AM ANFANG UND AM ENDE ALLEN LERNENS .1 Fonds für Unterrichts- und Schulentwicklung (IMST-Fonds)

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    Fonds fr Unterrichts- und Schulentwicklung (IMST-Fonds) S8 Deutsch

    AM ANFANG UND AM ENDE ALLEN LERNENS STEHT DEUTSCH

    Deutsch erlebbar machen

    ID 1519

    Maga Evi El Labadie

    Mag. Helmut Schmid, Maga Christiane Rannegger

    Voitsberg, am 14. 07.2009

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    Inhaltsverzeichnis Abstract ............................................................................................................................3

    1 Einleitung..................................................................................................................4 1.1 Ausgangssituation........................................................................................................................................... 4 1.2 Vorgeschichte ................................................................................................................................................. 4 1.3 Projektziele und Forschungsfrage .................................................................................................................. 6 1.4 Methode und geplanter Projektablauf ............................................................................................................ 7

    2 Hauptteil....................................................................................................................8 2.1 Theoretischer Unterbau.................................................................................................................................. 8 2.2 Aktivitten und Schreibanlsse ..................................................................................................................... 11 2.3 Zeitungsgestaltung........................................................................................................................................ 14 2.4 Projektverlauf: Resmee des Projektteams................................................................................................... 16

    2.4.1 Ergebnisse ........................................................................................................................................... 16 2.4.2 Vernderungen .................................................................................................................................... 18 2.4.3 Probleme im Projektverlauf ................................................................................................................ 19

    2.5 Evaluierungsmanahmen.............................................................................................................................. 21 2.5.1 Evaluierung durch die Projektkoordinatorin ....................................................................................... 21 2.5.2 Flash: Wie es mir beim Schreiben geht - 1. Semester...................................................................... 22 2.5.3 Flash: Wie es mir beim Schreiben geht - 2. Semester...................................................................... 23 2.5.4 Evaluierungen durch IMST................................................................................................................. 24 2.5.5 Fremdevaluierung ............................................................................................................................... 24

    3 Schluss ...................................................................................................................25 3.1 Projekterfolg................................................................................................................................................. 25

    4 Literatur und Quellen.............................................................................................27

    5 Anhang Evaluierung (Fragebogen, Protokoll)

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    ABSTRACT

    Der folgende Bericht resmiert die Arbeit im Rahmen des Deutschunterrichts whrend eines Schuljahres. Durch ein attraktives Angebot an Aktivitten innerhalb und auerhalb des Schulgebudes, das gleichzeitig die soziale Komponente des Projekts darstellte, wurden fr die Schler/inne/n lebensweltbezogene und authentische Schreibanlsse geschaffen. Die Verschriftlichung ihrer Erlebnisse in unterschiedlichen Textsorten ermglichte Lernen aus der Praxis heraus und diente gleichzeitig zur Dokumentation des Unterrichtsgeschehens. Damit verbunden wurden die Erweiterung der Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse sowie die Schulung des schriftlichen Ausdrucks. Als Endprodukt liegt eine umfangreiche Klassenzeitung vor.

    Schulstufe: 9.

    Fcher: Deutsch, Englisch, Informations- und Officemanagement, Bewegung und Sport, Persnlichkeitsbildung und soziale Kompetenz

    Kontaktperson: OStRin Maga Evi El Labadi

    Kontaktadresse: 8570 Voitsberg, Franz Jonas-Strae 13-15

    E-Mail: eviellabadi@chello.at

    Tel.: 0664 4146181

    Fax: 03142 2391510

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    1 EINLEITUNG Um frei und natrlich schreiben zu lernen, bedarf es weder einer literarischen Fachsprache noch grammatischer Begriffe. Natrliches Schreiben setzt voraus, dass wir Zugang finden zu einem Bereich unseres Denkens, von dem wir gewhnlich beim Schreiben keine Hilfe erwarten. (Rico 2007, S. 15)

    Unser Projekt verfolgte das Ziel, Jugendliche ihren jeweils eigenen Zugang zum Schreiben finden zu lassen. Sie sollten Lust entwickeln am Verfassen von Texten und Gefallen finden am Aufzeichnen eigenen Erlebens. Dieser fr manche vielleicht neue Zugang zum Schreiben sollte u.a. durch Elemente des freien Schreibens, wie z.B. von Gabriele Rico (Rico, 2007) beschrieben, erffnet werden, vor allem durch anlassbezogenes Schreiben, ausgehend von gemeinsamen Aktivitten innerhalb und auerhalb der Schule.

    1.1 Ausgangssituation Die ersten Klassen der Handelsschule Voitsberg zeigen in den letzten Jahren verstrkteine hchst heterogene Klassenstruktur:

    Leistungsniveau: Schler/innen mit solider Hauptschulbildung treffen vermehrt auf Schlerinnen und Schler aus der 2. oder 3. Leistungsgruppe der Hauptschule mit deutlich geringerer Vorbildung;

    Sprache (L1): Zunahme der Zahl von Schlerinnen und Schlern mit nichtdeutscher L1 (Muttersprache) und Migrationshintergrund;

    soziokultureller Hintergrund: Schlerinnen und Schler aus kooperativem, am schulischen Erfolg interessiertem Elternhaus treffen auf Schlerinnen und Schler mit sozial schwierigem Umfeld;

    soziales Verhalten: Jugendliche mit durchwegs positiver Einstellung und sozial erwnschtem Verhalten, hoher Lernbereitschaft lernen gemeinsam mit Schlerinnen und Schlern mit migem bis gar keinem Interesse an der Schule allgemein und mit hufig auch sehr verhaltenskreativer Persnlichkeitsstruktur.

    Daraus resultieren hufig sehr belastende Unterrichtssituationen, die wahrnehmbaren Leistungsfortschritte sind gering. Dies lst bei Lehrerinnen und Lehrern immer wieder Unzufriedenheit am Ist-Zustand aus.

    1.2 Vorgeschichte Aus den genannten und noch weiteren Grnden bildete sich nach wiederholter Aufforderung seitens der Direktion noch im Schuljahr 2007/08 ein Handelsschullehrerteam unter der Leitung von OStRin Maga Evi El Labadi und Mag. Helmut Schmid mit dem Ziel der Erneuerung des Unterrichtsstils und einer vernderten und intensiveren Betreuung der ersten Handelsschulklassen.

    Im Schuljahr 2007/08 begannen wir nach mehreren Sitzungen, Meetings, Konferenzen

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    und einer intensiven Planungsphase nach einem von uns kreierten Plan zu unterrichten.Auf einer Fortbildungsveranstaltung erhielten wir von Frau Maga Marlies Breuss die Einladung, unser Projekt im Rahmen des Pilotprojekts Deutsch des IMST-Fondseinzureichen, da die Arbeit in der 1. Klasse HAS Voitsberg im Schuljahr 2007/2008 als mglicherweise bertragbare Innovation fr das berufsbildende mittlere Schulwesen antragswrdig erschien. Nach ausgiebigen Informationsgesprchen und dem Studium der IMST-Fonds-Homepage wurde der Projektantrag gestellt, um das begonnene Experiment mit der nchstfolgenden ersten Handelsschulklasse unter IMST-Projektbedingungen zu wiederholen bzw. in einer an das Projekt angepassten Form durchzufhren und auch das Lehrerteam wieder einzubeziehen, obwohl der Schwerpunkt nun auf Deutsch liegen musste. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Informationen ber IMST und das persnliche Engagement von Frau Breuss sowie der Gedanke, auf diese Weise unseren Einsatz fr die Handelsschule zu dokumentieren und die Ergebnisse vielleicht auch Kolleg/innen an anderen Handelsschulen mitzuteilen, zum Projektantrag, der schlielich angenommen wurde, gefhrt haben.

    Wie oben schon erwhnt, gab es einen ersten Versuch im Schuljahr 2007/08, dessen Schwerpunkt allerdings nicht auf dem Unterrichtsfach Deutsch lag, sondern in erster Linie auf die intensive, wertschtzende Betreuung der Schler/innen und die Vernetzung des Teams fr die koordinierte Unterrichtsarbeit fokussierte. Gewisse Umstnde fhrten im Schuljahr 2007/08 aber dazu, dass manch guter Ansatz und manch gute Idee wieder verworfen wurden oder in ihrer Ausfhrung nicht entsprechend zufrieden stellend gelingen wollten.

    Wir konnten auch nicht auf konstruktive Untersttzung bzw. Reflexionen durch andere Schulen zurckgreifen, lediglich informelle Gesprche wurden auf Seminaren gefhrt. Ein berall sprbarer Unmut bzw. eine latente Frustration in Lehrerkreisen ber den an offensichtlich allen Handelsschulen herrschenden hnlichen Zustand waren uns bekannt sowie auch die Gefahr, dass die Schlerzahlen noch weiter sinken und die Dropout-Raten noch weiter steigen wrden und somit das Damoklesschwert der Schlieung von Handelsschulklassen bzw. der Auflsung von Handelsschulen an gewissen Standorten (auch in Voitsberg) herabfallen knnte.

    Im Schuljahr 2007/08 fhrten wir also einen durch persnliches Engagement motivierten Einzelkampf, bis durch die Entdeckung des IMST-Fonds und damit anderer engagierter Lehrerinnen und L