928 Managerinnen- Barometer mAnAgerinnen-BArometer: unternehmen diw wochenbericht nr. 3.2013 3 Trotz

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  • DIW Wochenbericht WIrtschaft. PolItIk. WIssenschaft. Seit 1928

    20 13

    Managerinnen- Barometer 2013

    3

    Bericht von Elke Holst und Julia Schimeta

    Frauenanteil in Topgremien großer Unternehmen in Deutschland nimmt geringfügig zu – DAX-30-Unternehmen mit größerer Dynamik 3 interview mit Elke Holst

    »Frauen in Spitzengremien: Leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr« 15 Bericht von Elke Holst und Julia Schimeta

    Finanzsektor: Männliche Dominanz in Top-Entscheidungsgremien bleibt erdrückend 16 Am Aktuellen rAnd Kommentar von Claudia Kemfert

    Goldgräberstimmung: Erdgas zu niedrigen Preisen bald auch in Deutschland? 28

  • Impressum Der WochenberIcht Im Abo

    rückblenDe: Im WochenberIcht vor 50 JAhren

    DIW Wochenbericht WIrtschaft. PolItIk. WIssenschaft. Seit 1928

    20 1120

    Chancen der Energiewende

    BerIcht von Claudia Kemfert und Thure Traber

    Atom-Moratorium: Keine Stromausfälle zu befürchten 3 IntervIeW mit Claudia Kemfert

    »Die Lichter gehen nicht aus« 7 BerIcht von Jürgen Blazejczak, Frauke G. Braun, Dietmar Edler und Wolf-Peter Schill

    Ökonomische Chancen und Struktureffekte einer nachhaltigen Energieversorgung 8 BerIcht von Karsten Neuhoff

    Öffnung des Strommarktes für erneuerbare Energien: Das Netz muss besser genutzt werden 16 am aktuellen ranD Kommentar von Gert G. Wagner

    Atomausstieg: Deutschland kann ein Vorbild werden 24

    DIW Berlin — Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. Mohrenstraße 58, 10117 Berlin T + 49 30 897 89 – 0 F + 49 30 897 89 – 200

    80. Jahrgang

    16. Januar 2013

    DIW Wochenbericht Nr. 3.2013

    Herausgeber Prof. Dr. Pio Baake Prof. Dr. Christian Dreger Dr. Ferdinand Fichtner Prof. Dr. Martin Gornig Prof. Dr. Peter Haan Prof. Dr. Claudia Kemfert Karsten Neuhoff, Ph.D. Prof. Dr. Jürgen Schupp Prof. Dr. C. Katharina Spieß Prof. Dr. Gert G. Wagner Prof. Georg Weizsäcker, Ph.D.

    Chefredaktion Dr. Kurt Geppert

    Redaktion Renate Bogdanovic Sebastian Kollmann Dr. Richard Ochmann Dr. Wolf-Peter Schill

    Lektorat Prof. Dr. Mechthild Schrooten

    Textdokumentation Lana Stille

    Pressestelle Renate Bogdanovic Tel. +49 - 30 - 89789 - 249 presse @ diw.de

    Vertrieb DIW Berlin Leserservice Postfach 7477649 Offenburg leserservice @ diw.de Tel. 01805 – 19 88 88, 14 Cent /min. ISSN 0012-1304

    Gestaltung Edenspiekermann

    Satz eScriptum GmbH & Co KG, Berlin

    Druck USE gGmbH, Berlin

    Nachdruck und sonstige Verbreitung – auch auszugsweise – nur mit Quellen- angabe und unter Zusendung eines Belegexemplars an die Serviceabteilung Kommunikation des DIW Berlin (kundenservice@diw.de) zulässig.

    Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier.

    Jede Woche liefert der Wochenbericht einen unabhängigen Blick auf

    die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der Welt. Der Wochen-

    bericht richtet sich an Führungskräfte in Politik, Wirtschaft und Gesell-

    schaft – mit Informationen und Analysen aus erster Hand.

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    Abbestellungen von Abonnements spätestens sechs Wochen vor Laufzeitende

    Steigender Kapitaleinsatz als Mittel landwirtschaftlicher Leistungssteigerung Seit Beendigung der Periode großer Nahrungsmittelknappheit nach dem Kriege steht die deutsche Landwirtschaft vor der Aufgabe, sich auf völlig neue Gegeben- heiten einzustellen. Da in den übrigen Bereichen der Güterproduktion eine rasche Verbesserung der Produktionsmethoden mit daraus resultierendem Pro- duktivitäts- uns Einkommensanstieg vor sich geht, sind auch in der deutschen Landwirtschaft verstärkte technisch-ökonomische Fortschritte erforderlich. Diese müssen hier wie in den übrigen Bereichen der Volkswirtschaft in einer Senkung der Realkosten je Produktionseinheit, vor allem also in einer Verminderung des spezifischen Arbeitsaufwandes, bestehen. Während die Produktion der Land wirt- schaft 1960 um 42 vH über dem Stand des Jahres 1950 lag, ist ihr Arbeitskräfte- bestand (Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, und Arbeitnehmer) in dieser Zeitspanne um 25 vH gesunken; dies ist gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Produktion je in der Landwirtschaft Tätigkeiten um 88 vH.

    Wenn trotz dieser, isoliert betrachtet, eindrucksvollen Leistungssteigerung die Kritik an der Landwirtschaft nicht verstummt, so deshalb, weil diese Verbesserungen mit erheblichen öffentlichen Zuschüssen und – aufgrund eines gegenüber ausländischer Konkurrenz weitgehend geschützten und daher überhöhten Binnenpreisniveaus für Agrarprodukte – aus Mitteln der Konsumenten sehr teuer bezahlt worden sind.

    aus dem Wochenbericht Nr. 3 vom 18. Januar 1963 “ 2

  • mAnAgerinnen-BArometer: unternehmen

    DIW Wochenbericht Nr. 3.2013 3

    Trotz der Selbstverpflichtung der Wirtschaft zu mehr Frauen in Führungspositionen waren 2012 nur vier Prozent aller Vorstands- und fast 13 Prozent aller Aufsichtsratssitze in den Top-200-Unter- nehmen in Deutschland von Frauen besetzt. Dies entspricht einem Anstieg von jeweils einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. Bei den DAX-30-Unternehmen, die im Fokus des öffentlichen Inte- resses stehen, lag der Frauenanteil Ende des Jahres immerhin bei fast acht Prozent in den Vorständen (+4,1 Prozentpunkte gegen- über dem Vorjahr) und bei gut 19 Prozent in den Aufsichtsräten (+3,7 Prozentpunkte). Bei den meist kleineren Unternehmen mit Bundes beteiligung lag der Anteil mit gut elf Prozent Frauen in den Vorständen und fast 20 Prozent in den Aufsichtsräten etwas höher. Insgesamt stellen die Arbeitnehmervertreterinnen nach wie vor die Mehrheit unter den Frauen in den Aufsichtsräten. In keiner der untersuchten Unternehmensgruppen konnte das Überwiegen der Männer aufge brochen werden. Dazu war das Ausgangsniveau zu niedrig und die Dynamik zu gering. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland hinsichtlich des Frauenanteils im höchsten Ent- scheidungsgremium von börsennotierten Unternehmen den sechs- ten Rang ein. Dies belegt einerseits, dass auch in anderen Ländern grundsätzliche Schwierigkeiten für Frauen bestehen, in Leitungspo- sitionen zu gelangen. Andererseits geht die recht günstige Positi- onierung auch darauf zurück, dass für den europäischen Vergleich einzig die Aufsichtsräte der DAX-30-Unternehmen herangezogen werden. Die Fokussierung auf Aufsichtsräte von DAX-30-Unterneh- men zur Beurteilung der Chancen von Frauen in den Spitzengremi- en großer Unternehmen greift jedoch zu kurz.

    Das DIW Berlin untersucht jährlich die Repräsentanz von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen (nachfolgend Vorstände) sowie Aufsichtsräten und Ver- waltungsräten (nachfolgend Aufsichtsräte) der größ- ten Unternehmen in Deutschland.1 In die vorliegen- de Erhebung wurden die nach dem Umsatz größten 200 Unternehmen außerhalb des Finanzsektors einbe- zogen.2 Gesondert wurden die DAX-30-, MDAX-3 und SDAX4-Unternehmen ausgewiesen. Weiterhin wurden 60 Beteiligungsunternehmen des Bundes in die Erhe- bung aufgenommen.

    Für eine differenzierte Betrachtung des Finanzsektors wurden in einem getrennten Artikel im vorliegenden DIW Wochenbericht die Spitzengremien der 100 größ- ten Banken und 61 Versicherungen in Deutschland erhoben und Vergleiche zwischen Instituten mit öf- fentlicher Beteiligung und Privathäusern vorgenom- men.5 Weiterhin wurden die Spitzengremien der Auf- sichts- und Entscheidungs gremien im Finanzbereich auf EU- und Bundesebene in die Betrachtung einbezo- gen. Insgesamt wurden die Spitzen gremien von weit über 500 Unternehmen und Institutionen betrachtet.

    1 Zuletzt im Jahr 2012, vgl. Holst, E., Schimeta, J. (2012): Spitzengremien großer Unternehmen: Hartnäckigkeit männlicher Strukturen lässt kaum Platz für Frauen. DIW Wochenbericht Nr. 3/2012.

    2 Die Auswahl erfolgte auf Basis von Wolters Kluwer Deutschland GmbH: Die großen 500. Deutschlands Top-Unternehmen. November 2012. Die Recherchen zur Besetzung der Spitzengremien der Unternehmen fanden von November bis Ende Dezember 2012 statt. Die Angaben beruhen auf den Selbstdarstellungen der Unternehmen im Internet, den Geschäftsberichten und Jahresabschlüssen 2011, den Veröffentlichungen im Bundesanzeiger sowie auf Anfragen des DIW Berlin bei den Unternehmen.

    3 Die MDAX-Unternehmen folgen nach Marktkapitalisierung und Börsenumsätzen direkt auf die DAX-30-Unternehmen (Mid Caps).

    4 Die SDAX-Unternehmen liegen hinsichtlich der Marktkapitalisierung unterhalb der MDAX-Unternehmen (Small Caps).

    5 Die Ergebnisse finden sich in diesem DIW Wochenbericht unter: Holst, E., Schimeta, J.: Finanzsektor: Männliche Dominanz in Top-Entscheidungs gremien bleibt erdrückend.

    Frauenanteil in Topgremien großer Unternehmen in Deutschland nimmt geringfügig zu – DAX-30-Unternehmen mit größerer Dyn