6. Unternehmer-Fachgespräch Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Unna

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Betriebliche Altersversorgung für Mittelständler und deren Arbeitnehmer Dipl.-Math. Peter Bredebusch Aktuar DAV / IVS Sachverständiger für betriebliche Altersversorgung. 6. Unternehmer-Fachgespräch Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Unna Fröndenberg, 13.03.2003. Gliederung. - PowerPoint PPT Presentation

Transcript of 6. Unternehmer-Fachgespräch Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Unna

Möglichkeiten der Entgeltumwandlung im Rahmen der fünf Durchführungswege Peter Bredebusch LVM Lebensversicherungs-AG Fröndenberg, 13.03.2003
© Peter Bredebusch
Lösungsmodelle
Arbeitnehmer kann vom Arbeitgeber Entgeltumwandlung verlangen
Anspruchsobergrenze: 4 % der BBG
BBG 2002: 54.000 €
Arbeitgeber bestimmt den Durchführungsweg und den Anbieter
Bietet der AG weder Pensionskasse noch Pensionsfonds an, so kann der AN eine Direktversicherung verlangen!
Pensions- kasse
Pensions- fonds
Direktver- sicherung
© Peter Bredebusch
Durchführung über Unterstützungskasse oder arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage auch möglich, wenn Einigkeit besteht.
In einem Kollektiv wird es selten gelingen, alle Arbeitnehmer zu einer Entgeltumwandlung mit einer U-Kasse oder Pensionszusage zu bewegen;
Höchstanspruch 4 % der BBG wird nicht immer ausgeschöpft;
Folge: Einzelne Arbeitnehmer können stattdessen oder zusätzlich einen anderen Durchführungsweg verlangen!
Vorrangstellung der DV / Nachteil bei § 3 63
© Peter Bredebusch
„Soweit eine durch Entgeltumwandlung finanzierte betriebliche Altersversorgung besteht, ist der Anspruch des AN auf Entgeltumwandlung ausgeschlossen“.
Folge:
Besteht eine Entgeltumwandlung auch über U-Kasse oder Pensionszusage, so kann bis zu dieser Höhe kein Anspruch auf Entgeltumwandlung geltend gemacht werden.
Für darüber hinaus gehende Ansprüche (bis 4 % der BBG) bleibt der Anspruch bestehen.
© Peter Bredebusch
Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung
Mindestbetrag für Entgeltumwandlung:
Jährlich mindestens 1/160 der Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV,
in 2002: 1/160 von 28.140 € = 175,88 €
Arbeitgeber kann gleichbleibende monatliche Beträge verlangen, wenn der Arbeitnehmer Teile des regelmäßigen Entgelts verwendet
Tarifvorbehalt
Förderfähig nach den §§ 10a, 82 EStG sind Pensionsfonds, Pensionskasse und Direktversicherung
Genau auf diese förderfähigen Durchführungswege besteht der Anspruch auf Entgeltumwandlung
Arbeitnehmer kann dann sogar verlangen, daß die Voraussetzungen für eine Förderung nach den §§ 10a, 82 EStG erfüllt werden, soweit er einen Anspruch auf Entgeltumwandlung hat.
© Peter Bredebusch
Beispiel 1:
Der AN hat noch keine Entgeltumwandlung und möchte 525 € jährlich in eine Riester-geförderte BAV umwandeln.
Der AG kann das Verlangen nicht abweisen, will jedoch weder Pensionsfonds noch Pensionskasse anbieten.
Er muß eine Direktversicherung anbieten. Der AG will diese pauschal versteuern, um Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.
Der AN verlangt die Riester-Förderung. Eine Pauschalversteuerung ist dann nicht möglich.
© Peter Bredebusch
Beispiel 2:
Der AN hat noch keine Entgeltumwandlung und möchte 3000 € jährlich in eine arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusage umwandeln.
Der AG willigt freiwillig ein.
Der AN verlangt kurz danach eine BAV mit Riester-Förderung.
Der AG muß diesem Verlangen nicht nachgeben, da bereits bis zur Obergrenze eine durch Entgeltumwandlung finanzierte BAV besteht.
© Peter Bredebusch
ggf. externe Finanzierung (häufig Rückdeckungsversicherungen),
dann auch Aktivierung;
AG muß ggf. nachschießen
Der Höhe nach nur durch die Angemessen- heitsgrenze (75 % des Gehaltes) beschränkt.
Rückstellungsbildung neu geregelt
Nur Leistungszusagen
Finanzierung der Zusage durch die U-Kasse, i.d.R. Finanzierung über Rückdeckungsversicherungen
Der Höhe nach durch die Angemessen- heitsgrenze (75 % des Gehaltes) beschränkt
sowie (als soziale Einrichtung) Höchstbeträge gemäß § 3 KStDV (Altersrente jährlich 25.770 €)
§ 3 KStDV in Verbindung mit § 2 KStDV (dort stehen die Beträge)
© Peter Bredebusch
Leistungszusage oder Beitragszusage mit Mind.
Ausfinanzierung der Zusage durch den Versicherungsvertrag
Bei geeigneter Gestaltung kein Nachfinanzierungsrisiko des AG
Der Höhe nach durch die steuerlichen Grenzen beim AN beschränkt, aber individuelle Besteuerung möglich
© Peter Bredebusch
Leistungszusage oder Beitragszusage mit Mind.
Ausfinanzierung der Zusage durch den Versicherungsvertrag
Bei geeigneter Gestaltung kein Nachfinanzierungsrisiko des AG
Der Höhe nach durch die steuerlichen Grenzen beim AN beschränkt, aber individuelle Besteuerung möglich
© Peter Bredebusch
Leistungszusage oder Beitragszusage mit Mind.
Liberalere Kapitalanlagevorschriften
ggf. Nachfinanzierungsrisiko des AG
Der Höhe nach durch die steuerlichen Grenzen beim AN beschränkt
© Peter Bredebusch
Interne/externe Finanzierung
Umwandlung in arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung sinnvoll
Bei PK und § 3 (63) EStG nicht Sondergehalt nötig
© Peter Bredebusch
Kapitalabfindung
Riester-Förderung
Sozialversicherungsfreiheit
Rendite
Umwandlung in arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung sinnvoll
Bei PK und § 3 (63) EStG nicht Sondergehalt nötig
© Peter Bredebusch
Nicht bei Direktversicherung / Pensionskasse
Anpassungsverpflichtung
(Beitragszusage mit Mindestleistung)
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Der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
daher besonders große Versorgungslücken!
Private oder betriebliche Absicherung gegen Alter, Invalidität und Tod nötig!
Betriebliche Altersversorgung wird steuerlich stark gefördert, ist allerdings mit Einschränkungen verbunden.
© Peter Bredebusch
Der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
Direktversicherung: möglich bis 1.752 €
Pensionsfonds: möglich bis 2.448 €
Pensionskasse: wie PF / Direktvers.
© Peter Bredebusch
Auch Riester-Förderung ist nicht unbedingt von Vorteil
Beim Arbeitnehmer abhängig von Gehalt, Familienstand, Kindern, Einkünften im Alter, Versorgungsbedarf
Beim Arbeitgeber abhängig von Bilanzierung, Kosten, Risiken
Kombination der Vorteile verschiedener Durchführungswege oft sinnvoll