737 Cockpit Erkl¤rung

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    17-Nov-2015
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  • 00: Aft Overhead Panel

    Kleines Wrterbuch:IRS: Inertial Reference System. Trgheitsnavigation. Eine Ansammlung von Kreiseln (Mechanisch oder Laser, je nach Hersteller und Ausfhrung) die die Position des Flugzeugs ermitteln. Genauer gesagt die Positionsvernderung seit dem Hochlaufen des Systems.LE: Leading Edge. Flaps und Slats. Klappen und Tragflchenverlngerungen, die man ausfahren kann um mehr Auftrieb zu bekommen. Erzeugen einiges an Luftwiederstand und verlangsamen so das Flugzeug, geben aber zusammen knapp 150% mehr Auftrieb.Stall: Flugzustand, bei dem die Tragflchen ber einen gewissen Winkel gegenber der anstrmenden Luft eingenommen haben, sodass sie kein Auftrieb mehr erzeugen knnen.Thrust Lever: Schubhebel. Die fetten Griffe in der Mitte des Cockpits. Eine der ganz wenigen Einrichtungen, die nur einmal im Flugzeug vorhanden ist.

  • Thrust Reverser: System an den Triebwerken, welches den Schub nicht mehr nach hinten, sondern schrg nach vorne leitet.

    1: Audio Selector Panel

    Hiermit kann ein evtl. mitfliegender dritter Mann im Cockpit auswhlen, welche Quelle er auf seinen Kopfhrern haben will und wohin das geht, was er in sein Mikro spricht. Davon gibt es noch zwei weitere auf dem Aft Electronics Panel fr den Piloten und seinen Nebenmann.

    2: IRS Bedienpanel

    Hiermit kann man beiden IRS das Startkommando geben, denen sagen wo man gerade ist, welche Route man gedenkt zu fliegen, wie weit es bis zum nchsten Wegpunkt ist und und und. Da soein Flugzeug alles doppelt hat, gibts hiervon auch zwei. Die Auswahl geschieht mit Nr. 7. Die genaue Funktion dieses Gertes kann man im Anhang A nachlesen.

    3: Engine Power Management Control

    Die beiden Lampen darber zeigen eventuelle Fehler des Thrust Reversers an. Die Schalter, legen die PMC lahm. Dies ist ein System, welches den Spritfluss im Triebwerk schneller und feiner dosiert wie wie die Thrust Lever allerdings nicht ber das ganze Drehzahlband eingreifen kann. Besonders im Steig- / Sinkflug kommt es durch Turbulenzen gerne mal zu greren Geschwindigkeitsnderungen, die dieses System bequem ausbgeln kann. Ausserdem muss fr eine Korrektur ber dieses System die Thrust Lever nicht bewegt werden.

    4: Flightrecorder Test Switch

    Hiermit kann der Flight Recorder in ein Modus umgeschaltet werden, der es erlaubt div. Wartungsarbeiten oder ein komplettes auslesen zu ermglichen. Dieser Schalter ist auer Gefecht, sobald ein Triebwerk luft.

    Daneben ist der Taster frs Mach Airspeed Warning System. Dies dient dazu, dem Piloten zu hohe Geschwindigkeiten zu melden. Dazu wird die Geschwindigkeit der Pitotrohre benutzt um bei berschreiten ein ordentlich lautes KLACK KLACK KLACK Signal auszugeben. Da soetwas durchaus wichtig sein kann und man hier wiedermal auf die Pitotrohre zurckgreifen muss, ist das System doppelt ausgelegt und so hat man auch je ein Taster fr jedes System.

    5: Service Interphone Switch

    Damit kann man die Kommunikation zwischen dem Cockpit und den auen angebrachten Kopfhrerbuchsen fr die Groundcrew unterbinden.

    6: LE (Leading Edge) Devices

    Zeigt die grobe Stellung des Klappen an und ob diese noch in Bewegung oder am Anschlag sind.Die Slats an der Vorderkante haben nur drei Stellungen: Eingefahren, halb und voll. Die Flaps hinten haben jedoch eine eingefahrene und acht verschiedene ausgefahrene Positionen. Dies wrde den Umfang dieses Panels sprengen, daher gibts nur eine Lampe fr die Bewegung und eine fr die ausgefahrene Stellung, welche von den acht das auch immer sein mag.

    7: Hiermit kann man bestimmen, welches der IRS man mit dem Panel aus 2 gerade bedienen will und in welchem Modus. Nheres im Anhang A

  • 8: Druckanzeige fr den Sauerstoffvorrat frs Cockpit. Das Cockpit hat ein eigenen Sauerstoffvorrat, da dieser auch benutzt wird, wenn Rauch im Cockpit auftaucht oder durch ein Druckabfall Nebel auskondensiert. Daher ist fr die Jungs da vorne eine Extraflasche Sauerstoff reserviert.

    9: Pass Oxygen SwitchEin rumspielen an diesem Schalter erzeugt im Flug sofortige Panik: Whrend der in Stellung Normal den Druck in der Kabine berwacht und ab einer Kabinenhhe von 14.000ft die Masken auslst, lsst der auf On die Masken in der Kabine sofort runterfallen. Macht auch Spa, wenn die Maschine gerade 5min vorm Boarding ist.

    10: Stall Warning TestGanz frher (so um 1920) hat ein Flugzeug, welches kurz vorm Strmungsabriss stand heftige Vibrationen an das Steuerhorn vom Piloten gegeben. Dies ist heute durch die Masse, die Servos und das Flchendesign weitgehend eliminiert, obwohl sowas ja eine relativ gute Idee ist. Sollte ein Flugzeug in diesen Zustand kommen, gibt es ein System, welches das erkennt und von sich aus die Steuersule beben lsst. Mit dieses Tastern kann man das testen.

    11: Dome Light SwitchLichtschalter. Da dieser Schalter so ziemlich der erste ist, den man im Cockpit erreicht, ist es sinnvoll, wenn der auch selbiges erst einmal illuminiert. Die Lampen dazu sind an der Rckwand des Cockpits angebracht.

    12 Alternate Flight Controls

    Kleines Wrterbuch:Spoiler: Auch bekannt als Luftbremse. Klappe, die sich nach dem Aufsetzen fast senkrecht stellt und somit den Auftrieb der Tragflche kaputt macht und ein ordentlichen Luftwiederstand bietet.Yaw Damper: Hochachsen Dmpfer. Bei Jets gibt es das Problem, dass die zum schlingern neigen. Dagegen gibt es eben dieses System, was das Schlingern sehr wirkungsvoll unterbindet.Flaps / Slats: Landeklappen / Auftriebshilfen. Slats sind an der Tragflchen Vorderkante, Flaps dahinter.Mach: Geschwindigkeitseinheit: Ein Mach ist immer exakt Schallgeschwindigkeit. Das heisst nicht, das dies immer 1200km/h sind. Die Schallgeschwindigkeit ndert sich gewaltig mit der Aussentemperatur. Je klter umso langsamer.

  • FLT Control: Standby Rud: System berwacht den Druck in Hydrauliksystem A und B und springt selbststndig an, wenn beide Drcke unter 1000PSI (~70 Bar) fallen. Aktiviert das Standby Hydraulic System. Normalzustand ist, dass ber System A und / oder B alle Flchen angesteuert werden. Das Standby System steuert nurnoch Seiten- Hhen- und Querruder, bei einigen 737 auch den Thrust Reverser. Angetrieben wird das Standbysystem entweder durch eine der Triebwerkspumpen oder elektrisch ber die Batterie.

    Der vergleichbare Schalter in einem Airbus wirft die RAT raus, eine Windturbine, an der eine Hydraulikpumpe angebracht ist. Mit dem Hydraulikdruck kann dann auch ber ein Hydraulikmotor Strom erzeugt werden.

    Anzeigelampen: Low Pressure und Low Quantity. Zeigt zu geringen Druck bzw. zu geringe Menge Hydraulikl im Standbysystem an.

    Roter Schalter: Alternate Flaps (Off / Arm): Alternative Bettigung der Landeklappen. Damit wird bei Ausfall der Hydraulik die Landeklappenbettigung auf elektrisch umgestellt und mit dem kleinen Schalter (Up/Off/Down) eingestellt. Dauert wesentlich lnger. Auf Arm wird der Druck berwacht und bei Unterschreitung von 1000PSI (~70 Bar) die elektrische Bettigung aktiviert. Gleichzeitig geht die Gelbe Low Pressure Lampe an. Normalzustand Alternate Flaps: Arm. Normalzustand Control Switch: Off. Federt aus Up / Down in diese Position zurck.

    Spoiler (On / Off): Damit kann man die Spoiler (Speedbrakes) totlegen. Getrennt nach innere- (A) und ussere Spoiler (B). Normalzustand: On

    Yaw Damper (On / Off ): Es gibt bei Flugzeugen den Effekt, dass die im ganz normalen Geradeausflug in ein begrenztes Schlingern geraten, die sog. Dutch Roll. Dagegen hilft der Yaw Damper, eine Einrichtung, die diesem Effekt entsprechend gegensteuert. Sollte diese Automatik mal irgendwie falsch reagieren, kann man die mit diesem Schalter abstellen. Normalzustand. On

    2 EVAC Panel, System Allocation Panel

    Command: Aufklappen, Schalter umlegen und schon bricht Panik aus, weil eine freundliche Stimme verlauten lsst, dass gerade das Flugzeug abgestrzt ist. War das dann doch ein Fehlalarm, kann man am Horn Shutoff ziehen um wenigstens die Trte abzuschalten.Evac: Blinkt dann auch frhlich vor sich hin. Kann man auch drcken um diesen Vorgang zu testen.

    VHF NAV: UKW-Navigationssystem. Das System, was die relative Position zu den

  • Bodenfunkfeuern (VOR und DME) feststellt. EFI: Electronic Flight Instrument System: System zur Visualisierung von Flugzeug, Positions, Wetter und Triebwerksdaten.IRS: Inertial Reference System: Trgheits Navigations System. System zum Feststellen der aktuellen Geo-Position des Flugzeugs. Wird vorm Start mit der Position gefttert und errechnet aus den Positionsnderungen seit dem die aktuelle Position.

    Von diesen Systemen gibt es jeweils eines fr die beiden Pltze vorne. Ist eines davon defekt, kann der Nebenmann mithilfe dieses Schalters die Daten seines Nebenmannes bekommen.

    3 Fuel

    Kleines Wrterbuch:Crossfeed: Kreuzverbindung. Zumeist sind die Systeme im Flugzeug in ein rechtes und ein linkes getrennt. Wenn eine Seite ausfllt, kann man mit einem Crossfeed die andere Seite mitversorgen. Gilt auch fr Pressluft und Hydraulik.

    Blaue Lampen Rechts / Links vom Rundinstrument: Fuel Valve closed. Leuchtet auf, sobald das Triebwerk sich entschieden hat, das Spritventil zu schliessen. Kann der Pilot auch provozieren, indem er die Start Lever gleich hinter den Schubhebeln auf Cutoff schiebt.

    Rundinstrument: Fuel Temp. Zeigt die Temperatur im Tank 1 (links)

    Lampe Filter Bypass: Wenn der Spritfilter vor dem Triebwerk verstopft ist, geht eine Bypassleitung auf und eben diese Lampe an.

    Valve Open light (ber dem Cross-Feed Switch): Zeigt den Status des Crossfeed Valve an. Im Normalfall ist das Fuelsystem im Betrieb in ein rechtes und ein linkes System getrennt. Es kann aber auch mal ntig sein, diese Systeme zu verbinden, um z.b. beide Triebwerke aus dem linken Tank zu versorgen. Dann muss man nur den Crossfeed Switch querlegen und die nichtgewnschten Pumpen abschalten. Diese Lampe ist im geschlossenen Zustand a