2013 – 2020 Mittelfristige Finanzbedarfsplanungen Der Zentralverband Elektrotechnik- und...

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    15-Jul-2020
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  • Mittelfristige Finanzbedarfsplanungen der ARD-Landesrundfunkanstalten

    Teil III Entwicklungsprojekte

    Stand: 31.08.2015

    2013 – 2020

  • Inhalt

    Entwicklungsprojekte

    Projektanmeldungen

     Digitaler Hörfunk  Bestandssicherung audiovisuelles Erbe  DVB-T2

    Projektabschlussbericht

     High Definition Television (HDTV)

  • Allgemeines

    Entwicklungsbedarf der ARD-Landesrundfunkanstalten 2013 - 2020

    In § 12 Abs. 1 RfStV ist die Bestands- und Entwicklungsgarantie für den öffentlich- rechtlichen Rundfunk verankert. Damit ist auch eine Teilhabe an innovatorischen Entwicklungen im Rundfunkbereich gewährleistet.

    Mit der Anmeldung zum 20. KEF-Bericht legen die ARD-Landesrundfunkanstalten die Projektbeschreibungen für die folgenden Projekte vor:

     Digitaler Hörfunk  Bestandssicherung audiovisuelles Erbe  DVB-T2

    In der Beitragsperiode 2013 - 2016 wurde das nachfolgende Projekt beendet. Die Entwicklung des überführten Projekts ist im entsprechenden Bericht dokumentiert:

     High Definition Television (HDTV)

  • Der Entwicklungsbedarf wird in der Mittelfristigen Finanzbedarfsplanung

    2013 - 2020 wie folgt veranschlagt:

    (Stand: 31.08.2015)

    2013 - 2016 2017 - 2020 2013 - 2020

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    Aktuelle Projekte

    1. Digitaler Hörfunk 49.589 122.741 172.330

    2. Bestandssicherung audiovisuelles Erbe 0 127.731 127.731

    3. DVB-T2 32.024 51.019 83.043

    Bis 2016 beendetes Projekt

    1. High Definition Television (HDTV) 173.938 0 173.938

    Summe 255.551 301.491 557.042

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  • Projektanmeldung der ARD: Digitaler Hörfunk Seite 1 von 25

    August 2015 Projektanmeldung der ARD: Digitaler Hörfunk

    I. Einleitung

    Ausgehend vom Projektantrag der ARD „Digitaler Hörfunk“ / Hybrider Ansatz vom 19. März 2010 erfolgte nach der konditionierten Freigabe der Projektmittel durch die KEF am 23. Februar 2011 der (Neu)Start der DAB+ Verbreitung der ARD-Hörfunkprogramme im August 2011. Verbunden mit der endgültigen Freigabe der Projektmittel für die Beitragsperiode 2013 bis 2016 im 19. KEF-Bericht forderte die KEF die ARD zudem zur Vorlage eines Gesamtprojektantrages mit der Anmeldung zum 20. KEF-Bericht auf. Im Dokument “Ergänzender Informationsbedarf der KEF-Arbeitsgruppen“ in Vorbereitung auf den 20. KEF-Bericht wurde diese Forderung wie folgt konkretisiert: „Entsprechend ihrer Aussage im 19. Bericht (Tz. 253) erwartet die Kommission von ARD und Deutschlandradio zu dem Entwicklungsprojekt Digitaler Hörfunk nun die Vorlage von Gesamtprojekt-Anträgen, welche die Gesamtkosten der Einführung von DAB+, die Dauer der Parallelausstrahlung von UKW und DAB+ und einen Abschalttermin der UKW-Sender oder zumindest Abschaltkriterien und eine Terminprognose für die Abschaltung beinhalten. Die Kommission erwartet darüber hinaus Informationen zur Marktentwicklung bei DAB+ Empfängern, auch solche in Fahrzeugen“ (Ergänzender Informationsbedarf der KEF-Arbeitsgruppen, S. 15 - 16). Die Beantwortung der gestellten Fragen wird im vorliegenden Projektantrag in den Kontext eingebettet, der die Vorstellung der ARD von einer erfolgreichen Migration beschreibt. Die dabei von der KEF erwarteten Informationen zur Marktentwicklung bei DAB+ sind in Kapitel zwei dargestellt. Der Projektantrag beinhaltet zudem die aktuelle Beschlusslage der ARD sowie die neu gestaltete Organisationsstruktur zur konsequenten Steuerung des Themas in Kapitel drei. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich wesentlich auf die Erarbeitung des ARD-Konzeptes zum Übergang auf die digitale Hörfunkversorgung ausgewirkt haben, sind in Kapitel vier zusammengefasst. Kapitel fünf enthält das ARD-Konzept sowie Aussagen zum kriteriengebundenen Prozess. Ihre Planungen zum Netzausbau stellt die ARD in Kapitel sechs, zu Kommunikation und Marketing in Kapitel sieben dieses Dokuments vor. Da die Benennung eines UKW-Abschalttermins aufgrund der noch fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen (siehe Kapitel vier) derzeit nicht möglich ist, werden die über die Beitragsperiode 2017 bis 2020 hinausgehenden Kosten für die Einführung von DAB+ anhand von zwei Modellrechnungen in Kapitel acht abgeschätzt. In der Zusammenfassung (Kapitel neun) werden die von der KEF formulierten Anforderungen nochmals kompakt dargestellt.

  • Projektanmeldung der ARD: Digitaler Hörfunk Seite 2 von 25

    II. IST-Stand DAB+

    1. Netzausbau

    Im Auftrag der ARD weist das Institut für Rundfunktechnik (IRT) Ende Juni 2015 die in diesem Abschnitt beschriebenen Versorgungswerte aus: In Kombination aller verfügbaren DAB+ Multiplexe können deutschlandweit 83,2 Prozent der Fläche und 91,1 Prozent der Bevölkerung (ca. 74,4 Millionen Einwohner) mobil versorgt werden. Für die reine Indoor- Versorgung sind es 63,3 Prozent der Fläche und 76,4 Prozent der Einwohner (ca. 62,4 Millionen Einwohner). Die Angebote der Landesrundfunkanstalten über DAB+ weisen insgesamt einen mobilen Versorgungsgrad von 70,3 Prozent der Fläche und 82,6 Prozent der Bevölkerung (67,4 Millionen Einwohner) auf. Für die reine Indoor-Versorgung sind es 52,4 Prozent der Fläche und 63,4 Prozent der Bevölkerung (51,8 Millionen Einwohner). Mit Blick auf die jeweilige regionale Verbreitung werden in Berlin und Hamburg 100 Prozent der Bevölkerung mobil mit DAB+ versorgt. In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein- Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die mobile Versorgung bereits bei über 90 Prozent. Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz kommen auf über 80 Prozent mobile Versorgung1.

    2. Marktentwicklung Endgeräte

    Seit dem Neustart von DAB+ im Jahr 2011 bis Juni 2015 haben die Verbraucher in Deutschland nach Aussagen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) rund 304 Millionen Euro in DAB+ fähige Endgeräte investiert (vgl. Anlage 3, S. 2). Die Zahl schließt die Ausgaben für den DAB+ Empfang in der Erstausstattung von Automobilen nicht ein, weil dieses Marktsegment von der GfK mit ihren Mitteln nicht beobachtet werden kann. Die einzelnen Autohersteller sind weiterhin wenig auskunftsfreudig, was Zahlen zur Ausstattung der ausgelieferten Fahrzeuge angeht. Eigene Erhebungen und solche durch externe Experten liefern aber ebenso, wie Recherchen bei Zulieferern, folgendes Bild: Als Sonderausstattung ist DAB+ inzwischen praktisch für alle Fahrzeugtypen lieferbar. Im Mai 2014 wurden nach Informationen des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) 10 Prozent der Neufahrzeuge mit dem Ausstattungsmerkmal DAB+ ausgeliefert (Information Kay Lindemann im Rahmen des Deutsch/Schweizer Automobil-Workshops in Zürich am 13.05.2014). Die Situation für die klassischerweise mit Radioempfang ausgestattete portable und stationäre Unterhaltungselektronik stellt sich wie folgt dar: Aktuell verzeichnet die Datenbank des Portals digitalradio.de über 400 in Deutschland lieferbare Gerätetypen, deren Listenpreise unter 20 Euro beginnen. Gemäß den Erhebungen der GfK werden derzeit sogar 579 verschiedenen Digitalradios über alle Preisklassen hinweg angeboten (vgl. Anlage 3, S. 11). Der Anteil von DAB+ fähigen Geräten am Neuverkauf von Radiogeräten aller Art steigt stetig an. Im ersten Halbjahr 2015 lag er bei 11,9 Prozent. Eine aktuelle Einschätzung der Marktsituation durch die GfK ist dem Antrag als Anlage 3 beigefügt. Der Anteil der DAB+ fähigen Geräte am jeweiligen Neuverkauf gehört zu den wenigen, regelmäßig und über lange Zeitreihen methodisch erhobenen Zahlen, an denen sich objektiv die Entwicklung der Marktrelevanz ablesen lässt.

    1 Ländermultiplexe inklusive Private und Einstrahlungen angrenzender Länder

  • Projektanmeldung der ARD: Digitaler Hörfunk Seite 3 von 25

    Die Zahl der Personen, die mindestens gelegentlich per DAB+ Radio hören, war nach den Digitalisierungsberichten der Landesmedienanstalten zwischen 2013 und 2014 um 60 Prozent auf 5,4 Millionen gestiegen. Sie nutzten dazu im Frühjahr 2014 bereits rund 5 Millionen in den Haushalten verfügbare Endgeräte. Im Digitalisierungsbericht 2015, dessen offizielle Veröffentlichung der Radiodaten erst am 07. September 2015 erfolgt, werden bei konstanter Fragestellung folgende Zahlen erreicht: DAB+ ist weiterhin die Empfangsart mit dem größten Wachstum. Rund elf Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu DAB+. Vier Millionen Haushalte (plus eine Million im Vergleich zum Vorjahr) verfügen über mindestens ein DAB+ Empfangsgerät. 6,4 Millionen DAB+ Empfangsgeräte, darin enthalten sind auch Autoradios, sind im Markt. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,5 Millionen Geräten seit 2014. Konkretere Daten zum Marktanteil von DAB+ an der gesamten Radionutzung, bei der auch die Hördauer zu berücksichtigen wäre, liegen unter anderem wegen methodischer Schwierigkeiten bei der Abfrage nicht vor. Die Reichweitendaten der Programme in der Media Analyse, die u. a. für die Bildung der Werbepreise relevant ist, werden derzeit nicht verbreitungswegspezifisch ausgewiesen. Eine von den Landesmedienanstalten Ende 2014 ausgeschriebene Studie soll hier neue Erkenntnisse liefern und könnte ein erster Schritt sein auf dem Weg, in der Branche gemeinsame Standards für die Messung des digitalen Anteils am Radiomarkt festzulegen. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI), der unter anderem