akte bzw. Durchfhrungsbestimmungen, die in Verbindung mit der Strukturfondsfrde-

    rung stehen und erlassen wurden bzw. noch erlassen werden, vervollstndigen die

    rechtliche Grundlage.

    5 siehe: http://esf.rlp.de

    6 siehe: http://esf.rlp.de

    http://tinyurl.com/34h3us7http://tinyurl.com/34h3us7http://esf.rlp.de/index.php?id=1584http://esf.rlp.de/index.php?id=1584http://esf.rlp.de/index.php?id=1584

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    Die ZS beim Landesamt fr Soziales, Jugend und Versorgung (Bewilligungsbehrde)

    entscheidet ber den Antrag nach pflichtgemem Ermessen im Rahmen verfgbarer

    Haushaltsmittel. Ein Rechtsanspruch auf Gewhrung der Frdermittel besteht nicht.

    Die Rahmenbedingungen fr den Frderansatz sind als besondere Nebenbestimmun-

    gen Bestandteil der Bewilligung. Eine Antragstellung ist nur nach erfolgreicher Teil-

    nahme am jeweiligen Aufrufverfahren des Landes zu Vorschlgen von arbeitsmarkt-

    politischen Projekten in Rheinland-Pfalz mglich. Fr die Antragstellung und das ge-

    samte Frderverfahren sowie fr den Nachweis der Verwendung der Zuwendungsmit-

    tel sind die Frderfhigkeitsregeln7 in der jeweils geltenden Fassung und die dort vor-

    gegebenen Verfahren verbindlich, soweit in diesen Rahmenbedingungen keine abwei-

    chenden oder ergnzenden Regelungen getroffen sind.

    Projektantrge knnen nur von akkreditierten Projekttrgern ber das EDV-

    Begleitsystem gestellt werden. Die Nutzung des EDV-Begleitsystems ist verpflichtend.

    Das gesamte Frderverfahren wird ber das EDV-Begleitsystem abgewickelt. Nhere

    Informationen dazu sind unter www.esf.rlp.de zu erhalten.

    5. Art und Umfang der Frderung, Qualifikation des Personals

    Die Zuwendung erfolgt im Rahmen einer Projektfrderung als Fehlbedarfsfinanzierung

    zu den projektnotwendigen Ausgaben fr das Projektpersonal und den frderfhigen

    Restkosten. Der Interventionssatz des ESF betrgt maximal 50% der frderfhigen

    Kosten. Gem Artikel 67 Absatz 1 Buchstabe d und Absatz 5 Buchstabe d der Ver-

    ordnung (EU) Nr. 1303/2013 in Verbindung mit Artikel 14 Abs. 2 der Verordnung (EU)

    Nr. 1304/2013 werden die Restkosten (Sach- und indirekte Projektkosten) ber einen

    Pauschalsatz in Hhe von 40 Prozent der direkten frderfhigen Personalkosten ge-

    frdert.

    Die Frderdauer erfolgt in der Regel kalenderjhrlich. Es erfolgt keine Vorauszahlung

    von arbeitsmarktpolitischen Landesmitteln nach VV Nr. 7.2 zu 44 LHO.

    Fr die in Ziffer 2 dieser Rahmenbedingungen benannten Aufgaben wird fr die Be-

    treuung von 40 Teilnehmenden eine Personalbemessung von 2,0 Vollzeitstellen in

    einem sozialversicherungspflichtigen Beschftigungsverhltnis als angemessen

    erachtet. Die Projekte sollen 2,0 Vollzeitstellen umfassen. Die Stellen knnen auch in

    7 http://esf.rlp.de

    http://esf.rlp.de/fileadmin/esf/Dokumente/Regelungen_fuer_die_Beantragung_Durchfuehrung_und_Abrechnung_von_Projekten_Stand_30_12_2009.pdf

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    Teilzeitform besetzt werden. Der Stellenumfang der Beschftigung muss mindestens

    50% einer Vollzeitstelle betragen.

    Die Fachkrfte mssen ber eine der folgenden Qualifikation verfgen:

    Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bzw. Sozialpdagoginnen und Sozial-

    pdagogen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium (Diplom, Bachelor,

    Master), der staatlichen Anerkennung und einer mindestens einjhrigen Be-

    rufspraxis.

    Pdagoginnen und Pdagogen mit einem abgeschlossenen Hochschulstu-

    dium (Diplom, Bachelor, Master) und einer mindestens einjhrigen Berufspra-

    xis.

    Es ist auch der Einsatz von Fachkrften mit abgeschlossener Berufsausbil-

    dung mglich, wenn diese ber eine mindestens dreijhrige einschlgige Be-

    rufspraxis in der Arbeit mit der Zielgruppe verfgen. Dieser Nachweis ist ber

    qualifizierte Zeugnisse zu fhren.

    Die Personalausgaben sind bis zu einer Eingruppierung in Entgeltgruppe TV-L 11 zu-

    wendungsfhig.

    Der Einsatz einer Projektleitung ist nicht mglich.

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

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    Anhang 1 der Rahmenbedingungen zum Frderansatz Bedarfsgemeinschaft-

    scoaching

    Die Daten in diesem Frderansatz ergnzen die Daten, die fr das Teilnehmerregist-

    ratursystem des EDV-Begleitsystems von den Teilnehmenden zu erheben und zu er-

    fassen sind:

    Daten zur Person

    Geburtsdatum

    Geschlecht

    Staatsangehrigkeit

    Aufenthaltsstatus/Arbeitserlaubnis

    Migrationshintergrund

    Dauer der Arbeitslosigkeit

    Dauer des Bezugs von Leistungen aus dem SGB II

    Familienstand

    Qualifikation (Schul- und Berufsausbildung/berufliche Erfahrungen)

    Schulabschluss

    Auslndischer Schulabschluss

    Ausland Schulabschluss Anerkenntnis

    Ausland Berufsabschluss

    Ausland Berufsabschluss Anerkenntnis

    Berufsausbildung

    Beruflich verwertbare Zertifikate

    Berufserfahrung

    Praktische Arbeitserfahrung Manahme / Praktika / Ehrenamt

    Bewerbungsunterlagen

    Bewerbungsverhalten

    Handlungsbedarf Qualifikation

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

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    Alltagskompetenzen

    Deutsch-Kenntnisse verstehen-sprechen

    Deutsch-Kenntnisse lesen-schreiben

    Weitere Sprache gut in Wort und Schrift

    Weitere Sprachen Grundkenntnisse

    Fhrerschein

    uere Erscheinung

    Selbsteinschtzung gesamter Hilfebedarf

    Kontaktgestaltung

    Handlungsbedarf Alltagskompetenzen

    Familie/Angehrige/Soziales Netzwerk

    Kinderbetreuung

    Familie

    Soziales Netzwerk auerhalb Familie

    Umfang privater Aktivitten

    Pflege Angehriger

    Handlungsbedarf Angehrige / Soziales Netzwerk

    Arbeits- und Sozialverhalten

    Pnktlichkeit

    Erledigung von Auftrgen

    Stressbelastbarkeit

    bernahme von Eigenverantwortung

    Lernbereitschaft

    Eigenstndige Tagesstrukturierung

    Handlungsbedarf Arbeits- und Sozialverhalten

    Finanzielle Situation

    Schuldenstatus

    Schuldenart

    Schuldenhhe

    Handlungsbedarf Finanzen

    Gesundheit

    Art der gesundheitlichen Einschrnkung

    Physische Stabilitt

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 15 von 26

    Psychische und emotionale Stabilitt

    Handlungsbedarf Gesundheit

    Strafflligkeit

    Art der Strafflligkeit

    Handlungsbedarf Strafflligkeit

    Wohnen

    Wohnsituation

    Art der Wohnung

    Drohende Obdachlosigkeit

    Handlungsbedarf Wohnen

    Erziehung

    Versorgung der Kinder

    Teilhabe der Eltern am Schul-/Ausbildungsgeschehen der Kinder

    Frderklima der Erwachsenen

    Erziehungskompetenz der Erwachsenen

    Handlungsbedarf Erziehung

    Bildungssituation minderjhriger Kinder

    Bewltigung schulischer Anforderungen

    bergang von Schule in Beruf

    Bewltigung einer dualen Ausbildung

    Handlungsbedarf Bildungssituation minderjhriger Kinder

    Status bei Austritt und Verbleib

    Art des Austritts

    Status bei Austritt

    Verbleib

    Rckmeldung an zuweisende Stelle

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 16 von 26

    Anhang 2 der Rahmenbedingungen zum Frderansatz Bedarfsgemeinschaft-

    scoaching

    Bei der Situationsanalyse sind die folgenden Daten fr den Einzelfall unter Zuhilfenahme der vorgegebenen Antwortkategorien erstmals zu dokumentieren. Vernderungen im Projektverlauf sind mit neuem Datum zu dokumentieren. Die Hand-lungsbedarfe sind zu mindestens zwei Zeitpunkten, nach Abschluss der Situations-analyse zu Beginn der Projektteilnahme und ca. zwei Wochen vor dem Projektaustritt durch die sozialpdagogische Begleitung in einem kooperativ mit den Teilnehmenden angelegten Prozess einzuschtzen. Darber hinaus knnen auch zwischenzeitliche Vernderungen festgehalten werden.

    Daten zur Person

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Geburtsdatum entfllt

    Geschlecht Mnnlich Weiblich

    entfllt

    Staatsangehrigkeit Deutsche*r EU-BrgerIn

    Nicht-EU-Europa

    Nicht europisch / staatenlos

    keine Angabe

    entfllt

    Konkrete Nationalitt

    Aufenthaltsstatus/Arbeitserlaubnis befristet ohne Arbeitserlaubnis befristet mit Arbeitserlaubnis

    unbefristet ohne Arbeitserlaub-nis

    unbefristet mit Arbeitserlaub-nis

    keine Angabe

    entfllt

    Migrationshintergrund ja nein

    keine Angabe

    entfllt

    Nur bei dt. Staatsangeh-rigkeit

    Dauer der Arbeitslosigkeit 0 5 Monate 6 11 Monate

    12 Monate und lnger

    Dauer bei Eintritt Ggf. Datum in Textfeld festhalten.

    Dauer des Bezugs von Leistungen aus dem SGB II

    Bis 2 Jahre

    ber 2 5 Jahre

    ber 5 10 Jahre

    ber 10 Jahre

    Dauer bei Eintritt Ggf. Datum in Textfeld festhalten.

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 17 von 26

    Qualifikation (Schul- und Berufsausbildung / berufliche Erfahrungen

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Schulabschluss Er/sie besitzt keinen Schulab-schluss.

    Er/sie besitzt einen Hauptschul-abschluss oder vergleichbaren Abschluss.

    Er/sie hat das Berufsgrundbil-dungsjahr absolviert.

    Er/sie besitzt die mittlere Reife/den Realschulabschluss.

    Er/sie besitzt das Abitur/die Fachhochschulreife

    Sonstiger Abschluss

    Wenn Schulbesuch im Ausland, dann erfolgt die Angabe nur in den Berei-chen Ausland und Aus-land Anerkenntnis - auer der Abschluss ist anerkannt, dann erfolgt die Angabe hier.

    Auslndischer Schulabschluss Nicht zutreffend Kein Abschluss

    Kein Abschluss, Zeugnisse vorhanden

    Kein Abschluss, Zeugnisse vorhanden

    Schulabschluss

    Schulabschluss, Zeugnisse vorhanden

    Schulabschluss, Zeugnisse vorhanden

    Mittlerer Schulabschluss

    Mittlerer Schulabschluss, Zeugnisse vorhanden

    Mittlerer Schulabschluss, Zeugnisse vorhanden

    Hochschulreife

    Hochschulreife, Zeugnisse vorhanden

    Hochschulreife, Zeugnisse vorhanden

    Unklar

    Ausland Schulabschluss Anerkenntnis

    anerkannt

    in D noch nicht anerkannt, bis-lang ohne Anerkennungsverfah-ren

    in D noch nicht anerkannt, Aner-kennung eingeleitet

    Abschluss in D lt. Bescheid nicht anerkannt

    Unklar

    anerkannter Abschluss ist Schulabschluss zu-zuordnen.

    Auslndischer Berufsabschluss Im Ausland erworben Keine Angabe

    Nicht zutreffend

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 18 von 26

    Ausland Berufsabschluss Anerkenntnis

    anerkannt

    in D noch nicht anerkannt, bis-lang ohne Anerkennungsverfah-ren

    in D noch nicht anerkannt, Aner-kennung eingeleitet

    Abschluss in D lt. Bescheid nicht anerkannt

    Unklar

    Die Art des anerkannten Abschlusses ist Berufs-ausbildung zuzuordnen.

    Berufsausbildung Ohne abgeschlossene Berufs-ausbildung

    Betriebliche / auerbetriebliche Berufsausbildung (Lehre)

    Berufsfachschule (schulische Berufsausbildung)

    Fachschule (z.B. Meister, Tech-niker) / Fachhochschule / auch Bachelor

    Universitt auch Master

    Sonstiger Abschluss

    Ggf. Notiz zum (erreich-ten / abgebrochenen) Ausbildungsberuf

    Berufserfahrung Ja, in groem Umfang vorhan-den

    Ja, vorhanden

    Ja, kaum vorhanden

    Nein, bislang nicht vorhanden

    Art der Berufserfahrung, Zeitraum (Jahreszahlen)

    Praktische Arbeitserfahrung in Qualifizierungsmanahmen / Praktika / Ehrenamt

    Ja, in groem Umfang vorhan-den

    Ja, vorhanden

    Ja, kaum vorhanden

    Nein, bislang nicht vorhanden

    Art der Arbeitserfahrung, Zeitraum (Jahreszahlen)

    Bewerbungsunterlagen Unterlagen vorhanden, aktuali-siert selbstndig

    Unterlagen vorhanden, Hilfe zur Aktualisierung

    Unterlagen verbesserungsfhig

    Unterlagen nicht vorhanden

    Bewerbungsverhalten Aktiv Wenig aktiv

    Nicht aktiv

    Handlungsbedarf

    Alltagskompetenzen Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Deutsch-Kenntnisse verstehen-sprechen

    gut

    ausreichend

    schwierig

    gar nicht

    Deutsch-Kenntnisse lesen-schrei-ben

    Gut

    Ausreichend

    Schwierig

    (funktionale*r) Analphabet*in

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 19 von 26

    Fhrerschein PKW vorhanden LKW vorhanden

    Anderer vorhanden

    Kein Fhrerschein vorhanden

    nkAm

    Art eintragen

    Mobilitt (Bereitschaft und Res-sourcen)

    Mobilitt in hohem Mae vor-handen

    Mobilitt ausreichend

    Mobilitt gering

    Mobilitt sehr gering

    nkAm

    uere Erscheinung Dem angestrebten Beruf ange-messen

    Dem angestrebten Beruf eher angemessen

    Dem angestrebten Beruf eher unangemessen

    Dem angestrebten Beruf unan-gemessen

    nkAm

    Selbsteinschtzung eigener Hilfe-bedarf *

    Deutliche ber- Unterschtzung

    leichte ber- Unterschtzung

    meistens realistisch

    durchweg realistisch

    nkAm (noch keine Angabe mg-lich)

    Kontaktgestaltung Fhigkeit sehr gering Fhigkeit gering

    Fhigkeit ausreichend

    Fhigkeit in hohem Mae vor-handen

    nkAm

    Handlungsbedarf

    Familie/Angehrige / Soziales Netzwerk

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Alleinerziehendenhaushalt ja nein

    Kinderbetreuung geregelt unzureichend geregelt

    nicht geregelt

    nicht relevant

    geregelt erlaubt zumin-dest eine TZ-Beschftigung (15 h / Woche)

    Familie Stabil und untersttzend Neutral

    Zeitweise belastend

    Durchgehend stark belastend

    kein Kontakt

    nkAm

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 20 von 26

    Soziales Netzwerk auerhalb Fa-milie

    Stabil und untersttzend

    Neutral

    belastend

    nicht vorhanden

    nkAm

    Umfang privater Aktivitten (z.B. Hobbys, Sport, Verein, )

    in hohem Mae vorhanden

    vorhanden

    in geringem Mae vorhanden

    nicht vorhanden

    nkAm

    Pflege Angehriger geregelt unzureichend geregelt

    nicht geregelt

    nicht mehr relevant

    geregelt erlaubt zumin-dest eine TZ-Beschftigung (15 h / Woche)

    Handlungsbedarf

    Arbeits- und Sozialverhalten

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Pnktlichkeit fast nie manchmal

    meistens

    stets

    nkAm

    Erledigung von Auftrgen Nie nach mehrfacher Aufforderung

    versptet

    termingerecht

    nkAm

    Stressbelastbarkeit Nicht belastbar gering belastbar

    belastbar

    gut belastbar

    nkAm

    bernahme von Eigenverantwor-tung

    Nie

    Selten

    Manchmal

    berwiegend

    Stets

    nkAm

    Lernbereitschaft Fhigkeit in sehr geringem Mae vorhanden

    Fhigkeit in geringem Mae

    Fhigkeit in ausreichendem Mae vorhanden

    Fhigkeit in hohem Mae vor-handen

    nkAm

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 21 von 26

    Eigenstndige Tagesstrukturie-rung

    Fhigkeit in sehr geringem Mae vorhanden

    Fhigkeit in geringem Mae vor-handen

    Fhigkeit in ausreichendem Mae vorhanden

    Fhigkeit in hohem Mae vor-handen

    nkAm

    Handlungsbedarf

    Finanzielle Situation

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Schuldenstatus Keine Schulden Geregelt

    Ungeregelt o. berblick

    Ungeregelt mit berblick

    Privatinsolvenz beantragt

    In Privatinsolvenz

    Unklar

    Schuldenart (Mehrfachnennungen mglich)

    Telefon / Handy

    Bankkredit

    Versandhaus

    Rckstndige Versicherungspr-mie

    Energieschulden / sonst. Versor-gerschulden

    Private Mietschulden

    Anwaltsgebhren

    Schadensersatzverbindlichkei-ten

    Unterhaltsrckstnde

    Geldstrafe

    Sonstige Schulden bei ffentlich rechtlichen Glubigern

    Privatkredit

    Arbeitgeberdarlehen

    Sonstige Schulden

    Keine Angabe

    Schuldenhhe bis1000 1001 2000

    2001 5000

    5001 20.000

    20.001 50.000

    ber 50.000

    Hhe nicht bekannt

    Handlungsbedarf Finanzen

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 22 von 26

    Gesundheit Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Art der gesundheitlichen Ein-schrnkung

    keine

    physische Einschrnkung

    psychische Einschrnkung

    physische und psychische Ein-schrnkungen

    unklar

    Konkrete Diagnose lt. Attest (im Sinne von rztlicher Bescheini-gung) und/oder Aus-wirkungen auf die Ar-beitsfhigkeit als Notiz Unklar: als Notiz im-mer Symptome benen-nen.

    Physische Stabilitt (Hufigkeit krperlicher Erkrankungen)

    durchweg gesund (sehr selten er-krankt)

    gelegentlich erkrankt

    oft erkrankt

    sehr hufig erkrankt

    nkAm

    Psychische und emotionale Stabi-litt

    sehr selten stabil

    Phasen von Stabilitt erkennbar

    berwiegend stabil

    durchgehend stabil

    nkAm

    Handlungsbedarf

    Strafflligkeit Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Strafflligkeit nicht zutreffend Eintrag Fhrungszeugnis Vor-

    strafen

    Bewhrung

    Sozialstunden

    Offene Verfahren

    Offene Haftbefehle

    nkAm

    Handlungsbedarf

    Wohnen Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Wohnsituation

    geklrt

    ungeklrt

    Drohende Obdachlosigkeit oder Ausgrenzung vom Wohnungs-markt

    Ja

    Nein

    keine Angabe

    Handlungsbedarf

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 23 von 26

    Erziehung Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Versorgung der Kinder (Ernh-rung, Krperpflege, Arztbesu-che etc)

    Fhigkeit in sehr geringem Mae vorhanden

    Fhigkeit in geringem Mae vor-handen

    Fhigkeit im ausreichenden Mae vorhanden

    Fhigkeit in hohem Mae vor-handen

    nkAm

    Teilhabe der Eltern am Schul-/ Ausbildungsgeschehen der Kinder und Jugendlichen

    Sehr selten

    Selten

    Manchmal

    Kontinuierlich

    nkAm

    Frderkompetenz der Erwachse-nen

    Selbstndig frdernd

    Erst nach Aufforderung unter-sttzend

    nicht untersttzend

    Belastend/blockierend

    Erziehungskompetenzen der Er-wachsenen

    Erziehungskompetenz in gerin-gem Mae vorhanden, Unter-sttzung in vielen Fragen

    Erziehungskompetenz vorhan-den, bentigt Untersttzung in einzelnen Fragen

    Erziehungskompetenz vorhan-den, keine Untersttzung

    nkAm

    Handlungsbedarf

    Bildungssituation minderjhriger Kinder Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Untersttzung bei der Bewltigung schulischer Anforderungen

    - Gut

    - ausreichend

    - nicht ausreichend, braucht Un-

    tersttzung

    nicht ausreichend, groer Unter-sttzungsbedarf

    Im Text Details zu ein-zelnen Kindern fest-halten

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 24 von 26

    Untersttzung beim bergang von Schule in Beruf

    - Interessen sind nicht zu erken-

    nen

    - Interessen sind wenig ausge-

    prgt

    - Interessengebiet ist benannt

    - Arbeitsbranche ist benannt

    - Berufswunsch ist klar

    Im Text Details zu ein-zelnen Kindern fest-halten

    Untersttzung bei der Bewltigung einer dualen Ausbildung

    - Gut

    - ausreichend

    - nicht ausreichend, braucht Un-

    tersttzung

    nicht ausreichend, groer Unter-sttzungsbedarf

    Im Text Details zu ein-zelnen Kindern fest-halten

    Handlungsbedarf

    Status bei Austritt und Verbleib

    Antwortalternativen Datum Ggf. Erluterung

    Tatschlicher Austritt am

    Rckmeldung an zuweisende Stelle

    Rckmeldung an zuweisende Stelle an wen ?

    - Jobcenter SGB II - Kommune (Sozialamt)

    Weiterhin im Bezug SGB II Ja Nein

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 25 von 26

    Erluternde Hinweise zur Einschtzung der Handlungsbedarfe:

    Grundstzlich ist die Einschtzung des Handlungsbedarfes in einem Bereich ein komplexer Prozess, der sich auf verschiedene Eindrcke, Unterlagen, Handlungen, Interaktionen usw. sttzt und zielgerichtet erfolgt. Er bercksichtigt in dem einen Fall verschiedene Aspekte in dem anderen Fall insbesondere einen besonders zu bearbeitenden Aspekt. Einschtzungen sind zu erlutern bzw. die Wege festzuhalten, auf denen sie gewonnen wurden. Sie sind in einen kooperativen pdagogischen Prozess transparent. Diese Hinweise sollen das Verstnd-nis zum Vorgehen bei der Einschtzung von Handlungsbedarfen frdern. Sie sind beispielhaft aufgefhrt. Es ist frderlich, mittels kollegialem Reflexions- und Austauschprozess zu hnli-chen Einzelfllen die jeweils individuelle sozialpdagogische Praxis zu validieren.

    Groer Handlungsbedarf

    Ein groer Handlungsbedarf liegt vor, wenn in einem Bereich ein akuter Handlungsbedarf ge-geben ist, der unmittelbar zu bearbeiten ist oder wenn das Ausma so gro ausfllt, dass der Handlungsbedarf vorrangig zu bearbeiten ist.

    Beispiele:

    Auf Grund aufgelaufener Mietschulden droht die unmittelbare Kndigung der Wohnung

    und anschlieende Wohnungslosigkeit

    Bei einem Besuch in der Wohnung des/der Teilnehmenden (oder in einem Beratungsge-

    sprch) wird klar: Es hat sich eine grere Anzahl ungeffneter Briefe seit lngerer Zeit

    angesammelt, die u.a. auch unbezahlte Rechnungen, Mahnungen u.. enthalten: also un-

    klare, ungeregelte Schulden

    In den ersten Wochen der Teilnahme wird aus dem Verhalten klar, er oder sie kommt zu

    keinem verabredeten Termin pnktlich, bringt trotz vielfacher Verabredung nicht die ge-

    wnschten Unterlagen mit u..

    Lese- und Schreibkompetenzen sind nicht vorhanden (Analphabetismus)

    Bestimmte Ausmae einer ignorierten Alkoholerkrankung, die nicht in Behandlung ist.

    Handlungsbedarf gegeben

    Ein Handlungsbedarf ist gegeben, wenn er in einem Bereich vorliegt, zwar nicht akut zu bear-beiten ist, aber einer Arbeitsmarktintegration wesentlich im Wege steht.

    Beispiele:

    Eine Alkoholerkrankung, deren Behandlung zwar begonnen hat, bei der das Therapie-

    ergebnis aber noch nicht erreicht worden ist.

    Eine zeitweise belastende Familiensituation, die mit Besuchskindern des Partners zu

    tun hat.

    Schwierige, weil nur in geringem Umfang vorhandene Kenntnisse der deutschen

    Sprache (Lesen-Schreiben).

    Ein im Ausland erworbener Berufsabschluss, der noch nicht in Deutschland anerkannt

    ist.

    Physische Einschrnkungen, die ohne ausreichende Hilfsmittel nicht bewltigt werden

    knnen.

  • Rahmenbedingungen fr den ESF-Frderansatz Bedarfsgemeinschaftscoaching

    Stand: 27.07.2017

    Seite 26 von 26

    Geringer Handlungsbedarf

    Ein geringer Handlungsbedarf liegt beispielsweise vor, wenn der Handlungsbedarf in einem Bereich einer Arbeitsmarktintegration nicht im Wege steht aber noch im Blick behalten werden sollte oder das Ausma nur noch gering ausfllt.

    Beispiele:

    Stets pnktlich, termingerechte Aufgabenerledigung, berwiegend in Eigenverantwor-

    tung, mit ausreichender Lernbereitschaft, aber geringer Stressbelastung.

    Mit guten Kenntnissen der deutschen Sprache, angemessenem Erscheinungsbild, in

    hohem Mae vorhandener Fhigkeit zur Gestaltung der Kontakte

    Hier kann trotzdem ein geringer Handlungsbedarf bei den Alltagskompetenzen beste-

    hen, weil der Teilnehmer eine leichte berschtzung des eigenen Hilfebedarfes erken-

    nen lsst.

    Kein Handlungsbedarf

    Ein bestehender Handlungsbedarf kann im Zuge seiner Bearbeitung auch so weitgehend ge-lst bzw. bearbeitet werden, dass im Hinblick auf eine Arbeitsmarktintegration fr diesen Be-reich kein Handlungsbedarf (mehr) vorliegt.

    Beispiele:

    Unklare und ungeregelte Schulden sind so gut geregelt, dass sie keine weitere Belas-

    tung mehr darstellen und auch einer Arbeitsaufnahme nicht im Weg stehen. z.B. in

    dem eine Monatsrate von 30 Euro dauerhaft verbindlich vereinbart worden ist und die

    aufgelaufenen Schulden in einem gut berschaubaren Zeitraum getilgt werden.

    Eine fehlende Kinderbetreuung ist gelst. Die kleine Tochter ist gut in einer Kita unter-

    gebracht. Die Eltern sind beruhigt und haben den Kopf fr andere Dinge frei.