Ausgabe 01/2016

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    26-Jul-2016
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Die neueste Ausgabe des Chemist! Dossier: "Farben und Chemie" Leitung: M. Hohlweck

Transcript of Ausgabe 01/2016

  • Seit einigen Semestern besteht die Chemist-Redaktion nicht nur aus Studierenden, sondern auch aus Dok-toranden. Den Anfang machte Mat-thias Stahl. Er hat Biochemie an der TUM studiert und promoviert inzwi-schen am Lehrstuhl von Prof. Sieber. Matthias ist nicht nur ein Chemist-Redakteur und Doktorand, sondern auch seit knapp einem Jahr Vater der kleinen Madita. In seiner Freizeit tritt er gerne bei diversen Science Slams landesweit auf, dabei rumt er immer wieder ein paar Preise ab. Auf Rei-sen geht er am liebsten nach Skandi-navien.

    Fr diese Ausgabe berichtet Mat-thias ber ein Science Slam Event aus Karlsruhe. Mehr dazu auf der Seite 30.

    3

    Liebe Leser,

    In jedem Ende liegt ein neuer An-fang, so auch bei uns. Nachdem die Leitung des Chemists im letzten Jahr auf mich bergegangen ist, melden wir uns jetzt endlich zurck. Die Redakti-on hat sich inzwischen verndert, neue Mitglieder sind hinzugestoen und ei-nige der alten Hasen werden sich mit dieser Ausgabe verabschieden, doch der Chemist selbst bleibt, wie er ist.

    Das Dossier trgt diesmal den Ti-tel Farben und Chemie; unsere Re-dakteure haben unter anderem zu-sammengetragen, wofr Farben in der Chemie verwendet werden, wie Mensch und Tier sich von ihnen be-einflussen lassen und wie man in der Vergangenheit frbte. Mehr dazu ab Seite 20. Nachdem letztes Mal das Studiensekretariat interviewt wurde, haben wir uns diesmal ein anderes Team geschnappt, an dem kein Che-miker vorbeikommt: Richard, Anika und Thomy von der Vorbereitung, die uns erzhlt haben, wie sie an die TU gelangt sind und was sie seither al-les erlebt haben. Ebenfalls Im Visier ist Prof. Fssler, der mit uns ber sei-

    nen Werdegang und seinen Lehrstuhl gesprochen hat. Dabei spricht er un-ter anderem ber all die Universit-ten, die er kennengelernt hat oder wo-rauf man bei einem Auslandssemester achten sollte. In 60 Sekunden stellt uns Prof. Hintermann das Fachgebiet Organische Chemie vor. Nachdem un-sere Redakteure in der letzten Ausga-be in der Rubrik Nachgefragt ber die Vergtungen von Masteranden be-richtet haben, geht es diesmal um die Doktorandengehlter. Wer aus Gar-ching raus will, sollte Seite 6 aufschla-gen, dort berichtet unsere Redakteu-rin Verena ber ihren Aufenthalt in Cambridge und die Unterschiede zur TUM. Doch auch der Campus kommt nicht zu kurz, Yuliya und Moritz haben die Baustellen in der Umgebung unter die Lupe genommen. Auerdem noch in dieser Ausgabe: Das HoPo-Referat, Science Slams in Deutschland, CO im Alltag und noch vieles mehr.

    Viel Spa mit der neuen Ausgabe und auf ein baldiges Wiedersehen!

    Chefredakteur Maximilian Hohlweck

    HoPo-Referat Seite 4Auslandsbericht Seite 6In 60 Sekunden Seite 7Nachgefragt Seite 8Interview: Vorbereitung Seite 10Im Visier: Prof. Fssler Seite 14Dossier Seite 20Aufdestilliert Seite 27ber den Kolbenrand Seite 28Science Slam Seite 30Das kleine ABC Seite 34

    Editorial Inhalt

    Impressum Ausgabe 1/2016 1000 Exemplare

    Der Chemist ist kein Erzeugnis im Sinne des Presserechts, sondern ein Rundbrief an alle Studenten der TUM und sonstig interessierten Per-sonen. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben nur die Meinung des Verfassers wieder.

    Redaktion: Yuliya Dubianok (YD)Benedikt Eisenreich (BE) Verena Fink (VF)Steffen Georg (SG)Marisa Gtzfried (MG)Maximilian Hohlweck (MH)Moritz Ludwig (ML)Simon Nadal (SN)Matthias Stahl (MS)Marlene Weyerer Padrosa (MWP)

    Externer Korrespondent:Martin Wolff (MW)

    Freie Mitarbeiter:Iris Fechner (IF)Felix Schuster (FS)Sebastian Pios (SP)

    Zeichnungen:Marisa Gtzfried (MG)

    Kontakt: [email protected]/DerChemist

    FederhalterYD

  • 4Fachschaft

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    Fr Freiheit, Gleichheit und StudierbarkeitWas macht eigentlich das Hochschulpolitik-Referat?

    SG

    Egal, ob es um Studiengebhren, Semesterticket oder andere groen Themen im Leben Studierender geht, immer sind sie Teil der Hochschulpoli-tik (kurz: HoPo). In der Fakultt Che-mie setzt sich dabei das HoPo-Referat der Fachschaft Chemie dafr ein, dass auf dieser hohen Ebene die Entschei-dungen mglichst gnstig fr Studie-rende gefllt werden. Ein Interview mit Basil Rohrer, dem langjhrigen Re-feratsleiter.

    Chemist: Du bist schon seit Beginn Deines Studiums im Hochschulpoli-tik-Referat der Fachschaft Chemie t-tig wieso hast du dort angefangen?

    Basil: Im Grunde genommen hat mich damals Franziska Traube mit hin-eingebracht und dann bin ich einfach dabei geblieben.

    Chemist: Auch Franziska war lange Zeit hochschulpolitisch aktiv, zuletzt als Vertreterin der Studierenden im Se-nat der TUM. Was hat Dich dann im Referat gehalten?

    Basil: Man hat viel von der Uni mitbekommen. Als ich noch neu an der Uni war, war das sehr interessant. Das hat sich nie gendert, weswegen ich einfach dabei geblieben bin. Man hat Aufgaben und wenn diese abge-schlossen sind, kommen auch schon die nchsten. Es geht einfach immer weiter.

    Chemist: Ich kann mir gut vor-stellen, dass manche Aufgaben ir-gendwann einfach von selbst lau-fen. Trotzdem ist HoPo doch oft mit langwierigen, schwierig zu erreichen-den Zielen verbunden. Welche weit-reichenden Vernderungen hat die studentische hochschulpolitische Ak-tivitt Deiner Meinung nach in den letzten Jahren erreicht?

    Basil: Da hat sich einiges Groes verndert. Zum einen sind die Studi-engebhren weggefallen. Daran wurde ganz intensiv von studentischer Seite aus gearbeitet, auch wenn das meiste ber den AStA [Allgemeiner Studen-tischer Ausschuss] lief. Vieles muss-te hochschulweit organisiert werden, denn Studiengebhren betreffen alle Studierenden, die Hochschulen muss-

    ten im Verbund arbeiten. Das hat of-fensichtlich gut geklappt. Auerdem bemerken, glaube ich, alle Studieren-den, dass sie ein Semesterticket ha-ben. Auch dieses wurde erst vor recht kurzer Zeit geschaffen.

    Chemist: Alles in jedem Fall groe Errungenschaften. Im Falle der Stu-diengebhren wurden diese durch die Studienzuschsse ersetzt. Was hat sich dabei eigentlich gendert?

    Basil: Zunchst einmal sind die-se Gebhren natrlich fr Studieren-de weggefallen. Fr die Universitt hat sich dabei im Groben und Gan-zen nicht viel gendert. Einzig die Zu-teilung der Mittel wurde etwas von der Fakultt hin zur Zentralverwaltung verschoben, was leider auch heit, dass nicht mehr ganz so viele Tutor-stunden und Skripte mitbezahlt wer-den knnen wie vorher. Wir sind und waren in der Chemie eine der weni-gen Fakultten, die ihr Geld wirklich sinnvoll fr Studierende ausgegeben haben.

    Chemist: Gibt es denn Bestre-bungen, das beim Hochschulprsi-dium anzuspre-chen?

    Basil: Es wur-de bereits ange-sprochen. Da dies allerdings vom Prsidium selbst so abgendert und umgesetzt wurde, bestand da von Anfang an wenig Hoffnung auf Er-folg, diese Ent-scheidung zu-mindest fr die Chemie wieder umzundern.

    Chemist: Das waren, glaube ich, 20% vom Gesamt-zuschussbudget der Chemiefakul-tt weniger, oder?

    Basil: Richtig,

    vorher gingen 80% der Studiengebh-ren direkt an die Fakultt, nun sind es nur noch 60% der Studienzuschsse.

    Chemist: Das wren dann sogar 25% weniger Mittel als vorher. Das ist natrlich einiges an Finanzmitteln, die jetzt nicht mehr zur Verfgung stehen. Aber auer der Befreiung vieler Stu-dierenden durch den Wegfall der Stu-diengebhren wurden zumindest an der TUM auch viele durch die Einfh-rung des Semestertickets etwas entlas-tet. Allerdings scheint es da momentan auch Probleme zu geben. Wird zur Zeit befrchtet, dass bei einer erneuten Wahl zum Semesterticket dieses nicht mehr befrwortet wrde

    Basil: Ja, so scheint momentan die Stimmung unter den Studierenden auszusehen, vor allem bei denen in der Innenstadt. Fr diese ist das Semes-terticket mit Aufpreis einfach ein ho-her Betrag, den sie am Anfang des Se-mesters zahlen mssen und ihnen fr Fahrten in der Innenstadt kaum Vor-

    Basil Rohrer, Leiter des Hochschulpolitik-Referats Foto: Steffen Georg.

  • 5Fachschaft

    teile bringt. Da verstehe ich sogar, dass manche sich das Aufpreisticket nicht kaufen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das Ticket in der Innenstadt kau-fen wrde.

    Chemist: Allerdings gibt es auch die Option, einfach nur den Sockelbetrag fr 62,50 zu nutzen, den jeder sowie-so bezahlen muss, und dafr den ge-samten MVV zwischen 18 und 6 Uhr zu nutzen!

    Basil: Ja, das lohnt sich in meinen Augen auch fr Innenstadt-Studieren-de. Wenn ich persnlich mir kein Mo-natsticket kaufen wrde, wre alleine die Anzahl an Fahrten beim Feiernge-hen ausreichend, um durch den So-ckelbetrag abgedeckt zu werden.

    Chemist: So geht es mir auch. Nun noch einmal zurck zum HoPo-Refe-rat: Wie seid Ihr denn momentan auf-gegliedert? Welche Aufgabenbereiche gibt es bei Euch?

    Basil: Zunchst einmal ist die hoch-schulpolitische Arbeit, die an der Fa-kultt direkt geleistet wird, eher gering im Vergleich zu dem, was vom AStA umgesetzt wird. An der Fakultt schau-en wir hauptschlich, dass alle Gremi-en und Ausschsse, welche studenti-sches Mitspracherecht erlauben, auch studentische Beisitzer haben und best-

    mglich besetzt werden. Dazu gehren Fakulttsrat, Berufungen, ...

    Chemist: ... der QM-Zirkel...Basil: ... ja, der QM-Zirkel, dessen

    Einfhrung momentan noch im Raum steht, aber vor allem auch die Studi-engangskommissionen, deren Beset-zung unter Umstnden sehr wichtig sein kann, insbesondere wenn gre-re Vernderungen anstehen. Weiter-hin gehrt der Fachschaftenrat dazu, in welchem Vertreter aller TUM-Fach-schaften sich vernetzen, anstehende Beschlsse besprechen und gemein-same Entscheidungen treffen. Und zu guter Letzt gilt es natrlich den all-jhrlichen Wahlkampf zu den Hoch-schulwahlen zu organisieren.

    Chemist: Bei diesen vielen Aufga-ben sollte es Einsteigern bei Euch ja nicht schwer fallen, passende Aufga-ben fr sich zu finden.

    Basil: Richtig, aber den besten Ein-stieg findet man, indem man auf die Fachs