BauernJournal September 2012

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    08-Mar-2016
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Fachinformation

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  • Brauchen Ergebnis

    Die Landwirtschaftskammer hat recht-zeitig detaillierte Vorschlge unter-breitet, wie das Einheitswertsystem so aktualisiert werden kann, dass es den aktuellen Anforderungen entspricht. Und sie hat auch stets betont, dass die damit verbundene Pauschalierung kein Geschenk an die Bauern sei, sondern eine Methode der Einkommensfeststel-

    lung, die sowohl der Fi-nanz als auch den Bauern unntige Kosten spart.

    Ungeachtet aller partei-politischen Querschsse, ist die buerliche Interessenvertretung davon berzeugt, dass die Verhand-lungen in berschaubarer Zeit positiv abgeschlossen werden knnen. Wir legen dazu nicht nur die ntige Ver-handlungsbereitschaft, sondern auch

    eine ergebnisorientierte Flexibilitt auf den Ver-handlungstisch, um zum endgltigen Handschlag zu kommen.Denn wir brauchen ein

    Ergebnis, soll nicht ein neues System den Bauern nur hohe Kosten und dem Staat dennoch nicht mehr Einnahmen bescheren. Denn neue Steuersysteme erhhen das Bauerneinkommen um keinen einzigen Cent.

    WeinmarktWettbewerbsfhigkeit Seite x

    Gerhard WlodkoWSki

    LKsterreich

    Kommentar

    Josef siffert,

    LK sterreich

    Die Ausgangsposition ist schon seit Lngerem klar: Die derzeit auf Basis historischer Referenz-werte bestehende Einheitliche Betriebsprmie steht nun vor dem Auslaufen. Denn im Zuge der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik ist nach Vor-schlag der Europischen Kom-mission auch eine Neugestal-tung der 1. Sule der GAP, der Direktzahlungen, vorge-sehen. Im Oktober 2011 hat EU-Kommissar Dacian Cio-los seine Plne fr die nch-ste Periode 2014 bis 2020 pr-sentiert. Demnach mssen sich alle EU-Mitgliedstaaten ab 2014 innerhalb einer ber-gangsfrist bis lngstens An-fang 2019 vom derzeitigen historischen Modell der Be-triebsprmie verabschieden und auf ein so genanntes Re-gionalmodell umstellen. s-terreich wird daher bei den EU-Direktzahlungen vom his-torischen Modell, welches auf Referenzmengen frherer Jahre aufbaut, auf ein Regio-

    nalmodell umsteigen mssen. Die Umstellung vom jetzigen Modell, also vom historischen Betriebs prmienmodell mit unterschiedlich hohen Euro-Betrgen je Zahlungsanspruch und mit unterschiedlichen Hektar-Stzen, zum neuen Re-

    gionalmodell, welches einheit-liche Flchenprmien je Hek-tar fr alle Betriebe im Durch-schnitt der vom Mitgliedsstaat festzulegenden Region vor-sieht, stellt nicht nur fr ster-reich eine besondere Herausfor-derung dar. Insgesamt lautet die

    Vorgabe, dass ein neues Regio-nalmodell fr sterreich aus-gewogen und verhltnismig sein muss. Es darf zu keinerlei extremen Verwerfungen fhren und bergangsfristen mssen fr einen leichteren Umstieg sorgen. (Fortsetzung Seite 2)

    f a c h i n f o r m at i o n d e r L a n dw i r t s c h a f t s K a mm e r n

    s t e r r e i c h

    sterr e i ch -AusgAbe s e ptember | JAhrgAng 2012

    EU-Betriebsprmien neu: Keine Verwerfungen

    Invekosherbstantrag2012 Seite Vi

    bergangsfristen fr umstieg auf neues betriebs prmienmodell notwendig

    Foto:Drnberger

  • Bauernjournalagrarpolitiki i 1. September 2012

    Um die Entscheidungsfin-dung der agrarischen Verant-wortlichen mit Rechenmodel-len zu untersttzen, hat das Landwirtschaftsministerium mehrere Varianten eines mg-lichen neuen Betriebsprmi-enmodells anhand bisheriger Fakten und bereits vorlie-gender EU-Reformvorschlge erstellt. Die Landwirtschaftskammer sterreich hat in einer Ar-beitstagung mit allen Landes-landwirtschaftskammer-Prsi-denten und EU-Experten so-wohl den Gesamtrahmen des derzeitigen Standes der EU-Arbeiten als auch mgliche Umsetzungsformen diskutiert.

    Im direkten Zusammenhang mit der Betriebsprmien-L-sung steht die Finanzierung des gesamten EU-Haushaltes, also sowohl der 1. als auch der 2. Sule. Bekanntlich ist der Agrarbereich der einzige Sektor, der weniger finanzi-elle Mittel als in der jetzt lau-fenden Periode bekommen soll. In realen Werten, also inflationsbereinigt, bedeu-tet das bis 2020 um knapp 11% weniger Mittel fr die GAP. Der Anteil der GAP am Gesamtkuchen des EU-Bud-gets sinkt von derzeit 43 % auf 33 % laut den Vorschl-gen der Kommission. Vllig offen ist auch die Verteilung der finanziellen Mittel auf die Mitgliedsstaaten. ster-reich hat derzeit in der Lnd-lichen Entwicklung einen berdurchschnittlich hohen Anteil am europischen Ge-samtkuchen. Es erhlt 4,4% der EU-Mittel bei einem An-teil an der Agrarflche von rund 2%.

    Vorleistungen sterreichs anerkennen

    Die LK sterreich drngt da-her darauf, die heimischen Vorleistungen in der lnd-lichen Entwicklung voll an-zuerkennen. sterreich hat mit einem breiten Spektrum an Manahmen, wie Natur-schutz-, Bodenschutz- und regionalwirtschaf t l ichen Manahmen, Manahmen fr die benachteiligten Gebiete genauso wie klimaschutz-relevante Manahmen, eine Vorreiterrolle eingenommen. Dies drfe, so die LK ster-reich, den heimischen Bau-ern nun nicht zum Nachteil werden und verlangt mehr Flexibilitt fr die einzelnen Lnder.

    Ein besonderes Augenmerk legt sterreich seit jeher auf die Berg- und benachteili-gten Gebiete, insbesondere auf das Sonstige benachtei-ligte Gebiet. Daher ist es un-abdingbar, dass es fr alle Re-gionen und Sparten ausgewo-gene Lsungen gibt.

    EU-Betriebsprmien neu: Keine Verwerfungen

    Die Vorreiterrolle ster-reich mit vielen Manah-men im Bereich des Natur- und Bodenschutzes msse anerkannt werden, so die Landwirtschaftskammer.

    Woher kommt der Zucker?Mit Werbetafeln auf ihren Feldern bringen die Rbenbauern den groen Wert der Zuckerrbe fr die Konsumenten zum Ausdruck. Wenn Nicht-Bauern an Feldern vorbeifahren, rt-seln sie mitunter darber, was da wohl wchst. Eine der wich-tigsten Fruchtsorten ist jetzt leicht zu erkennen. Auf den Zu-ckerrbenfeldern sieht man allerorten Tafeln mit der Aufschrift Zuckerrben fr sterreich. Diese Botschaft des Verbandes Die Rbenbauern macht deutlich, dass die Landwirte erfolg-reich damit sind, den heimischen Konsumentinnen und Kon-sumenten eine sichere und gentechnikfreie Versorgung mit Zu-cker zu garantieren. Darber hinaus wandelt die Rbe CO2 in Sauerstoff um. Ein Rbenfeld produziert mehr als dreimal so viel Sauerstoff wie ein gleich groer Wald. Damit verbessert die Rbenproduktion die Luftqualitt in sterreich nachhaltig.

    Das Klimabndnis ster-reich zeichnete den Bio-hof Adamah (Glinzendorf, Niederster reich) als Kli-mabndnis-Betrieb aus. Bi-obauer Gerhard Zoubek be-sitzt vier Photovoltaik-An-lagen (insgesamt 600 m2

    Solarflche) und ein neuar-tiges Windrad. Der Biohof Adamah beliefert im Gro-raum Wien mit seinen Bio-Kistln wchentlich zwischen 5.500 und 6.000 Haushalte sowie ber 120 Schulen und Kindergrten.Die Familie Zoubek bewirt-schaftet 92 ha Ackerflche und vermarktet ber den Hof-laden, die 16 Adamah-Mrkte in Wien und Niedersterreich und die Bio-Kistln mehr als 60 eigene Kulturen, vom Feld-gemse ber das Brotgetrei-de bis hin zu lfrchten und rund 1.000 verschiedene Bio-Produkte. Der Marchfelder Fa-milienbetrieb sichert auf die-se Weise Arbeit fr insgesamt

    110 Mitarbeiter und schafft somit wichtige Arbeitspltze. Adamah ist auch der wich-tigste Bio-Nahversorger rund um die Bundeshauptstadt. Der umweltfreundlichen Ener gie will Gerhard Zoubek auch in den kommenden Jah-ren sein Augenmerk schen-ken: So soll die Autoflotte zur Kistl-Auslieferung sukzessi-ve auf Elektroautos umgestellt werden.

    Adamah-Chef Gerhard Zoubek mit Klimabnd-nis-GF Peter Molnar

    biohof adamah schafft arbeitspltze

    Umwelt-Auszeichnung

  • BauernjournalGesundheit1. September 2012 i i i

    DieZahldertglicheinzunehmendenMedikamentesteigtmitdemAlternaturgeman.FastzweiDrittelderArzneimittelgehenanSenioren,diehufigMedikamentemiteinanderkombinierenmssen.DabeibrauchtmaneinenverlsslichenPartner,derSicherheitundQualittbietet:DieApotheke.

    Auf die 5.700 Apothekerin-nen und Apotheker in ster-reich ist Verlass. Sie beraten ihre Kunden, sie informieren und begleiten whrend einer Therapie, sie sind rund um die Uhr erreichbar. Diese Leis-tungen sind fr uns alle eine Selbstverstndlichkeit gewor-

    den. Wer Medikamente auer-halb der Apotheke beziehen mchte, ist jedoch nicht un-bedingt auf der sicheren Sei-te. Denn die Begehrlichkeiten des vermeintlich schnellen Geschfts mit Medikamenten sind gro. Internetunterneh-men beliefern sterreich per Versand mit Arzneimitteln und Drogeriemrkte setzen auf das neue Geschftsmodell Gesundheit. Dabei bleibt ei-nes auf der Strecke: Die Medi-kamentensicherheit.

    Aufklrung und Informa-tion ber Arzneimittel

    Die Apothekerin, der Apo-theker ist der Fachmann fr Arzneimittel. Sie beraten die Kunden sowohl bei der Wahl der Medikamente, der richti-gen Einnahme und Dosierung, als auch bei Wechselwirkun-gen. Eine Beratungsleistung die speziell fr Senioren ei-

    nen wesentlichen Stellenwert einnimmt. Schlielich steigt im Alter die Zahl der tglich einzunehmenden Medika-mente an. Fast zwei Drittel der abgegebenen Arzneimittelpa-ckungen gehen an Senioren, die hufig Medikamente mit-einander kombinieren ms-sen. Dabei kann es oftmals zu unerwnschten und teils ge-fhrlichen Neben- und Wech-selwirkungen kommen. Um dieses mgliche Risiko zu ver-meiden, informieren die Apo-theker, welche rezeptpflichti-gen und rezeptfreien Arznei-mittel zusammenpassen und wie und wann diese Medika-mente eingenommen werden mssen, damit sie auch gut wirken knnen, erklrt Mag.pharm. Heinz Haberfeld, Pr-sident der Apothekerkammer Niedersterreich. Die Apothe-ke vermittelt den Kunden da-her ein Gefhl der Sicherheit. BezahlteEinschaltung

    Eine Apotheke ist ein Gewinn fr jede Gemeinde.

    Die Gesundheits-Nahversorger

    Die Apotheken bernehmen fr uns alle eine wichtige Rol-le als Gesundheits-Nahver-sorger und Gesundheitsbera-ter. Durch die engagierte Ar-beit der 5.700 Apothekerinnen und Apotheker in sterreich knnen Arzneimittelsicher-heit, Qualitt und eine kom-petente und persnliche Bera-tung gewhrleistet werden.