Alpenverein Villach

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Alpenverein Villach Heft 2 | 2008 Jahrgang 29 Dr. Julius Kugy-Jubiläumsjahr 2008 Foto: Heiner Ludescher, Kugy-Denkmal in der Trenta.
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    01-Jan-2022
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av2_08.pdfErscheinungsort Villach Verlagspostamt 9500 Villach / GZ 02Z032447M Wenn unzustellbar, bitte zurück an 9500 ÖAV Villach
P. b. b. GZ 02Z032447M
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Dr. Julius Kugy-Jubiläumsjahr 2008
Am 17. Mai fand erstmals das Frühlingsfest der Alpenvereinsjugend am Areal der Spedition Korak in der Udinestrasse statt. Trotz des schlechten Wetters und der „Neuheit“ der Veranstaltung fanden ca. 25 Kinder und einige Eltern und erwachsene Freunde der Alpenvereinsjugend ihren Weg zu unserem Fest.
Dort konnte geklettert werden, was das Zeug hielt, jeder konnte seine persönliche Maskerade beim Kinderschminken kriegen und auch die Forschungsstation der Naturdetektive fand großen Anklang. Beim laufenden A und dem Schilanglauf mit den Trolleys war große Geschicklichkeit gefragt!
Höhepunkt war der spannende und nicht ganz einfache Orientierungslauf, der unter erschwer- ten Bedingungen, wie strömendem Regen usw., stattfand.
Den positiven Rückmeldungen und der Motivation der Betreuer unserer Jugend nach zu schließen, wird dieses Fest ein fixer Bestandteil unseres Sommerprogramms wer- den!
Ein herzlicher Dank an Gemeinderat Ewald Koren, der in Vertretung unseres Herrn Bürgermeisters unser Fest besuchte!
Vielen Dank nochmals an die Betreuer Rita, Nicki, Angelika, Barbara 1 und Barbara 2, Angelika, Ingrid, Bernhard, Richard, Jürgen, Lukas, Werner und Peter sowie den Hausherren Michael Ibovnik!
Lukas Ofner
Informationen zu unseren Plänen für das 3. Quartal findest du auf Seite 31 dieses Heftes!
Impressum: Medieninhaber / Herausgeber: ÖAV Zweig Villach. Redaktion: ÖAV Villach, Schanzgasse 3, 9500 Villach. – – Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Karl Pallasmann und Ing. Heinz Sternig, beide Villach.
Satz und Layout: WerbeGrafikDesign Margret Arendt, Villach Druck: Kärntner Druckerei, Klagenfurt. – – Offenlegung: Medieninhaber
ausschließlich Österreichischer Alpenverein Zweig Villach. Unternehmensgegenstand: Information der Mitglieder des ÖAV
über alpines Geschehen.
Das erste FRÜHLINGSFEST
2 AV Villach 2/2008
06_ Vorstellung Mitarbeiter
07_ Aktuelle Berichte
27_ Bücherei
In Anlehnung an die unsägliche Fußball- EM-Werbung erlaube ich mir festzustellen, dass es nur mehr 40 Tage bis zum 150. Jubiläum von Julius Kugys Geburtstag am 19. Juli 2008 sind!
Ein Jubiläum, das es zu feiern gilt, ist doch der Altösterreicher Kugy durch seine Weltaufgeschlossen- heit zu einem Vor- reiter der Europäi- schen Union, zumin-
dest für das Dreiländer- bzw. Dreikulturen-Eck Kärnten, Friaul und Slowenien, geworden. Welche Freude hätte er darüber gehabt, wieder ohne Passkontrolle die Grenzen zwischen die- sen Ländern überschreiten zu können. Nehmen Sie die schon angekündigten Angebote zur Begehung dieses Jubiläums wahr!
Auch gilt es heuer eines großen Freundes und Förderers des Villacher Alpenvereins, des Bergrettungsdienstes und des Alpengartens zu gedenken, nämlich Karl Kuchar. Er wäre im März dieses Jahres 100 geworden (Bericht im Blattinneren).
Ein weiteres Jubiläum erlebt heuer unsere Glockner Biwakschachtel. Am 31. Mai bzw. 6. Juni wollten anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Biwakwart Peter Perwein und der Orts- stellenleiter der Villacher Bergrettung, Mag. Günther Pischelsberger, Touren zum Biwak und zum Johannisberg durchführen. Wegen schlech- ter Wetterbedingungen mussten die Touren abgesagt werden.
Und noch ein wichtiges Datum: Das Ludwig Walter-Haus ist seit 1. Juni 2008 – von neuen Pächtern geführt – wieder geöffnet.
Bleiben wir beim Ludwig Walter-Haus: Anfang Juni sind die Vorschläge der Architekten zur Totalsanierung des Hauses vorgelegt worden, nun wird die Abklärung für die Finanzierbarkeit dieses Riesenprojektes in Angriff genommen. Eine Herausforderung par excellence, soll doch diese Hütte das Umweltgütesiegel des ÖAV erhalten und für Jahrzehnte wieder ihren Zweck als hoffentlich attraktives Gipfelhaus erfüllen.
Nicht nur hier hat unser Baureferent, DI Joachim Gfreiner, mit seiner Energie und Erfahrung den Entwicklungsprozess vorangetrie- ben.
Bahnbrechend war auch der von ihm initiierte Workshop über „Nutzungskonflikte zwischen Wald-, Jagd-, Freizeit- und Tourimuswirtschaft in Kärnten“, der am 6. März 2008 in Ossiach statt- fand.
Hier trifft den AV dabei vor allem die Problematik „Mountainbiken und Schitouren gehen“. Wir hoffen, dass die nachfolgenden Gespräche bis in die höchsten politischen Ebenen zu einem sinnvollen Ergebnis und Konsens führen werden.
Mit herzlichen Bergsteigergruß
Dr. Karl Pallasmann
(Nachruf im nächsten Heft)
AV Villach 2/2008 3
Der Kurs richtet sich vorwie- gend an Fortgeschrittene (Bergerfahrung und Erfahrung im Klettergarten-Vorstieg). Bei Bedarf auch an Anfänger (Bergerfahrung, Schwindel- freiheit und Trittsicherheit vor- ausgesetzt) – bitte bei Anmeldung um Bekanntgabe, ob Anfänger oder Fort- geschrittener.
Anmeldung mit Einzahlung von 40 € Kursbeitrag bis 26. Juni in der AV-Kanzlei.
Vorbesprechung am 3. Juli um 19:00 Uhr in der AV-Kanzlei.
Ausbildner: Hary Wieser, Thomas Lippitsch, Volkmar Pirkopf, Lukas Ofner
Ludwig Walter-Haus neu bewirtschaftet
Seit 1. Juni 2008 ist das Ludwig Walter-Haus, geführt vom neuen Pächterehepaar Ernst und Anne-Lore Maier, wieder geöffnet.
Die neuen Hüttenbetreiber können auf eine jahrelange gastronomische Erfahrung zurückblicken, u.a. auch am Dobratsch: 1980-1982 bei Frau Pschernig am Ludwig Walter-Haus und 1982-1987 als Pächter der Knappenhütte.
Herr Maier hat als Koch in den Wintersaisonen langjährige Erfahrung und bewirtschaftet erfolgreich im Sommer das Kölnbreinstüberl im Maltatal.
Der Vorstand konnte sich am Eröffnungstag von der hervor- ragenden Qualität der Kas- nudeln und Speckknödel selbst überzeugen.
Wir wünschen der neuen Pächterfamilie für ihre Tätig- keit auf unserer Villacher Alpe alles Gute und viele zufriede- ne Besucher.
Karstfahrt
treffen
Wir starten in Ratece (SLO). Der Weg führt hinauf zur Porticina (Übergang zwischen Kleiner und Großer Ponza), dann Abstieg über die Wege CAI 512/A und 512, vorbei an der Ponze Hütte bis zur Zacchi Hütte – eigentliches Ziel unse- rer Wanderung –, wo es dann zum gemütlichen Beisammen- sein kommt.
Danach Abstieg über CAI 512 zum Oberen Weißenfelser See. Von dort werden die Teilnehmer wieder zu ihren Fahrzeugen nach Ratece gebracht.
Die Abfahrtszeit ist im AV- Schaukasten und in der AV- Kanzlei einzusehen.
So 14.9.
So 9.11.
11.-13.7.
AV-Kanzlei: Schanzgasse 3, 9500 Villach Tel. und Fax 04242 / 28 95 84 E-Mail: [email protected] ZVR 650 900 871
Kanzleistunden: Di, Do – jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr
Homepage: www.alpenverein.at/villach
Kto. 422570705 BIC: BKAUATWW
Letzte Meldung: Zweig Villach in Kärnten zweitbeste Sektion in der
Mitgliederwerbung!
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4 AV Villach 2/2008
Julius Kugy in den Westlichen Julischen Alpen Notwendige Vorbemerkung, vor allem für unsere jün-
geren Leser: In diesem Beitrag verwende ich überwie-
gend diejenigen Berg- und Ortsnamen, die Julius Kugy
auch in seinen Büchern gebraucht. Um aber den
Bezug zur heutigen Zeit herzustellen, in der die
Westlichen Julischen Alpen größtenteils zu Italien
gehören, führe ich zusätzlich auch die offiziellen italie-
nischen Namen an.
Im letzten Heft unserer Mitgliederzeitschrift schilderte der Obmann des Zweiges Villach, Karl Pallasmann, den Lebenslauf, den familiären Hintergrund und das Wirken von Julius Kugy als alpiner Referent des österreichischen Heeres während der Kriegsereignisse in den Julischen Alpen von 1915 bis 1918. Nun wollen wir aber Julius Kugy auf seinen Bergfahrten in den Westlichen Julischen Alpen begleiten, die er vor dem Ersten Weltkrieg unternommen hatte. Weil es zu ermüdend wäre, die Tätigkeit von Julius Kugy als Erschließer, Erstersteiger von Gipfeln oder als Erstbegeher neuer Routen voll- ständig oder auch nur zeitlich geordnet aufzuzählen, möchte ich einige bemerkenswerte Touren herausgreifen und mich dabei vor- nehmlich auf Kugys eigene Schilderungen in seinen Büchern stützen.
Auf dem Wischberg (Jôf Fuart), dem „hellsten Berg der Julischen Alpen“, stand Kugy bereits 1877 zum ersten Mal. Seither fes- selte ihn dieser Gipfel so, dass er ihn nach eige- nen Angaben mehr als dreißig Mal bestieg – auch im Winter und auf neuen Routen; dazu zäh- len die Anstiege durch die Westwand, durch die Nordostschlucht und durch die Nordwand. Von den benachbarten Gipfeln bestieg er als Erster die Hohe Weißenbachspitze (Cima Alta di Riobianco), die damals bei den Einheimischen als unersteiglich galt, die Hohe Gamsmutter (Cima Alta Madre dei Camosci) oder den Spranje-Turm (Cima de lis Codis). Erstbegehungen gelangen ihm an der Kaltwasser Gamsmutter (auch Wilde Gams- mutter genannt, ital. Cima di Riofreddo). Weiters überschritt er als Erster (oder in einigen Fällen als erster Tourist) einige Scharten im Kamm zwi- schen Wischberg und Montasch (Jôf di Mon- tasio), so etwa die Forca de lis Sieris oder die Huda-Palica-Scharte (Forca della Terrarossa).
Der Montasch als höchster Berg der Westlichen
Julischen Alpen weckte natürlich das besondere Interesse von Julius Kugy; er bezeichnete ihn als den „gewaltigsten Berg der Julischen Alpen“. Da er seit 1887 regelmäßig nach Wolfsbach (Valbruna) und somit in die Seisera kam, interes- sierten ihn vor allem die Nordabstürze dieses Berges. Mitte November (!) 1892 beging er den Spranje-Weg zum Vert Montasch (Cima Verde del Montasio), drei Jahre später den Brdo-Grat zum selben Gipfel. Damit war aber Kugy nicht zufrieden, weil er einen möglichst direkten Anstieg zum Gipfel des Montasch finden wollte. Dies gelang ihm gemeinsam mit den Führern Anton Oitzinger und Joze Komac im Jahre 1902.
Bemerkenswert sind die Daten, die Kugy dazu liefert: Am Vorabend der Begehung reiste er von Triest nach Wolfsbach an, in der Nacht rastete die Gruppe eine Stunde lang in der Seisera- Hütte, von wo sie um 4.00 Uhr loszog. Zu Mittag waren die Bergsteiger an der Schlüsselstelle, dem später so genannten „Passo Oitzinger“; in einem steilen Riss konnte Oitzinger, den sein Rucksack am Klettern hinderte, weder vor noch zurück. Joze Komac umkletterte die schwierige Stelle und „rettete“ Oitzinger, indem er ihm von oben seinen Gürtel herabließ, an dem Oitzinger dann sein Seil festbinden konnte. Um 15.00 Uhr standen sie glücklich auf dem Gipfel, wo sie eine Stunde lang rasteten. Der Abstieg erfolgte über Nevea nach Raibl (Cave del Predil), wo sie 18 Stunden nach dem Aufbruch von der Seisera- Hütte eintrafen. Noch in der Nacht fuhr Kugy nach Triest zurück, um am nächsten Morgen wie- der an seinem Arbeitsplatz zu sein. Die erste Winterersteigung des Montasch gelang Kugy im Jahre 1905 über den Findenegg-Weg, also durch die Westschlucht. Wie immer begleiteten ihn
Der Montasch von Norden
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Führer – diesmal Anton Oitzinger und Giuseppe Pesamosca. Tiefer Schnee und größte Lawinen- gefahr machten die Tour zu einem langen, gefährlichen Unternehmen; die Gruppe benötigte von der Forca dei Disteis zum Gipfel und wieder zurück 11 Stunden!
Am Kanin (Monte Canin) fesselte Kugy vor allem der freie Blick zum Meer. Er stand etwa 30 Mal auf diesem Berg, den er als den blitzgefähr- lichsten Berg der Julischen Alpen bezeichnete. Ein Gewitter, das er – in eine Spalte geduckt – auf dem Kaningrat erlebte, gehört zu seinen schauerlichsten Erinnerungen. Wie am Montasch gelang Kugy auch am Kanin die erste Winterersteigung. Er reiste ebenfalls in der Nacht an, ging um 2.00 Uhr von Raibl weg, war um 13.00 auf dem Gipfel, um 22.00 Uhr wieder in Raibl und am nächsten Morgen in Triest.
Besonders begeistert haben Kugy die Bänder in den Westlichen Julischen Alpen und hier wiederum am Wischberg und in den Nord- abstürzen des Gamsmutterzuges; dem schön- sten dieser Bänder gab er den Namen „Götter- band“. Und noch etwas fand Kugy in den Westlichen Julischen Alpen: Den „erlesensten Biwakplatz“ unter seinen etwa 200 Biwaks. Er liegt in der Tarviser Karnica, also im obersten Kar des Kaltwassertales (Val Riofreddo). Kugy
behauptet, dass man einen Berg am besten ken- nen lernt, wenn man auf ihm schläft ...
Dass Julius Kugy nicht nur die Hauptgipfel bestieg, beweisen seine Touren auf den Monte Zabus, den er wiederholt wegen seiner edel- weißreichen Südhänge besuchte, auf den bereits erwähnten Spranje-Turm oder auf die Schwalbenspitzen (Cime delle Rondini). Viele seiner von ihm erstbegangenen Routen tragen den Namen „Kugy-Weg“, zum Beispiel die Anstiege auf die Hohe Weißenbachspitze oder durch die Nordwand des Montasch. Bemer- kenswert ist, dass Julius Kugy fast ausschließlich einheimische Führer begleiteten. In den Westlichen Julischen Alpen waren dies zumeist Anton Oitzinger aus Wolfsbach, Andreas und Joze Komac, beide aus der Trenta, und Osvaldo Pesamosca aus Piani im Raccolana-Tal. Seinem treuen Begleiter Anton Oitzinger hat er sogar ein eigenes Buch gewidmet („Anton Oitzinger. Ein Bergführerleben“). In Wolfsbach, dem Heimat- dorf von Anton Oitzinger, verbrachte Kugy durch viele Jahrzehnte seinen Sommerurlaub – und hier begegneten ihm auch die Villacher Berg- steiger der Zwischenkriegszeit, die unserer Generation noch von ihren Erlebnissen in den Julischen Alpen und von den Zusammenkünften mit Julius Kugy erzählten. Helmut Lang
Veranstaltungen zum 150. Geburtstag von Dr. Julius Kugy im Villacher Alpenverein
5.7.2008 | Vellacher Kocna – Botanische Wanderung (Kugy-Baumbach) | Führung: Ing. Björn Zedrosser | Schwierigkeit: Wanderung
20.7.2008 | Kugydenkmal – Soca-Ursprung – Alpengarten Juliana | Führung: Rosi Strafner, Diethard Rauter | Schwierigkeit: Wanderung
30.8.2008 | Debeli vrh, östl. Julier | Führung: Walter Lackner, Reinhold Sepperer | Schwierigkeit: ausgesetzt, eine Stelle I – II Grad
Montasch, N-Wand, Kugyweg | Führung: Villacher Jungmannschaft, BRD DI Lukas Ofner + Rudi Katholnig | Schwierigkeit: III – IV Grad (abhängig vom Einstiegseisfeld)
Weissenbachspitze | Führung: Mag. Gerhard Gfreiner | Schwierigkeit: III – IV Grad (Variante) | II Kugyanstieg
Prisank – Hanzasteig | Führung: Michael Ibovnik | Schwierigkeit: II Grad
Ticarica – Siebenseental, Rundgang südl. des Triglav | Führung: Willi Pohl | Schwierigkeit: Wanderung
19.00 Uhr: Treffen aller Tourenteilnehmer in Kugys Vaterhaus in Pöckau/Arnoldstein.
Anmeldung für die Touren im Sekretariat des AV-Villach.
11.10.2008 | Tarvis, „Dr. Julius Kugy-Bewerb“ | Die Kletterjugend wird einen offen ausgeschriebe- nen 3-Länder-Bewerb zu Kugys Gedenken austragen. | Anmeldung im Internet über die Homepage des Fachverbandes unter www.wettklettern.com
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6 AV Villach 2/2008
Renate und Diethard Rauter
Jahrgang 1942, Mitglieder seit 1996. Vormals Lehrer, hatten wir nach der Pensionierung den Wunsch, die Freude am Wandern mit Gleichgesinnten zu teilen. Unter Verwendung der Power Card werden Ziele in der engeren Heimat angestrebt und das kulturelle Angebot eingebaut. Zu unseren bevorzugten Leiden- schaften zählen der alpine Schilauf, das Radwandern und das Tanzen in der Gemeinschaft. Durch unser Haus in Mooswald haben wir mit der Familie das Markieren der AV-Wege im Bereich Mirnock Süd übernommen.
Wir stellen vor:
Rosi Strafner
Jahrgang 1933, Mitglied beim ÖAV seit 1981. Großes Interesse für die Natur, für die Botanik im Speziellen. Begleitet und organisiert die Naturkundliche Gruppe seit 1993, deren Ziel es ist, Gedankenaustausch, Vorträge, Exkursionen zum Zwecke des Naturschutzes anzubieten. War viele Jahre die erste (und einzige) Frau im erweiterten Ausschuss.
Udo Jester
Jahrgang 1945, seit 1988 Mitglied beim Alpenverein. War von Beruf Fachlehrer für Elektronik an der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt, seit Oktober 2005 in Pension. Hobbies: Bergsteigen, Almen bewandern, Alm- und Schutzhütten aufsuchen, Singen, Jagen, Fliegenfischen. Seit 2003 Obmann der ÖAV-Ortsgruppe Unteres Drautal.
DI Wolfgang Gfreiner
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Faschingsfahrt ins Lavanttal 5. Feber 2008
Im Lavanttal wurde von den 34 Senioren der Fasching 2008 verabschiedet. Vorher wurde jedoch auch noch gewandert. Von Siegelsdorf, vorbei am Schloss Thürn nach St. Marein führte die problemlose Wanderung. Dann ging es nach St. Paul im Lavanttal, wo nach der Mittags- einkehr (GH Traube Poppmeier) noch eifrig und maskiert das Tanzbein geschwungen wurde.
Vorösterliche Wanderung (Kärntner Oberland) 12. März 2008
In das Kärntner Oberland ging es bei dieser Frühlingsfahrt. Die Wanderung von Pusarnitz zur Kirche Hohenburg und zurück wurde zufolge des prächtigen Wetters zu einem Vergnügen.
Mittagseinkehr gab es in Lendorf (Lendorfer Hof), hier wurde Martha Golja für ihre 150. Mitfahrt bei den Senioren ausgezeichnet. Ehe es an die Heimfahrt ging, wurden bei der Kirche Maria Bichl in Lendorf die schon traditionellen Ostereier zur Verteilung gebracht (44 Teilnehmer).
Friaul / Resiatal 1. Mai 2008
Sehr wetterfeste 49 Senioren wollten den neuen Rundweg „TA LIPA POT“ im Resiatal in Angriff nehmen. Das schlechte Wetter erzwang jedoch einen Abbruch nach der Hälfte des Weges.
Manche wollten mit Vittorio trotzdem auch noch den zweiten Teil machen, doch der Himmel öff- nete noch weiter seine Schleusen. So ging es etwas früher als geplant in das Ristorante „da Willy“ nach Gemona.
Schlussendlich waren doch alle froh, den Rest des Tages im Trockenen und bei ausgezeichne- ten Speisen zu verbringen. Unser bewährter und verdienter Busfahrer Horst wurde für seine stets umsichtigen 250 Fahrten mit den AV-Senioren geehrt. Josef Petschar
Seniorengruppe Markart – wetterfest und lustig
Erst wandern, dann den Fasching austreiben – heißt es am Faschingdienstag
Martha Golja ist bereits 150 mal bei den Seniorenfahrten dabei gewesen
Eine wunderschöne Raststation – auch für Bergsteiger und Wanderer – mitten im Gailtal!
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8 AV Villach 2/2008
„Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzu-
fangen“, soll das Motto für unser Wanderjahr 2008 sein. Mit leichten Wanderungen haben wir die Power Card-Pause überbrückt. Wer kennt nicht die „alten“ Wandertagsrouten von Tschi- nowitsch über die Dobrova nach St. Stefan, wei- ter nach Müllnern und am Gailradweg zurück? Oder den Weg von Pogöriach nach Heiligen- geist, zum Hundsmarhof und über die Rodelbahn zurück nach Villach, den wir bei tief winterlichen Bedingungen und ein zweites Mal bei Aprilwetter gewandert sind?
Die Frühlingsfahrt zum Arboretum nach Volcji Potok bei Laibach haben Christl Blum-Maier und Rosi Strafner sehr erfolgreich organisiert. Und es war ein mächtiges farbiges Tulpenfeuerwerk, ergänzt durch Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und andere Frühblüher. Die frisch gestutzten Rosen lassen ihre spätere Pracht erahnen, die bereits erwachten Rhododendren sind eine Augenweide. Das Schloss, der französische Garten, der Pavillon, der englische Park, der Große See, der See der Weißen Magnolie, der
Steingarten, die blühenden Orchideen, die Leihgaben von Minimundus, das Gartenzentrum – die Zeit war zu schnell vorbei, das Essen hat dann allen geschmeckt.
Ausgangspunkt der Wanderung im Rosental war die spätgotische Kirche in Maria Elend. Wir wanderten den Karawanken-Wanderweg 03 bis zum Naturerlebnisdorf am Feistritzer Stausee, am Landschaftsweg Rosental und am Drau- radweg zurück. Die saftig grüne Löwen- zahnwiese bei Ladinach und der Ausblick auf Matschacher Gupf, Sinacher Gupf, Singerberg, Koziak und Wertatscha erinnerten uns an J. F. Perkonig, der sagte: „Groß ist die weite Welt. Größer in einem rechten Herzen ist das Vaterland. Am größten ist doch die liebe, enge, kleine Heimat.“ Dieser Ausflug ist mit einem Besuch der Keltenwelt in Frög und darauf im Buffet Noreia ausgeklungen.
Einmal im Monat haben wir uns beim „Treffpunkt:Tanz“ so erfolgreich entspannt, dass er im Herbst neu ausgeschrieben wird.
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Losinj ist die größte des aus 36 Inseln beste- henden Archipels. Landschaftlich sehr reizvoll, wurde Losinj wegen der besonderen Charak- teristiken bereits 1892 zum klimatischen Kurort erklärt. Durch die dichten Wälder wird die Insel auch „Das Grün im Blau“ genannt. Über 1000 Pflanzenarten wurden bei Forschungen identifi- ziert. Zu den 230 Pflanzen mit heilender Wirkung zählen u.a. Rosmarin, Spargel, Lavendel, Strohblumen, Feigen, Myrte, Erdbeerbäume, Agaven, Zitronen und Orangen Erzherzog Karl hat z.B. in Veli Losinj eine bekannte Parkanlage mit 200 verschiedenen Baumarten einrichten las- sen. Auf den Inseln gibt es keine Giftschlangen. Hier sind die Geckos beheimatet. Man trifft über- all Schafe und kann, wenn man Glück hat, Gänsegeier und Delphine beobachten. Die Hauptorte sind Mali Losinj, Veli Losinj, Nerezine und Osor. Mali Losinj ist mit 6700 Einwohnern die größte Stadt der Kvarner Inselwelt, ein wohlhabendes Städtchen durch die Seeschifffahrt, mit engen Gassen in Hafennähe und schönen Villen der Kapitäne und des öster- reichischen Adels in der Cikat Bucht. Mediterrane Romantik zeichnet Veli Losinj aus und die ganze Stadt Osor wird als ein Museum im Freien bezeichnet, da die verschiedensten Epochen ihre Spuren hinterlassen haben.
Über 200 km lange, bestens markierte Wege laden zum Wandern und zum Bergsteigen ein. Entlang der Küste führen Promenadenwege durch den Pinienwald, leichte Wanderwege durchkreuzen die Insel. Anspruchsvoll ist der zehn Kilometer lange Wanderweg auf den höch- sten Gipfel, die Televrina (588 m), den der Thronerbe Rudolf von Habsburg schon 1887 als einer der Ersten bestieg.
Das Hotel Bellevue liegt 50 m vom Meer ent- fernt inmitten des Parkwaldes in der Cikat Bucht. Für die Woche hatten wir ein abwechslungsrei- ches Programm zusammengestellt und durch das Wetterglück konnte der Plan eingehalten werden. Die Wanderungen zum Monte Baston (62 m), zum Sveti Ivan (231 m) und auf die Televrina (588 m) bzw. nach Trzic (134 m) waren begleitet vom Duft vom Salbei, Ginster, Curry, Thymian und der Pinien. Die Farbenpracht und die Ausblicke aufs Meer und die umliegenden Inseln waren beeindruckend. Mit Ausflugs- schiffen haben wir die Inseln Ilovik, Susak und Unije besucht, Delfine schwammen daneben her. Kultur und Geschichte waren Schwerpunkte bei den Stadtbesichtigungen in Mali Losinj und in Veli Losinj, sehr informativ die Besuche des mee- resbiologischen Museums und des aromatischen Gartens. Die restliche Zeit wurde zum Schwimmen im Meer, zum Gemeinschaftstanz und zum geselligen Beisammensein genutzt. Die kroatische Lebensart lernten wir bei einem Liederabend und bei einer Vorführung von Tänzen durch Kinder in Tracht kennen. Zusammenfassung: die Woche war viel zu schnell vorbei. Diethard Rauter
Wandern und Wohlfühlen in Mali Losinj
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Für die Saison 2008 gibt es von der Tourengruppe wieder ein paar Schmankerln, eine Anmeldung ist allerdings notwendig.
Außerdem werden wir heuer auch eine Bergtour (drei Tage) in der Schobergruppe und eine Tour (zwei Tage) in der Venedigergruppe anbieten. Es besteht Anmeldepflicht (begrenzte Teilnehmerzahl – Besprechung)!
Die Sommerbergtouren im Hochgebirge sind anspruchsvoll, aber doch für viele Berggeher machbar. Kondition, Trittsicherheit und Ausdauer sind Voraussetzungen, die jeder haben sollte. Wir bemühen uns immer um ein gemäßigtes Tempo, denn „Schauen und Genießen“ sind ein Bestandteil unserer Unternehmungen.
Sollte die eine oder andere Bergtour bzw. Wanderung nicht stattfinden, sind wir bemüht, Ersatztouren anzubieten.
Wir freuen uns auf viele gemeinsame Touren und hoffen, dass für jeden das passende Tourenziel dabei ist.
Ist es nicht so, wie man will,
so muss man wollen, wie es ist!
Irene Schönfelder
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Traditionsgemäß wird als erste Jahresaktivität der K&K-Seniorenwandergruppe (Krall&Kriegl) eine Kulturfahrt durchgeführt. Heuer erwählte man als Fahrtziel die Urheimat der Gottscheer und man sicherte sich als wohl besten Reiseleiter den langjährigen Vorsitzenden der Gottscheer Landsmannschaft in Kärnten, Herrn Dr. Viktor Michitsch, geborener Gottscheer und Freund von K&K. Und kein anderer wie er wus- ste die schwere und ereignisreiche Geschichte der Gottscheer, die Liebe zur Heimat, das
Schicksal seiner Landsleute besser zu vermit- teln. Betroffenheit darüber, aber auch Bewunderung für dieses schöne Land, das sich im Frühlingsschmuck präsentierte, ergriff bald alle Mitreisenden. Die Fahrt am 29. April unter Buskapitän Horst Petritz wurde über Laibach vor- erst in die Stadt Gottschee geführt und unter- wegs kurz Station in Göttenitz, der unmittelbaren Heimat von Dr. Michitsch gemacht, um hier zu erfahren, dass dieses Dorf fast vollständig von der Bildfläche verschwunden ist und zu einer
internationalen Polizeistation umfunktioniert wurde (Eintritt verboten!), aber auch beim Friedhof in Mrauen. In Gottschee wurde dem schönen Dom, dessen Inneres sich durch die deutschen Inschriften des Altars auszeichnet, ein Besuch und eine kurze Andacht abgestattet, ehe man nach Mösel fuhr, um beim Gasthof Jelen ein wirklich ausgezeichnetes Mittagmahl einzunehmen. Beim Besuch der Gedächtnis- stätte Hornwald, wo zum und nach dem Kriegsende über 40.000 Menschen durch
Partisanen gequält und hingerichtet worden sind, verrichteten die Reiseteilnehmer ein kur- zes Gebetsgedenken. Auf dem Rückweg wurde der Marienkirche in Mitterdorf noch ein Besuch abgestattet, um auch hier gelungene Restaurierungen nach dem Erdbeben von 1976 und den Erhalt der deutschsprachigen Inschriften zu besichtigen. Über Laibach erreichten wir in den Abendstunden voll neuer und interessanter Eindrücke und Erinnerungen wieder Villach. Dolfi Scherer
Eine Fahrt ins Gottscheer Land
Die Seniorengruppe von K&K vor dem Gottscheer Dom
12 AV Villach 2/2008
Oft wandern wir über die sanften Wiesen der Nockberge und staunen über die schroffen Wände des Großen und Kleinen Rosennocks oder wir erreichen einen rettenden Griff in einer Klettertour in den Julischen Alpen oder erfrischen unsere Füße im Antlitz der Hochalmspitze in einem der zahllosen Bäche der Hohen Tauern – die Vielfalt der Landschaften und Gesteine in unserer Region ist ein Spiegel des komplizierten geologischen Aufbaus der Alpen.
Doch das, was man unter „Geologie“ zusam- menfasst, ist nur das prägende Element unserer Landschaften. Geologie ist viel mehr!
Es gibt kaum ein künstliches Produkt der Neuzeit, das nicht in irgendeiner Form mit Geologie in Zusammenhang gebracht werden kann. Sei es Erdöl als Energie- rohstoff oder Basis für Kunststoffe, Marmor und Kalkstein als Füllstoff im Papier, in Arzneimitteln oder in Farben oder aber auch als Bau- und Dekorstein sowie als Rohstoff für die Zementindustrie. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, z.B. mit im Bergbau gewonnenen Talk als „Klebeschutz“ bei feinem Konfekt. Einen kleinen Eindruck des menschlichen Bedarfs an mineralischen Rohstoffen erhält man, wenn man den statisti- schen Pro-Kopf-Verbrauch an mineralischen Rohstoffen in Österreich betrachtet. So ver- braucht jeder Österreich durchschnittlich 8.000 Kilogramm an Kies und Sand oder 480 Kilogramm Roheisen.
Schon immer verwendeten die Menschen Gesteine und Minerale für wirtschaftliche Zwecke oder zur Herstellung von Gerätschaften und Produkten. Man denke an die Obsidian-Messer
aus prähistorischer Zeit oder an Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen, wie z.B. die Akropolis in Athen oder die römischen Aus- grabungen am Magdalensberg. Geologen, Mineralogen und Petrologen können solche Bausteine aufgrund ihrer mineralogischen Zusammensetzung und unter anderem auch auf- grund des Inhaltes winzigster gasförmiger oder flüssiger Einschlüsse, die während der Bildung des Gesteins entstanden, historischen Stein- brüchen und Lagerstätten zuordnen. Auch Kultgegenstände aus Gold und anderen Edel- metallen beinhalten immer noch einen „geologi-
schen Fingerabdruck“ der Lager- stätten, in denen die verwendeten Rohstoffe abgebaut wurden. For- scher versuchen derzeit z.B. auf Basis der Zusammensetzung der Himmelsscheibe von Nebra Han- delsverbindungen innerhalb des prähistorischen Europas zu rekon- struieren. Schon in der Bronzezeit wurden „geologische Waren“ Salz und Erze quer durch den Kontinent transportiert!
Doch der Bergbau ist nur eine Facette der Geologie. Wenn wir von den schrecklichen Erdbeben in China hören oder uns an die
Ereignisse in Gemona 1976 erinnern, so ist auch das Geologie, und zwar in ihrer gefährlichsten Form. Die Vorhersage von geogenen (= von der Erde ausgehenden) Gefahren und die daraus fol- genden Sicherungsmaßnahmen sind nicht nur für den Alpenraum, sondern überall, wo Menschen in Risikogebieten leben, von funda- mentaler Bedeutung! Die Verbauungen im Kanaltal oder die Sicherungsarbeiten entlang der Passstraße aufs Nassfeld sind sichtbare
2OO8 – Das UNO-Jahr der Geologie
AV Villach 2/2008 13
Zeugnisse dieser geologischen Prognosen und Arbeiten.
Aber auch im Zuge von Bauprojekten – vom Einfamilienhaus in sonniger, doch rutschungsge- fährdeter Hanglage bis zur Tauerntunnel-Röhre – kommen immer Geologen zum Einsatz, die die Beschaffenheit des Untergrundes erkunden und den Einfluß der Bauwerke darauf vorhersagen und berechnen müssen, um eine sichere Auslegung des Baus zu gewährleisten.
Wenn wir also zusammenfassen wollen, so sehen wir, dass Geologie nicht nur die Berge
rundum sind, sondern dass sie in weite Teile unseres Lebens reicht: beginnend bei Rohstoffen, ihrer Aufsuchung und Gewinnung, über die geologische Untersuchung historischer Bauwerke bis zur geologischen Betreuung von Baustellen und der Abwendung von geogenen Gefahren. Geologie spielt in unserem Alltag eine große, aber oft nur bei näherer Betrachtung erkennbare Rolle. Doch so ist Geologie und so sind jene, die sich mit ihr beschäftigen: beschei- den vor der Erkenntnis, dass die Erde seit mehr als viereinhalb Milliarden Jahren stetigen Veränderungen unterworfen und alles vergäng- lich ist.
Die UNO hat die große Bedeutung der geologi- schen Wissenschaften erkannt und 2008 zum Jahr der Geologie erklärt.
Die Geologische Bundesanstalt in Wien hat für dieses Jahr einen sehr treffenden Leitspruch gefunden, mit dem ich diesen Artikel schließen möchte: „Geologie ist alles!“
Information: www.geologie-ist-alles.at
ARMBRUST Manfred ARMBRUST Rosa BAHAR Marjana BANDOLIN Michael BERBIC Mirella BERGER Angelika BERGER Ingrid BERGER Thomas BESSER-WALZL Gerold BIERBAUMER Adelheid BINTER Albert BINTER Karl-Heinz BORCHARDT Annelies BRUGGER Elvira BUGADZSIA Elke Mag.BUGELNIG-
KINDERMANN Silvia CARBONE Nicola Dr. DENZEL Rudolf DOHR Gerhard DOMINSCHIGG Gerlinde Ing. DORFER Christian DORFER Christine DORFER Florian DORN Elli DROBNY Peter DUGON Damjana EFFERL Benjamin EFFERL Lisa EFFERL Melanie EFFERL Petra EGGL Robert ERTLER Arno FEISTRITZER Felix Paul FEISTRITZER Renate FRIEDL Ingrid FUSSI Elisabeth FUSSI Erwin GACNIK Bostjan GRANITZER Christa GROLLITSCH Edith GRUDEN Mojca GSCHWANDTNER Johann GUGGENBERGER Ang.
GUTSCHI Bernd HAAS Harald HACKL Rainer HERNLER Christian HIPP Sonja HOCHMÜLLER Helmut HÖCHTL Valentina HOHLA Marion Dr. INTHAL Theodor JARITZ Roland JENKNER Christina JUHART Joachim Ing. JURITSCH Harald KALIAN Julia KALIAN Manfred KAMPF Stephanie KAVALLAR Lorenz Dr. KAVALLAR Martin KAWALIREK Anna KAZIANKA Michael Dr. KEIMER Roland KINDERMANN Paul, Timo Ing. KINDERMANN Stefan KLOSS Ursula KNAUS Andrea KNAUS Bettina KNAUS Sarah KODRAS Alexander KOFOL Valter KRAINBUCHER Roland KRONIG Peter KUGI Christian KUSS Roman LAGES Christine Dipl.Verw.Wirt LAGES H. Mag. LEIKAM Sigrid LEITER Manfred Ing. LEOPOLD Silvia DI(FH)LEUTSCHACHER M. LIKAR Andrej MANGELBERGER M. MARITSCHNIG Margit Dr. MAVKO Ana MAYER Simon
MAYER Werner MILAK Iztok MITTERER Siegfried MOHORIC Sebastian MORITZ Helmuth MOSCHITZ Daniela Dr. MOSER Sara Oringa MÖSSLACHER Robert MÜLLER Lisa Marie NIEDERL Mathilde NIKOLASCH India NIKOLASCH Inka DI NIKOLASCH Thomas Ing. NOISTERNIG Franz OBERDORFER Sonja OBILTSCHNIG Christian DDr. OFNER Christoph OMANN Chiara OTT Nicole Mag. PACHER Marcus PESELJ Maurizio PETERSMANN Dilara PICKER Maria PISCHOUNIG Wolfgang PLATZER Barbara PLATZER Lilli PLATZER Marie PSENICA Janez PSENICA Nevenka RAAB Alexander RASCH Alisa RASCH Helena RASCH Johann RAUTER Günther REPPE Iris RIEDL Isabella Mag.(FH) Ing. SANTER H. Dr. SCHABUS Helga SCHABUS Malina SCHABUS Paula SCHATZMAYR Ingrid SCHATZ-RASCH Heike SCHEIBENREIF Georg SCHIEBER Emil
SCHIRNER Inge SCHMÖLZER Wera SCHNEIDER Andrea SCHNEIDER Manfred SCHNEIDER Steffen SCHNEIDER Tobias Mag. SCHRANZER Mel. SCHÜTZ Franz David SCHWAGER Margit Dr. SCHWARTZ Isabella SKOFITSCH Franz SKOFITSCH Karin SODAMIN Bianca Mag. STISSEN Kathrin STOCKBURGER Franka STRGAR Andrej DI STRICKER Joachim STRICKER Michael STULAR Anze STULAR Domen STULAR Marusa STULAR Matevz STULAR Primoz STULAR Vesna TARMANN Renate TAURER Ilse TEICHMANN Bärbel THOMAN Johanna TOROS Kaja TRANINGER Helmut TSCHERNE Ulrike TSCHURNIG Dagmar TSCHURNIG Peter Mag. ULBING Birgit ULBING Dagmar VOLONTAR Klemen VOLONTAR Kristina VOSPERNIK Jürgen WALCHER Klaus WARUM Tamara WURZER Elke WURZER Melanie ZANKL Michael ZAUSNIGG Manfred
Willkommen im AV Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder!
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Datum FührerTourenziel Schwierigkeit Anm.Anmeldung | Info
Tourenvorschau Juli bis September 2008
Sa 5.7. Gartnerkofel Karnische Alpen Renate und 0664 2513111 mittel 2)
Diethard Rauter
Kugy-Baumbach Gedenktour
So 6.7. Laserz-Klettersteig Karl Cernic AV-Geschäftsstelle Lienzer Dolomiten 04242 289584 schwer 1),5)
Mi 9.7. Aineck Katschberg Josef Petschar 04242 347794 0664 6444858 leicht 2)
Sa 12.7. Felskurs Karlbader Hütte Lukas Ofner AV-Geschäftsstelle So 13.7. Lienzer Dolomiten 0650 8262373 04242 289584 Kurs 1),4),5)
So 13.7. Gjaidtroghöhe Hohe Tauern Irene Schönfelder 04242 287474 Bergtour der Tourengruppe 0676 7427726 mittel 2)
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So 20.7. Botanische Wanderung der R. + D. Rauter 0664 2513111 leicht 2)
PC- und Naturkundl. Gruppe Rosi Strafner 04242 283445 Alpineum Juliana Kugy-Gedenktour
So 20.7. Trogkofel Alexander Schlick AV-Geschäftsstelle schwer 1),4),5)
NO-Kante Karnische Alpen 0676 9353320 04242 289584 Klettertour
Sa 26.7. Steinerner Jäger Renate und 0664 2513111 mittel 2)
Julische Alpen Diethard Rauter
So 27.7. Terza Grande Willi Pohl 04254 4237 schwer 2)
Karnische Alpen 0664 8722335
16 AV Villach 2/2008
So 3.8. Hohe Warte Karnische Alpen Thomas Blaich AV-Geschäftsstelle Klettersteig: Weg der 26er 0699 17280574 04242 289584 schwer 1),5)
Di 5.8.- Kristallwand Venedigergruppe Irene Schönfelder AV-Geschäftsstelle mittel 1)
Mi 6.8. Bergtour der Tourengruppe Do 31.7. | 18:30 Uhr Badener Hütte
Sa 9.8. Klopeiner See Renate und 0664 2513111 leicht 2)
Diethard Rauter
Sonnblickgruppe Bergtour der Tourengruppe
0664 6444858
Wangenitzsee-Hütte
Sa 23.8. Königstuhl Nockberge Renate und 0664 2513111 mittel 2)
Diethard Rauter
Elberfelder Hütte
August 2008
schwer: lange, anstrengende Tour über 1000 Höhenmeter, bei Klettertouren sicheres Klettern im Fels nötig, bei Klettersteigen selbständiger Umgang mit dem Klettersteigset, hohe Anforderungen an Kraft und Ausdauer! U.U. Umgang mit Steigeisen und Pickel notwendig.
Anmerkung: 1) Anmeldung bei der Tourenbesprechung.
Bei eintägigen Führungstouren erfolgt dies am Donnerstag vor der Tour um 18:30 Uhr in der AV-Geschäftsstelle; bei mehrtägigen Touren zwei Donners- tage vorher. Teilnahme an Touren- besprechung unbedingt erforderlich
2) Anmeldung beim Tourenführer 3) Beschränkte Teilnehmerzahl 4) Führungsbeitrag (20,-- €/Tag) bei
Anmeldung entrichten 5) Führungsbeitrag (15,-- €/Tag) bei
Anmeldung entrichten
Treffpunkt der Tourengruppe jeden ersten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr im GH Kasino (Kaiser-Josef-Platz)
Herzliche Gratulation …
Volkmar Pirkopf und Lukas Ofner haben im April die Abschlussprüfung zum staatlich geprüften Skiinstruktor abgelegt – Volkmar sogar mit gutem Erfolg! Wir gratulieren herzlich und freuen uns, dass sie mit die- ser langen und schwierigen Ausbildung noch mehr zum hohen Niveau unserer Aktivitäten und Kurse beitragen!
AV Villach 2/2008 17
Datum FührerTourenziel Schwierigkeit Anm.Anmeldung | Info
Sa 6.9. Blutige Alm Nockgebiet Renate und 0664 2513111 leicht 2)
Diethard Rauter
Sa 13.9.- Falzarego-Pass Dolomiten Hary Wieser schwer 1),5)
So 14.9. Klettertour 0676 4503084
Mi 17.9. Großkirchheim- Apriach 0664 6444858 Wanderung der Seniorengruppe Josef Petschar 04242 347794 leicht 2)
So 21.9. Familientag und Helmut Lang AV-Geschäftsstelle Freundschaftstreffen mit 04242 289584 leicht / mittel CAI Tarvisio Wanderung Ratece - Zacchi-H.
So 21.9. Krn Julische Alpen G. Unterlechner AV-Geschäftsstelle Rundtour über Batognica 0664 4483810 04242 289584 mittel 1)
So 28.9. Verzegnis Karnische Alpen 0664 8722335 Bergtour der Tourengruppe Willi Pohl 04254 4237 mittel 2)
So 28.9. Ersatztermin für den Familientag bei Schlechtwetter am 21.09.
September 2008
Offene Grenze auch zu Slowenien wichtige Ergänzung
Unser Mitglied Günther Wolf wies im Zusammenhang mit dem im Heft 1-2008 unserer Mitgliederzeitschrift auf Seite 25 erschienenen Beitrag „Offene Grenze auch zu Slowenien“ darauf hin, dass nach dem Beitritt Sloweniens zum Schengener Abkommen die Staatsgrenze zwischen Österreich und Slowenien zwar überall und jederzeit überschritten werden darf, dass aber als „amtlicher Lichtbildausweis“, der auf jeden Fall mitzuführen ist, ausschließlich ein Reise- pass oder ein Personal- ausweis anerkannt wird; ein Führerschein als eben- falls amtlicher Lichtbild- ausweis genügt nicht. Sinngemäß gilt dies auch beim Überschreiten der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien oder zwischen Italien und Slowenien. Vielen Dank für diesen Hinweis!
Helmut Lang
Datum FührerTourenziel Schwierigkeit
Ortsgruppe Unteres Drautal
Fr 15.8.- Triglav Nationalpark Hubert Scharf mittel/schwer So 17.8. Bergtour
Sa 30.8. Reißeck Reißeckgruppe Susanne Bernhard-Kleber mittel Wanderung
Sa 27.9. Roter Turm Lienzer Dolomiten Gerfried Sattlegger mittel Bergtour
An jedem 1. Donnerstag im Monat um 20:00 Uhr findet ein „Bergsteigerstammtisch“ der Ortsgruppe im Gasthof Tell in Paternion statt.
Auskünfte zu den Touren
Ausführliche Besprechungen zu den angeführ- ten Touren finden jeweils donnerstags vor der angekündigten Tour mit dem(r) Tourenführer(in) im Gasthof Tell in Paternion mit Beginn um 20.00 Uhr statt.
Telefonische Anfragen und Anmeldungen unter der Telefonnummer 04245/2865 (0667/6068970) oder 04245/2931 bzw. beim (bei der) Tourenführer(in). Weitere Informationen zu den Führungstouren können auch aus den Schaukästen beim Gasthof Tell und beim Kulturhaus in Feistritz/Drau entnommen werden.
Auskünfte aus dem Internet unter der Home- page www.alpenverein.at/villach oder www.alpen- verein.at/spittal
Seniorengruppe
Die Touren der Seniorengruppe finden weiterhin jede Woche dienstags statt. Das Programm für diese Gruppe wird immer in den Schaukästen beim Gasthof Tell in Paternion und beim Kulturhaus in Feistritz/Drau veröffentlicht.
Auskünfte sind ausschließlich unter den Telefonnummern 04245 3767 (Josef Muchitsch) und 04258 443 (Hans Jonach) zu erhalten.
Jugendgruppe
Es findet monatlich mindestens eine Aktivität / Tour statt, die sich nach dem Alter und dem Können bzw. der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer richtet. Die Termine können aus den vierteljährlich erscheinenden AV-Heften oder unter der obigen Internetadresse entnommen werden.
Anmeldeschluss für diese Touren / Aktivitäten ist jeweils der Donnerstag vor der Tour. Auf eine Mindestteilnehmerzahl von vier Personen darf hingewiesen werden. Anmeldungen und Auskünfte nur unter der Telefonnummer 04245 64089 oder 0660 5290597.
Auskünfte für die Jugend allgemein auch unter der Nummer 04245 64056 (0664 4189489).
Jugendtermine : 7. und 13. Juli | 23. August | 6. September 10. Oktober | 8. November und 20. Dezember
Für den „Familienausflug“ mit den Elternsektionen Spittal und Villach hatte sich das „Kind“ Ortsstelle
Unteres Drautal am 17. Mai dieses Jahres den Kobesnock mit seinen von Petergstamm übersä- ten Gipfelhängen ausgesucht. Leider ließ es das
Wetter nicht zu, diese Wiesen ausgiebig zu betrachten. Auf der Wertschacher Hütte konnte der strömende Regen unsere gemütliche gemeinsame
Jause nicht beinflussen.
AV Villach 2/2008 19
Wiederholt fragten mich Mitglieder, welche Möglichkeiten es gibt, Wanderungen und Bergtouren mit Hilfe von Bahn und/oder Bus zu unternehmen. Eine Antwort ist für die Tage von Montag bis Freitag verhältnismäßig leicht, für Samstage schon schwieriger und für Sonn- und Feiertage kaum zu geben: Weil die Fahrpläne für den öffentlichen Verkehr, also für Bahn und Bus, weitestgehend auf den Schüler- und Berufs- verkehr abgestimmt sind, findet der Wanderer und Bergsteiger nur an den Schultagen, also an Werktagen von Montag bis Freitag, ausreichen- de Möglichkeiten, zu für ihn passenden Zeiten zu seinem Ziel anzureisen und auch wieder zurück- zukehren. An Samstagen verkehren vor allem an den Nachmittagen wesentlich weniger Züge und Busse, was für die Rückfahrt von den Touren zu beachten ist. Im Folgenden will ich mich aber auf eine Auswahl von Zielen und Verbindungen beschränken, die auch an Sonn- und Feiertagen erreichbar sind, weil an diesen Tagen nach wie vor die meisten Ausflüge unternommen werden.
1. Mit der Bahn: Mallnitz: Villach Hbf ab 6.09 (dieser Zug hält
auch in Kolbnitz) oder 8.11 Uhr, Mallnitz an 7.03 oder 9.03 Uhr. Mallnitz ab 16.56, 18.59 oder 20.56 Uhr (keiner dieser Züge hält in Kolbnitz!), Villach Hbf an 17.46, 19.49 oder 21.49 Uhr.
Oberes Drautal - Lienz: Villach Hbf ab 7.04 Uhr, Lienz an 8.33 Uhr (hält nur bis Spittal- Millstättersee in allen Bahnhöfen!). Lienz ab 17.38 (hält nicht in allen Bahnhöfen!), 18.18, 19.19 und 20.18 Uhr, Villach Hbf an 18.56, 19.49, 21.05 oder 21.49 Uhr.
Unteres Drautal - Spittal a. d. Drau: Villach Hbf ab 7.04 Uhr. Spittal-Millstättersee ab 16.41 (hält in allen Bahnhöfen) oder 18.27 Uhr (hält nicht in allen Bahnhöfen!). Der Bahnhof Spittal ist auch mit den Zügen nach Mallnitz erreichbar. Rückfahrt ab Spittal-Millstättersee etwa im Zwei- Stunden-Takt ab 15.24 Uhr.
Gailtal bis und ab Kötschach-Mauthen: Villach Hbf ab 8.21 Uhr, Kötschach-Mauthen an 10.15 Uhr. Kötschach-Mauthen ab 16.17 oder 18.08 Uhr, Villach Hbf an 18.03 oder 19.49 Uhr. Die Züge, die auch für Radausflüge interessant sind, halten in allen Bahnhöfen.
Nach Rosenbach gibt es an Sonn- und Feiertagen keine brauchbare Verbindung!
Ossiacher See - Feldkirchen: Schienen- ersatzverkehr mit Bussen. Villach Hbf ab 7.55 oder 9.40 Uhr, Feldkirchen an 8.30 oder 10.15 Uhr. Feldkirchen ab 15.31 oder 17.31 Uhr, Villach Hbf an 16.05 oder 18.05 Uhr.
Wörthersee - Klagenfurt: Villach Hbf ab 8.30 Uhr, Klagenfurt Hbf an 9.07 Uhr. Klagenfurt Hbf ab 16.56 oder 18.47 Uhr, Villach Hbf an 17.34 oder 19.25 Uhr. Zusätzlich verkehren IC/EC- Züge zwischen beiden Städten und mit Halten in Velden am Wörthersee sowie Pörtschach am Wörthersee im Zwei-Stunden-Takt: Villach Hbf ab 6.20 oder 8.20 Uhr, Klagenfurt Hbf ab 15.13,15.36, 17.13, 17.26, 19.13 oder 19.36 Uhr.
2. Mit dem Bus: Warmbad: Villach Hbf ab 9.00 bis 14.00 Uhr im
Stunden-Takt. Warmbad ab 12.20, 13.15, 14.15, 16.15, 17.15 und 18.15 Uhr.
Annenheim: Villach, 10.Oktober Straße ab 8.30 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. Annenheim ab 13.05 ebenfalls im Zwei-Stunden-Takt.
Radenthein: Am Morgen kein Bus! Rückfahrt ab Radenthein 18.40 Uhr, Villach Hbf an 19.25 Uhr (interessant nur für Überschreitungen Drautal - Gegendtal)
Heiligengeist und Bleiberg sind an Sonntagen mit dem Bus nicht erreichbar.
Verbindungen nach Vassach, St. Magdalen - St. Ulrich, Auen, Möltschach oder Tschinowitsch ersieht man aus dem Heft „Fahrplan der städti- schen Buslinien“, das bei den Buslenkern oder im Kundenbüro der ÖBB-Postbus GmbH am Bahnhofplatz erhältlich ist.
Helmut Lang
20 AV Villach 2/2008
Mehrfache Einladungen des Freundeskreises des DAV, Sektion Bamberg, lagen schon vor und so bereitete der Ehrenobmann unseres Zweiges, Klaus Kummerer, eine Fahrt nach Bamberg vor. Am 25. Mai startete unser Bus bei beginnendem Schönwetter mit 22 Teilnehmern.
Der Empfang in Geisfeld, unserem „Stützpunkt“ in der Fränkischen Schweiz, durch die Bamberger Freunde, allen voran Erich Kropf, Ehrenvorsitzender des Bamberger AV, war über- aus herzlich. Erich Kropf als gewiegter Kenner (nicht nur) des Umlandes von Bamberg und sei- ner Geschichte hatte für die Zeit bis zum 31. Mai ein reichhaltiges Wander- und Besichtigungs- programm durch die Fränkische Schweiz und Bamberg zusammengestellt, das Sehens- würdigkeiten der Natur und der durch die Erdgeschichte geformten landschaftlichen Eigenarten, aber auch kulturelle Höhepunkte und Besichtigungen von Kunstdenkmälern, nicht zuletzt aber auch kulinarische Fundorte beinhal- tete. Fachlich bestens beschlagene und mit viel Wissen ausgerüstete Wanderführer des Bamberger Alpenvereins, wie Heinz Heinkel-
mann, Franz Schmitt, Christoph Neuner, das Ehepaar Heidemarie und Hans-Jörg Müller- Velten und Joseph Zahner, gestalteten höchst interessante Exkursionen, die alle Bereiche der historischen, botanischen, geologischen und kunsthistorischen Gegebenheiten abdeckten und zudem den Teilnehmern das Gefühl vermittelten, stets von freundschaftlich-herzlicher Verbun- denheit umfangen zu sein. Und um diese Freundschaft zu festigen, gaben auch zahlreiche gesellschaftlich-kommunikative Zusammenkünf- te in urigen Gaststätten, „auf“ Bierkellern, bei der Hütte des DAV Bamberg und bei einem fränki- schem Weinbetrieb Anlässe zur frohen Pflege einer gewachsenen und herzlichen, steten Erneuerung einer langjährigen schönen Freundschaft mit dem DAV, Sektion Bamberg.
Ein wunderschönes, aber zuweilen sehr war- mes Wetter überstrahlte die ereignisreichen Tage, eine von Aufnahmebereitschaft geprägte Zufriedenheit füllte diese Wanderwoche und dies alles hinterließ bei den Teilnehmern dankbare Erinnerungen. Dolfi Scherer
Freundschaft auf Fränkisch Wander- und Kulturfahrt 2008 des ÖAV Villach nach Bamberg
Blick auf die Stadt Bamberg bei der Altenburgwanderung (28.5.)
AV Villach 2/2008 21
Wanderungen durch die Fränkische Schweiz
Fröhliche Rast mit den Bamberger Wanderfreunden
Vor der Michelskirche in Bamberg (28.5.)
Rast auf der Burgruine Hollenberg mit weitem Blick über das Land (29.5.)
22 AV Villach 2/2008
Wer weiß, wer den Pilgern auf dem Luschariberg den Weg zeigt und seit Jahrhunderten angezeigt hat? Wer weiß heute noch, wo – außerhalb von Tarvis (beim Sportgeschäft an der Straße zur Luscharibahn) – diese wiedererrichtete Säule mit einer Nachbildung des Engels steht?
Ursprünglich war diese „Wegweisersäule“ wei- ter Richtung Camporosso/Saifnitz platziert und wurde vermutlich wegen einer Wegverlegung am heutigen Ort aufgestellt.
Es ist bereits der 3. Engel, der die Spitze der Säule ziert. Die ersten beiden waren aus Holz (in der Steiermark geschnitzt) und krönten bis 1860 bzw. bis 1877 die Säule. Die Überreste der bei- den befinden sich heute im Pfarrhaus von Saifnitz.
1877 fertigte Jakob Gschiel aus Graz einen Engel aus Sandstein, der über 100 Jahre „Zeigerfunktion“ auf der Säule erfüllte.
Leider machte 1980 ein Betonlieferwagen die- sem Ensemble den Garaus. Sowohl der Engel wie die Säule sind dabei zerbrochen.
Wenn nicht Roberto del Negro und Alfredo Sandrini die Bruchstücke wieder zusammenge- setzt und den zerstörten Engel nachbauen hät- ten lassen, würde dieses Denkmal, das so lange bestanden hatte, nicht mehr existieren.
Mit viel Engagement und persönlichem Arbeitseinsatz haben es die beiden, auch mit finanzieller Unterstützung von mehreren Seiten, zu Wege gebracht, dass dieses Pilgersymbol heute wieder existiert und uns wieder den richti- gen Weg weist.
Der Engel zeigt auf den Berg mit seinem Pilgerziel, der Kirche Maria Luschari. Will er uns heute darauf aufmerksam machen, dass Gefahr besteht, dass der alte Pilgerweg einem Pistenprojekt zum Opfer fällt? Ob die Proteste, die dagegen laut geworden sind, Erfolg haben werden, wird sich weisen – wir hoffen es.
Dr. Karl Pallasmann
AV Villach 2/2008 23
Wer kennt sie nicht, die „Baita Alpi Giulie“ auf Sella Nevea?
Jahrzehntelang war sie Stammlokal für alle Bergsteiger, die sommers wie winters, vom Kanin bis zum Montasch, in dieser Bergwelt um Sella Nevea unterwegs waren.
Unvergessen sind vor allem für die Villacher Bergretter die unzähligen Feste, die sie hier feierten, besonders die Geburtstagsfeiern zum 90-er von Karl Kuchar und Leo Spannraft.
Tarcisio Forgiarini, der Inhaber dieser Lokalität, hat uns mit viel Charme zu allen Gelegenheiten bewirtet, sich aber 2007, nach Erreichen seines 75. Lebensjahres, zurückgezogen. Er hat das Feld Fabio Paolini, dem neuen Pächter und Ansprechpartner in „unserer“ Baita mit dem gemütlichen Fogolar überlassen.
Die Bewirtung in diesem buchstäblich immer geöffneten Lokal ist typisch friulanisch, das Preis-Leistungs-Verhältnis perfekt und Fabio ist uns als neuer „Hausherr“ bereits in kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Wir wünschen ihm alles Gute und uns viele schöne Stunden in der Baita auf Sella Nevea!
Dr. Karl Pallasmann
Der „Neue“ auf Sella Nevea
Weil die Ortschaft Ebenwald wesentlich besser erreichbar ist als Rubland, beschloss der Vorstand des Zweiges Villach, den bisher von Bleiberg-Nötsch über das Hachelkreuz ins Rubland führenden Weg 289 ab dem Sattel öst- lich des Anwesens Ritsch nach Ebenwald zu füh- ren. Dort wartet mit dem Gasthaus Kohlmeister überdies ein angenehmes Ziel auf den hungrigen und durstigen Wanderer. Wir danken dem Grundeigentümer Hansjörg Steiner vlg. Freiding für sein Verständnis und für seine spontane Zustimmung zum neuen Wegverlauf. Aus dem Kartenausschnitt sind die bisherige und die neue Wegtrasse ersichtlich. Wenn Sie dieses Heft in Händen halten, hat unser örtlicher Wegebetreuer Karl Lagger bereits die notwendigen Markie- rungen und wahrscheinlich auch die Wegweiser angebracht.
Helmut Lang
F o
24 AV Villach 2/2008
Am 27. März 2008 wäre Karl Kuchar 100 Jahre alt geworden. Da Karl mein Leben als Berg- steiger und meinen Werdegang im Berg- rettungsdienst maßgeblich mitbestimmt hat, erlaube ich mir, ein paar Gedanken zu seinem 100. Geburtstag wiederzugeben.
Nicht nur für mich bleibt die berühmte „Nachrichtenzentrale“ im Kuchargeschäft in der Klagenfurter Straße unvergessen. Das kleine Kämmerchen, in dem Karl alle Informationen für den AV, den BRD oder den Alpengarten jederzeit parat hatte, war fast legendär.
Dieses „European Center of Alpine Information“ (allerdings „nur“ Friaul-Kärnten-Slowenien betreffend) war sagenhaft. Jedwede Information konnte man von Karl erhalten: Sei es die Frage nach der Blütezeit der Feuerlilie, wo der Schlüssel zum Biwak I in der Velika Dnina erhältlich sei, oder wie der Anstieg zum Manzano Biwak zu bewerk- stelligen wäre. Wusste er selbst keine Antwort, flugs war er mit weiteren Ansprechpartnern bei der Hand.
Mitreißend war auch seine Begeisterungs- fähigkeit für jedwede Innovation. So war er es, der in den 70er Jahren mit der Mahler Chemie Villach den chemischen Wärmebeutel zur Aufwärmung unterkühlter Lawinenopfer im Bergrettungsdienst einführte. Auch Franz Handl, der 60iger Jubilar der letzten Alpenvereins- Hauptversammlung, Teilnehmer bei der 1.
Villacher Himalaya Expedition 1983, konnte bei minus 20 Grad C mit von diesem Wärmebeutel aufgewärmten Infusionen versorgt werden.
Ebenso vor vielen Jahren kam Karl eine Versorgungsverbesserung Wirbelsäulenverletz- ter zu Ohren. Sogleich präsentierte er diese Schaufeltrage im BRD-Kreis. Die Erklärungen zu diesem Gerät musste – völlig unvorbereitet – ich
einem ORF-Journalisten geben. Nie mehr wurde mir darüber eine Frage gestellt!
Mit „Neuideen“ von Karl musste man immer rechnen, aber wer konnte ihm, einem Menschen, der immer für alle – egal welche Nationalität, welcher Sozialstatus – da war, einen Wunsch abschla- gen?
Seinen Umkreis prägte er durch seine beständige Vorbildwirkung in seiner Menschlichkeit, Gerad- linigkeit, Disziplin, Bescheidenheit und Verlässlichkeit.
Seine Verdienste für den AV, den BRD und den Alpengarten sind hinlänglich bekannt. Seine Hilfestellung 1976 im erdbebenzerstörten Moggio machte ihn weit über die Grenzen bekannt und zur Legende. Er wäre heute über unsere „grenzenlosen Nachbarverhältnisse“ überglücklich, hatte er ja bereits 1965 die ersten Treffen zwischen Friaul, Slowenien und Kärnten initiiert und organisiert.
So gilt es, heuer des 100. Jubiläums- geburtstages eines Menschen zu gedenken, der uns auf Grund seiner vielen Qualitäten immer Vorbild bleiben wird.
Wie ich es bei seiner Verabschiedung im Jahre 2000 angekündigt und eingehalten hatte: „Es war uns ein Vergnügen, lieber Karl, in deinen Spuren, die du auch als Kletterer hinterlassen hattest, zu wandeln.“ Dr. Karl Pallasmann
1OO Jahre Karl Kuchar
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AV Villach 2/2008 25
8O. Todestag von Anton Oitzinger Wenn wir in diesem Jahr des 150. Geburts-
tages von Dr. Julius Kugy gedenken, so dürfen wir auch nicht den 80. Todestag von Anton Oitzinger vergessen, der am 13.6.1928 verstor- ben ist und mit Dr. Julius Kugy als dessen Bergführer und Berggefährte durch fast ein hal- bes Menschenleben verbunden war.
Anton Oitzinger wurde 1860 in Wolfsbach – jetzt Valbruna – geboren und hat es durch lebenslange schwere, ehrliche Arbeit – trotz wiederholter Notfälle und Rückschläge – zum angesehenen Bauern und zum größten Besitzer in Wolfsbach gebracht. Seine größten Taten aber vollbrachte er in den Bergen, die ja direkt vor sei- ner Haustür gelegen sind. 1891 wurde er von Prof. Adolf Gstirner, dem nachmaligen Schrift- führer und Vorsitzenden der Sektion Villach, als Bergführer „entdeckt“. Oitzinger wurde darauf vom D. & Ö. Alpenverein als Bergführer ausge- bildet und 1897 von der BH Villach autorisiert. Ungefähr seit dieser Zeit hat Dr. Julius Kugy ihn als Bergführer in Anspruch genommen und hat mit ihm in den Folgejahren an der Erschließung der West-Julier größten Anteil gehabt. Unzählige neue Wege wurden erschlos- sen – über Scharten und durch Wandfluchten – und groß ist die Anzahl von Gipfel-Erst- ersteigungen. Ein besonderes Glanzstück gelang Dr. Julius Kugy mit Anton Oitzinger am 24.8.1902 mit dem direkten Nordwandanstieg auf den Montasch, dessen Schlüssel- stelle heute noch „Passo Oitzinger“ heißt.
Als die Sektion Villach 1910 zur Feier ihres 40-jährigen Bestandes diesen Nordwand- anstieg als „Jubiläumsweg“ versicherte, da war es wieder Anton Oitzinger, der die Führung des Weges festlegte.
Im 1. Weltkrieg – bei Ausbruch des österrei- chisch-italienischen Krieges – wurde Wolfsbach geräumt, die Bevölkerung evakuiert und im Kärntnerischen verteilt. Oitzinger kam mit seiner Familie samt Vieh nach Augsdorf bei Velden und überlebte die Zeit bis zum Kriegsende mehr „sehr schlecht als recht!“
1918 kehrte er nach Wolfsbach zurück, das durch die Kriegsereignisse total zerstört war. Zum 3. Mal baute er sein Anwesen auf und ließ 1922 seinem „Herrn“ Dr. Julius Kugy ausrichten, dass im wieder aufgebauten Familienhaus Nr. 25 das nördliche Eckzimmer „Kugyzimmer“ heiße und zu den Ferien auf seinen Herrn warte. Und Dr. Kugy ist hingefahren und hat dann fast jedes Jahr einen Sommerurlaub in Wolfsbach ver- bracht, auch noch nach dem Tode von Anton Oitzinger.
Für Dr. Julius Kugy war Anton Oitzinger der „Treueste der Treuen“ und er hat über ihn im Angedenken das Buch „Anton Oitzinger – ein Bergführerleben“ geschrieben. Wir können darin lesen: „Seit Oitzinger mit mir ging, ist immer Sonnenschein um mich gewesen, selbst an den
allerschlimmsten Tagen“.
1964 hat der Zweig Villach des ÖAV die Grabstätte Oitzingers am Friedhof in Wolfsbach, die infolge Aus- sterbens seiner Sippe sehr ver- nachlässigt war, erneuert. An- lässlich des 36. Todestages wurde am renovierten Grab eine schlichte, aber eindrucks- volle Feier veranstaltet, an der der Vorstand des Zweiges sowie italienische Behörden- vertreter und Vertreter der ita- lienischen Alpenvereine teil- nahmen.
Manfred Ließmann, Altsekretär
Villach – Italienerstraße 56
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Almaufschließung bis zum Himmel Der Straßenbau drängt immer höher hinauf.
Vor wenigen Jahren war bei Almweg-Projekten das Erreichen der Hütte oder die Wald- aufschließung als wirtschaftliches Motiv noch nachvollziehbar. Heute häufen sich Projekte, die weit darüber hinaus wollen, in die gesetzlich besonders geschützte Alpinregion, in die Zone oberhalb des geschlossenen Waldbestandes. Wozu eine Straße dort oben? Als fachliche Begründung werden angeführt: Raschere Viehkontrolle und Tierarztbesuch, Abtransport von verunglückten Tieren, Zaunerhaltung. Sind
diese Gründe ausreichend? Oder ist der Schutz der Alpinregion höher zu bewerten. Vor dieser heiklen Frage stehen nicht nur die Behörden, sondern auch die Mitglieder des Natur- schutzbeirates. Alle Bewilligungen sind vom Naturschutzbeirat zu prüfen. Meistens gibt es lange Begehungen und hitzige Diskussionen.
Im heurigen Sommer geht es um Projekte im Gößnitztal, NP Hohe Tauern, die teilweise bis in die Kernzone führen. Auch in der Kreuz- eckgruppe und auf der Koralm sind Begehungen vorgesehen.
Aus dem Naturschutzbeirat: Im vergangenen Jahr hat der Naturschutzbeirat
in 13 Sitzungen 76 Beschlüsse gefasst, 14 davon als Umweltanwalt. Derzeit laufen in Kärnten mehrere Umweltverträglichkeitsprüfungs (UVP)- Verfahren, wie z. B. das Projekt Koralmbahn, das Speicherkraftwerk Feldsee (Wurten), ein 400 MW-Gas-Dampfkraftwerk in Ebenthal, oder der Ausbau der Drautalstraße B 100. Zwei Projekte, und zwar die Errichtung einer 220 kV-Leitung durch den Kronhofgraben (Karnische Alpen) und die Errichtung des Seeparkhotels im Land- schaftsschutzgebiet Lendspitz (Wörthersee), lie-
gen zur Entscheidung beim Umweltsenat in Wien. Er hat darüber zu entscheiden, ob eine UVP für diese Projekte erforderlich ist. Die Kärntner UVP-Behörde hält eine UVP für nicht erforderlich, der Umweltanwalt hingegen sieht bei beiden Projekten die UVP-Pflicht.
Björn Zedrosser
Das geplante Hotel im Landschaftsschutzgebiet am Lendspitz (Blick von Norden in eine „Google- Erde“-Landschaft gestellt). Einige Gutachter sehen die Verträglichkeit mit dem Landschaftsbild.
Wegsanierung am Dobratsch
Am 7. Juni haben freiwillige Helfer in Zusammenarbeit mit dem Naturpark
Dobratsch den Weg am Gipfel unseres Dobratsch saniert.
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Ingrid Pilz, JULISCHE ALPEN Verlag Carinthia, Klagenfurt, 2008 Vor 16 Jahren erschien unter dem Titel „Naturparadies Julische Alpen“ erstmals ein Text- und Bildband von Ingrid Pilz, der Vorschläge für Wanderungen, Bergtouren und Klettersteige in den gesamten Julischen Alpen enthielt. Das seit längerer Zeit vergrif- fene Buch hat nun einen ähnlich gestalteten Nachfolger gefunden, den die Autorin am 5. März d. J. auch in Villach im Rahmen eines Lichtbildervortrages vorstell- te. Mit zahlreichen neuen Fotos, mehreren zusätzlich aufgenommenen Touren, dem auf den letzten Stand gebrachten Inhalt und den erheblich verbesserten Wanderkärtchen im beigelegen Tourenführer seien die wichtigsten Unterschiede zum Vorgänger genannt. Neben den Beschreibungen der Wanderungen und Bergtouren erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt, über die Geschichte und das Brauchtum, über die Sehenswürdigkeiten und die Geologie des Gebietes. Falls Sie, liebe Leser, mit zwei Bildlegenden nicht einverstanden sein sollten, haben Sie Recht: Auf der Doppelseite 12/13 sehen Sie den Wischberg und den Montasch (und nicht den Steinernen Jäger) und auf den Seiten 28/29 blickt man
nicht zur Bergkette der Ponzen, sondern zum Mittagskogel und zu den Bergen der Martuljek- Gruppe mit der Škrlatica als höchstem Gipfel. Der Hinweis auf diese kleinen Ungereimtheiten soll aber keine Kritik an dem wunder- schönen Buch darstellen, dem ich viele begeisterte
Leser und in der Folge auch Besucher der Julischen Alpen wünsche. Obwohl von Ingrid Pilz nicht ausdrück- lich erwähnt, möchte ich diesen Band mit seinen ein- drucksvollen Fotos als Jubiläumsgabe der Autorin und des Verlages für die Freunde der Julischen Alpen aus Anlass des 150. Geburtstages ihres Erschließers Julius Kugy bezeichnen.
Dieter Seibert, Alpenvereinsführer BREGENZERWALD- UND LECH- QUELLENGEBIRGE Bergverlag Rother, München. 1. Auflage, 2008 Während die äußerst erfolgreiche Reihe der Rother- Wanderführer schon etwa 200 Titel umfasst und damit beweist, wie groß die Nachfrage nach derartigen Werken ist, nimmt die Zahl der lieferbaren Alpenvereinsführer, die durch Jahrzehnte das
Standardwerk der alpinen Führerliteratur darstellten, wegen der veränderten Vorlieben der Bergsteiger lei- der ständig ab. Umso erfreu- licher ist es, dass nun für ein wenig bekanntes und daher recht einsames Gebiet im Westen Österreichs mit dem Band „Bregenzerwald- und Lechquellengebirge“ ein neuer Alpenvereinsführer vor- liegt. Er erschien in der Serie alpin, in der bei den Höhenwegen und Gipfelanstiegen der Schwierig- keitsgrad II im Allgemeinen nicht überschritten wird. Der Führer wendet sich in erster Linie an Wanderer und Bergsteiger, also weniger an Kletterer. Fragt man sich, warum das Gebiet so wenig besucht wird, so stellt sich bald als Ursache dafür heraus, dass in beiden Gebirgsgruppen das Wegenetz nicht allzu dicht ist und dass darüber hinaus nur wenige wichtige Gipfel auf Wegen erreichbar sind. Auch mögen vielen Bergsteigern und Wanderern die bekannteren benach- barten Allgäuer und Lechtaler Alpen sowie der Rätikon und die Silvretta begehrenswerter erscheinen. Die Genießer werden daher im Bregenzerwaldgebirge, das Mittelgebirgscharakter aufweist und in der Damülser Mittagsspitze nicht ganz 2100 m Höhe erreicht, und im Lechquellengebirge, das neben steilen Grasbergen viele recht schroffe Felsberge besitzt, ein reiches Betätigungsfeld finden; die westlich von Zürs gelegene Große Wildgrubenspitze ist mit 2753 m der höchste Gipfel des Lechquellengebirges und somit auch in dem neuen Führer. Besonders hinweisen möchte ich noch auf die große landschaftliche Vielfalt des Gebietes, die durch die unterschiedlichen Gesteine des Untergrundes bedingt ist. Wälder, blumenreiche Almwiesen, Steilgrasberge, Karstgelände und – wie erwähnt – Felsberge bestim- men das Aussehen der Bergwelt zwischen Dornbirn im Westen, dem Klostertal im Süden und Stuben, Lech und Warth im Osten.
Peter Mertz, Wanderführer LAPPLAND Schweden, Finnland und Norwegen mit Lofoten Bergverlag Rother, München. 1. Auflage, 2008 Bereits das Foto auf der Titelseite dieses neuen Führers lässt erkennen, mit welch grenzenlosen Weiten der Norden Skandinaviens den Wanderer emp- fängt: Freie Sicht bis zum Horizont, blauer Himmel mit einigen weißen Wölkchen - dies alles natürlich nur bei
Aus unserer Bücherei
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Schönwetter, das aber im Binnenland häufiger anzutref- fen ist als an der Küste des Atlantiks nächst Bodö oder Narvik. Das Gebiet, auf wel- ches sich die Tipps für die 50 Touren erstrecken, ist riesig - 800 km von Süd nach Nord, 550 km von West nach Ost! Da lassen sich schon Wanderun- gen und Bergtouren völlig unterschiedlichen Charakters
beschreiben, vom durchaus alpin anmutenden Aufstieg auf den Kebnekaise, den mit 2117 m höchsten Berg Schwedens, bis zum Bärenpfad, einem rund 70 km lan- gen Weitwanderweg durch die Wälder im Norden Finnlands, oder von den hellen Sandstränden der Lofoten bis zum tatsächlich nördlichsten Punkt Europas, nur wenige Kilometer abseits des Riesenrummels am Nordkap. Weil für das Wandern in Lappland doch einige Grundregeln zu beachten sind, die uns Mitteleuropäern wenig bekannt sind, gibt Peter Mertz zahlreiche Hinweise, etwa für die beste Reisezeit, für Übernach- tungsmöglichkeiten, zum Zustand der Wege samt ihren Markierungen oder für die Wahl der richtigen Ausrüstung. Aus eigener Erfahrung kann ich die
Aussagen des Autors gerne bestätigen - und auch die Auswahl und Beschreibung der Touren sind durchwegs als sehr gut gelungen zu bezeichnen. Ich frage mich nur, wie oft und wie lange sich Peter Mertz in Lappland aufgehalten hat, um so viele Schönwetter-Fotos zu Stande zu bringen.
Fritz und Erika Käfer, Günther Eigenthaler, ÖSTERREICHISCHER WEITWANDERWEG 05 (Nord-Süd-Weg) Vom Waldviert ler Hochland zu den Windischen Büheln ÖAV, Sektion Weitwande- rer, Wien, 2008 Bald ist die Reihe der von der Sektion Weitwanderer des ÖAV herausgegebenen Neu- auflagen der Führer zu den österreichischen Weitwander- wegen vollständig; nach dem eben erschienenen Bändchen zum Weitwanderweg 05 fehlen nur mehr Beschreibungen für den „Nordalpenweg 01“ und für die „Pilgerwege nach Mariazell 06“. Der Nord-Süd-Weg 05 ist vor nahezu 40 Jahren als erster
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österreichischer Weitwanderweg eröffnet worden. Er führt über 21 Etappen und eine Strecke von rund 510 km vom Nebelstein im nordwestlichen Waldviertel über Melk, Lackenhof am Ötscher, Mariazell, den Hochschwab, Leoben, Glein-, Stub- und Koralpe nach Eibiswald in der Südweststeiermark. Wie in allen Neuauflagen von Führern dieser Reihe werden die ausführlichen Wegbeschreibungen durch mehrfarbige Ausschnitte aus der Übersichtskarte 1:200.000 des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen ergänzt, weiters durch Höhen- profile und Angaben über Gehzeiten, Entfernungen, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Wissenswertes entlang des Weges. In Stempelfeldern am Schluss des Heftchens ist Platz für Kontrollstempel, die als Nachweis für den Erwerb eines Leistungs- abzeichens dienen. Wir danken der Sektion Weitwanderer auch für diesen neuen Führer, den der Zweig Villach für die Vorstellung in seiner Mitgliederzeitschrift und somit auch für unse- re Bibliothek erhielt.
Werner Bätzing, Michael Kleider, VALLE STURA Rundwanderung durch ein einsames Tal der piemontesi- schen Alpen Rotpunktverlag, Zürich. 1. Auflage, 2008 Wenn mich jemand um einen Tipp für ein schönes, aber nicht überlaufenes Berg- und Wandergebiet in
den Alpen fragt, so nenne ich vor allen anderen Gegenden, die ich kenne, die Seealpen im südwest- lichen Piemont; sie grenzen im Stura-Tal an die nörd- lich anschließenden Cottischen Alpen. Das Gebiet ist einerseits gekennzeichnet durch eine abwechslungs- reiche Hochgebirgslandschaft, durch eine äußerst viel- fältige Pflanzenwelt und durch eine große Zahl alter Alm- und Militärwege, andererseits aber durch eine besonders starke Entsiedelung. Um das Stura-Tal als Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhalten, entwickelte die Vereinigung „Lou Viage“ (deutsch: „Die Reise“) unter anderem das Projekt eines Wanderweges, der das etwa 50 km lange Tal in 19 Etappen umrundet. Werner Bätzing und Michael Kleider, die sich als Geographen eingehend mit den piemontesischen Alpen beschäftigen, verfassten dazu einen mit viel Liebe und großer Sachkenntnis gestalteten Wanderführer. Außer der genauen Beschreibung der einzelnen Tagesetappen enthält er eine Einführung in das Wandergebiet (mit viel Wissenswertem über Ge-
schichte, Wirtschaft, Kultur, Natur und Landschaft), praktische Hinweise für die Wanderer, Kartenskizzen und zahlreiche eindrucksvolle Fotos.
Ralf Hochhauser, Hermann Erber, OBERÖSTERREICHISCHE ALMEN Edition Oberösterreich in der Verlagsgruppe Styria, Wien - Graz - Klagenfurt, 2008 Herbert Raffalt, STEIRISCHE ALMEN Styria Verlag in der Verlagsgruppe Styria, Wien - Graz - Klagenfurt, 2008 Die beiden großen, ähnlich gestalteten Bände enthal- ten Vorschläge für jeweils etwa 80 Alm- und Hütten- wanderungen in den Berg- und Hügellandschaften Oberösterreichs und der Steiermark; dass die Auswahl nicht leicht zu treffen war, mögen die Zahlen von rund 400 noch bestehenden Almen in Oberösterreich und von rund 2400 steirischen Almen belegen. Die Autoren stellen in den beiden Büchern jede von ihnen ausge- wählte Alm kurz mit ihren wichtigsten Daten vor (Seehöhe, Ausgangspunkt mit Anfahrt, Erreichbarkeit, Gehzeiten, Anforderung, Bewirtschaftungszeit, Besit- zer/Pächter samt Telefon-Nummer, Wanderziele im Bereich der Alm); Symbole erläutern auf einen Blick, ob eine Alm etwa mit dem Auto erreichbar ist oder ob es dort kindergerechte und kinderwagentaugliche Wege gibt. Ausführliche Texte und sehr schöne Fotos, die nicht nur die Almen und ihre Umgebung, sondern auch viele Einzelheiten des Lebens und Arbeitens auf den Almen zeigen, bilden den Hauptteil der Bücher. Sehr nett wird hier die heutige Wirklichkeit der oft verklärten Vergangenheit gegenübergestellt. Um dem Leser die Auswahl von Zielen aus den Bänden zu erleichtern, seien noch die Gebiete angeführt, in denen die beschriebenen Almen liegen:
Oberösterreich: Reichraminger Hintergebirge - Enns- tal, Pyhrn-Priel-Region, Alpenvorland, Äußeres Salz- kammergut, Inneres Salzkammergut
Steiermark: Dachstein, Ausseerland, Niedere Tauern, Ennstaler Alpen - Gesäuse, Hochschwab, Mürzsteger Alpen, Grazer Berg- land, Hochwechsel und Fischbacher Alpen, Weststeiri- sches Randgebirge, Südsteirische Alm- region (mit der 684 m hoch gelegenen Remschniggalm als südlichster Alm Österreichs).
Helmut Lang
Tagesaktivitäten:
Samstag | 5. Juli 2008 Wie kommt die Muschel auf den Berg? Eine spannende Forschungsreise in die Urzeit, bei der jeder seine ganz persönliche Verstei- nerung findet. Mit den Geologen Angelika und Lukas (0650 5541430). Treffpunkt: Parkplatz St. Martiner Gymnasium Ort: Raum Bleiberg | Zeit: 9.00 - ca. 17:00 Uhr Alter: ab 6 - 99 Jahre (auch Eltern sind willkom- men!)
Samstag | 12. Juli 2008 Bouldern mit Barbara Brandstätter Ort: Boulderhalle Zeit: 13.00 - 15.00 Uhr | Alter: 8 -12 Jahre Info: 0664 1333279
Samstag | 9. August 2008 Slackline - der Tanz auf der coolen Leine mit Bernhard Töscher Ort: Sportplatz Jugendzentrum (Tirolerstrasse) Treffpunkt: Rollhockey-Anlage Sportplatz Zeit: 13:00 - 17:00 Uhr Alter: ab 12 Jahre
Samstag 16. August 2008 Sonnenträume im Sommerwald Ort: Wald - Pogöriach Treffpunkt: Pogöriach, Parkplatz zum Aufstieg Hundsmarhof Zeit: 10.00 - 16.00 Uhr | Alter: 8 - 12 Jahre Info: 0699 81178129
Mehrtägige Aktivitäten Ferienlager:
Sonntag | 27. Juli bis Samstag | 2. August 2008 Kinder Erlebnis-Bergferien Mallnitz Abenteuer im Nationalpark Hohe Tauern Für Kinder von 7 bis 11 Jahren Mit Peter Kampusch und Barbara Rieder Info: 0676 5184995 + 0699 81178129
Sonntag | 27. Juli bis Samstag | 2. August 2008 Glocknerrunde: Die abenteuerliche Herausforderung im Reich des Steinadlers Für Jugendliche ab 15 Jahre Info: 0650 2001617
Donnerstag | 21. bis Samstag | 23. August 2008 Abenteuer- und Erlebnistage im Freizeitpark Kötschach-Mauthen Alter: 8 - 12 Jahre Mit Barbara Rieder und Peter Kampusch Info: 0699 81178129
Montag | 25. bis Freitag | 29. August 2008 Abenteuerwoche im Salzburger Land Für Jugendliche von 10-14 Jahren Mit Reinhard Bär und Eva Kogler
Freitag | 5. bis Sonntag | 7. September 2008 Auf Kugys Spuren: Klettersteige in den Julischen Mit Peter Kampusch | Alter: ab 15 Jahre Info: 0676 5184995
Alpenvereinsjugend | Sommerprogramm>
Anmeldungen und Informationen zu allen Unternehmungen erhältst du in der Alpenvereins-Kanzlei: www.alpenverein.at/villach
Alpenverein Villach Heft 2 | 2008
Erscheinungsort Villach Verlagspostamt 9500 Villach / GZ 02Z032447M Wenn unzustellbar, bitte zurück an 9500 ÖAV Villach
P. b. b. GZ 02Z032447M
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Dr. Julius Kugy-Jubiläumsjahr 2008
Am 17. Mai fand erstmals das Frühlingsfest der Alpenvereinsjugend am Areal der Spedition Korak in der Udinestrasse statt. Trotz des schlechten Wetters und der „Neuheit“ der Veranstaltung fanden ca. 25 Kinder und einige Eltern und erwachsene Freunde der Alpenvereinsjugend ihren Weg zu unserem Fest.
Dort konnte geklettert werden, was das Zeug hielt, jeder konnte seine persönliche Maskerade beim Kinderschminken kriegen und auch die Forschungsstation der Naturdetektive fand großen Anklang. Beim laufenden A und dem Schilanglauf mit den Trolleys war große Geschicklichkeit gefragt!
Höhepunkt war der spannende und nicht ganz einfache Orientierungslauf, der unter erschwer- ten Bedingungen, wie strömendem Regen usw., stattfand.
Den positiven Rückmeldungen und der Motivation der Betreuer unserer Jugend nach zu schließen, wird dieses Fest ein fixer Bestandteil unseres Sommerprogramms wer- den!
Ein herzlicher Dank an Gemeinderat Ewald Koren, der in Vertretung unseres Herrn Bürgermeisters unser Fest besuchte!
Vielen Dank nochmals an die Betreuer Rita, Nicki, Angelika, Barbara 1 und Barbara 2, Angelika, Ingrid, Bernhard, Richard, Jürgen, Lukas, Werner und Peter sowie den Hausherren Michael Ibovnik!
Lukas Ofner
Informationen zu unseren Plänen für das 3. Quartal findest du auf Seite 31 dieses Heftes!
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über alpines Geschehen.
Das erste FRÜHLINGSFEST