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    04-Jun-2018
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  • 2015AusstellungenGedachte Wirklichkeiten Still DONT TOUCH! Berhren gestattet? Berg und Tal Mapping the world Sich die Welt erschlieen

  • Abstraktion ist die stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte, ungegenstndliche Aspekte im kreativen Stil des Knstlers im Gegensatz zur Wahrnehmung des Betrachters. Das Merkmal ist die vllige Abwesenheit eines konkreten Gegenstandsbezuges.Zunchst war es der Kubismus, der das Auffchern und Zerle-gen der Gegenstnde in ihre elementaren formalen Qualitten unternahm, um danach eine gegenstandsfreie Kunst zu schaffen. Der Suprematismus sollte nichts und niemanden dienen, da er sich in der gegenstandlosen Gleichheit oder im Null-Gewicht befinde. Es geht um eine Reduktion auf den knappsten Ausdruck, klare Linien, einfache Formen und geometrische Grundformen als Ausgangsbasis. Skulpturen also, die nichts darstellen und nichts symbolisieren, die einzig und allein durch die erfundenen Formen wirken wie Musik durch Tne.Verschiedene Gestaltungsformen werden verwendet wie z. B. Geometrische Abstraktion, Informel, Tachismus, Fundstcke, Einformen. Solche Bildhauer, die methodisch ihre Werke bauen, Logik und Intuition verbinden, die durch systematische Forschung die Gestaltungsarbeit bewerkstelligen, werden in dieser Ausstellung segmentweise gezeigt.

    Alle Strmungen der abstrakten Kunst erfordern einen hheren Grad der Wahrnehmungs- und Interpretations-fhigkeit vom Betrachter, ein geschultes Auge und die Fhigkeit sich der Skulptur gegenber zu ffnen, um die vom Knstler gezeigten Formen nachvollziehen zu knnen.

    Folgende Knstlerinnen und Knstler werden vertreten sein: Wander Bertoni, Alfred Czerny, Peter Drflinger, Judith.P. Fischer, Bruno Gironcoli, Alfred Haberpointner, Oskar H-finger, Rudolf Kedl, Talos Kedl, Hans Kupelwieser, Gabriele Kutschera, Gerhardt Moswitzer, Gotthard Muhr, Franz Xaver lzant, Hermann J. Painitz, Josef Pillhofer, Josef Schagerl, Florian Schaumberger, Barbara Szts, u.a.

    Konzept und Kuratierung: Dagmar Chobot

    Gedachte Wirklichkeiten Abstraktion in der Skulptur

  • Peter Drflinger, Badetag, 2010 Serpentin Tauerngrn, 60 x 35 x 30 cm Peter Drflinger

    Barbara Szts, Spiegelung, 20102012 Edelstahl, Laserschnitt, 58 x 53 x 1 cm Bildrecht, Wien, 2014

    Gedachte Wirklichkeiten Abstraktion in der Skulptur

  • Still Das Stillleben in der zeitgenssischen Fotografie

    Die fr die Niedersterreich-Gesellschaft fr Kunst und Kultur kuratierte Ausstellung zum Thema des Stilllebens in der zeit-genssischen Fotografie zeigt etwa 35-40 Arbeiten, wobei jeder Knstler mit einer Arbeit vertreten ist. Die Ausstellung zeigt Beispiele aus den USA, Italien, Deutschland und sterreich, wobei der sterreichische Anteil mit etwa 10 Positionen am strksten ausfllt. Das Motiv des Stilllebens hat eine lange Tradition in der Ge-schichte der Fotografie, da die Unbeweglichkeit der zueinander in Beziehung gesetzten Objekte, die Unfhigkeit der frhen Fotografie, Bewegung wiederzugeben, berspielte. Der Ikono-graphie des Stilllebens kommt heute erhhte Bedeutung hinzu und die Knstler erreichen in den kammermusikalischen und intimen Stcken eine Befragung der Wirklichkeit, deren Selbstverstndlichkeit hinterfragt wird. Dabei verlassen die Fotografen die traditionellen Genres (Blumen, Frchte, Glser) und wenden ihren Blick ungewhnlichen Objektkombinationen zu. Das klassische Vanitas-Motiv jedoch besteht weiterhin.

    Diese Knstlerinnen und Knstler werden vertreten sein: Jihye Baek, Giovanni Castell, Daniele de Vitis, Maril Eustachio, Albano Guatti, Robert F. Hammerstiel, Matthias Herrmann, Bill Jacobson, Leo Kandl, Rolf Koppel, Paul Albert Leitner, Branko Lenart, Peter Loewy, Omar Lorenzoni, Pasquale Martini, Elfriede Mejchar, Brigitte Niedermair, Annelies Oberdanner, Laura J. Pad-gett, Agnes Prammer, Christian Roeck, Anja Ronacher, Fabrizio Sacchetti, Stefano Scheda, Elfie Semotan, Ingeborg Strobl, Shen Wei, Robert Zahornicky, Michael Ziegler, u.a.

    Konzept und Kuratierung: Peter Weiermair

  • Still Das Stillleben in der zeitgenssischen Fotografie

    Rolf Koppel, Untitled, 1995 42,8 x 35,4 cm Rolf Koppel

    Annelies Oberdanner, Ei, 2004 Inkjetprint auf Bttenpapier, 50 x 37 cm Bildrecht, Wien, 2014

  • DONT TOUCH! Berhren gestattet?

    Darf man Objekte berhren oder nicht? Diese Frage stellt sich im Kunstbereich, ob Museum oder Ausstellung, ob Galerie oder Kunst am Bau, jedes Mal, sobald man die Hand nach dem Objekt der Begierde ausstreckt und danach greifen mchte. Als Gegenkraft zum allgemeinen Berhrungverbot und zu so mancher Berhrungsangst handelt es sich hier explizit um eine Ausstellung zum Erfassen und Anfassen, aber auch zum Innehalten fr Menschen, die mit Kunst in Berhrung kommen mchten.Ein absolutes Tabu ist es, ein lgemlde oder eine Zeichnung zu berhren, obwohl so manches dicht gespachtelte oder geschichtete Werk dazu einldt. Ein Zuwiderhandeln lst hier schnell einen Museumsalarm aus. Und doch entspringt der Tastsinn, ber den Menschen, nicht nur im Kindesalter, sich und die Welt wahrnehmen, einem starken inneren Bedrfnis mit der Umwelt in Kontakt zu treten und sie im wahrsten Sinne zu begreifen. Von diesem Grundgedanken des Ersprens geht die vorliegende Ausstellung aus und ldt groteils zum haptischen Erleben der Exponate ein. Denn die Objektkunst richtet sich ja, im Gegensatz zur Malerei, in ihrer Dreidimensionalitt an alle Sinne. Wer mchte nicht den Unterschied zwischen glattem Stein und flauschigem Plsch, elastischem Schaumgummi und sprder Holzstruktur erspren? Gleichwohl sind Achtsamkeit

    und Empathie im Umgang mit jeglicher Art von Kunst gefordert. Daher werden Exponate als berhrbar oder unberhrbar kenntlich gemacht. So geht es in der Ausstellung einerseits um das Hinterfragen des Verbotes Don t touch und umgekehrt um die Einladung Berhren erlaubt. Der Tastsinn selbst wird inhaltlich angesprochen und knstlerisch in den verschiedenen Medien ausgelotet. So soll in dieser stark skulptural geprgten Werkschau die sinnliche Wahrnehmung geschrft und bejaht, sowie die rumliche Prsenz von Kunst im Sinne eines er-weiterten Skulpturenbegriffes erfahrbar gemacht werden. Die Umsetzung des vielschichtigen Themas erfolgt in unter-schiedlichen Materialien wie Stein, Holz, Leder, Stoff, Filz, Blech, Draht, Papier, Schaumgummi und Silikon sowie in mannig-faltigen Medien wie Skulptur, Objektkunst, Video, Fotografie, Malerei und Collage.

    Zur Ausstellung gelangen Werke von ONA B., Petra Buchegger, Daniela Galle, Josip Kaiser, Ernest A. Kienzl, Oswald Oberhuber, Heide Pichler, Anneliese Schrenk, Franziska Stiegholzer, Peter Sommerauer, Josef Trattner, Peter Weber, Fridolin Welte, u.a.

    Konzept und Kuratierung: Judith.P.Fischer

  • DONT TOUCH! Berhren gestattet?

    Josip Kaiser, Kniende, 1984Belgischer Marmor, 20 x 20 x 70 cm Josip Kaiser

    Anneliese Schrenk, Schrumpel, 2012Leder gefrbt, gekocht, getrocknet, 52 x 35 x 32 cm Anneliese Schrenk

  • Berg und Tal

    wo sich schroffe Gebirge zu sanften Hgelketten wandeln und enge Tler in weiten Ebenen ausklingen ein Untertitel wie aus einem Werbeprospekt fr Wanderurlaube in Niedersterreich!?Aber jenseits von plakativ inszenierter Naturschnheit tauchen vor dem geistigen Auge andere, subtilere Bilder auf und man erinnert sich an Gemlde und Zeichnungen alter wie zeitgens-sischer Meister.Landschaftsdarstellungen spielten und spielen in der bildenden Kunst des Abendlandes eine nicht unerhebliche Rolle. Mit ihren vielschichtigen Bedeutungsebenen, die sie whrend der ein-zelnen Epochen u.a. durch literarische Zuordnungen und vor allem durch die Besetzung mit emotionalen Befindlichkeiten erfuhren, bestimmen sie jenes kollektiv abrufbare, visuelle Gedchtnis mit, das uns heute ber Landschaftsmotive so reich assoziieren lsst.Als mehr oder weniger realistisch wiedergegebene Gefilde dienten sie seit der Antike als Bhne fr mythologische, biblische oder historische Erzhlungen, denen sie durch die Verortung der jeweiligen Szene zu Prsenz und Wahrhaftigkeit verhalfen. Daneben hatte das Portrtieren eines Gebiets oftmals wirtschaftliche Hintergrnde, lieen Adel wie Klerus ihre Herrschaften und Lndereien, Wein- und Obstgrten malen und dokumentierten damit ihre Besitzansprche. Begrenzt vom Meer, durchflossen von Gewssern jedweder Art begegnen uns Hhen und Niederungen darber hinaus im Sinn

    der Weltlandschaft, wo sich auf einem Bild die unterschied-lichsten Gegenden zum groen Ganzen der Schpfung drngen.Die Entwicklung zur eigenstndigen Gattung innerhalb der Malerei vollzog sich schrittweise. Eine Verlagerung des Interesses wird in dem Moment deutlich, als die Figrchen, immer kleiner geworden, zur Staffage geraten, whrend die von Emotion erfllte Landschaft, welche zuvor die jeweilige Erzhlung lediglich wie ein Grundton stimmungsvoll unterlegt hatte, pltzlich die Hauptrolle bernimmt sei sie nun heroisch, arkadisch-lieblich oder gar bedrohlich gezeichnet.Die Beschftigung mit diesem Genre lsst sich ohne Unter-brechung vom Barock, ber die Romantik zur Pleinairmalerei des Impressionismus und weiter bis ins 20. Jahrhundert verfolgen. Die auflodernde gesellschaftspolitische Skepsis wird nun in der expressiven Deformation der gesehenen Wirklichkeit gespiegelt. Aber nicht nur hiervon wird die Land-schaftsdarstellung ergriffen, gleichzeitig dient sie als Ansatz fr reduktionistische Tendenzen, die sie auf ihre elementaren Bestandteile, auf Farbe und Form zurckfhren man denke an die meditativen Interpretationen von Mark Rothko (19031970) oder Agnes Martin (19122004). Bei diesen exemplarischen Vertretern einer radikal abstrahierenden, im freien Gestalten mndenden Entwicklung fallen Ausgangspunkt und Endpunkt der knstlerischen berlegungen in eins: Es beginnt wie es endet mit der Landschaft

  • Berg und Tal

    Martin Pohl, Ohne Titel, 2013 Wachs, Acryl auf Holzplatte, 120 x 110 cm