Bildergeschichten interaktiv auf_i_pad-erzaˆhlen14

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  • 1. Willkommen!

2. Ich bin ... 3. Atmende Bcher Worum geht es? interaktiv getrieben, erzhlende Medienkann eBook oder App sein 4. Wir nennen es eine App, weil es nicht wirklich einen Namen fr das gibt, was wir geschaffen haben, aber ich nde die Bezeichnung Atmendes Buch wesentlich treffender weshalb wir die Firma, die ich gerade mit MIRADA grnde, um hnliche Projekte fr DRACHENREITER und TINTENHERZ umzusetzen, BreathingBooks nennen werden. Cornelia Funke 5. Interaktiv hier: _die Touchfunktion _aufeinander bezogen, wechselseitigDas heit: Diese interaktiven Geschichten fordern im besten Fall zum Nachahmen und selbst erkunden auf. Das Kind muss dazu die Geschichte verstehen, um interagieren zu knnen (Stichwort: eigen-aktiv lernen). Das Handeln sollte also im Sinne der Geschichte erfolgen. Entscheidend ist hier das Wegfallen der Indirektion und das Erreichen einer Zielgerichtetheit (Direktion) des kindlichen Handelns. 6. Bologna 2014: Dust or Magic Masterclass 7. Exkurs: Neues Medium Generation remixExplorers instead of expertsGet rid of your ego, collaboration is really what this is aboutWe work for the children(Warren Buckleitner, Dust or Magic 23.03.Bologna 2014) 8. App-Craft New creative medium (motion sensors, high speed, multi touch)For children of all age, natural curiosity, playfulness, content explained, layered detailsUnique, original artwork (reimagining)Today = last 12 monthSkeuomophism/co evolutionUnderstand your medium, understand your toolsIntimate, personal experiences (other than TV, radio, more like a book)Requires a creative team, multiple disciplines (content and technique), fusion of creative teams(John Cromie, Co founder and chief technology ofcer Touch Press; Bologna 23.03. 2014) 9. empowering the child Children have experienced multimedia interactivity and response from screenReading must be the most boring thing a child can do on screenIt is not about adding bells and whistles to existing books (no piling of features) - instead we have to create a new kind of readingProcess: collaborative; much more collective and much more anonymous (niche space, still hard to nd illustrators and authors)Writing: iteration process (with additional narrtivity for increasing the story and the character with dialogues -> non linear) (We do not allow interactivity without the narrative.)Talking to the children the whole time (Kate Wilson, Managing director Nosy Crow; Bologna 23.03. 2014) 10. Was passiert beim Anschauen von Bilderbchern mit Kinder? Nhe,Wohlgefhl, Kommunikation, Themenbearbeitung, Lernen, gemeinsames entdecken 11. Lesefrderung Lesefrderung =Vermittlung von Lesefreude und Vertrautheit mit Bchern, die Entwicklung und Stabilisierung von Lesegewohnheiten (Hurrelmann) 12. Textverstehen, Emotionalitt und Reexivitt ! Kinder denken anders als Erwachsene; will man Kindern etwas vermitteln, muss man sich ihrer Sprache bedienen. => Riesenpotenzial an Mglichkeiten (Fantasie ernst nehmen, ausbauen, Lust machen selbst gestalten zu wollen) Dazu gehrt auch: eigene Wahl treffen knnen, eigenes erleben und selbst etwas schaffen knnen 13. ! Wenn wir dann lernen, dem Augenschein der Welt mit Worten auf den Grund zu gehen, knnen wir der Wechselbeziehung zwischen Wahrnehmung und Wissen nicht mehr entkommen. Unsere kulturell vermittelte Einstellung zu dem was wir sehen, prgt die Art wie wir es sehen und wie wir die Erscheinung der Welt darstellen. Vortrag: Tiefer hngen - Prof. Dagmar Bergs-Winkels 2013 14. ! ! Kompetenzentwicklung:Wahl und Erfahrung Wenn Bild und Text zusammenkommen verlassen wir uns oft auf die Informationen, die der Text uns gibt.Wir machen uns nicht mehr die Mhe uns mit den Bildern auseinanderzusetzen, das in Worte zu fassen was wir sehen. Dieses Reektieren ist fr die Sprache des Kindes aber wichtig. Pauline Liesen, stellvetretende Direktorin des Bilderbuchmuseums auf Burg Wissem in Troisdorf 15. Was kann ein interaktives Buch erreichen? Lesefrderung durch direktes Ansprechen 16. Exkurs: Intrinsische Motivation/ Eigenmotivation bezogen auf interaktive Geschichten Spa und Freude (leichter Zugang, aber Kinder auch nicht unterschtzen)Kontrolle (responsives Interface z.B. durch Ton)Interesse (Spannung schaffen, berraschungen einbauen)Erfolgserlebnisse 17. Hinein in die Geschichte: vorwrts, rckwrts, mitten durch Verstndnis: genau zuhren und ausprobieren erkunden anwenden zuhren und erzhlen Kreatives weiterverwerten Monster malen und Puppenspiele bauen 18. ! Interaktiv = Neue Art Geschichten zu erzhlen Es sind unterschiedliche Wege in einer App mglich (z.B. Chopsticks: Liebesgeschichte in Briefen, Fotoalben, Musik ..)Es gibt einen Mehrwert Wichtig: Muss fr die Geschichte ein Mehrwert sein, keine Spielerei, einfach weil sie mglich ist. Der Mehrwert soll nicht vom Gelesenen ablenken. Die Geschichte sollte imVordergrund stehenMan muss die Geschichte verstehen, um zu interagieren (was man tut muss fr Geschichte Sinne machen) Allen gemeinsam: Geschichte gut vorantreiben: (z.B.There is a monster at the end of the book) 19. Die meist benutzen, intuitiven Gesten in Bezug auf Touchgerte: Tap/tippen mit dem Finger auf den BildschirmSwipe/wischen mit dem Finger ber den BildschirmKinder haben oftmals ein Problem damit, ihren Finger anzuheben. Deswegen empfehlen sich Teilkomplettierungen der Aufgaben. Und so sollten auerdem keine hot spots (z.B. Umbltterpfeile) in der Swipe-Gegend liegen.Drag/aufgreifen und verschieben von Objekten auf dem BildschirmKinder knnen Objekte aufnehmen und an einen anderen Ort legen. 20. ! Ergebnisse 21. Wir sind noch ganz am Anfang von dem, was ein atmendes Buch sein wird. Es ist interaktiv, verbindend und zutiefst persnlich. Zitat Dominique Raccah (Sourcebooks): Lasst uns die Grenzen aufbrechen, die wir vorher hatten.! Gute Bcher sind immer noch wichtig. Das Digitale wird sich vom Gedruckten entfernen. Beide werden Seite an Seite existieren! Mit der Evolution des Digitalen wird das Gedruckte nicht verschwinden. 22. Ausblick: Interaktives LernenKinder sind allumfassende mediale Nutzer. Sie werten nicht zwischen digital und analog, nutzen die ihnen zurVerfgung stehenden Werkzeuge und teilen ihr Wissen. Dabei scheinen sie noch keine stark ausgebildeten Filter fr den groen Informationsuss, der sie erwartet, zurVerfgung zu haben.Sugata Mitra, Professor of educational technology at Newcastle University, sieht daher die kommende Form von Bildung als ein sich selbst organisierendes System an, in dem das Lernen ein wachsendes Phnomen ist (McLean 2013). 23. Hole in the Wall Der Zugang der Kinder zu digitalen Medien, ihre Art zu lernen und mit ihnen umzugehen wurde bereits von Sugata Mitra eindrucksvoll mit seinem Hole in the Wall Experiment gezeigt. Der in England lebende Professor of Educational Technology stellte erstmals 1999 in einem Slum in Neu Delhi ein Computer auf, in einem Gehuse in einer Mauer. Er war frei fr Kinder zugnglich. Kinder, die bisher keine Art von Training bzw. Kenntnis ber Computer hatten. Ziel war es, zu zeigen, dass Kinder selbst in der Lage sind, die Nutzung von Computern zu lernen.Und die Kinder taten genau das. Sie eigneten sich ihr Wissen selbst an, gleich ihrer Herkunft und Ausbildung, selbst wenn sie kein englisch sprachen (Mitra nennt dies minimally invasive education.). Darber hinaus zeigte sich auerdem, dass sie ihr Wissen mit jngeren Kindern teilen. 24. Eigenaktives Lernen Die Touchgerte ermutigen ber das Anfassen (direktes Handeln) zur kooperativen Verwirklichung mit Gleichgesinnten zum gemeinsamen Interagieren am Touchscreen und dem Teilen von Geschichten. Eine erkennende hndische Ttigkeit der Kinder (er)ndet immer neueVariationen das Tablett als Schaffensort zeitgenssischer Fantasie" (Mazzucco 2013) 25. Wissen wird selbst organisiert Was bedeutet das in Bezug auf das Lernen? Apps bieten die Mglichkeit des eigenaktiven Lernens. Der Mittler von Wissen tritt in den Hintergrund. Das Erkunden und Entdecken von Wissen wird selbst organisiert. Eine Begleitung fllt deswegen aber nicht weg. Doch ist sie eher in Form einer Moderation als durchVermittlung von Lsungen und Wissen zu sehen. 26. Die Zukunft? Kinder werden immer Geschichten liebenAutoren haben mehr Werkzeuge zurVerfgung, sie knnen hinter die Seiten gehenSensorisch wird alles noch viel weiter gehen, alles wird hochgradig individuellNichts kann grer sein als die Fanatsie von Kindern:Wenn man Kinder fragt, was Technologie kann, werden wir nie mit ihrerVorstellungskraft mithalten knnen. 27. Vielen Dank!