Agrarforschung Schweiz, Heft 4, April 2014

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  • AGRARFORSCHUNG SCHWEIZ

    A p r i l 2 0 1 4 | H e f t 4

    Ag

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    BLW

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    Agrarwirtschaft Synergien und Zielkonflikte zwischen Ernhrungssicherheit und Ressourcen effizienz Seite 132

    Nutztiere Strker abgepresste Zuckerrbenschnitzel weisen eine gute Silagequalitt auf Seite 146

    Kurzbericht Die Schweizer Pferdebranche Seite 154

  • ImpressumAgrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse ist die Zeitschrift der landwirtschaftlichen Forschung von Agroscope und ihren Partnern. Die Zeitschrift erscheint auf Deutsch und Franzsisch. Sie richtet sich an Fachpersonen aus Forschung, Industrie, Lehre, Beratung und Politik, an kantonale und eidgens sische mter und weitere Fachinteressierte.

    HerausgeberinAgroscope

    Partnerb Agroscope (Institut fr Pflanzenbauwissenschaften IPB;

    Institut fr Nutztierwissen schaften INT; Institut fr Lebensmittelwissenschaften ILM; Institut fr Nachhaltigkeits wissenschaften INH), www.agroscope.ch

    b Bundesamt fr Landwirtschaft BLW, Bern, www.blw.chb Hochschule fr Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, Zollikofen, www.hafl.chb Beratungszentrale AGRIDEA, Lindau und Lausanne, www.agridea.ch b Eidgenssische Technische Hochschule ETH Zrich,

    Departement fr Umweltsystemwissenschaften, www.usys.ethz.ch

    Redaktion Andrea Leuenberger-Minger, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agro nomique Suisse,Agroscope, Postfach 64, 1725 Posieux, Tel. +41 26 407 72 21,Fax +41 26 407 73 00, E-Mail: info@agrarforschungschweiz.ch

    Judith Auer, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse, Agroscope, Postfach 1012, 1260 Nyon 1 E-Mail: info@agrarforschungschweiz.ch

    Redaktionsteam Vorsitz: Jean-Philippe Mayor (Leiter Corporate Communication Agroscope), Evelyne Fasnacht, Erika Meili und Sibylle Willi (Agroscope), Karin Bovigny-Ackermann (BLW), Beat Huber-Eicher (HAFL), Esther Weiss (AGRIDEA), Brigitte Dorn (ETH Zrich).

    AbonnementPreiseZeitschrift: CHF 61.* (Ausland + CHF 20. Portokosten),inkl. MWSt. und Versandkosten, Online: CHF 61.** reduzierter Tarif siehe: www.agrarforschungschweiz.ch

    AdresseNicole Boschung, Agrarforschung Schweiz / Recherche Agronomique Suisse, Agroscope, Postfach 64, 1725 Posieux E-Mail: info@agrarforschungschweiz.ch, Fax +41 26 407 73 00

    AdressnderungenE-Mail: verkauf.zivil@bbl.admin.ch, Fax +41 31 325 50 58

    Internet www.agrarforschungschweiz.chwww.rechercheagronomiquesuisse.ch

    ISSN infosISSN 1663-7852 (Print)ISSN 1663-7909 (Internet)Schlsseltitel: Agrarforschung SchweizAbgekrzter Schlsseltitel: Agrarforsch. Schweiz

    Copyright Agroscope. Nachdruck von Artikeln gestattet, bei Quellenangabe und Zustellung eines Belegexemplars an die Redaktion.

    Erfasst in: Web of Science, CAB Abstracts, AGRIS

    131 Editorial

    Agrarwirtschaft

    132 Synergien und Zielkonflikte zwischen Ernhrungssicherheit und Ressourceneffizienz Birgit Kopainsky et al.

    Agrarwirtschaft

    138 Globale Ernhrungssicherheit Schlussfolgerungen fr die Schweiz Barbara Becker, Marc Zoss und HansJrg

    Lehmann

    Nutztiere

    146 Strker abgepresste Zuckerrbenschnitzel weisen eine gute Silagequalitt auf Ueli Wyss und Catherine Metthez

    Kurzbericht

    154 Die Schweizer Pferdebranche Lea Schmidlin et al.

    Kurzbericht

    158 Mechanische Regulierung der Begleitflora bei Rispenhirse Rosalie Aebi, Samuel Knapp und Jrg Hiltbrunner

    162 Interview

    163 Aktuell

    167 Veranstaltungen

    InhaltApril 2014 | Heft 4

    In der Studie Wirtschafts-, gesellschafts- und umwelt-politische Bedeutung des Pferdes in der Schweiz Stand 2013 stellt das Schweizerische Nationalgestt von Agro-scope interessante Zahlen zur Pferdebranche der Schweiz vor. (Foto: Carole Parodi, Agroscope)

  • Editorial

    131Agrarforschung Schweiz 5 (4): 131, 2014

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Wirtschaftliche Stabilitt und ein liberales Umfeld, steigende Verfgbarkeit

    von Zeit und Mitteln fr Freizeitaktivitten, das Bedrfnis breiter Bevlke

    rungsschichten zu einem aktiven Ausgleich des Berufslebens, Interesse an

    Natur und Tieren, Globalisierung von Information, Traditionen und die Faszi

    nation fr das Pferd darunter zu verstehen sind alle domestizierten Equiden,

    also Pferde, Ponys, Esel, Maultiere und Maulesel ganz generell, sind Schls

    selfaktoren, die zur Entwicklung und Popularisierung des Pferdewesens in

    der Schweiz in den letzten Jahren beigetragen haben. Der lndliche Raum

    als Lebens und Nutzungsraum des Raufutterverwerters Pferd sowie die

    Landwirte als Dienstleister spielen dabei fr die Pferdebranche eine zentrale

    Rolle. Rund drei Viertel der Pferde stehen nmlich in der Landwirtschafts

    zone und nutzen rund 60 000 ha landwirtschaftliche Nutzflche (LN) in unse

    rem Land. Je nach Region trgt die Pferdehaltung auf Betriebsebene subs

    tanziell zum landwirtschaftlichen Einkommen bei und leistet einen Beitrag

    zum Erhalt der Betriebe. In Anlehnung an die Pferdebranchenrapporte der

    Jahre 2007 und 2009 Wirtschafts, gesellschafts und umweltpolitische

    Bedeutung des Pferdes in der Schweiz liegt nun seit kurzem ein neuer

    Bericht zum Stand 2013 vor. Mitarbeitende des Schweizerischen Nationalge

    stts von Agroscope (SNG), fachlich untersttzt von Kollegen aus der Agrar

    konomie von Agroscope in Tnikon (INH) aber auch von Mitarbeitenden

    aus dem BLW und weiteren Bundesmtern sowie Hochschulen, erstellten

    diesen Rapport im letzten Jahr. In diesem Sinne ist der Rapport auch ein sch

    nes Beispiel gelebter Agroscopeinterner und externer Zusammenarbeit.

    Zusammengefasst liegen die Herausforderungen fr die Schweizer Pfer

    debranche darin, einerseits mglichst dauerhaft wettbewerbsfhig zu wirt

    schaften und gleichzeitig Umweltwirkungen zu minimieren, und anderer

    seits auch das Tierwohl und soziale Umfeld im lndlichen Raum sowie den

    Austausch zwischen Stadt und Land positiv mitzugestalten. Der Rapport Pfer

    debranche 2013 zeigt in einem ersten Teil das aktuelle Bild der Schweizer

    Pferdebranche auf sowie deren Bedeutung und Entwicklung whrend der

    letzten zehn Jahre. Der zweite Teil widmet sich ausgewhlten Themengebie

    ten, welche die aktuellen Vernderungen und auch Neuerungen in der Bran

    che prgen. In den letzten Jahren waren die verschiedenen Akteure auf

    grund zahlreicher gesetzlicher Anpassungen in vielerlei Hinsicht gefordert.

    Fakt bleibt jedoch, der Pferdebestand in der Schweiz wchst nach wie vor,

    ebenso die Anzahl Besitzer und Pferdehalter. Die Pferdenutzung ist heute

    mehrheitlich Frauensache. Die Pferdezucht und haltung ist demgegenber

    mehrheitlich buerlich und in Mnnerhand. Zwischen urbanen Ansprchen

    und lndlichen Befindlichkeiten knnen Welten aufeinander treffen. In die

    sem Spannungsfeld Beitrge zur wirtschaftlichen Rentabilitt der Pferde

    zucht und haltung zu liefern aber auch den Ansprchen einer modernen

    Gesellschaft in Bezug auf Tierschutz und Tierwohl gerecht zu werden, bewe

    gen sich die Ttigkeiten der Mitarbeitenden von Agroscope im Bereich Pferd.

    Mehr dazu finden Sie im Beitrag auf Seite 154 in dieser Ausgabe der Agrar

    forschung Schweiz.

    Stefan Rieder, Forschungs-bereichsleiter Agroscope Schweizerisches Nationalgestt

    Neues zum Stand der Schweizer Pferdebranche

  • 132 Agrarforschung Schweiz 5 (4): 132137, 2014

    rung die Herausforderungen fr die Schweizer L&E im

    Zeithorizont 2050 identifiziert. Dabei wurden insbeson

    dere die Hebelwirkungen einzelner Interventionen zur

    langfristigen Sicherung der Produktion und einer effizi

    enten Ressourcennutzung untersucht. Die folgenden

    Forschungsfragen werden beantwortet:

    Welche Handlungsfelder bestehen, um die Schweizer L&E gezielt hinsichtlich Ressourceneffizienz und

    Ernhrungssicherheit ausrichten zu knnen?

    Was sind die Produktions und Umweltwirkungen dieser Handlungsfelder?

    Entstehen Zielkonflikte und Synergien? Zur Erreichung der formulierten Ziele und Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein dynamisches

    Simulationsmodell auf den Schweizer Kontext

    angepasst und entsprechend kalibriert.

    E i n l e i t u n g

    Der vorliegende Beitrag sttzt sich auf das Teilprojekt

    Modellierung und befasst sich mit den Zielkonflikten und

    Synergien zwischen Produktions und Umweltwirkungen

    der Schweizer Land und Ernhrungswirtschaft (L&E; vgl.

    Kasten Ressourceneffizienz S. 133). In diesem Teilpro

    jekt wurde untersucht, wie sich die Schere zwischen Nah

    rungsmittelbedarf und Produktionspotenzial in der

    Schweiz schliessen liesse (Abb. 1). Allerdings kann das

    weitere Umfeld dabei nicht ausser Acht gelassen werden,

    da fast 50 % der in der Schweiz verbrauchten Lebensmit

    tel importiert werden (BLW 2012a). Laut Jungbluth et al.

    (2011) fallen ausserdem etwa 60 % der Umweltbelastun

    gen durch den Konsumbereich Ernhrung im Ausland an.

    Vor diesem Hintergrund wurden im Teilprojekt Modellie

    Synergien und Zielkonflikte zwischen Ernhrungssicherheit und Ressourceneffizienz Birgit Kopainsky1, Theresa Tribaldos1, Christian Flury1, Matteo Pedercini2 und Hans-Jrg Lehmann3

    1Flury&Giuliani GmbH, 8006 Zrich, Schweiz2Millennium Institute, 20006-4021, Washington DC, USA3Bundesamt fr Landwirtschaft, 3003 Bern, Schweiz

    Ausknfte: Birgit Kopainsky, E-Mail: birgit.kopainsky@flury-giuliani.ch

    A g r a r w i r t s c h a f t

    Abb. 1 | Nahrungsmittelerzeugung unter stetigem Druck: Steigen