Anton Bruckner-Sein Leben Und Seine Werke

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Anton Bruckner:Sein leben und Seine Werke

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  • DEUTSCHEMUSIKBUCHEREI

    BEGRNDET UND HERAUSGEGEBEN VONGUSTAV BOSSE.

    BAND 20

    GUSTAV BOSSE /VERLAG / REGENSBURG.

  • ANTON BRCKNERSEIN LEBEN UND SEINE WERKE

    VON

    FRANZ GRFLINGER

    MIT 11 BILD- UND FAKSIMILE-BEILAGEN

    GUSTAV BOSSE/ VERLAG / REGENSBURG.

  • ALLE RECHTE, INSBESONDERE DASDER BERSETZUNG VORBEHALTEN.

    COPYRIGHT 1921BY GUSTAV BOSSE, REGENSBURG.

    Graphische Kunslanstalt von Heinrich Schiele, Regensburg.

  • V o R W O R T

    in kurzer, fasi skizzenhafler Lebensabri^des schlichten, groen Obersierreicherssoll uns den Menschen, seine Wesensarinher bringen. Nur wer Brckner als

    Menschen verstehen gelernt, seine biedere, gott-ergebene Art richtig zu werten vermag, findet denWeg zum Verstndnis seiner Werke. Diese selbstsind in straffer Analytik und Schilderung behandelt,die ungedruckten, weniger bekannten aufgezhlt.Irin schlichtes Bndchen, vom Herzen geschrieben,mge es dem Meister neue Freunde gewinnen.

    Es ist nun das Gesdiick der Gro&en hier auf Erden,

    Erst wenn sie nidit mehr sind, von uns erkannt zu werden."

    LINZ, im Oktober 1920. .

    DER VERFASSER.

  • INHALTSVERZEICHNIS

    BRCKNERS LEBEN 7BRCKNERS WERKE 37

    A. Sinfonien 39

    B. Kammermusik 83C. Kirdienmusik 86D. Weltliche Chorwerke 109E. Klavierwerke 114F. Lieder 114G. Versdiiedenes 114

    ANHNG:Unbekannte Briefe Anton Brckners 117Auszge aus dem Dokumenten-Faszikel Brckner" . . 135Ortsregister 144Namensregister 145Werkregister 148

    BILD-BEILAGEN:

    Anton Brckner 8Geburtshaus in Ansfelden 16St. Florian 24

    St. Florian-Stift 32St. Florian-Stift: Inneres der Stiftskirche 64Anton Brckner nach einem lbild von Miksch .... 80Steyrer Bruckner-Plakette 96

    FAKSIMILE-BEILAGEN:

    Erste Seite der Original-Partitur des Andante" aus derunverffentlichten D-Moll-Sinfonie 44

    Erste Seite der Original-Partitur des 114. Psalm ... 101Brief vom 26. Mai 1869 an Domdechant loh. Bapt. Schie-dermeyr in Linz 120

    Brief vom 26. )uni 1895 an Musikdirektor Bayer in Steyr 128

  • BRCKNERS LEBEN

  • Anlon 5ruckner

  • bersterreich war seit jeher ein sing- undsangfreudiges Land. Aus dem Mittelalterhaben wir durch die Lambacher- undMondseer Liederhandschriften Zeugen der

    regen Musikpflege. Hans Sachs hlt in Wels Ein-kehr und dichtet hier, Dietmar von der Aist, derKrnberger schufen im Lande ob der Enns ihreMeistersinger-Weisen. Im 18. Jahrhundert weilteMozart einige Wochen in Linz und komponierte ausDankbarkeit fr die gastliche Aufnahme in der Familiedes Grafen Thun" die Linzer Sinfonie" (Kchl 425).Beethoven nahm 1812 bis 1815 einigemale Aufent-halt bei seinem Bruder in Linz und vollendete hierseine 8. Sinfonie.

    Obersterreich beherbergte wiederholt den Lie-derknig SchuberL In spteren Jahren wurde Ober-sterreich Brahms und Goldmark eine zweite Heimat.

    Im selben Jahre, als Smetana, Reinecke undCornelius geboren, als Beethovens Neunte" inWien uraufgefhrt, Liszt sein Ersiauftreten inParis und London feierte, wurde in dem unschein-baren Dorfe Ansfelden, drei Gehstunden von Linzentfernt, am 4. September 1824 einer der bedeutend-sten Heimatshne sterreichs, ANTON BRCKNER,geboren. Die Vorfahren waren aus Thalgau (zuSL Georgen im Attergau) gebrtig. Ein JohannBrckner starb 1683 in der Ortschaft Powang undwar ein Kleinbauer. Brckners Grovater lernte das

  • Bttcher-Handwerk, wandte sicti spter aber demLetirberufe zu. 1778 ersctieint er in der CtironikAnsfeldens als Sctiullehrer; er starb am 21. April1831. Zum Naclifolger wurde 1824 sein Sotin, AntonBrckner, der Vater des berhmten Tonknstlers,gewhlt. Lungensucht und Auszehrung nagten anseiner Gesundheit. Er erreichte nur ein Alter von46 Jahren. Die Gromutter Brckners, Josefa Helm,stammt aus Neuzeug bei Steyr und heiratete einenGastwirt; sie befand sich in guten Verhltnissen.Die Mutter Brckners, Therese geboren am7. April 1801

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    war als Mdchen bei ihrer Tante inWolfern in der Pfarrhofkche thg. Sie starb inEbelsberg (bei Linz) am 11. November 1860. DieEltern Brckners lebten in glcklicher Ehe.

    Als erster Sprling wurde Anton Josef Brcknerim Ansfeldner Schulhause geboren. 7 GeschwisterBrckners starben im zarten Kindesalter. Von denanderen vier starb Schwester Rosalie 1898 alsGattin des Grtners Huber in Vcklabruck, Josefa1874 in St. Florian, Anna, die Brckner in Wien dieWirtschaft fhrte, 1870 in Wien. Brckners BruderIgnaz war Stiftsgehilfe und Orgelaufzieher im StifteSL Florian und starb am 4. Jnner 1913 daselbst.

    Schon als Knabe uerte Brckner groe Teil-nahme fr Musik. Im vorschulpflichtigen Alter bteer tglich auf einer Kindergeige. Daneben war dasSchaukelpferd, das Soldatenspiel und das Predigt-halten", wozu er auf Stuhl oder Tisch kletterte, eineLieblingsbeschfhgung. Fr die Schulgegenstndebrachte er keine sonderliche Begeisterung auf, am

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  • liebsten war ihm die Gesangsstunde. Er klimperteauch gerne auf dem Spinett des Vaters. GroeFreude bereitete es ihm, wenn er im Kirchenchormitsingen durfte. Den ersten Musikunterricht erhieltBrckner von seinem Vater. Das eigentliche Studiumbegann jedoch erst, als er zu seinem Vetter, JohannWeife, Schullehrer in Hrsching bei Linz, ber-siedelte. Dieser unterwies ihn hauptschlich imOrgel- und Generalbafespiel. Zehn Jahre alt durfteBrckner auf der Hrschinger Orgel schon beimGottesdienste das Fastenlied spielen. Da der Vaterzu krnkeln anfing, mute Anton wieder nach Hauseund in der Schule und im Chor Aushilfsdiensteleisten. Damals entstand als erster Komponierver-such ein Stck fr Violine und Klavier, dem P. T.Herrn Vater" gewidmet. Dreizehnjhrig verlorBrckner seinen Vater. Er kam nun, durch Vermitt-lung des Vetters, als Sngerknabe nach St. Florian.Der Schulgehilfe Steinmayr unterrichtete und be-gleitete ihn 1840 nach Steyr, wo Brckner die Pr-fung in den Gegenstnden der Hauptschule ablegte.Der begabte Shftsorganist Kattinger unterwies ihnim Orgel- und Klavierspiel. Geigenunterricht erhielter bei dem Stiftsbeamten Gruber (einem Schler desbekannten Schuppanzigh). 1840 zog Brckner nachLinz, um den Prparandenkurs durchzumachen. Erbesuchte auch die Vorlesungen des Prof. J. Aug.Drrnberger ber Harmonie- und Generalbalehreund das Orgelspiel. 1841 erhielt er ein Prfungs-zeugnis, auf Grund dessen er als Gehilfe fr Privat-schulen geeignet befunden wurde.

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  • Die triste Lage der Schulgetiilfen versprteBrckner auch am eigenen Leibe, 1841 zog er inWindhag a. d. M. als Jugendbildner ein. Als Ent-lohnung erhielt er IV2 Kreuzer fr die Stunde, dabeimufete er auf einem Korridor" wohnen, bekam dazuetwas Naturalien, durfte dafr aber alle Mesner-dienste unentgeltlich verrichten. Durch Aufspielen,;Zum Tanz" verdiente er sich ein paar Kreuzer, Kostund Trank. Bei dieser staubigen" Nachtarbeit fhltesich Brckner am behaglichsten, war es ja dochMusik", die er betrieb und der fr ihn einzigeKunst"-GenuB in lndlicher AbgeschiedenheiLSchulmeister Buchs nannte ihn ob seines Gehabens,da er bei Spaziergngen Aufschreibungen aufNotenpapier machte, einen Mckenfnger" und dieBauern ,;einen halbverrckten Gehilfen". 1843 ber-siedelte Brckner als Schulgehilfe nach Kronstorf.Von dort wanderte er hufig nach Enns und nahmbei dem Regenschori, Leopold Edler von Zeneiti,Musikunterricht. Ein aus dieser Zeit stammendes4stimmiges Exaudi mit Trombonenbegleitung, wirdheute noch in Enns bei Bittprozessionen aufgefhrt.Zu seiner grten Ereude erhielt er in Kronstorf einKlaviechord geliehen, auf dem er eifrig Bach spielte.Im Mai 1845 legte Brckner in Linz die Konkurspr-fung auch in den Musikfchern mit Vorzug ab.Kaum ein halbes Jahr spter erhielt Brckner An-stellung als Schulgehilfe in St. Florian. Er muteaufgejubelt haben darber, denn nun stand ihm dieprchtige Stiftsorgel zur Verfgung, hrte er guteKirchen- und Kammermusik, konnte er bei Kattinger

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  • ^ich wieder weiter ausbilden. Im Umsturzjahr riickieBrckner an Kattinger's Stelle als Stiftsorganist.Unablssig arbeitete er an seiner Bildung, wovonder Besucti eines verbesserten Prparandenunter-richtskurs", und zwei Zeugnisse der 1. und 2. Klasseder Unter-Realsetiule Beweise liefern. Frjfrig be-trieb er daneben aucti Lateinstudien. Im Jnner 1855legte er in Linz die Prfung als Letirer an Haupt-schulen ab. Das Bestreben Brckners, sein Allge-meinwissen zu vervollkommnen, erhellt daraus undstraft jene Lgen, die behaupten, dafe Brckner inerstaunlich hohem Grade ungebildet war". Freilichein Salonmensch ist Brckner nie gewesen, dielndliche Art prgte sich in Haltung und Kleidungaus. Sein klassisches Gesicht zeigte stets heitereMiene, Haar und Schnurrbart waren kurz geschnit-ten, seine etwas beleibte Gestalt war eingehllt in

    ein formloses, weites Beinkleid, dazu trug er einealtmodische Weste, einen Stroh- oder Schlapphuteinfachster Art. Im Verkehr blieb er stets ein Natur-kind, harmlos, fast naiv zuvorkommend, bescheiden.Entschieden war er dabei eine Doppelnatur. AlsBeispiel: Ein Berliner Vertreter trug ihn: Wie kommtes, daB man so wenig von ihnen und Ihren Kom-positionen hrte und sprach?" und treuherzig ent-gegnete Brckner: Es ging mir halt so, wie Beet-hoven, den verstanden die Ochsen auch langenicht". Ungemein anhnglich und dankbar war erseinen Gnnern und Freunden gegenber. Die Artseines Auftretens wurde oft bewitzelL Wenn er dies

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  • merkte, pflegte er zu sagen: l' brauch ja nix vonden Mensctien, aber a Ruati will i hab'n".

    Dag Brckner sicti im Orgelspiel gewaltig ver-vollkommnete, erhellt aus dem Prfungszeugnis, dasihm Hofkapellmeister Agmayer in Wien 1854 aus-stellte. Von diesem Zeitpunkte an unternahm erFahrten nach der Reichshauptstadt Wien, um beiSechter sein theoretisches Musikknnen zu vervoll-kommnen. Von ausschlaggebender Bedeutung frBrckners Wirken und Schaffen war seine Berufungim Jahre 1855 als Dom- und Stadtpfarrorganist nachLinz. Bei der Konkursprfung mute ein gegebenesThema nach streng kontrapunktischen Grundstzenin einer vollstndigen Fuge durchgefhrt werden.Brckner lste die Aufgabe so ausgezeichnet, daer schon tags darauf von der provisorischen Ver-leihung" dieser Stelle verstndigt wurde. Die defini-tive Anstellung es waren noch 3 Mitbewerber erfolgte 1856. Als Organist bezog er ein Jahres-gehalt von 448 fl. Sein einflureichster Gnner wurdeBischof Franz Josef Rudigier, der sich Brcknergegenber uerte: Wenn Sie Orgel spielen, ver-mag ich nicht zu betenl" Der Kirchenfrst unter-sttzte ihn auch zu den Wienerfahrten. Schon 1858stellte Sechter dem Schler ein ehrendes Zeugnisaus, worin es heit: da Herr Anton Brckner alsOrganist nebst einer glcklichen Naturanlage,fleiigem Studium, viel Prakhk und dadurch erwor-bene Gewandtheit im Prludieren und im Durch-fhren eines Themas zeigt und folglich unter dievorzglichsten Organisten gezhlt werden kann,"

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  • 1859 bestand Brckner die Prfung im einfachenKontrapunkt in allen Gattungen und im Harmoni-sieren gegebener Melodien, endlicti im strengenmusikalisctien Kirchensatze. Bezeichnend und be-strkend fr die von dem Studienfreund und Alters-genossen Karl Seiberl mir gegenber gemachteMitteilung, dag Brckner Jurist und dann Beamterim Staatsdienst werden wollte, ist eine Besttigung,die ich nebst anderen unbekannten Dokumentendurch die liebenswrdige Bemhung des WienerSchriftstellers und Musikprofessors Richard Schmiderhalten habe von dem Bezirksrichter Mauter,da Brckner aushilfsweise in den Bezirksgerichts-kanzleien zu St. Florian gearbeitet und sich imKanzleifache sehr verwendbar gezeigt hat undbestens empfohlen wird".

    Der emsig Studierende legte nun rasch nach-einander bei Sechter die Prfungen im doppelten,drei- und vierfachen Kontrapunkt, ber den Canonund die Fuge ab. Zu dieser Zeit entstand der 146.Psalm fr Soli, Chor und Orchester. 1861 fand diePrfung ber die praktische Leistung im Komposi-tionsfach im groen Musikvereinssaal vor: Hellmes-berger, Herbeck, Sechter, Modessons und Mabekkerstatt. Das Zeugnis hierber rhmt Brckners vor-zgliche Ausbildung seiner musikalischen Be-fhigung.

    Am Domchor in Linz lernte Brckner den Theater-Kapellmeister Otto Kitzler kennen, bei dem erUnterricht in der Formen- und Instrumentationslehrenahm. Von besonderer Bedeutung wurde das Stu-

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  • dium der Tannhuser^-Partitur. (Die Erstauffhrungin Linz fand am 13. Februar 1863 statt.) Knapp ver-tier tiat Brckner seine erste Sinfonie in F-Moll ge-sctirieben, im selben Jatire den 112. Psalm frDoppelchor und Orchester. Der Nachfolger KitzlersIgnaz Dorn, fhrte Brckner in Liszts farbenreicheFaust-Sinfonie" ein.

    Kurze Zeit bernahm Brckner nach dem AbgangA. M. Storchs, die Chormeisterstelle bei der Lieder-tafel F r o h s i n n". (Ein zweitesmal hatte Brcknerdie Leitung vom Jnner bis Herbst 1868 inne.) Unterseiner Fhrung erzielte dieser Verein 1861 beimgroen Sngerfest in Nrnberg einen strmischenErfolg.

    Tiefen Eindruck bte Brckners Ave Maria"in der 1861 genderten Fassung fr 7stimmigena-capella Chor bei der Erstauffhrung in der Dom-kirche. Da man auf Brckner in der engeren Hei-mat schon damals groe Stcke hielt, beweist dieEinladung, anllich der Grundsteinlegung zumMaria-Empfngnis-Dom eine Festkantate (Versevon Dr. Pamesberger) zu schreiben. Die Partiturbefindet sich im Archiv des M. E. Domchores, wo-selbst auch die Originalhandschrift der E-Moll-Messe liegL

    Musikalische Anregung bot Brckner das Mn-chner Musikfest 1863. Nach Linz zurckgekehrt fander eine Einladung des Ausschusses des Musik-vereines vor, die Leitung zu bernehmen; infolgeder verlangten Reformen unterblieb die Berufung.Groe Ehren heimste Brckner anllich der Erst-

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  • Euer Hochwrden und Gnaden!

    Hochwohlgeborner Herr Domdechant!

    Vor allem mufe ich danken fr alles erwieseneOute. Nie, in Ewigkeit nie, werde ich das ver-gessen! Wie schwer mir der Abschied von EuerGnaden fiel, das zu beschreiben verschweige ichaus Rcksicht fr meine Nerven. Ich finde keineWorte zu sagen,- wie bitter ich Ihre Nhe vermisse.Auch entbehre ich leider aufeer Herrn Pater Schnee-weis, der mich neulich besuchte, jeden geistlichenUmgang. Sonst bin ich ganz gesund und wohl;man ist mit mir sogar zuvorkommend. Meine Kircheist meistens die Kapelle des Brgerversorgungs-hauses oder St. Stephan und Hofkapelle. In dieKonzerte und Hofoper habe ich freien Eintritt.Meine Messe wird im Jnner aufgefhrt, da nochProben ntig sind, auch war Immhof nicht zutiause. Ich hoffe sicher, dafe es mir mglich seinwird, die Weihnachten in Linz zu verleben. Dawerden Euer Gnaden grausam von mir umlagertwerden; wie ich mich freue ich trste mich, daBHochselber sich doch einen kleinen Begriff vomGlcke meines Zusammenseins mit Ihnen machenknnen. Auch auf den hochwrdigsten HerrnBischof freue ich mich beraus. Bitte untertnigst,meinen ehrfurchtsvollsten HandkuB Sr. bischflichenGnaden entrichten zu wollen; am 3. Dezember habeich wohl gebetet aber nicht geschrieben; ichweig die Adresse nicht und getraute mir auch nicht.

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  • Indem ich den Frl. Schwesiern meinen Handkufe(zu entrichten) bitte, verharre ich, in Dankbarkeitund Ehrfurcht Ihre Hnde kssend

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster Diener

    Anton Brckner.

    Wien, den 8. Dezember 1868.NB. Wohne: Whringerstr. 41.

    Die erwhnte Messe ist die in D-Moll. Das an-gezogene Datum bezieht sich auf den Namenstagdes damaligen Linzer Bischofs Franz Maria Rudigier,der ein grofeer Verehrer Brckners war.

    Der folgende Brief bedarf keiner Erklrungen.Lanz war Musiklehrer. Weilnbck (Karl) war Lehrerund ein ausgezeichneter Bassist. Von BrcknersSchwester werden wir noch spter hren.

    Euer Hochwrden und Gnaden]Hochgeborner Herr DomdechantI

    Dank ist es und abermals Dank, der mir diktiert,der mich berwltigt und mich aller mnnlichenStandhaftigeit beraubt, ja mich oft bis zu TrnenrhrL Dank, den ich schulde, im hohen Gradeschulde, einem Manne, der durch seine hohe Intel-ligenz und hochgerhmte Sittenreinheit, besondersaber durch priesterliche Hochstellung sich veran-lat sah, einem armen Verlassenen und bedeutendLeidenden in seiner Not so liebreich und vterlichbeizustehen. Dank, ewiger Dank dem Herrn derWelt! In dem verlassensten Zustande sandte er

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  • mir Hilfe, wrdig der eines Cngels! Das habe nurich damals empfunden! und jetzt staune ich, sehees ein und begreife es! tialleluja!!! Wie trb wardich noch vor zwei Jahren beim Herannahen des24. Juni! Und wie freue ich mich jetzt dessen, esgilt ja das hohe Namensfest meines unvergelichen,hohen Wohltters. Gott verleihe Ihnen, Hochwr-digster, gndigster Herr! im vollsten Mafee diereichlichste Spende seiner Huld und Gnade! Be-sonders erhalte Er Euer Gnaden unzhlige Jahre inbester Gesundheit, und wolle durch hchstweiseLenkung der Schicksale Euer Gnaden wieder einefrhlichere Zukunft bereiten. Bei dieser hochfeier-lichen Gelegenheit wiederhole ich meinen schul-digen groen Dank fr alles! Ich bitte oft Gott, Erwolle der reichste Vergelter sein! Hochwrden undGnaden werden wohl meiner Messe wegen wiederviel Plage gehabt haben in betreff des Lanz. Waldeckschrieb mir, es habe ihm Weilnbck gesagt, wenndie Messe nicht jetzt schon mit den Musik-vereinsschlern studiert wird, kann es nicht mehrgeschehen, und sie knnen selbe nicht mehr erler-nen spter; denn sie ist schwer. Den hochver-ehrten Schwestern meine und meiner SchwesterHandksse; selbe auch an Euer Gnaden.

    Mit dem tiefsten RespektEuer Hochwrden und Gnaden

    dankschuldigster

    Anton Brckner.Wien, den 19. Juni 1869.

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  • Das nchste Schreiben hat Bezug auf die Ur-auffhrung der E-MolUMesse am 29. September1869 in Linz. Brckner schrieb das Werk auf Er-suchen fr die Konsekrationsfeier der Votivkapelledes zu erbauenden neuen Domes und erhielt hiefrein Honorar von 200 Gulden. Der Todesfall, denBrckner betrauert, bezieht sich auf den Dom-scholastiker und Kanzler Josef Schropp. Die Emp-fehlung am Schlsse ist an die Adresse des Hoch-wrden Herrn Karl Ereiherrn v. Eberl gerichtet, derlangjhriger Spiritual am l.inzer Priesterseminarwar.

    Euer Hochwrden und Gnaden!Hochgeborner Herr Domdechant!

    Ich finde keine Worte, Euer Gnaden all denschuldigen Dank auszudrcken! Des neuerdingsErwiesenen ist so viel, da ich nicht wte, wo ichanzufangen htte, um alles nur zu erwhnen. Dochfhlen kann ich's wohl! Gott lohne es Euer Gnadenreichlichst! Ich danke sehr fr in jeder Richtungempfangenes Gute! Sowohl die 25 fl. 44 kr. alsdie 200 fl. habe ich richtig erhalten. Ich stauntesehr und meine berraschung war eine ungeheure;denn whrend ich stolz sein mufe, dag meine Wenig-keit gewrdigt ward, zu diesem so erhabenen, un-vergelichen Feste Produkte liefern zu drfen, die,wenn auch noch so schwach, zwar aus innigstemHerzen kamen, so werde ich noch dazu so bedeu-tend honoriert. Ich bitte untertnigst dem bischfi.hochwrdigsten Ordinariat meinen untertnigsten

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  • Dank gndigst melden zu wollen. Sollten EuerGnaden eine gesetzlictie Quittung wnschen, sowerde icti sogleich zu Diensten sein. NB. Gestern(Kirchweih) habe ich wieder in der Hofkapelle dieOrgel gespielt.* Bei der Predigt kam vor: Mangebe Csar, was sein ist, solange er nicht verlangt,was Gottes ist." Den Tod des liochw. Herrn Dom-scholaster betraure ich sehr. Jede Woche dochwenigstens einmal mchte ich Euer Gnaden spre-chen knnen. Ich spiele jetzt grimmig Orgelkom-positionen Bachs und Mendelssohns. Den beidenFrulein nochmal meinen herzlichsten Dank undHandkuB- Indem ich meinen tiefsten Dank wieder-hole, ksse ich Ihre Hnde und verharre mit tiefstemRespekt

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster

    Anton Brckner.Wien, den 18. Oktober 1869.Hoch. Hr. Baron meine Empfehlung.NB. Euer Gnaden wnschten: eine einfache Be-

    sttigung des Empfanges. Vielleicht war hier diegesetzliche Quittung gemeint? Von meiner Sctiwe-ster Handksse und Dank.

    Euer Hochwrden und Gnaden!Hochwohlgeborner Herr DomdechantI

    Zu meinem grten Schmerze hat der Ewigemeine gute Schwester Anna am 16. d. M. von dieser

    * Herbeck hat 1868 Brckner als Exspektanten bei der Orgelin der Hofkapelle untergebracht.

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  • Welt abberufen. Ich machte mir die grten Vor-wrfe, dafe ich ihr alle Hausarbeit ver-richten lie. Htte ich das geahnt, so htteich die Unvergefeliche um keinen Preis der Weltmit mir nach Wien ziehen lassen, ja ich selbst wreeher in Linz geblieben. Was ich jetzt gelitten habe,knnen Euer Gnaden, da Hochselber meine Nervenkennen, am besten beurteilen. O knnte ich jetztauf einige Zeit weg von Wien! Alles, ich gestehees, ist mir durch diese so traurige Heimsuchung ver-leidet worden! In Euer Gnaden so tief fhlendesHerz lege ich meine schmerzlichen Gefhle ganzoffen darnieder und bitte, Euer Gnaden wollen selbeeinmal beim heiligsten Meopfer dem Herrn derWelt zu Fgen legen. Mit groer Trauer verharreich Ihre Hnde kssend

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster Diener

    Anton Brckner.Wien, 23. Jnner 1870.

    Frl. Schwester Handksse.

    NB. Bitte wegen mancher Versehen um Ent-schuldigung.

    Diese schmerzerfllten Zeilen geben uns Kundevon der gedrckten Gemtsshmmung Brckners,die durch den Tod seiner Schwester hervorgerufenwurde. Als Brckner 1868 nach Wien bersiedelte,nahm er seine jngste Schwester, Anna, geboren27. Juni 1836, als Wirtschafterin mit. Sie starb am

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  • 16. Jnner 1870. Ihre Gebeine wurden Gm 18. Mai1901 nach St. Florian berfhrt.

    Das nchste Schreiben an Schiedermayr lautef:

    Hochwrdigster, hochwohigebornerHerr Donidechantl

    Abermals ward nnir eine hohe Auszeichnungdadurch, dag Iiuer Gnaden sich sogar meines Na-menstages erinnerten. Recht herzlich danke ichdafr jetzt am Vorabend Ihres hohen Namensfestes,welches mir alle so groen und unaussprechlichenWohltaten, die ich besonders seit meinen traurigenLebenstagen durch Ihre Gnade empfangen habe,lebhaft vor die Seele gefhrt. Gott vergelte Euer

    Hochwrden und Gnaden all dies Gute, lasse Siedies erhabene Fest noch sehr oft und oft recht ge-sund und wohlauf erleben, segne alles Wirken alspriesterlicher Vorstand und lasse Sie auch im hoch-verehrten Familienkreise noch Trost und Freude er-leben! Tglich dies meine Bitte zu Gott! Wie freueich niiich auf die Ferien, wo es mir gegnnt seinwird, manche Stunde bei Euer Gnaden im Glckezu verleben. Dr. Keyhl in Kreuzen soll gestorbensein! Schade! Requiescat in pacel Soeben habeich meine Prfungen; am 18. Harmonielehre undKontrapunkt (dauerte 3 Stunden), brillant ausge-fallen; am 23. Orgel. Die Schule dauert bis EndeJuli. Frl. Schwestern bitte ich untertnigst meineHandksse zu melden.

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  • Ich ksse Ihre Hnde und verharre mit iiefslemRespekte

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster

    Anton Brckner.Wien, den 21. Juni 1870.Maximilian Karl Keyhl (t 31. Mai 1870) war Ge-

    meindearzt in Bad Kreuzen, Obersterreich, undunterhielt eine vielbesuchte Kaltwasserheilanstaltin dem genannten Markte.

    Der folgende Brief zeigt von den Rnken undDenunzierungen, denen der Meister in Wien aus-gesetzt war.

    Die Respekte", die Brckner zu entrichten er-sucht, beziehen sich auf den schon frher erwhn-ten Baron v. Eberl und auf den Bruder des Brief-empfngers, den Medizinalrat Karl Schiedermayrin Linz.

    Hochwrdigster hochwohlgebornerHerr Domdechantl

    Indem ich fr die herzliche Teilnahme sehrdanke, beeile ich mich, die von Euer Gnaden anmich gerichteten Fragen zu beantworten.

    In der Lehrerbildungsanstalt ist man im Musik-fach bis dato nur stets auf zehn Monate gegenRemuneration aufgenommen. In der Tat hat derdortige Direktor, um der Belstigung meiner Feindelos zu werden (denn man hat's hart auf mich abge-sehen, obwohl ich mir in keiner Weiseschuldbewut bin), auf mich nicht mehrreflektiert.

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  • Heute nun schickte mir Direktor Herbeck einenBrief zu, den er vom Ministerium ertiielt (Herbecktiat sich bei Hofrat Hermann Heife fr mich ver-wendet), worin es heifet, da& die Sache ganz zumeinen Gunsten entschieden sei, dafe ich bei denmnnlichen in meiner alten Stellung verbleibeund auch jeden mglichen Schutz im Ministeriumfinden werde. Was die weibliche anlangt, kn-nen sich Euer Gnaden denken, habe ich alle Lustverloren, obwohl ich 500 Gulden jhrlich verlierenmuB, und habe selbst Herrn Hofrat dies mitgeteilt.Dies schreibt er auch Herbeck, dafe ich dorthinkeine Lust zeige, und bemerkt, falls Herbeck dies-falls etwas zu sagen wnschte, mchte er's baldtun. Bin also nicht entlassen worden.

    Habe ich nicht recht gehandelt? Ich muB michsonst frchten, jeden Augenblick kommt wieder soein und denunziert mich. Nach Mnchenhabe ich nicht petiert. Dem hochwrdig-sten Herrn Bischof tausendfachen Dank fr seinegroe Gnade und meinen Handku. Wahrlich harteTage sind ber mich hereingebrochen. Wolle mirnur Gott gndig sein, ich nehme dies als Bue an!Frulein Schwestern Handksse. Ich danke EuerGnaden noch fr alles erwiesene Gute. Mit Hand-ku und tiefstem Respekt

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster

    Anton Brckner.Wien, 21. Oktober 1871.Hochw. Hr. Baron und Hr. Dr. Respekte.

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  • Das letzte Schreiben hat folgenden Wortlaut:

    Hochwrdigster, hochwohlgebornergndigster Herr DomdechantI

    Wo finde ich einen Mann auf dieser Erde, der,seitdem es dem Allerhchsten gefallen hat, mirmeine volle Nervengesundheit zu entreifeen (wahr-scheinlich um mich zu demtigen), ein greres Mit-gefhl an den Tag gelegt htte, als Euer Gnaden?!

    Noch im letzten Jahre, als trbe Stunden meinLeben verbitterten, war es Ihr Herz, welches frmich warm pochte. Sollte mein Herz hingegennicht desto heier schlagen an jenem Freudenfest,das alljhrlich am 24. Juni gefeiert wird? Fr michwahrlich ein groer Festtag!

    Nehmen Hochselber meine tiefstgefhlte Gratu-lation entgegen!

    Gott verleihe Euer Gnaden vor allem vollsteGesundheit und recht langes Leben und krne Ihrehohen Verdienste um die Kirche und den Staat schonzum Teil hier auf Erden! Um die jenseitige Beloh-nung wollen wir beten!

    Eben heute sind es acht Tage, da ich meineMesse in F Nr. 3, die schwierigste aller Messen,zum ersten Male in der Augustinerkirche auffhrte.(Kostete ber 300 Gulden; denn ich hatte die Krftedes Hoftheaters.] Dem Hchsten zur Verherrlichunggeschrieben, wollte ich das Werk zuerst in derKirche auffhren. Die Begeisterung von seifen derKnstler sowohl als der brigen Anhrer war bei-nahe namenlos. (Die mir dafr gebrachten Ehren

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  • sind bereits gehrenden Ortes untergebracht.)Mndlich mehr! Den gnd. Frl. meine Handksse.Mit Respekt

    Euer Hochwrden und Gnadendankschuldigster

    Anton Brckner.Wien, 23. Juni 1872.

    Nhere Erklrungen sind nicht ntig. Dom-scholashker Schiedermayr, geboren 1807, gestorben16. April 1874, war ein weitblickender Mann, dersich groBe Verdienste um die Heranbildung derPriester erwarb. Zweifelsohne dokumentieren dieBriefe, die fr die Brucknerforscher nicht ohne Wertsind, dafe dieser edle Priester ein wahrer Freundund Frderer des Meisters gewesen ist.

    Hochwrden Herr Professor! *

    Innigsten Dank fr Ihr uerst liebevolles Schrei-ben, wodurch ich mich sehr geehrt fhle! Berlin ganz unbeschreiblich fhrt im Winter wiederdas Te Deum auf (auch das Kaiserpaar will er-scheinen) und eine oder zwei Sinfonien von mir.V. Blow hat das Te Deum empfohlen. So auch inDresden, Stuttgart, Christiania u. a. m.

    * Der bisher unverffentlichte Brief ist an Professor Deubler

    in St. Florian gerichtet und befindet sidi im Besitze des ShftesSt. Florian. Der Regenschori und beachtenswerte Komponist,Hochw. Franz Mller, stellte das Schreiben, den 114. Psalm undein beigegebenes Bild Brckners in liebenswrdiger Weise zurVerfgung.

    131

  • 2In London wird jetzt die D-Moll-Sinfonie aufge-flirt.

    Mein Bruder ist, wie er mir sctireibt, seit aclitTagen von der Influenza betiaftet. Drfte icti nictittioctiw. Hr. Professor, als seinen Ctief, bitten, ihmauf kurze Zeit auf meine Rectinung einenErsatzmann und Arzt bestellen zu wollen, weildiese tckische Krankheit, wenn sie vernachlssigtwird, oft bittere Folgen zurcklgt.

    Nochmals sehr bittend mit Dank im Voraus undtiefem Respekte.

    Wien, 14. 6. 1891.A. Brckner.

    Der Wiener Maler August G r o s z er lieferteu. a. die prchtigen Wandbilder fr das naturhisto-rische Wiener tlofmuseum: ,-Idealbild der Pfahl-bauten im Laibacher Moor (Becken)", fr das kunst-historische Hofmuseum das Aguarell Auerhahn-jagd" traf Brckner zufllig im Atelier seinesFreundes, Bildhauer V. T i 1 g n e r, der den Meisterbekanntlich spter modellierte. Nach einiger Zeitbegegneten sich Brckner und Grosz in Steyr imGasthof Zum Krebsen". Brckner wurde an derTafelrunde erst so recht lebendig, wenn von Musikdie Rede war.

    Nachstehender Brief * stammt aus der Auto-graphensammlung Groszl Den Empfnger konnte

    * Erstmalig vom Verfasser verffentlicht in Nr. 1, Jahrgang1917, in der Leipziger Neuen Zeitschrift fr Musik".

    132

  • ich iroiz Umfragen in Wien und Mnchen nicht fesf-stellen. Der Psalm von dem die Rede ist, fhrtemich zu dem Schlsse, dag es Oericke sein knnte.Der 150. Psalm wurde nmlich am 13, November1892 im ersten Gesellschaftskonzerte in Wien unterGericke aufgefhrt. Zur Feier der Erffnung derMusikhalle in der Theaterausstellung war dieserPsalm bestellt; doch die Arbeit wurde zu spt fertig.Das Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musik-vereines, wofr das Werk in zweiter Linie bestimmtwurde, kam nicht zustande, und so war es wiemir Brckners Freund, Musikdirektor Franz Bayerin Steyr mitteilte dem Leiter der Gesellschafts-konzerte ermglicht, die Erstauffhrung des Psal-mes zu bringen. Lwe und Schalk, bei denenangefragt wurde, sind der Meinung, dafe der Briefan einen reichsdeutschen Dirigenten gerichtet ist.Dr. K r o Y e r, der bekannte Musikforscher und-Professor, teilte mir mit, da im Jahre 1892 demDatumsjahr des Briefes das 2. schwbischeMusikfest in Augsburg vom 5.-7. Juni statfand, dasBlow dirigierte. Brckner stand nicht auf demProgramm. Levi war bei diesem Musikfest an-wesend. Vielleicht handelt es sich um eine Veran-staltung des Allgemeinen Deutschen Musikvereines.In der Allgemeinen Zeitung 1892, Nr. 30, 10. Maisteht die Notiz, dafe Bronsart von Schellendorf am9. Mai in Wien war und sich den Fufe brach.Wahrscheinlich handelt es sich um einen dieserMusiker, an den Brckner die nachstehenden Zeilenrichtete:

    133

  • Hochwohlgeborner Herr Direktor!

    Danke sehr fr die Nachricht des v. Bronsart-sehen Ukases. Das ist eine Schlauheit, damit dieHerren Deutschen sich desto bequemer ausbreitenknnen. Voriges Jahr ein Chorwerk, heuer des-gleichen, und ich bin einzig nur Symphoniker. Ichwerde die Herren Deutschen nicht so bald wiederbelshgen; heuer aber in meiner Heimat ist es meinheiester Wunsch. Eine Stunde knnten sie mirschenken. Der Psalm gehrt ja eigentlich zurSchluBfeier. Ich bitte Sie, Herr Direktor, nochmalsum Ihre gtige Verwendung. Wollen die deutschenHerren nicht, dann sollen sie mich gerne haben.Herr Levi wollte zu diesem Feste die 7. oder 8. Sym-phonie in Mnchen auffhren, wie er mir geschrie-ben hat. Ich gehe jetzt nach StadtSteyrin denStadtpfarrhof, und setze dort meine Carlsbader Curfort. Bitte nochmals. Mit Dank und Respekt.

    Wien, 27. Juli 1892.

    Dr. . Brckner.

    Der Brief, der sich frher im Besitze einesMitgliedes des Wiener Mnnergesangvereines be-fand, zeigt eine gewisse gereizte Stimmung Brck-ners gegen die Herren Deutschen". Man kanndies dem Meister nicht verargen, fanden doch seineWerke nur mit Mhe und Not und ganz allmhlichAufnahme und richtiges Verstndnis in Deutschland.

    134

  • AUSZGE AUS DEMDOKUMENTEN -FASZIKEL BRCKNER"

    DES RECHTSANWALTESDR. REISCH IN WIEN

    1. Anton Brckner aus Ansfelden ob. st. gebriig hat ander kais. kn. Normal Hauptsdiule zu Linz im Sdiuliahre1841 den Vorlesungen ber die Harmonie- und Generalbafe-lehre und ber das Orgelspiel sehr flei&ig beygewolmt undbei der ffentlichen Prfung folgenden Fortgang bewiesen:

    Im theoretischen Theile sehr gutIn dem praktisdien Theile gutIn den Hauptregeln des Choral Gesanges . sehr gut.

    Sein Betragen war den Schulgesetzen vollkommen gem&.

    Linz den 30. luli 1841.

    1- A. Durzlkone, Can., Jos. Pauspertl v. Drachenthal,Dizesan Schul Oberaufseher, Direktor.

    ProL I. Aug. Drrnberger,Lehrer d. Harmonie u. Oeneral-

    bafelehre.2. Zeugnis vom 16. August 1841

    wonadi Anton Brckner durch 10 Monathe dem Unter-richte fr Trivial Schul Candidaten an der k. k. "NormalHauptschule in Linz beygewohnt hat und sich einer Prfungunterzog. (Lehrgehlfe.)

    3. Pensionsinslitut Certifikat als Schulgehilfe

    30 kr. entrichtet, Linz am 18. VIII. 1841.

    4. Lehrgehilfen Zeugnis der Pfarre Windhaag vom 19. I. 1843.Vom 3. Oktober 1841 19. )nner 1843 angestellt als

    Schulgehlfe in Windhaag, Dekanat Freystadt.

    5. Lehrgehlfen Zeugnis, ausgestellt vom Schullehrer Budis inWindhaag.

    6. Anstellungsdekret als Schulgehlfe an der Piarrschule inKronsdorf, k. k. Traunkreisamt Steyr, 23. I. 1843.

    135

  • 7. Zahl 92. Zeugnis.Vorzeiger dieses, Herr Anton Brckner, aus Ansfelden

    im Traunkreise gebrtig, hat sidi an der kais. kn. NormalHauptschule zu Linz im allgemeinen Musikfacheund insbesondere in der Harmonie- und General-ba 1 e h r e einer ordentlichen Prfung unterzogen und beyderselben

    am 29. May 1845in der allgem. Musik Theorie die . . . erste Classe mit Vorzugin der Harmonik und im prakt. Orgelspiele die erste Classemit Vorzug erhalten, und zugleich auch in der Vokal- undInstrumental Musik namentlich im Choral 1

    und l Gesnge, sehr;

    Figuralempfehlenswerthe Kenntnisse und Fertigkeit bewiesen.

    Zur Urkund dessen gegenwrtiges Zeugnis mit folgendenUnterschriften und den gewhnlichen Schul Siegl bekrftigtwurde. /

    Linz den 24. )uni 1845.Dr. Franz Rieder, S. Schierfenecker, Direktor.

    Dizes. Schulen Oberaufseher. Prof. ). Aug. Drrnberger,ffentl. Lehrer der Harmonie

    und GeneralbaBlehre.8. Anstellungsdekret als Schulgehlfe an der Pfarr und Mark-

    schule St Florian, Bez. Enns.

    9. Zeugnis ber seine musikalische Ttigkeit als Organist,Lehrer und Gesarigslehrer der Stiftsngerknaben.

    St. Florisn, 2. Mrz 1848.Kattinger, Stifts-Organist.

    10. Zeugnis.Vorzeiger dieses, Herr Anton Brucl

  • grerer Vollkommenheif, vielleichf aucti bis zu einem Gradevon Virtuosift bringen. Seine bii-lierigen von mir einge-sehenen schriftlichen Versucfie und Leistungen in den Kom-positionen, vorzglich aber seine erprobte fantasiereiche undmechanisdie Fertigkeit ini Orgelspiele selbst, verdienenschon jetzt die vollste Anerkennung. Aus dieser Ursadiegereicht mir es auch zum Vergngen, diesem hoffnungsvollenjungen Mann auf sein Ansuchen gegenwrtiges Zeugnis aus-zustellen und ihn allenthalben bestens zu empfehlen.

    Seitenstetten, 1. Juli 1848.

    josef Pfeiffer,Stiftsorganist und Tonsetzer.

    11. 2 Zeugnisse der Unter-Realschule in Linz1. Klasse 10. Mai 1850 Prfung, alles sehr gut,1. Klasse 14. September 1850 Prfung, alles sehr gut.

    12. 2 Zeugnisse der Unter-Realsdiule in Linz2. Klasse 25. April 1851 Prfung, alles sehr gut,2. Klasse 30. Oktober 1851 Prfung, alles sehr gut.

    13. 13. September 1851 Dekret als Stiftorganist St. Florian.

    14. k. k. 5ezirksgericht St. Florian, 20. )uli 1859

    besttigt, da& Herr Anton 5rud

  • 18. Die Gemeinde Vorstehung der Landeshauptstadt Linz Nr. 8164

    An Herrn Anton Brckner, Scliulgehilfe in St. Florian.

    Wir haben uns veranla&t gefunden, Ihnen die O r g a-nislenstelle an der hiesigen Dom- und Stadlpfarr-kirdie, weldie durdi das Ableben des Herrn Wenzl Prang-hofer in Erledigung gekommen ist, bis zur definitiven Be-setzung dieses Postens provisorisch zu verleihen. Sie habendemnach diesen Posten allsogleidi anzutreten, denselbenbei den ffentlidien Gottesdiensten iederzeit mit Anstandund zur Erbauung des Volkes zu versehen, in der Dienst-verriditung sich keine Saumsal zu Sdiulden kommen zulassen, mit dem Herrn Kapellmeister und dem brigen Musik-personale ein gutes Einverstndnis zu pflegen und der gutenMeinung, die man von Ihnen hat, auf diese Art bestens zuentsprechen.

    Wegen Anweisung der diesflligen Bezge wird sidiunter Einem an 'die hochlbl. k. k. Statthalterei verwendetunci Sie werden hievon nachtrglfch verstndigt werden.

    Wegen Angelobung, da& Sie den mit diesem Posten ver-bundenen Verpfliditungen nachkommen werden, haben Siesich lngstens binnen 8 Tagen bei der hiesigen GemeindeVorstehung als weltlichen Vogtei gehrig zu melden.

    Geistliche und weltliche Vogteider Dom und Stadtpfarrkirche Linz;

    am 14. November 1855.

    1. B. Schiedermayer, Domkapellmeister. Drzer v. Traunthal.

    Franz Guggeneder,

    geistl. Vogtei-Commissr der Domkirche.

    19. Zeugnis von St. Florian 16. XII. 1855 als Schulgehilfe von1845 19. Dezember 1855.

    20. Die Gemeinde Vorstehung der Landeshauptstadt Linz Nr. 458.Wegen der definitiven Besetzung der hiesigen Stadtpfarr-

    Organistenstelle wird den 25. d. M. um 2 Uhr Nachmittagsin der hiesigen Domkirche mit den smmtlichen diesflligen

    138

  • Kompetenten eine Prfung abgehalten, wozu Sic hiemit alsMilkompetent zu erscheinen eingeladen werden.

    Linz, am 21. Jnner 1856.

    Der k. k. Rath und prov. Gemeinde VorstandDrzer von Traunthal.

    21. Die Gemeinde Vorstehung der Landeshauptstadt LinzNr. 3151.

    In Folge hohen Statthalterei Erlasses v. 18. d. M. Z. 6923wird Ihnen hiemit bekannt gegeben, da& die hohe k. k. Statt-halterei den Antrag ihrer definitiven Anstellung als Orga-nist der hiesigen Dom und Stadtpfarrkirche im Einverstnd-nisse mit dem hochwrdigen bischfl. Consistorium unter dennachfolgenden Bestimmungen besttigt habe u. zw.

    DefiniL )ahresgehalt aus der Stadtpfarrkirche . fl. 128

    Domkirche . . . fl. 20aus dem k. k. Religionsfonde fl. 300

    Sa. fl. 448

    Stollgebhren u. s. w.Geistliche und weltliche Vogtei der Dom und Stadtpfarrkirche

    Linz, am 25. April 1856.

    Drzer v. Traunthal.22. Zeugnis,

    daS Herr Anton 5rud\ner, Dom und Stadtorganist in Linz,mein Werk ber die richtige Folge der Grund-harmonien odervom Fundamentalba| grnd-lich studiert hat, und zugleidi alles dasienige, was im WienerKonservatorium der Musik von diesem Gegenstande in denersten zwei )ahren gelehrt wird, sich vollstndig zu eigengemacht hat, davon habe ich mich sowohl durdi mndlicheund schriftlidie Prfung berzeugt, und kann ihn daher nachmeinem Gewissen als einen tchtigen Lehrer in diesem Facheempfehlen.

    Wien, den 10. Juli 1858.(L. S.) Simon Sechter,

    kais. knigl. ster. Hof Organist undProfessor der Harmonielehre am Konservatorium der Musik

    in Wien.

    139

  • 23. Zeugnis,

    daB Herr Anton Brckner als Organist nebst einer glck-lichen Naturanlage, fleiigem Studium, viel Praktik unddadurch erworbene Gewandtheit im Prludieren und imDurchfhren eines Thema zeigt, und folglidi unter die vor-zglichsten Organisten gezhlt werden kann, bezeugt derUnterzeichnete mit seiner Handschrift und Siegel.

    ,(L S.) Simon Sediter,

    kais. knigl. ster. Hof Organist undProfessor der Harmonielehre am Konservatorium der Musik

    in Wien.Wien, 12. juh 185.

    24. Zeugnis von Simon Sechter (Wien, 12. VUI. 1859).da& Anton Brudvner die Prfung im einfachen Kontrapunkt,in allen Gattungen und im Harmonisieren gegebener Melo-dien, endlich im strengen musikalischen Kirdiensatze sehrehrenvoll bestanden hat.

    25. Wien, 3. April 1860 Prfung bei Sechter im doppelten,drei- und vierfachen Kontrapunkt zur vollsten Zufriedenheitabgelegt.

    26. Wien, 26. Mrz 1861 Prfung bei Sechter; strenge Prfungber den Canon und die Fuge vollkommen gut bestanden.

    27. Wien, 19. November 1861.Prfung ber prakhsche Leistung im Komposiiionsfach im

    gro|en Musikvereinssaal vor einer Kommission der Gesell-schaft der Musikfreunde, bestehend aus:

    Hellmesberger, Art. Direktor am Konservatorium,k. k. Hofkapellmeister,

    Herbeck, Art. Direktor am Konservatorium,Chormeister des Mnnergesangvereines,

    Simon Sechter, k. k. Hoforganist und Professor am WienerKonservatorium,

    Modessons, k. k. Hofoperntheater-Kapellmeister undProfessor am Wiener Konservatorium,

    Mabecker, Referent des Wiener Konservatorium.

    140

  • pAnton Brckner, Domorganist in Linz, bekam ber diesePrfung em Zeugnis, worin die v o r z g 1 i c he Ausbil-dung seiner musikalisdien Befhigung gertunt wird.

    28. Zeugnis von Otto Kitzler, Kapellmeister am landschaftl.Theater in Linz, worin besttigt wird, da| Anton Brcknerden zweijhrigen Kurs ber die Lehre von der musikalischenKomposition und Instrumentahon in 19 Monaten absolvierte.

    Linz, 10. Juli 1863.

    29. Lmz, 17. lnner 1868. Die Lmzer Lieder Tafel Frohsinn"whlt Brckner zum Chormeister.

    30. Schreiben an Brckner.In Erledigung Ihres Gesuches um Verleihung der Kapell-

    meister und Direktor Stelle, wird Ihnen hiemit bekannt ge-geben, daB die Wahl des Direktors am Mozarteumauf Herrn Dr. Otto Bach gefallen isL

    Indem man Sie hievon in Kenntnis setzt, beehrt sich derVerein, Sie wegen Ihrer wiederholt bewiesenen Teilnatimefr die Zv^ecke des Vereines durdi gefllige Untersttzungmit Ihren Komposihonen und mit dem Wunsche der Fortdauerdieser Teilnahme zum

    EHREN MITGLIEDEdes Vereines hiemit zu ernennen.

    Der Dom-Musik-Verein und das Mozarteum zuSalzburg am 11. Mai 1868.

    Franz Edler von Hilleyenn.

    31. Das Ministerium fr Kultus und Unterricht bewilligt demHerrn Anton Brckner, Tonknstler und Professor am WienerKonservatorium, ein Knstler Stipendium \on 500 Gulden zurHerstellung von greren symphonischen Werken.

    \l1en, 28. Dezember 1868.

    32. Das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde inWien bewilligt Brckner einen Urlaub in der Zeit vom24. April 3. Mai 1869 behufs Abhaltung eines Konzertesin Nancy.

    33. Die Linzer Liedertafel J^rohsinn" ernennt Brckner am9. Juni 1869 zum Ehren Mitglied.

    141

  • 34. Sein Heimatsort die Gemeinde Ansfelden ernennfBrckner 1870 zum Ehrenbrger.

    35. Die Wiener Handels- und Gewerbekammer schickt Brck-ner am 24. April 1871 nach London zwecks Abhaltung vonOrgelkonzerten. (Durdischlagender Erfolg.)

    36. Am 26. Oktober 1873 Mittag halb 1 Uhr gibt Brcknerein Konzert eigener Kompositionen im Wiener groBen Musik-vereinssaal.

    37. ZI. 17462. k. k. Ministerium fr Kultus und Unterricht verleihtBrckner ein neuerliches Knstler-Stipendium von 500 Gulden.

    Wien, 9. Jnner 1874.

    38. Das Ansuchen Brckners um eine lebenslngliche jhr-lidie Dotation aus Landesmitteln wird vom Linzer Landtagam 10. Jnner 1874 absdilgig beschieden.

    39. Bescheinigung, dafe Anton Brckner dem Pensionsfonde desWiener Konservatoriums ab 1. Oktober 1868 als Mitgliedangehrt.

    40. Gesuch um eine Kanzlisten Stelle bei einer der Gerichts-behrden in Ober Osterreich, datiert vom 2. August 1853.

    41. Skizze seiner Antrittsrede als Lektor an der Universittfr Harmonielehre und Kontrapunkt an der philosophisdien

    s Fakultt. 25. November 1875.

    42. Gesuch an die Statthalterei um Verleihung der Kapell-meisterstelle an der Kirche am Hof. 7. Jnner 1877.

    Kam mit dem Vermerk zurck - Z. 16059, die Stellewurde anderweitig verliehen, 26. Mai 1877.

    43. Gesuch an das Obersthofmeisteramt um Verleihung einerder ausgeschriebenen Stellen als Hofkapellmeister ViceHofkapellmeister.

    Kam mit dem Bescheid zurck:Anton Brckner, Mitglied der Hofmusikkapelle.

    Z. 5880. Dieses Einschreiben erledigt sich durch die in

    der Wiener Zeitung vom 15. und 25. d. M. publizierten ander-

    142

  • weitigen esetzung der Sicllc des Hofkapellnieisfers undVice Hofkapellmeisters.

    Vom k. k. Obersthofmeisteramt.Wien, 27. November 1877.

    44. losef Hellmesberger bescheinigt unterm 16. )uli 1880:Die grofee Messe (in D) des k. k. Hoforganisten, ProfessorsAnton Brckner kann als ein wahres Meisterwerk bezeidinetwerden. Genial in der Erfindung, gro&artig in der musi-kalischen Ausfhrung des Textes, hat das Werk bei wieder-holter Auffhrung in der k. k. Hofkapelle nicht verfehlt,gro&en Eindruck auf alle Kunstverstndige zu machen.

    45. Stiftsbrief der Pfarrkirche Ansfelden im Traunkreis

    alljhrlich eine Seelenmesse fr den verstorbenen VaterJosef Brckner, gewesener Schullehrer zu lesen.

    46. Lehrgehlfen Zeugnis des Pfarrexposituramtes in Krons-dorf. 12. Mai 1845.

    ,

    Um diese Dokumente bewirbt sich die Gesell-schaft der Musikfreunde in Wien, ferner erhebt dieUniversitt darauf Anspruch. Da ein ziemlich hoherLiebhaberwert besteht, drften auch die Erbendarauf Bedacht nehmen.

    145

  • ORTS REGISTERAdmont 94Ansfelden 9, 10, 30, 135, 141,

    143.

    Augsburg 133.

    Bayreuth 25.Berlin 131.

    Budapest 50.

    Christiania 131.

    Dresden 99, 131.

    Ebelsberg 10.Enns 12, 136.

    Frankfurt 28.

    Graz 28, 61, 71.

    Hamburg 89.Heidelberg 50.Hrsdiing 11.

    Kremsmnster 42, 87, 102.Kreuzen 127, 128.

    Kronstorf 12, 143.

    Leipzig 71.

    Linz 9, 11-16, 18, 23, 30, 34,42, 46, 86, 87, 89, 90, 102,

    103, 109, 112, 121, 124, 126,

    135-142.London 9, 21, 132, 141.Lyon 21.

    Mannheim 65, 74.Marienbad 25.Mnchen 16, 17, 65, 71, 72, 99,

    129, 133, 134.

    Nancy 19, 21, 117, 118, 141.Neuzeug 10.Nrnberg 16.

    Paris 9, 19-21, 117, 118.Powang 9.

    Salzburg 17, 18, 111, 141.Skiernewicze 76.Steyr 10, 11, 31, 33, 34, 47. 66,

    73, 75, 102, 103, 110, 132

    bis 138.

    SL Florian 10, 11, 12, 15, 18,32, 33, 35, 73, 86, 106, 113,

    127, 131, 136.

    Stuttgart 65, 131.

    Thalgau 9.

    Vcklabruck 10, 35, 73.

    Wels 9.Wien 9, 10, 14, 17-20, 23, 27,

    28, 33, 35, 42, 47, 49, 55, 56,

    59, 61, 65, 75, 77, 82, 83. 86,

    89, 94, 99, 102. 111. 126,

    133, 142.

    Windhag 12, 30. 34, 135.Wolfern 10.

    144

  • NAMENSREGISTERAichinger, |oh. Ev. 102.Aigner, Karl 102.

    Almeroih 110.Altmann, W. 30.Arneth, Michael 102.Astmayer 14, 137.

    Bach, Dr. 141.

    Bach, ). S. 12, 22, 26, 59, 64,

    92. 95, 96, 125.

    Bayer, Franz 34, 35, 103, 134.

    Beethoven, L. van 9, 13, 31, 39,40-42, 46. 53, 56, 60, 65,69, 70, 73, 76.

    Bhm, lulius 102.Bolle-Hellmund 31, 66.

    Brahms 9, 33, 40.Bronsart 133, 134.

    Brckner, lohann 9.

    Anton (Vater) 10.Therese 10.Rosalie 10.

    losefa 10.

    Anna 10, 23, 125.Ignaz 10.

    Blow 17, 131, 133.Buchs 12, 135.Burgstaller 23, 90.

    Cornelius 9.

    Deubler 106, 131.Dietmar v. d. Aist 9.Doppelbauer, Dr. 29.Dorn, Ignaz 16.

    Drrnberger, J. Aug. 11, 135,136.

    Drzer v. Traunthal 138, 139.

    Eberl, Karl 124, 128.

    Exner 29.

    Fels, Erich 111.

    Franz josef I. 29, 30, 73.Frhlich, Dr. 33.

    Gericke, W. 94, 99, 133.Girod 20.Goldmark 9.Gllerich, Aug. 22, 25, 43, 47,

    50, 51, 65, 70, 74, 102.

    Grosz 132.

    Gruber, Ignaz 113.

    Gruber, K. (Stiftsbeamter) 11.

    Grunsky 60, 80, 82.Guggenedcr, Franz 138.

    Hndel 22.Hafferl, josef 109, 112.Haintze 22.Halm 22.HanslicR 50, 74.

    Hausegger, Friedridi 46.

    Haydn 69.Heil 24, 129.Helm, losefa 10.

    Th. 77.

    Hellmesberger, 1. 15, 83, 140,142.

    Herbeck 15, 18, 19, 24, 26. 33,89. 125, 129, 140.

    10 145

  • Hilleyenn 141.

    Hohenlohe, Frst 56.

    Hrn 22.Huber 10.

    lah'n, W. 64.

    Kachelmeier, Kath. 32.Karl, Ludwig 102.

    Theodor 84.Kattinger 11, 12, 13.Keldorfer, Viktor HO.Keyl, Dr. Max 127, 128.Kitzler, Otto 15, 141.

    Klofe 22.

    Krause 61.

    Kroyer, Theodor 133.Krnberger 9.

    Lanz, Engelbert 122, 123.Leo XIIL 103.

    Levi 27, 28, 67, 71, 72, 74, 99,

    133, 134.

    Liszt 9, 50, 93.

    Liszt, Frau General-Prokurator50.

    Lwe 22, 33, 47, 61, 82. 134.Lohr 22.LoMis 70, 117.

    LuiiWig IL 72.

    Mabekker 15, 141.Ma.hlcr, Gustav 22, 39, 89.Maiily 22.

    Mauke, Wilhelm 39.Mauter 15.Mauser, Johann 137.Max Emanuel 84.Mayr, TheopHilus 106.

    Meiner 31.Mendelssohn 22, 34, 101, 125.Merklin 20, 21.Modessons 15, 141.Mottl, Felix 70.

    Mozart 9, 42, 88.Mller, Franz 131.

    Muck 71.

    Nikisch 27, 28, 67, 71.

    Oberhoffer 20.

    Paumgartner 22.Pamesberger 112.Perger, v. 33Peters, Guido 39.Pfeiffer, losef 137.

    Pranghofer 138Proschko 112.

    Rttig 56.

    Reinecke 9.Renaud de Vilbac 20.Richter, Hans 28, 33, 47, 48.

    56, 67, 74, 99.

    Rigaun 20.Ropark 19, 117.Rudigier, Franz losef 14, 122.

    Sadis, Hans 9.Schalk, Franz 61, 83.

    losef 22, 23, 47, 59, 83,

    94, 133.

    Sdiellenberg, E. L. 42.

    Schiedermayr, ). 5. 20, 23, 25,119-131.

    Schmid, Richard 15,Schneeweis 118, 121.

    146

  • Sdiopenhauer 56.Schreyer Adalbert 90.Sdirter, Dr. v. 32.Schropp, josef 124.Schubert 9, 33, 41, 42.

    91.

    Schumann, Rob. 40.Schuppanzigh 11.Sechter, Simon 14, 15,

    139, 140, 141.

    Seiberl, josef 113.Karl 15.

    Seiler 103.Sinsler 32.

    Smetana 9.Speidel 22.Spohr, L. 42.Stadler, Abbe 119.Storch, A. M. 16.Stradal 49.StrauB, Richard 80.Steinmayr 11.Stern 20.

    45, 52.

    Stving, Paul 21.Stremayr 64.

    Tilgner, V. 35, 132Thun, Graf 9.

    Verdi 80.Vogl 119.

    18, 19,^^^gner, Hans 110.

    Richard 17, 25, 26, 28,31, 40, 48, 50, 51, 53, 70.72, 74.

    Waiaeck, Karl 24, 97, 118. 120,123.

    Wallmann 110.Weilnbck, Karl 122, 123.Weingarhier 74.Weife, Johann 11.Weifegrber 120WoTf, Hugo 22, 39.Wolfrum 50.

    Zenetti, Edl. v. 12.Zerritsch 35.

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