AUSGABE 3/2018 impulse - ias- · PDF file2 impulse 3/2018 impulse 3/20183 EDITORIAL zunehmend...

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  • impulse für Gesundheit & Leistungsfähigkeit

    in der modernen Arbeitswelt

    ARBEIT & GESUNDHEIT

    Wie Führungskräfte psychische

    Überlastungen ihrer Mitarbeiter

    erkennen und richtig handeln

    ÄLTERE MITARBEITER HALTEN

    Körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten

    drängen viele Arbeitnehmer in die Früh-

    rente. Was Unternehmen tun können

    INSTITUTIONEN VERNETZEN

    SPEZIAL AGIL IM TEAM

    Mit

    Ergeb nissen

    aus d er

    ias-St udie

    2018

    Christian Ramm treibt die Modernisierung der Agentur für Arbeit in

    Freiburg voran

    A U S G A B E 3 / 2 0 1 8

  • i m p u l s e 3 / 2 0182 i m p u l s e 3 / 2 018 3

    E D I T O R I A L

    zunehmend volatile Märkte, sich ändernde Kunden­ bedürfnisse und neue Formen der Arbeit stellen hohe Ansprüche an Führungskräfte, Mitarbeiter und Organisationen. Unternehmen sind gefordert, sich flexibel und agil auf Entwicklungen einzustellen, dabei gleichzeitig ihr Geschäft zu stabilisieren und den Wandel zu gestalten.

    Wie gehen die Beteiligten damit um? Welches sind die Hebel zur Entwicklung einer agilen und lernenden Organisation? Wo liegen die größten He­ rausforderungen? Lassen sich Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mensch und Organisation beobachten? Welche Instrumente und Maßnahmen nutzen Unternehmen heute und was planen sie für die Zukunft? Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „agile Unternehmen“ gingen wir in unserer diesjährigen Studie nach. Hier­ zu luden wir gleichermaßen Führungskräfte und Mitarbeiter ein, an unserer Umfrage teilzunehmen. Es ist gelungen, sowohl eine Bestandsaufnahme vor­ zunehmen als auch Trends aufzuspüren. In unserer Rubrik impulse Spezial ab Seite 6 erfahren Sie mehr.

    Nach Muskel­ und Skeletterkrankungen sind psy­ chische Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Fehltage. Eine wertschätzende Kommunikation, ein vertrauensvolles Betriebsklima sowie Führungs­ kräfte, die sich für gute und gesunde Rahmenbe­ dingungen engagieren, wirken sich positiv auf die seelische Gesundheit von Mitarbeitern aus. Zur Auf­

    gabe einer Führungskraft zählt aber auch, psychisch belasteten Mitarbeitern frühzeitig Unterstützung zu signalisieren. Woran eine Führungskraft eine mögliche psychische Belastung eines Mitarbeiters erkennt, erfahren Sie auf den Seiten 10 bis 11.

    In einigen Jahren wird die Generation der über 50­Jährigen die Mehrheit der deutschen Bevölke­ rung stellen. Bereits seit Längerem rücken aufgrund des demografischen Wandels immer weniger junge Menschen in den Unternehmen nach. Dass es darum gehen muss, die älteren Mitarbeiter dabei zu unter­ stützen, möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben, haben die meisten Unternehmen ver­ standen. Doch was gilt in Bereichen mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten? Was, wenn das Heben und Tragen schwerer Lasten zur Belastung wird? Unsere Sicherheitsingenieure liefern Antworten auf den Seiten 16 bis 17.

    Gute Impulse für Ihre tägliche Arbeit wünscht Ihnen

    Ihr

    DR. PETER WROGEMANN

    Vorstand ias Stiftung,

    Vorstand ias Aktiengesellschaft

    I N H A LT

    ias Aktuell 4

    impulse Spezial

    Agiles Arbeiten – 6

    Führungskräfte und

    Experten berichten

    Arbeit & Gesundheit

    Die Fürsorgepflicht 10

    der Führungskräfte

    Vorteile durch Flexibilität 12

    Für und Wider: 13

    Arbeiten im Großraumbüro

    Praxisreport

    Fachkräfte finden 14

    Leben & Gesundheit

    Ältere Mitarbeiter entlasten 16

    Tipps für Sportmuffel 18

    Termine & Impressum 19

    Die Zahl 20

    6

    impulse Spezial

    Agiler werden

    „Ein vier Personen starkes

    Agilitätsteam treibt das

    Thema bei uns aktiv voran“,

    sagt Annemarlen Giesbrecht

    von der Firma WAREMA. Liebe Leserinnen und Leser,

    14 Wie sich trotz Fachkräftemangels

    geeignete neue Mitarbeiter finden

    lassen, zeigt das Beispiel der Bahn-

    tochter DB Cargo.

    16

    Viele ältere Arbeitnehmer gehen frühzeitig in

    Rente. Mit der richtigen Strategie können Betriebe

    das verhindern, etwa indem sie ihnen körperlich

    weniger anstrengende Tätigkeiten anbieten.

    Wenn Arbeitnehmer ernst-

    hafte Zeichen für psychische

    Belastung aufweisen, wird es

    Zeit, dass die Führungskräfte

    unterstützend eingreifen.

    10

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  • i m p u l s e 3 / 2 0184 i m p u l s e 3 / 2 018 5

    Private Angelegenheiten haben am Ar­ beitsplatz nichts zu suchen. So weit die Theorie. In der Praxis können Gesund­ heit, Konzentration und Leistungsfä­ higkeit leiden, wenn Mitarbeiter eine persönliche Krise durchleben, eine Suchterkrankung entwickeln oder sich um Angehörige oder Finanzen sorgen.

    Die psychosoziale Beratung (Emplo­ yee Assistance Program, EAP) ist eine wichtige Anlaufstelle für Mitarbeiter und Vorgesetzte. In einem vertrauli­ chen Rahmen können Ratsuchende private und berufliche Fragen und Sor­ gen besprechen und gemeinsam mit erfahrenen Psychologen, Sozialpäda­

    gogen und Coaches individuell passen­ de Lösungen finden.

    Die EAP­Expertenberatung hilft, Fehlleistungen und Ausfallkosten zu reduzieren. Sie stärkt die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und die Arbeitgeberattraktivität. Was sich genau hinter der EAP­Beratung der ias verbirgt, erklärt unser Video:

    www.ias-gruppe.de/

    psychosozialeberatung

    TIPP: Woran Führungskräfte erkennen,

    dass ein Mitarbeiter psychisch belastet

    ist, lesen Sie auf den Seiten 10 bis 11.

    BERATUNGSANGEBOT

    Unterstützung bei seelischen Belastungen

    I A S A K T U E L L

    Wer seine Arbeitsinhalte und Arbeitszeiten weitest gehend selbst bestimmen kann, wird im Urlaub und am Wochenende seltener krank. PATRICK MERKE, Institut für Führungskultur

    im digitalen Zeitalter (IFIDZ) zum Phänomen

    „Freizeitkrankheit / Leisure Sickness“

    I A S A K T U E L L

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    *Quelle: Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

    GRIPPEVORSORGE

    Jetzt impfen lassen!

    Im vergangenen Winter rollte die Grippewelle außergewöhnlich heftig über Deutschland. Besonders tückisch ist dabei die rasend schnelle Übertragbarkeit durch Tröpfchen infektion oder den direkten Kontakt, wie etwa beim Händeschütteln oder Berühren infizierter Gegenstände.

    Häufig wird deshalb empfohlen, größere Men­ schenansammlungen zu meiden. Sicher ein guter Rat – nur umsetzbar ist dies für die wenigsten Erwerbstätigen, die in ihrem Arbeitsalltag mit vielen Menschen in Kontakt kommen. Deshalb gilt: Der beste Influenza­Schutz ist und bleibt die Impfung.

    In der vergangenen Grippesaison hatten viele Hausärzte einen nur unzureichend

    wirksamen Impfstoff zur Verfügung. Die ias­Gruppe wird für die betrieb­ lichen Impfaktionen – wie in den vergangenen Jahren – einen so ge­ nannten Vierfachimpfstoff anbieten,

    der zwei A­ und zwei B­Stämme ent­ hält und damit rund 80 bis 90 Prozent

    der erwarteten Erreger abdeckt.

    NICHT VERPASSEN: In diesen Tagen startet die

    ias-Gruppe in den Kundenunternehmen mit den

    Grippeschutzimpfungen.

    ZEITVERTRÄGE

    Arbeitnehmer unter Druck

    Etwa 3,15 Millionen* Men­ schen in Deutschland arbeiten zeitlich befristet. „Befristete Verträge sind für Arbeitnehmer nicht per se negativ“, sagt Susann Helfrich, Leiterin des Kompetenzfelds Arbeitspsycho­ logie in der ias­Gruppe. Viele Beschäftigte bekämen so einen Fuß in ein Unternehmen, oft ergäbe sich die Möglichkeit einer späteren Entfristung.

    Zur Belastung wird ein be­ fristetes Arbeitsverhältnis häu­ fig dann, wenn die Betroffenen sich der Situation ausgeliefert sehen. Dagegen hilft, selbst ak­ tiv zu werden. „Ich rate befris­ tet Beschäftigten, ihre passive Rolle abzulegen. Wer an einer Vertragsverlängerung interes­ siert ist, sollte dies rechtzeitig signalisieren. Parallel empfiehlt es sich, sich frühzeitig nach Alternativen umzusehen.

    Beschäftigte mit einem Zeitvertrag sehen sich häufig g