30.11./01.12.2008 JAMES CONLON JONATHAN BISS JAMES CONLON JONATHAN BISS KLAVIER Sinfonie D-Dur KV...

Click here to load reader

download 30.11./01.12.2008 JAMES CONLON JONATHAN BISS JAMES CONLON JONATHAN BISS KLAVIER Sinfonie D-Dur KV 297

of 11

  • date post

    24-Oct-2020
  • Category

    Documents

  • view

    1
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of 30.11./01.12.2008 JAMES CONLON JONATHAN BISS JAMES CONLON JONATHAN BISS KLAVIER Sinfonie D-Dur KV...

  • SAISON 2008/2009 ABONNEMENTKONZERTE A3 / B3

    JONATHAN BISS JAMES CONLON DIRIGENT JONATHAN BISS KLAVIER

    30.11./01.12.2008

    JAMES CONLON

  • Dirigent:

    Solist:

    WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756 –1791)

    LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770 –1827)

    ALEXANDER ZEMLINSKY (1871 –1942)

    Sonntag, 30. November 2008, 11 Uhr Montag, 1. Dezember 2008, 20 Uhr Hamburg, Laeiszhalle, Großer Saal

    JAMES CONLON JONATHAN BISS KLAVIER

    Sinfonie D-Dur KV 297 „Pariser“ (1778)

    I. Allegro assai II. Andante III. Allegro

    Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19 (1790 –1798)

    I. Allegro con brio Kadenz: Ludwig van Beethoven

    II. Adagio III. Rondo. Molto allegro

    Pause

    „Die Seejungfrau“ Phantasie für Orchester (1902/1903)

    I. Sehr mäßig bewegt II. Sehr bewegt, rauschend III. Sehr gedehnt, mit schmerzvollem Ausdruck

    Einführungsveranstaltung am 01.12.2008 um 19 Uhr mit Habakuk Traber im E-Saal der Laeiszhalle.

    30.11.2008, 11 bis ca. 13 Uhr: Mit-Mach-Musik am Sonntagmorgen (für Kinder ab 5 Jahre). Karten im NDR Ticketshop; weitere Informationen unter www.ndrsinfonieorchester.de

    Das Konzert vom 30. November 2008 wird live auf NDR Kultur gesendet.

    03

    Die Konzerte des NDR Sinfonieorchesters hören Sie auf NDR Kultur.

    Fo to

    {M }:

    G ra

    y, W

    ol fe

    , W ol

    f | g

    et ty

    im ag

    es

    Hören und genießen

    In Hamburg auf 99,2

    Weitere Frequenzen unter ndrkultur.de

    AZ_KulturSee_SO_148x210_HH.indd 1 23.10.2007 18:11:02 Uhr

  • 0504

    DIRIGENT

    James Conlon, 1950 in New York geboren, studierte

    an der renommierten Juilliard School und debü-

    tierte mit 24 Jahren beim New York Philharmonic

    Orchestra. Seitdem hat er nahezu jedes bedeuten-

    de Orchester der Vereinigten Staaten und Kanadas

    dirigiert und war über einen Zeitraum von 30 Jah-

    ren regelmäßiger Gastdirigent an der Metropolitan

    Opera. James Conlon hat gegenwärtig das Amt

    des Music Director der Los Angeles Opera inne, ist

    Music Director des Ravinia Festivals, der Sommer-

    residenz des Chicago Symphony Orchestra, und

    tritt im Jahr 2009 seine 30. Spielzeit als Music

    Director des Cincinnati May Festivals an. Conlon

    war Principal Conductor der Opéra National de

    Paris (1995–2004), Generalmusikdirektor der

    Stadt Köln (1989–2002) und Music Director der

    Rotterdamer Philharmoniker (1983–1991). In der

    Saison 2008/2009 dirigiert er u.a. erstmals den

    vollständigen Zyklus von Wagners „Der Ring des

    Nibelungen“ an der Los Angeles Opera sowie

    Puccinis „Il Trittico“ unter der Regie von Woody

    Allan und William Friedkin. Weiterhin führt Conlon

    hier mit der Premiere von Walter Braunfels’ Oper

    „Die Vögel“ sein Projekt „Recovered Voices“ fort,

    bei dem er sich den Werken von Komponisten

    wid met, die von den Nationalsozialisten unterdrückt

    und verfolgt wurden (u.a. Zemlinsky, Ullmann,

    Haas, Weill, Korngold, Hartmann, Schulhoff und

    Krenek). Darüber hinaus leitet James Conlon in der

    laufen den Spielzeit das Chicago Symphony Or ches -

    tra beim Ravinia Festival, das Philadelphia Orches-

    tra sowie San Francisco Symphony, Detroit Sym-

    phony und Los Angeles Philharmonic Orchestra.

    In Europa stehen Gastdirigate u.a. bei den Rotter-

    damer Philharmonikern und bei der Russischen

    National philharmonie in Moskau an. James Conlon,

    Ehrendoktor der Juilliard School, wurde u.a. von

    der American Liszt Society ausgezeichnet und

    erhielt den Premio Galileo 2000 Award, den Inter-

    nationalen Alexander Zemlinsky-Preis sowie den

    Crystal Globe Award von der Anti-Defamation

    League für seinen Einsatz für das Werk von Kom-

    ponisten, die im Dritten Reich verfolgt wurden.

    1996 ernannte ihn der französische Kulturminis-

    ter zum Officier dans l’Ordre des Arts et des

    Lettres, im Jahr 2002 wurde er mit dem Légion

    d’Honneur, der höchsten Auszeichnung Frank-

    reichs, geehrt.

    JAMES CONLON

    DIRIGENT

    JONATHAN BISS KLAVIER

    Schon früh hat sich der junge amerikanische Pia-

    nist Jonathan Biss einen internationalen Ruf als

    herausragender Musiker erworben. Sein weltwei-

    ter Erfolg gründet auf sei nen Orchesterkonzer ten

    und Soloabenden in Nord amerika und Europa

    und nicht zuletzt auf den CD Veröffentlichungen,

    welche von Presse (Dia pason d’Or de l’Année,

    Edison Award) und Pu bli kum mit großem Zuspruch

    aufgenommen werden. Biss hat mit bedeutenden

    Dirigenten wie Alsop, Barenboim, Conlon, Daus-

    gaard, Davies, Levine, Maazel, Marriner, Slatkin,

    Tilson-Thomas, Zukerman und Zinman gearbeitet.

    Er gastiert bei den großen Orchestern der USA wie

    Boston Symphony, Metropolitan Opera Orchestra,

    Chicago Symphony, Pittsburgh Symphony, Los

    Angeles und New York Philharmonic, The Phila-

    delphia Orchestra und San Francisco Symphony

    Orchestra. In Europa konzertierte er u.a. mit dem

    BBC Symphony, dem BBC Philharmonic, dem

    DSO Berlin, dem Gulbenkian Or chestra, dem WDR

    Sinfonieorchester, den Rotterdamer Philharmoni-

    kern, dem Tonhalle Or chester Zürich, den Münchner

    Philharmonikern so wie mit der Staatskapelle Berlin.

    In der Saison 2007/2008 trat Biss mit der Camera-

    ta Salzburg unter Sir Roger Norrington in Salzburg,

    Wien und Graz auf, mit den Bamberger Symphoni-

    kern und Leonard Slatkin, mit dem Budapest Fes-

    tival Orchestra, sowie im Rahmen einer Deutsch-

    land-Tournee mit der Academy of St. Martin in the

    Fields. Er ist regelmäßiger Gast in den bedeu-

    tendsten Sälen in den USA und Europa und tritt

    bei renommierten Festivals auf (Salzburger und

    Luzerner Festspiele, Salzburger Mozartwochen,

    Schleswig-Holstein Musik Festival, Beethovenfest

    Bonn, Verbier Festival). In der Saison 2008/2009

    ist Biss u.a. beim London Philharmonic zu Gast.

    Weiterhin begleitet er das Orpheus Chamber

    Orchestra bei einer Europa-Tournee. Jonathan Biss

    entstammt in dritter Generation einer Musiker-

    familie: Für seine Großmutter, Raya Garbousova,

    schrieb Samuel Barber sein Cellokonzert, seine

    Eltern, Miriam Fried und Paul Biss, sind Violinisten.

    Er ist Preisträger des Gilmore Young Artistic Award

    (2002), des Borletti-Buitoni Trust Award (2003)

    und des Leonard Bernstein Award (2005). Biss

    war der erste und bislang einzige Amerikaner,

    der für das „BBC New Generation Artist scheme“

    ausgewählt wurde.

    SOLIST

  • 06 07

    PROGRAMMPROGRAMM

    Die 1778 komponierte „Pariser Sinfonie“ bildet den

    Auftakt zu Mozarts großen Sinfonien der späteren

    Jahre. Sie ist ein Werk des Übergangs, mit dem ein

    neues Kapitel der sinfonischen Gattungsgeschichte

    aufgeschlagen wird – ein Werk, das Mozarts Suche

    nach bisher ungeahnten Möglichkeiten bezüglich

    Form, Klangfarbe und Ausdruck eindrucksvoll do -

    kumentiert. Bereits die Besetzung mit je zwei Flö-

    ten, Oboen, Klarinetten, Fagotten, Hörnern, Trompe-

    ten sowie Pauken und Streichern übersteigt das

    Maß aller bis dahin entstandenen Mozart-Sinfonien.

    Und ihr musikalischer Charakter vereint den bis-

    herigen Stil des Komponisten mit theatralischen

    Momenten, repräsentativer Haltung und monumen -

    taler Gestik. Dass Mozart die Suche nach Neuem

    nicht leicht gefallen ist, belegt das Manuskript,

    in dem man kaum eine Seite findet, auf der nicht

    gestrichen, radiert oder ver bessert wurde.

    Gelang es Mozart, mit seiner „Pariser Sinfonie“ in

    neue sinfonische Ausdrucksbereiche vorzudringen,

    versuchte Ludwig van Beethoven in dem B-Dur-

    Klavierkonzert op. 19 (seinem fälschlicherweise

    als Nr. 2 bezeichneten ersten gültigen Werk dieses

    Genres) ein neues und individuelles Formkonzept

    zu schaffen, das sich, um der Gefahr einer bloßen

    Stilkopie zu entgehen, von den bekannten Konzert-

    Modellen Mozarts unterscheiden sollte. Dass auch

    Beethoven hierbei auf eine Vielzahl von Problemen

    stieß, belegt die lange Werkgenese: Das Konzert

    entstand um 1790 in Bonn in einer anderen als der

    überlieferten Form, wurde drei Jahre später, kurz

    nachdem sich Beethoven in Wien niedergelassen

    hatte, ein erstes Mal überarbeitet, anschließend

    jedoch nicht veröffentlicht. (Erst nach dieser Zeit,

    nämlich 1794/1795 entstand das als Nr. 1 be zeich-

    nete C-Dur-Klavierkonzert op. 15; zur chronologisch

    un korrekten Zählung und Opuszahl kam es, da

    dieses Werk früher im Druck erschien als das Kon-

    zert in B-Dur.) Während weiterer Revisionen in den

    Jahren 1794/1795 entschloss sich Beethoven, das

    ur sprüngliche Schluss-Rondo (WoO 6) durch jenes

    Finale zu ersetzen, das dann auch in die endgülti ge

    Gestalt des Werkes einging. Und wieder drei Jahre

    später entstand die große durchführungsartige

    Kadenz zum ersten Satz, bevor das Konze