Altstadt-Rundgang - 2/Linz am... · 1475 Belagerung der Stadt durch kaiserliche Truppen im Neusser

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Altstadt-Rundgang

Marktplatz (Castenholzplatz) Zentrum der Altstadt mit Rathaus, Mariensule und Ratsherren- brunnen umrahmt von einem Huserkranz aus fnf Jahrhunder- ten. Der Ratsbrunnen (1993 vom Aachener Knstler Bonifatius Stirnberg vor dem Rathaus installiert) besitzt zeitlosen Symbol-Charakter: In der Demokratie ist das Volk (oben) stets der Souvern. Es berwacht die Regierenden (unten), deren Gelen-kigkeit im Drehen und Wenden zum Greifen nah ist ...

Zweite Bezeichnung Castenholzplatz: zur Erinnerung an den 1633 von den Schweden hingerichteten Brger meister Augustin Castenholz.

Rathaus erbaut zwischen 15171527 auf dem Grund des frheren Rathauses von 1461 ist es das lteste Gebude seiner Art in Rheinland-Pfalz, das noch immer seinem ursprng-lichen Zweck dient. Es ist heute Sitz des Brgermeisters und der Tourist-Information und in seiner Bau-masse noch vllig erhalten. Die Schauseite des massigen Bruch-steinbaus hat eine Ausdehnung von 27,08 Metern, die Mauern im Erdgescho sind 1,20 Meter dick.

Im Treppenhaus befindet sich seit 1818 die Uhr der Ratskapelle, fr die sie im Jahre 1737 konstruiert worden war. Das historische Uhrwerk wurde 1985 restauriert und um ein neues Ziffernblatt, ein Zeigerwerk, Flaschenzge und eine Glockenanlage fr den heutigen Standort ergnzt. Das Glockenspiel des Rathauses mit 23 Glocken erklingt tglich um 12.15 Uhr, 15.15 Uhr und 18.15 Uhr.

Mariensule

mit Brunnenanlage, 1878 errichtet an Stelle der um 1460 erbauten und 1817 abgetragenen Ratskapelle (Muttergottes-kapelle).

Marienkirche

am Kirchplatz, eingeweiht 1967. An der Chorwand im Innern befindet sich der kunstgeschichtlich bedeutende Marienaltar (1463) aus der Ratskapelle, der von dem in Linz geborenen Kanoniker, Rechtsgelehrten und ppstlichem Legat Tilman Joel gestellt wurde.

Vikariehaus St. Michaelis

am Treppenaufgang nach St. Martin, reprsentatives Beispiel fr den Linzer Fachwerkbau des ausgehenden 17. Jahrhunderts, heute Privatbesitz.

Linzer Stadtgeschichte im berblick

874 Erste urkundliche Erwhnung Lincesce.

1198 Zerstrung des Ortes Linz und der Kirche in den Kmpfen zwischen Otto IV. und Philipp von Schwaben

1206/14 Grundsteinlegung und Weihe der Pfarrkirche St. Martin

1250 Linz kommt stufenweise durch Mechthild von Sayn an das Erzstift Kln

um 1320 Linz wird Stadt, Baubeginn der Stadtbefestigung

1365 Bau der Zoll- und Zwingburg durch den Landesherrn

1391 Die Stadt brennt bis auf ein Drittel ab

1462 Weihe der Kapelle auf dem Markt (heute Standort Mariensule)

1475 Belagerung der Stadt durch kaiserliche Truppen im Neusser Krieg

151727 Bau des Brger-/Rathauses an Stelle eines Vorgngerbaus

1543 Reformationswirren unter Erzbischof Hermann von Wied

1548 Wiederherstellung des alten Glaubens

1583 Besetzung im Klnischen Krieg, Beginn der isenburgischen Pfandschaft

1623 Niederlassung der Servitinnen

1626 Niederlassung der Kapuziner

1632 Besetzung der Stadt durch die Schweden

1633 Hinrichtung des Brgermeisters Augustin Castenholz auf dem Marktplatz

1796 Besetzung durch franzsische Truppen

1803 Linz fllt an Nassau-Usingen

1815 Linz wird preuisch

1816 Bildung des Kreises Linz

1822 Der Kreis Linz wird dem Kreis Neuwied zugeschlagen

1845 Grndung der evang. Gemeinde

1851 Einweihung der Synagoge in der Gasse Auf dem Berg

1854 Niederlassung der Franziskanerinnen von Nonnenwerth

1858 Die ersten Dampfschiffe legen in Linz an

1861 Beginn der Niederlegung der Stadtbefestigung

1865 Weihe der evangelischen Kirche am Grabentor

1870 Anschlu an das rechtsrheinische Eisenbahnnetz

1878 Errichtung der Mariensule auf dem Marktplatz

1880 Auftreten der Reblaus: Vernichtung ganzer Weinbergdistrikte

1886 Fertigstellung erster Bogengruppen des Bahnviadukts am Gestade

1888 Grndung der Basalt AG

1912 Erffnung der Westerwaldbahn ab Linz, Beginn der Freilegung verputzter Fachwerkbauten

1920 Partnerschaft mit der sterreichischen Stadt Linz an der Donau

1933 Neubau des Eisenbahnviaduktes

1945 Zerstrungen im sdlichen Stadtteil durch Bomben, Besetzung durch die Amerikaner und nachfolgend durch die Franzosen

1946 Linz wird rheinland-pflzisch

1965 Partnerschaft mit Marietta/Georgia in den USA

1967 Konsekration der Marienkirche am Kirchplatz

1970 Bildung der Verbandsgemeinde Linz

1979 Einweihung des Franziskus-Krankenhauses im Stadtteil Roniger Hof

ab 1980 Neugestaltung des Stadtkerngebietes: Burgplatz, Neustrae (1983), Buttermarkt (1984), Mittelstrae (1985), Parkhaus unter dem Dr.-Sigmund-Wolf-Platz (1991), Marktplatz (1993)

1987 Partnerschaft mit der Stadt Pornic in Frankreich

1991 Freundschaftsvertrag mit Linz/Sachsen

2003 Linz erhlt eine hochmoderne Sportanlage mit Kunstrasenplatz

2005 Erffnung Rheinsteig: 320 km Premium-Wanderweg ber die rechtsrheinischen Rheinhhen von Bonn bis Wiesbaden in Linz verluft der Rheinsteig mitten durch die historische Altstadt.

2009 Aufwendige Dach- und Glockenturm-Sanierung des fast 500 Jahre alten historischen Rathauses am Marktplatz

2014 Fachgerechte Restaurierung der Mariensule

Weitere Informationen erhalten Sie von: Tourist-Information der Stadt Linz am Rhein Rathaus am Marktplatz D-53545 Linz Telefon +49 (0)2644/2526 Telefax +49 (0) 2644/981126 info@linz.de

www.linz.de

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PulverturmSdwestlicher Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung. Entlang des Gestade herrschaftliche Huser mit barocken und klassizis-tischen Fassaden.

Geroltshof (1747) mit Tordurchfahrt zur Strae Seilerbahn. Teil der Monrealschen Lehnsgter, wozu auch die 1475 zerstrte Burg zur Leyen (Ocken-fels) gehrte. Gegenber dem Geroltshof herrschaftliches Haus (Von-Keller-Strae 18) aus dem 18. Jahrhundert, ab Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Herren von Rolshausen.

StadthalleDas kleine aber feine Veranstaltungsforum der Stadt Linz. Ehe- malige Kapuzinerkirche, erbaut 1642 45 als barocke Saalkirche mit Holztonne, nach 1817 Gymnasialkirche. ber dem Portal Madonna auf der Mondsichel aus der Erbauungszeit. Neben der Stadthalle das Alte Gymnasium, 1891 93 an Stelle des Kapuziner-klosters errichtet, heute Mehrzweckhaus (mit Montessori-Kinder-haus).

Haus Sion und Isenburgerhof(Strohgasse Nr. 19/17) vermutlich im 13. Jh. Besitz der Grfin Mechthild von Sayn (Sion). 1628/29 Neubau durch Damian Adolf Neien, Isenburgischer Rat und Schulthei. Bis zur Skularisation Wohnsitz kurfrstlicher Beamter. 1945 durch Bomben stark beschdigt. Chronogramm an der Giebelseite.

Isenburger Hof: linker Teil des Gebudes mit barockem Giebel und reprsentativer Treppenanlage (1727).

RHEINSTEIG: Linz ist auf 320 km RheinSteig-Lnge der einzige Ort, in dem der Premium- Wanderweg mitten durch die historische Altstadt fhrt (... die Initiatoren werden gewusst haben warum). RheinSteig-Wanderfhrer und -Informa- tionen sind bei der Tourist-Information Linz im historischen Rathaus am Marktplatz erhltlich.

R H E I N

Pfarrkirche St. Martin erbaut zwischen 1206 und 1214 an Stelle einer frnkischen Kirche; in der dreischiffigen Pfeileremporen-basilika vereinen sich sptromani-sche, frhgotische und sptgotische Baueinflsse. Sehenswert sind ber-dies die Wandmalereien (um 1230).

Geffnet Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr. In dem angrenzenden Tilmann Joel-Park befinden sich Grabsteine aus fnf Jahrhunderten.

Seniorenstift Sankt Antonius Ehemaliges Stift der Franziskanerbrder vom Hl. Kreuz in Hausen/Wied. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts Ausbau des St. Antoniushaus zur Pflegeanstalt fr behinderte Menschen. 1871/72 und whrend der Weltkriege Reserve-Lazarett und 1945 1973 Bischfliches Konvikt.

NeutorErsterwhnung 1391 nach dem groen Stadtbrand. Im Torbogen eine Bronzeplastik: der Linzer Klapperjunge Darstellung des sterlichen Brauchs, durch Klappern an den Kar-Tagen das Kirchengelut zu ersetzen. Neu-strae mit schnen Fachwerk- bauten. In der Seitenstrae Auf dem Berg weist ein Hinweis auf die ehemalige Synagoge (1851, zerstrt 1938) der jdischen Gemeinde hin.

Servitessenkirche auf dem Dr.-Sigmund-Wolf-Platz. 1692 von den Servitinnen (1623 1802) als Saalkirche erbaut, 1872 von den Franziskanerin- nen der Insel Nonnenwerth im neugotischen Stil erweitert, bis 1983 Nutzung als Krankenhaus, heute Stadtarchiv.

Evangelische Kirche und Gemeindehaus am Grabentor. Gemeindehaus (Katharinenhof) bis 1803 Stadt- haus der Zisterzienserinnen von St. Katharinen, ab 1845 im Besitz der evangelischen Gemeinde. Kirche erbaut 1864/65, Berliner Klassizismus, Ziegelbau mit gelben Verblendklinkern.

Buttermarktmit Brunnenanlage zur Erinnerung an die Marktfrauen, die von 1642 bis in die 1930er Jahre dort ihre Waren feilboten. Der durch weie Pflastersteine symbolisierte Mhlenbach lief bis 1853 offen durch die Stadt. Gegenber der Sparkasse barockes Fachwerkhaus mit den Fachwerk-Schmuckformen Wilder Mann, Andreaskreuz und weiteren rheinischen Fachwerk-elementen.

In der Strae Auf der Donau befindet sich ein geteiltes Fach-werkhaus um 1400 (Haus Nr. 6/8). In der Mhlengasse Nr. 17 sieht man noch eine Brandmauer von 1582.

Burgplatz mit Burg Linzmit Blick in Rheinstrae und Mhlengasse, um- geben von wertvoller histo