Aviation News 02/12

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Aviation News 02/12

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  • Ausgabe Nr. 2/Dezember 2012

    AVIATION NEWSAVIATION NEWSAVIATION NEWSE i n e I n f o r m a t i o n v o n A u s t r o C o n t r o l

    Inhalt:

    Free Route - Luftraumkonzept implementiertBeginn whrend der Nacht stufenweise Einfhrung geplant (S. 2)

    uFree Route Luftraumkonzept (S. 2)

    uPnktlichkeit weiter verbessert (S. 2)

    uFPL 2012 Erste Bilanz (S. 2)

    uInformationsveranstaltungenFlugschulen Rckblick (S. 3)

    uNeuigkeiten Flugmedizin (S. 3)

    uFlugmedizinische Tauglichkeit (S. 3)

    uAircraft ContinuingAirworthiness Monitoring (S. 4)

    uHandeintrag Flugprfer (S. 4)Area Control Centre Vienna

  • Nr. 2 / Dezember 2012

    AVIATION NEWSAVIATION NEWSAVIATION NEWSE i ne I n f o rma t i on von Aus t r o Con t r o l

    2012 einer der gewitterreichsten SommerDiese hervorragenden Pnktlichkeitswertewurden trotz ungnstiger Wetterbedingungenwhrend der Sommermonate erreicht. 2012 hatte einen der gewitterreichsten Sommer seit es Aufzeichnungen berBlitzeinschlge gibt. Mit 110.000 Blitz -entladungen im sterreichischen Luftraumallein im Juli wurde der bisherige Hchst-wert aus dem Jahr 2010 deutlich bertroffen.Durch das perfekte Zusammen spiel derBereiche Air Traffic Management undMeteorologie konnten wetterbedingte Versp -

    tungen im Luftraum jedoch auf ein Minimumreduziert werden.

    In den letzten Jahren sind die Anforderungenan die Genauigkeit der meteorologischenVorhersagen in Bezug auf Verkehrs- bzw.Kapazittsplanung in der Luftfahrt stndiggestiegen. Insbesondere die Vorhersage dernderung von Windverhltnissen an Flughfen,der Entwicklung von Sichtweiten, dem Ein -setzen von migem oder starkem Nieder -schlag, sowie des Verlaufs von Gewitter aktivi -tten sind meteorologische Grundvoraus -setzun gen, um eine sichere Durchfhrung vonFlgen zu ermglichen. Darber hinaus stellen

    diese Vorhersagen aber auch in zunehmendemMae Entscheidungshilfen fr die Flugsiche -rung hinsichtlich Verkehrsflusssteuerung undKapazittsplanung dar.

    Schon seit mehreren Jahren liefert der AustroControl Flugwetterdienst den Fluglotsinnenund Fluglotsen der An- und Abflugkontrolle im Tower eine Vorhersage ber erwarteteBodenwinde, ber die Entwicklung von Sicht -weite und Wolkenuntergrenzen bei Nebel- bzw.Hochnebellagen sowie die Wahrscheinlichkeitdes Auftretens von Gewittern in verschiedenenAnflugbereichen und der Kontrollzone Wien.

    Nachdem sich diese Vorhersagen fr denBereich Flughafen Wien sehr bewhrt haben,wurden sie mit Beginn 2012 auch in der ber-flugskontrolle eingefhrt. Mehrmals tglichwerden fr die verschiedensten Sektoren dessterreichischen Luftraumes die Wahrschein -lich keiten von Gewittern, starker Turbu lenzoder auch starker Vereisung vorhergesagt.

    Die Einfhrung dieser speziellen Vorhersagefhrte zu einer weiteren Verbesserung derPnktlichkeit im sterreichischen Luftraum.

    Pnktlichkeit trotz schwieriger Wetterbedingungen verbessertAustro Control konnte die Pnktlichkeit im Zeitraum Jnner bisOktober weiter deutlich verbessern. Im oberen Luftraum wurde diedurchschnittliche Versptung pro Flug von 0,26 Minuten auf 0,19Minuten reduziert, das entspricht einer Verbesserung um 28%. Die Pnktlichkeit im An- und Abflugbereich Wien verbesserte sichvon Jnner bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls.Insgesamt sank in Wien die durchschnittliche Versptung pro Flugvon 0,62 Minuten auf 0,45 Minuten, das entspricht einerVerbesserung um 27%.

    Austro Control plant stufenweiseEinfhrung In der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2012wurde mit der Einfhrung von 37 NightDCTs (Night Direct Routings) dem interna-tionalen Trend folgend nun der erste Schrittzur Umsetzung des Free Route-Konzepts imsterreichischen Luftraum gesetzt. Sowohl dietechnischen Systeme von Austro Control undder angrenzenden Staaten, als auch jene anBord der Flugzeuge und bei der Eurocontrol inBrssel bewltigten den Umstieg auf dieseNeuerung einwandfrei.

    Insbesondere die auergewhnlich hohe Akzep -tanz der angebotenen Abkrzungen bereits inden ersten Stunden unmittelbar nach Imple -men tierung ist Beweis fr die gute Vorarbeitund besttigt einen entsprechenden Bedarf beiden Airlines.

    Free Route Airspace Wien ist in Abstimmungmit dem European Network Improvement Planund dem FAB CE Luftraum Konzept durchge-fhrt worden. Die Umsetzung dieser Initiativewird durch krzere Flugwege zu einer effizien-teren Abwicklung des Flugverkehrs und damitzur Reduktion von Schadstoffen und Ein -sparung von Treibstoff fhren.

    Dieses Konzept ist daher auch ein wichtigerBeitrag zur erfolgreichen Umsetzung vonSingle European Sky.

    Bis Jahresende wird jetzt in enger Zusam -menarbeit mit Eurocontrol die Aus wirkung derweiteren Umsetzungsstufen von Free Route aufdie Kapazitt der sterreichischen Sektorenuntersucht, um die weiteren Planungsschrittezur Verwirklichung des Free Route AirspaceWien zu definieren.

    Free Route Airspace implementiertFree Route Airspace ist ein festgelegter Luftraum, innerhalb des-sen Luftraumnutzer frei die (krzeste) Route zwischen vordefinier-ten Ein- und Ausflugspunkten whlen drfen, ohne dass eine beste-hende Luftstrae (ATS Streckensystem) benutzt werden muss.Voraussetzung ist, dass der Luftraum zur Verfgung steht.Innerhalb dieses Luftraums wird Flugverkehrskontrolle ausgebt.(Definition Eurocontrol).

    Free Route Airspace Wien

    Austro Control Flugwetterdienst Tower Wien

    Nach Aussagen von Experten der Eurocontrolhat man whrend der bergangsphase vor dem15. November und besonders in den darauf fol-genden Tagen mit mglichenUnregelmigkeiten und Problemen bei derFlugplanverarbeitung in Zusammenhang mitdem neuen Format gerechnet.Im operativen Betrieb sind die erwartetenProbleme nicht eingetreten, sodass man heutevon einer sehr erfolgreichen Umsetzung vonFPL 2012 sprechen kann.

    Da einige Piloten bei der Flugplanerstellungnoch etwas verunsichert sind, wird denLuftfahrzeughaltern empfohlen, die imLuftfahrzeug vorhandene Ausrstung einmalnach dem neuen ICAO Flugplan-Format standardisiert festzulegen und die fr denFlugplan relevanten Eintrge den Piloten ent-sprechend mitzuteilen.

    [email protected]

    FPL 2012: Erfolgreiche EinfhrungAm 15. November wurde weltweit das neue ICAO Flugplan-Format bekannt unter FPL 2012 eingefhrt.

    Schleifer-Heingrtnerals ANC-PrsidentwiedergewhltEnde November wurde sterreichs ICAO-Vertreter ChristianSchleifer-Heingrtner durch das Council der ICAO fr einweiteres Jahr in der hochrangigen Funktion des Prsidentender Air Navigation Commission (ANC) wiederbestellt. Nach einjhriger erfolgreicher Vorsitzfhrung wird u.a. dieVorbereitung der 38. ICAO Assembly im Herbst 2013 in denTtigkeitsbereich des Luftfahrtexperten fallen. Das ANC setzt sich aus 19 internationalen Experten zusam-men und ist zustndig fr die Entwicklung der ICAO-Sicherheitsstandards.

    ICAO News ICAO News ICAO News ICAO

    Schleifer-Heingrtner

  • Grundstzlich ndert sich das System zurErlangung eines flugmedizinischen Tauglich -keits zeugnisses (Medical) fr Piloten undFluglotsen nicht. Die flugmedizinische Taug -lichkeitsuntersuchung ist nach wie vor voneinem von Austro Control autorisierten flug-medizinischen Sachverstndigen (AeromedicalExaminer, AME) oder einem flugmedizinischenZentrum (Aeromedical Centre, AeMC) vorzu-nehmen. Die aktuelle Liste ist unter www.aus-trocontrol.at abrufbar.

    Neue Kategorien vonTauglichkeitszeugnissen geschaffenFr die Ausbung der Berechtigungen aus derneuen Lizenz LAPL (Light Aircraft PilotLicence) ist ein LAPL-Medical erforderlich.Mit der Einfhrung der Lizenz LAPL wirdpotentiellen Piloten durch einen geringerenAusbildungsumfang und nicht so aufwendigenflugmedizinischen Anforderungen der Einstiegin die General Aviation erleichtert.

    Durch die nun europaweit harmonisiertenBewilligungen fr Cabin Crew-Mitglieder(Cabin Crew Attestation) ist fr dieAusbung dieser Berechtigungen die Vorlageeines Medical Reports erforderlich.

    INFO: In sterreich sind alle flugmedizini-schen Tauglichkeitsuntersuchungen (auchCabin Crew und LAPL) ausschlielich vonautorisierten flugmedizinischen Sachver -stn digen durchzufhren. Die in der AircrewRegulation normierte Mglichkeit derMitgliedstaaten, LAPL- und CC-Unter -suchungen von rzten fr Allgemeinmedizinbzw. Arbeitsmedizinern fr zulssig zu erklren,wurde von sterreich nicht in Anspruchgenommen.

    Die bislang nationalen Lizenzen SPL (SailplanePilot Licence) und BPL (Ballon Pilot Licence)werden zu europischen Lizenzen und benti-gen ab Anwendbarkeit anstatt des bisher not-wendigen nationalen Tauglichkeitszeugnisses(ICAO-Tauglichkeitszeugnis) ein Class 2 Medical gem den neuen Vorgaben. Dersterreichische Aeroclub, als fr diese beidenLizenzen zustndige Behrde, hat die Opt-Out-Mglichkeit bis 8. April 2015 in Anspruchgenommen, so dass bis dahin fr SPL und BPLnach wie vor nationale Lizenzen und somitauch nationale Tauglichkeitszeugnisse (ICAO-Medical) und kein Class 2 Medical gem denneuen Vorgaben erforderlich ist.

    INFO: Ab 8. April 2013 gibt es keinen Flugschlerausweis mehr.

    Nach derzeitiger Rechtslage ist fr dieAusstellung eines Flugschlerausweises dieVorlage eines polizeilichen Fhrungszeugnissessowie eines Medicals erforderlich. Mangels desErfordernisses eines Flugschlerausweises fal-len auch die beiden oben genanntenVoraussetzungen fr den Beginn derFlugausbildung weg. Ab 8. April 2013 ist dieVorlage eines Medicals erst vor dem erstenAlleinflug des Flugschlers verpflichtendvorgesehen. Es ist jenes Medical vorzulegen,das fr den Erhalt der beantragten Lizenzerforderlich ist.

    Wenngleich rechtlich nicht verpflichtend, istaus Qualittssicherungsgrnden die Vorlageeines Medicals (und eines polizeilichenFhrungszeugnisses) bereits bei Ausbildungs -beginn auch in Zukunft zweckmig. DieEntscheidung darber obliegt der jeweiligenFlugschule.

    Welches Tauglichkeitszeugnis bentigt derjeweilige Pilot?

    Class 1 MedicalATPL (Airline Tra