BLV fordert ErfolgsfaktorBildung - die- · PDF fileÜ NHEN...

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    12-Sep-2019
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  • MÜNCHEN. Das bayerische Schulsys- tem befindet sich in einem besorg- niserregenden Zustand. 5000 ausge- bildete Junglehrer ohne Job, Tausen- de Schüler ohne Ein- und Aufstiegs- chancen im Beruf, Eltern, die sich immer mehr vom öffentlichen Schulsystem verabschieden und ihre Kinder auf Privatschulen schi- cken. Dazu die Kritik am neuen G8 an Gymnasien, deren erster Ab- schlussjahrgang von nach oben kor- rigierten Durchschnittsnoten profi- tierte. Auch dieWirtschaft beobach- tet diese Entwicklungen mit Sorge. Sie findet immer weniger qualifi- zierte Auszubildende.

    Im großen Wirtschaftszeitung- Interview fordert der Präsident des Bayerischen Lehrerinnen- und Leh- rerverbands (BLLV), Klaus Wenzel, deshalb grundlegende Reformen und einen neuen Bildungs- und Leistungsbegriff. Andernfalls sieht er die Gefahr, dass Bayern den An- schluss an andere Länder verlieren könnte, auch außerhalb Deutsch- lands. (wz) Seite 17

    BLLV fordert Reformen Kritik am Schulsystem

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    KONTAKT

    Mittelbayerischer Verlag Kumpfmühler Straße 9,

    93047 Regensburg

    Tel. 0800-207 0006 (gebührenfrei, nur aus den Festnetzen)

    Mail [email protected] Online www.die-wirtschaftszeitung.de

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    MARKT

    EIN UNABHÄNGIGER V-CHECK Sein Vermögen erhalten, speziell in

    schwierigen Zeiten: Dies haben sich

    bankenunabhängige Vermögensver-

    walter aus Ostbayern zum Ziel ge-

    setzt, und zwar zugunsten ihrer doch

    verunsicherten Kunden. Seite 27

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    MAGAZIN

    BELASTUNG NICHT GEWACHSEN? Jährlichmüssen 200000 Arbeitneh-

    mer in Deutschland ihren Job frühzei-

    tig an den Nagel hängen, weil sie den

    Belastungen des Arbeitsalltages nicht

    mehr gewachsen sind. „Burn-out“

    kennen nicht nur Stars. Seite 22

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    UNTERNEHMEN

    PILOTPROJEKTE IN DER REGION In den Arbeitsagenturen Schwandorf

    und Regensburg kommen Qualifizie-

    rungsverbünde als Pilotprojekte zum

    Einsatz, wobei intensiv mit den ver-

    schiedensten Partnerfirmen zusam-

    mengearbeitet wird. Seite 13

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    NACHRICHTEN

    IHK: KONJUNKTUR STABIL Zwar deutet der neueste Konjunktur-

    bericht der IHK Regensburg nach zu-

    letzt starkemAufwind auf eine leichte

    Eintrübung der Lage hin: Von einer

    Panik sind die Betriebe in Ostbayern

    jedoch weit entfernt. Seite 3

    REGENSBURG/MÜNCHEN. Die Wirt- schaft steht auf der Kippe. Und die gro- ße Frage lautet: Was folgt auf den Auf- schwung: eine konjunkturelle Abküh- lung, ein Abschwung oder vielleicht gar eine Rezession? Die Experten sind sich in diesem Punkt nicht ganz einig. Fakt ist: Drei Jahre nach der Finanz- undWirtschaftskrise im Zuge der Plei- te von Lehman Brothers gibt es durch- aus deutliche Schwächesignale. So ist etwa der wichtige Geschäftsklima-In- dex des Münchner ifo Instituts zuletzt dreimal hintereinander gefallen.

    Dennoch zeigt sich die deutsche Wirtschaft – und vor allem auch der Arbeitsmarkt – in einer robusten Ver- fassung. Dr. Klaus Abberger, der für das ifo den Index erstellt, gab sich im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung zuversichtlich. Der Experte rechnet zwar mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur, die Gefahr einer Re- zession sieht er aktuell aber nicht.

    Wir wollten von Vertretern aus der Wirtschaft wissen, was jetzt zu tun ist, damit die aktuelle Schwächephase überwunden wird, ohne dass es zu einem Absturz kommt. Randolf Ro- denstock, der Präsident der Vereini- gung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München ist jedenfalls über- zeugt, dass es Handlungsbedarf und auch -potenzial gibt: „Wenn wir die Weichen richtig stellen, können wir die drohende konjunkturelle Abküh- lung begrenzen und die Basis für län- gerfristigesWachstum schaffen“, sagte er. Wie auch der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim und ihrem Haupt- geschäftsführer Dr. Jürgen Helmes liegt Randolf Rodenstock das Thema Bildung sehr amHerzen.

    Helmes und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerks- kammer Niederbayern-Oberpfalz Hans Pschorn fordern von der (euro- päischen) Politik vor allem auch Pla- nungssicherheit sowie Maßnahmen zur Stabilisierung und Beruhigung –

    unter anderem bei der Umsetzung der Energiewende und bei der wirtschafts- politischen Strategie der EU-Staaten.

    Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern (HBE) in München, spricht sich für Maßnah- men zur Stärkung der Binnenkon- junktur aus. Gerade kleine und mittle- re Einkommen sollten seiner Ansicht nach spürbar entlastet werden. Außer- dem müsse das Steuerrecht moderni- siert und vereinfachtwerden.

    Doch Gefahr droht aus einer ande- ren Richtung: Die Finanzkrise könnte in der Wirtschaft ihre Spuren hinter- lassen. Im Konjunkturbericht ver- weist die IHK auf eine mögliche Kre- ditverknappung, die sich hinderlich auf die Investitionsbereitschaft aus- wirken könne. Die vom ifo Institut er- mittelte Kredithürde stieg im Septem- ber nach längerem Rückgang leicht an, blieb aber auf niedrigem Niveau. 22,2 Prozent der befragten Firmen klagten über eine restriktive Kredit- vergabe der Banken. Seiten 3, 4 und 5

    Was sich dieWirtschaft jetzt vonder Politikwünscht Im Zuge der Schulden- und Bankenkrise in Europa: Die Konjunktur steht auf der Kippe

    VON CHRISTINE HOCHREITER

    Visionen gefragt VON CHRISTINE HOCHREITER

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    KOMMENTAR

    Die Botschaft ist klar: DieWirt- schaft – undwie aus zahlreichen Umfragen her-

    vorgeht, auch die Bürger –wün- schen sich von der Politik vor allem deutliche Positionen undKlarheit. In einerWelt, die immer stärker und komplexermiteinander verwo- ben ist, gibt es für solitäre Entschei- dungen allerdings nurwenig Spiel- raum.Ob bei der Bewältigung der Krise im Euro-Raum oder ange- sichts der globalen Finanzströme sind den Regierungen einzelner Staaten die Hände gebunden.

    Dennoch gibt es durchausMaß- nahmen,mit denen die Bundesre- gierung die Rahmenbedingungen fürWirtschaftstreibende – und im übrigen auch für Konsumenten – verbessern kann.Mit Änderungen des Steuerrechts ist es jedoch noch lange nicht getan. Gefragt sind viel- mehr echte Visionen, wie derWirt- schaftsstandort Deutschland in Zu- kunft aussehen soll – und konkrete Strategien, die dann auch tatsäch- lich umgesetzt werden.

    REGENSBURG. Im Herbst 1984 legte der damalige bayerische Ministerprä- sident Franz Josef Strauß den Grund- stein für eine weiß-blaue Erfolgsge- schichte. Bereits zwei Jahre später, ex- akt am 17. November 1986, rollte im neuen Regensburger BMW-Werk der erste BMW der 3er Reihe vom Band. Dieses Jubiläum wird derzeit unter anderem mit einer Ausstellung im Regensburger Donau-Einkaufszent- rum gefeiert. Verschiedene Modelle aus 25 Jahren – darunter der nagel- neue BMW 1er und eines der ersten Fahrzeuge – ermöglichen einen Blick in die Entwicklung des Werks. Schautafeln und Filme über die Pro- duktion ergänzen die Ausstellung (noch bis zum 22. Oktober).

    Seit 1986 wurden im Regensbur- ger BMW-Werk mehr als 4,5 Millio-

    nen Fahrzeuge gefertigt und an Kun- den weltweit ausgeliefert. Der Stand- ort Regensburgmit aktuell rund 9000 Beschäftigten ist ein wichtiger Eck- pfeiler im internationalen Produk- tionssystem der BMWGroup.

    Der Münchner Automobilkon- zern hat bislang rund 3,5 Milliarden Euro in das Oberpfälzer Werk inves- tiert und kündigte erst im Juli dieses Jahres an, dass bis zum kommenden Jahr erneut rund 300 Millionen Euro nach Regensburg fließen sollen – und dies vor allem mit Blick auf die neue Version des 3er-Modells.

    Am Donnerstag, 10. November, feiert BMW das Jubiläum mit einem Festakt, zu dem auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und Produktionsvorstand Frank-Pe- ter Arndt erwartet werden. (ti)

    BMWfeiert Erfolgsstory Das RegensburgerWerk wird in diesem Jahr 25 Jahre alt

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