100 Jahre Marcus Lauk .Gai-Schaum, gebratener Wasser- ... mand mit dem Finger schnippt. Unser...

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  • Marcus Lauk & Sternekoch Anton Schmaus

    Steinalt

    gesund&

    gesund&

    Bekannt aus Funk & Fernsehen

    KOCHBuCH

    100 JahreGesund.de

    leseprobe

  • Inhalt Inhalt

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    gefllte tacos mit pikantem Tomatensalat und Skartoffel

    Bffelmozzarella mit Feige und Aubergine

    Kastaniensuppe mit Birne und Walnuss

    Thunfisch-Tataki mit Mango und Soja

    Tomaten-Ananas-Salat mit Okraschote und Tandoori

    Gebratenes Schweinefilet mit Krbis, Mandel und Kokosschaum

    Info Die Kokosnuss Paradiesisch gut

    Gebratener Wolfsbarsch mit rotem Curryschaum undMelone

    Fenchel-Himbeer-Salatmit Ziegenkse

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    Einfach umwerfend lecker!

    DIE REZEPTE

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    essen ist Bauchsache

    Inspiriert von den 100-Jhrigen

    Unsere Stars: Lebensmittel

    Info Kchentipps vom Sternekoch

    Geschmorter Pulpo mit Artischocke und Mandel

    Hhnchen mit Kichererbsencurry

    Info Fisch vor Ort

    Gedmpfter Heilbutt mit Tom-Kha-Gai-Schaum, gebratener Wasser-melone und Fenchel

    Info Kopflos genial: Pak Choi

    Info Knolliger Engel: Skartoffel

    Lamm mit Weikrautsalat, Tomaten und Focaccia

    Krbis-Ricotta-Gnocchimit altem Balsamico

    Pisarei-Pasta mit Kirschtomaten und Basilikum

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    Kichererbsen-Avocado-Salat mit Tomaten

    Steinpilzbrhe mit Udon-Nudeln, Tofu und Pak Choi

    Info Japanisches Nudelglck

    Gebratenes Schweinefilet mit Skartoffelstampf, Wildkruter-salat und Barbecue-Sauce

    Info Fleisch Darf man das essen?

    Msli mit Birnen und Blauschimmelkse

    Grnkohl mit Matcha-Teeund weiem Pfirsich

    Info Kennen Sie Matcha?

    Info Okra Na so eine Schote!

    Gekhlte Sojabohnensuppe mit Mango und Tofu

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    DIESE REZEPtE FEIERn DIE RCKKEhR DES GUtEn GESChMaCKS laSSEn SIE SICh KERnGESUnD VERFhREn

    Quinoa-Salat mit Rotkraut, Sojasprossen und Granatapfelkernen

    Info Alles Soja?

    Rindertatar mit Sweet-Chili-Marinade und grnem Papayasalat

    Gebratenes Heilbuttfilet mit Schwarzwurzelgemse und Birne

    Info Zergeht mit zartem Schmelz auf der Zunge: Ghee

    Miso-Aubergine mit Lauchzwiebel und Koriander

    Info Knusper, knusper: Nsse und ihre knackigen Kumpel

    Risotto mit Pecorino und gegrilltem Pfirsich

    linsensalat mit gebratenem Brokkoli, Cranberries und gersteten Pinienkernen

    Gebratenes Roastbeef mit Leinsamenhollandaise und Bohnengemse

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    Amarant-Salat mit Guaca-mole, roter Zwiebel und Tomate

    Info Antons Kchenbasics

    Gebratener Lammrcken mit Blumenkohlcouscous und Duccagewrz-Joghurt

    Gebratenes Rinderfiletmit Petersilienwurzelpommes, Mandelmayonnaise und haus-gemachtem Ketchup

    Info Drei Exoten aus dem Wrzregal

    Gebratener Lachs mit Gurken-Radieschen-Gemse und Wasabi-Tapioka

    Gebratener Kabeljau mit Soba-Nudeln und Sesam

    Pochiertes Ei mit eingelegtem Gemse und Sushi-Reis

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    Info Krniger Knner: Sushi-Reis

    Info Und was ist das? Tapioka-Perlen

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  • VoRwoRt VoRwoRt

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    was wir tglich auf unseren Tisch bringen. Weniger kopflastig, dafr mehr aus dem Bauch heraus. Diese Erkenntnis verdanke ich mei-ner Reise zu den Weltmeistern des langen Lebens, Menschen in vier Gegenden dieser Erde, die ber-durchschnittlich alt werden und sich bester Gesundheit erfreuen. Ich wollte herausfinden, was da-hintersteckt. Also flog ich ins kali-fornische Loma Linda, besuchte die Bergdrfer Sardiniens und machte Station auf der griechischen Insel Ikaria, um schlielich auf Okinawa zu landen, einer Inselgruppe, die zu Japan gehrt. berall lernte ich herzliche und gastfreundliche Bewohner kennen, junge wie hoch-betagte Menschen, deren Alltag harte Arbeit ist. Dennoch wissen sie das Leben mit einer bemerkens-werten Leichtigkeit und inneren Ruhe zu nehmen. In kulinarischer Hinsicht haben alle vier einen sehr einfachen gemeinsamen Nenner: traditionelle Lebensmittel in tradi-tionellen Mengen. Was Menschen-generationen schon seit Jahrhun-derten hat berleben lassen, das ist bewhrt. Wer davon isst und auch die Gre der Portionen gem den Vorbildern bemisst, braucht am Herd keine Wissenschaft mehr zu betreiben.

    Kennen Sie das: Sie essen etwas, obwohl es Ihnen berhaupt nicht schmeckt, weil es angeblich so ge-sund ist? Oder Sie stellen Ihre Mahl-zeiten nach Nhrstoffen zusammen und haben dann zum Beispiel statt Spaghetti Carbonara nur noch Koh-lenhydrate, Fette und Proteine auf

    Ihrem Teller liegen? Vielleicht rech-nen Sie auch Ihren Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Spuren-elementen haargenau aus, um kei-nen Mangel zu riskieren?Mittlerweile finden wir es vllig normal, Essen als Kopfsache zu betrachten, jede Erbse mit dem Ver-stand zu durchleuchten. Doch wh-rend wir uns auf Detailebene ver-lieren, bleibt immer hufiger etwas Wesentliches auf der Strecke: die Freude am Essen, der Genuss. Dabei ist die Kche kein Chemielabor. Ma-chen wir sie wieder zu einem Ort, an dem wir Spa haben und eine gute Zeit miteinander verbringen!

    Leben wie die Weltmeister

    Es geht mir darum, unser Verhltnis zur Ernhrung und zum Leben allge-

    mein zu entkrampfen. Gesund-heit bis ins hohe Alter er-reicht nicht unbedingt, wer alles richtig macht; etwa

    indem wir Nhrstoffe nur in der empfohlenen Do-sis zu uns nehmen. Die besten Chancen auf ein langes, gesundes Leben haben wir mit einer ent-spannten Haltung zu dem,

    ESSEN IST Bauchsache

    Einfach, gesund berraschend lecker!

    Insgesamt war ich zwei Jahre lang auf Weltreise. Eine groartige Zeit, die mich stark geprgt hat und die mir half, nach einer Krise in meinem frheren Leben als Bankkaufmann und Musikproduzent meinen inne-ren Kompass auf das auszurichten, was mir tatschlich am Herzen liegt. Heute lehre ich als Gesundheits-dozent an einer Hochschule. Und gebe mein Wissen in Vortrgen und Seminaren weiter. Ich liebe es, von meiner Reise zu erzhlen. Von Men-schen wie Giorgios, dem fit-fidelen Imker auf Ikaria, oder Emiko, der japanischen Meisterkchin, die ihre Zutaten frisch aus dem eigenen Gar-ten holt. Es ist diese Bodenstndig-keit und Einfachheit, die mich so fas-ziniert und die auch den Ausschlag fr das vorliegende Kochbuch gegeben hat. Der Wunsch, etwas Wertvolles in die Welt hinauszutra-gen und Sie, liebe Leser, an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. In Sternekoch Anton Schmaus fand ich die perfekte Untersttzung. Anton betreibt in Regensburg sein eigenes Restaurant, das storstad, und ist ebenso wie ich bereits viel herum-gekommen in der Welt. Doch nicht nur unsere Reiselust verbindet uns.

    Wir sind beide Anhnger einer mo-dernen Kche, die auf traditionelle, unverflschte Lebensmittel setzt. Unser Anspruch war es, diese Zuta-

    ten in einen neuen Rahmen zu brin-gen: ein gesundheitsorientiertes Kochbuch ohne erhobenen Zeige-finger, aber mit vollem Geschmack.

    KOCHBuCH

    Herzlich willkommen zum Steinalt & Kerngesund

    Marcus Lauk Anton Schmaus

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    InspIrIert von den 100-JhrIgenInspIrIert von den 100-JhrIgen

    Inspiriert VON DEN 100-jhRiGEN

    Wir knnen versuchen, bei unserer Ernhrung alles richtig zu machen und haben dennoch keine Garantie dafr, dass uns als Lohn dafr ein langes, erflltes Leben winkt. Auch, weil richtig oft eher Glaubensfrage als Tatsache zu sein scheint. Brauchen wir Fleisch? Das tgliche Glas Milch? Macht Weizenmehl krank? ber sol-che und hnliche Grundsatzdebatten erhitzen sich bei uns regelmig die Gemter. Wir geraten in Panik, strei-chen dieses oder jenes Lebensmittel gnzlich von unserem Speiseplan, um dafr vermehrt einem anderen, bes-seren zuzusprechen, das uns Wissen-schaftler wrmstens ans Herz legen. Bis zur nchsten Studie Ich will gar nicht sagen, dass uns die Forschung nicht groen Nutzen brchte. Doch wir sollten uns hten, nur noch wie dressierte Hasen von einem Zylinder in den nchsten zu hpfen, wenn je-mand mit dem Finger schnippt.

    Unser Klang-Krper

    Die Alten, denen ich auf meiner Reise in die Zonen des langen Lebens be-gegnet bin, kmmerten sich kein biss-chen um Ernhrungswissenschaften. Sie hatten zuvor meist noch nie etwas gehrt von komplizierten Begriffen wie Kohlenhydraten, Aminosuren oder Antioxidantien. Und trotzdem leben sie im Schnitt deutlich lnger als die Menschen bei uns. Statt sich ih-ren Kopf zu zerbrechen, entscheiden die 100-Jhrigen vor allem aus dem Bauch heraus, was ihnen gut tut.

    Dazu zhlt auch, die Ernhrung nicht berzubewerten. Das Leben ist wie eine Symphonie, und unser Krper ist das Orchester. Nicht ein einzelner Ton oder ein Instrument allein sorgt fr ein gelungenes Konzert, sondern erst das Zusammenspiel des Ensemb-les. Nur weil wir einmal tglich krftig auf die Pauke hauen und zum Beispiel ein halbes Pfund Tofu essen, entsteht noch keine meisterhafte Auffhrung. Im Gegenteil, spielt sich ein Teil des Orchesters zu sehr in den Vorder-grund, kann das auf Kosten der Har-monie gehen. Und selbst wenn etwa

    die Streicher hervorragend spielen, gibt es da noch Zupf-, Schlag-, Blech- und Holzblasinstrumente, die ihren Beitrag leisten, um das Gesamtwerk gut klingen zu lassen. Kmmern wir uns nur um die Ernhrung, werden sich die anderen Teile unseres Klang-Krpers mit der Zeit vernachlssigt fhlen, vielleicht sogar irgendwann streiken. Richten wir lieber von vorn-herein die Scheinwerfer unserer Aufmerksamkeit auf den gesamten Orchestergraben, damit neben der Ernhrung auch die Bereiche Bewe-gung, Psyche und Umfeld gengend Licht bekommen.

    Nur