2022 / 2023 - impresariat-simmenauer.de

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SAISONBROSCHÜRE 2022 / 2023
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    22-Dec-2021
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Liederabend 38
INHALT
STICHWORTE
> 1 This present moment used to be the unimaginable future (Christian Mason) … aus der Krise gelernt? Wir sollten zeitgenössischer werden
> 2 … where can we find light in this neverending shade („The Hill we climb“– Amanda Gorman) Licht im Schatten
> 3 Dem Wahren, Schönen, Guten Zeitlos Klassisch
> 4 Leben wie Gott in Frankreich Savoir-Vivre
> 5 Zweimal für Viele Pausenlose Programme
> 6 Sounds for future Natur – Klima – Musik
> 7 Zukunftsaussichten Ein Toast auf die Jugend
> 8 Folk Tunes – Western / Eastern
> 9 Immer ein Grund zu Feiern: Jubiläen
> 10 Unser Mund sei voll Lachens (BWV 110) Einfach Bach
> 11 Nachholbedarf Aufgeschoben nicht aufgehoben
> 12 FAQ Lecture Concert
> 14 Play Jazz
> 15 Musiktheater Für Puppen, Kinder und andere
> 16 Ich bin der Welt abhanden gekommen (F. Rückert) Dem Erinnern verpflichtet
> 17 Ein Muss Diversity
9, 12, 13, 15, 17, 19, 24, 39, 41, 51
9, 10, 11, 15, 17, 19, 41, 46, 51
9, 10, 12, 15, 16, 19, 20
9, 13, 15, 16, 19, 20, 23, 24
9, 11, 15, 17, 23
9, 23, 24, 51
9, 11, 12, 16, 17, 20, 42, 49, 51
10, 11, 12, 13, 17, 19, 24, 39, 45, 51
10, 11, 15, 17, 23, 24, 49
12, 23
11, 49
7
Cuarteto Casals Jerusalem Quartet Novus String Quartet Quatuor Ébène
Quatuor Modigliani Quatuor Van Kuijk Schumann Quartett
VIOLINE VIOLA VIOLONCELLO
Amihai Grosz Miklós Perényi Jean-Guihen Queyras Julian Steckel Alisa Weilerstein
KLAVIER HAMMERKLAVIER MANDOLINE
Alexander Melnikov Avi Avital
Daniel Cohen Johannes Debus Ariane Matiakh Bejun Mehta Nikolaj Szeps-Znaider
Günther Groissböck (Bass) Bejun Mehta (Countertenor) Georg Nigl (Bariton)
ARD-Preisträger Streichquartett Building Bridges Puppenphilharmonie Berlin
KLARINETTE REZITATION ENSEMBLE
Sharon Kam Martina Gedeck Brandt Brauer Frick Ensemble Scharoun Ensemble
9
STREICH- QUARTETT
ARDITTI QUARTET The unimaginable future György Kurtág: Streichquartett op. 13 „12 Microludes“ Betsy Jolas: Streichquartett Nr. 8 „Topeng“ Toshio Hosokawa: Passage Christian Mason: This present moment used to be the unimaginable future Tansy Davies: Nightingales: Ultra deep field > 1, 2, 6, 8, 17
ARTEMIS QUARTETT Schubert: Streichquartett Nr. 7 D-Dur D 94 Bartók: Streichquartett Nr. 5 Sz 102 Beethoven: Streichquartett Nr. 8 e-Moll op. 59 Nr. 2 „Rasumowsky“
Herbst 2022 > 3
Mozart: Streichquartett Nr. 15 d-Moll KV 421 (417b) Schnittke: Streichquartett Nr. 3 Grieg: Streichquartett Nr. 1 g-Moll op. 27
Januar 2023 > 3
BELCEA QUARTET Haydn: Streichquartett C-Dur op. 20 Nr. 2 Hob III: 32 Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10
Herbst 2022 > 2, 4, 16
Schubert: Streichquartett Nr. 10 Es-Dur D 87 Guillaume Connesson: Neues Werk für Streichquartett Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144
Januar 2023 > 1, 2
BROOKLYN RIDER Die vier Elemente Ruth Crawford Seeger: Suite of American Folk Songs (arr. Colin Jacobsen) Dutilleux: Streichquartett „Ainsi la nuit“ Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 Osvaldo Golijov: Tenebrae > 1, 2, 5, 6, 8, 17
11Streichquartett
CUARTETO CASALS 25. JUBILÄUM
25 Jahre Zusammen, 25 Jahre Getrennt Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080
Als wir angefangen haben, sagte uns ein Streichquartett-Veteran, ein Quartett lerne die ersten 25 Jahre zusammen zu spielen, und die nächsten 25 Jahre lerne es getrennt, voneinander zu spielen. Jetzt haben wir diesen Meilenstein erreicht und sind tatsächlich weiterhin mit dem Mysterium konfrontiert: Wann sollte sich die Identität des Einzelnen den Bedürfnissen des Kollektivs beugen? Sind wir Eins oder sind wir Vier? Bach’s Die Kunst der Fuge ist die wohl tiefgründigste Auseinandersetzung mit dem musikalischen Kontrapunkt der westlichen Musikgeschichte und somit das ideale Werk, sich mit uns selbst als Quartett auseinanderzusetzen: Vier Stimmen, keine festgelegte Instrumentation, ein großes Rätsel: Wie können vier verschiedene Stimmen ihre Individualität behalten und gleichzeitig ein einheitliches Ganzes kreieren? (Cuarteto Casals) > 9, 10, 13
Haydn: Streichquartett A-Dur op. 20 Nr. 6 Hob. III: 36 Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 4 D-Dur op. 83 Brahms: Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 51 Nr. 2 > 3
Tod und Wiederkehr Haydn: „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ op. 51 Hob III: 50-56
(für Streichquartett und Sprecher) oder Ligeti: Streichquartett Nr. 1 „Metamorphoses nocturnes“
Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“ > 2, 9
NOVUS STRING QUARTET Haydn: Streichquartett h-Moll op. 33 Nr. 1 Hob III: 37 Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10 Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 2 A-Dur op. 68
oder Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73 > 3
Beethoven: Streichquartett Nr. 4 c-Moll op. 18 Nr. 4 Bartók: Streichquartett Nr. 2 op. 17 Sz 67 Brahms: Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51 Nr. 1 > 3
JERUSALEM QUARTET Musik unter Gewaltherrschaft Prokofieff: Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 92 „über kabardinische Themen‘‘ Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 Bartók: Streichquartett Nr. 6 D-Dur Sz 114 > 2
JQ Kaleidoscope Beethoven: Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95 „Quartetto serioso“ (l. Allegro con brio) Borodin: Streichquartett Nr. 2 D-Dur (lll. Notturno) Bartók: Streichquartett Nr. 4 Sz 91 (lV. Allegretto pizzicato) Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10 (lll. Andantino, doucement expressif) Dvoák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 „Amerikanisches“ (Finale. Vivace ma non troppo) Beethoven: Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18 Nr. 1
(ll. Adagio affettuoso ed appassionato) Prokofieff: „Romeo und Julia“ op. 64a (Suite Nr. 1) (arr. Ori Kam) > 5
Lecture Concert: The Turkish connection Eine 30-minütige Erkundung der türkischen Verbindung zwischen den letzten Sätzen von Haydns Streichquartett op. 76 Nr. 1 und Bartóks 5. Streichquartett. Die Diskussion wird musikalische Beispiele beinhalten. Anschließend folgt die Aufführung des gesamten Streichquartetts von Bartók. > 5, 8, 12
QUATUOR ÉBÈNE N.N. Ligeti: Streichquartett Nr. 1 „Metamorphoses nocturnes“ Schumann: Streichquartett Nr. 1 a-Moll op. 41 Nr. 1 > 2, 9
Ligeti: Streichquartett Nr. 1 „Metamorphoses nocturnes“ Jazz & Crossover
Herbst 2022 > 9, 14
Bach kombiniert mit Bartók: Streichquartett Nr. 6 D-Dur Sz 114 Wie zwei Meister des Kontrapunkts ihn in diametral entgegengesetzter Weise behandeln: während Bach beruhigt, erschreckt uns Bartók manchmal noch ein wenig. Bach, der quasi Gott der Komponisten, evoziert himmlische Reinheit, Offen- sichtlichkeit, Logik, kurzum: das Absolute. Bartók, ein Ritter der Verherrlichung volkstümlicher Wurzeln (ungarischer, rumänischer und orientalischer), zelebriert die Dissonanzen und den starken Rhythmus, die seine Musik als erdig, undurch- sichtig und komplex, zuweilen hart und fast abstrus erleben läßt. Einer Gegenüber- stellung dieser beiden Pole konnten wir nicht widerstehen. (Quatuor Ébène)
Frühjahr 2023 > 8, 10
13Streichquartett
QUATUOR MODIGLIANI Puccini: Crisantemi Schubert: Streichquartett Nr. 11 E-Dur op. 125 / 2 D 353 Turina: Streichquartett op. 34 „Oración del Torero“ Janáek: Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“ oder Smetana: Streichquartett Nr. 1 e-Moll „Aus meinem Leben“ > 8
Turnage: Streichquartett „Split Apart“ Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett Beethoven: Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 mit „Große Fuge“ op. 133 > 1
QUATUOR MODIGLIANI SCHUBERTIADE MIT GÄSTEN
mit Julian Steckel (Violoncello) & Adèle Charvet (Mezzosopran) Schubert: Streichquartett Nr. 12 c-Moll D 703 „Quartettsatz“ Schubert / Reimann: Mignon-Lieder (für Stimme und Streichquartett) Schubert: Streichquintett C-Dur op. 163 D 956
mit Frank Braley (Klavier) und Yann Dubost (Kontrabass) Schubert: Klavierquintett A-Dur op. 114 D 667 „Forellenquintett“ Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“
oder Streichquartett Nr. 15 G-Dur op. 161 D 887
mit Frank Braley (Klavier) & Adèle Charvet (Mezzosopran) Schubert / Reimann: Mignon-Lieder (für Stimme und Streichquartett) Schubert: Klavierquintett A-Dur op. 114 D 667 „Forellenquintett“ Schubert: Die Forelle D 550 (Lied für Singstimme und Klavier) Schubert: Streichquartett Nr. 9 g-Moll D 173 > 9, 11
SCHUMANN QUARTETT Haydn: Streichquartett C-Dur op. 54 Nr. 2 Hob III: 57 Kreisler: Streichquartett a-Moll Beethoven: Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74 „Harfenquartett“ > 3
Mozart: Streichquartett Nr. 18 A-Dur KV 464 Ives: Streichquartett Nr. 1 „From the Salvation Army“ Mendelssohn: Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2
oder Dvoák: Streichquartett Nr. 14 As-Dur op. 105 > 16
QUATUOR VAN KUIJK 10. JUBILÄUM
Pariser Impressionen Eine Auswahl französischer Melodien, im Original für Streichquartett transkribiert. Debussy: Petite Suite (En bateau, Cortège, Menuet, Ballet) Fauré: Mélodies (Après un rêve, Les berceaux, Mandoline, Clair de lune) Ravel: Le tombeau de Couperin (Rigaudon) Debussy: Mélodies (Nuit d’étoile, Mandoline, Beau soir, Paysage sentimental) Ravel: Pavane pour une infante défunte, Ma Mère l’Oye Poulenc: Mélodies (C, Fêtes galantes, Hôtel, Violon, Fancy, Fleur,
Les Chemins de l’amour) Satie: Je te veux > 4, 9
Neues Kapitel Für das nächste Kapitel ihrer Karriere wird Benjamin Attahir, ein wichtiger Kollege und wegweisender Komponist ihrer Generation, ein weiteres Auftrags- werk für die Van Kuijks komponieren. Dieses neue Streichquartett wird mit Werken aus dem klassischen Kern-Repertoire des Ensembles kombiniert. > 1
ARD-WETTBEWERB PREISTRÄGERQUARTETT
VERSCHOBEN VON 2020 AUF 2022
Wir knüpfen an die alte Tradition an, für den Gewinner eines der prominentesten Wettbewerbe eine Preisträger-Tournee „blind“ vorzubereiten. Auch ist diese Tournee ein großer Anreiz für die Besten unter den Jüngeren, sich zum ARD- Streichquartettwettbewerb 2022 anzumelden, stellt es doch eine große Chance dar, noch frisch gekürt gesehen und gehört zu werden.
Die Preisträger-Tournee findet in der Zeit vom 04.–19. März 2023 statt. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem spannenden Prozess teilzunehmen und mit einem Platz in Ihrer Saison der Jury Ihr Vertrauen zu schenken. > 7
15
REZITAL AVI AVITAL & OLGA PASHCHENKO MANDOLINE & CEMBALO
Scarlatti: Sonate in G-Dur K 91 für Mandoline und Basso continuo Valentini: Sonate für Mandoline und Basso continuo in a-Moll Beethoven: Andante con variazioni in D-Dur WoO 44 / 2 für Mandoline und Fortepiano Vivaldi: Sonate für Mandoline und Basso continuo in C-Dur F. XVI Bach: Ciaccona aus Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 Bach: Sonate für Flöte und obligates Klavier (Cembalo) e-Moll BWV 1034 > 13
ISABELLE FAUST SOLO
Die Partiten und Sonaten für Violine solo BWV 1001–1006 An einem langen Abend oder in zwei Konzerten ohne Pause > 3, 5, 10
ISABELLE FAUST & ANTOINE TAMESTIT
VIOLINE & VIOLA
Sainte Colombe: Concert XLI „Le retour“ Mozart: Duo für Violine und Viola G-Dur KV 423 Kurtág: A strictly personal letter to the 80 years old Kurtág: Ligatura Sainte Colombe: Concert III „Le tendre“ Kurtág: „Eine Blume“ aus Vie silencieuse Sainte Colombe: Concert XLIV „Tombeau Les Regrets“ Mozart: Duo für Violine und Viola B-Dur KV 424 > 4, 5
VADIM GLUZMAN SOLO
Prokofieff: Sonate für Violine solo D-Dur op. 115 Ysaÿe: Sonate für Violine solo Nr. 2 a-Moll op. 27 „Obsession‘‘ Salonen: Lachen verlernt
optional kann der dazu passende Film von Tal Rosner im Hintergrund projiziert werden
Auerbach: Par.ti.ta für Violine solo Bach: Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004 > 1, 2
17Rezital
JULIAN STECKEL SOLO
Hindemith: Sonate für Violoncello solo Ligeti: Sonate für Violoncello solo Dutilleux: Trois strophes sur le nom de SACHER Kodály: Sonate für Violoncello op. 8 > 9
JULIAN STECKEL & WILLIAM YOUN VIOLONCELLO & KLAVIER
Boulanger: Trois pièces Mendelssohn: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur op. 58 MWV Q 32 Martin: Variationen über ein Thema von Rossini Schostakowitsch: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40
JEAN-GUIHEN QUEYRAS SOLO
Saygun: Partita für Violoncello solo op. 31 Britten: Suite für Violoncello solo Nr. 3 op. 87 Kodály: Sonate für Violoncello op. 8 > 2, 8
NIKOLAJ SZEPS-ZNAIDER & ROBERT KULEK
VIOLINE & KLAVIER
Korngold: Vier Stücke aus op.11 „Viel Lärmen um Nichts“ Brahms: Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 G-Dur op. 78 Schönberg: Fantasie für Violine und Klavier op. 47 Strauss: Sonate Es-Dur für Violine und Klavier op. 18
ALISA WEILERSTEIN Fragments, Unified Eine Reihe von sechs Solokonzerten à 80 Minuten, die jeweils eine Bach-Suite, Klassiker des 20. Jahrhunderts sowie 18 ganz neue Werke umfassen. Diese sollen unsere heutige Welt repräsentieren: sozial und ethnisch vielfältig, mit gleich- berechtigter Vertretung der Geschlechter. Unter anderem von Osvaldo Golijov, Allison Loggins-Hull, Reinaldo Moya, Matthias Pintscher und Joan Tower. > 1, 5, 10, 17
AMIHAI GROSZ & ERIC LE SAGE VIOLA & KLAVIER
Französisches Programm Boulanger: Trois pièces für Viola und Klavier Fauré: Elegie für Viola und Klavier Debussy: Estampes
oder Images Band 1 Enescu: Konzertstück für Viola und Klavier Clarke: Sonate für Viola und Klavier > 4, 17
AMIHAI GROSZ & SUNWOOK KIM VIOLA & KLAVIER
Ungarische Klänge Martin: Sonate für Viola und Klavier Kodály: Adagio für Viola und Klavier Joachim: Hebräische Melodien op. 9 Kurtág: Signs, Games and Messages Brahms: Sonate für Viola und Klavier f-Moll op. 120 Nr. 1 > 8
SHARON KAM & ENRICO PACE KLARINETTE & KLAVIER
Schumann: Fantasiestücke für Klarinette und Klavier a-Moll op. 73 Lutosawski: Tanzpräludien für Klarinette und Klavier Gade: Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 43 Poulenc: Sonate für Klarinette und Klavier B-Dur Françaix: Tema con variazioni (für Klarinette und Klavier) Schumann: Drei Romanzen für Klarinette und Klavier op. 94 Horowitz: Sonatine für Klarinette und Klavier
MIKLÓS PERÉNYI & IMRE ROHMANN VIOLONCELLO & KLAVIER
Bach: Gambensonate Nr. 1 G-Dur BWV 1027 Franck: Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur FWV 8 Poulenc: Sonate für Violoncello und Klavier Debussy: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll Bartók: Rhapsodie für Violoncello und Klavier Nr. 1 Sz 88 > 3, 4
19
STREICHQUARTETT & KLARINETTE
Haydn: Streichquartett d-Moll op. 76 Nr. 2 Hob III: 76 „Quintenquartett“ Widmann: 7. Streichquartett (Studie über Beethoven II) Brahms: Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Frühjahr 2023 > 1, 3
ELENA BASHKIROVA & JERUSALEM CHAMBER MUSIC FESTIVAL ENSEMBLE Klein: Trio für Violine, Viola und Violoncello (1944 / Konzentrationslager Theresienstadt) Brahms: Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll op. 114 Bartók: „Kontraste“ für Violine, Klarinette und Klavier Sz 111 Schumann: Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier Es-Dur op. 47 > 2
BELCEA QUARTET & JEAN-GUIHEN QUEYRAS
STREICHQUARTETT & VIOLONCELLO
Haydn: Streichquartett C-Dur op. 20 Nr. 2 Hob III: 32 Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 Schubert: Streichquintett C-Dur op. 163 D 956
September 2022 > 2
STREICHQUARTETT & KLAVIER
Prokofieff: Streichquartett Nr. 1 h-Moll op. 50 Beethoven: Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59 Nr. 1 „Rasumowsky“ Franck: Klavierquintett f-Moll
April 2023 > 4, 9
VIOLINE, VIOLONCELLO & KLAVIER
Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 C-Dur op. 8 Schubert: Klaviertrio Nr. 1 B-Dur op. 99 D 898 Pärt: Mozart-Adagio für Violine, Violoncello und Klavier Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Termine: 14.–23. 04. 2023 > 3
SHARON KAM, JULIAN STECKEL & ENRICO PACE
KLARINETTE, VIOLONCELLO & KLAVIER
Beethoven: Klaviertrio B-Dur op. 11 „Gassenhauer-Trio“ Webern: Drei kleine Stücke für Violoncello und Klavier op. 11 Rota: Allegro giusto für Klarinette, Violoncello und Klavier Berg: Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 Brahms: Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll op. 114
QUATUOR MODIGLIANI, AMIHAI GROSZ & NATHALIA MILSTEIN
STREICHQUARTETT, VIOLA & KLAVIER
Fauré: Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15 Turina: „Escena Andaluza“ für Viola, Streichquartett und Klavier op. 7 Mendelssohn: Streichquintett Nr. 1 A-Dur op. 18 MWV R 21
Termine: 6.–12. 02. 2023 > 4, 7, 8
SCHUMANN QUARTETT & ANNA VINNITSKAYA
STREICHQUARTETT & KLAVIER
Schumann: Streichquartett Nr. 1 op. 41 Nr. 1 Reimann: Adagio – In Gedenken an Robert Schumann Schumann: Klavierquintett in Es-Dur op. 44
23
SALEEM ASHKAR Brahms: Zwei Rhapsodien Schumann: Kreisleriana Beethoven: Sonate Nr. 23 „Appassionata“ > 5
Debussy: 12 Préludes (Livre I) Bach: Partita Nr. 4 BWV 828 Messiaen: Préludes pour piano (I, II, V, VIII) > 4
ELENA BASHKIROVA Mozart: Fantasie d-Moll KV 397 Mozart: Rondo D-Dur KV 485 Mozart: Variationen für Cembalo A-Dur KV Anh. 137 Mozart: Klaviersonate B-Dur KV 333 Mozart: Fantasie c-Moll KV 475 Mozart: Sonate c-Moll KV 457
JONATHAN BISS Berg: Sonate für Klavier op. 1 Schönberg: Sechs kleine Stücke für Klavier op. 19 Schumann: Waldszenen op. 82 Schubert: Sonate für Klavier Nr. 21 B-Dur D 960 > 6, 11
ALEXANDER MELNIKOV Schnittke: Improvisation und Fuge Schnittke: Sonate Nr. 3 für Klavier Schnittke: Fünf Aphorismen für Klavier Schnittke: Drei Fragmente für Cembalo Gubaidulina: Chaconne Denisov: Variationen für Klavier Tchemberdji: Kamni 1-7 > 1, 8, 17
KLAVIER- ABEND
Saison 2021 / 2022
NATHALIA MILSTEIN Tschaikowski: Variationen F-Dur op. 19 Nr. 6 Debussy: Suite Bergamasque für Klavier Bartók: Sonate für Klavier Sz 80 Schubert: Fantasie C-Dur op. 17 D 760 „Wandererfantasie“ > 4, 6, 7
KIANA REID Haydn: Sonate für Klavier F-Dur Hob. XVI: 23 Schumann: Fantasie C-Dur op. 17 Chopin: Vier Mazurkas op. 30 Ravel: La valse – Poème choréographique > 4, 7
Noch im Vor-Building-Bridges-Alter steht der 18-jährige ROMAN BORISOV (Novosibirsk), der in Verbier, Elmau, Gstaad und SHMF mit diesem Programm im Sommer 2021 zu hören sein wird: Bach: Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 Chopin: Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 Brahms: Vier Klavierstücke op. 119 Prokofieff: Sonate für Klavier Nr. 7 B-Dur op. 83 > 7
Ein Building Bridges Alumni hingegen ist NICOLAS NAMORADZE (Gewinner Honens Competition 2018): Bach: aus Die Kunst der Fuge für Klavier solo BWV 1080 Rachmaninoff: Sonate Nr. 1 d-Moll op. 28 Bach: Französische Suite Nr. 1 d-Moll BWV 812 Namoradze: Etüden I–VI (2015–2019) Bach / Busoni: Choral „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ BWV 639 Liszt: Totentanz S. 525 > 1, 7, 9, 10
27
KINDER- SPIEL
PROGRAMME FÜR KINDER Die Puppenphilharmonie Das Konzert neu zu denken, neu zu betrachten und neu zu inszenieren – das ist die gemeinsame Idee der Bratschistin und Regisseurin BERNADETT KIS und der Puppenspielerin SANDY SCHWERMER. Was lag also näher, als die Fähigkeiten der beiden zu verbinden und: Klassische Musik durch Puppen zu sehen!
Die Puppenphilharmonie macht durch den Einsatz von Puppenspiel klassische Musik für jedermann erfahrbar – sie macht sie über das Puppenspiel sogar tatsächlich sichtbar. Aber nicht nur Kindern und Jugendlichen wird anhand der Puppen die klassische Musikwelt erklärt: „Wir kriegen Klassik in die kleinste Kammer oder die größte Industriehalle, ob Kindergarten oder Vorstandsetage, ob Stadtteilkulturzentrum oder Musentempel. Wir erfassen die Chance des Ortes und der Zuhörerschaft“, erklärt das Berliner Duo, das seine Programme wahl- weise mit eigenem Ensemble oder aber den Musikern des Orchesters vor Ort präsentieren kann.
Wir stellen Ihnen Produktionen wie „I.O. und die Golden Records“, „Maus und Klaus“ oder das Barockprogramm „Emil und Emily“ auf unser Website näher vor.
Tierharmoniker In China, weißt Du ja wohl, ist der Kaiser ein Chinese. Und im Opelzoo, weißt Du ja wohl, hören die Tiere nur selten Musik…
Eine Nachtigall aber, die es schafft, dem Kaiser von China durch ihren Gesang Tränen zu entlocken und ihm das Leben zu retten, schafft es auch, dass viele große und kleine Tiere zu einem Konzert zusammenkommen und am Ende der Geschichte gemeinsam ein großes Fest feiern.
Hans Christian Andersens Märchen „Die Nachtigall“ bildet den Rahmen für das von Michael Dangl gemeinsam mit Maria Fedotova, Gidon Kremer und der KREMERATA MUSICA konzipierte tierharmonische Zusammentreffen von Henne und Schwan, Ochs und Stier, Elefant und Maus, Schmetterling und Schildkröte, lustigen Mistfinken und altem Gaul. Wie aus Tieren Musik wird, hören wir von Camille Saint-Saëns, Nikolai Rimski-Korsakow, Frieder Meschwitz, Igor Strawinski, Alain Ridout und Paul Hindemith. Und Johann Sebastian Bach ist auch dabei!
29
ZUR FRAGE DER SICHTBARKEIT Schon seit längerem – und durch die besonderen Entwicklungen im letzten Jahr auch zunehmend dringlicher – beschäftigt uns die Frage der Sichtbarkeit von Künstler/innen: Wie können wir ihnen helfen, in dieser vermeintlich transparen- ten, vernetzten Welt – in der vor lauter Sichtbarkeit nichts mehr gesehen wird – ihre eigenen künstlerischen Positionen geltend zu machen, ohne sich von dem sich immer schneller drehenden Rad der Medienpräsenz die Zeit und das Leben bestimmen zu lassen.
Arnold Simmenauer im Gespräch mit Hartmut Welscher
er in 99 Prozent der Fälle „nein“ sagen. Das ist auch verständ- lich, als Künstler sind sie prinzipiell dagegen, Dinge simpler zu machen, als sie tatsächlich sind. Deswegen tun sie das, was sie tun, deswegen hängen sie jahrelang über den glei- chen Stücken und kriegen trotzdem noch Albträume vor dem nächsten Konzert. Ich bin hingegen Verkäufer. Damit der Künstler sich und seine Kunst sichtbar machen kann, muss ich ihn erstmal verkaufen. Das heißt: Ich konzentriere mich darauf, wie ich die wahrheitsgemäße Karikatur so zeichnen kann, dass sie die Person anspricht, mit der ich spreche.
IST ES FÜR EINEN KÜNSTLER SELBST RATSAM, SICH ÜBER SEINE EIGENE „KARIKATUR“, DARÜBER, WIE ER VERKAUFT WERDEN KANN, GEDANKEN ZU MACHEN?
Nein, denn es kommt zu einem Preis. Und das ist auch ge- nau mein Problem mit Social Media. Wenn man dort sichtbar werden möchte, muss man sich in eine Ecke stellen und die dann konsequent durchfechten, obwohl man sich vielleicht gar nicht komplett dort wiederfindet. Ich habe mich selbst schon dabei ertappt, dass ich einen ambitionierten Künstler gefragt habe, „was denn sein Ding sei“.
DIESES „IN DIE ECKE STELLEN“ GIBT ES JA AUCH BEIM REPER- TOIRE. HAST DU DAS GEFÜHL, DASS VON JUNGEN KÜNSTLERN HEUTE ERWARTET WIRD, SICH FRÜH EIN „PROFIL“ ZU GEBEN, AUCH HINSICHTLICH DES REPERTOIRES?
Ja, die Frage, „welches Repertoire spielt sie oder er denn“, kommt immer mehr. Man erntet dann verdutzte Reaktionen, wenn man sagt: „alles“. Das ist absurd, niemand hätte Mariss Jansons gefragt, welches Repertoire er denn dirigiert. „Was, Mozart und Strauss? Das geht doch nicht.“ Da bin ich dann gefordert als Vermittler. Was mache ich mit der jungen Per- son, die kommt und Selbstzweifel hat, weil sie eigentlich alles spielen mag und findet, dass sie zu allem was zu sagen hat? Ich muss dann wissen, welche Facetten ihres breiten künst- lerischen Daseins zu welchem Veranstalter, Dirigenten oder Orchester passt.
OFT HÖRT MAN IN DER KLASSIKWELT, DASS SICH „QUALITÄT AM ENDE DURCHSETZT“. ABER IST DAS WIRKLICH SO? DARF MAN JUNGEN KÜNSTLERN SAGEN: „MACH DIR KEINE GEDANKEN UM DIE EIGENE SICHTBARKEIT, SONDERN KONZENTRIER DICH GANZ AUF DIE KUNST“?
HW: UM WELCHE FORMEN DER SICHTBARKEIT KÜMMERST DU DICH ALS KÜNSTLERAGENT?
AS: Ich kann den Künstler sichtbar machen für den Veran- stalter. Und ich kann den Künstler dabei beraten, wie er sich selbst sichtbar machen sollte, zum Beispiel gegenüber Diri- genten oder über die Sozialen Medien.
FANGEN WIR MIT DER SICHTBARKEIT GEGENÜBER VERANSTAL- TERN AN. WIE MACHST DU DAS?
Mein Job besteht darin, dass sehr Komplexe am Künstler zu verstehen, aber in der Lage zu sein, es in wenigen Worten zu umschreiben. In dieser Saisonbroschüre gibt es ja Karikaturen unserer Künstler. Karikaturen sind gut, wenn sie bestimmte Eigenschaften über- oder unterzeichnen, man die Person aber trotzdem oder gerade deshalb sofort erkennt. Ein bisschen ist es auch mein Job, eine Art Karikatur zu zeichnen von einem Künstler. In einem Gespräch mit einem Veranstalter, der einen Künstler noch nicht kennt, ist es eigentlich unmöglich, in kur- zer Zeit eine komplexe Künstlerpersönlichkeit so darzulegen, dass sie ihn interessiert. Das heißt: Ich überzeichne gewisse Aspekte, unterzeichne andere, um ihn greifbar zu machen.
TAUSCHST DU DICH MIT DEN KÜNSTLERN ÜBER DIESE „KARIKA- TUREN“ AUS?
Nein, größtenteils behalte ich das für mich. Wenn ich den Künstler fragen würde, ob die Zeichnung so okay ist, würde
Sichtbarkeit
31Sichtbarkeit
Nein, das darf man nicht, vor allem nicht als Agent. Wenn du die ganze Zeit an deiner künstlerischen Entwicklung arbei- test, kann es sein, dass du enorm viel erreichst, aber dabei vollkommen unsichtbar bleibst.
DAMIT SIND WIR BEIM THEMA SICHTBARKEIT IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN. WO SIEHST DU DA DEINE ROLLE ALS AGENT?
Ich muss vermitteln, inwiefern zum Beispiel Webseiten und Social-Media-Kanäle wichtig sind oder nicht. Einigen Künst- lern, die beides nicht wollen, muss ich klarmachen, dass sie irgendeine Form digitaler Sichtbarkeit brauchen. Meine ame- rikanischen Kollegen bekommen zum Beispiel weniger An- fragen, wenn ein Künstler keine Webseite oder keinen Face- book-Kanal hat. Die sagen mir klipp und klar: ›Wenn deine Solisten keine digitale Präsenz haben, werden wir Probleme bekommen, Konzerte zu verkaufen‹, und haben darauf auch keine große Lust mehr.
WAS HAT SICH FÜR KÜNSTLER MIT DIESER BEDEUTUNG VON SOCIAL MEDIA GEÄNDERT?
Man muss immer mehr machen. Gerade für junge Künstler gibt es heute eh schon diesen brutalen Konkurrenzkampf. Man verlangt von ihnen, dass sie noch viel besser sind, viel konzentrierter, viel härtere Nerven haben. Und gleichzeitig müssen sie noch etwas mitbringen, das mit Kunst nichts zu tun hat. Immer mehr Veranstalter erwarten von Künstlern, dass sie einen Auftritt zum Beispiel auf den eigenen Social- Media-Kanälen bewerben oder ein Promo-Video drehen. Das wird dann auch vertraglich festgehalten.
WAS IM UMKEHRSCHLUSS BEDEUTET, DASS EIN KÜNSTLER, DER KEINE DIGITALE SICHTBARKEIT HAT, GAR NICHT ERST IN DEN GENUSS EINES SOLCHEN VERTRAGS KOMMT?
Wenn ein Künstler einen großen Namen hat, braucht er das nicht. Aber wenn man als unbekannter oder junger Künstler an so einen Vertrag kommen will, hat man nicht mehr nur sein künstlerisches Schaffen mitzubringen. Die arrivierten Künstler werden es sich noch lange Zeit leisten können, sich dagegen zu stellen und nur das mindeste mitzumachen. Aber die neue Generation muss mehr von ihrer Persönlichkeit of- fenbaren und dies entweder selbst inszenieren oder sich dar- um kümmern, dass es jemand für sie macht.
ICH HÖRE DA EINE ABNEIGUNG GEGEN DIE DIGITALISIERUNG HERAUS.
Nein! Im Gegenteil – auch wir denken darüber nach, wie wir unsere Arbeit, bis hin zur Art wie wir Programme und Künst- ler anbieten, durch digitale Prozesse erweitern und verbes- sern können. Die Corona-Krise hat uns aber zwei wichtige Dinge gelehrt: wir hinken was Digitalisierung betrifft immer noch hinterher, und Digitalisierung hat absolute Grenzen und kann das gemeinsame Konzerterlebnis nicht ersetzen. Ich bin den Veranstaltern und Orchestern, die die Kunst in dieser Zeit digital aufrechterhalten haben, unendlich dank- bar; es hat vielen Künstlern enorm geholfen, sich finanziell und moralisch über Wasser zu halten und hat auch Publikum zuhause erreicht. Nun suchen wir einen klugen Weg, wie wir digital und analog gemeinsam weiterführen können, so dass es sich optimal ergänzt. Es gibt geniale Ideen da draußen, um Brücken zum Digitalen zu schlagen und ich freue mich, hier mitwirken zu können.
WAS BEDEUTET DAS FÜR DICH ALS AGENT? MACHT ES DEINE ARBEIT WICHTIGER ODER UNWICHTIGER?
Es wird schwieriger, jemanden sichtbar zu machen, der sich selbst nicht sichtbar machen will. Ich merke, dass es nicht immer unbedingt erstmal um die Kunst geht. Die möchte ich für den Veranstalter aber sichtbar machen. Da werde ich ver- mitteln müssen, auch in Zukunft.
WIE STEHT ES UM DIE EIGENE SICHTBARKEIT ALS AGENT?
Durch Corona bin ich zum ersten Mal – wie alle meine Kolle- gen – in die Situation gekommen, dass ich mich selbst sicht- bar machen musste. Ich bestehe ja daraus, im Hintergrund zu arbeiten, unsichtbar zu sein… Und das ist in Nicht-Corona- Zeiten auch richtig so. Aber im letzten Jahr haben wir dafür die Quittung bekommen. Da war es dann ein Windmühlen- kampf um Sichtbarkeit. Der Veranstalter sagt, wir gehören zum Künstler, er kann nichts für uns tun. Der Künstler sagt: „womit soll ich irgendwas tun, ich verdiene doch selbst gera- de kein Geld?“ Die Politik sagt, dass wir keine Kultur, sondern Service-Dienstleister sind, so wie ein Reisebüro. Aber für das Reisebüro gibt es Hilfen und für uns nicht. Da ist man auf ein- mal gefangen in einer Rolle, in die man sich selbst verfrachtet hat, die des Unsichtbaren.
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„ DAS ABENTEUER LOHNT SICH!“ GIDON KREMER hat sich mit seiner Überzeugungskraft und Ausdauer darum verdient gemacht, noch unentdeckten Komponisten Gehör zu verschaffen – ohne die Widerstände dabei zu fürchten.
tung, dass er mir irgendwelche Ratschläge gibt, weil ich das Stück in das Programm eines Recitals aufnehmen wollte. Beim Abschied hat er mir dann die Partitur seines zweiten Violinkonzerts geschenkt. Je näher ich seine Werke kennen- lernte, besonders auch nachdem wir das Klavierquintett – als zweite nach der Uraufführung in Georgien – in Moskau auf- geführt und auch aufgenommen haben, desto mehr glaubte ich an ihn.
MIT SCHNITTKE VERBAND SIE EINE LEBENSLANGE ENGE FREUNDSCHAFT UND KÜNSTLERISCHE ZUSAMMENARBEIT. SIE HABEN IHN NICHT NUR AUF DEN KONZERTPODIEN SICHTBAR GEMACHT, SONDERN IHN AUCH EINMAL AUF EINE KONZERT- REISE MIT IN DEN WESTEN GESCHMUGGELT.
Ja, das war 1977 auf einer Tournee mit dem Litauischen Kammerorchester durch West-Deutschland und Österreich. Saulius Sondeckis, der damalige Leiter des Orchester, und ich haben Schnittke als Cembalisten mit auf die Orchester- liste gesetzt. Wir waren uns trotzdem nicht sicher, ob man ihn ausreisen lassen würde. Vielleicht hat es funktioniert, weil ein Teil der Unterlagen in Litauen bearbeitet wurde. Er hat dann bei seinem eigenen Concerto grosso den Cembalopart und bei Arvo Pärts Tabula rasa den Klavierpart übernommen. Vor den Auftritten war er immer sehr nervös, weil er sonst kaum öffentlich spielte.
WAS WÜRDEN SIE JUNGEN KOMPONISTEN RATEN, WENN ES UM SICHTBARKEIT GEHT? MUSS MAN SICH ZUM BEISPIEL FRÜH BEMÜHEN, KONTAKTE ZU DIRIGENTEN UND SOLISTEN ZU KNÜPFEN, DIE EINEN AUFFÜHREN?
Das sollte nicht künstlich geschehen. Wenn man offen ist und bleibt, trifft man seine Gleichgesinnten nahezu von allein. Oft helfen einem Freunde oder eine „Hörerfahrung“, die auf eine Persönlichkeit aufmerksam machen…
HAT EIN KÜNSTLER EINE VERANTWORTUNG, KOMPONISTEN SICHTBAR ZU MACHEN, NEUE MUSIK AUFZUFÜHREN?
Ich glaube schon. Wir leben nicht im luftleeren, abgeschlos- senen Raum. Wir sind da, um anderen zu helfen. Und Kom- ponisten eignen sich besonders gut für diese Aufgabe.
WIE KANN MAN ALS SOLIST SEINEN EINFLUSS AUF DIE PROGRAMMGESTALTUNG DURCHSETZEN?
SIE HABEN SICH SCHON WÄHREND DES STUDIUMS AM MOS- KAUER KONSERVATORIUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE MUSIK UND REPERTOIRE ABSEITS DES MAINSTREAMS INTERESSIERT. WOHER KAM BEI IHNEN EIGENTLICH DIESER DRANG, NEUES ENTDE- CKEN ZU WOLLEN?
Vielleicht habe ich die Neigung dazu von meinem Großvater geerbt [dem Geiger und Musikpädagogen Karl Brückner]. Vielleicht ist die Begeisterung und Offenheit für Neues aber auch einfach eine zufällige Färbung meiner Persönlichkeit.
EINE LUST AUFS ANECKEN, AUF KONFRONTATION?
Vielleicht auch das, ja, damit kann ich mich identifizieren. In jedem Fall habe ich die Grenzen, die mir vorgegeben wa- ren, schon früh als zu eng erlebt und mich nicht einfach in sie fügen wollen. Ich wollte nicht nur im Strom schwimmen, ich wollte immer etwas anders sein, etwas Neues entdecken, den Rahmen dessen, was ich tue und was ich bin erweitern. Kierkegaard hat einmal gesagt, „Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansicht falsch ist.“
WER WAR DER ERSTE KOMPONIST, DEM SIE BEGEGNET SIND, BEI DEM SIE DACHTEN: DEN ODER DIE MÖCHTE ICH SICHTBAR MACHEN?
Alfred Schnittke.
KÖNNEN SIE SICH ERINNERN, WANN SIE IHM DAS ERSTE MAL BEGEGNET SIND?
Ich glaube, es war die estnische Musikwissenschaftlerin Ophelia Tuisk, die mich auf ihn aufmerksam gemacht hat. Ich habe mir dann die Partitur von Quasi una sonata besorgt, mich bei ihm gemeldet und ihn besucht – in der Erwar-
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WAS SAGEN SIE EINEM VERANSTALTER, DER ZU IHNEN MEINT: „DAS NEUE STÜCK VON XY IST JA SCHÖN UND GUT, ABER ICH MUSS DEN SAAL VOLL BEKOMMEN.“
Das ist der Standpunkt eines Veranstalters, ein Künstler muss nicht derselben Meinung sein. Das ewige Dilemma und der ewige Streit zwischen Kommerz und Kunst. Veranstalter, die nur Populäres anbieten, unterschätzen die Offenheit ihres Publikums.
EIN KOMPONIST, DEN SIE SELBST NACH EIGENER AUSKUNFT UNTERSCHÄTZT HABEN, IST WEINBERG. WIESO?
Ich lebte lange mit dem Vorurteil, dass er ein zweitrangiger Schostakowitsch ist. Ich habe mich mit seiner Musik nicht in Einklang gefühlt. Ich war jung und dumm und hatte andere Prioritäten. Für mich war die Avantgarde interessanter. Ich konnte ihn nicht richtig einordnen, ich bereue das sehr. Das hat sich gewandelt. Als ich mich auf die Suche nach Repertoire für die Kremerata Baltica begab, bin ich auf Werke von ihm gestoßen, die mich nach und nach immer mehr überzeugt haben, dass er ein vielseitiger Komponist mit einer sehr eige- nen Handschrift ist. Inzwischen habe ich viel von ihm aufge- nommen, die vier Kammersinfonien, das Klavierquintett, die 10. Sinfonie … Zu meinem 75. Geburtstag erscheint nächstes Jahr die Veröffentlichung aller Solo-Sonaten. Weinberg lässt mich nicht in Ruhe. Ich glaube an diesen Komponisten, und langsam glauben immer mehr an ihn. Ich bekomme jetzt so- gar öfters Anfragen, ihn zu spielen, so wie es auch bei Schnitt- ke war. Es erfreut mich, dass ich jetzt am Lebensabend noch Entdeckungen gemacht habe, die ich in meiner Jugend ver- säumt habe.
Fragen: HARTMUT WELSCHER
Manchmal ist es besser, „stur“ zu bleiben und nicht nach- zugeben. Wenn mir zum Beispiel der Leiter der Lettischen Philharmonie gesagt hat, „wir brauchen keinen Schnittke, wir wollen Beethoven“, dann habe ich einfach darauf be- standen, dass ich Schnittke spielen will. Dasselbe habe ich auch von anderen Veranstaltern gehört. Ab und zu muss- te ich auf ein Konzert verzichten. Aber ich stand zu dem, woran ich geglaubt habe. Im Übrigen galt das genauso für meine klassischen Lieblingskomponisten. Wenn Karajan versucht hat, mir einzureden, ich solle mit ihm ein Mozart- Konzert spielen, und ich fühlte mich nicht reif dafür, dann bestand ich darauf, mit ihm Bach zu spielen, und er hat es akzeptiert.
AUCH DIE AUFNAHME VON SOFIA GUBAIDULINAS VIOLIN- KONZERT OFFERTORIUM, DAS IHNEN GEWIDMET IST, HABEN SIE MIT IHRER STURHEIT DURCHGESETZT.
Es war mit der Deutschen Grammophon fest abgemacht, dass wir Offertorium 1988 in Boston aufnehmen würden, wo ich das Konzert in vier Abokonzerten mit dem Boston Symphony Orchestra und Charles Dutoit spielen sollte. Dann hieß es vom Label aber plötzlich: Unser Budget erlaubt uns das nicht, Boston ist zu teuer… Es wurde versucht, die Aufnah- me zu vertagen. Ich war darüber sehr empört. Damals spielte ich gerade für die Deutsche Grammophon alle Beethoven- Violinsonaten mit Martha Argerich ein. Ich sagte dem Label also, dass ich keine weiteren Beethoven-Sonaten mehr auf- nehmen würde, weil ich durch die Absage der Gubaidulina- Aufnahme zu desillusioniert sei. Ich weiß nicht, ob es wirklich daran lag, dass das Projekt letztlich zustande kam, oder ob hinter den Kulissen ein Weg gefunden wurde, die Aufnahme besonders kostengünstig zu machen.
KANN DIES NUR GELINGEN, WENN MAN ALS SOLIST SELBST SCHON EINE GEWISSE SICHTBARKEIT UND BERÜHMTHEIT MITBRINGT?
Es sollte ab den ersten Schritten passieren. Man hat „sein“ Wort zu sagen und sollte daran glauben, dass dieses auch für das Publikum von Wert ist. Einige junge Künstler haben Angst die Chance irgendwo aufzutreten zu verlieren. Man muss in Kauf nehmen, dass man hier oder da der Verlierer ist. Aber wenn man seinen Weg geht, zahlt es sich früher oder später aus. Und ich kann nur sagen: Das Abenteuer lohnt sich!
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Rihm: Dort wie hier – Zyklus aus einem Heine-Gedicht (2015) Schubert: „Schwanengesang“ D 957 / D 965A > 1
GÜNTHER GROISSBÖCK & GEROLD HUBER
BASS & KLAVIER
Schumann: Dichterliebe op. 48 Mussorgski: Lieder und Tänze des Todes Tosti: Ausgewählte Lieder
BEJUN MEHTA & JONATHAN WARE COUNTERTENOR & KLAVIER
Mozart: Ombra felice … lo ti lascio KV 255 Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98 Haydn: Arianna a Naxos Hob. XXXVIb: 2 Britten: Canticle I: My Beloved is mine op. 40 Mahler: Rückert-Lieder > 16
ALEXANDER MELNIKOV & NÚRIA RIAL HAMMERKLAVIER & SOPRAN
Mozart: Ausgewählte Lieder und Allemande aus der Suite C-Dur KV 399 Haydn: aus 6 Englische Canzonetten Hob. XXXVIa Haydn: The Spirit’s Song Hob. XXXVIa: 41, Arianna a Naxos Hob. XXXVIb: 2 Clementi: Largo e sostenuto aus der Sonate op. 13 Nr. 6 > 13
ELENA BASHKIROVA & OLGA PERETYATKO
Glinka: Ausgewählte Lieder Prokofieff: Fünf Lieder zu Gedichten von Anna Akhmatowa op. 27 Rachmaninoff: Vier Lieder Schostakowitsch: Sieben Romanzen nach Gedichten von Alexander Blok op. 127 > 9
LIEDER- ABEND
ARDITTI QUARTET & JAKE ARDITTI STREICHQUARTETT & COUNTERTENOR
The sanity of lunacy Wolfgang Rihm: Streichquartett Nr. 13 Salvatore Sciarrino: Cosa Resta Pascal Dusapin: Streichquartett Nr. 5 Hilda Paredes: Canciones Lunáticas > 1, 2, 17
CUARTETO CASALS & NÚRIA RIAL STREICHQUARTETT & SOPRAN
Schumann: Streichquartett Nr. 3 A-Dur op. 41 Nr. 3 Reimann: Sechs Gesänge von Robert Schumann op. 107
(transkribiert für Sopran und Streichquartett) Brahms: Fünf Ophelia-Lieder (bearbeitet von Aribert Reimann) Brahms: Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51 Nr. 1
Termine: 21.–27. 11. 2022 > 13
JERUSALEM QUARTET & HILA BAGGIO JIDDISCHES KABARETT
Von Warschau nach Amerika Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett Lieder aus dem unglaublichen Fundus des Jiddischen Kabaretts aus dem Warschau der 1920er Jahre, in einer Bearbeitung von Leonid Desyatnikov mit der Sopranistin Hila Baggio. Korngold: Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 26 > 2, 16
BEJUN MEHTA SING / CONDUCT
In den höchsten Tönen ... Händel: Arie „Non fu già men forte Alcide“ (aus der Oper „Orlando“)
Rezitativ und Arie „Che più si tarda omai ... Stille amare“ (aus der Oper „Tolomeo“) Arie „Se in fiorito amno prato“ (aus der Oper „Giulio Cesare“)
Haydn: Sinfonie Nr. 44 e-Moll „Trauer“ Mozart: Sinfonie A-Dur KV 201 > 13
LIED & ENSEMBLE
Lied & Ensemble
GÜNTHER GROISSBÖCK & ENSEMBLE S’ist einmal im Leben so … Wiener Lieder von Ferdinand Raimund bis André Heller mit den Neuen Wiener Concert Schrammeln oder den Philharmonia Schrammeln > 8
GEORG NIGL, MARTINA GEDECK & ELENA BASHKIROVA
BARITON, REZITATION & KLAVIER
Je länger je lieber. Lieder und Couplets Von Schubert bis Eisler, von Goethe bis Brecht Ohne Musik, hat Friedrich Nietzsche gesagt, wäre das Leben ein Irrtum. Als Erleichterer des Lebens erfassen Dichter und Komponisten mit ihren Werken seit Menschengedenken Augenblicke des Daseins mit all den Schrecken und Abgründen und entwerfen Gegenwelten zur real existierenden Welt, um mit dem Zauber der Kunst einen Abglanz vom Paradies zu erhaschen, aus dem die Menschen einst vertrieben worden sind. Mit den hier ausgewählten Liedern, Texten und Couplets haben die Dichter und Komponisten den Blick von der mühseligen Gegenwart und beladenen Vergangenheit nicht abwenden wollen, auch wenn in den sogenannten ‚schönen‘ Stellen der Kompositionen oftmals künstliche Paradiese anklingen, die das irdische Schicksal der Menschen transzendieren.
SCHUMANN QUARTETT & ANNA LUCIA RICHTER
STREICHQUARTETT & MEZZOSOPRAN
„In dem Garten meiner Seele“ Mahler: Rheinlegendchen, Blicke mir nicht in die Lieder,
Ich atmet einen linden Duft, Ich bin der Welt abhanden gekommen (arr. Stefan Heucke)
Brahms: Fünf Ophelia-Lieder (arr. Aribert Reimann) Webern: Langsamer Satz für Streichquartett (1905) Marteau: aus Acht Lieder op. 10 Wagner: aus Wesendonck-Lieder (arr. Stefan Heucke) Webern: Sechs Bagatellen op. 9 Wolf: Gebet, Bei einer Trauung, Storchenbotschaft,
Denk es, o Seele, Feuerreiter (arr. Stefan Heucke) > 16
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REZITATION & KLAVIERTRIO
Mozart: Klaviertrio Nr. 5 C-Dur KV 548 – I. Allegro Beethoven: Bagatelle a-Moll WoO 59 „Für Elise“ E. T. A. Hoffmann: Grand Trio E-Dur Schumann: Kreisleriana op. 16 für Klavier solo (Auszüge) Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“ > 9
E. T. A. Hoffmann zum 200. Todestag Eine konzertante und halbszenische Darstellung des Künstlerkosmos von E. T. A. Hoffmann und seiner Weggefährten. Ein zentraler Bestandteil ist Elisabeth Röckel, die als begabte Sängerin, Frau von Hummel und Freundin von Beethoven eng mit E. T. A. Hoffmann und dem ihn umkreisenden Universum an Künstlern verbunden war. Es ranken sich Geschichten um sie, die bis in die Moderne reichen.
MARTINA GEDECK & XAVIER DE MAISTRE
REZITATION & HARFE
Licht und Schatten Texte von Rilke, Lasker-Schüler, Wilde, Camus, Leconte de Lisle und Eichendorff Musik von Debussy, Liszt, Tárrega, Albéniz und Renié
MARTINA GEDECK & SCHUMANN QUARTETT
Dreiecksgeschichten Düsseldorf 1853, der junge Johannes Brahms besucht das Ehepaar Robert und Clara Schumann und begeistert das Paar mit seiner Kunst. Es entwickelt sich eine der bedeutendsten Künstlerfreundschaften des 19. Jahrhunderts, deren Beteiligte sich gegenseitig künstlerisch beflügeln. Ein Dreierbündnis, das aber auch umweht ist von Rätseln und Mutmaßungen.
Briefe und Texte um das Verhältnis zwischen Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann sowie Werke von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann.
TEXT & MUSIK
Text & Musik
BASS, KLAVIER & REZITATION
Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit. (F. Schiller „Die Räuber“) Schiller: Hoffnung Schubert: Prometheus D 674
Grenzen der Menschheit D 716 Ganymed D 544 (J. W. v. Goethe)
Brecht: Lob der Dialektik Schubert: Memnon D 541
Am Strome D 539 Auf der Donau D 553 Der Sieg D 805 Der Schiffer D 536
Schiller: Majestas populi Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters Loewe: Die Uhr op. 123 Nr. 3
Der heilige Franziskus op. 75 Nr. 3 Odins Meeresritt op. 118
Schubert: Der entsühnte Orest D 699 Fahrt zum Hades D 526 Lied eines Schiffers an die Dioskuren D 360 Gondelfahrer D 808
Schiller: Nänie Mahler: aus Des Knaben Wunderhorn (Nr. 12 Der Tambourg’sell, Nr. 2 Urlicht)
SCHAROUN ENSEMBLE & ULRICH MATTHES
KAMMERMUSIK & REZITATION
Albtraum und Idylle Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Hindemith: aus „Der Dämon“ Schubert: Andante con moto aus „Der Tod und das Mädchen“ Widmann: Fieberphantasie Schubert: Adagio aus dem Oktett F-Dur Wagner: Siegfried-Idyll E-Dur WWV 103
Texte von Brecht, Brentano, von Eichendorff, Herrndorf, Kafka und Kleist > 2, 16
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JAHR DER MANDOLINE
AVI AVITAL SOLO
Sollima: Prelude Bach: Sonate Nr. 1 g-Moll BWV 1001 Bach: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 Avital: Kedma für umgestimmte Mandoline (2006) > 8, 10
AVI AVITAL & OMER KLEIN MANDOLINE & JAZZKLAVIER
Musik von Johann Sebastian Bach, Jazzkompositionen von Omer Klein, israelische Lieder und darüber Improvisieren – hier wird grenzenlos musiziert. > 10, 14
AVI AVITAL, MAURICE STEGER, DAVID BERGMÜLLER, HILLE PERL & SEBASTIAN WIENAND
MANDOLINE, BLOCKFLÖTE, LAUTE, VIOLA DA GAMBA, ORGEL / CEMBALO
Glaube & Wissen Bach: aus „Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach“ Bach: aus „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ > 10
AVI AVITAL & BETWEEN WORLDS ENSEMBLE Die lange und vielseitige Geschichte der Mandoline macht sie zum perfekten Begleiter auf dieser Weltreise. Einem Chamäleon gleich kann sie durch ihre klanglichen Eigenschaften den Sound verschiedenster Regionen annehmen. Die einzelnen Projekte des Between Worlds Ensemble konzentrieren sich auf jeweils eine geografische Region. Dabei führen ganz neuartige Arrangements die Musik zu ihren traditionellen Wurzeln zurück. Diese Interaktion zwischen den Musikkulturen zeigt Gemeinsamkeiten wie Unter- schiede auf – und kann so auch zu einem Sprungbrett für Podiumsdiskussionen und Education-Projekte werden: Das Publikum wird eingeladen, sein eigenes Verständnis von Grenzen zu überdenken, und vielleicht zu hinterfragen, ob diese überhaupt existieren. Between Worlds Ensemble ist ein Projekt, das sich über zwei Jahre mit je drei Programmen pro Saison erstreckt. In 2022 / 2023 sind diese Iberia, Black Sea, Italy. > 8, 12, 17
Die Landesmusikräte küren die Mandoline zum Instrument des Jahres 2023, um Neugier und Aufmerksamkeit auf die vielen Facetten des Instruments zu lenken. Schirmherr ist Avi Avital.
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THEMA KLIMA
BROOKLYN RIDER Die Vier Elemente Das Konzept zieht eine Parallele zwischen den allen antiken Kulturen gemeinsa- men vier klassischen Elementen – Erde, Luft, Feuer, Wasser – die als Grundlage für die physische Welt gelten und dem musikalischen Ökosystem des Streichquar- tetts, mit seinen vier einzigartigen Elementen.
Vier Werke, die symbolisch für Erde, Luft, Feuer und Wasser stehen, im 20. Jahr- hundert komponiert, das von beschleunigten und beispiellosen planetarischen Veränderungen geprägt war. Demgegenüber präsentiert Brooklyn Rider vier von ihnen in Auftrag gegebene Werke, die die aktuellen Realitäten reflektieren und als musikalischer Aufruf zum Handeln dienen.
Feuer: Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 & Auftragskomposition von Akshaya Avril Tucker
Wasser: Osvaldo Golijov: Tenebrae & Auftragskomposition von Conrad Tao
Erde: Ruth Crawford Seeger: Suite of American Folk Songs (arr. Colin Jacobsen) & Auftragskomposition von Dan Trueman Luft: Henri Dutilleux: Streichquartett „Ainsi la nuit“
& Auftragskomposition N.N. > 1, 2, 6, 8, 17
LES FORCES MAJEURES FAHRRADORCHESTER
Es ist Sommer – jedes Jahr etwas wärmer – Zeit für Les Forces Majeures, in die Pedale zu treten. Worum es geht bzw. fährt?
Morgens eine 30- bis 50-Kilometer-Radtour, abends Konzert. Keine CO2-Emission, ein ungewöhnliches und geselliges Abenteuer und Kammermusik auf höchstem Niveau. Wie denken angesichts des dramatischen Verschwindens unserer Ökosys- teme und der globalen Erwärmung? Wie handeln? Wie kann Musik helfen?
Die Musiker suchen über dieses musikalische Happening das Gespräch zum Publikum, um sich den Herausforderungen des ökologischen Wandels gemeinsam zu stellen.
Les Forces Majeures ist ein seit 2014 bestehendes Kollektiv von Kammermusikern, angeleitet von RAPHAËL MERLIN (Quatuor Ébène), das gerne im Rahmen seiner Konzerte auch Education-Programme für Kinder integriert.
Solist im Sommer 2022: PIERRE FOUCHENNERET
Chabrier: Cortège burlesque (arr. Raphaël Merlin) Honegger: Pastorale d’Été Vaughan-Williams: The Lark Ascending (für Violine und Orchester) Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 MWV N 16 „Italienische“ > 6, 9, 7, 12
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ISABELLE FAUST, MONTEVERDI CHOIR & ORCHESTRA, ANTOINE TAMESTIT & SIR JOHN ELIOT GARDINER Mozart: Sinfonia Concertante
Termine: 20.–30. 01. 2023 > 13
ALEXANDER MELNIKOV, HEINZ HOLLIGER & KAMMERORCHESTER BASEL Schumann: Ouvertüre zu „Genoveva“ Schumann: Introduktion und Allegro appassionato für Klavier und Orchester G-Dur op. 92 Schumann: Konzert-allegro mit Introduktion für Klavier und Orchester d-Moll op. 134 Schumann: Drei Romanzen op. 94 Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“
Termine: 19.–30. 11. 2022
JEAN-GUIHEN QUEYRAS & AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK Werke von Leo und Vivaldi
Termine: 9.–19. 03. 2023 > 13
PIOTR ANDERSZEWSKI & KAMMERAKADEMIE POTSDAM Klavierkonzerte von W. A. Mozart
Termine: 1.–12. 02. 2023
ORCHESTER
Kurfürstendamm 211 DE-10719 Berlin
Telefon: +49 (0)30 414 781 710 Fax: +49 (0)30 414 781 713
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TEAM
KARIKATUREN VON MAROINE DIB Geboren 1949 in Syrien. Er hat immer
viel gezeichnet. Lange hat er als Architekt und Bühnenbildner gearbeitet und dabei viele Musiker,
Dirigenten und Sänger aus den Kulissen der Opernbühnen heraus karikiert. 2002 erschien in Salzburg