Bernet Leitfaden Twitter

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    13-Nov-2014
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Gerngelesenes Gezwitscher: Wie Sie diesen Kanal in Ihren Online-Auftritt einbetten. Wo er Sinn macht, wo nicht. Welche Tweets Ihnen die Follower bringen, die Sie interessieren. Neuauflage Oktober 2012

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  • 1. GERNGELESENES GEZWITSCHERLEITFADEN CORPORATE TWITTERINGMuss das sein? Noch ein Social-Media-Kanal, den man nutzen soll?Nutzen vielleicht, kennen bestimmt: Der Kurznachrichtendienst Twittererffnet Mglichkeiten, um Kampagnen zu verstrken, den Dialog mit Meinungsmachern zu intensivieren, sich schnell ber aktuelle Online-Diskussionen zu informieren.Inhalt1. Was ist Twitter? ____________________________ 3 1.1 Definition _________________________________ 3 1.2 Twitter im Browser __________________________ 4 1.3 Twitter-Zahlen _____________________________ 5 2. Beobachtung und Entscheidung _______________ 6 2.1 Monitoring: Das muss sein____________________ 6 2.2 Corporate Twittering: Entscheidungshilfen _______ 7 2.3 Erste Schritte: Testphase und reservieren________ 8 2.4 Weiter beobachten: Zusatznutzen _____________ 11 3. Mitmachen: Konzept, Autoren, Inhalt ___________ 12 3.1 Das Twitter-Konzept _______________________ 12 3.2 Autoren: Persnlich oder allgemein ____________ 13 3.3 Inhalt: Tipps, Aktualitt, Service_______________ 13 4. Tipps fr die Umsetzung ____________________ 15 4.1 Die Profilseite: Ihre Visitenkarte _______________ 15 4.2 Followers: Was tun mit Ihren Lesern? __________ 16 4.3 Follow: Wen sollten Sie lesen? _______________ 17 4.4 Antworten: ffentlich oder direkt? _____________ 18 4.5 Weiterleiten: nur selektiv ____________________ 19 4.6 ShortURL: Vom Umgang mit Links ____________ 19 4.7 Hashtags und Suche: wie geht das? ___________ 20 4.8 Twitter-Programme: Schnelle Helfer ___________ 20 5. Integriertes Gezwitscher ____________________ 21 6. Quellen, Links ____________________________ 22
  • 2. Dieser Leitfaden richtet sich an Kommunikationsverantwortliche inUnternehmen und Organisationen. Die ersten beiden Kapitel bietenEinstiegs- und Entscheidungshilfen auch fr Neulinge, das dritte legt diekonzeptionellen Grundlagen fr geschftliche Anwendungen, im viertensind die wichtigsten Praxistipps zusammengefasst und darauf folgenstrategische Einbettungs-Tipps samt Quellenangabe.Alle rot unterstrichenen Links sind anklickbar. Laufend aktuelle Inputs zuTwitter und zum sogenannten Microblogging bietet der bernetblog:http://bernetblog.ch/category/social_media/microblogging-social_media.To twitter heisst zwitschern deshalb auch der Vogel im Twitter-Logo.Wir wnschen viel Erfolg auf dem Weg zu gerngelesenem Geschfts-Gezwitscher und freuen uns auf Echos und Anregungen:[email protected] Inhalt dieses Papiers oder Auszge daraus drfen nur kostenlos undunter Angabe der exakten Quellenbezeichnung www.bernet.chweitergegeben werden. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 2
  • 3. 1. Was ist Twitter?1.1 DefinitionAuf der 2006 gestarteten Plattform www.twitter.com tauschen MenschenKurznachrichten aus. Tweets sind Textmeldungen mit maximal 140Zeichen, die Links enthalten knnen.Twitter ist ein schnell wachsendes soziales Netzwerk mit derHauptfunktion eines Kurznachrichten-Dienstes. Mit den Grund-Einstellungen ist jede Meldung ffentlich sichtbar auf einer zentralenAnschlagtafel und ber die Suche abrufbar. Direkt weitergeleitet werdensie aber nur im Abonnentenkreis: Die persnliche Startseite zeigt, wenman liest (following) und wer die Meldungen verfolgt (followers).Dabei kann man selektiv entscheiden, wer einem folgen darf.Twitter ist schnell, einfach, flchtig:Schnell: Twitter-Benutzer sind stndig online. Sie schreiben ihreMeldungen auch vom Mobiltelefon. Nachrichten werden per Tastendruckvon Nutzer zu Nutzer weitergeleitet.Einfach: Anmelden und loslegen mit der Eingabe von Benutzernameund Passwort ist man dabei. Die Meldungen sind dank ihrer Krze undden Verzicht auf Formatierungen sofort geschrieben.Flchtig: Ja, hier wird gequasselt. Aber: Hier wird auch ber Firmengeredet, werden Produkte beurteilt oder Tipps gesucht. Und es gibtZwitscherer, die Twitter mit schnellen Hinweisen zum interessantenNachrichtenkanal machen.Twitter ist kostenlos. Geld verdient der Anbieter seit einigen jahren mitWerbemglichkeiten rund um Tweets. Konkurrierende Microblogging-Plattformen wie http://identi.ca oder www.plurk.com konnten sich nie sobreit durchsetzen. Auch www.facebook.com versucht Kurzmeldungen zupushen, Twitter kann sich trotzdem mit einer eigenen Communitybehaupten. Twitter hat 2008 ein Kaufangebot von Facebook abgelehnt.Schauen Sie doch einfach mal rein das geht erst richtig, wenn Sie sichals Benutzer/in registrieren. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 3
  • 4. 1.2 Twitter im BrowserWer sich registriert, erhlt unter twitter.com/name folgende Startseite.Dabei knnen Standardfarben und Elemente gewhlt werden.Dieses Bild unterstreicht auch die Flchtigkeit von Twitter im tglichenEinsatz: Sie sehen in einer Timeline nur gerade die Meldungen, die in denletzten Minuten abgesetzt wurden. Danach verschwinden sie aus demBlickfeld. Natrlich bleiben sie publiziert, suchbar in Twitter oder berMonitoring-Dienste.Auch wenn bereits die Hlfte der Twitter-Benutzer spezielle Programmefrs Zwitschern einsetzen: Diese Startseite ist Ihre Visitenkarte.Potenzielle Abonnenten werden hier beurteilen, ob sich ein Klick auf IhrenFollow-Knopf lohnt. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 4
  • 5. 1.3 Twitter-ZahlenIst Twitter relevant? Eine mgliche Antwort auf diese Frage liegt in denBenutzerzahlen. Die sich laufend verndern.Das Twitter-Wachstum verlief bislang rasant: Anfang 2009 waren weltweit14 Millionen Menschen angemeldet. Im Mrz 2012 hatte Twitter lauteigenen Angaben 140 Millionen monatlich aktive Nutzer. Zum Vergleich:Facebook hatte Anfang 2009 weltweit 175 Millionen Benutzer, im Oktober2012 laut Checkfacebook.com 954 Millionen.Eine Untersuchung des amerikanischen Monitoring-DienstleistersWebsite-Monitoring (http://goo.gl/XW39) zeigte im April 2010 unteranderem, dass 41% der angemeldeten Nutzer nie einen Eintrag geschrieben haben. 24% der Nutzer von niemandem gefolgt (followed) werden. 97% der Twitter-Nutzer weniger als 100 anderen Twitterer folgen.Die gleiche Untersuchung zeigt, dass die 18 bis 34-jhrigen mit 45 Prozentden grssten Anteil an den Twitter-Nutzern ausmachen, gefolgt von den35 bis 49-jhrigen mit 24 Prozent.Fr den deutschsprachigen Raum meldet die laufende Erhebung vonWebevangelisten Mitte 2011 480000 Nutzer (http://goo.gl/gcWLv) imJuni 2009 waren es 105000. Auch die Schweizer haben das Twittern frsich entdeckt. Im Januar 2010 betrug die Twittergemeinschaft 15000Mitglieder, heute sind es gemss Twitterland ber 50000.Fazit: Twitter ist kein Massenkanal. Hier unterhalten und treffen sich imdeutschsprachigen Raum Nutzer zwischen 20 und 29 Jahren und mithoher Affinitt zu Web, Technologie, Marketing. Trotzdem bietet dieseAnwendung interessante Mglichkeiten der Ergnzung von Social-Media-Kampagnen. Twitter erhht die Reichweite von interessanten Web-Inhalten durch das schnelle Verteilen und Weiterleiten von Links. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 5
  • 6. 2. Beobachtung und Entscheidung2.1 Monitoring: Das muss seinEine der zentralen Fragen von Twitter egal, ob Sie nun mitmachen odernicht: Was wird hier ber Sie diskutiert? Beachten Sie folgende Punkte:Twitter-Programm fr die SofortberwachungEin gutes Twitter-Programm (siehe Twitter-Programme: Schnelle Helfer,Seite 20) erlaubt die laufende Sofortberwachung wichtiger Suchbegriffe,Themen und Adressen. Damit Sie umgehend auf Eintrge antwortenknnen oder in Ihren Posts einen Bezug zu laufenden Diskussionenschaffen.Twitter-Monitoring mit Abo im HintergrundWeb-Dienstleistungen wie www.tweetscan.com ermglichen die Eingabevon Suchbegriffen samt Abo via Mail oder RSS. Damit Sie auf IhremWunschkanal eine Information erhalten, sobald zur betreffenden Sucheetwas geschrieben wird. Wichtig ist dabei das Aufsetzen vonSuchbegriffen, die nicht zu generisch ausfallen. Weitere Twitter-Suchoptionen bietet topsy.com.Laufende Evaluation und ErgnzungNeue Monitoring-Dienstleistungen werden auftauchen, auch etablierteBeobachtungsdienste bieten Twitter bereits in ihren Abos. Sorgen Sie freine Integration des ganzen Online-Monitorings in eine berschaubarePlattform, mit klaren Zustndigkeiten.Wie wichtig ist ein Twitterer?Beachten Sie die Anzahl der Follower auf der Startseite. Beurteilen Sie,wie nahe diese Person an Ihren Themen ist. berprfen Sie mithttp://tweet.grader.com/ detaillierter, welchen Einflusskreis die Tweets desAbsenders erreichen knnen. Die Masse der Follower allein ist keinKriterium, wie wichig jemand ist. Ein Blick auf die Qualitt der Tweets istratsam. Wer vielen folgt, erhlt selbst eher Follower einflussreicheTwitterer haben mehr Follower als sie selbst folgen.Zusatzdienste zur eigenen AuswahlEine gute bersicht der aktuellen Diskussionen auf Twitter, sortiertnach Aktualitt und/oder Hufigkeit der Erwhnungen bietet twazzup.com.Tools kommen und gehen eine bersicht fr 2012 bietet goo.gl/KOK3 www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 6
  • 7. 2.2 Corporate Twittering: EntscheidungshilfenBringt Twitter Vorteile fr Organisationen? Ja, meinen die Deutsche Bahn(http://twitter.com/DB_info), Starbucks (http://twitter.com/starbucks),Greenpeace Schweiz (http://twitter.com/greenpeace_ch), die RaiffeisenGruppe (http://twitter.com/raiffeisen-ch), Barack Obama im Wahlkampfoder der Schweizer Bundesrat ber seinen Sprecher(http://www.twitter.com/BR_sprecher). Nein, meinen viele Unternehmen,Verbnde und Organisationen im deutschsprachigen Raum.Beantworten Sie fr Ihre Entscheidung folgende Fragen:1. Nutzen Kunden, Interessenten, Beeinflusser Twitter? Anhaltspunkte erhalten Sie, indem Sie via Monitoring herausfinden, ob und wie stark ber Ihre Firma, Ihr Thema gezwitschert wird. Die Beantwortung dieser ersten Frage zeigt erneut, wie wichtig erst mal Zuhren ist: Was genau geschieht hier? Wie laufen die Dialoge? Wer macht mit?2. Ergnzt Twitter den Online-Dialog? Microblogging macht nur dann Sinn, wenn es Bestandteil eines integrierten Mosaiks von Online-Aktivitten mit Dialogcharakter ist. Erlaubt Ihre Website Kommentare oder benutzergenerierte Inhalte? Fhren Sie einen ffentlichen Weblog? Sind sie prsent auf Sozialen Netzwerken wie Facebook, Flickr oder YouTube? Twitter sollte nicht Ihr erster oder einziger Einstieg ins Mitmach-Web sein.3. Haben Sie Zeit? Ist Ihre Website immer top-aktuell, haben Sie also die Web-Basics im Griff? Liegt zustzliche Zeit fr diese neue Anwendung drin? Knnen Sie Ihr Web-Dialogteam ausbauen? Vielleicht lesen Sie auf Twitter nur mit dann sind frs tgliche Monitoring 10 bis 20 Minuten einzusetzen. Wer liest was, mit welcher Zielsetzung, an wen werden interessante Entwicklungen gemeldet? Wenn Sie ganz in den Dialog einsteigen: Wer machts? Kommunikative Ziele lassen sich nur mit einem ernsthaften Engagement erreichen. Dann mssen tglich Twitter-Meldungen gelesen, beantwortet und eigene Meldungen geschrieben werden. ber den Tag verteilt rechnen wir dafr mit mindestens 30 Minuten. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 7
  • 8. 2.3 Erste Schritte: Testphase und reservierenWer sich orientieren will, muss das Gelnde kennen. Dieser Leitfadenkann als Orientierungshilfe dienen, aber ohne eigene Erfahrung werdenTwitter-Entscheidung und -Umsetzung blass ausfallen. Beachten Siefolgende Schritte:Mgliche Namen unbedingt reservierenTwitter-Adressen sind eindeutig und knnen nur einmal belegt werden.Deshalb reservieren Sie zuerst Ihre Firma, Ihr Projekt, Ihre Kampagne.Umlaute gibts keine, Gross-/Kleinschreibung ist mglich, macht aberkeinen Unterschied, 15 Zeichen sind das Limit. Dazu einige Tipps: kurz ist besser, trotzdem immer eindeutig twitter.com/petramuster anstatt /pmuster mglichst keine Zeichen, die eine Zusatztaste bentigen /petramuster anstatt /p_muster, spschweiz statt sp_schweiz Unterstreichen hat sich wo ntig als Bindeglied eingebrgert /greenpeace_ch damit es dann nicht zu lang oder kryptisch wirdTwitter meldet sofort zurck, ob Ihre Wunsch-Adresse frei ist. Dazumssen Sie einen Namen eingeben, der jeweils zustzlich angezeigt wird.Er kann die Kurzform der Adresse vertiefen, erlutern. Sie bentigen frjede reservierte Twitter-Adresse eine andere E-Mail-Adresse. Wichtig: Allereservierten Adressen samt Mail und Passwort festhalten fr sptereAktualisierungen! Die Schritte Freunde suchen und Wen andereverfolgen knnen Sie bei der Registration berspringen.Name besetzt?Wenn Ihre Marke oder Ihre Organisation bereits belegt ist, knnen dieAdressen unter bestimmten Umstnden beansprucht werden. DieChancen liegen hher, wenn Ihr Anspruch eindeutig ist und wenn diebestehende Adresse inaktiv ist. Mehr dazu im Hilfe-Center von Twitter undim bernetblog.Testzugang whlenEntscheiden Sie sich fr eine persnliche Test-Einstiegsadresse. Ambesten whlen Sie fr Ihr Schnupperabo Ihren persnlichen Namen. Auchwenn Sie nur reinhren: Bitte keine Pseudonyme oder falsche Namenverwenden. In ihrer Kurzbiografie knnen Sie ganz privat bleiben oderbereits Ihre Organisation erwhnen.Auf Profile sehen Sie, wie Ihre Startseite aussieht. Unter Settings rechts oben fllen Sie Ihre Kurzbiografie aus, whlen verschiedeneEinstellungen und laden ein Foto oder ein Bild hoch. Fr die Testphase www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 8
  • 9. knnen Sie einen der Standard-Hintergrnde whlen, mehr berindividuelle Gestaltung siehe Die Profilseite: Ihre Visitenkarte, Seite 15.Jetzt sind Sie drin. Ihr Ziel: persnliche Erfahrungen sammeln. Dasknnen Sie ganz passiv gestalten: Sie wollen nur das lesen, was andereschreiben. Ohne sich selbst mit Eintrgen zu engagieren. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 9
  • 10. Nur lesen, nicht schreiben?Wenn Sie frs Erste nur mal zuhren wollen, dann lesen Sie die Personenzum followen aus, die Sie fr diese Exkursion weiter bringen. Werschreibt ber die Themen Ihrer Organisation, Ihr Anliegen, Ihre Marke?Beim Finden helfen die Suchmglichkeiten und natrlich die Kurzprofile.Mehr ber die beste Follow-Wahl siehe Follow: Wen sollten Sie lesen?,Seite 17.Wenn Sie jemand nicht mehr interessiert, dann entfernen Sie diesePerson aus Ihrer Abo-Liste auf deren Startseite mit Unfollow. IhrGegenber erhlt keine Meldung von Twitter, nur mit Zusatzprogrammenkann man die Bewegungen der Abonnenten verfolgen.Falls Sie schreiben: Wer darf Sie lesen?Unter Einstellungen treffen Sie eine interessante Wahl: Meine Tweetsschtzen fhrt dazu, dass Ihre Eintrge nicht auf der ffentlichenAnschlagtafel von Twitter erscheinen und dass Sie von jeder Person, dieSie verfolgen will, einen Antrag erhalten, den Sie freischalten mssen.Auffindbar bleibt Ihr Profil trotzdem, suchbar auch Ihre Eintrge. Aber Siehaben eine strikte Kontrolle ber Ihre Leser/innen.Allerdings: Fr den effektiven Einsatz von Twitter als Multiplikations- undDialogplattform ist dieser Schutz nicht sinnvoll. Potenzielle Leser rgernsich darber, wenn sie nur einen Antrag stellen knnen und auf Ihrgndiges Antworten warten mssen.Auch beim Testschreiben: worber?Lehrreicher wird Ihr Test-Ausflug, wenn Sie gleich mitzwitschern. Dasbedingt natrlich, dass Sie sich ein paar Gedanken machen. Wollen Siesich ganz privat ussern? Werden Sie spter fr einen geschftlichenEinsatz mit derselben Adresse weiterfahren? Was heisst dieser ersteLese- und Schreibausflug fr Ihre sptere Reputation?Weniger ist mehr: wie viel schreiben?Mehr als 10 Mitteilungen tglich sollten nicht berschritten werden, bessersind 5 - die aber dafr qualitativ wertvoll fr Ihre Follower. Und: lieberregelmssig wenige Tweets als einmal wchentlich eine Lawine. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 10
  • 11. 2.4 Weiter beobachten: ZusatznutzenVielleicht begraben Sie Ihre ausgebauten Corporate-Twitter-Plne nachdieser Testphase. Wenn Sie einsteigen, dann wird Ihr Konzept sehr vonden ersten Erfahrungen und Kontakten profitieren mehr dazu ab derfolgenden Seite.Vielleicht bleiben Sie einfach weiter auf Beobachterposten, hren zu,pflegen Kontakte, ohne integrierte Kampagne. Auch dann bietet Twitterinteressante Vorteile neben der dauernd lauernden Gefahr derAblenkung:Nachrichtenreader: flchtiges Fischen anstatt RSS-SammelnTwitter ersetzt den RSS-Reader. RSS steht fr Really Simple Syndicationund ermglicht das Verbreiten/Abonnieren von Online-Inhalten inStandardpaketen. Natrlich sammelt Twitter viel flchtiger: Meldungenverschwinden, wenn man nicht gerade auf den Bildschirm schaut. Ausserman sucht sie sich wieder zusammen aber da bleibt man besser beimRSS-Reader. Auch das Suchen, Gruppieren, Filtern ist mit RSS einfacher.Doch gerade in dieser Flchtigkeit steckt der Vorteil: RSS-Readersammeln Unmengen von Nachrichten, die oft liegen bleiben. Twitter ist fralle, die denken: Was in den Lesemomenten nicht gerade an mirvorbeischwimmt, das geht eben verloren. Fr alles, was man nichtverpassen will, bleibt das E-Mail-Abo.Frageportal: Hohe Vernetzung bringt schnelle TippsWer kennt ein gutes Twitter-Monitoring-Tool? Stellen Sie die Frage inIhrem Twitter-Account. Die Chancen sind gross, dass Sie staunen werdenber die Qualitt und Schnelligkeit der Antworten. Davon knnen alleprofitieren, die wirklich relevante Fragen stellen (anstatt durch Fragen versteckte Promotion fr eigene Anliegen oder Weblinks zu betreiben) selbst Antworten geben bereit sind, Wissen zu teilen www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 11
  • 12. 3. Mitmachen: Konzept, Autoren, Inhalt3.1 Das Twitter-KonzeptSie haben sich fr den Einstieg ins Corporate Twittering entschieden.Schreiben Sie als erstes ein Twitter-Konzept. Es wird Ihrem Engagementeine Richtung geben, eine Grundlage fr Ihre Evaluation und laufendeOptimierungen. Mit folgenden Kapiteln:1. Zielsetzung Welche Ziele soll Twitter erreichen? Als Verstrkung welcher Gesamtkampagne? Wie eingeordnet in die Ziele Ihres brigen Online- Auftritts? Fhren Sie Ziele auf: Wie oft schreiben, wieviele Followers gewinnen Sie, wieviele Links generieren Twitter-Meldungen auf Ihre Kampagnen-Seite?2. Zielgruppe Fr wen zwitschern Sie? Dieser Fokus schrft Ihr inhaltliches Konzept.3. Inhalt Worber schreiben Sie? Was will die Zielgruppe berhaupt lesen? Wie erreichen Sie Kampagnen-Ziele und Zielgruppe? Wie oft schreiben Sie? In welcher Sprache? Mehr zu den mglichen Optionen in Inhalt: Tipps, Aktualitt, Service ab Seite 13.4. Umsetzung Wer schreibt? Mit welcher Adresse treten Sie auf? Verschiedene Autor/innen mit eigenem Namen oder unter einer Dachadresse? Wer liest Rckmeldungen und beantwortet sie sofort? Wer sorgt fr ein laufendes Monitoring des Nachrichtenflusses, auch wenn man mal kurz weg ist?5. Promotion Wie wird der Twitter-Einsatz kommuniziert? Im Rahmen einer Lancierung? Wo sorgen Links und andere Hinweise fr die Bekanntheit Ihres Auftritts?6. Evaluation Wann und wie lsen Sie sich von der tglichen Taktik und beurteilen das bisher Erreichte? An wen geht dieses Reporting? Wie sorgen Sie fr eine laufende Verbesserung? www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 12
  • 13. 3.2 Autoren: Persnlich oder allgemeinVielleicht gibt es in Ihrer Organisation bereits Mitarbeitende, die privattwittern. Vielleicht lassen sich deren Erfahrung und Motivation nutzen beider Abstimmung des Konzepts und natrlich beim Schreiben.Private, bestehende Adressen sollen durchaus weiter gepflegt sein.Daraus knnen sich auch interessante Verknpfungen frs CorporateTwittering ergeben. Twittern Mitarbeitende fters mit Geschftsbezug, sogehrt die Verbindung zum Unternehmen auch auf deren Profilangaben.Damit streifen wir das Thema der Richtlinien fr Soziale Netzwerke:Wie sollen Ihre Mitarbeitenden Plattformen wie Facebook, Twitter, Xingoder YouTube nutzen, Kommentare schreiben oder bloggen? Nur in derprivaten Zeit? Woran sollen sie sich halten, wenn sie dabei ber denArbeitgeber, Kunden oder Konkurrenten schreiben? Eine interessante,nach Branchen sortierte bersicht internationaler Policies findet sich unterhttp://socialmediagovernance.com, deutschsprachige Anregungen gibt esunter http://www.bvdw.org.Die Wahl des Absenders illustrieren folgende Beispiele: Der SchweizerGrossverteiler Migros fhrt den Dialog ber den allgemeinenhttp://twitter.com/#!/migros-Kanal mit mehreren Autor/innen. Als Standard-Zeichen zu jedem Tweet hat sich ^(Krzel) durchgesetzt. Die Pressestellevon Microsoft Deutschland hat sich fr einen allgemeinen Kanal ohneAutoren entschieden und antwortet gemss diesem Interview immer mitDirektnachrichten, also nicht ffentlich. Und Stefan Keuchel,Pressesprecher von Google Deutschland nutzt seinen persnlichen Kanalvorwiegend geschftlich: http://twitter.com/frischkopp3.3 Inhalt: Tipps, Aktualitt, ServiceWorber knnen Unternehmen, Organisationen, Behrden twittern?Entscheidend ist die Zielgruppe: Was knnen Sie bieten, das aufwirkliches Interesse stsst? Von Unternehmen will niemand wissen, dassSie gerade auf dem Weg ins Bro sind. Abonnenten wollen Informationenmit Mehrwert erhalten.Mehrwert bieten knnen Sie auf Twitter mitTippsAktualittServiceMehr zu diesen drei Schlagworten auf der folgenden Seite: www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 13
  • 14. Tipps: Sei eine InspirationTwitter bietet zwischendurch eine erstaunlich hohe Qualitt desNachrichtenstroms. Hier sind Autorinnen und Autoren engagiert, die zumBeispiel laufend Spannendes aus der Online-Welt mit anderen teilen.Wenn Sie Zeit haben fr einen Twitter-Abstecher im Tagesablauf, dannsehen Sie etwa fnf aktuelle Meldungen auf dem Schirm und oft wird einLink dabei sein, der Sie an eine interessante Quelle fhrt.Teilen Sie wertvolle Links mit Ihrem Publikum. Mit 140 Zeichen knnen Sieantexten, was der Link bieten wird, dann folgt die meist abgekrzteInternet-Adresse. Das bedingt Offenheit, Mitlesen im Nachrichtenstrom,interessante Quellen kennen, neue Standpunkte einbringen.Aktualitt: Sei schnellTwitter ist Bloggen auf Speed. 140 Zeichen, keine Bilder, schnellabgedrckt. Hier darf nichts stehen, was gestern in der Zeitung war.Ausser, man wirft einen neuen Blick darauf, hat einen spannendenKommentar dazu gefunden oder das Medium ist wenig bekannt.Setzen Sie aktuelle Elemente einer Gesamtkampagne auf Twitter. FhrenSie einen spezifischen Event-Twitter wie das Montreux Jazz Festivalwww.twitter.com/montreuxjazz, je nach Anlass zeitlich beschrnkt.Publizieren Sie Sonderangebote auf diesem Kanal Dell Outlet(http://twitter.com/delloutlet) hat damit zwischen 2007 und 2009 lautMashable 6.5 Millionen Dollar umgesetzt.Service: Sei hilfreichWer ber Twitter gezielt Support bieten will, der muss stndig online seinund Kunden mit hoher Online-Affinitt ansprechen. Dann ist dieser Kanalideal wegen seiner Schnelligkeit und der starken Online-Verbreitung.Service ist aber sowieso Voraussetzung fr gerngelesenes Gezwitscher:im Sinne einer Dienstleistung. Immer wieder werden ber Twitter Fragengestellt. Wer sie schnell und kompetent beantwortet, pflegt seineReputation.brigens: Twittern Sie in einer Sprache. Wenn Sie hie und daMeldungen in einer zweiten Sprache dazwischen spielen, ist das auchokay. Aber halbe/halbe geht nicht und verrgert beide Sprachgruppen.Legen Sie mehrere Adressen an fr Sprachvarianten, mit _de oder _en alsZusatz. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 14
  • 15. 4. Tipps fr die Umsetzung4.1 Die Profilseite: Ihre VisitenkarteFr geschftliche Auftritte empfehlen wir eine angepasste Gestaltung ihrerEinstiegsseite. Die Sie einheitlich durchziehen, auch bei mehreren Twitter-Auftritten. Die Schritte zu einer guten Startseite: Profil richtig ausfllen und regelmssig pflegen. Mit einem sehr kurzen Text (maximal 160 Zeichen mglich), bezogen auf Ihren Twitter-Fokus und dem besten Web-Link (nur einer kann eingegeben werden). Kernthemen mit Hashtags (#) markieren. Ein passendes, kleines, quadratisches Bild einfgen. Es wird zu jedem Ihrer Eintrge erscheinen. Am besten ein gutes Portrtfoto. Unter Design die passendsten Farben whlen. Fr www.twitter.com/marcelbernet haben wir einen weissen Hintergrund gewhlt und Schriftfarben, die zu unserem CD passen. Das Kopfzeile genannte Profilbanner auslesen. Als Bild eine Datei mit der exakten angegebenen Bildgrsse whlen. Es soll zur Marke oder zur Person passen. Achtung: Genau in der Mitte steht dann das kleine Profilbild. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 15
  • 16. 4.2 Followers: Was tun mit Ihren Lesern?Wie gewinnt und pflegt man Zuhrerinnen und Zuhrer?1. Interessante Zwitscherer suchen Die Twitter Find People-Seite bietet keine Hilfe, besser ist die erweiterte Twitter-Suche auf www.search.twitter.com/advanced. Sie findet auch Stichworte, nicht nur Personen. Noch sind die Suchmglichkeiten nicht wirklich auf Sprachen, Lnder, Themen ausgerichtet. Leichte Hilfestellungen bieten Dienste wie www.wefollow.com oder www.twellow.com, sie sind aber sehr US- lastig. Verzichten Sie auf die Mglichkeit von automatischen Einladungs-Mails aus Ihren Mailadressen, wie sie Twitter anbietet. Auch die von Twitter vorgeschlagenen Follow-Adressen sind unbrauchbar fr Europa.2. Informative Startseite Jede Adresse, die Sie mit Follow anklicken, erhlt eine E-Mail. Und wird vielleicht nachschauen, wer Sie sind. Ihre Biografie, Ihre Startseite, Ihre bisherigen Tweets werden fr diese Person ausschlaggebend sein fr den Entscheid: Follow ja oder nein?3. Interessante Beitrge Leserinnen und Leser gewinnen und halten Sie mit interessanten Eintrgen wie in Inhalt: Tipps, Aktualitt, Service, Seite 13.4. Follower selektiv begrssen Belassen Sie die Twitter-Einstellungen in Ihrem Profil wie voreingestellt: Damit erhalten Sie von Twitter fr jeden neuen Follower eine E-Mail. Schreiben Sie neuen Followern ein kurzes Hallo-Tweet als direkte Nachricht die dann eben auch per E-Mail zugestellt wird. So kommt sie sicher an. Das ist aufwndig, aber so pflegen Sie Ihre Abonnenten. Tun Sie das nicht automatisiert (ja, es gibt entsprechende Programme) und nicht bei Followern, an denen Ihnen aufgrund des Profils nichts liegt.5. Twitter einbinden Zuhrer gewinnen Sie natrlich auch durch das Mitteilen Ihrer Twitter- Aktivitt auf allen Plattformen: Sind die aktuellen Meldungen auch auf der Website oder Ihrem Weblog sichtbar? Steht dort zumindest Ihre Twitter-Adresse? Mehr zur Einbindung Ihrer Tweets in Facebook unter anderem auch unter Integriertes Gezwitscher, Seite 21. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 16
  • 17. 4.3 Follow: Wen sollten Sie lesen?Wen lesen Sie? Es gibt Twitter-Marketing-Gurus, die Ihnen einfach dasMaximum empfehlen: Je mehr Sie followen, desto vernetzter sind Sie. Unddesto strker kann die Zahl Ihrer Follower zunehmen. Wir sind da andererMeinung.Im Rahmen einer integrierten Dialog-KampagneAbonnieren Sie nur so viele Tweets, wie sie auch wirklich lesen knnenund wollen. Die Vernetzung macht dann Sinn, wenn Sie einen Dialog mitIhrer Community pflegen knnen. Dazu gehrt das Zuhren. Und darausdas Beantworten von Tweets, die Bezug auf Ihre Themen nehmen auchwenn sie nicht direkt an Ihre Adresse gerichtet sind. Dazu brauchen Sieein Monitoring, siehe Seite 6.Zur persnlichen Vernetzung und als InformationskanalAbonnieren Sie noch selektiver nur diejenigen Twitterer, die aufgrund ihrerBiografie und der letzten Eintrge das treffen knnten, was Sie ammeisten interessiert. Je selektiver Sie sind, desto relevanter wird das sein,was Sie auf Twitter erhalten. Dabei drfen Sie gerade zu Beginn ruhigetwas viel abonnieren das erlaubt die Flchtigkeit der Twitter-Eintrge,die ja sehr schnell vom Bildschirm verschwinden.Blockieren Sie Twitter-Follower, die eindeutig nach Spam-Abonnentenaussehen. Und verabschieden Sie Abos, die nie etwas Relevantes aufIhren Bildschirm zaubern.Interessante Autor/innen finden am besten mit der SucheDie standardisierte Freunde-Suche-Funktion von Twitter bringt nichts frden deutschsprachigen Raum. Ein bisschen hilfreicher ist da Suche aufhttp://search.twitter.com. Geben Sie die Stichworte ein, die Sieinteressieren. Oder suchen Sie nach sprachlich und rumlich nahegelegenen Personen. Eine komfortable Suche ermglicht auchwww.twazzup.com. Hier werden bei Eingabe des Twitter-Namenszustzlich die Karrieren abgesetzter Tweets angezeigt. WeitereSuchdienste siehe erster Schritt, Seite 16, Followers: Was tun mit IhrenLesern? www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 17
  • 18. 4.4 Antworten: ffentlich oder direkt?Sie haben drei Mglichkeiten fr Ihre Reaktionen auf gelesene Beitrge:@name als ffentliche Antwort: Echo, flchtig, geschtztDas at-Zeichen bringt Ihre Meldung als Antwort an die betreffendePerson oder [email protected] sorgen fr einen sichtbarenDialog, sie knnen die Vernetzung mit den entsprechenden Adressenverstrken. Aber Achtung; Ist @ das erste Zeichen des Tweets, danngeht er nur an alle, die Ihnen UND dieser Person folgen. Wollen Sie ganzffentlich sein und das am Anfang des Tweets, dann schreiben Sie [email protected] - der kleine Punkt sorgt fr breiten Empfang fr alle Ihre Follower.d name als direkte Meldung: Dialog, persnlich, sicherMit d twittername adressieren Sie Ihre 140 Zeichen direkt. Nur dieEmpfangenden knnen sie lesen und eine Kopie davon gelangt erst nochin die Mailbox. Solche Meldungen gehen also nicht unter und sie bleibenprivat. Setzen Sie sie nur fr wichtige, wirklich persnliche Inhalte ein, imdirekten Dialog. Irgendwelche Verkaufs- oder Kampagnenbotschaften aufdiesem Kanal wirken strend. Das d kann gross oder klein geschriebensein und es funktioniert nur bei gegenseitigen Follow-Abos!E-Mail: Die persnlichste VarianteAchtung: Eingefleischte Fans wrden Mail am liebsten durch Twitterersetzen setzen Sie den Dialog dort fort, wo er vom Gegenberbegonnen wurde. Es kann Flle geben, wo der Wechsel auf einendirekten, schnellen Mail-Dialog Sinn macht. Denn dort sind auch lngereAntworten mit Anhang mglich. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 18
  • 19. 4.5 Weiterleiten: nur selektivSehr wirksam ist Twitter beim schnellen Verbreiten von News. Erleichtertwird diese virale Beschleunigung durch den Re-Tweet-Knopf. Damit wirdeine Meldung bernommen und mit RT @Twittername an die eigeneLeserschaft weitervermittelt. Dabei achten Sie auf folgende Tipps: Nur Re-Tweeten, was Ihre Abonnierenden interessieren knnte. Passend zu Ihrem eingegebenen Profil, Ihrem Twitter-Konzept. Nur Re-Tweeten, was Sie selbst angeschaut haben. Stimmt der enthaltene Link? Steht dort wirklich das Angekndigte? Den Re-Tweet ergnzen mit einem eigenen kurzen Kommentar, soweit das noch Platz hat. Wieso leiten Sie das weiter? Was ist das Interessanteste am Link? Keine Tweets von gestern weiterleiten. Wenn Sie Meldungen nicht Re-Tweeten, sondern aufgrund einer erhaltenen Info selbst einen neuen Tweet mit Zusatzinfos und vielleicht genderten Links schreiben: immer die Quelle angeben. via @Twittername gilt als Standard-Quellenhinweis.4.6 ShortURL: Vom Umgang mit Links140 Zeichen sind extrem wenig das lsst keinen Raum fr die oft langenOriginal-Internetadressen von Seiten, die Sie verlinken mchten. Deshalbgibt es verschiedene Anbieter von Abkrzungen. Die machen dann ausIhrem einkopierten www.zeitung.com/ganzlange.htmlso etwas wie http://bit.ly/11H0GA.Dieser Dienst ist in den meisten Twitter-Programmen gleich integriert. WerTweets aus dem Browser absetzt, muss sich die Abkrzungen holen vonDienstleistern wie http://bit.ly oder www.shorturl.com. Nachteil: Nur dieseDienstleister kennen die lange Adresse mit dem Einstellen des Dienstesgeht der Link verloren. Und das Krzel sagt nichts mehr aus bers Ziel.Abhilfe kann http://tinyurl.com schaffen, wo Sie einen Begriff whlenknnen, falls der noch frei ist zum Beispielhttp://tinyurl.com/kampagne. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 19
  • 20. 4.7 Hashtags und Suche: wie geht das?Weil sich Twitter auf 140 beschrnkt, musste auch fr dasVerschlagworten der Beitrge eine Lsung gefunden werden. Blogbeitrgeoder Webseiten knnen mit Schlagworten oder Tags versehen werden,bei Twitter mssen die gleich im Beitrag selbst stehen. Gekennzeichnetwerden sie mit dem Gartenzaun- oder Hash-Zeichen alt-3 oder #.Diese Hashtag genannten Worte in Twitter-Texten sorgen fr einebessere Auffindbarkeit und Zuordnung der Eintrge. Deshalb ist eswichtig, sie einheitlich zu verwenden. Wenn Sie eine Frage stellen oderwenn Sie Eintrge beantworten, so knnen Hashtags den Austauscherleichtern. Wer hat gute Tipps fr #Twittermarketing erlaubt IhrenAntwortenden, mit demselben #... einen klaren Bezug herzustellen.Einen berblick der gngigen Tags bietet, nach Trends, Personen oderAlphabet, http://hashtags.org. Verwenden Sie in Ihrer Organisation, frIhre Kampagne einheitliche, verbreitete Tags. Halten Sie diese fr alleAutor/innen fest, damit sie in Twitter, Blogs, Webseiten mglichst mit denselben Stichworten arbeiten. Sehr wichtig bei Event-Tweets: In jedemEintrag denselben #eventkuerzel fr den Anlass verwenden.4.8 Twitter-Programme: Schnelle HelferTwittern aus dem Web-Browser, also von http://twitter.com/marcelbernet,ist mhsam: Die Darstellung ist unpraktisch, viele Dialog-Funktionen sindnicht sofort zugreifbar, Link-Krzel muss man sich woanders holen,Monitoring ist nicht direkt integriert, fr jede Adresse mssen Sie sich neueinloggen.Hier schaffen kostenlose Twitter-Programme Abhilfe. Davon gibt es eineganze Menge, neue kommen immer wieder dazu suchen Sie docheinfach Twitter Programme auf Google fr eine aktuelle bersicht.Unser aktueller Favorit ist www.tweetdeck.com, es dient hier als Beispielfr die vielen Erleichterungen. Die wichtigsten Anpassungen haben wirvorgenommen bei den Farben (Original ist weisse Schrift auf schwarzenHintergrund) und natrlich bei den Suchen und Spalten (hier lassen sichGruppen anlegen und verwalten). Ein wenig Tftelei bei den Einstellungenist bei Tweetdeck unumgnglich, aber lohnend fr den bessere berblick.Als bezahlte Alternative ist HootSuite empfehlenswert, dort ist es zumBeispiel auch mglich, Tweets an weitere Nutzer zu leiten und derenBeantwortung zu delegieren. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 20
  • 21. 5. Integriertes GezwitscherWie beim Einstieg erwhnt: Twitter ist so gut, wie Ihr gesamter Einsatz desOnline-Dialogs. Denken Sie an folgende Einbindungsoptionen fr Ihreschnellen Kurznachrichten:Einbettung in Ihre Website: Der Link zu Twitter-Aktivitten gehrt in IhrProfil. Vielleicht betten Sie auch die aktuellen Meldungen ein vorausgesetzt, Sie schreiben interessante und aktuelle Posts.Visitenkarte, Kampagnen-Doku: Wem es ernst ist mit Twitter, dersetzt twitter.com/name natrlich auch auf alle relevanten Drucksachen.Eventuell mit einem kurzen Hinweis zum Inhalt.Automatische Weiterleitung an Facebook: Im Men Anwendungenunten links auf Ihrer Facebook-Seite lsst sich eine Twitter-Anwendungaktivieren. Gewhren Sie Facebook den Zugriff auf Ihr Twitter-Konto, soknnen Ihre Tweets automatisch auf Ihrer Pinnwand erscheinen. Und dortein breiteres Publikum erreichen.Abstecher ans Twitterdinner: Vernetzen Sie sich mit den Twitter-Nutzern aus Ihrer Nhe. Twitterdinner, Twitterlunches oder andere Formvon Meetings lassen sich in der Regel ber Suchmaschinen finden. OderSie erhalten aufgrund Ihrer Aktivitten bald selbst eine Einladung.Passiv-Abo auch via Twitter: Regelmssige News zum Beispiel ausBlogs lassen sich auch ber Twitter verbreiten. Dazu einfach ein Twitter-Konto mit dem Namen des Blogs einrichten. Es existieren verschiedeneGratis-Optionen zur automatischen Weiterleitung neuer Meldungen inKurzform. Die lassen sich dann abonnieren.Twitter-Buzz in XING: Die Karriereplattform bietet die Intergation einesTwitter-Buzz auf Ihre Profilseite. Dort kann nach einem definiertenSuchbegriff der aktuelle Nachrichtenstrom verfolgt werden. www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 21
  • 22. 6. Quellen, LinksDieser Leitfaden wre nicht mglich gewesen ohne viele interessanteInspirationen aus Bchern und Webseiten. Hier die wichtigsten Links frIhre weiterfhrenden Recherchen:Die Bibel fr deutschsprachige Benutzer von Nicole Simon und NikolausBernhardt:Twitter Mit 140 Zeichen zum Web 2.0 (http://goo.gl/GMHL).Immer wieder interessante Twitter-Tipps vermittelt Deutschlands PR-Blogger Klaus Eck, seine Liste der 20 grssten Twitter-Fehler(http://goo.gl/3Z1k).Auch Twitter hat eine englische Kurzanleitung frs Business-Tweeten (http://goo.gl/Kb9S) geschrieben, sehr allgemein gehalten.Sehr viele Detailinfos in Online-Form bietet das englischsprachigeTwitter-Guidebook von Mashable (http://goo.gl/qas0).Trends und Tools rund um Twitter stellt der Blog www.tweetnews.de vonMilos Willing vor.Laufend aktuelle News rund um Twitter finden Sie in der KategorieMicroblogging auf dem bernetblog (http://goo.gl/I3Sy). www.bernet.ch/checklisten Oktober 2012 Seite 22