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  • BETRIEBSHANDBUCH Deutsch Rev. 1.2 Stand: Januar 2018

    Bitte lies diese Betriebsanleitung aufmerksamdurch, bevor du deinen Papillon P42

    das erste Mal in Betrieb nimmst.

    LTF/EN B

  • PAPILLON P42: HALBER STEUERDRUCK FR DOPPELTEN SPASSVielen Dank, dass du dich fr den PAPILLON P42 entschieden hast. Wir bedanken uns fr dein Vertrauen und wnschen dir viele schne Flugstunden!

    Der Tandem-Schirm, bei dem du glatt vergessen knntet, dass du einen Tandem fliegst. Sein Handling ist agil, seine Drehfreudigkeit hoch und sein Steuerdruck gering damit fliegt er sich fast wie ein Solo-Schirm. Er reagiert przise und verzgerungsfrei auf Steuerimpulse und lsst sich dadurch sehr leicht in Kurven einlenken. Thermik setzt der P42 zuverlssig in Hhe um.

    Im P42 steckt die Erfahrung von Papillon Paragliding, Europas grter Gleitschirmflugschule.

    Bei Fragen zu deiner Flugausrstung beraten wir dich gerne.

    See you UP in the sky!Dein Papillon-Team

    Dieses Betriebshandbuch ist ein wichtiger Bestandteil des Fluggertes. Bitte studiere es ausfhrlich, denn es besteht eine VERPFLICHTUNG, dich mit dem Luftsportgert und dessen Besonderheiten vor Inbetriebnahme zu befassen. Das Handbuch soll dir den Umgang mit dem PAPILLON P42 so sicher und einfach wie mglich gestalten.

    PAPILLON PARAGLIDERSWasserkuppe 46D-36129 GERSFELD

    Fax: +49 (06654) 82 96Tel. +49 (06654) 75 48

    info@papillon-paragliders.compapillon-paragliders.com

  • INHALT

    HERZLICH WILLKOMMEN IN DER PAPILLON WORLD OF PARAGLIDING! 6PAPILLON P42 7P42 8 - Verwendungszweck 8 - Motorisierter Flugbetrieb 8 - Windenschlepp 8 - Grund- und Bremsleineneinstellung 9 - Sicherheitsvorkehrungen 10

    Gertebeschreibung 11 - Kurzbeschreibung 11 - Tragegurte 12 - Trimmer 12 - Distanzaufhngung 13

    Hinweise zum doppelsitzigen Fliegen 14 - Umgang mit dem Passagier 14 - Ausrstung 14 - Fluggelnde 14 - Einweisung des Passagiers 14 - Vorflugcheck 15 - Einhngen und Check 16 - Startaufstellung 16 - Aufziehen des Gleitschirms 17 - Flug 17 - Landung 18 - Nach dem Flug 18

    Der Flug - allgemein 19 - Flugpraxis 19 - Start 19 - Kurvenflug 21 - Aktives Fliegen 21 - Landung 22

    Schnellabstieg 24 - Ohren anlegen 24 - B-Stall 24

    Extreme Flugmanver 26 - Steilspirale 26 - Wingover 27 - Frontklapper 27 - Klapper 27 - Damit es besser nicht klappt 27 - Sackflug 28 - Fullstall, beidseitiger Strmungsabriss 29 - Einseitiger Strmungsabriss 29 - Negativkurve 29 - Notsteuerung 30 - Transport und Lagerung 30 - Reparaturen 30

  • Wartung und Reinigung 31 - Wartung und Reinigung 31 - Natur- und landschaftlich vertrgliches Verhalten 31

    Flugzubehr 32 - Gurtzeug 32 - Geeignete Rettungsschirme 32

    Risikovermutung 33 - Haftungsanspruch und Ausschlussverzicht 33 - Sicherheitshinweis und Haftung 33

    Befreiung von der Haftung, Verzicht auf Ansprche 34TechnischeDatenPapillonP42 35Color-Info 36Leinencode-Info P42 37Leinenplan P42 38Beipackzettel fr Reparaturen & 2 Jahres Checks 40Leinen-Bestellformular 41Rckantwortkarte 42

    INSTANDHALTUNGS-HANDBUCH 43

    Gegenstand der Prfungs- und Nachprfungsintervalle 44 - Wer darf prfen? 44 - Individuelle personelle Vorraussetzungen fr die Nachprfungen 44 - NotwendigeAusrstungundUnterlagen 45

    BeiderNachprfungsollinfolgendenSchrittenvorgegangenwerden: 45 - IdentifizierungdesGertes: 45 - berprfungdesRettungsgertes 45 - berprfungdesOber-undUntersegels,Nhte,Rettungssystem 45 - LcherundRisse 45 - Scheuerstelle und Dehnung 46 - berprfung der Rippen 46 - Kontrolle der Weiterreifestigkeit 46 - Porosittsmessung der Kappe 46 - Verbindungsteile 47 - Leinen 47 - berprfung der Leinenlngen und Leinenbefestigungen 47 - Stichkontrolle von Trimmung und Einstellung 48 - Materialbeschreibung und technische Daten 48 - Sonstiges 48

    Erledigte Nachprfungen sehr Wichtig! 49

  • HERZLICH WILLKOMMEN IN DER PAPILLON WORLD OF PARAGLIDING!

  • B E T R I E B S H A N D B U C H | PA P I L LO N | P 4 2 6 | 7

    PAPILLON P42

    Der Tandem-Schirm, bei dem du glatt vergessen knntet, dass du einen Tandem fliegst. Sein Handling ist agil, seine Drehfreudigkeit hoch und sein Steuerdruck gering damit fliegt er sich fast wie ein Solo-Schirm. Er reagiert przise und verzgerungsfrei auf Steuerimpulse und lsst sich dadurch sehr leicht in Kurven einlenken. Thermik setzt der P42 zuverlssig in Hhe um.

    Der P42 lsst sich hervorragend mit geringer Abhebegeschwindigkeit und kurzer Startlaufs-trecke starten. Dank seiner guten Langsamflugeigenschaften und hohen Leistung lsst sich der P42 bei der Landung sehr gut ausgleiten und damit einfach landen.

    Durch den intelligenten Materialmix des P42 und seine hochwertige Verarbeitung ein geringes Kappengewicht mit hoher Lebensdauer erreicht werden. Die Sharknose sorgt fr hohe Stabil-itt und einen erweiterten Anstrmungsbereich. Seine Kappenreaktionen fallen moderat und gedmpft aus. Zustzlich zur Sharknose untersttzt das PPN eine erhhte Profiltreue entlang der Eintrittskante. Fr die perfekte Umstrmung des Profils sorgen aufwndige Berechnungen des Balloonings und die optimierte Flgel-Vorspannung. Das High Pressure Crossport Design (HPCD) optimiert die Querbelftung der Crossports und schafft einen ausgewogenen Innen-druck des Flgels. Im hinteren Bereich sorgen Miniribs (MRB) und das Brake Gathering System (BGS) fr effiziente Krftebertragung der Bremsen.

    Der Tragegurt ist mit einem neuartigen Trimmersystem ausgerstet. Das effektive System verhindert das Verwinden des Profils, indem nicht nur die D und C Ebene beschleunigt wird, sondern auch die B Ebene im Verhltnis des Anstellwinkels verndert wird. Dadurch bleibt die Profilform erhalten, was zu einem deutlich besseren Gleiten fhrt. Am D-Tragegurt ist eine spezielle Klemmvorrichtung montiert, die es dem Piloten erlaubt die Bremsleinen in beliebiger Position zu fixieren. So kannst du dich selbst bei turbulenten Verhltnissen um den Passagier kmmern. Ein getrennter A-Gurt sorgt fr einfaches Ohrenanlegen.

  • Verwendungszweck

    Der P42 wurde ausschlielich fr den Betrieb als Gleitschirm fr Fu- und Windenstart entwickelt und getestet. Ein nicht bestimmungsgemer Gebrauch ist unzulssig. Der P42 wurde nicht fr Kun-stfluggebautundgetestet.Eristhierfrnichtgeeignetundzugelassen.WerKunstflugmitdemP42durchfhrt,begibtsichdabeiinLebensgefahr.BeimAusfhrenvonKunstflugfigurenknnensowohlunberechenbare Fluglagen auftreten als auch eine berbelastung von Material und Pilot auftreten.

    Der P42 ist ein leichtes Luftsportgert, mit einer Leermae von weniger als 120kg in der Sparte Gleitschirm.

    Der P42 ist auf zweisitzigen Betrieb ausgerichtet. Er ist nicht fr den mehrsitzigen Betrieb zugelas-sen. Alle am Flugbetrieb beteiligten Personen und Ausrstungsgegenstnde mssen die entsprech-end vorgeschriebenen Befhigungsnachweise bzw. Zulassungen, insbesondere fr das doppelsitzige Fliegen von Gleitsegeln haben, um einen sicheren Flugbetrieb gewhrleisten zu knnen. Dieses gilt fr Pilot, Gurtzeuge, Rettungssystem und Tandemaufhngung. Der P42 ist mustergeprft und nach LTF/ENBklassifiziert.

    Motorisierter Flugbetrieb

    Der P42 ist nicht fr den motorisierten Betrieb getestet und zugelassen.

    Windenschlepp

    Der P42 weist beim Windenschlepp keine Besonderheiten auf. Folgendes ist beim Windenschlepp zu beachten:

    DerPapillonP42darfnichtber150kpSchleppleinenzuggeschlepptwerden Sofern man nicht auf seiner Hauswinde schleppt ist es absolut notwendig, sich mit den rtli-

    chen Gegebenheiten vertraut zu machen. Jeder Gast in einem fremden Fluggelnde muss sich von den lokalen Piloten einweisen lassen.

    Schleppe den Papillon P42 niemals mit Zuladung auerhalb der zugelassenen Gewichtsgrenzen. Alle am Windenbetrieb beteiligten Personen und Einrichtungen mssen die jeweils

    vorgeschriebenen Befhigungsnachweise bzw. Zulassungen fr das Schleppen von Gleit schirmen an der Winde haben. Dies gilt fr Pilot, Windenfhrer, Schleppeinrichtung, Schleppklinke sowie alle weiteren Einrichtungen, fr die ein Befhigungsnachweis vorgeschrieben ist.

    Beim Start ist darauf zu achten, dass der Schirm vollstndig ber dem Piloten steht, bevor das Startkommando gegeben wird. Eventuelle Richtungskorrekturen mit den Bremsen sollten erst unternommen werden, wenn die Kappe bereits ber dem Piloten steht, da der Schirm sonst durch zu starkes Anbremsen wieder zurckfallenkann,bzw.derSchirminnochnichtflugfhigemZustandweggeschlepptwird.

    P42

  • B E T R I E B S H A N D B U C H | PA P I L LO N | P 4 2 8 | 9

    Keinesfalls darf das Startkommando gegeben werden bevor der Schirm vollstndig unter Kon trolle ist. Starke Richtungskorrekturen whrend der Startphase und vor Erreichen der Sicherheitshhe sind zu vermeiden. EsistdaraufzuachtenimflachenWinkelvomStartbiszurSicherheitshhewegzusteigen.

    Grund- und Bremsleineneinstellung

    DieausgelieferteBremsleineneinstellungentsprichtderEinstellung0-Leerwegplus5cm. Es wird empfohlen, den Bremsgriff nach dem ersten Flug auf deine persnlichen Bedrfnisse zu justieren. Bedenke, dass die Bremsen nicht zu kurz einzustellen sind, da sonst der Schirm dauernd angebremstfliegenwrde.DieseSituationenwrenfrStart,FlugundLandunguerstgefhrlich!Die vorgegebene Grundeinstellung stellt in extremen Flugsituationen und bei der Landung aus- reichendBremswegzurVerfgung.GleichzeitigermglichtsiefrdenTrimmflugeinekomfortableArmhaltung.

    Keinesfalls sollte die Grundeinstellung der A-, B- und C-Leinen gendert werden. Bitte beachte, dass sich mit Hhe der Aufhngung des Gurtzeugs auch der relative Bremsweg verndert. Bei der Fixi-erung der Einstellung ist darauf zu achten, dass beide Seiten symmetrisch sind und dass ein dauer-hafter Knoten verwendet wird. Der Spieren- oder Pfahlstich hat sich besonders dadurch bewhrt, dass er bei exzellenter Rutschfestigkeit die Leinen am wenigsten schwc