Arbeitswelt 4.0: Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen

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    20-Aug-2015
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  1. 1. Mit Untersttzung von Arbeitswelt 4.0 Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen Ibrahim Evsan
  2. 2. 2 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen Inhaltsverzeichnis 1.Einleitung............................................................................................. 3 2. Executive Summary............................................................................. 4 3. Grnde fr den Wandel ....................................................................... 6 3.1. Computer manifestieren sich in allen Lebensbereichen ............. 6 3.2. Google Glasses Der Mensch geht ans Netz ............................. 6 3.3. Bevlkerungswachstum und weniger Mobilitt .......................... 7 3.4. Demografischer Wandel und wachsender Bedarf an Wissensarbeitern .................................................................... 8 4. Arbeitswelt 4.0: Trends und Folgen des Wandels ............................... 9 4.1. Mitarbeiter verlangen mehr Flexibilitt ........................................ 9 4.2. Arbeit ist nicht mehr ortsgebunden .......................................... 10 4.3. Arbeitsprozesse ffnen sich der Auenwelt .............................. 10 4.4. Die-Superzeit-Arbeiter Eine neue Spezies ............................. 11 4.5. Social Trademarks Die Entstehung digitaler Personenmarken 13 4.6. Computer werden zu Arbeitskollegen ....................................... 14 4.7. Persnliche Datenagenten knnen zu Freunden werden ......... 14 5. Fazit .................................................................................................. 16 6.Literaturverzeichnis ........................................................................... 19 7. ber den Autor ................................................................................. 20 Seite 2 von 15
  3. 3. 3 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen 1. Einleitung Die Welt wie wir sie kennen, befindet sich im Umbruch. Veraltete Arbeitssysteme, die dem immer strkeren Bestreben des Menschen nach synergetischer Integration von Arbeit, Familie und Freizeit nicht gerecht werden, haben ausgedient. Sie werden zunehmend durch flexible Arbeitsmodelle, die sich individuell an den Lebensphasen und Bedrfnissen der Menschen orientieren, ersetzt. Im Jahr 2025 werden berufsttige Menschen unsere gegenwrtige Arbeitswelt fr genauso rckstndig halten wie wir heute die Arbeitskonditionen aus dem 18. Jahrhundert. Die treibende Kraft fr diesen Wandel ist die steigende Anzahl der innovativen Wissensarbeiter, die neue Technologien entwickeln und diese fr die Mae der Gesellschaft nutzbar machen. Unternehmen, die bereits jetzt eine klare Vorstellung von den knftigen Entwicklungen und Trends der Arbeitswelt haben, besitzen die einmalige Chance die Vernderung zu ihren Gunsten zu nutzen. Ziel dieses White Papers ist es, wesentliche Entwicklungstendenzen darzustellen, die die Art und Weise wie wir knftig arbeiten werden, bestimmen. Diese Informationen sollen dazu beitragen den Leser zu befhigen, bereits heute entsprechende Manahmen zu treffen, um fr die Zukunft, die geradewegs auf uns zurast, gewappnet zu sein. Ibrahim Evsan, 3rd Place GmbH Seite 3 von 15
  4. 4. 4 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen 2. Executive Summary Whrend das White Paper einen breiteren Themenrahmen umfasst, sollen im Folgenden die fnf wichtigsten Ergebnisse dargelegt werden.
  5. 5. 5 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen 1. Die Art und Weise, wie wir einen Mitarbeiter definieren, befindet sich im Wandel. Vernderte Lebenseinstellungen der Mitarbeiter sowie die Forderung nach mehr Flexibilitt werden einen Einfluss darauf haben wo, wann und wie Menschen arbeiten. So erwarten knftige Mitarbeiter beispielsweise, dass sich Arbeitsmodelle individuell an den Lebensphasen und Bedrfnissen der Menschen orientieren. 2. Bros dienen nur noch als temporre Ankerpunkte fr menschliche Interaktionen sowie der Pflege und dem Aufbau persnlicher Beziehungen. Aus Grnden der Kosteneffizienz werden sogenannte Office as a Service Anbieter (OaaS) an Bedeutung gewinnen. Diese global verteilten, variabel mietbaren, vollausgestatteten Brorumlichkeiten werden von Unternehmen als strategisches Instrument verwendet, um Arbeitskrfte am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu bndeln. 3. Intelligente Computersysteme, die in krzester Zeit riesige Datenmengen verarbeiten, Wahrscheinlichkeiten berechnen und konkrete Handlungsempfehlungen aussprechen, werden zum Arbeitskollegen des Menschen, damit sich dieser verstrkt auf seine intellektuellen und kreativen Aufgaben konzentrieren kann. Auf absehbare Zeit wird diese Entwicklung zur Frage fhren: Was ist der kompetitive Vorteil des Menschen und wo ist sein Platz neben den Maschinen? 4. Nachdem der Mensch sein gesamtes Umfeld vernetzt hat, besteht der nchste Schritt darin, dass auch sein Krper Teil dieser Vernetzung wird. Den Einstieg in die biologische Vernetzung des Menschen bilden die Google Glass oder quivalente Produkte. 5. Crowdsourcing und Open Innovations gewinnen an Bedeutung. Der Grund: Schnellere Innovationszyklen und globaler Konkurrenzkampf tragen dazu bei, dass Unternehmen erkennen, dass sie das Wissen der Welt anzapfen mssen anstatt sich, wie bisher, lange hinter verschlossenen Tren auf die Entwicklung von kostspieligen Prototypen zu konzentrieren.
  6. 6. 6 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen 3. Grnde fr den Wandel 3.1. Computer manifestieren sich in allen Lebensbereichen Durch die zunehmende Verkleinerung von Computern wird es mglich, dass diese immer mehr Lebensbereiche erschlieen. So werden Prozessoren bereits in wenigen Jahren eine Gre erreicht haben, die eine Integration in Kleidungsstcke ermglicht, ohne dabei fr den Trger sprbar zu sein. Das Messen von Vitalfunktionen, ber beispielsweise eine Armbanduhr, gehrt dann der Vergangenheit an. Nach einer Studie von Cisco werden im Jahr 2020 rund 50 Milliarden Gerte mit dem Internet verbunden sein.1 Ein Groteil der Menschheit wird tglich auf immer mehr Gerte zugreifen, die untereinander via Cloud Computing kommunizieren und zusammenarbeiten. So knnte ein einfacher Anwendungsfall darin bestehen, dass der Khlschrank erkennt, dass eine Flasche mit Saft abgelaufen oder fast leer ist und daraufhin automatisch eine Notiz auf die Einkaufsliste einer Smartphone-Applikation sendet. Das Internet der Dinge, in dem nicht nur Menschen, sondern auch Maschinen miteinander kommunizieren und dabei die Steuerung globaler Prozesse verstrkt bernehmen, nimmt immer mehr Gestalt an. 3.2. Google Glasses Der Mensch geht ans Netz Basierend auf den im Punkt 3.1 genannten Entwicklungstendenzen der Omniprsenz von Computern sowie deren zunehmenden, intelligenten Kommunikation untereinander, zeigt uns das Projekt Google Glass bereits heute, was nach der Vernetzung der Maschinen passiert. Nachdem der Mensch sein gesamtes Umfeld vernetzt hat, besteht der nchste Schritt darin, dass auch sein Krper Teil dieser Vernetzung wird. Anknpfungspunkte fr die Vernetzung des menschlichen Krpers sind seine Sinne, mit deren Hilfe er die Umwelt wahrnehmen und durch Augmented Reality sogar erweitern kann. Den Einstieg in die biologische Vernetzung des Menschen bilden die Google Glasses oder quivalente Produkte. Das Neue daran ist nicht die Technik, im Wesentlichen ein Smartphone im Brillenformat, sondern vielmehr das Konzept, das dahinter steht. 1 Vgl. Cisco [2010]
  7. 7. 7 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen Bei den Google Glasses handelt es sich nicht blo um eine Brille, sondern um die Vision, die Technik komplett vergessen zu knnen, whrend die Brille Daten ber die Sinne des Menschen direkt ins Gehirn bertrgt und dieser zeitgleich mit seiner Umwelt kommuniziert. Der Trger muss kein Gert einschalten, aus der Hosentasche ziehen oder etwas installieren. Die Technik wird somit zum Teil der menschlichen Sinnesausstattung. Sie ist genau wie das Auge oder das Ohr da, wenn man sie braucht. Der wesentliche Vorteil der Google Glasses besteht darin, dass der Trger berall und jederzeit auf Informationen zugreifen kann, ohne dass hierfr die Hnde zum Einsatz kommen mssen. Denkbar sind hier beispielsweise interessante Anwendungsflle fr die Reparatur von Maschinen oder auch in der Medizin (oder generell als Ausbildungs-Beschleuniger). Der Trger erhlt wesentliche Informationen direkt auf sein Display und hat seine Hnde fr die Arbeit frei. Solche Informationen knnen beispielsweise Bauplne sein oder medizinische Befunde.Ein von Kritikern hervorgehobener Gesichtspunkt ist die potenziell negative Auswirkung auf unsere Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfhigkeit, die durch das Tragen von Smart Glasses noch weiter abnehmen knnte. Eine steigende Unfallgefahr im Straenverkehr sowie soziale Verarmung seien mglich. 3.3. Bevlkerungswachstum und weniger Mobilitt Whrend Computer immer kleiner werden und damit weniger sichtbaren Platz einnehmen, nimmt die Bevlkerungsanzahl stetig zu. Whrend heute etwa 7 Milliarden Menschen auf der Erde leben, werden es im Jahr 2050 bereits 9,5 Milliarden sein.2 Nach Prognosen von GeoHive werden in den kommenden 35 Jahren rund 75 Prozent der Gesamtbevlkerung in Stdten leben. Schon im Jahr 2025 werden rund 40 Stdte ber 10 Millionen Menschen beherbergen.3 Ferner soll die Anzahl der Autos bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts von derzeit einer Milliarde auf vier Milliarden Fahrzeuge wachsen.4 Diese Entwicklungen haben Google Glass: Vernetzung biologischer Systeme (Quelle: Google [2013]) Wachstum der Weltbevlkerung 1950-2050 (Quelle: U.S. Census Department [2012]) 4 Vgl Ford [2012] 2 Vgl. GeoHive [2012] 3 Vgl. ebd.
  8. 8. 8 Arbeitswelt 4.0 | Ein Blick auf die Arbeitswelt von morgen zur Folge, dass der Lebensraum fr jedes Individuum potenziell abnimmt und der physische Transfer von Ort zu Ort immer komplexer und zeitintensiver wird. Ohne neue, gut durchdachte Verkehrskonzepte steigen