2011 das leben kurz vorm abgrund

Click here to load reader

  • date post

    22-Oct-2014
  • Category

    Education

  • view

    849
  • download

    0

Embed Size (px)

description

Ein Gedichtband - Noch nicht überarbeitet. Alle Rechtschreibfehler wurden noch nicht korrigiert

Transcript of 2011 das leben kurz vorm abgrund

2011 Das Leben kurz vorm Abgrung

Gedichte und lyrische Versuche von Lyrikania

Texte von Lyrikania

und alles andere

ist auch von Lyrikania

Was auch immer Kritik, Missverstndnis oder Lob, Achtung und Verehrung hervorruft. Lyrikania hat

diese aufkommenden Reaktionen nicht beeinflusst, provoziert oder gar verursacht. Lyrikania hat

einfach nur Buchstaben zu Worten und Worte zu Satzgebilden und germanistisch ziemlich

fehlerhaften Kreationen gebildet. Nicht mehr und nicht weniger. Jegliche resultierende zumindest

als Fazit meiner Schreiberei Tatschlichkeit oder entstehende Willensbekundung basiert nur auf

dem charakterlich vorhandenen Sein der jeweils betroffenen humanistischen Lebensformation.

Ich bin einfach nicht schuld

Inhalt

Die Bcher werden neu geschrieben 2011

Hamburg

Nach Vorne blickend rckwrts schauen

Das Wort (nicht als vorweltlicher Jesusname gemeint)

Ist es wirklich so?

Dank an meinen Ziehvater

Oft zu junge Huren

Liebe ist

Versprochen nicht zu schreiben

Lebende Nacht

Lrmende Nachbarn

Der Rest

Vernderung

berlebt

So ist der Tage nicht wirklich letzter Abend

Phillis

Jesus nur einmal wir jeden Tag

Chemo Part VIII

Die Arten ndern sich

Immer wieder ein letzter Moment

Voller Feinde vollkommen ohne Feinde

Jede neue Nacht bringt Einsicht mit

Der gleiche Ausgang

Unntig oder Unntigkeiten

Kreativ Absurd WICHTIG

Mein anstndiger Beitrag

Lieben und frei sein, das geht

Kompromisse mehr oder weniger

Nur die Wahrheit! Auf keinen Fall mehr!

Das Altern kommt in abgeschtzden Schritten.

Replikat und Katzengold

Die eigene Grabrede

Anders Eigen

Gott allein ist ein Pseudo

Am Anfang schuf Gott

Familienfeier

Gewollte Sicherheit Ab und An

20 Jahre schon oder auch mehr

Kleiner Rest dafr Danke

Mit ner Morgenlatte denken

Endende Endlichkeiten

Tagesansicht

Nur ein weiterer SCHWARZER

Gestern ist das Morgen

Kompromisse mehr oder weniger

Du wartest auf eine Vernderung,

auf Etwas was anders vielleicht sogar schner wird.

Du trinkst Bier in der Zeit des Wartens,

du sitzt auf dem Sofa und bewegst dich nicht -

bestellst dir Pizza ins Haus

und das Gleiche nur in anderer Variation tut SIE.

Du denkst dir dass irgendwas nicht stimmig ist,

ihr seit fern einfach weiter weg voneinander.

Du fngst an darber zu sinnieren,

du machst dir Gedanken du willst sie nicht verlieren

und auch SIE schweigend auf dem Sofa neben dir -

macht sich Gedanken nur in anderen Variationen.

Ein weiterer Pizzabote klingelt und ein neues Bier ist offen.

Ein weiterer Tag vergeht mit Gedanken, Pizza, Bier und liebender Blindheit.

Wenn es weiter, Tag fr Tag, so laufen und passieren wird,

ist irgendwann das Ende nah und wird mit eifrig, harten Fusten

an deine Tr klopfen, pochen und/oder schlagen.

Du liebst diese Frau mit all Ihren Macken, Strken und Individualitten,

du brauchst die Strke und Wrme ihres Daseins

und du weit dass du der Richtige Mann bist fr SIE.

Ein neuer Tag bricht an und du ffnest dir ein Bier,

du erhebst dich von dem Sofa und kochst dir und IHR ein Frhstck -

so wie am Anfang also damals.

Du stehst in der Kche und wirfst die Nummer des Pizzaboten in den Mll

und weit was du nun und das dann tglich tun solltest.

Sein dir in der Liebe immer am nchsten und bleibe dir treu,

nur so bist du Partner, Freund und Vertrauter fr Dich selbst

und eben der Liebe um die es sich dann tatschlich dreht.

Das Bier kannst du weiter mit Inbrunst genieen

und auch deine Freiheit wird bleiben und lebendig bestehen -

doch dann wird auch noch ein Kleinigkeit mehr erscheinen -

deine Liebe also SIE wird sich wohl und geborgen fhlen

auch dann wenn Du einfach nicht da sondern dir ganz woanders

selber am wichtigsten bist.

Kompromisse zu machen hat Henry Mal zu mir gesagt -

ist im Leben wenn Du allein und ohne Verantwortung bist,

ein unntiges bel und lhmendes Unterfangen.

bist Du jedoch liebend in einer Beziehung,

ist der Kompromiss ganz oft das Tor zu Freiheit,

der Weg ins Glck fr jeden in eben dieser Beziehung

und damit auch fr die Zweisamkeit selbst.

Auch ich obwohl ich es wei und schreibe -

werde hier noch ne Menge arbeiten und erfahren mssen.

In diesem Sinne

So ist der Tage nicht wirklich letzter Abend

Die Bcher werden neu geschrieben 2011

Wir wissen Alle es ist das Jahr 2011.

Japan steht kurz vor seiner endgltigen Vernichtung,

Libyen, gypten, der Jemen und viele andere Staaten

befinden sich im zerbrechlichen Umbruch

und Italien hat einen Kinderficker als Oberhaupt.

2011 ein wundervoll exotisches Jahr.

Knut starb hirnerkrankt im Umstand des Ertrinkens,

Kanzlerin Merkel verliert durch Lug und Trug Herrn zu Guttenberg

und strahlend wird die Zukunft Japans betitelt.

2011 noch ist April das Jahr der radikalen nderungen.

Die Grnen gewinnen Landtagswahlen fast mit absoluter Mehrheit

und sind laut Umfrage auch bald bundesweit Regierungsbildet

oder mindestens sehr mchtig am Entscheidungshebel.

2011 noch 8 Monate vor uns ist extrem geschichtsschreibend.

Gaddafi bekommt tatschlich reale Sanktionen

und tdliche Angriffe zu spren

und Laurent Gbagbo fhrt die Elfenbeinkste ins wirtschaftliche

und humanistische Verderben.

2011 war auch fr mich Lyrikania sehr einflussreich und wichtig.

2010 hat Vieles vorbereitet und mich bereit und empfangend gemacht,

damit 2011 sich vollkommen austoben und mich erreichen kann

und mir mit Wucht und ohne Umweg

die letzten 20 Jahre zu Nichte und sehr fraglich macht.

2011 ich bin auf Kommendes gespannt.

Am Ende dieses Jahres schreibe ich was noch passierte,

als Gedicht oder in welcher Form auch immer auf.

Ich werde berichten und zurckschauend reflektieren,

ich werde neutral beurteilen obgleich ein Urteil an sich

jeder Neutralitt widerspricht.

2011 ist geschichtlich wichtig,

politisch enorm verndert

und fr mich sehr strafend, lebendig und schwierig.

In diesem Sinne

Hamburg

Kokain

Heroin

Nutten

Huren

Stricher

Hamburg

Elbe

Nordseeluft

Distanzierte Art

Hanseaten

Die Alster

Hamburg

Meine Heimat

Meine stdtisch groe Liebe

Vergangenheit

Erfahrung

Mhsal

Leiden schaffend Leidenschaftlich

Hamburg

Alkohol

Lange wilde Nchte

Schne Frauen

Willig

Oft genutzt was mglich war

Hamburg

Diese Stadt ist mehr als Leben,

sie ist Liebe, Harmonie und einfach passend.

Diese Stadt ist mehr als Heimat,

sie ist mein Leben prgte, bildete mich.

Hamburg

Ohne Dich wr ich verstorben

Ohne Dich wrd Vieles anders (schlechter) sein

Ohne Dich wr ich nicht Ich und dafr Danke ich

Ohne Dich knnt ich jetzt nicht beschreiben,

was mir so sehr an Dir gefllt

Hamburg meine Perle

Hamburg meine Heimat

Hamburg, ja ich liebe Dich

Hamburg einfach Du

Nach Vorne blickend rckwrts schauen

Die Zeit verging wie im Flug,

sie pausierte nie

und hielt niemals auch nur kurz inne.

Die Zeit war wie ein immer vorhandener Orkan,

Mal schwach und Abkhlung bringend -

Mal zerstrerisch, gefhrlich oder gar tdlich.

Die Zeit beeinflusste vernderte legte fest,

sie erzeugte und vernichtete

und blieb im immer vorhandenen Takt.

Die Zeit war relativ und variabel,

sie war individuell

und wird es zeitlos ewiglich auch bleiben.

Die Zeit ist nun dabei sich zu verabschieden,

zumindest hier und jetzt von mir als alter Mann

und treibt die Endlichkeit in meinen Krper.

Zufrieden /zeitlos), glcklich und erfllt

soll nun die letzte Stunde schlagen

und mich vom Sein ins Mal gewesen holen.

Wenn dieser Punkt gekommen ist

und ich (noch ziemlich fern) ein alter Mann geworden bin,

so hoffe ich genau das hier geschriebene und mir erwnschte

zu erleben und meine Zeiten sinnvoll zu beenden.

In diesem Sinne hoffe ich auf viele kommende Zeiten

und auf ein wirklich fernes Ende -

Doch wer wei schon wie es kommen wird.

Das Wort ( nicht als vorweltlicher Jesusname gemeint)

Worte sind verletzend,

sie greifen an oder tten.

Worte sind gefhrlich,

sie vertuschen oder decken auf.

Worte sind Leiden schaffend,

sie bedrngen, qulen oder foltern.

Worte sind lieblich,

sie erklren oder zeigen auf.

Worte sind Liebe,

sie heben hoch oder beglcken.

Worte sind aufbauend,

sie ernennen, benennen oder lobpreisen.

Doch gesprochene Worte sind abhngig vom Sprecher

und nicht vom Hrer -

gegenstzlich dazu ist das geschriebene Wort

abhngig vom Leser und nicht vom Schreiber.

Ein kleiner Unterschied mit unglaublich groer Wirkung.

In diesem Sinne

Ist es wirklich so?

Es gab Mal eine Nacht in Hamburg,

Henry und ich wir hatten schon ordentlich was getrunken

und ich htte fast einen fr mich sehr glorreichen Abend verpasst.

Ich hatte ganz vergessen zu einer Lesung terminiert zu sein

und lie Henry und mich in letzter Sekunde

mit einem verdammt teuren Taxi vorfahren.

Angekommen und vollkommen neben der Spur

nahm Henry als Zuschauer Platz und ich versuchte gerade und nchtern wirkend das Lesungspult zu

erreichen.

Was mir wirklich nur sehr, sehr bedingt gelang.

Lesungen sind in der Regel de und zeitverschwendet

und genau aus diesem Grund lie ich grundstzlich Gin Tonic,

Wodka Red Bull und (billigen) Prosecco servieren

und kam immer ne gute halbe Stunde zu spt auf die Bhne.

Ich rauchte whrend ich las und verlange es eben so von allen

anwesenden Rauchern.

Ich konnte sptestens zur Hlfte jeder gewesenen Lesung

nicht mehr klar und deutlich sprechen

und war am Ende immer ziemlich besoffen.

Dieser Abend sollte zu den wenigen unvergesslichen werden.

Dieses Mal bestand die Zuhrerschaft zu einem sehr groen Teil

aus Literaturstudenten und Journalisten der Fachpresse.

Wie immer hatte ich mich nicht vorbereitet

und fing an einfach einzelne Texte meines neuen Lyrikbandes zu lesen.

Nach 60 Minuten hatte ich keinen Bock mehr, war besoffen

und auch die Kippen waren leer.

Also hrte ich auf und machte mich auf die blichen Fragen danach

gefasst.

Ein Student der sich als Martin K. vorstellte fing an und wurde

mit seiner Frage auch gleichzeitig der letzte Fragensteller.

Hallo He, Herr Lyrikania. Stimmt es dass alles Geschriebene

und dass alles von Ihnen Verffentlichte der Wahrheit entspricht

und Sie das Kokain und den Alkohol wirklich so konsumieren

wie Sie es immer niederschreiben?

Ich war ein wenig verwirrt da eine solch direkte Frage ziemlich

selten vorkam.

Tach Martin. Als Erste bedanke ich mich deine Offenheit und die doch sehr direkte Frage und als

Antwort mchte ich mich folgend uern:

Als Literaturstudent solltest Du um Fiktion und Realitt wissen und du solltest auerdem das Knnen

besitzen beides so miteinander zu verbinden dass weder A noch B als dominant erkenntlich wird. Ob

ich nun so viel Kokain und Alkohol konsumiere wie immer niedergeschrieben oder so viele Huren

gefickt oder aufgrund mnnlicher Schwierigkeiten nicht gefickt habe werde ich weder jetzt noch zu

einem anderen Zeitpunkt sagen. Nur so viel, du kannst gewiss sein dass ich wei um das was ich

aufschreibe.

Dann ging ich mit ner glhenden Kippe im Mundwinkel,

meinem Buch unter den linken Arm geklemmt

und mit meinen Blicken Henry suchend von der Bhne

und als ich ihn fand ganz schnell ins Black Pearls.

Wir tranken noch einige Bierchen und taten so als wenn

diese Lesung nie war.

Thomas Harris wird auch nicht gefragt ob er Menschen

an extra dafr gezchtete Schwein verfttert hat

oder den Geschmack von menschlichem Fleisch auch

wirklich kennt.

In diesem Sinne sollte dem Autor schon die Heimlichkeit um seine ganz persnliche Wahrheit

und/oder Lge bleiben

Dank an meinen Ziehvater

Mein Ziehvater war ein wirklich weiser Mann,

er kannte das Leben unter und oberhalb welcher Grenze auch immer,

er liebte die Arroganz und blieb doch fast immer unsichtbar

und war nie mehr als einfach nur mein Ziehvater.

Heute, einige Jahre nach seinem Tod kann ich zurckschauen

und mich der Erinnerungen erfreuen,

ich kann ohne Trauer und Schmerz auf ihn blicken

und erkennen welch Wahrheit er doch lebte.

Trotz seiner beruflichen Aktivitten,

trotz seiner Macht und trotz seines (wirklichen) Namens -

er kam jeden Abend heim und sorgte fr Balance

und ein wenig Familiengefhl.

Mein Ziehvater war so glaube ich es ein Soziopath,

gefhlsarm und sozial nicht integrierbar.

Er kannte kein Mitgefhl und doch war er mir

mehr als nur vertraut er war Vaterfigur und Liebegebender.

Ich mchte ihm heute und jetzt mit einem Schluck Wein,

ganz ohne Verbindlichkeit Danke sagen,

mchte ihn ehren und aus ganzem Herzen

sein Wirken auf mich benennen.

Ob nun Drogen oder Dokumente,

Waffen oder was auch immer er aus seinem Leben bildete.

Es ist egal

Ich ziehe meinen Hut vor diesem Mann

und verneige mich vor diesem wirklich groen Menschen.

Ich bedanke mich und trauere um ihn,

ich bin sein Sohn und er ist mein Vater

In diesem Sinne

Fr Jens . ! Ich habe geschafft was Du immer fr mich wolltest. Ich wurde zu einem normal

lebenden Menschen !

Oft zu junge Huren

Die kleine - vielleicht zu junge - Hure neben mir wird wach,

sie wlzt sich in der Wachphase hin und her

und ihr unverbrauchter Krper zeigt sich in der morgendlich

bestmglichen Pracht.

Das Fenster war offen und der leicht khle Wind

lie ihre Nippel hart werden,

eine kurze Gnsehaut berzog sie

und sorgte dafr das ich meine Morgenlatte

einfach Mal nicht als nur gegeben ignorierte.

Endgltig wach und erneut daran erinnert

wie dreckig doch ihr Dasein ist,

gab ich ihr das Doppelte der ausgemachten Summe

und befrderte sie aus meiner Bude.

Ich ging unter die Dusche,

versuchte mein Aussehen durch eine gekonnte Nassrasur zu verbessern und blieb doch der Gleiche -

auch danach.

Frisch und gut befriedigt setzte ich mich mit Bier, Kippen

und ner Tasse Kaffee an meinen Computer.

Auf meinem ZUERLEDIGENSTAPPEL lagen viele Nichtigkeiten

und ich sortierte Rechnungen, Mahnungen und Gerichtspost aus

und brig blieben nur zwei verbindliche Abgabetermine.

Also wurde ich verantwortungsvoll und schriebe nieder was diese

Termine geschrieben haben wollten.

Am Abend ging ich ein oder zwei oder auch mehr Bierchen trinken

und wachte am nchsten Tag wieder mit einer -

wahrscheinlich viel zu jungen Hure neben mir auf.

So hat doch jeder sein Wesen

und jeder hat seinen Platz.

Huren oder Schreiber,

Politiker oder Journalisten,

Chemiker oder Banker -

alle sind wichtig und Teil des Ganzen.

In diesem Sinne ein Dank an all die (oft zu jungen) Huren

und ihren Einfluss auf meine Schreiberei.

Liebe ist

Liebe ist nicht mehr als ein evolutionr unabdingbarer symbiotischer Vorgang um der Menschheit

das Fortbestehen zu ermglichen.

Rationalitt ist eine Voraussetzung dafr dass wir mehr als Tiere und dadurch auch besser als Tiere

sind.

Beides zusammen im Einklang ist selten und wenn dann wirklich gro.

Liebe ist wirklich nur Liebe wenn die Ratio mit der Emotio ganz individuell Dein Glck geformt und

Dich erreicht und fhig dafr gemacht hat.

Dann, so schreib ich es jetzt einfach Mal, LIEBE ich tatschlich

In diesem Sinne

Versprochen nicht zu schreiben

Ich hab meiner Liebe versprochen nichts mehr zu Papier zu bringen,

muss morgen mit ne Frhschicht die Woche beginnen

und das Ankuscheln ist auch noch gewnscht.

Also lasse ich es und schreibe halt nichts mehr.

Vielleicht nur noch so viel!

Ab und an ist es wichtiger zu leben

und das Gelebte zu empfangen und zu genieen

als zu trumen, zu wnschen oder irgend welche Gedanken

in die Tasten zu brettern.

Kokain, der Wein oder mein soziales Umfeld

haben meine Schmerzen fr nur eine Nacht verbannt -

das werde ich nun nutzen und ausnutzen.

Gute Nacht @All

und in diesem Sinne ein Hoch auf die Liebe

mit all ihren Folgen

Fr S. F.

Lebende Nacht

Es ist verdammt kalt,

der Regen perlt von meiner Haargelgestrkten Frisur

und nur mein Hund freut sich ber diese erfrischende Nsse -

hebt sein Bein und bringt noch ein wenig mehr Wasser in den Umlauf.

Heute sind wieder Menschen gestorben und Kriege gefhrt worden,

es wurden wieder Leben ins Licht gehoben

und mein Hund ist nur fixiert auf Gassi, Fressen und Kuscheln -

wie gut er es damit doch hat keine Gedanken nicht Mal bers Denken.

Osama Bin Laden wurde nicht legitim ermordet,

doch wirklich stren tut sich kaum Jemand dran.

Meine Tochter wird lter und schner und immer klger

und mit diesen Attributen wchst meine Angst um sie.

Nun ist mein Hund durchnsst und selbst das Haargel

hat sich vom Regen aus meiner Frisur verflchtigt.

Noch ein Glas Wein und eine Davidoff,

ein wenig lesen und vielleicht eine Kleinigkeit schreiben.

Dann endet auch fr mich die lebende Nacht.

In diesem Sinne

Lrmende Nachbarn

Die Welt verformt sich,

ich kann sie nicht mehr fassen

Das Licht wird schwach,

die Schatten wandern aus

Die Berge ebnen sich,

und Tler erheben sich aus ihren Tiefen

Ich hre auf die Tasten meines Rechners zu vergewaltigen

und richte meinen Blick genervt auf den Balkon meines Nachbarn.

Am frhen Morgen wir haben es erst 13 Uhr -

fngt der Trottel an sein Kaminholz zurecht zu sgen.

Durch den Lrm zum Wachwerden motiviert

erhebt sich die viel zu junge Hure aus meinen Daunendecken.

Nun kann ich jeden weiteren lyrischen Erguss vergessen.

Ich schliee alle Fenster, gebe der Kleinen ihr Geld

und noch ein wenig Koks mit auf den Weg.

Immer noch nchtern erwarte ich meine Anwltin

mit ihrer grundstzlich megageilen feministischen Art.

Es geht um Alkohol und Drogen am Steuer -

das bliche halt und trotzdem irgendwo auch wichtig.

Diesen Termin erledigt liegt nun die Hlfte des Tages

und eine ganze und vollkommen unberhrte Nacht vor mir.

Das Gedicht werde ich sicher beenden -

nur eben nicht mehr Heute.

Einmal unterbrochen bin ich wie jedes kleine Kind.

Ich finde den Faden erst Tage spter wieder.

Was solls es wird sich wie immer Etwas ergeben,

was auch immer es sein wird.

In diesem Sinne

Der Rest

Am Ende des Weges sind wir ALLE allein,

Freunde, Lieben oder Feinde sind dann irrelevant.

Allein werden wir ALLE unseren jeweiligen Weg beenden

und nichts wird daran etwas ndern knnen.

Ob nun Gott oder wer auch immer unser Leitesel war,

ob wir reich, arm oder kommunistisch waren,

ob wir gut, bse oder neutral gelebt haben -

nichts wird dann noch eine Gewichtung haben.

Nur der Spiegel mit unserem eigenen Ebenbild wird existieren

und nur dieses Bild wird wichtig sein.

Bist Du mit Dir im Reinen bist Du klar mit Dir,

hab ich mich so gelebt wie ich es wirklich war.?

Aber auch dieses letzte Bild von UNS wird gehen,

es wird verschwinden sich auflsen und NICHTS wird bleiben.

Nur HEUTE ist was zhlen sollte NICHT Morgen und NICHT GESTERN,

kein WENN und auch kein ABER sollte Unsere Zeit beschrnken.

Die Zeit die jeder von UNS hat ist kostbar

und leider nicht wirklich zu verplanen.

In diesem Sinne,

ein Hoch auf ALLE die zufrieden leben wie sie leben

und ein wenig Mitleid fr den Rest.

Vernderung

Vernderung

Vernderung ist ndernd

ndernde Vernderung

Sich verndernde Vernderung

Das Leben

Sehnsucht

Sehnsuchtsvolle Erwartungen

Erwartende Vernderung durch Sehnsucht

Die Sehnsucht ndernd

Das Leben

Liebe

Liebende Vernderungen

Verndernde Liebe

Liebe verndert akzeptierend

Das Leben

Leben

Lebende Erwartungen verndern

Leben paaren mit Sehnsucht -

sich verndernder Liebe und Erwartung

Das IST Leben im grundstzlichen Sinne

berlebt

Ich redete mit einer Hure als mir auffiel

das ihr Zuhlter im Background mit ihrem Kind wartete.

Ich trank Bier ohne Grenzen bis mir aufging

dass die Jungs neben mir jnger als 16 waren.

Ich erlebte Schieereien und berflle,

wurde verprgelt und teilte Schlge aus.

Ich brach die Gesetze und wurde bestraft,

ich arbeitete hart und das Geld warf ich zum Fenster raus.

Ich rauche viel viel zu viel ich wei um die eventuelle Konsequenz,

ich trinke und ab und an na ja da brauch ich nicht drber schreiben.

Ich bin viel gereist und sah viel Leid und Freud,

ich sah Leben das Licht erblicken

und beerdigte nicht nur meine beste Freundin.

Ich bewohnte die teuersten Suiten und schlief unter Brcken,

ich hatte finanzielle Sicherheit und wusste ab und an nicht

was ich die nchsten Tage essen sollte es war ja nichts da.

Ich habe einige Chemos hinter mir,

der Krebs aber blieb und formte mich.

Ich fand Freunde und vergraulte sie mit meiner Art,

sah Menschen untergehen und tat nichts dagegen.

Ich war ein Arschloch und Toller zugleich

und trotzdem grundstzlich gegen mich selbst.

Das ALLES und vieles mehr bin ich

Das Gute daran, ich habe alles BERLEBT.

Was will ich mehr?

In diesem Sinne

So ist der Tage nicht wirklich letzter Abend

Ein letzter Schluck Wein,

ein letzter Blick auf das Geschehene der letzten Tage

und dabei eine Davidoff genieen.

Osama Bin Laden wurde gestreckt,

fast auf den Tag genau 10 Jahre nach seiner medialen Auferstehung

und 18 Monate vor der US-Prsidentenwahl.

Die autonome Szene hat Hamburg und Berlin warum auch immer -

in diesem Jahr am 01. Mai relativ verschont.

Die Briten haben nun ein neues Traumpaar

und werden sicher nicht viel Zeit brauchen um Dianas Leben zu relativieren.

Die Grnen bilden immer mehr landespolitische Macht

und keiner sieht wie inkompetent sie wirklich sind.

In Japan zeichnet sich ein neues Atomdestaster ab

und doch ist Tschernobyl immer noch aktueller.

Mein Anwalt meint die Sache ist schlimmer als erwartet

und ich soll mich auf ne Strafe ausgesetzt zur Bewhrung einstellen.

Mein Verlag hat mich gefeuert mit der Begrndung

dass ich zu politisch bzw. zu radikal die Themen betitele.

Der Wein ist wirklich gut ein Chardonnay.

Ich leere das Glas und znd mir noch Eine an.

Was die Tage auch bringen und wo auch immer sie es bringen,

mehr als es schreibend zu benennen kann ich nicht.

In diesem Sinne

Phillis

Selbst ich bin nicht davor geschtzt,

so sehr ich mich auch angestrengt und so benommen habe,

als kalt und antihumanistisch zu erscheinen.

Ohne mich zu verndern oder zu verstellen,

hat ein Mensch die Stelle neu besetzt welche Anna

durch ihren viel zu frhen Tod hinterlassen hat.

Ich habe eine neue beste Freundin.

Anna zu ersetzen ist nicht mglich und auch nicht ntig,

sie war die Liebe meines Lebens,

ein Mensch, ein Freund und eine zweite Hlfte meiner Wenigkeit.

Nun jedoch ich nenn sie einfach Phillis ist sie in mein Leben gekommen

und wurde auf ihre eigene und individuelle Art zu einer Kumpelin,

dann zu einer wirklich guten Seele und nun zu meiner Freundin -

zu meinem besten Freund.

Es ist schon irre wie sich alles ergeben und entwickelt hat,

ich lie es zu und das im richtigen Moment

und nun ist sie zu dem geworden was ich dachte nie wieder zu erfahren -

zu einer neuen zweiten Hlfte meiner Wenigkeit.

Gerade neulich hat sie sich beschwert, das ich sie noch nie erwhnte

in meiner Schreiberei und hiermit mchte ich dies ndern.

Du bist mir lieb und so vertraut geworden,

du bist mir Ehrlichkeit und Oberflche zugleich.

Ich freu mich Dich in meinem Leben zu wissen

und hoffe Dir ein guter Freund zu sein.

Viele Leute reden viel -

ber Dich und ber mich.

Das Meiste ist doch wirklich fr den Arsch

und ehrlich freu ich mich ein wenig darber.

Wir sind wichtig zumindest soweit das sie reden.

Phillis ich bin da fr Dich wann und wo und wie auch immer,

Du bist mein Freund und lass es mich fr Dich auch sein.

In diesem Sinne

Gewidmet P.S.

Jesus nur einmal wir jeden Tag

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

An jedem Tag neuerlich die Last des Lebens schultern

und manchmal gebeugt und dann wieder aufrecht schreiten.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Wieder werden Kinder von Priestern gefickt, geschndet zerstrt

und wieder werden hchste Stellen alles vertuschen und kaschieren.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Neue Bomben werden fallen neue Legitimationen dafr erdacht

und die Presse ist bildend was der Masse Meinung angeht.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Wieder werden Menschen den Bund der Ehe eingehen

und vielleicht ist ein Paar unter ihnen die Ehe und Liebe tatschlich leben.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Der Kaffee schmeckt wie immer beschissen am Morgen

und auch die Gedanken an Chef, Kollegen und was auch immer sind gleich.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Nun lieber Jesus,

Du hast angeblich die Last unserer Snden auf Dich geladen

und nahmst unsere Leide mannhaft auf Dich -

Du begabst Dich fr uns an das Kreuz

und bist wieder auferstanden von den Verstorbenen.

Warum also ist folgender Satz:

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Fr jeden Mensch auf Erden

im Grunde viel wichtiger und ehrlicher,

als eine Geschichte berliefert von Menschen -

wo wir doch alle um unsere Dichtkunst wissen?

Es gibt sicher einiges was wir nicht begreifen

und auch nicht erklren oder definieren knnen,

Dein angeblicher Vater lieber Jesus auch Gott genannt -

ist auf jeden Fall ein solches Mysterium.

Du jedoch bist nichts als ein Mensch der wirklich klug

und seiner Zeit weit voraus gewesen und dadurch ein Feind

aufgrund des Nichtverstehens wurde.

Am Ende jeder kommenden Nacht steht eine erneute Auferstehung.

Du lieber Jesus bist nur einmal auferstanden,

der Mensch jedoch mit all seinen Facetten

steht jedes Mal nach Beenden der Ruhe

auf und ertrgt seine mehr oder mindere Last -

Mal gebeugt und Mal aufrecht schreitend.

In diesem Sinne

Chemo Part VIII

Ein letzter Gedanke an Licht und an Sonne,

dann schliet sich die Tr und die Schatten beginnen

ihr Spiel mit der Macht ber das Licht und die Freuden.

Das Reale ist nun gegenwrtig und verschiebt alle Trume,

Illusionen und falschen Ideen ins Nichts.

Nur noch wenige fast zerreissende Momente

bis sich die Schmerzen ihre Bahnen weisen

und mit Vollendung ihre Kraft entfalten.

Die Adern werden vor Qualen fast platzen

und der Krper wird Galle und Blut

als Ausscheidungsstoffe durch den Rachen befrdern.

Die Psyche wird nicht mehr so funktionieren

wie sie es noch tat vor nicht langer Zeit

und sich und Andere dermaen strapazieren

das es schwer wird dies alles komplett zu ignorieren

oder zumindest im Einzelnen zu differenzieren.

Was kommt wird hart und jede Grenze sprengen,

es wird sicher auch die ein oder andere Einsicht bringen

und vielleicht ganz am Rande fr Reue und Nachsicht sorgen.

Einmal die Woche zur Chemo marschieren

und sich bereit und freiwillig ergeben

ist mit Sicherheit einer der wenigen Schritte,

welchen wir Menschen zu gehen gentigt -

es sei den wir geben das eigenen Ich, im Grund immer verschieden

komplett auf und leben das Leben mit aller Konsequenz.

Ich verneige mein Haupt vor all jenen Menschen die diesen Weg

beschreiten oder schon gegangen sind

und sich nicht der Leichtigkeit ergeben / ergaben.

In diesem Sinne

Die Arten ndern sich

Es ist 5 Uhr in der Frh,

gerade meine bessere Hlfte gebettet -

zrtlich, liebevoll und voll ehrlicher Liebe.

Jetzt sitz ich hier in unserem Wohnzimmer

und versuche etwas vollkommen Neues.

Ich habe mir meinen ersten Flatscreen Tv geholt,

LED, 102 cm mit allem was gebraucht und nicht gebraucht wird.

Tolles Bild DVBT guter Sound direkt aus dem Gert

und einfach unschlagbar gnstig.

Nun wei jeder der mich wirklich kennt,

ich schreibe grundstzlich mit Chemie im Krper

und ich sitze dabei auf dem Sofa mit dem Labtop auf dem Scho.

Nun ist aber alles an vorhandener Technik an den neuen TV angeschlossen

und auch das Schreiben luft so ab.

Es funktioniert

Es macht mir Spa

Alles bleibt beim Alten nur etwas moderner.

Die Schreibmaschine meiner lngst vergessenen Mutter

habe ich vor Jahren schon entsorgt

und auch die alten Computer sind weg und verschwunden.

Ein Hoch auf die Technik der heutigen und kommenden Zeit.

Ein Hoch auf die digitale Nachbearbeitung

und ihr zumeist vielen Nachteile.

Ein ehrliches Hoch auf all die Mglichkeiten

und auf all die neu geffneten Tren.

Heute sitz ich auf dem Sofa

vor einem 102 cm Screen und schreibe.

Es haut hin, was will ich mehr?

In diesem Sinne

Immer wieder ein letzter Moment

Ein letztes Mal noch.

Nur noch eine letzte Zigarette,

eine letzte kleine Linie

und dann ein Ende finden.

In die Bude einkehren,

den Dreck und Mll ignorieren,

Die Berge ungewaschener Klamotten bersehen

und den einzigen Inhalt des Khlschrankes huldigen.

Ein letztes Sixpack.

Ab aufs Sofa -

die Belagerung verschiedenster Utensilien beenden

und die Beine entspannt lang und ruhend positionieren.

Versuchen das Denken zu verbannen

und sei es nur indem Du daran denkst nichts zu denken.

Keine viel zu junge Hure mitgenommen,

keine Chemie mehr vorhanden

ujnd das letzte Sixpack neigt sich dem Ende.

Einfach die Augen schlieen

und nur fr einen kurzen Moment,

ganz Du selber sein.

Jede Nacht aufs Neue

und jede Nacht der gleiche Kampf zwischen Dir und Dir

In diesem Sinne

Voller Feinde vollkommen ohne Feine

Ganz langsam und sich selber Schmerzen bereitend,

frisst sich die Menschheit durch ihr Dasein.

Ich tue dies in meinem eigenen und sehr begrenzten Sein ebenso

Die Fiktion in fast all meiner Schreiberei

berflutet und unterdrck die immer vorhandene Wirklichkeit -

sie vernichtet die Realitt und nimmt sich das Wahre

und diese immer und immer mehr.

Ob ich nun tatschlich Kokain konsumiere

oder mich wirklich mit viel zu jungen Huren befasse -

ist im Grunde vollkommen egal Hauptsache es schreibt sich gut.

Ob ich nun realittsnah der bin der ich in meiner Schreiberei immer bin

oder ob ich vielleicht eine verkappte und feige Schwuchtel bin -

auch dies ist im Grunde vollkommen egal.

Was macht die ein oder andere lyrische Lge

oder die ein oder andere niedergeschriebene Wahrheit

schon fr einen Unterschied?

Was immer ich auch schreibe ist real

und jeder von Euch kann es erleben oder hat es schon erlebt

Der Mensch ist evolutionr auf einer Stufe welche keine Feinde hat,

kein Wesen kann ihn vernichten oder kann seinen Bestand gefhrden.

Kein natrlicher Umstand kann unsere Art vollkommen

und ausnahmslos komplett vernichten

oder an den Rand einer Vernichtung treiben.

Was mit Dir oder mir geschieht ist irrelevant,

wir sind ein beschissen kleines Teil im Aktionsradius etwas wirklich Groem.

Ob Aids nun Millionen ttet

oder Krebs immer wieder den Bestand reduziert -

was hat dies wirklich fr eine Bedeutung im groen und ganzen unseres Seins!?

Vulkane knnen Feuer spucken,

Tsunamis mgen noch so sehr wten -

Krankheiten, Viren und evolutionre Begebenheiten

knnen all ihr Knnen an den Tag legen -

wir meistern in der Masse vielleicht mit Millionen Opfern alles was kommt.

Die Natur war bis zum Anfang des 20. Jahrhundert unsere Leitfigur,

sie war Wegaufzeichner und Beherrscher unserer Art.

Nun langsam, mit Wissen um die Dinge und immer fortschreitender Klugheit,

wird selbst der letzte Tsunami und das letzte Erdbeben irgendwann

erfolglos versuchen das natrliche Gleichgewicht zu bilden.

Ich bin mein eigener Feind da sonst niemand stark genug ist

um sich mir als Feind in den Weg zu stellen.

Der Mensch erschuf sich durch Feindlosigkeit

seine eigenen Art als natrlichen Katalysato

Ich trinke jetzt noch einen 2009er Chardonnay aus Baden-Baden

kokse oder kokse nicht

und ficke eine viel zu junge und mich strafbarmachende Hure

oder tue dies eben nicht.

Wer wei schon was Wirklichkeit und was Fiktion oder pure Lge ist?

Was kommen wird das wissen wir nicht.

Was gewesen ist verdrngen und vergessen wir oft.

Was heute und gerade jetzt vorhanden ist -

das interpretieren wir viel zu oft viel zu falsch.

In diesem Sinne

Jede neue Nacht bringt Einsicht mit

Der letzte Drink,

der letzte Versuch die Dame zu erobern

welche links neben mir betrunken ihren Schdel dreht.

Die letzte Zigarette,

Feuer vom Bartender da mein Zippo mehr verbraucht

als ich mir wirklich leisten kann.

Der Alkohol entfalten sich in meinem Krper,

ganz langsam bernimmt er meinen Geist -

ich zahle lieber schnell und klar meinen Deckel.

Die alte links neben mir stellt sich als Hure raus

und lehnt mich und auch mein Geld einfach ab.

Schon echt deprimierend wenn selbst ne vollkommen betrunkene

und zu gekokste Hure meine Gesellschaft ablehnt.

Dann gehe ich in Richtung meiner Wohnung,

unterwegs kauf ich bei Gomez im Kiosk noch Kippen

und nehme auch zwei Flaschen billigen Ros aus Portugal mit.

Zuhause erwartet mich eine wtende Frau und drei schlafende Gren,

es erwartet mich eine Welle an Vorwrfen und Vorhaltung

und ich werde mich erklren mssen

warum der heutige Muttertag keinerlei Respekt und Aufmerksamkeit

von mir bekommen und erlebt hat.

Darauf habe ich wirklich keinen Bock -

ich drehe ab und laufe Richtung Fluss.

Dort angekommen ffne ich die erste Flasche Ros

und freue mich ber meine Weitsicht einen Wein mit Schraubverschluss

erworben zu haben.

Ich trinke aus der Flasche aber bei 1,45 macht das nun wirklich nichts.

Ich lasse mich vom entspannten Wandern der wenig vorhandenen Wellen

in einen fast meditativen Zustand versetzen

und rauche, trinke und erlebe mich.

Die Ruhe ist einfach phnomenal.

So sitze ich am Steinufer und verbleibe zwei ganze Stunden dort

bevor mich mein schlechtes Gewissen und meine Treue

in Richtung wartend-wtender Frau treibt.

Zuhause angekommen ist nichts vorhanden was ich mir vorgestellt.

Meine Frau schlft friedlich

und auch die Kinder schlafen und trumen s.

Auf dem Kchentisch liegt eine handgeschriebene Nachricht

welche mir das Essen im Ofen benennt

und wie ich es korrekt warm mache.

Ich verzichte auf diese Mahlzeit

und setze mich im Arbeitszimmer an meinen Rechner.

Dort schreibe ich gerade das,

was Du gerade liest und fhle mich gut dabei.

Jetzt aber wirklich nur noch einen letzten Drink zuhause,

nur noch diese eine Zigarette

und dann noch leichte, unauffllige Ksse an die Kinder verteilen

und vollkommen unbekleidet

an den Rcken meiner Frau ankuscheln.

Manchmal wird mir ganz deutlich und schmerzhaft ehrlich bewusst

welch Glck ich doch gefunden habe

und wie sehr ich doch davon profitiere und mich nhre.

In diesem Sinne

Der gleiche Ausgang

Die Zeiten ndern sich und mit ihnen die Menschen

und ich schreib jetzt nicht ber den normalen Verlauf,

ich meine die Vernderungen welche absichtlich positioniert

und bewusst lanciert werden nur damit gewisse Lobbyisten

befriedigt und ruhig ihren Kopf ins Federkissen legen knnen.

Das Durchhalten mal ausgenommen wenn wir scheien mssen

tun wir ALLE dies durch die gleiche uns eigene ffnung.

Der Eine benutz das normale und der Andere das Dreilagige -

doch was rauskommt ist zumeist von gleicher Art.

Die Einen trinken Roederer Cristal und zahlen mit der American Express Centurion Card

und die Anderen sind froh wenn das Guthabenkonto am Monatsende

wirklich und real noch nutzbar ist.

Andere schlafen unter der Brcke

und der Nchste logiert im Chateau Mamont (ab $ 400 /Nacht).

Ich trinke was immer ich will

und schreibe ber ALL das ANDERE.

Es macht mich nachdenklich dass sich die Zeiten ndern,

nur weil wenige sehr Mchtige dies wollen.

Es macht mich nachdenklich das uns News verkauft werden,

die von Wenigen geschnitten und tauglich portioniert wurden.

Es macht mich wirklich und am meisten nachdenklich,

dass ich tatschlich nachdenklich werde.

Ob Richter oder Penner, ob Anwalt oder Gastronom -

ob Banker oder Makler (welcher auch immer) -

am Ende sind wir alle in welchem Outfit auch immer

ganz allein und nur mit uns selber im Sarg liegend.

Warum als muss ich nachdenklich werden?

In diesem Sinne

Unntig oder Unntigkeiten

Als das rote Licht verschwunden war

und als auch die dstere Musik verstummte,

als all dies verschwand wurde ich langsam wieder klar.

All das Koks, all der Alkohol und natrlich all die anwesenden Frauen

habe mich geblendet und meine Sicht versperrt.

Ich sah nur noch das rote Licht im Firmament verschwinden

und an seiner Stelle die triste, graue Realitt

mit feierlichem Getse die Macht ergreifen.

Der kalte Schwarz und Wei gemusterte Marmor -

eigens aus Italien bestellt und eingeflogen -

ist nunmehr ein Haufen unntiger Vorhandenheit.

Die Vgeln ziehen schweigend ihre Runden

und auch die Igel, Fchse und die mehrheitlich vorhandenen Insekten,

sie alle sind wie abgesprochen im Status unbekannter Ruhe.

Selbst die sonst sich in nchtlicher Sicherheit wiegenden

Kchenschaben tanzen ihren Tanz ganz heimlich und vor meinem Auge verbergend.

Ich sitze vor dem Rechner,

in meiner Bude, habe wenig geschlafen bin seit 39 Stunden wach

und versuche mir die vertragspflichtigen Texte zu erdenken -

auch wenn es Abende und Nchte gibt wo dies nicht mglich ist.

Die Farben sind vollkommen weg,

keine kriechenden Tiere in Sicht

und auch der Italienische Marmor ist nichts weiter als ne

materielle, kalte und dekadente Unntigkeit.

So wie vieles Andere auch!

Doch darber denke ich jetzt nicht mehr nach!

In diesem Sinne

Kreativ Absurd WICHTIG

Die leeren Tablettenpackungen liegen verstreut in der Bunde rum.

Henry pennt tief und fest mit zwei mir unbekannten Schnheiten

in meinem Schlafzimmer und damit auch in meinem Bett.

Die von mir gekaufte Hure hatte ihre Arbeit erledigt,

wurde bezahlt und war lngst ber drei weitere Freier

in ihren Feierabend gestrandet.

Die Schmerzen fressen mich auf,

sie zwingen mich in die Knie und zeigen mir brutal wie arm ich bin.

Zumindest wie arm ich dran bin.

Egal!

Ich richte mich wieder auf -

kein krperliches Schwcheln bringt mich zu Fall -

kein nicht gewolltes WAS-AUCH-IMMER hat die Fhrung ber mich

und Nichts und Niemand bestimmt meinen Willen und meine Wnsche.

Ein wenig Koks pur und ungestreckt im Rachen verteilen,

einen kleinen und handwarmen Gin zum Verdauen hinterher

und die Schmerzen werden betubt und zumindest zeitlich begrenzt

keine Vorhandenheit mehr haben.

Es gibt immer wieder Leute die meinen es besser zu wissen,

Leute mit Rat- und kreativen Vorschlgen.

Leute die nicht fhlen und empfinden

was ich fhle und empfinde.

Leute die keine Ahnung ber meinen gesundheitlichen Werdegang haben

und die nicht erfahren und erlernt haben was ich erfuhr und erlernte.

Schei auf Euch!

Henry schnarcht immer noch friedlich neben seinen Schnheiten

und durch das Koks ein wenig entspannter und etwas schmerzfreier

mache ich mich daran diesem Text zu schreiben.

Irgendwann werde ich sicher mde

und in der Hoffnung die Drogen wirken dann noch ein wenig nach,

werde ich mich betten und versuchen einen ruhigen und sinnigen

schlaf zu bekommen.

Es gibt sie Junkies und Schtige der einfach nur SCHTIGEN Art -

doch gibt es auch die Konsumenten der begrndeten Art.

Nine Inch Nails luft gerade im Player mit einer dramatisch,

herzzerreissenden Interpretation von Johnny Cashs Hurt.

Ich ffne mir ne wirklich letzte Flache Reissdorf Klsch

denke noch einmal kurz an den Blow- und Handjob

der von mir bezahlten Nutte

und fahre mit zwei Mausklicken meinen Rechner runter.

Auf n-tv aber auch auf den weiteren Newskanlen -

wird ber eine Pornosammlung von Osama Bin Laden berichtet,

und dass diese Sammlung nur amerikanische Produktionen

und damit religis und glaubenskriegerisch sehr bedenklich ist.

Kachelmann ist vollkommen zerstrt,

obwohl noch nicht einmal eine Verurteilung existiert

und Alice Schwarze spaziert durch Kln

und lsst sich den lauen und sauerstoffarmen Wind des Rheins

um ihre feministisch stehengebliebene Charakterlichkeit wehen.

Microsoft kauft fr 8,5 Milliarden Skype

und Facebook reagierte auf die Meldung

der bewussten Schmutz-Kampagne gegen Google.

Mein Hund pennt wie ein sehr behaartes Baby

und meine Liebe wartet schlafend auf mein

krperliches Vorhandensein.

Henry schnarcht und seine Schnheiten

sind zu sehr benebelt um dies zu bemerken.

Ich leg mich auf das Sofa und schliee die Augen,

ich denke daran dass ich an nichts denken will

und schlafe darauf ein.

Ein ganz normaler kreativ absurder Abend

In diesem Sinne

Mein anstndiger Beitrag

Kinderficker laufen frei durchs Leben,

Vergewaltiger bekommen Bewhrung und ne Bleibe,

bekommen einen Job und Startkapital -

fr die Zeit nach dem kurzen Aufenthalt im Knast.

Stan war kaum noch zu bremsen.

Er hatte sich so sehr in diese Kneipendiskussion reingesteigert,

das es uns kaum gelang also Henry, Dana und mir -

ihn auf dem Stuhl zu halten.

Dana war eine von Henrys Bordsteinschwalben

und hatte heute das Recht ihn zu begleiten

und einfach einmal frei und lebendig zu sein.

Stan hrt nicht auf zu debattieren und irgendwann

wurde es mir zu viel und ich setzte mich an den Tresen,

bestellte mir gleich zwei Gin mit Tonic

und fing an das Leben oder auch den Tod -

zumindest den sich anschleichenden Tod bei einigen Gsten -

zu erkennen und zu beobachten.

Junkies und abgebrannte und vollkommen pleite gefickte Huren,

erfolglose Vertreter und einige wenige -

bescheiden erfolgreiche Mchte-Gerne-Gangster des Viertels,

waren eben so anwesend wie zwei zivile Bullen

und einige mit Sicherheit minderjhrige Stricher,

doch diese verschwanden und tauchten immer wieder auf.

Die dazu gehrigen Freier wollte ich nicht erkennen,

ich wollte nicht den aufgebumten Schwanz hinter Bgelfalte erahnen

und auch nicht das Gesicht nach dem vollzogenen Akt sehen.

Ein Kinderwagen stand wahr los und unbeachtet

in einer der hintersten Ecken direkt bei den Spielautomaten.

Vor diesen Automaten saen zwei Mnner

welche immer wieder fast im Gleichtakt und vollkommen abwesend,

Mnzen in den dafr vorgesehen Schlitz steckten.

Die zivilen Bullen griffen zu

und zogen einer der benannten Mchte-Gerne-Gangster aus dem Verkehr.

Ich trank meine Gin mit Tonic

und mir wurde bewusst wie vergnglich Anstand und Sitte doch war.

Nach diesem Abend bin ich grundstzlich nur noch im Anzug

und mit polierten Schuhen Saufen und Abstrzen gegangen.

Das war und ist dann mein Beitrag

zum Erhalt der Sitte und Anstndigkeit.

In diesem Sinne

Lieben und frei sein, das geht

Es gab all die Winde in meinem Leben,

all die Hhen und Tiefen voller Radikalitt.

Es gab all das Flehen und Betteln nach ein wenig Geben

und all die Anstrengung fr eine wenig Integritt.

Der andauernde Regen in all seinen Arten

und auch die Klte mit ihrer Hinterlassenschaft,

all diese Faktoren hinderten mich nie am Warten

auf Zeiten voll Freundschaft, Liebe und emotionaler Haft.

Ich wanderte oft an Grenze und Schlucht,

sa oft am Rand und zweifelt mehr und mehr an mir,

ich berstand und schuf mir die eine und dann die andere Sucht

und trotzdem blieb immer diese unbndige Gier.

Eine Gier nach Familie, Halt und Vertrauen,

eine Gier nach Sicherheit und mglichem Utopia,

gemeinsam und zweisam etwas erbauen

und offen die Blicke nach Vorne sehend und klar.

Diese Gier ist gestillt und mein Wunsch wurde wahr,

ich fhre ein Leben wie Ichs nie gedacht,

ich lebe den Traum den ich stets in mir sah

und trume nun nur von innerer Macht

diesen Leben auf Dauer zu halten

und in all meinem Handeln und Walten

diesen atmenden Traum nicht umzugestalten

in das was immer vorhanden

und mir stets feindlich gesinnt meinen Traum hat versucht

als alt, verkommt und abgestanden zu definieren.

Ich bin nun Familie mit Wind und Orkan,

ich leben auch heute mit Hhen Tiefen

und trotzdem ist aus depressivem Wahn

und dauernd und tglichem Koks-Schniefen

ein Leben mit Sinn und Liebe geboren.

Was kann sich ein Mensch noch Anderes wnschen?

Ich bin glcklich und trotzdem der Gleiche denkende Mann,

der ALLES und JEDEN durchleuchtet

und Lieben und er selber bleiben kann.

Ein Dank und tiefe Liebe und Verehrung fr S. F.

Nur die Wahrheit! Auf keinen Fall mehr!

Die Tage vergehen und nichts ist wirklich besonders an Ihnen,

die Menschen mit immer anderem Aussehen sind trotzdem die Gleichen

und Niemand kann dich tatschlich davor beschtzen.

Jeder von uns macht auf seine ganze eigene Art seinen Job,

macht seine Arbeit und lebt diese unreal / reale Welt.

20 ganze Jahr, mit 14 illegal begonnen

und niemals wirklich aufgehrt oder pausierend gewesen.

Jederzeit und immer wieder an den Hngen meiner Grenzen gewandert,

immer eng und absichtlich dem Abhang nah

mit dem Wissen der Endlichkeit immer nur gelebt was grade ist.

Jetzt trinke ich Wasser, vllig breit und voller Koks,

ich denke nach und mir fllt auf,

wie einfach, simpel und gewhnlich ich doch bin.

Die Schmerzen werden garantiert auch anderweitig,

ganz schnell und medizinisch einfach,

vom Koks erlst und durch Natur und Willen abgelst.

Meine Liebe liegt im Bett und ist tatschlich sauer,

vielleicht auch nur ein wenig auer ihrer Form.

Ich sitze hier und schreibe diesen wirklich skurrilen Stuss

und ich fhle mich tatschlich auch noch frei dabei.

Was immer auch die Zukunft mit all der kommenden Fassade

zu bieten und als Kleinigkeit zu geben hat,

ich bin bereit und stell mich all den Geistern der Vergangenheit.

Ich liebe und ich fhle Glck und

ohne Schei ich habe ein Zuhause.

Was bitte brauch ich mehr?

Das Altern kommt in abgeschtzden Schritten

Vor genau 365 Tagen also einem ganzen Jahr,

genau zu dieser Zeit ist Cologne mein Zuhause geworden

und mich interessierte nur die Liebe -

alles Andere wrde sich sicherlich ergeben.

Ich merkte schnell und voller Demut,

dass Liebe allein nicht reichen und nicht fllend ist

und das was ich immer war und sein werde

fand seinen Weg aus all den verworrenen Gngen meines Hirns,

erneut ins Licht und bernahm die Fhrung.

Ohne sozialen Anhang und mit fehlender Freundschaft,

ohne Verantwortung und fremdlicher Gewissenhaftigkeit

und ohne jegliche moralisch oder humanistisch ausgedachter Grenze -

stand ich hier in Cologne und fing ein weiteres, ein erneutes Mal

das eigene Leben glanzlos und von Vorne an.

Was heute aus der Glanzlosigkeit geworden ist

oder was der Wunsch nach Einsamkeit ergeben hat?

Was immer auch der Alltag und/oder das aktuelle Dasein hervorbringt?

Ich bin liebend und ich bin verdammt noch Mal glcklich.

Ich rauche meine Kippen,

ich trinke mein Bier

und ab und an kokse ich auch Mal.

Ich bin verfhrt und vollkommen eingenommen,

ich bin stehend was auch immer als Unwetter erscheint

und ich bin ehrlich, aufrichtig und wirklich.

All die fiktiven und/oder realen Huren in meinem Leben,

all die erdachten und/oder tatschlich passierten Geschichten

und all das was auch immer Erfahrene -

wird und hat mich gebogen

und wird dies auch noch all die kommenden Zeiten

und/oder Momente tun.

Ich znd mir noch Eine an,

trinke noch eine drittes, letztes Bierchen in der sonderbaren Sonderbar

und mache mich dann ganz langsam und ein wenig schwankend

auf den Heimweg

und damit in all die gewollten und vorhandenen Grenzen.

Ich habe Schmerzen so wie immer -

und ich liebe mehr als ich es je getan und empfunden habe.

34 Jahre jung oder alt und ich bin angekommen,

ich habe gefunden was ich immer gesucht

und nie definieren konnte.

Nun bin ich zuhause,

ich bin am Ziele und ich wei darum.

DANKE.

Fr S. F. !

Replikat und Katzengold

Die Frau drehte sich um,

sie schaute mir einmal tief in die Augen,

verdrehte die Ihrigen dann pltzlich

und sackte vor mir zusammen.

Ich stellte mein Bier auf den Tresen

und versuchte mich gegenber Henry zu rechtfertigen.

Ich hab sie wirklich nur gefragt, sagte ich,

ob sie das gerade geworfene Zeug schon kennt.

Ich war wirklich ziemlich erstaunt.

Henry, ich schwre dir, mehr hab ich nicht gesagt

und dann kippt die Kleine einfach um

und gibt dem Tod die Mglichkeit

ein viel zu junges Ding zu sich zu nehmen.

Der Abend war gelaufen -

der Tag war eh beschissen

und nun mussten wir uns als Zeugen

auch noch mit den Bullen konform stellen.

Zwei Stunden spter sa ich in meiner Bude

- allein -

auf dem Sofa, Gin in der Hand und Kippe im Mundwinkel.

Mein neustes Skript ist abgelehnt worden,

zu brutal, zu anstig und im Lektorat nicht mehr zu kitten.

Meine Ex hat die Scheidung nur unterschrieben

nachdem ich den Forderungen von ihr ein juristisches

und vertraglich nicht zu brechendes Einverstndnis unterzeichnet habe

und dann stirbt die Kleine auch noch in meiner Stammkneipe

direkt vor meinen Augen.

Das Zeug welches seine Wirkung so fatal zeigte

ist nicht anderes als meine Exfrau

und nicht anders als alles bel was wer auch immer

und wann auch immer erlebt.

Ganz oft trgt der Glanz und zeigt sich nachhaltig

nur als Replikat und Katzengold.

Ich trinke aus.

Ich rauche auf:

Ich geh ins Bett.

Die eigene Grabrede

Ich habe einen wirklich wichtigen Wunsch.

Henry schaute mich an und lchelte.

Ich mchte meine Beerdigung erleben

aber so dass mich keiner sieht und bemerkt.

Ich schaute ihn fragend an.

Es geht mir nur um die Grabrede.

Henry nahm einen Schluck Tonic Water.

Ich will nur wissen ob die Wahrheit gesagt wird

oder ob verschnt und gelogen wird

das sich Jesus selbst am Kreuze drehen wrde.

Henry hat verdammt nochmal recht.

Das ist der wirklich einzige Grund

die eigene Beerdigung zu erleben.

Wie oft habe ich schon gegen Geld Grabreden verfasst

welche nur aus Lgen und Verschnerung bestanden haben.

Wir bestellten uns noch was zu Trinken

und redeten ber Alles was Mnner so bereden.

Doch der Gedanke mit der Beerdigung lie mich nicht los.

Aber am Ende der Nacht war mir klar dass es eben so ist.

Der Mensch schafft es nicht einmal dann ehrlich und aufrichtig zu sein

wenn der Tod zugegriffen hat.

Ein Hoch auf alle Trnen die schon jetzt geplant wurden.

In diesem Sinne

Anders Eigen

Was auch immer Jemand ber die Liebe sagt,

sie ist anders wenn Du sie erfhlst.

Was auch immer Jemand ber Freundschaft berichtet,

es ist anders wenn Du sie beschreibst.

Was auch immer die Erfahrung von Jemanden ist,

Deine Eigene ist anders.

Jedoch bedenke !!!

Was auch immer Du ber die Liebe sagt,

sie ist anders wenn nicht Du sie benennst.

Was auch immer Du ber Freundschaft berichtest,

sie ist anders wenn nicht Du sie beschreibst.

Was auch immer Deine Erfahrung ist,

die Erfahrung Anderer ist anders.

Gott allein ist ein Pseudo

Am Ende steht fast immer ein Mensch.

Es ist fast immer die humanistische Art,

die am Ende dominiert.

Es ist fast immer das menschliche Sein,

welches Schnheiten und Wunder schafft.

Es ist fast immer der humanistische Freigeist,

welcher Kriege, Morde und Abscheulichkeiten produziert.

Ist Gott tatschlich als greifbar zu definieren,

dann sicher nicht durch Religionen oder

humanistisch errichtete Gttlichkeitsformate.

Der Mensch ist Gott und Gott ist der Mensch,

nur traut sich der Mensch nicht zu Gott zu sein.

Er baut nicht auf sich und seine Tatschlichkeiten,

er verhindert sich selber die Sicht auf die Wahrheit

und erschuf sich die Wesen zwischen Himmel und Erde.

Am Ende jedoch steht fast immer der Mensch,

mit all seinem Sein und gttlichem Ich.

Am Anfang schuf Gott

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Henry, Stan und ich saen wie jeden Dienstag Abend im Black Pearls,

wir tranken billiges Bier, redeten ber ALLES

und schauten gierig und geil den wenigen Weibern nach.

Und Gott sprach: Lat uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen ber die Fische im

Meer und ber die Vgel unter dem Himmel und ber das Vieh und ber die ganze Erde und ber alles Gewrm,

das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie

einen Mann und ein Weib.

Die Dealer vertickten ihre Traumschaffer an Alte und Kinder,

der Wirt bersah die Daten auf den Ausweisen

und die Huren griffen sich die Freier

wie Frsche sich die Fliegen an einem schwler Sommertag.

Wir saen an unseren verdreckten Tisch,

schauten uns die Schwuchtel und Stricher an,

beobachteten die Taschendiebe und zivilen Bullen.

Wir sprachen ber Frauen und ihre Macht ber die Mnner,

wir redeten ber den Terror und all die sinnvollen Kriege.

Und Gott gab dem Menschen den freien Willen.

Und frei und wollend tten, vergewaltigen und vernichten

wir im Namen Gottes.

Stan ging als Erster und wir Anderen blieben noch ne Weile.

Im Fernseher ber der Bar liefen die Nachrichten.

Morgen wird das Urteil im Kachelmannverfahren gesprochen,

Strauss-Kahn ist unter Hausarrest wieder frei.

Berlusconi kassiert schwere Wahlniederlagen

und in der FIFA soll es Korruption gegeben haben -

was sicherlich ganz pltzlich und unerwartet bekannt wird.

Was immer sich Gott auch gedacht hat,

ich bin wirklich gespannt darauf vielleicht irgendwann Mal

eine Erklrung von ihm zu bekommen.

Familienfeier

Die Beerdigung dauerte nun schon mehr als zwei Stunden,

ich sa auf einer der hintersten Bnke der Kapelle

und sah auf all die heuchelnd gesenkten Hupter.

Ich hrte die gelogenen Stze der Rede zu Ehren des Toten

und ich fhlte mich einfach nur wohl und auch befreit.

Nach der ganzen Prozedur folgte der Gang mit der Urne vorweg

zur Grabstelle und damit zum endgltigen Frieden in mir.

Auch hier ging ich am Ende und schaute auf all die Fe vor mir

und jeder einzelne Fu schien mir zu sagen dass er lieber

ganz wo anders laufen wrde und das sicher nicht aufgrund

der trauerbedingten emotionalen Verfassung.

Nach mhseligen drei Stunden standen alle Anwesenden

vor dem Tor des Friedhofs und unterhielten sich angeregt.

Einige hatten wirklich den Mut zu mir zu kommen

und mir ihr gespieltes Mitleid zu bekennen -

doch die Meisten wrdigten mich nicht eines Blickes.

Den Leichenschmaus in irgendeinem Dorflokoal lie ich weg

und machte mich direkt wieder auf den Weg nach Hamburg

und damit auch ganz weit weg von dieser verlogenen Brut

die ich gesetzlich leider als Familie titulieren muss.

Zuhause angekommen ging ich unter die Dusche

und rief mir danach ein Taxi welches mich ins Zwick brachte.

Das Zwick war und ist mein Hamburger Stammlokal

und dort am Tresen in dieser Nacht trank ich zwei Gin -

einen Gin trank ich auf meinen Vater dessen Asche heute verscharrt wurde

und einen Gin hinterher mit dem einzig jemals an Gott erwhnten Dank.

Ein Danke dafr dass das Lebensende meines Vaters

zugleich zum Anfang meiner eigenen Freiheit und auch noch

zum Beginn einer neuen zuvor nie erfahren Zufriedenheit wurde.

Sicher werden Viele diese Zeilen nicht verstehen

und schrecklich oder gar frchterlich finden.

Wichtig ist jedoch das ich verstehen warum es dazu kam

und wichtig ist auerdem das ICH allein sehend wurde.

Gewollte Sicherheit Ab und An

Der Richter schaute sehr streng und anscheinend wtend

in meine Richtung ohne auch nur einmal mit den Wimpern zu zucken.

Dann ffnete er langsam und sich dieser Geste bewusst

seinen Mund und fing an das (mein) Urteil zu verlesen.

Im Namen des Volkes wird der Angeklagte wegen Drogenbesitzes

in nicht minderer Menge und zum wiederholten Male und wegen

Erregung ffentlichen rgernisses in zwei Fllen, zu einer Freiheitsstrafe

von 1 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Die Strafe wird zur Bewhrung

ausgesetzt. Die Bewhrungszeit betrgt 2 Jahre. Auerdem muss sich

der Angeklagte einer Drogenentzugstherapie unterziehen.

Dann folgte das bliche BlaBla von wegen Berufung und so weiter

und die Verhandlung wurde geschlossen.

Im Flur vor den Verhandlungsslen zndete ich mir ne Kippe an

und verlie als freier zwar mit Auflagen belegter Mann das Gebude.

An diesem Tag hatte ich noch einen Termin bei meinem Verlag

und noch einen Termin bei meinem Onkologen.

Der Verlagstermin war fr den Arsch.

Zwar wurde mein neuer Gedichtband angenommen

doch aufgrund der vielen lektoratischen Arbeiten daran

sank mein Honorar von 5 Stellen auf 4 Stellen

und auch die Zusage zum Druck einer zweiten Auflage wurde relativiert

und somit mehr oder weniger als nichtig deklariert.

Der Besuch bei meinem Onkologen war auch nicht besser,

manch Einer wrden ihn gar als schlechter bezeichnen.

Der Krebs hatte gestreut und breitet sich nun fein suberlich

in den Bronchen aus und wird mit sicherer Zielstrebigkeit

seinen Weg in die Lunge finden.

Mir wurde in diesem Jahr zum 712ten Mal Blut entnommen

und ebenso zum 712ten Mal versuchte ich erfolglos die viel zu junge

Auszubildende Arzthelferin Loreen zu einem Date mit mir zu berreden.

Ich hatte also an einem einzigen Tag eine Bewhrungsstrafe

mit einigen Auflagen, den Verlust von einigen tausend Euros

und eine ernchternde gesundheitliche Diagnose

mit einer noch ernchternden gesundheitlichen Prognose

einstecken mssen.

Am Abend bei einer Flasche Hendrix Gin und mehreren Packungen

Davidoff Classic Magnum fing ich an zu realisieren.

Mir wurde um die Konsequenzen all der geschehenen Dinge klar

und ich lehnte mich mit einem Lcheln in meinen Brosessel zurck.

Es war halt ein Tag wie fast jeder andere Tag in meinem Leben auch.

Das gab mir eine unglaubliche Zufriedenheit

und eine innere Sicherheit immer zu wissen wie der nchste Tag aussieht

und was auf mich zukommen wird.

Am nchsten Morgen stand ich sehr frh auf

und ging zu meinem Hausarzt.

Dort legte ich ein wenig Bares auf den Tisch

und bekam eine Bescheinigung das ich aufgrund psychischer Probleme

und damit verbundenen rein krperlich auftretenden Erkrankungen,

nicht in der Verfassung sei einen Drogenentzug ohne das enorme Risiko

dauerhafter und schwerer psychischer Erkrankungen einzugehen, zu berstehen.

Da der Tag noch jung war und ich um die Erfllung

meiner Hauptbewhrungsauflage einen groen Bogen machen konnte,

ging ich zu einem kleinen und relativ neuen Undergroundverlag.

Henry hatte diesen Verlag neulich Abend Mal erwhnt -

da ich jedoch meist nicht vor 16 17 Uhr das Bett und mein Sofa verlasse,

habe ich es nie geschafft zu den offiziellen ffnungszeit aufzutauchen.

Ich wurde von einer sehr hbschen Transe am Empfang begrt

und nachdem ich mein Anliegen kurz erklrt hatte,

in den dritten Stock verwiesen.

Dort angekommen ging ich direkt und ohne Klopfen ins Bro von Dr. Reutmars -

dem Verleger und damit auch Besitzer dieses Verlages.

Als ich wohl etwas zu offensiv die Tr ffnete,

sprang eine jung, sehr junge Asiatin vom Scho des Verlegers und verzog sich

in ein angrenzendes Badezimmer.

Dr. Reutmars selber blieb cool, stand auf, schloss seine Hose

und ohne seine Krawatte zu richten begrte er mich.

Kurz geschrieben.

Am Ende eines groartigen Gesprches hatte ich einen neuen Verlag

und einen finanziell nicht ganz so guten Vertrag wie ich ich jetzt habe -

dafr aber die Klausel der absoluten Freiheit und eine weiter Klausel

welche mir einen enormen zeitlichen Rahmen fr mein Werkeln gab.

Als ich am spten Abend mit Henry im Black Pearls sa,

meldete sich erstaunlicher Weise mein Black Berry mit einer Email

meines Internisten.

Trotz der erneuten Streuung sind meine Blutwerte sehr gut

und ich wrde sicherlich als Kandidat fr eine neue, sehr innovative

und in der Schweiz entwickelte Gen-Chemo-Therapie in Frage kommen.

An diesem Abend trank ich nicht ganz so viel wie sonst,

ich nahm mir keine Junkie-Hure mit

und ich lie das Koks Mal weg.

Ich ging rechtzeitig in meine Bude

und ich schrieb und schrieb und schrieb -

ich schrieb so viel und so lange das die Tasten meines Rechners

fast anfingen zu qualmen.

Als ich das Schreiben beendet hatte,

setzte ich mich auf meinen Balkon und rauchte noch eine letzte Davidoff.

Schn zu wissen das jeder Tag gleich ist -

Mal GUT oder Mal SCHLECHT -

aber gewiss immer gleich anstrengend.

In diesem Sinne

20 Jahre schon oder auch mehr

20 Jahre schon!

Kein Willen zum Abbruch!

Keine Kraft fr einen neuen Aufbruch!

20 Jahre schon!

Keine soziale Integration!

Keine Kariere oder Perspektive!

20 Jahre schon!

Nun soll es tatschlich enden!

Das Aus ist beschlossen ganz willentlich!

Ein letztes Mal schliet er die Bar ab

und steigt in ein Taxi.

Der Fahrer fhrt in schon seit ca. 12 Jahren

und fragt nicht warum heute ein kleiner Umweg

genommen werden soll.

Am Haus seiner Chefin wirft er den Ladenschlssel

samt Umsatz und einem persnlichen Brief in den Briefkasten

und lsst sich dann zu seiner Bude fahren.

Dort angekommen gibt er dem Fahrer ein sonderlich groes Trinkgeld

und geht noch kurz in das Lokal welches direkt an seine Haustr grenzt.

Janosch, der Besitzer steht selber hinterm Tresen

und begrt in mehr als nur oberflchig.

Dort bleibt er noch ne gute Stunde sitzen,

raucht und trinkt wie immer Negroni.

Als er aufsteht bezahlt er seine Drinks

und lst auch seinen Deckel ein.

Die Haustr auf Treppe hoch und in die Bude.

20 Jahre schon!

Gastronomie Nachtleben und alles was dazu gehrt!

Keine Familie keine Bestndigkeit und kein Rckzugsort!

20 Jahre schon!

Alkohol und Drogen Partys und schnelle Ficks!

Keine Emotionen keine Empathie und keinen Sinn!

Die Bude kurz ordentlich gemacht,

den Mll entsorgt und selbst die Ascher gewaschen.

Ein wirklich letzte Kippe am offenen Fenster

und die persnlichen Nachrichten sichtbar positioniert.

Dann endet diese Nacht.

Auch sein Leben endete.

Als er gefunden wurde ziemlich schnell -

war alles geordnet und vorrausschauend hinterlassen.

Sein Sarg und auch das Grab samt leerem Stein waren bezahlt

und hinterlegt,

seine Vertrge waren auf den Todestag genau gekndigt

und selbst der Strom samt Gas wurden noch am gleichen Tag abgestellt.

20 Jahre schon!

War alles geplant und auf diesen Tag geeicht!

War jeder Schritt und jedes Tun berechnet und kalkuliert!

Er hatte nur 20 Jahre!

Du hast vielleicht schon 30 oder auch mehr Jahre!

Was immer der Plan DEINES wirklichen Ichs ist!

LEBE, PLANE und ERFLLE ihn!

In diesem Sinne

Kleiner Rest dafr Danke

Ich habe Mal bei IBM als Firmen-Administrations-Berater gearbeitet,

bin jeden Tag mit Krawatte, Anzug und mieser Laune

diesem verdammt gut bezahlten Job nachgegangen.

5 Tage Woche nie mehr als 40 Stunden,

Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zustzliche Bonuszahlungen.

Nebenher habe ich trotzdem in der Gastro als Bartender gearbeitet

und so wurde aus einer grundstzlich entspannten Arbeitswoche

eine unglaublich anstrengende und zeitverschlingende 7 Tage Woche.

Eines Abends kam ich in meine Wohnung

und fand in allen vier Zimmern nur mein Bett, meine Klamotten,

meinen Computer und meine persnlichen Dokumente vor.

Von meiner - bis zu diesem Moment Partnerin

ist nichts geblieben auer ein kurzer, dahingerotzter Brief.

Sie haben keine Lust mehr eine Beziehung zu fhren

in der es anscheinend nur sie und einen immer fern bleibenden

Partner geben wrde.

In dieser Nacht schickte ich meiner Vermieterin -

sie wohnte nur eine Etage unter mir -

die Kndigung der Wohnung per Email,

ich berwies fr die kommenden drei Monate die Miete

und fand innerhalb der nchsten zwei Tage

eine WG in die ich mit meinen wenigen Sachen einziehen konnte.

Ich kndigte meinen Job bei IBM

und wurde Vollblutgrastronom.

Ich kam bis heute nicht dazu,

doch ich msste dieser damals vorhandenen Partnerin

ein ehrliches Danke sagen.

Sie gab mir den letzten Sto in das Leben,

welches ich fhren wollte und fr das ich vorgesehen war und bin.

Danke

Mit ner Morgenlatte denken

Als Nadja an diesem Morgen aufstand,

sich in Richtung Badezimmer tnzelte

und mich mit Ihrem Krper selbst in der Frhe auf Touren brachte -

konnte ich nichts anders machen,

als aufs Gste Klo gehen und schnellstens versuchen

mit meiner strammen Morgenlatte den angesammelten

Morgenurin los zu werden,

um mich dann mit voller Leidenschaft und ausgefahrener

Mnnlichkeit dieser Frau zu widmen.

Das tat ich dann auch -

und ich sage euch, es war groartig.

Nadja ist gerade 18 geworden und am Tag ihrer gesetzlichen Volljhrigkeit,

packte sie ihre wenigen Sachen und verlie das behtete Elternhaus

und zog bei mir ein.

Was auch immer sie dazu bewogen hat -

ich wei es wirklich nicht.

Vielleicht war es das wenige Geld was ich hatte

oder aber der Reiz mit einem erfolglosen Lyriker zu ficken.

Es kann aber auch mein grenzwertiger Alkohol- und Drogenkonsum sein

oder vielleicht die unbewusste Sicherheit alles machen und tun zu knnen -

auch mit anderen Mnnern und Frauen -

so lange zwischen ihr und mir alles luft und funktioniert.

Was ich eigentlich schreiben mchte ist Folgendes.

Das Warum und die Suche nach der immer passenden Antwort,

wird weder mich, noch wird es Dich wirklich weiter bringen.

Nadja wird irgendwann verschwinden,

vielleicht haben ich auch Mal Erfolg und verdiene gutes Geld.

Alles was heute ist ist Morgen vielleicht schon wieder gewesen.

Also bleibt mir nur noch zu schreiben,

dass ich mir Nadja noch einmal nehmen sollte,

dass ich sie so lange nehmen und erfahren sollte

bis das Morgen kommt wo ALLES gestrige gewesen ist.

In diesem Sinne

Endende Endlichkeiten

Ende

Enden

Endende

Endlichkeit

Endlichkeiten

Enden

Endlich

Endend

Endende Endlichkeiten

Enden im Enden

Endlich und wirklich

Wie auch die Wirklichkeit

Mal endet und Mal bleibend

doch irgendwann ist ALLES SEIN

Ganz simpel und ganz einfach

ZU ENDE

Tagesansicht

Was auch immer ein Tag bringen mag,

welch Inhalte und Sinnigkeiten auch immer

durch Ihn hervorgekommen sind!?

Ein Tag bleibt ein Tag

und ist nicht mehr als ein Abschnitt im Jahr.

Der Tag ist die Hlle und wir sind der Inhalt,

wir sind die Macher, Lenker und Urschlichkeiten.

Wir sind die Form und wir sind der Kodex -

wir sind das Starke und formende Sein.

Ein Tag bleibt ein Tag

und ist nicht mehr als ein Abschnitt im Jahr.

Welch Inhalt und welch Anhang der einzelne Tag birgt,

welch Wahnsinn und motivierende Art

auch immer im Tag nur dem Einen besteht und herrschend ist -

dies Alles ist unwichtig, irrelevant und hinfllig -

da ALLES nur einen einzigen Ursprung hat -

wir selber sind die Macher und Gtter unseres Seins.

Der Tag ist nur die Plattform und Bhne,

der humanistischen Art und trotzdem nicht mehr

als nur ein Teil vom Jahr.

In diesem Sinne

Nur ein weiterer SCHWARZER

Die Meinung der Bullen war alles was wichtig und dominierend war.

Das brgerliche Gesindel wurde angehrt, verhrt und befragt -

doch die kompetente Ernsthaftigkeit fehlte und wurde nie vorgetuscht.

Hier starb ein 14 Jahre junger Schwarzer.

Drei Kugeln durchsiebten seinen Hinterkopf.

Von der eigentlich notwendigen Spurensicherung fehlte jede Spur

und selbst als der Tatort von den Bullen verlassen wurde

und als erledigt gekennzeichnet wurde -

selbst zu diesem Zeitpunkt waren alle relevanten Spuren vernichtet

oder durch Unzulnglichkeit unbrauchbar geworden.

War ja nur ein SCHWARZER.

Nur ein weiterer FREAK der das Leben hier nicht berstand.

Ich sah mir die komplette Show an und ging die wenigen Meter

in meine Bude mit einem flauen Gefhl im Magen.

Angekommen und die Wohnungstr hinter mir verriegelt,

nahm ich mir ein Bier, zndete mir ne Kippe an

und beobachtete den Rest vom Fenster aus.

Es war ja nur ein weiterer SCHWARZER!

Was auch immer nun passieren wrde,

nichts wrde sich ndern

und schon gar nichts wrde die Mrder dem Richter zufhren.

Ich ging an meinen Schreibtisch,

schrieb noch eine Kleinigkeit

und verpisste mich dann ins Bett.

In diesem Sinne

Gestern ist das Morgen

Nur die wirklichen Kleinigkeiten zhlen noch,

sie wirken nach und bestimmen all das kommende Groe.

Die Laberei der Mchtegernwissenden Mal ganz auer Achte gelassen -

so ist der jetzige Moment doch wirklich anstrengend, verfotzt

und der Menschlichkeit weit berlegen auch wenn und wirklich nur,

im negativen Sinne unserer Fhigkeiten.

Die kleinen Arschlcher stehen da und erfreuen sich ihrer Siege.

Jene Siege die sie errungen haben weil sie nichts weiter als unfair,

als betrgerisch und vollkommen link auftraten und agierten.

Sie feiern ihre Triumphe und erklimmen ihre Podeste,

obwohl die reale Masse diese Siege missbilligt und verachtet.

Sie feiern und leben vollkommen unbewusst das Risiko der Zerstrung,

das Risiko der eigenen Vernichtung oder simplen Blostellung.

Alles was war oder gerade ist oder jetzt geschieht -

alles was uns heute schon beeinflusste und gestern erst passierte,

wird MORGEN die Kraft und Macht entfalten welche vorhanden,

welche gefordert und welche notwendig ist.

Jene Kraft und Macht die das Gleichgewicht fundamentiert

und ALLES was IST und jemals sein wird in seine Pltze verweist.

Ich selber werde sicherlich nur ein Teil des unendlich groen Mosaiks sein,

ich werde nur ein Sandkorn in der Wste

oder ein einzelnes Atom im Sauerstoff sein.

Doch ICH und auch mein Gegenber, wir werden wichtig

und ein Teil der Formation bilden und sein.

Wir werden dazugehren wie ALLE ANDEREN auch

und trotzdem denkend und revolutionierend bleiben.

Es sein nur noch gesagt:

Was immer auch die Begrndung DEINES heutigen Handelns ist,

was auch immer die Intuition DEINES jetzigen Tuns ist.

Alles was heute geschieht und alles gestern Geschehene -

es wird vorbereiten und den Weg planieren -

fr ALLES was kommen wird.

In diesem Sinne