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    31-May-2020
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  • „Der Siegeszug der digitalen Medien und der Wandel von

    Kommunikation“

    Prof. Dr. Friedrich Krotz Zentrum für Medien-, Kommunikations-

    und Informationsforschung

    Universität Bremen

  • Vorgehen

    1. Medienwandel 2. Ausdifferenzierung von Kommunikation 3. Theorie: Mediatisierung 4. Kern: Internet, Smartphone, Interaktivität 5. Thesen 6. Unternehmerisches Handeln und Internet 7. Warnungen

  • 1. Medienwandel

    • Denken Sie mal an die Lebensverhältnisse vor 50 Jahren –

    • Berücksichtigen Sie, dass fast alle technischen Erfindungen, die heute unsere Leben verändern, schon damals gechaffen wurden

    • Was, meinen Sie, kommt noch auf uns zu?

  • Die digitalen Medienangebote

    • Interaktive Welten (Computerspiele, GPS- Systeme, Hardware- und SoftwareRoboter)

    • mobile kommunikative Vernetzung via Mobil- /Smartphone und entsprechende Geräte

    • globale kommunikative Vernetzung (“Internet”)/Vernetzung aller Artefakte und Verdoppelung im Netz

    • Digitalisierung alter Medien …. • …. Zusammenwachsen ….

  • Neue Inhaltsstukturen, z.B.

    • Medienübergreifende Medienereignisse • den Alltag rhytmisierende Angebote

    (daily news, daily talks, daily soaps, daily sport, Wetter …)

    • Spezifische Gruppenangebote (Teletubbies, Horoskope, Homeshopping, Frauen, Männer, Angler …)

    • medienübergreifende thematische, eng auf soziale Gruppen gerichtete ‘Welten’ (Pokemon, Spiele, etc.)

  • „alte Medien“ mit neuen Funktionen an neuen Orten

    • School TV • Business TV • Place based Media: Point of Sale,

    Einkaufswagen, Fitness Studios • Fernsehen auf Bahnhöfen und U-bahnen,

    in Schaufenstern und Restaurants. In Tanksstellen und ärztlichen Wartezimmern .....

  • Neue Partizipations- und Politikformen

    • Wahlmaschinen, Wahlomat, • Social Software, Wikipedia, illegale

    Downloads, Netzzeitungen, Filesharing • Beurteilungssites • Wikileaks • Flashmobs • Hacker und Cyberwars • Virtuelle Mitgliedschaften • ......

  • Trends

    • Vom Text zu Bild und Ton • Konvergenz der Medien, Crossmedia • Das Individuum lebt in immer komplexeren

    Medien-umgebung • ubiquitär, jederzeit, abrufbar • Lernen via Medien, Informieren via Medien • zukünftige Entwicklungen

  • Wandel der Mediennutzung: tagesaktuelle Medien

    Minuten pro Tag/Mo-So/5-24 Uhr/Personen ab 14 (Mako Studie)

  • Zunahme SilverSurfer (gelegentlich)

    0 10 20 30 40 50 60 70

    1997 2002 2008

    in Prozent

    50-59 Jahre ab 60 Jahre

    Quelle: ARD/ZDF OnlineStudie

  • Komplexe Folgen

    • Es verändern sich auch auf Kommunikation beruhende Entitäten, z.B.

    • soziale Beziehungen, • Wissen um die Welt, Lernen • Gewohnheiten, • soziale Zuordnungen • Politik

  • Wandel sozialer Beziehungen/para- und pseudosoziale Beziehungen

    Individ uum

    Freunde

    Arbeitskollegen

    Mutter

    Partner andere Personen

    andere aus Fankulturen Oder Sportsubkulturen

    Massenmediale Personen: Politiker, James Bond, Thomas Gottschalk

    „interaktive Personen“: mein ich als Avatar, mein Roboterhund, mein personalisiertes Windows

  • Sozialisation/Aufwachsen

    • Die neuen Generationen sind im Hinblick auf Medien ziemlich anders als frühere Generationen

    • und sogar die älteren Menschen verändern sich rapide in ihrem Medienhandeln

    • Die Entwicklung geht weiter, und die Veränderungen im sozialen und kulturellen Bereich werden noch lange und grundlegend weitergehen

  • 2. Ausdifferenzierung von Kommunikation

    • Technische/Soziale Hintergründe: • Digitalisierung, • Computer als Universalmaschine • Vernetzung, Netze, Telekommunikation • Zusammenwachsen von verschiedenen

    Branchen, die auf weltweiten Märkten operieren können

    • Neue Bedürfnisse: Globalisierung, Individualisierung, Ökonomisierung, ....

  • Nicht Substitution, sondern Ausdifferenzierung der Medien

    • Riepl 1913: Neue Medien ersetzen die alten Medien nicht; es handelt sich vielmehr um einen komplexen Differenzierungsprozess (Riepl zu pauschal/was ist ein Medium, eine Innovation?/offene Fragen)

    • Die Funktionen, die die Medien übernehmen, werden immer spezifischer und mehr

    • dadurch werden die Medienumgebungen der Menschen immer vielfältiger und ihre Nutzung immer komplexer

  • Differenzierung von Kommunikation und Medien

    mediatisierte interpersonale Kommunikation

    interaktive Kommunikation

    Produktion/Rezeption (standardisiert,

    allgemein adressiert)

    z.B. Telefon, MMS, Mobiltelefon, Chat, Guestbook, Instant Messenger, Brief, personal Fax, …. Computerspiel, GPS-System, Roboter ….

    Buch, Zeitung, Radio, Fernsehen, Website ,, Sowie neue aktive Formen: Schreiben, youtube, Musik ins Netz stellen ....

  • Urform: Face-to- face-

    Kommunikation

    mediatisierter Alltag, soziale Beziehungen, Identität, Arbeit, Organisationen und Institutionen,

    Kultur und Gesellschaft

    mediatisierte interpersonale Kommunikation

    interaktive Kommunikation

    Produktion/Rezeption (standardisiert,

    allgemein adressiert)

  • Domestizierung

    • Ein neues Medium wird hergestellt • Vertrieben/gekauft • Ausprobiert und angepasst • etabliert: Stabilislierung der Erwartungen

    und Nutzungsbedingungen • propagiert • Verbessert

  • 3. Theorie: Mediatisierung

  • Sozialisation: vier zentrale Institutionen

    Familie Peer group

    Schule/Arbeit Medien

    Kind

  • Heute:

    • Schule und Arbeit • Familie • peer group • Medien

    – die Funktionsweisen aller dieser Institutionen sind ohne Berücksichtigung der Medien heute nicht mehr zu beschreiben oder zu verstehen

  • Aufwachsen in mediatisierten Gesellschaftsformen

    Familie

    Peer group

    Schule/Arbeit

    Kind

  • Aufwachsen in mediatisierten Gesellschaftsformen

    Familie

    Peer group

    Schule/Arbeit

    Kind

  • Konzept: Mediatisierung sozialen Handels, Strukturen,

    Organisationen, Parteien, Unternehmen usw.

  • Mediatisierung:

    • Beobachtbar : Wandel der Medien und der Funktionen, die sie übernehmen (technisch/sozial)

    • Hintergrund: Wandel der Kommunikation und ihrer Formen

    • Konsequenz : Wandel all desssen, was auf Kommunikation beruht: Wissen und Vorstellungen, Aufwachsen und Sozialisation, Alltag und soziale Beziehungen, Politik und Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft, Arbeit und Institutionen, ….

  • Der Metaprozess „Mediatization“

    bezeichnet den sozialen und kulturellen Wandel, der dadurch zustande kommt, dass immer mehr Menschen immer häufiger und differenzierter ihr soziales und kommunikatives Handeln auf immer mehr ausdifferenzierte Medien beziehen und im Zusammenhang mediale Kommunikation und Kommunikation immer wichtiger werden.

  • Felder des Wandels

    • Arbeit, Freizeit, soziale Beziehungen, interkulturelle Beziehungen, Wissen, Sozialisation, Ökonomie, soziale Beziehungen, familiäre Beziehungen, Politik, Handeln von Institutionen, die Medizin, das Recht, die Unterhaltung, die Medieninstitutionen, ziemlich viel vom Rest

    • Langzeitprozesse/Mediensozialisation

  • 4. Zentrum der Entwicklung

    • Netz • Smartphone • Interaktivität

  • Vom Internet zum WEB 2.0

    • technisch/hardwaremäßig • technisch/softwaremäßig

    • sozial/kulturell/Mediengewohnheiten

  • Geschichte des Netzes

    • Militär • Wissenschaft • Freaks und Einzelkämpfer • Privatisierung und Professionalisierung

    • Marktplatz/Unterhaltungs/Informationsnetz und zugleich Netz sozialer Beziehungen

  • WEB 2.0 als soziales Phänomen

    • So denke ich: Weblogs und Podcasts • Das mache ich: Flickr, You Tube … • Das bin ich: Social Networks aller Art – Studi VZ,

    Facebook, Xing • So unterhalte ich mich, davon träume ich: Online

    Computerspiele und virtuelle Welten (World of Warcraft, Second Life)

    • Dazu habe ich was zu sagen: Beurteilungssites (MeinProf.de, MeinArzt.de….)

    • Da will ich beteiligt sein: WIKIs, Wikipedia (Die Enzyklopädisten des 18. Jahrhunderts)

  • Die Gemeinsamkeiten:

    • (technische und software-Voraussetzungen:) „Social Software“

    • Websites, die im wesentlichen von ihren Nutzern getragen und gestaltet werden

    • Nutzer, die in Bezug auf eine Sache und in Bezug zueinander handeln/kommunizieren

    • Ein Interesse der Nutzer, sich an solchen Dingen mit zum Teil viel Aufwand zu beteiligen

    • Neue Organisations- und Geschäftsmodelle bieten sich an/werden nötig

  • www.kids-hotline.de

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