Altes Testament Proseminar

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Altes Testament Proseminar.Einleitung in die theologische Exegese des Alten Testaments

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  • Universitt Wien

    Thema:

    AT Proseminar

    Ausarbeitungim Rahmen des alttestamentlichen Proseminars

    im Fachbereich Alttestamentliche Bibelwissenschaftam Lehrstuhl Prof. Fischer

    Themenersteller: Fischer

    vorgelegt von: Bernhard Kirchmeierkirc@gmx.ch

    Abgabetermin: 17.11.2008

  • Inhaltsverzeichnis

    Vorbemerkung...................................................................................................................3

    Symbol- & Abkrzungsverzeichnis...................................................................................4

    1 Einleitung Der Prozess des Verstehens.....................................................................5

    2 Fragen zum Einstieg Der Bibeltext...........................................................................7

    2.1 Verfgbare Bibeltexte..........................................................................................72.1.1 Der Codex Leningradiensis (L)................................................................72.1.2 Die Qumranschriften (Q).........................................................................82.1.3 Der samaritanische Pentateuch.................................................................82.1.4 Die Spetuaginta und der Masoretentext...................................................92.1.5 Andere bersetzungen und die Frage, fr welche bersetzung man sich entscheiden soll...................................................................................................9

    2.2 Verschiedene Arten von Abweichungen im Text..............................................102.3 Anmerkungen im Text.......................................................................................11

    3 Historisch kritische Exegese......................................................................................12

    3.1 Vierquellenmodell.............................................................................................133.2 Erzhlkranzhypothese........................................................................................143.3 Der Begriff Quelle.............................................................................................143.4 Textanalyse Texte und ihre Welt (Referat)....................................................153.5 Nheres zum Tiefenbezug, zum Inhaltlichen....................................................163.6 Erzhltextanalyse...............................................................................................163.7 Referat Jenny Erzhltextanalyse.....................................................................173.8 Rezeptionssthetik Esther...............................................................................18

    4 Marcus & Ursula Befreiungstheologische Exegese (Referat).................................20

    4.1 Situation in Lateinamerika (Sd-Mittelamerika)...............................................204.2 Exegetischer Ansatz im AT...............................................................................204.3 Ergnzungen Fischers zum Referat...................................................................214.4 Referat von Ursula.............................................................................................214.5 Feministische Exegese Literaturhinweis........................................................224.6 Tiefenpsychologische (psychoanalytische) Exegese.........................................22

    5 Proseminararbeit........................................................................................................23

    - 2 -

  • Vorbemerkung

    Der Verfasser dieses Skripts betont, dass...

    1. dieses Skript nicht berarbeitet und korrigiert wurde.

    2. es sich nur um eine zustzliche Lernhilfe handelt und nicht den Besuch der

    Vorlesung ersetzt.

    3. es keine Garantie auf Vollstndigkeit gibt.

    4. alle Fehler dazu anregen wollen, selbst zu denken und Vorgegebenes kritisch zu

    berprfen.

    Wer sich fr das Skript erkenntlich zeigen mchte, sei auf die katastrophale Situation im

    Kongo verwiesen, wo Mangelernhrung und Hungertod zur Zeit allgegenwrtig ist. Die

    Diakonie berichtet darber auf ihrer Homepage.1 Nehmt euch ein Herz und spendet fr

    die Diakonie Katastrophenhilfe.

    Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe

    PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)

    Kennwort: Kongo

    - 3 -

  • Symbol- & Abkrzungsverzeichnis

    NT Neues Testament

    AT Altes Testament

    L Codex Leningradiensis

    Q Qumran

    - 4 -

  • 1 Einleitung Der Prozess des Verstehens

    1 Einleitung Der Prozess des Verstehens

    Geschichtswissenschaft will zeigen, wie es eigentlich gewesen ist, Leopold von

    Ranke ber die Geschichtswissenschaft.

    Das was ich mache ist Teil eines Greren...Ideologien/Gedankengebude

    zerstren..., aus 2. Korinther 10

    Der Prozess des Verstehens:

    Fast immer setzt man sich mit Texten und Themen auseinander, ohne dass der

    Empfnger wirklich in die Betrachtungen aufgenommen wird. Er geht meist fast unter.

    Das die Grundfragen des Proseminars AT und des Proseminars NT fast immer gleich

    sind, hat man auf der Universitt Wien die Entscheidung getroffen, dass man im

    Proseminar AT auch versuchen will, den Empfnger auch zu beleuchten, im NT kommt

    dann vor allem der klassische Ansatz zu tragen.

    Es gibt verschiedene Anstze, sich mit der Bibel auseinander zu setzen:

    1. Die Fundamentaltheologie im katholischen Bereich fllt in den Bereich

    Themen und ihre Welt und sieht das Alte Testament von Neuen Testament her

    und liest es unter diesem Gesichtspunkt. Dabei handelt es sich um einen

    dogmatischen Ansatz.

    - 5 -

    Abb. 1: Verhlntis Thema und Text, Autor und Empfnger

    Themen ihre Welt

    Empfnger und ihre Welt

    Texte ihre Welt

    Autoren und ihre Welt

  • 1 Einleitung Der Prozess des Verstehens

    2. Auch der heilsgeschichtliche Ansatz ist von dogmatischer Prgung, da man die

    Bibel von einem gewissen Grundgesichtspunkt her betrachtet.

    3. Der fundamentalistische Ansatz versucht die Texte ohne Widersprche zu lesen,

    man verfllt dabei leicht einer Harmonisierung. Selbstverstndlich ist auch

    dieser Ansatz dogmatisch.

    4. Es kann eine Prgung mit dogmatischem Charakter erfolgt sein, wie etwa durch

    das Luthertum, die reformierte Tradition oder den Katholizismus.

    5. Der Existenzialismus geht davon aus, dass man den Text auf die eigene Existenz

    bezieht. Dabei sollte vor allem die so genannte Bultmann-Schule genannt

    werden, die von Entmythologisierung des Textes gekennzeichnet ist. Es kommt

    dabei zu einer geschichtlichen Differenz. Selbstverstndlich: dogmatisch.

    Man sollte sich bei der Beschftigung mit der Bibel bewusst sein, woher man kommt

    und unter welchen Gesichtspunkten man mit den Texten umgeht.

    Die Beurteilung im Proseminar erfolgt folgendermaen: Es muss ein Referat gehalten

    werden und die Mitarbeit wird beurteilt. Zudem muss fr Studenten der Evangelischen

    Fachtheologie eine groe Proseminararbeit verfasst werden, die entweder fr das NT

    oder das AT geschrieben wird. Die Note dieser Arbeit, egal ob AT oder NT, wird

    jedenfalls der Beurteilung des Proseminar NT zugerechnet. Die Lnge des Referats

    sollte 10-20 Minuten dauern.

    - 6 -

  • 2 Fragen zum Einstieg Der Bibeltext

    2 Fragen zum Einstieg Der Bibeltext

    Im Proseminar muss man sich zwangslufig Fragen, wie die folgenden stellen: Kann ich

    den Bibeltext in der ursprnglichen Form eruieren? Was ist berhaupt die ursprngliche

    Form des Textes? Die Bibel besteht heutzutage als Summe mit einer ganz spezifischen

    Reihenfolge der Einzeltexte, was nicht ursprnglich so war? Was soll dies erreichen?

    Die Kanonproblematik sollte bewusst sein! Bei Betrachtung der

    berlieferungsgeschichte sollte die Frage gestellt werden: Was ist der eigentliche Text?

    Gab es vielleicht auch Vernderungen im Text, wie Hr-oder Grammatikfehler?

    Wurden Glossen eingefgt?

    Die aus diesen Fragen resultierende Aufgabe ist die Textkritik. Man muss ber den Text

    urteilen und versuchen den ursprnglichsten Text zu finden. Dabei spielt natrlich auch

    die bersetzung eine bedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang muss die

    Septuaginta genannt werden, die griechisch ist Ihr Text wurde aus dem Hebrischen

    ins Griechische bersetzt aber sehr alt ist.

    2.1 Verfgbare Bibeltexte

    Wir verwenden meist die BHS (Biblia Hebraica Stuttgartensia), welche die kritische

    Ausgabe der deutschen Bibelgesellschaft darstellt. Eine neue Ausgabe, die BHQ, ist

    geplant, jedoch noch nicht gnzlich fertiggestellt. Eine Vorgngerin der BHS war die

    BHK, meist die BHK3.

    2.1.1 Der Codex Leningradiensis (L)

    Der Haupttext der BHS ist der so genannte Codex Leningradiensis (L), aus dem Jahr

    1008 nach Christus. Es handelt sich also um einen noch relativ jungen Text, bei dem

    man auch die berlieferungstradition wahrnehmen muss, auch wenn schon damals eine

    gewisse Sicherheitsvorkehrung getroffen wurde, indem man nach dem Abschreiben die

    Wrter gezhlt hat und verglichen hat. Man durfte zudem nicht von schlechten

    Schriftrollen abschreiben. Die alten wurden stets verbrannt.

    - 7 -

  • 2 Fragen zum Einstieg Der Bibeltext

    2.1.2 Die Qumranschriften (Q)

    Es gibt allerdings auch noch viel ltere biblische Schriften als den (L), welcher im

    Kapitel 2.1.1 auf Seite 7 beschrieben wird, allerdings erst seit Qumra