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P.b.b. Erscheinungsort und Verlagspostamt 6020 Innsbruck – 02z030006 M Jahrgang 27 • Ausgabe 1/2011 • Truppenzeitung des Stabsbataillons 6 Fotos: Bundesheer www.bundesheer.at SCHUTZ & HILFE 15 Jahre Partnerschaft Seite 16

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Truppenzeitung StbB 6

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  • P.b.b. Erscheinungsort und Verlagspostamt 6020 Innsbruck 02z030006 M

    Jahrgang 27 Ausgabe 1/2011 Truppenzeitung des Stabsbataillons 6

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  • Sehr geehrte Leserinnen und Leser unserer Truppenzeitung Der Adler, werte Kamera-den des Ruhestandes, Freunde und Gnner des Stabsbataillon 6!Das Jahr 2011 ist bereits beim Erscheinen der ersten Ausgabe unserer Truppenzeitung mit dem 1.Quartal fast vorbei und die ersten Auftrge fr das Stabsba-taillon 6 wurden effektiv und wie immer professio-nell abgearbeitet.Die Schwergewichte des 1. Quartals 2011 sind Krfte fr den 25. Turnus des Assisten-zeinsatzes mit den Milizsoldaten gemein-sam abzustellen; die Ausbildung des Einrckungstermins Februar 2011 gem den geltenden rechtlichen Bestimmungen abzufh-ren; Untersttzungsleistungen fr private Einschreiter zu leisten; Bildung der Lawineneinsatzzge und Untersttzung fr den Weltwirtschafts-gipfel in Davos/Schweiz in logistischer Hinsicht; die bung der 6. JgBrig, Edelwei-Raid, ein in-ternationaler Vergleichskampf der Hochgebirgssol-daten im Groraum Truppenbungsplatz Wattener Lizum und Patscherkofel/Igls, logistisch abzuarbei-ten und die Kaderfortbildung in den Waffengattungen und Erprobungen im Fhrungsuntersttzungsbereich ge-m den Vorgaben auftragsbezogen abzuwicklen.

    Assistenzeinsatz 2011 verlngertDer Assistenzeinsatz fr den 25. Turnus begann fr Teile der Nachschub-, Transport- und fr die Fhrungsuntersttzungskompanie mit 20. Januar und wird mit 17. Mrz, nach knapp achtwchigem Einsatz, beendet sein. Das Stabsbtaillon 6 stellte fr diesen Turnus ein Kompaniekommando, ge-fhrt durch Major Richard Haselwanter, und einen Assistenzug. Hier durften wir wieder Kameraden aus der Miliz zur Untersttzung begren, deren Einsatz diese Gestellung in Teilen erleichtert hat. Wie es derzeit die politische Lage vorsieht und auch durch den Ministerrat beschlossen wurde, wird der Assistenzeinsatz des sterreichischen Bundesheeres in den Bundeslndern Niedersterreich und Burgen-land bis Ende 2011 in teilweise zahlenminimierter Form weitergefhrt werden.

    Lawineneinsatz und WeltwirtschaftsgipfelAuch im Nahbereich wurden Untersttzungen

    durch Krfte des Stabsbataillon 6 durchgefhrt, sei es die Gestellung der Lawineneinsatzzge im Bereich Absam bzw. Hochfilzen oder auch jene fr das sportliche Event und die Ereignisse am Hah-nenkamm, Kitzbhel sowie bei der Nordischen Kombination in Seefeld. Als Kommandant des Stabsbataillons 6 ist mir auch klar, dass in Zeiten, in der die Wehrpflichtdiskussion in der Politik ge-fhrt wird, eine Untersttzung fr die Bewerbe am

    Hahnenkamm nicht unbedingt eine militrische Aufgabenstellung ist, aber ohne die Man-Po-wer des sterreichischen Bundesheeres fr das weltweit bertragene Sportevent, wren die sportlichen Mglichkeiten in Kitzbhel nicht

    in dieser Art denkbar und vielleicht auch nicht durchfhrbar.

    Auch fr den Weltwirtschaftsgipfel 2011 in Davos war die Untersttzung des s-terreichischen Bundesheeres notwendig, von der mobilen Luftraumberwachung ber die terrestrische Bewachung von sensiblen Stationen und Rumen bis zur

    logistischen Untersttzung der Soldaten aus den an-deren Bundeslndern in den Garnisonen Innsbruck und Absam. Wehrpflichtdiskussion?Bereits vor dem Jahreswechsel und auch zwischen den Feiertagen und den letzten Wochen waren die politischen Aussagen ber die Wehrpflicht in ster-reich immer wieder in den Medien prsent. Wie auch in den letzten Ausgaben unserer Truppenzeitung an-gesprochen, ersucht das Kader des Stabsbataillons 6 und ich, dass diese Diskussion vorallem mit Sach-wissen und in Hinsicht der politischen Neuordnung in der Europischen Union sachlich und kompetent gefhrt wird.Als Berufssoldaten und damit als Durchfhrungsor-gane des Staates, die in letzter Konsequenz fr die-sen Staat mit dem Leben einstehen werden (... und mit all meinen Krften der Republik sterreich zu dienen), werden wir diese Debatten mit Vertrauen in die oberste militrische Fhrung gem unserem WahlspruchAllzeit voran SCHNELL STARK MODERN verfolgen und auch bei der mglichen Volksbefra-gung als mndiger Staatsbrger die richtige Wahl treffen. Ihr Bataillonskommandant Obstlt Friedrich lbck, MSD

    Kommentar des Kommandanten Stabsbataillon 6

    Buchbeschreibung auf Seite 9. Das Buch ist erhlt-lich bei Tyrolia Buch Papier Innsbruck, Maria-Theresien-Str. 15, Tel. 0512/2233-0; Fax 0512/2233-444 und E-Mail: [email protected]

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    2 Mrz 2011

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    Alle guten Seiten.

    Geri WinklerSieben Welten Seven SummitsMein Weg zu den hchsten Gipfeln aller KontinenteZum Everest startete er am Toten Meer und gelangte damit aus eigener Kraft vom tiefsten zum hchsten Punkt der Erde. Fremde Vlker, die Urwlder, Wsten, Meere und Berge dieser Welt zu erkunden das ist sein Leben. Trotz Krebs und Diabetes. Auf abenteuerlichen Wegen bereiste er monatelang die ganze Welt und stand auf den hchsten Gipfeln aller Kontinente. 80 farb. Abb. gebunden mit SU, ISBN 978-3-7022-3120-0304 Seiten, 24.95

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  • MajorHptm Michael KckHptm Andreas Peer

    WachtmeisterZgf Tamara Matzler

    25-jhriges DienstjubilumMjr Peter NuderscherOStv Markus Jenewein

    Wehrdienstzeichen 1. KlasseVzlt Nikolaus Madersbacher

    Wehrdienstzeichen 3. KlasseLt David Greil

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    Wir gratulieren!

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    BefrderungenBefrderungen

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    GRAFIK&DESIGN | OFFSETDRUCK | DIGITALDRUCK

    w w w . k o n z e p t d r u c k . a t

    Wir drucken ALLES!

    EhrungenEhrungen

    Fhrungs-wechsel bei der Gebirgsbri-gade des Bun-desheeres Bri-gadier Mag. Peter Grnwald bernimmt das Kommando ber die 6. Jgerbri-gade.

    Der Bundesmi-nister fr Lan-desverteidigung und Sport, Mag. Norbert Darabos, gratuliert dem neuen Kommandanten der 6. Jgerbrigade, Brigadier Mag. Peter Grnwald, zu seiner neuen Funktion.

    Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller:Rep. sterreich/BMLVS, Roauer Lnde 1, 1090 WienRedaktion: BMLVS, Kdo Stabsbataillon 6, Standschtzenkaserne, Kranebitter-Allee 230, 6020 Innsbruck, Telefon: 050201-6131100. Fr den Inhalt verantwortlich: Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von S 1 & Offz A, Obstlt Wolfgang Hortner woho. Druck: Konzeptdruck & Design Neururer, Innsbrucker Strae 47, 6130 Schwaz, Tel. 0 52 42 - 63 2 90. Kommandant: Obstlt Friedrich lbck, MSD.Grundlegende Richtung:Information aller beim StbB 66 beor-derten Soldaten. Der Adler ist eine Zeitung von Soldaten fr Soldaten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet. Der Adler wird kostenlos an Soldaten und Angehrige des Stabs bataillons 6 gesandt. Aufl age: Der Adler erscheint viermal im Jahr in einer Aufl age von 4.000 Exemplaren.

    Impressum

    Werte Leser des Adlers, liebe Kamera-den des Stabsbataillons 6!

    Das Jahr 2011 wird, ebenso wie die Folgejahre, zweifellos durch die Strukturreform des BH geprgt werden. Unabhngig von der zuknf-tigen Wehrform bin ich der festen berzeugung, dass die Verbnde der 6. JgBrig im Bundesheer der Zukunft eine Schlsselrolle spielen soll-ten. In unseren Jgerbataillonen halten wir Spezialinfanterie bereit, die ei-nerseits in einem breiten Einsatzspektrum verwendbar ist, andererseits durch die Ausrichtung auf die Aufgabenerfllung im Gebirge und un-ter extremen Wetterbedingungen eine international gefragte Nischen-funktion abdeckt. Ebenso gefragt sind die Fhigkeiten unserer Salzbur-ger Gebirgspioniere. Zur Untersttzung dieser Spezialinfanterie ist das Stabsbataillon 6 ein absolut unverzichtbarer Bestandteil unserer Brigade. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die auch im Jahr 2010 an dieser Erfolgsgeschichte mitgewirkt haben!Im Jahr 2011 geht es in erster Linie darum, unbeirrt von den aktuellen Strukturdebatten unsere solide Arbeit Tag fr Tag fortzusetzen, die Kaderprsenzeinheiten erfolgreich aufzustellen, Kaderwerbung zu betreiben, die breit ge-streuten Ausbildungsauftrge zu erfllen, als verlsslicher Partner fr unser ziviles Umfeld Krfte fr den Katastro-pheneinsatz bereit zu halten und unsere Gebirgskompetenz konsequent weiter zu schrfen. Durch diese tagtgliche Anstrengung leisten wir gemeinsam berzeugungsarbeit fr eine starkes Stabsbataillon 6 und eine starke 6. Jgerbrigade im Bundesheer der Zukunft,

    Ihr Mag. Peter Grnwald, Brigadier

    Foto: Bundesheer

    Foto: Bundesheer/ADir Peter Lechner

    Fhrungs-wechsel

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  • Ich besuchte den FOrgEt2, der zur Ausbildung auf Trp Kdten Ebe-ne dient, auf der ABC-AbwS Liese Meitner in Korneuburg und mchte hier ein paar persnliche Eindrcke meines Kurses wiedergeben.

    Als ich am Montag in Korneuburg ankam, erklrte mir der DfUO, dass ich gar nicht auszupacken htte, denn der FOrgEt2, in der Strke von 14 Mann, verlegt am Diens-tag nach Baden, der Kurs ist bei der interna-tionalen bung EURAD mit eingebunden. Auch nicht schlecht, habe ich mir gedacht, eine bung steht meistens am Ende einer Ausbildung und nicht am Anfang, also ver-legte ich mit gemischten Gefhlen nach Ba-den. In Baden erhielten wir unsere Zuteilung in die Zge. Ich wurde dem KIOP AufklZg Linz/Hrsching als Dingo 2 AC (Atomar, Chemisch) Kdt zugeteilt. Nachdem wir in Tirol die einzige Kp in sterreich sind, die dieses hochmoderne System nicht haben, war mein Wissensstand gleich 0, das heit ich musste mich als Kdt auf meine einge-teilte KIOP Besatzung, die aus dem Sys-tembediener, Kraftfahrer und Bordschtzen bestanden zu 100% verlassen. Ich konnte in relativ kurzer Zeit feststellen, welche Vor-teile das KIOP System hat. Diese Burschen arbeiten das ganze Jahr fachspezifisch und werden nicht fr andere Sachen abgestellt, damit ist gewhrleistet, dass in relativ kurzer Zeit viel Wissen angehuft wird, das auch nicht so schnell verloren geht. Die erste Woche war geprgt von der internationalen Zusammenarbeit mit den Schweizer und Deutschen Kameraden im Bereich Kata-strophenhilfe. Dabei ist als Besonderheit zu erwhnen, dass die Schweizer ausschlie-lich aus Milizsoldaten bestanden haben, die ihre BW ableisteten. In der zweiten Woche verlegten wir nach Allensteig, wo wir einem Kampfverband unterstellt wurden. Unsere Hauptaufgaben waren Szenarien im Bereich der K.In der 3. Woche waren wir wieder in Kor-neuburg und es begann der Aufklrungsteil. Dieser war geprgt von Unterrichten sowie praktischen A, C-Lage-Einspielungen, sowie das Durchben der verschiedenen Verfahren und Techniken, die sich zum berwiegenden Teil motorisiert im Bereich

    Weinviertel abspielten.In der vierten Woche stand Melde- und Auswertedienst (MAD) am Programm, dort lernten wir Ausbreitungsberechnungen im A und C-Fall und Lagebeurteilungen fr be-troffene Truppenteile zu erstellen.Danach standen zwei Wochen Wasserauf-bereitung laut Kursplanung an. Die Aus-bildung war vom praktischen Aufbau einer chemischen WA Anlage, sowie von deren Betrieb geprgt. Weiters wurden bekamen wir eine Unterweisung in die Wasseranalyse und in die physikalische TWA4000.Nach der TWA hatten wir die Rette und Berge, sowie die Brandschutzausbildung. Da ich keine Vorkenntnisse im Bereich Feuerwehr hatte, war diese Ausbildung die schwierigste fr mich. Hhepunkte war die praktische Ausbildung am Katastrophen-bungsplatz Tritolwerk, wo realistische Sze-narien, wie z.B.: das Retten von Verscht-teten aus Trmmern, Retten aus Hhen und Tiefen mittels Seilzug und das Errichten einer Seilbahn dazugehrten. Weiters wur-den Rettungen unter ABC-Bedingungen im Schutzanzug 90 mit umluftunabhngigem Atemschutz durchgefhrt. Der Hhepunkt des Brandschutzteils war mit Sicherheit das Brandhaus auf der Landesfeuerwehrschule Niedersterreich in Tulln. Dort wurde un-ter realistischen Bedingungen gebt, wie in komplett verrauchten Rumen (man konnte

    seine eigene Hand nicht mehr vor Augen se-hen) unter schwerem Atemschutz Personen gerettet werden. Seitdem habe ich eine an-dere Sicht auf unsere Feuerwehr.Der zweiwchige Dekontaminationsblock bestand in der ersten Woche aus Gerte-ausbildung sowie theoretischen Unterrich-ten. Anschlieend verlegten wir wieder ins Tritolwerk, wo wir als Hhepunkt unserer Deko-Ausbildung eine scharfe Emulsion fr den C-Bereich mit alter und neuer Chemie herstellten. StWm Michael Auer (Kursteilnehmer)

    4 Mrz 2011

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    Kurseindrcke von StWm Auer

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  • Die ersten drei Tage Schon die beiden Kommandantenbriefe als Vorinfor-mation zu dieser BW lieen auf eine interessante bung hoffen. Und so lieen wir fr 10 Tage unser Zivilleben hinter uns und rckten am Mittwoch, den 23. Juni 2010 in die fr uns neu benannte FUKp (ehemals FMKp) in der Standschtzenkaserne in In-nsbruck ein.Nachdem der Einstellungsvorgang rasch und ohne Leerlauf erledigt wurde, folgte im Lehrsaal die Be-grung und Kurzeinweisung durch den KpKdt. Olt. Mag. (FH) Kaufmann.Dabei fiel uns Milizsoldaten auf, dass neue Tne zu hren waren. So sprach der KpKdt. etwa von der gro-en Mglichkeit des gegenseitigen Lernens und vom offenen aufeinander Zugehen von Aktiv- und Miliz-soldaten.Im Anschluss begannen die verschiedenen theoreti-schen Unterrichte durch das Kader der FUKp. The-mengebiete waren Neuerungen (zumindest fr uns Milizsoldaten) sowohl allgemein militrischer Natur aber auch speziell im Fernmeldebereich.Es standen aber auch praktische Unterrichte, wie et-wa der Aufbau der neuen RV-Mastantenne oder die Einweisung in die neuen Funkgerte auf dem Pro-gramm, bei welchen wir aktiv in die Unterrichte ein-gebunden wurden.

    Bei diesen Unterrichten zeigte sich, dass das Kader sehr motiviert und engagiert zur Sache ging. Dies liegt meiner Ansicht nach wohl auch in der Tatsache begrndet, dass viele neue und qualitativ hochwer-tige Gerte (RV-Komponenten, Antennen, LAN-Bo-xen, Router usw.) Einzug gehalten haben, was das recht junge Kader zu einem aktiven Herangehen an ihre Aufgaben motivierte. Auch deshalb fand ein reger Informations- und Mei-nungsaustausch mit uns Milizangehrigen statt, denn viele dieser Komponenten gehren zu unserem tgli-chen zivilen Berufsleben.Und so konnte auch ber die fachliche Schiene in kurzer Zeit die Kameradschaft zwischen Aktiv- und Milizkader gestrkt werden.Natrlich trug auch die Tatsache, dass wir mit den grundlegenden Teilen des neuen Kampfanzuges 03 ausgestattet wurden - und somit auch uerlich (von wenigen Frisuren abgesehen) nicht mehr vom Ak-tivkader unterscheidbar waren - zu einem guten Kli-ma der bung bei.

    Die bung am TPl Lizum Nach den notwendigen letzten Vorbereitungsma-nahmen am Montag Vormittag und der pnktlichen Verlegung um 13.15 Uhr per Bus nach Walchen und dann mittels Lkw im Pendelverkehr ins Hochlager, begann am Montag, den 28. Juni 2010 die Woche am TPl Wattener Lizum.Nach dem Beziehen der Unterkunft standen diver-se Unterrichte (Waffen- und Schiedienst, Verhalten

    am TPl und Alpine Gefahren) sowie das Antreten im Bataillonsrahmen samt Begrung durch den Ba-onsKdt Obstl MSD lbck auf dem Programm.Dass am TPl Walchen/Lizum allgemein der Zapfen-streich auf 23.00 Uhr festgelegt ist, fand nicht nur bei uns Milizsoldaten wenig Freunde, musste aber natr-lich zur Kenntnis genommen werden!Somit gut ausgeschlafen nahmen wir den Dienstag in Angriff. Zunchst wurden wir in die beiden Hub-schraubertypen Augusta Bell 212 sowie den Black-hawk eingewiesen. Dabei standen besonders das Ein-weisen der Hubschrauber, die Annherung an diesen, das richtige ffnen und Schlieen der Tren sowie das Verhalten whrend des Fluges im Vordergrund.Wie whrend dieser gesamten Woche wurde uns aber auch immer der praktische Teil vermittelt. Deshalb wurde das Einweisen, das richtige Aufsitzen und Ver-halten auch praktisch am fliegenden Objekt durch-gebt, und so kamen viele von uns zu ihrem ersten Hubschrauberflug!Ebenso stand die richtige Behandlung von Lasten so-wie die Ttigkeiten des Hooking man beim An-hngen der Last an den Hubschrauber auf dem Pro-gramm.Und beim obligatorischen praktischen Teil war es fr viele von uns ein doch etwas seltsames Gefhl, erst-mals unter einem schwebenden Hubschrauber zu kni-en und den Haken einzuhngen!Als letzte Station an diesem Tag stand fr uns der alpine Bereich auf dem Programm. Nach einer kur-zen Einfhrung in die Gerte sowie in die einfache Knoten- und Anseil-kunde war von uns das akti-ve Abseilen und das Gehen am Seilgelnder zu ab-solvieren.Wurden wir bei vorangegangenen bungen meist angeseilt und passiv abgeseilt, so wurden uns dies-mal zuerst die notwendigen Kenntnisse vermittelt und vorgezeigt. Und am Mittwoch in der Frh hat-ten wir die gesamten Ttigkeiten vom Anziehen des Klettergeschirrs bis hin zum Einhngen mit dem Abseilachter in das Seil selbst durchzufhren fr manche we-niger Bergerfahrene eine span-nende Sache!Eine Demonstration einer Tau-bergung eines unserer Kame-raden mittels der Aluette been-dete diese Station und wir mar-schierten zur Schieanlage Was-serschloss, um das Schiepro-gramm NEU in Teilen zu absol-vieren.Nachdem wir die groteils neu-en und ungewohnten bungen erfolgreich beendet hatten, er-hielten wir am Nachmittag von erfahrenen Unteroffizieren der Lehrkompanie Einblicke in fr uns bisher unbekannte Berei-che: Das TLLM (Taktische La-ser Licht Modul) am StG77 in Kombination mit dem Nacht-sichtgert LUCIE brachten uns (besonders bei der praktischen

    Erprobung) ebenso zum Staunen wie das Gefechts-dienstsimulationsgert.Auch der Bereich Huserkampf wurde uns in an-schaulicher Form nher gebracht, wobei wir auch da-bei in einfacher Form praktisch mitarbeiten konn-ten.Der letzte Programmpunkt an diesem Tag bildete die Marschprophylaxe als Vorbereitung fr den kom-menden Tag.So verlegten wir am vorletzten Tag der bung im Lufttransport mit zwei AB 212 bzw. einem Black-hawk auf den Grat vor der Eiskarspitze und mar-schierten ber Eiskar- und Hippoldspitze hinunter zur Innerlannalm, wo wir von den blonden Mhnen der Haflinger von der Tragtierstaffel in Empfang ge-nommen wurden. So konnten die meisten von uns den Zirbenweg hinauf zum Hochlager ohne Rckenge-pck fortsetzen. Kurz vor dem Hochlager absolvier-ten wir die letzte Station dieses Marsches: Mit Gepck war die Guerillarutsche zu berwinden.Und so marschierten wir doch etwas mde ins Lager und reinigten unsere Ausrstung und Waffen.Den Abschluss dieses Tages bildete fr uns Fernmel-der ein gemtlicher und vom Aktivkader der FUKp bestens organisierter Grillabend, bei welchem die bung im Rckblick betrachtet und die Kamerad-schaft gestrkt wurde.Am letzten Tag der bung verlegten wir zurck in die Kaserne, erledigten zgig die notwendigen Ent-lassungsformalitten und traten nach der Verabschie-dung mit vielen positiven Eindrcken im Kopf den Heimweg an.Abschlieend darf ich mich bei allen, vom Komman-do des StbB 6 bis zu den Kompanien, fr die Planung und Durchfhrung dieser bung bedanken.Als Schlusssatz mchte ich einen Milizkameraden zi-tieren. Dieser meinte bei der Verabschiedung: Wenn die weiteren bungen in der Art verlaufen wie diese, diene ich gerne meine Tage bis zum Schluss ab!

    Hptm Dietmar Mayer

    Rckblick BW FUKp/Stabsbataillon 6

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    Gewinnspiel!

    WWer sich auf diesem Foto wieder fi ndet und markiert ist, ge-winnt einen Gutschein im Wert von 20 Euro, gestiftet von holly

    Auch Trockenbungen fr das Schieprogramm NEU wurden durchgefhrt

    Adler 1-2011.indd 5Adler 1-2011.indd 5 24.02.11 23:34:41 Uhr24.02.11 23:34:41 Uhr

  • Der Wettlauf zum Sdpol mit Frau Wm Grillitsch, TTZ/StbB6, wurde nach Meldung der Tiroler Tages-zeitung vom 31.12.10 mit Zielerreichung frher als erwartet beendet. Der Adler berichtete darber in den letzten Ausgaben 2010. Frau Wm Grillitsch hat mit Hermann Maier und mit der 3-Moderator Tom Walleck den Wettlauf gegen das deutsche Team im Herbst 2010 aufgenommen. Wer nun dieses uerst

    fordernde Unternehmen gewonnen hat, wird durch den ORF erst mit der Doku-Reihe ab Mrz 2011 ver-raten. Eines steht fest, dass jeder der Teilnehmer ob sterreichisches oder deutsches Team ein Gewinner ist! Gra- tulation an Frau Wm Grillitsch fr die erbrachte Leis-tung!

    Am 25. November 2010 wurde durch das Stabsbataillon 6 ein Nachtorien-tierungslauf durchgefhrt. Die Vor-bereitung sowie die Streckenfhrung wurde durch Vzlt Hubmann organisiert und die OL-Bojen ausgesteckt. Um ca. 17.00 Uhr war die obligate Einweisung durch den Bahnleger, bei der nach genauer Einweisung feststand, dass dieser Orientierungslauf ein besonderer sein wird. Bei gutem Novemberwetter mit Tempe-raturen von knapp 4 Grad ber Plus waren ab 17.30 Uhr 15 Lufer aus allen Einheiten aus der Standschtzenkaserne am Start. Gestartet wur-de in Zwei-Minuten-Abstnden. Die Laufstre-cke mit den ausgelegten Bojen war im Gro-raum Innsbruck-Vls angelegt, wobei bei der Streckenfhrung an die Sicherheit der Teilneh-mer bedacht genommen wurde. So waren ne-ben wirklichen Orientierungsbojen auch Stre-ckenfhrungsbojen vorgesehen, um die Lauf-strecke nicht durch bermtige Aktionen der Lufer vorher abzukrzen.Die Laufzeit war zwischen 60 und 90 Minu-ten als uerst gut zu bezeichnen. Die Laufstre-cke war offiziell mit ca. 9 km angegeben (of-fiziell dahingehend, da einige Kameraden ei-ne Sonderschleife einlegten). Dieser Nacht-OL war auch dahingehend erklrend, dass sich die Laufstrecke bei Tag und Nacht uerst unter-schiedlich darstellte und das Orientieren trotz Anlehnung an die Ortschaft Vls nur mit Stirn-lampe zum Ziel fhrte. Auch noch bei Tages-licht erkannte Brcken und Gieenbergnge waren bei der Durchfhrung nicht mehr so gut erkennbar und einige Kameraden hatten schlus-sendlich auch noch nasse Fe. Abschlieend sei bemerkt, dass alle Teilnehmer wohlbehal-ten mit der ordnungsgem abgezwickten OL-Karte im Ziel ankamen und dieser OL einen ka-meradschaftlichen Ausklang in den Rumlich-keiten der Cafeteria fand.

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    Nacht-OL

    Mrz 2011

    Dieser Schutzanzug ist eine der neusten Errun-genschaften im Bereich des Individualschutzes im BH. Der Schutzanzug besteht aus dem einteiligen Anzug, einem Paar berziehschu-he und einem Paar ABC-Handschuhe. Er ist zu tragen wie ein normaler Panzeroverall, hat aber im Inneren des Anzuges, eine Aktiv-kohleschicht eingearbeitet. Man kann ihn als oberstes Bekleidungsstck tragen und verliert so im Falle eines ABC-Alarmes kaum mehr Zeit, da man nur mehr die Schutzmaske, ber-ziehschuhe und Handschuhe anzuziehen hat. Durch seine Aktivkohleschicht verhindert der

    Overgarmin, dass chemische Kampfstoffe ein-dringen knnen und bindet diese gleich wie ein Schutzmaskenfilter. Der Schutzanzug mittel kann mehrmals gewaschen werden (bis zu 10 Mal), ohne dass die Aktivkohleschicht besch-digt wird, jedoch sind gewisse Kriterien ein-zuhalten, die aus der dazugehrigen Faltkarte zu entnehmen sind, damit der Schutzanzug so lange wie mglich einsatzfhig bleibt. Zum jet-zigen Zeitpunkt ist er fr die ABC-AbwKp und -Fachdienste vorgesehen. Der Zulauf der neuen Schutzanzge zur ABC-Abw Kp/StbB6 sollte mit Anfang des Jahres 2011 beginnen.

    Schutzanzug mittel Overgarmin

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    Schutzanzug mittel Overgarmin

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    News vom Sdpol

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  • Ein Leserbrief hat im Prinzip die Ei-genschaft, dass er so fern er in einer Tageszeitung erscheint meist aktuell ist. Bei einer Truppenzeitung wie Der Adler, die also in De-kaden erscheint, kann es vorkommen, dass das Thema in Form ei-nes Leserbriefes beim Erscheinen nicht mehr aktuell ist.

    Bei dem Thema, das ich heute ansprechen mchte, nehme ich an, bzw. bin mir sicher, dass das nicht so ist, sprich diese Problema-tik-Diskussion den geneigten Leser, selbstver-stndlich die Betroffenen im Bundesheer, noch lnger begleiten wird. Es geht um die allgemei-ne Wehrpflicht.Es wird leider von bestimmten Medien mit Halb- und Unwahrheiten und zum Teil mit polemischen Un-tergriffen gearbeitet, was der Sache allgemeine Wehrpflicht nicht zutrglich ist. Beispiele gefllig?Beleidigte Offiziere. Ich bin mit Sicherheit nicht der An-walt der Offiziere, wenn aber klare Fakten, auch die Gefah-ren, der mglichen Abschaf-fung der allgemeinen Wehr-pflicht und somit die Einfh-rung einer Berufsarmee auf-gelistet und bewertet werden und man zum Schluss kommt, dass sich hier riesige Problem auftun, kann man diese State-ments nicht unter beleidigte Offiziere abtun.Dienst von Prsenzdienern in Cafeteria, frher UO-Messe bzw. Offiziers-Casino. Ja es stimmt, dort sind Prsenz-diener eingesetzt, aber nicht

    nur dort, sondern als sogenannte Systemer-halter auch in der Kche, in Bros und auch im Wachdienst. Wenn man das nicht will, was grundstzlich richtig ist, muss man jene Dienste durch anderes Personal (VB z. B.) besetzen, was sicher mit groen Kosten verbunden ist, was beim eklatanten Geldmangel im BH sim-pel ausgedrckt schwer mglich ist.Die GWD-Prsenzdiener rsten nach dem Grundwehrdienst ab und werden nie mehr zu den Waffen gerufen, sprich in Form von Trup-penbungen weiterverpflichtet. Ja, punktge-nau! Aber warum ist das so? Die hehre Politik, genau genommen jener BM fr LV der nur seine Funktion verndert hat, hat die Truppen-bungen abgeschafft bzw. ausgesetzt und mit die-ser Manahme dem Bundesheer, das nach den Grundstzen der Miliz auszurichten ist, beinahe den Todessto versetzt. Denn Truppenbungen ohne Mannschaft sind so hnlich wie Huptlin-ge ohne Indianer. Von den Auflassungen ganzer Milizbataillone reden wir schon gar nicht mehr. Das wre die Chance des Bundesheeres ge-wesen, voll strukturierte Bataillone von z. B. Jagdkampfbataillonen in Heimatschutzbatail-lone mit Kompetenz im Katastrophenschutz umzugliedern, natrlich auch auszubilden und anders auszursten. Sicher eine Herkulesarbeit aber es wre machbar gewesen, sicher auch mit hohem Aufwand verbunden, aber der neue Auftrag htte in die Zukunft gewiesen.Wo das Bundesheer stark ist war weiter zu le-sen. Wo? Bei den Auslandseinstzen natrlich. Das ist sehr lblich, beweist es doch nur eines, wo der sterreichische Soldat mit seinem Enga-gement, und seinen Fhigkeiten auch auf Grund seiner soliden Ausbildung auch in der Heimat in der Lage ist immer und berall seinen Mann zu stehen. Es ist nur zu hinterfragen, ob sterreich berall dabei sein muss, und wessen Interessen man bei Einstzen im Ausland dient. Fr hu-

    manitre Einstze, bei denen es darum geht, Menschen in Not und Gefahr zu helfen, wird niemand etwas dagegen haben, wenn aber zu lesen war, dass unsere Soldaten schon 36 Jahre am Golan stehen, ist schon die Frage legitim, ob nicht nochmals 36 Jahre vergehen mssen, bis jener Konfliktstoff auf (welt)politischer Bhne bereinigt wird, dass unsere Soldaten von dort abziehen knnen.Sparen! Hrt man gerne, und ist auch logisch in den sprichwrtlichen Zeiten wie diesen. Nur, wo sparen, das ist die Frage. Wenn angedacht ist, Gert der Panzertruppe bzw. auch der Ar-tillerie einzumotten und sich in der Hoffnung hegt, dass diese komplexen Waffensysteme wieder auf Knopfdruck anspringen, wird man sich einer Illusion hingeben, die so nicht funktioniert. Sparen kann man mit Sicherheit bei der Verwaltung, aber nicht bei der Truppe, also nicht bei der Ausbildungszeit (bungen), bei Bewaffnung und Ausrstung, bei Verbes-serung der Infrastruktur (Schie- und bungs-pltze) und last but not least nicht beim Aus-bildungspersonal als die Aushngeschilder und das personifizierte Bundesheer am Puls der Truppe.Zum Abschluss stelle ich die rhetorisch-emo-tionale Frage: Ist sterreich und der Oberbe-fehlshaber des Bundesheeres, der Herr Bundes-prsident und mit ihm die Regierung, die das Primat der Entscheidungen innehat, weiterhin bereit, von seinen jungen Mnnern die soldati-schen Primrtugenden, Treue, Mut, Einsatzbe-reitschaft und Opfersinn, im Rahmen der allge-meinen Wehrpflicht ab- und einzufordern, oder will man lieber den Dienst an Volk und Vater-land einer Berufsarmee berantworten, deren Kader dann wahrscheinlich an allen Ecken der Erde ihre Haut zu Markte tragen wird. Wenn man das will Vzlt iR Peter Walch

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    habt auch ihr einen Schnappschuss?

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    An die Adler-Redaktion E-Mail [email protected]

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  • Abschlussprfung Basisausbildung 1Fr die Grundwehrdiener des Einrckungs-termin Oktober 2010 ging es Ende November 2010 mit der Zielberprfung der Basisausbil-dung 1 zum nchsten Abschnitt der Ausbildung im Grundwehrdienst im Zuge der allgemeinen Wehrpflicht ber.

    Diese berprfung ist notwendig, um in die nchste folgende Ausbildung, Basisausbildung 2 (das ist die Fachausbildung im Trupprahmen) ausbildungsmethodisch berleiten zu knnen.

    Bei dieser berprfung (Evaluierung) werden die allgemeinen soldatischen Grundfhigkeiten im Zuge eines Stationsmarsches durch ein spe-ziell ausgebildetes und vorbereitetes berpr-fungsteam berprft und eine Selektion bezg-lich der positiven Absolvierung durchgefhrt.Im Rahmen dieser Prfung werden Ausbil-dungsdefizite bei den Grundwehrdienern fest-gestellt und einer weiteren Nachausbildung zugefhrt, sodass alle Grundwehrdiener fr den nchsten Ausbildungsabschnitt dieselben Grund- und Ausbildungsvoraussetzungen vor-weisen. Das Manko an Ausbildungsthemen ist vor allem auf Abwesenheiten der Grundaus-bildung von der Ausbildung (z. B. lngerer Aufenthalt im Krankenrevier, Zuversetzungen aus anderen Einberufungsterminen, lngere Dienstfreistellungen aufgrund privater Grn-de, etc.) zurckzufhren.Die Stationen wurden durch die Zugs- und Einheitskommandanten der unterschiedlichen Einheiten vorbereitet, sodass niemals die in der eigenen Einheit ausgebildeten Soldaten durch den eigenen Zugskommandanten oder berprfungsteam berprft werden. Dadurch wird ein hohes Ma an Objektivitt erzielt. Auch der Prfungsablauf wird fr alle Solda-ten gleich angesetzt (standardisiertes Prfungs-verfahren), sodass auch hier eine ber- oder

    Unterbevorzugung einzelner Soldaten auf ein hchst geringes Mindestma reduziert werden kann.Die berprfungsstationen waren neben ande-ren ABC-Selbstschutz, berwinden von Hin-dernissen, Handhabung der Handfeuerwaffe mit Bewegungsparcours und Ttigkeiten am Checkpoint (Stellen und Kontrolle von Perso-nen).Daher kann nach der berprfung aufgrund des oben angefhrten standardisierten Prfungs-ablaufes ein reprsentativer Querschnitt und ein adquater und fr die weitere Ausbildung zielorientierter Ausbildungsnachweis ber die Basisausbildung 1 fr jeden einzelnen Prsenz-diener erzielt werden.Mit der oben angefhrten Nachausbildung wird auch ein erzieherischer Effekt bei jenen Solda-ten erzielt, die die Ausbildung oftmals aus per-snlichen Grnden nicht so genau nehmen.Nach dieser Zielberprfung und nach der Nachausbildung der einzelnen Ausbildungs-schritte wird auch dem Ausbildungskaderper-sonal dargestellt, mit welchen Ausbildungs-methoden eine noch effizientere Ausbildung erzielt werden kann und somit werden Un-schrfen erkannt und mit geeigneter Ausbil-dungsmethodik entgegen gesteuert.

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    Die schnste Energie im Land! TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG.

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  • Kein Schnee von gestern die Erfahrungaus 50 Jahren Lawinenwarndienst Tirol

    Der Lawinenwarndienst Tirol feierte imDezember 2010 seinen 50. Geburtstag. Beieinem Rckblick auf ein halbes Jahrhun-dert Erfahrung haben die zwei Tiroler La-winenwarner Rudi Mair und Patrick Nairzfestgestellt, dass eigentlich zwei HandvollGefahrenmuster fr einen Groteil der Lawi-nenunflle verantwortlich sind und dass beientsprechender Kenntnis und angemessenemVerhalten Unflle dieser Art vermeidbar wren.Das kompetente Autorenteam stellt in diesemBuch anhand von konkreten Lawinenunfl-len diese zehn entscheidenden Gefahrenmus-ter im typischen Verlauf eines Winters vor.Was sind die speziellen meteorologischenVerhltnisse im Frh-, Hoch- und Sptwinter oder im Frhjahr? Wie wirken sie sich auf die Schneedecke aus? Und vor allem: Wel-che Risikomomente entstehen daraus? Kurze, prgnante Wissensblcke, die aussa-gekrftige Bebilderung und das aufwndigeLayout erschlieen das Fachwissen optimal.Durch den Rckbezug auf typische, tatsch-lich stattgefundene Unflle werden immer wiederkehrende Gefahrenmuster erkennbar und falsche Entscheidungen vermeidbar.Mit diesem innovativen Ansatz steht dasBuch ber den gngigen Strategien des Ri-sikomanagements (z. B. 3x3 oder Stop or go) und ergnzt sie optimal.Entstanden ist so ein Buch aus der Praxis fr die Praxis, spannend und lehrreich zugleich,ohne belehrend zu sein.

    Die AutorenDr. Rudi Mair, geb. 1961 in Innsbruck,

    studierte Meteorologie und Glaziologie in Innsbruck, seit 1999 ist er Leiter des Lawi-nenwarndienstes Tirol, seit 2000 allgemein beeideter und gerichtlich zertifi zierter Sach-

    verstndiger fr Meteorologie, Lawinenkun-de, Lawinenunflle und Lawinenschutz.DI Patrick Nairz, geb. 1970 in Innsbruck, studierte Wildbach- und Lawinenverbauung in Wien und Vancouver. Seit 1999 ist er stell-vertretender Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, seit 2009 Leiter der Arbeitsgruppe der

    europischen Lawinenwarndienste.

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    Lawine. Die 10 entscheidenden Gefah-renmuster erkennen von Rudi Mair und Patrick Nairz, erschienen im Tyrolia-Verlag, ist zum Preis von 27,95 bei TYROLIA Buch Papier Innsbruck in der Maria-Theresien-Strae 15 erhltlich!

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    Blinder Gehorsam war gestern Wiener Neustadt (OTS) Die Abberufung des Generalstabschefs Gen. Mag. Edmund Entacher hat auch unter den Studierenden der Theresianischen Militrakademie fr groe Irritationen und Diskussionen gesorgt.Die Soldaten des sterreichischen Bundes-heeres haben gem B-VG den Auftrag, die demokratischen Freiheiten der Einwohner, darunter auch die Meinungsfreiheit, zu ver-teidigen.Unsere Aufgabe als Militrakademiker ist es, sich auch kritisch mit dem gesellschaftspo-litischen Umfeld auseinander zu setzen und uns gerade in sicherheitspolitischen Fragen einzubringen. Obwohl wir uns als Instrument der Demokratie verstehen und das Primat der Politik uneingeschrnkt respektieren, ist es als Staatsbrger in Uniform unser Recht, die persnliche Meinung kund zu tun. Mit der Abberufung des Generalstabschefs wurde unser Vertrauen auf dieses Recht erscht-tert.Im Rahmen unserer Ausbildung zum Offizier lernen wir, fr Menschen Verantwortung zu bernehmen und eine Vertrauensbasis zu schaffen. Denn Glaubwrdigkeit, Aufrich-tigkeit und Nachvollziehbarkeit der eigenen Entscheidungen sind das Fundament fr eine positive Zusammenarbeit in jedem Unter-nehmen. Unserer Meinung nach ist diese Vertrauensbasis zurzeit massiv gefhrdet.Wir haben Ideale und Vorstellungen und mchten in einem Bundesheer dienen, in dem die Meinungsfreiheit ein integraler Bestandteil ist und in einer Gesellschaft leben, die militrische Fachkompetenz auch weiterhin erkennt und wertschtzt.

    Vorsitzender Michael HerkerFH-Studienvertretung

    Theresianische Militrakademie (H)

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  • 10 Mrz 2011

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    Lawinen stellen in den winterlichen Bergen in Weststerreich jedes Jahr eine groe Gefahr dar. Bedauerlicherweise verunglcken trotz umfangreicher Sicherungsmanahmen jedes Jahr Bergbegeisterte und Wintersportler durch Lawinen. Um dem weien Tod seine Opfer entreien zu knnen, ist schnelle Hilfe gefragt. Auch hier ist das sterreichische Bundesheer in der Lage, Schutz und Hilfe fr unsere Be-vlkerung zu leisten. rtlich verfgbare Krf-te der Bergrettung werden dabei im Bedarfsfall durch militrische Lawineneinsatzzge ver-strkt eine fr die Opfer vielfach lebensret-tende Manahme im Zuge dieser krftezehren-den und gefhrlichen Einstze. Die Steuerung der militrischen Einsatzkrfte erfolgt durch die Militrkommanden, in deren Verantwort-lichkeit das Katastrophenmanagement ange-siedelt ist. Die Bereitstellung der hochprofes-sionellen und rasch verfgbaren Einsatzkrfte erfolgt mit Masse durch die 6. Jgerbrigade, die aufgrund der ausgezeichneten alpinisti-schen Fhigkeiten des Kaderpersonals fr die-se Aufgabe prdestiniert ist. Die 6. Jgerbriga-de stellt die Soldaten fr die Einsatzzge, die in den Garnisonen Bludesch, Landeck, Inns-bruck, Absam, St. Johann in Tirol, Lienz, Spit-tal an der Drau und Tamsweg stationiert sind. Zustzlich verfgt das Bundesheer ber eige-ne Flugretter, die mit dem Hubschrauber des Typs Alouette III vom Sttzpunkt in Schwaz jederzeit eingesetzt werden knnen. Dieser Helikopter kann auch zur notrztlichen Ver-sorgung und zum Transport Verletzter einge-setzt werden. Auerdem verfgt der Bundes-heerhubschrauber als einziger in Tirol ber die Mglichkeit, eine Windenbergung durchzu-fhren. Um alpintechnisch immer am letzten Stand zu sein, ben die Soldaten laufend die Suche nach Verschtteten in Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen wie zum Beispiel der Bergrettung und den Lawinenwarndiens-

    ten der Bundeslnder.

    Gemeinsames ben ist wichtig fr die Zusammen-arbeit im EinsatzfallDas regelmige ben solcher Einsatzszena-rien stellt einen zentralen Punkt in der Ausbil-dung der Soldaten dar. Dabei ist vor allem die Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen wichtig, da das gegenseitige Kennenlernen der jeweiligen Arbeitsweise die Ablufe bei einem gemeinsamen Einsatz wesentlich verbessert. Es ist selbstverstndlich, dass wir unsere al-pine Expertise zur Verfgung stellen, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten, erlu-tert Oberst Johann Gaiswinkler, stellvertreten-der Kommandant der 6. Jgerbrigade. Unsere Soldaten stehen rund um die Uhr in Rufbereit-schaft zur Verfgung, die meiste Zeit davon unentgeltlich ein wichtiger, aber vielfach un-bemerkter Beitrag fr die Allgemeinheit, so der erfahrene Heeresbergfhrer und Einsatz-leiter weiter.

    Zusammenarbeit mit den LawinenwarndienstenIm Rahmen des alpinen Sicherheitsmanage-ments sind laufend aktuelle Grundlagen und Daten zur Beurteilung der Schnee- und Lawi-nenlage erforderlich. Diese Daten erhalten die Soldaten sowohl von zivilen Stellen als auch durch selbststndiges Ermitteln und Auswer-ten. Die Kooperation zwischen den Lndern, den Militrkommanden und der 6. Jgerbri-gade ermglicht nun einen direkten Informa-tionsaustausch und trgt damit zur Steigerung der Sicherheit in den Bergen bei.

    Lawineneinsatzzge jederzeit einsetzbarDie Lawineneinsatzzge bestehen aus jeweils 40 Kadersoldaten, von denen jeder einzel-ne ber spezielle Gebirgsausbildungen ver-fgt. Auerdem versieht in jedem Einsatzzug ein Sanitts-Unteroffi zier Dienst, der in der

    Lage ist, vor Ort erweiterte Erste-Hilfe-Ma-nahmen zu setzen. Gerade bei der Alpintech-nik versucht man immer auf dem letzten Stand zu sein, so verfgt jeder Soldat der Einsatzz-ge ber hervorragende Alpinausrstung und Verpfl egung fr zwei Tage um zu jeder Zeit rasch und gut gerstet in den Einsatz aufbre-chen knnen.

    Wm Christof Mairinger

    Helfen, wo andere nicht mehr knnen!Das Bundesheer stellt auch im heurigen Winter wieder Lawineneinsatzzge

    Verabschiedungen beim Stabsbataillon 6Im Zuge weiterer Personalstrukturmanahmen wurden drei Offiziere aus dem Stabsbataillon 6 durch den Kommandanten bzw. S3 des StbB6 verabschiedet.Olt Brandsttter, Kommandant der Werkstattkompanie, wird auf eigenen Wunsch fr lngere Zeit zum Stabsbataillon 7 nach Krnten dienstzugeteilt, da er sich dort fr den laufenden Einsatz im Rahmen der Kaderprsenzein-heit entschieden hat. Die nachfolgende Versetzung wird in den nchsten Wo-chen erfolgen.Lt Pappenheim von der Fhrungsuntersttzungskompanie wird, einige wenige Monate nach seiner Ausmusterung, auf eigenen Wunsch zum Kommando 6. J-gerbrigade in die Kommunikationsabteilung versetzt.Olt Schabauer, vormals eingeteilt bei der ABC-Abwehrkompanie Absam, wird seinen weiteren Soldatenweg im Groraum Wien beschreiten. Die Versetzung erfolgte auch hier auf eigenen Wunsch.Die Kameraden des Stabsbataillons 6 und die Redaktion Der Adler schlieen sich den Wnschen des Kommandanten Stabsbataillon 6 herzlichst an.

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    Foto: Wm Christof Mairinger

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  • bung macht den Meister. Dieses Sprichwort schreibt sich die 6. Jgerbrigade in Absam auf ihre Fahnen. Die Gebirgsbrigade des Bundesheeres bte unter Leitung des Streitkrftefhrungskommandos in der Absamer Andreas Hofer Kaserne die Gefechts-simulation HIGHLAND II auf dem Fhrungssi-mulator der Theresianischen Militrakademie.

    Ziel und Zweck des Systems FhrungssimulatorSeit nunmehr zwlf Jahren ist die taktische Ausbil-dung am Fhrungssimulator im Bundesheer ein fes-ter Bestandteil in der Ausbildung militrischer Fh-

    rungskrfte. Das System dient zur Darstellung von Truppen und

    Waffensystemen, die bei modernen Einsatzkrften zur Verfgung stehen. Durch eine realistische Dar-stellung von erzielten Wirkungen, Zeitablufen und Gelndeeinflssen knnen zu erwartende Gefechts-bilder nachvollziehbar gemacht werden.Truppen und Wirkmittel werden dabei computerge-sttzt dargestellt, jedoch von echten Kommandanten gefhrt. Kommandanten und Stbe erhalten dabei durch die Simulation eine nachvollziehbare Rck-meldung, ob Entscheidungen richtig waren oder Be-fehle verstanden wurden. Im Zuge dessen wird nicht nur die Zusammenarbeit im Verband verbessert, son-dern auch die taktischen Fertigkeiten und Fhigkei-ten jedes einzelnen Teilnehmers aufgefrischt.

    Herausforderung ist ein speziel-les, alpines bungsszenario

    bungsleiter der HIGHLAND II war Brigadier Mag. Gnter Ruderstaller, der stellvertretende Lei-ter des Teilstabs Operation des Streitkrftefhrungs-kommandos in Graz.Die Leitung der benden Truppe wurde durch den Brigadekommandant der 6. Jgerbrigade, Brigadier Mag. Peter Grnwald, wahrgenommen. Es ist schon in normalem Gelnde schwierig, die vielen verschiedenen Wirkmittel einer modernen Brigade nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft zu koordinieren. Im gebirgigen Gelnde verviel-facht sich dieser Koordinierungsbedarf, weil schlicht und einfach wenig nutzbarer Raum zur Verfgung steht und Bewegung, Beobachtung, Wirkung und Verbindung ber Gebirgszge sicherzustellen sind. Das fllt genau in den Fhigkeitsbereich der 6. J-gerbrigade und ist ein wichtiger Beitrag zum mili-

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    Strategie und Fhrung am ComputerDie 6. Jgerbrigade bt den Einsatz am Fhrungssimulator

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    Der Kommandant des Stabsbataillons 6, Oberstleutnant Friedrich lbck (l.), be-urteilt anhand der Karte die aktuelle Lage.

    Der Hauptgefechtsstand war zu jeder Zeit strengstens bewacht und gut ge-sichert.

    Foto: OStWm Auer Fortsetzung auf Seite 12

    Adler 1-2011.indd 11Adler 1-2011.indd 11 24.02.11 23:35:46 Uhr24.02.11 23:35:46 Uhr

  • trischen Know-how in einem gebirgigen Land wie sterreich errtert Brigadier Grnwald den Aufbau des bungsszenarios.Im Rahmen der Vorbereitung und Durchfhrung der Fhrungssimulatorausbildung erhielt die 6. Jgerbri-gade Untersttzung durch Soldaten der Heerestrup-penschule, der Kommandos Luftuntersttzung und Luftraumberwachung sowie des Militrkomman-dos Tirol.

    Kommandanten mssen auf Herausforderungen reagierenBereits Wochen vor der eigentlichen Ausbildung liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Obwohl man fr die Ausbildung im Simulatorsystem kein Drehbuch im herkmmlichen Sinn bentigt, sind doch umfangreiche Planungsttigkeiten erforder-lich, um ein realistisches Bild entstehen zu lassen. Auf dieser Grundlage entwickelt sich die Lage nach den taktischen Entschlssen und deren Umsetzung von selbst. Die Kommandanten und Stbe der 6. Jgerbrigade haben im Rahmen der Fhrungsentscheidung fr den Einsatz der unterstellten Einheiten und Unterstt-zungsverbnde smtliche Freiheiten. Kein Szenario gleicht dem anderen, da immer wieder verschiedene Taktiken ausprobiert werden knnen. Besondere Re-alittsnhe bekommt der Fhrungssimulator durch den Aufbau und die Fhrung von beweglichen Be-fehlsstellen durch alle Bataillone der 6. Jgerbriga-de. Eine realittsnahe Situation wie im Einsatzfall spiegelt somit ein zentrales Thema der Fhrungssi-mulatorbung der 6. Jgerbrigade wieder.

    Elektronische Einsatzfhrung neue bungsherausforderungErstmalig im Rahmen einer Fhrungssimulatoraus-bildung wurde auch eine Stabszelle fr elektroni-sche Einsatzfhrung gebildet. Die elektronische Ein-satzfhrung sttzt sich auf hochtechnische Systeme und verfolgt das Ziel, die eigene Fhrungsleistung zu schtzen, jene des Gegners jedoch herabzuset-zen. Dazu werden zum Beispiel Peilelemente ein-gesetzt, um Fhrungseinrichtungen des Gegners zu finden, deren Wirkung dann mit Strsendern blo-ckiert wird.Die Soldaten des Fhrungsuntersttzungsbataillons 2 aus St. Johann im Pongau beschftigten sich mit dieser neuen Thematik im Rahmen der Einsatzfh-rung und bten im Rahmen der Fhrungssimulator-ausbildung der 6. Jgerbrigade diesen Aspekt der Einsatzfhrung.Das Bild nach dieser Woche zeigt, dass die Mit-tel, die in die 6. Jgerbrigade investiert werden, gut angelegt sind. Zustzlich ist zu beachten, dass die

    bung am Fhrungssimulator im Vergleich zu ei-ner Grobung mit der gesamten Truppe der 6. J-gerbrigade eine kostengnstigere Alternative in Zei-ten des Sparpaketes darstellt. Die kompetente und ausgezeichnete Zusammenarbeit smtlicher betei-ligter Verbnde und Soldaten war letztendlich der Schlssel zur erfolgreichen Bewltigung der gestell-

    ten Aufgaben. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten fr die gezeigte Leistung!, fasste der Brigadekom-mandant der 6. Jgerbrigade, Brigadier Mag. Peter Grnwald, d erfolgreichen Abschluss der Fhrungs-simulatorbung 2010 in der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam zusammen.

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    Fortsetzung von Seite 11

    Redaktionsschlussam 30. April 2011

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    Der Kommandant der 6. Jgerbrigade, Brgd Mag. Grnwald (re.), weist die Batail-lonskommandanten in die taktische Lage ein. Foto: Wm Mairinger

    Die mobilen Gefechtsstnde whrend der bung: Gut getarnt in der winterlichen Landschaft. Foto: Wm Mairinger

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    Austria Mountainbike Orientierungscup250 Teilnehmer nutzten erstmals die neue Orientierungskarte

    Das Mieminger Plateau war der Austra-gungsort fr den 5. und 6. Austria Cup im Mountainbike Orientierung (MTBO) und die sterreichischen Meisterschaf-ten Langdistanz Cup fr Senioren im MTBO.

    Organisiert und durchgefhrt wurden diese Ori-entierungsbewerbe durch den Heeressportver-ein Absam (HSV Absam) unter der Leitung von Hauptmann Christian Thaler.Bei dieser Veranstaltung nahmen hochkartige Spitzensportler teil, u. a. die italienische Nati-onalmannschaft und die sterreichische 6-fache Weltmeisterin Michaela Gigon vom Heeressport-leistungszentrum Sdstadt. Eine Novitt stellt die jetzt erst im Rahmen dieser Bewerbe publizierte Orientierungslandkarte dar, welche in Kooperati-on des Landes Tirol, dem Militrkommando Tirol und dem HSV Absam erstellt wurde.Diese Karte stellt eine groe Bereicherung fr den Tourismus des Mieminger Plateaus dar, da sie den Bereich Landesfeuerwehrschule Telfs bis Nasse-reith im Mastab 1:15.000 darstellt. Die beiden Gemeinden Obermieming, mit Brgermeister Dr. Franz Dengg, und Wildermieming Vizebr-germeister untersttzten gemeinsam mit Touris-musverband, Raika und anderen Sponsoren die Veranstaltung. Dank gilt auch den Grundeigen-tmern, die ihre Pltze zur Verfgung stellten.

    Die 6-fache Weltmeisterin Michaela Gigon siegte bei der Damen Eliteklasse.

    Eliteklassegewinner Tobias Breitschedl vom ASK Henndorf unterwegs.

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  • Es ist mir eine Freude, ab Mrz 2011 die militrrztliche Leitung und damit die medizinische Versorgung des Stabsba-taillons 6 zu bernehmen. Ich habe an der Leopold-Franzens-Univer-sitt Allgemeinmedizin studiert. Nebenher bernahm ich Nachtdienste an der Klinik. Die Wahl des Faches Allgemeinmedizin traf ich aus der berlegung heraus, dass ich ein mglichst breitgefchertes Spektrum abdecken wollte. Nach einer lngeren Kinderpause aufgrund

    meiner zwei Shne (jetzt 10 und 14 Jahre alt), absolvierte ich meinen Turnus im Bezirks-krankenhaus Hall und in der Universittsklinik Innsbruck. Anschlieend bernahm ich Praxis-vertretungen und arbeitete als Stationsrztin in der Privatklinik Hochrum.Bereits neben dem Turnus erlangte ich eine Rei-he von Zusatzqualifikationen (Homopathie, Akupunktur, Phytotherapie). Weiters verfge ich ber eine Notarztausbildung.Auf der Suche nach einem neuen Bettigungs-feld stie ich auf die Mglichkeit einer mili-trrztlichen Laufbahn. Darber hinaus ist fr mich die Chance, Auslandserfahrung zu sam-meln sehr attraktiv.Ich freue mich schon auf den neuen Verant-wortungsbereich. Dr. Doris Morandell

    Am 5. November 2010 berreichte Oberstleutnant Friedrich lbck den TIWAG-Vorstandsmitgliedern Dr. Bruno Wallnfer und DI Alfred Fraidl anlss-lich des Jubilums der 15-jhrigen Partnerschaft eine Urkunde in der Standschtzenkaserne Innsbruck. Seit vielen Jahren fhrt das Stabs-bataillon 6 regelmige bungen zum Schutz der TIWAG-Anlagen durch und untersttzt das Landesunternehmen im Katastrophenfall auch

    bei Hochwasser, Muren- und Lawinenabgn-gen. Der Kommandant des Stabsbataillons 6 lobte im Rahmen der Urkundenberreichung die gute Zusammenarbeit und bedankte sich fr die Untersttzung der TIWAG, die in sei-nen Augen keine Selbstverstndlichkeit und fr eine Integration des Bundesheeres in die Gesellschaft beraus hilfreich ist. Die TIWAG bekennt sich uneingeschrnkt zur Landesverteidigung und wird auch weiterhin

    eine lebendige, starke Partnerschaft mit dem Stabsbataillon 6 pflegen, so der Vorstands-vorsitzende Dr. Wallnfer und fhrt weiter aus, dass die Fragen der Sicherheitspolitik derzeit europaweit neu diskutiert werden und die materielle Ausstattung des Bundesheeres leider unzureichend ist.

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    Absender: Stabsbataillon 6, Kranebitter Allee 230, 6020 Innsbruck

    15 Jahre Partnerschaft

    Stabsbataillon 6 erhlt eine eigene militrrztliche Leitung

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