BGV D36 Leitern und Tritte - bghm.de .BGV D36 Leitern und Tritte vom1. Oktober1992 in der Fassung

download BGV D36 Leitern und Tritte - bghm.de .BGV D36 Leitern und Tritte vom1. Oktober1992 in der Fassung

of 40

  • date post

    04-Jun-2018
  • Category

    Documents

  • view

    213
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of BGV D36 Leitern und Tritte - bghm.de .BGV D36 Leitern und Tritte vom1. Oktober1992 in der Fassung

  • Unfallverhtungsvorschrift

    BerufsgenossenschaftlicheVorschriften fr Sicherheit undGesundheit bei der Arbeit

    BG-Vorschrift

    BGV D 36

    Leitern und Trittevom 1. Oktober 1992in der Fassung vom 1. Januar 1997mit Durchfhrungsanweisungen vom April 1995

    MMBGMaschinenbau-und Metall- Berufsgenossenschaft

    Aktualisierter Nachdruck Januar 2006

  • 2

    BGV D 36

    Inhaltsverzeichnis

    I. GeltungsbereichGeltungsbereich 1 4

    II. BegriffsbestimmungenBegriffsbestimmungen 2 5

    III. Bau und AusrstungA. Gemeinsame Bestimmungen

    Allgemeines 3 7Betriebsanleitung 4 8Begehbarkeit 5 9Stufen und Sprossen 6 13

    B. Besondere Bestimmungen fr AnlegeleiternSicherheit gegen Abrutschen 7 14Rollleitern 8 15Freistehend verwendete Anlegeleitern 9 16

    C. Besondere Bestimmungen fr StehleiternStandsicherheit 10 16Sonderformen von Stehleitern 11 19

    D. Besondere Bestimmungen fr mechanische LeiternStandsicherheit 12 20Einrichtungen gegen Abstrzen von Personen 13 21Arbeitskrbe an mechanischen Leitern 14 21

    E. Besondere Bestimmungen fr SteigleiternSteigleitern 15 22

    F. Besondere Bestimmungen fr MehrzweckleiternMehrzweckleitern 16 27

    G. Besondere Bestimmungen fr TritteTritte 17 27

    IV. BetriebA. Gemeinsame Bestimmungen

    Bereitstellung und Benutzung von Leitern und Tritten 18 28Schdigende Einwirkungen 19 29Schadhafte Leitern und Tritte 20 30Aufstellen von Leitern und Tritten 21 30

    B. Besondere Bestimmungen fr AnlegeleiternBestimmungsgeme Verwendung von Anlegeleitern 22 32Freistehend verwendete Anlegeleitern 23 32

    C. Besondere Bestimmungen fr StehleiternBestimmungsgeme Verwendung von Stehleitern 24 33Fahrbare Stehleitern und Stehleitern mitaufgesetzter Schiebeleiter 25 33

    Seite

  • 3

    D. Besondere Bestimmungen fr mechanische LeiternMechanische Leitern 26 34

    E. Besondere Bestimmungen fr HngeleiternHngeleitern 27 35

    F. Besondere Bestimmungen fr SteigleiternSteigleitern 28 35

    V. PrfungenRegelmige Prfung von Leitern und Tritten 29 36Prfung mechanischer Leitern 30 36

    VI. OrdnungswidrigkeitenOrdnungswidrigkeiten 31 37

    VII. bergangs- und Ausfhrungsbestimmungenbergangs- und Ausfhrungsbestimmungen 32 38

    VIII. In-Kraft-TretenIn-Kraft-Treten 33 38

    Stichwortverzeichnis 39

    BGV D 36

    Seite

    Diese BG-Vorschrift ist eine Unfallverhtungsvorschrift im Sinne des 15 SiebtesBuch Sozialgesetzbuch (SGB VII)

    Durchfhrungsanweisungen geben vornehmlich an, wie die in den Unfall-verhtungsvorschriften normierten Schutzziele erreicht werden knnen. Sieschlieen andere, mindestens ebenso sichere Lsungen nicht aus, die auch intechnischen Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europischen Union oder der Trkei oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens ber den EuropischenWirtschaftsraum ihren Niederschlag gefunden haben knnen. Durchfhrungs-anweisungen enthalten darber hinaus weitere Erluterungen zu Unfallver-htungsvorschriften.

    Prfberichte von Prflaboratorien, die in anderen Mitgliedstaaten der Euro-pischen Union oder der Trkei oder in anderen Vertragsstaaten des Abkom-mens ber den Europischen Wirtschaftsraum zugelassen sind, werden in gleicher Weise wie deutsche Prfberichte bercksichtigt, wenn die den Prfberichten dieser Stellen zugrundeliegenden Prfungen, Prfverfahren und konstruktiven Anforderungen denen der deutschen Stelle gleichwertig sind. Umderartige Stellen handelt es sich vor allem dann, wenn diese die in der Nor-menreihe EN 45 000 niedergelegten Anforderungen erfllen.

  • 4

    BGV D 36

    I. GeltungsbereichGeltungsbereich 1(1) Diese Unfallverhtungsvorschrift gilt fr Leitern und Tritte.Durchfhrungsanweisung:Unter den Geltungsbereich dieser Unfallverhtungsvorschrift fallen auch alleSonderkonstruktionen, z. B. eingebaute, angehngte, aufgesetzte Leitern, Einholmleitern.Bestimmungen ber Leitern fr Feuerwehren enthlt auch die Unfall-verhtungsvorschrift Feuerwehren (GUV-V C 53).*)

    Fr Winden an mechanischen Leitern gilt die Unfallverhtungsvorschrift Win-den, Hub- und Zuggerte (BGV D 8).Bestimmungen ber Leitern zum Betreten von Wasserfahrzeugen siehe 3Unfallverhtungsvorschrift Be- und Entladen von Wasserfahrzeugen (VBG 75);zwischenzeitlich ersetzt durch die Unfallverhtungsvorschrift Hafenarbeit(BGV C 21).Bestimmungen ber Obstbaumleitern siehe DIN 68 361 Obstbaumleitern ausHolz; Mae, Anforderungen und Prfung und DIN 68 363 Obstbaumleiternaus Aluminium; Mae, Anforderungen und Prfung.Fr Steigeisengnge siehe Abschnitt 1.11 des Anhanges zu 3 Abs. 1 der Arbeitsstttenverordnung in Verbindung mit Arbeitssttten-Richtlinie ASR 20Steigeisengnge sowie BG-Regel Steigeisen und Steigeisengnge (BGR 177).

    (2) Diese Unfallverhtungsvorschrift gilt nicht fr1. Dachleitern,2. Strick- und Seilleitern

    sowie3. Beckensteigleitern.

    Durchfhrungsanweisung:Bestimmungen ber Bauliche Anforderungen, Aufhngung und Benutzung von Dachleitern im Sinne des 8 der Unfallverhtungsvorschrift Bauarbei-ten (BGV C 22) enthlt das Merkblatt: Dachdecker-Auflegeleitern (ZH 1/407; zwischenzeitlich zurckgezogen).Bestimmungen ber die Benutzung von Strick- und Seilleitern enthalten 3Abs. 4 der Unfallverhtungsvorschrift Be- und Entladen von Wasserfahrzeugen

    *) zu beziehen beim zustndigen Gemeindeunfallversicherungsverband

  • 5

    (VBG 75); zwischenzeitlich ersetzt durch die Unfallverhtungsvorschrift Hafen-arbeit (BGV C 21) und 14 Abs. 4 der Unfallverhtungsvorschrift Silos (BGV C 12); seit 1. Januar 2005 auer Kraft, siehe Kapitel 2.34 der BG-Regel Betreiben von Arbeitsmitteln (BGR 500).

    II. BegriffsbestimmungenBegriffsbestimmungen 2(1) Leitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind ortsvernder-liche Aufstiege mit Stufen oder Sprossen, die mit Wangen oder Holmenverbunden sind, sowie Steigleitern.(2) Anlegeleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind Leitern,die zu ihrer Benutzung angelegt werden.

    Durchfhrungsanweisung:Zu den Anlegeleitern zhlen Schiebeleitern und Steckleitern, Rollleitern undfreistehend verwendete Anlegeleitern. Schiebe- und Steckleitern sind ausmehreren Leiterteilen zusammengesetzt. Rollleitern besitzen Rollen, die aufortsfesten Schienen laufen. Anlegeleitern knnen durch Anbringen vonSttzeinrichtungen freistehend verwendet werden (freistehend verwendeteAnlegeleiter).

    (3) Stehleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind zwei-schenklige freistehende Leitern.

    Durchfhrungsanweisung:Stehleitern knnen auch aus Einzelteilen (zusammengesetzte Leitern) oder miteinseitig aufgesetzter Schiebeleiter zusammengesetzt werden. Sie knnenauch verfahrbar sein (fahrbare Stehleitern).Als Schenkel werden die durch die starre Verbindung von Holmen und Wan-gen mit Sprossen, Stufen oder Streben zu einer Baueinheit gebildeten Teileeiner Stehleiter bezeichnet.

    (4) Mehrzweckleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sindSteh- oder Anlegeleitern, die zur jeweils anderen Leiterbauart umge-rstet werden knnen.

    Durchfhrungsanweisung:Dreiteilige Mehrzweckleitern in der Leiterbauart Stehleitern werden auch alsStehleiter mit aufgesetzter Schiebeleiter bezeichnet.

    BGV D 36

  • 6

    BGV D 36

    (5) Podestleitern*) im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind einsei-tig besteigbare Stehleitern mit einer umwehrten Plattform (Podest) vonhchstens 0,5 m2 Gre.(6) Hngeleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind Leitern,die zu ihrer Benutzung an- oder eingehngt werden, ohne auf dem Bodenzu stehen.(7) Mechanische Leitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sindfahrbare, freistehende Schiebeleitern mit oder ohne Arbeitskorb, diehandbetrieben, mittels Winden, aufgerichtet und ausgeschoben werden.

    (8) Steigleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind ortsfesteoder in ortsfesten horizontalen Fhrungen bewegliche Leitern, die senk-recht oder nahezu senkrecht angebracht sind.

    (9) Mastleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind Leitern,die zur Benutzung senkrecht oder nahezu senkrecht am Mast befestigtwerden.

    (10) Bauleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind Anlege-leitern mit Holmen aus Fichtenstangen sowie eingelassenen und ge-nagelten Vierkantsprossen aus Holz.

    (11) Glasreinigerleitern im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sindspitz zulaufende, einteilige oder zusammengesetzte Anlegeleitern.

    (12) Tritte im Sinne dieser Unfallverhtungsvorschrift sind ortsvernder-liche Aufstiege bis 1 m Hhe, deren tragende Schenkel in Gebrauchs-stellung zug- und druckfest miteinander verbunden sind und deren oberste Flche zum Betreten vorgesehen ist.

    Durchfhrungsanweisung:Hierzu zhlen Tritthocker, Rolltritte, Leitertritte, Treppentritte; sie sind in DIN 14 183 Tritte beschrieben.Beidseitig besteigbare Stufenleitern bis 1 m Hhe sind keine Tritte, weil ihreSchenkel nicht druckfest ausgesteift sind und ihre obersten Stufen nicht zumBetreten vorgesehen sind.

    *) Der Fachausschuss Bauliche Einrichtungen hat in der BG-Information Podestleitern (BGI 637) vom Oktober 2004 diesen Begriff auf Grund neuerer Erkenntnisse wie folgt definiert:Podestleitern im Sinne dieser BG-Information sind ergnzend zu 2 Abs. 5 der UnfallverhtungsvorschriftLeitern und Tritte (BGV D 36) einseitig oder zweiseitig besteigbare Aufstiege mit Stufen oder Flachsprossenund umwehrter Plattform (Podest).

  • 7

    III. Bau und AusrstungA. Gemeinsame BestimmungenAllgemeines 3Der Unternehmer hat dafr zu sorgen, dass Leitern und Tritte entspre-chend den Bestimmungen dieses Abschnittes III beschaffen sind.

    Durchfhrungsanweisung:

    Auf die den Bestimmungen dieser Unfallverhtungsvorschrift entsprechendeBeschaffenheit ist sowohl bei der Konstruktion als auch bei der Aufstellungvon Leitern und Tritten zu achten.

    Bestimmungen fr Leitern und Tritte befinden sich auch in den Unfall-verhtungsvorschriften:

    Winden, Hub- und Zuggert