BUNDmagazin BaWü 2/2014 - 25 Jahre Grünes Band - Biotopverbund im BUND

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Baden-Württemberg BUNDmagazin  2-2014 BUND  Landesverband Baden-Württemberg www.bund-bawue.de Editorial Folgen des Klimawandels | 2 | Intern Neue Landesgeschäftsführerin, Fachtagung und Delegierten- versammlung | 2 | Aktuell Energiewende im Gegenwind | 3 | BUND-Meldungen | 4 | Aktiv Nachhaltige Mobilität | 6 – 7 | Naturschutz Biotopverbund | 8 – 9 | Jugend Manfred-Mistkäfer-Tipp, Preisverleihung Naturtagebuch | 10 | Schwerpunkt Suffizienz und Klimaschutz, BUNDjugend Vaihingen/Enz | 11 | Regionen Wildkatzenkorridor, Veggieday, Regionalmeldungen | 12 – 13 | Aktiv Barfußpfad, BUND-Gruppe Kinzigtal, Unken, Totholzpyramide, Schmetterlings- seminar | 14– 15 | Termine Veranstaltungen, Publikationen, MV’s | 16 | Inhalt Energiewende im Gegenwind Baden-Württemberg steckt mitten drin in der Energiewende. Der Atomausstieg ist beschlossen und im Land wurden erste, längst ver- altete fossilbefeuerte Kraftwerke abgeschaltet. Fast die Hälfte der Stromerzeugungskapazitäten geht damit in den nächsten Jahren vom Netz. An ihre Stelle soll Strom aus erneuerbaren Energien tre- ten. Die grün-rote Landesregierung hat sich vor allem den ener- gischen Ausbau der Windkraft auf die Fahnen geschrieben. Der BUND Baden-Württemberg unterstützt die Pläne und trägt vor Ort wie auf Landesebene zur Umsetzung der Energiewende bei. Wir schauen sorgfältig darauf, dass die Planungen für neue Anlagen möglichst naturverträglich gestaltet werden. Doch Gegenwind kommt aus Berlin. Denn die Bundesregierung will den weiteren Ausbau der Erneuerbaren bremsen. Fortsetzung auf Seite 3 Roland Schnell/Fotolia.de
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    13-Mar-2016
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BUNDmagazin des BUND Landesverband Baden-Württemberg.

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  • [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 1

    Baden-WrttembergBUNDmagazin2-2014

    BUNDLandesverbandBaden-Wrttembergwww.bund-bawue.de

    Editorial Folgen des Klimawandels | 2 | Intern Neue Landesgeschftsfhrerin,

    Fachtagung und Delegierten- versammlung | 2 |Aktuell Energiewende im Gegenwind | 3 |

    BUND-Meldungen | 4 | Aktiv Nachhaltige Mobilitt | 6 7 | Naturschutz Biotopverbund | 8 9 |Jugend Manfred-Mistkfer-Tipp, Preisverleihung Naturtagebuch | 10 | Schwerpunkt Suffizienz und Klimaschutz, BUNDjugend Vaihingen/Enz | 11 | Regionen Wildkatzenkorridor, Veggieday, Regionalmeldungen | 12 13 | Aktiv Barfupfad, BUND-Gruppe Kinzigtal, Unken, Totholzpyramide, Schmetterlings-seminar | 14 15 |Termine Veranstaltungen, Publikationen, MVs | 16 |

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    ltEnergiewende im GegenwindBaden-Wrttemberg steckt mitten drin in der Energiewende. Der Atomausstieg ist beschlossen und im Land wurden erste, lngst ver-altete fossilbefeuerte Kraftwerke abgeschaltet. Fast die Hlfte der Stromerzeugungskapazitten geht damit in den nchsten Jahren vom Netz. An ihre Stelle soll Strom aus erneuerbaren Energien tre-ten. Die grn-rote Landesregierung hat sich vor allem den ener-gischen Ausbau der Windkraft auf die Fahnen geschrieben. Der BUND Baden-Wrttemberg untersttzt die Plne und trgt vor Ort wie auf Landesebene zur Umsetzung der Energiewende bei. Wir schauen sorgfltig darauf, dass die Planungen fr neue Anlagen mglichst naturvertrglich gestaltet werden. Doch Gegenwind kommt aus Berlin. Denn die Bundesregierung will den weiteren Ausbau der Erneuerbaren bremsen. Fortsetzung auf Seite 3

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  • 2 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [1-14]

    Liebe BUND-Mitglieder, im Juni trete ich meine Position als Landesgeschfts-fhrerin des BUND Baden-Wrttemberg an und freue mich auf vielfltige Begegnungen in den nchsten Wo-chen und Monaten.

    Zu meiner Person: Ich bin 1962 geboren, verheira-tet und lebe seit ber 20 Jahren in Baden-Wrttem-berg. Meine beiden Tchter sind mittlerweile erwach-sen. Den BUND kenne ich aus meiner langjhrigen Ttigkeit als ehrenamtliche Rechtsreferentin im Lan-desvorstand recht gut. Hier habe ich auch meine Er-fahrungen im Umwelt- und Naturschutz gewonnen.

    Meine kommunikativen Fhigkeiten als Rechtsan-wltin und Mediatorin werde ich ebenso einbringen wie meine Erfahrungen in der politischen Lobbyarbeit als ehemalige Prsidentin des Bundesverbandes Wind-Energie. Einen Schwerpunkt meiner Aktivitten mch- te ich knftig auf den Naturschutz legen.

    Beim BUND beeindruckt mich die groe Zahl der ehrenamtlich engagierten Mitglieder ebenso wie seine Vielfalt von der Orts- bis zur Bundesebene.

    Als Landesgeschftsfhrerin mchte ich zur Weiter-entwicklung des BUND Baden-Wrttemberg beitragen. Die groe Herausforderung sehe ich darin, diejenigen mitzunehmen, die schon lange beim BUND aktiv sind und auch neue Menschen dafr zu begeistern. Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsame Arbeit!Ihre Sylvia Pilarsky-Grosch

    Liebe Leserinnen und Leser, die im April erschienene Prognose des Weltklima-rates (IPCC) zu den Folgen des Klimawandels ist ein-deutig wie nie zuvor. Die globale Erwrmung wird drastische Auswirkungen auf die Wasserversorgung und die Nahrungsmittelproduktion haben. Auch die Konflikte um Ressourcen werden sich weiter ver-schrfen. Wer sich nun in Deutschland oder Europa in Sicherheit whnt und glaubt, diese Probleme be-trfen eher pazifische Inseln oder das ferne Afrika, der tuscht sich erheblich. Die IPCC-Prognosen sind mittlerweile, ergnzt durch weitere Studien, bis auf die regionale Ebene heruntergerechnet. So wird zum Beispiel angenommen, dass bereits ab 2020 in Stutt-gart mehr Wasser ver-dunstet, als es Nieder-schlge gibt. Nicht nur fr die Vegetation hat das unmittelbare Fol-gen. Der Deutsche Std-tetag wies bereits darauf hin, dass drohende Hit-zeperioden in unserem Land auch ernsthafte Gesundheitsprobleme fr l-tere Menschen, chronisch Kranke oder Kinder mit sich bringen werden.

    Auch Tiere und Pflanzen sind vom Klimawandel betroffen. Viele Arten knnen lokalen Biotopver-schlechterungen immerhin ausweichen, wenn es da-fr geeignete Strukturen gibt. Die Vernetzung ihrer Lebensrume durch den gesetzlich vorgeschrie-benen Biotopverbund ist dafr aber unabdingbar. Mit unserem Wildkatzenprojekt setzen wir hier seit Jahren Mastbe durch die Schaffung von Korri-doren fr waldgebundene Tierarten. Nun wollen wir uns auch verstrkt fr den Biotopverbund im Offen-land einsetzen, um etwa bedrohten Tagfaltern und anderen Tier- und Pflanzenarten Ausweichbewe-gungen zu ermglichen und damit ihr langfristiges berleben zu sichern. Wir brauchen diesen Biotop-verbund jetzt nicht erst dann, wenn auch die letz-ten Zweifler feststellen, dass die Prognosen zum Kli-mawandel doch zutreffen.

    BUND-intern gibt es Erfreuliches zu berichten: Wir haben mit Sylvia Pilarsky-Grosch eine hervorra-gende Besetzung als neue Landesgeschftsfhrerin gefunden. Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter freuen sich auf die Zusammenarbeit und heien sie herzlich willkommen!

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    Dr. Brigitte DahlbenderVorsitzende des BUND Baden-Wrttemberg

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    Fachtagung Klimawandel und Delegiertenversammlung

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    Mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Landschaft beschftigte sich die diesjhrige BUND-Fachtagung Ende April in Bad Boll. Einen glo-balen Blick auf das Thema bot der Erffnungsvortrag von Martin Widmann, Universitt Birmingham, der auch am IPCC-Bericht mitgewirkt hat. Gregor Stepha-ni aus dem Umweltministerium lenkte dann den Fo-kus auf Baden-Wrttemberg. In den folgenden Work-shops widmete sich etwa Dr. Wolfgang Fiedler, Vogel- warte Radolfzell, den Herausforderungen des Klima-wandels fr die Vogelwelt. Norbert Hll von der Lan-desanstalt fr Umwelt und Messungen stellte die Er-kenntnisse seiner Behrde fr die Naturschutzarbeit vor Ort zur Diskussion.

    Die Delegiertenversammlung folgte weitgehend den Empfehlungen des Vorstandes. Zustimmung fand der Antrag der BUNDjugend auf eine gemeinsame AG Suf-fizienz mit dem BUND. Die Delegierten verabschie-deten auerdem die Resolution Energiewende. Nicht zuletzt wurde Sylvia Pilarsky-Grosch als neue Landes-geschftsfhrerin herzlich willkommen geheien.

    Die Resolution Tschernobyl mahnt: Energiewende voran-bringen finden Sie im Internet unter: www.bund-bawue.de/ pressemitteilungen

  • Energiewende im GegenwindEs ist schon absurd: Ob Politiker, Energiekonzerne oder Industriebetriebe, jeder bekennt sich zur Ener- giewende. Doch wenn es um konkrete Entscheidun-gen geht, sieht die Realitt anders aus.

    Der zgige Ausbau der Erneuerbaren wird infrage gestellt und gegen das bislang erfolgreiche Erneuer-bare-Energien-Gesetz (EEG) formiert sich heftiger Wi-derstand. Hauptangriffspunkt ist die Hhe der EEG-Umlage, die pltzlich zum Wohlstandsfaktor der Ge- sellschaft erhoben wurde. Die Bundesregierung will nun den Ausbau von Wind- und Solarstrom deckeln, um die Belastung der Brgerinnen und Brger durch steigende Strompreise in den Griff zu bekommen. Dieses Ziel wird sie damit aber nicht erreichen, zumal sie grozgige Ausnahmeregelungen fr die Industrie beibehalten will. Auch der Eigenstromverbrauch von Kraftwerken soll weiterhin von der EEG-Umlage aus-genommen sein. Vielmehr wird die EEG-Novelle den zukunftsfhigen Umbau unserer Energieversorgung ins Stocken bringen. Durch die verpflichtende Direkt-vermarktung und den vorgesehenen Wechsel zu Aus-schreibungsverfahren werden insbesondere die klei-neren, von Brgerinnen und Brgern finanzierten An- lagen zuknftig aus dem Markt gedrngt.

    Eine Ursache fr die steigende EEG-Umlage sind sinkende Brsenstrompreise, weil Strom aus erneuer-baren Energiequellen immer preiswerter wird. Da-durch steigt die Differenz von Brsenstrompreis und EEG-Vergtung und somit auch die Umlage. Ver-schrft wird das Ganze durch den Flop des europ-ischen Emissionshandels. Der Preis fr die Emission von Kohlendioxid ist auf wenige Euro pro Tonne ge-sunken. So liefern ineffiziente (Braun-)Kohlekraft-werke Strom zu Dumpingpreisen und blasen weiter-hin Unmengen an Treibhausgasen und Feinstuben in die Luft. Damit ist die erhoffte Lenkungswirkung aus-geblieben. Doch auf eine Verknappung der Zertifikate konnten sich die EU-Lnder bisher nicht einigen.

    Erneuerbaren wird das Wasser abgegrabenIn der Solarbranche sind bereits im letzten Jahr vie- le tausend Arbeitspltze in Deutschland verlorenge- gangen, nachdem die Vergtung fr Solarstrom dras- tisch und kurzfristig zurckgefahren wurde. Durch die geplante Deckelung des Zubaus von Windstrom- und Solaranlagen wird dem Markt der Erneuerbaren jegliche Ausbaudynamik geraubt. Ein Verlust von Arbeitspltzen in weiteren Branchen wird unweiger-lich die Folge sein.

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    Wenn sich die politischen Rahmenbedingungen weiter so verschlechtern, ist die Energiewende massiv in Gefahr. Schon werden erste Stimmen laut, die Atomkraftwerke seien unverzichtbar fr die Versor-gungssicherheit im Land. Doch diese Behauptung fhrt in die Irre, denn Deutschland hat im letzten Jahr so viel Strom ins Ausland exportiert wie nie zuvor. In schwierigen Zeiten Flagge zeigenFr die Lnder wird es unter diesen Bedingungen schwieriger, ihre Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren umzusetzen. Baden-Wrttemberg will den Verlust fos-siler und atomarer Energieerzeugung vor allem durch mehr Wind- und Solarenergie auffangen. Zustzlich muss das Land erhebliche Anstrengungen zur Ener-gieeinsparung und Energieeffizienz unternehmen. Als traditionelles Stromimportland bezieht Baden-Wrt-temberg etwa zehn Prozent seines Strombedarfs von Kraftwerken auerhalb der Landesgrenzen. Dieser An-teil wird zumindest zeitweise steigen, wenn der Zubau der Windkraftanlagen nicht wie geplant vorankommt.

    Kann Windstrom von der Kste die Lsung sein? Ein Teil der Lsung schon, denn die neuen Hochspan- nungs-Gleichstrom-bertragungsleitungen (HG) kn- nen groe Strommengen mit geringen Verlusten ber lngere Strecken transportieren. Aber nicht jede ge-plante Leitung wird fr die erneuerbaren Energien be-ntigt, auch wenn sie gerne damit begrndet wird. So ist zum Beispiel schwer nachvollziehbar, welche Wind- strommengen auf der geplanten HG-Trasse zwi- schen dem rheinischen Overath und Philippsburg trans- portiert werden sollen. Denn im Rheinischen Braun-kohlerevier gibt es nur wenige Windrder, dafr aber eine ganze Reihe groer Braunkohlekraftwerke. Der BUND in Baden-Wrttemberg hat deshalb ein groes Fragezeichen an dieses Stromnetzprojekt gesetzt.

    Der zunehmenden Demontage der Energiewende treten wir entschieden entgegen. Die groen Demons-trationen in diesem Frhjahr waren ein deutliches Si-gnal: Wir kmpfen weiter fr die Energiewende. Franz Pter, Referent fr Umweltpolitik des BUND Baden-Wrttemberg

    [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 3

    Windenergie + Natur = Mglich?! Samstag, den 28. 6. 2014 Schwabenlandhalle in Fellbach bei StuttgartBegrungsvortrag: Ministerprsident Winfried KretschmannMehr Infos auf Seite 16 Ve

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    Demonstration fr die Energiewende in Berlin

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    Das Biosphrengebiet (BSG) Schwbische Alb, das bisher einzige in Baden-Wrttemberg, soll zur Modellregion fr nachhaltige Ent-wicklung in allen Lebens- und Wirt-schaftsbereichen werden. Der BUND ist von Beginn an dabei, egal ob es um Naturschutz, Mobilitt oder Klimaschutz geht. Vor knapp zwei Jahren gab er eine Potenzial-studie fr ein integriertes Klima-schutzkonzept in der Modellregion in Auftrag. Aus der Studie geht her-vor, dass die angestrebte vollstn-dige regenerative Energieversor-gung mglich wre, wenn alle Po-tenziale zur Energieeffizienz und -einsparung genutzt wrden. Genau hier setzt das neue BUND-Projekt Energieeffizienzregion

    BSG Schwbische Alb an. Ziel ist, den Energieverbrauch in der Regi-on zu senken und den sparsamen Umgang mit Energie gesellschaft-lich zu verankern. Dazu soll Neues erprobt und Bewhrtes beschleu-nigt umgesetzt werden. Vorgesehen sind Dialog- und Diskursveranstal-tungen, der Aufbau von Netzwer-

    ken sowie Untersttzung bei Ener-gieberatung und Frderantrgen. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen ber die Modellregion hinaus wirken. Denn die Landesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2020 den Gesamtenergieverbrauch im Land um 20 Prozent zu senken und bis 2050 die Hlfte der Energie ein-zusparen.

    Das BUND-Projekt entstand im Rahmen eines Aktionsplanes, der vom Beirat fr nachhaltige Entwick-lung der Landesregierung beschlos-sen wurde. Es wird ab Frhjahr 2014 fr drei Jahre vom Ministeri-um fr Umwelt, Klima und Energie-wirtschaft Baden-Wrttemberg gefrdert. www.energieeffizienzregion-alb.de

    Das Biosphrengebiet Schwbi- sche Alb geht in sein siebtes Jahr. Bei allen Fortschritten kam die Beteiligung der Naturschutzver-

    bnde eher zh voran. Dank seiner Beharrlichkeit konnte der BUND jetzt ein paar Pflcke einschlagen. Ab diesem Jahr drfen die Natur-schutzverbnde endlich einen Vertreter in den Lenkungskreis des Biosphrengebiets entsenden. Diese Aufgabe bernimmt Ralf Stolz, Geschftsfhrer des BUND-Regio-nalverbands Donau-Iller. Er wird dort ber Grundsatzfragen sowie Ausstattung und Arbeitsprogramm

    BUND-Projekt zur Energieeffizienz startet

    der Geschftsstelle mitberaten. Auch in der Satzung des neu ge-grndeten Biosphrengebiets- Vereins wurde die Beteiligung der Naturschutzverbnde in Vorstand und Beirat mit einer Mindestanzahl von Sitzen festgeschrieben. Der BUND wird im Beirat von Gerhard Strmer vom BUND-Ortsverband Bad Urach vertreten.

    Biosphrengebiet Schwbische Alb: BUND in Gremien

    Am 1. Januar wurde der National-park im Nordschwarzwald aus der Taufe gehoben. Die Nationalpark-verwaltung auf dem Ruhestein hat ihre Arbeit aufgenommen. Der BUND gratuliert herzlich und bringt sich engagiert ein. Im Mrz tagte erstmals der Nationalpark-beirat. Der BUND-Landesvorstand hat Karl-Ernst Rothfu aus Baiers-bronn in den Beirat entsandt. Sein Stellvertreter ist Dr. Meinrad

    Nationalpark Schwarzwald: Jetzt gehts los!Heinrich vom BUND Renchtal. Der ber 30-kpfige Beirat setzt sich gem Nationalparkgesetz aus einer Vielzahl von Stakeholdern zu- sammen, die insbesondere den Nationalparkplan fachlich beraten werden. Wesentliche Aufgabe wird die Festlegung der Kern-, Entwick-lungs- und Managementzonen und die Definierung der Umwelt-standards sein. Die BUND-Vertreter werden sorgfltig darauf achten,

    Aktuell informieren und mitdiskutieren www. facebook.com/BUNDbawue

    dass der Nationalpark hierbei seinem naturschutzfachlichen Anspruch gerecht wird. www.bund-bawue.de/Nationalpark

    Vertreten die Naturschutz-bnde: Ralf Stolz (links) und Gerhard Strmer (rechts)

    Reden im Beirat mit: Karl-Ernst Rothfu (links) und Dr. Meinrad Heinrich (rechts)

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    Die Sparkassen in Baden-Wrttemberg stehen zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Deshalb frdern wir nachhaltige Projekte in den Stdten und Ge-meinden mit besonderem Engagement und fairen Finanzierungen. Zum Beispiel einen Kindergarten, der seinen Energiebedarf fast ausschlielich mit Sonnenstrom deckt. Das ist schon heute gut fr die Gemeinden und die Menschen und morgen gut fr die Zukunft unserer Kinder. www.gut-fuer-bw.de

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  • 6 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

    Welche Rolle nimmt der BUND Baden-Wrttemberg in puncto Mobilittspolitik fr das Land ein? Kann er tatschlich Einfluss nehmen?Unsere Rolle ist vielfltig. Wir sind Initiator, wo es n-tig scheint, Mahner und Warner und immer wieder Ideen- und Impulsgeber.

    Wichtig ist die Gremienarbeit. Unsere Vorsitzende Brigitte Dahlbender beispielsweise wirkt als stellver-tretende Vorsitzende des Beirats der Landesregierung fr nachhaltige Entwicklung an der Ausgestaltung des Schwerpunktes Mobilitt mit. Ich vertrete den BUND beispielsweise im Landesbndnis Pro Rad und im Fahrgastbeirat des Landes. In Ausschssen des Ge-meinderats sind viele BUND-Aktive als sachkundige Brgerinnen und Brger zur Stelle. Wir machen Vor-schlge, erarbeiten Konzepte, treiben an.

    Wir sind aber auch Warner vor Fehlentwicklungen, oft in Zusammenarbeit mit Brgerinitiativen, wie bei Stuttgart 21. Wir verstehen uns jedoch nicht als Pro-testler, sondern kommen mit besseren Ideen fr Ver-kehr und nachhaltige Mobilitt.

    Oft helfen pfiffige Aktionen, um Missstnde aufzu-zeigen. In Ulm haben wir mal ein blaues Sofa an die Strae gestellt, weil die Ampelphasen fr Fugnger dort viel zu kurz waren. Die Stadt hat daraufhin die Taktung gendert.

    Nachhaltige Mobilitt: Viel angestoen einiges erreicht

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    Hat sich durch den Politikwechsel auf Landesebene fr den BUND Entscheidendes verndert?Ja sicher. Unsere Kompetenz ist viel gefragter. Wir wer-den zu Runden Tischen und Arbeitsgruppen eingela-den. Ob sich das tatschlich niederschlgt, steht noch auf einem anderen Blatt.

    Ministerprsident Kretschmann steht eher fr einen pragmatischen Kurs. Zu pragmatisch aus BUND-Sicht?Das ist diese Gretchenfrage: Ist das Glas halb leer oder halb voll? Ich neige zu der Sicht, dass es halb voll ist. Wir haben viel angestoen und einiges erreicht. Die Handlungsspielrume auf Landesebene in der Ver-kehrspolitik sind ja begrenzt. Dass eine Koalition regiert, spielt auch eine Rolle da ist der Kompromiss strukturell angelegt. Und vieles wird ferngesteuert durch die EU und durch den Bund. Die setzen den Rahmen fr Abgas- und Lrmgrenzwerte. Die Finan-zierung von Fernstraen und Schiene ist fast voll in Bundeszustndigkeit. Ob Straengelder, Regionalver-kehr auf der Schiene oder gesetzliches Tempolimit darber entscheidet der Bund, die Lnder haben hier nur Einfluss ber den Bundesrat. Nicht zu vergessen die kommunale Planungshoheit. Hier kann das Land zwar als Ratgeber und ber Frdergelder Einfluss neh-men, aber die Entscheidungen liegen bei den Kommu-nen. Fazit: Das Motto von Pipi Langstrumpf ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefllt ist zu schn, um wahr zu sein. Wir mssen uns innerhalb der Rah-menbedingungen bewegen.

    Wie bewertet der BUND die Verkehrspolitik unter Grn-Rot wo bewegt es sich in die richtige Richtung?Wir haben uns erfolgreich dafr eingesetzt, den Ver- teilungsschlssel fr Finanzhilfen nach dem LGVFG (Landes-Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz) zu ndern: 60 Prozent gehen jetzt in den Umwelt- verbund, also in Bahnen, Busse und das Fahrrad und 40 Prozent in kommunale Straen. Frher war es ge-nau anders herum.

    Es gibt sehr viele Initiativen fr den Radverkehr: das Landesbndnis Pro Rad, die Auszeichnung Fahrrad-freundliche Gemeinde. Ein Landesradverkehrskon-zept ist in Arbeit, in der Landesbauordnung wird das Fahrrad besser bercksichtigt. Erstmals gibt es auch Frdermittel.

    Wer in der Mobilittspolitik neue Konzepte umsetzen will, braucht einen langen Atem. Den hat der BUND Baden-Wrttemberg. Dank seiner hartnckigen und phan-tasievollen Arbeit ist das Land einer nachhaltigen Mobilitt ein gutes Stck nher-gekommen. BUND-Verkehrsreferent Klaus-Peter Gussfeld berichtet im Gesprch mit BUNDmagazin-Redakteurin Gisela Hber von ersten Erfolgen und dicken Brettern, die noch zu bohren sind.

    Die Breisgau-Bahn verbindet

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  • [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 7

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    Im Verkehrsministerium wurde ein Referat fr nach-haltige Mobilitt eingerichtet. Es gibt Bundesratsiniti-ativen, um mehr Finanzmittel fr den ffentlichen Verkehr zu bekommen. Das Land untersttzt Gemein-den besser bei innerrtlichen Tempolimits.

    Bei den Landesstraen wurde die Wunschliste ent-rmpelt und ein deutlicher Schwerpunkt fr Sanie-rung und Erhalt gesetzt.

    Und wo hakt es?Beim Auto. Baden-Wrttemberg ist eben ein Auto- land mit einer groen Automobilindustrie. Das wirkt sich aus. Umweltpolitischer Knackpunkt ist die Fra-ge, wie viele Bundesfernstraen aus- und neu gebaut

    werden sollen. Das Land hat 158 Fernstraenprojekte beim Bund angemeldet. Das ist einfach zu viel. Aber Politik und Brger wollen das mehrheitlich, oft entge-gen aller Rationalitt, das sitzt tief. Das Geld reicht nicht fr alles, das wissen alle, aber bei den Straen soll nicht gespart werden. Beispiel B 31-West Freiburg-Breisach: Als das Land aus Kostengrnden den Aus-bau stoppte, gab es einen interfraktionellen Aufschrei. Wir sehen es auch eher skeptisch, wie derzeit die Elek-tromobilitt hochgejubelt wird. Entscheidend ist ja am Ende die CO2-Bilanz. Wenn da am Ende nur mehr Elektroautos herumfahren und der klassische Auto-verkehr nicht sprbar reduziert wird, stimmt die auch nicht mehr.

    Baden-Wrttemberg ist zu einem groen Teil lnd- lich geprgt. Sind Einschrnkungen der individuellen Mobilitt, sprich des Autoverkehrs, realistisch? Ein schwieriges Thema. Wir stellen Best-Practice-Bei-spiele zusammen, denn es gibt gute Anstze. Zum Bei-spiel der Ringzug Baden-Wrttemberg auf der Baar, der verbindet sehr erfolgreich viele Orte im Nahver- kehr.

    Erfolge gibt es auch beim Zulauf- oder Pendelver-kehr vom Land in die Zentren. Hier liegen groe Po-tenziale fr die Schiene, doch dafr gibts viel zu wenig Geld. Die groe Offensive fr die Schiene ist bis- her ausgeblieben. Wenn es zudem gelingt, die Brger-schaft von einem besseren Verkehrskonzept zu ber-zeugen, dann wird das ein Selbstlufer. Es muss Spa machen, mit der Straenbahn oder dem Velo zu fahren. In Freiburg und Tbingen ist das gelungen. Aber das sind langfristige Prozesse von der Idee ber die Pla-nung bis zur Realisierung. Vor allem, wenn es nicht nur um Gesetze oder Verbote, sondern um neue Kon-zepte geht.

    An welcher Stelle werden verkehrspolitisch noch dickere Bretter zu bohren sein?Ganz klar beim Straenbau und dem Autoverkehr. Das Land muss in seiner Politik noch stringenter werden, brigens auch bei seinem eigenen Fuhrpark. Und was besonders schmerzhaft fehlt, ist ein Gesamtkonzept fr nachhaltige Mobilitt, da gibt es noch zu viel Klein-Klein.

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    Vorrang fr Fahrrder in Freiburg (Mitte) und im Landkreis Gppingen (unten)

    Fhrt weiter: S-Bahn von Karlsruhe nach Bad Wildbad (oben); Vorbildliches Konzept: Ringbahn auf der Baar (rechts)

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  • 8 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

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    Warum ein Biotopverbund Augenflliges Opfer zerschnittener Lebensrume sind die Tiere, die Jahr um Jahr auf unseren Straen ster-ben. Andere Folgen sind weniger offensichtlich, aber genauso bedrohlich. So knnen Tiere oder Pflanzen, die als isolierte, kleine Populationen in einem Biotop leben, lokal aussterben, zum Beispiel durch gene-tische Degeneration, Nahrungsmangel oder lokale Er-eignisse, etwa eine berschwemmung. Zwischen aus-gerumten Agrarfluren oder betonierten Siedlungs- landschaften knnen die Tiere Bedrohungen nicht ausweichen und Ersatzbiotope nicht erreichen.

    Studien belegen, dass durch Schutzgebiete allein nur zirka 30 bis 40 Prozent der schtzenswerten, selte- nen Arten erhalten werden knnen. Lokale Arten-schutzprogramme knnen sie notdrftig ber die Runden bringen. Sie knnen aber hufig nicht verhin-dern, dass sich der Erhaltungszustand der Art trotz-dem verschlechtert. Es gilt also durch den Biotopver-bund Strukturen zu schaffen, die Ausweich- und Wanderungsbewegungen erlauben. Durch den Klima-wandel und die damit einhergehenden Vernde-rungen der Lebensbedingungen wird dieser Bedarf noch verstrkt. und wie funktioniert er?Idealerweise gleicht ein Biotopverbund einem engma-schigen Netz mit dicken Knoten. Die Netzknoten sind wertvolle grere Schutzgebiete oder Biotope und kleinere Verbindungselemente, zum Beispiel ein Ge- hlz. Diese Kerngebiete und Trittsteine gilt es lang- fristig zu sichern und naturschutzgem zu bewirt-schaften. Die Lcher im Netz bestehen aus den lebensfeindlicheren Landschaftsteilen: Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft und versiegelte Flchen.

    Die Zersiedelung und Zerschneidung der Land-schaften macht vielen Tieren und Pflanzen das berleben schwer. In unserer Kulturlandschaft liegt die Lsung in der Erhaltung und Verbindung ihrer Lebensrume. Der BUND hat das frh erkannt und geht mit gutem Beispiel voran. Aber auch die Landesregierung muss ihr Versprechen einlsen und den Biotopverbund zgig umsetzen.

    Apollofalter, Rebhuhn und Schachblume das sind nur drei der Arten, die in Baden-Wrttem- berg vom Aussterben bedroht sind. Jede dritte Tier- und Pflanzenart ist in Gefahr. Auch wichtige natur- nahe Lebensrume wie Alleen oder Bruchwlder, Streu- und Nasswiesen sind bedroht. Viele Tiere und Pflanzen sind auf eine enge Verzahnung verschiede-ner, strukturreicher Lebensrume angewiesen. Doch unsere Landschaft ist durch immer neue Wohngebiete zersiedelt, durch Verkehrswege zerschnitten. Land- und Forstwirtschaft tun mit der Monotonisierung ganzer Landstriche ein briges. Die verbleibenden Biotope sind hufig zu klein und isoliert.

    Deshalb ist der landesweite Biotopverbund so wichtig. Die grn-rote Landesregierung hat sich die Umsetzung des Biotopverbundes selbst ins Aufga-benheft geschrieben. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist sie auch dazu verpflichtet, es fordert zehn Prozent der Landesflche fr den Biotopverbund. In der Na-turschutzstrategie der Landesregierung werden von der Landschaftsplanung bis zur Flurneuordnung wichtige Instrumente und der landesweite Biotopver-bund als Schwerpunkt genannt. Doch in der Flche ist noch so gut wie nichts geschehen.

    Biotopverbund: Ein starkes Netz fr d en Naturschutz

    Vernetzte Land-schaft mit Hecken und Struchern (li.) oder Gews-serrandstreifen (re.)

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    werken, technischen Anlagen und Freizeitnutzung gilt es zu entschrfen. Dabei helfen der Rckbau von Tras-sen, Querungshilfen wie Wildbrcken und Durchlsse oder Besucherlenkung.

    Von der Planung zur UmsetzungNach langer Planungsphase muss der landesweite Biotopverbund zgig umgesetzt werden. Das Netz aus Kern- und Verbindungsflchen unterschiedlicher Le-bensrume ist erst dann verwirklicht, wenn man es in der Landschaft erkennen kann und es nicht durch berplanung gefhrdet ist. Der Biotopverbund bleibt eine Daueraufgabe fr das Land. Aber auch die Ge-meinden und andere Naturschutzakteure sind gefragt.

    Aus Sicht des BUND reicht es nicht aus, dass das Land nur Planungsgrundlagen fr den landesweiten Biotopverbund zur Verfgung stellt. Ohne ein finan- ziell gut ausgestattetes Landesprogramm zur Umset-zung wird es nicht gehen. Eine zentrale Stabsstelle der Naturschutzverwaltung muss zudem die rechtliche Sicherung und die Bereinigung von lokalen Fehl- und Konfliktstellen koordinieren.

    Die Kommunen sollten mit Handreichungen und Frdermitteln vom Land untersttzt werden. Als Mo-tor fr die regionale Umsetzung bieten sich die Land-schaftserhaltungsverbnde an. Sie arbeiten besonders effektiv, weil sie alle Akteure an einen Tisch bringen und so die Voraussetzung fr gut abgestimmte und nachhaltige Manahmen schaffen. Christine Fabricius, Naturschutzreferentin des BUND Baden-Wrttemberg

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    Ziel muss es sein, auch sie lebensfreundlicher als bis-her zu gestalten: durch weniger Dnger und Pestizide und eine Steigerung der Vielfalt, etwa der Feldfrchte. Bis dieses Ziel erreicht ist, sind die Netzstrnge des Bio- topverbunds als Wander- und Ausweichkorridore zwi- schen den greren Schutzgebieten umso wichtiger.

    Bei der Umsetzung des landesweiten Biotopver-bunds kommt es darauf an, das Netz enger zu knp-fen, mehr Strnge einzuziehen. Eine ausgerumte Agrarlandschaft zum Beispiel gilt als Flche mit ho-hem Raumwiderstand fr Zielarten wie die Wildkat-ze. Je nachdem, auf welche Tier- oder Pflanzenart die Vernetzungsmanahmen ausgerichtet sind, kommen Entsiegelung, Anpflanzungen, Gewsserrenaturierun-gen, Extensivierungs- und Pflegemanahmen dafr infrage. Konfliktstellen mit konkurrierenden Nut-zungen wie Straen, Bahntrassen, Siedlungen, Bau-

    Biotopverbund: Ein starkes Netz fr d en Naturschutz

    Der BUND geht voran Der grte existierende Biotopverbund-Korridor Deutschlands geht auf das politische und praktische Wirken des BUND zurck: das Grne Band an der ehemaligen innerdeutschen Grenze (www.bund.net/gruenes_band). Aktuell realisiert der BUND Landesver-band Baden-Wrttemberg drei Modellprojekte mit Be-zug zum Biotopverbund: Schmetterlingswiesen Stuttgart Wildkatzenkorridor zwischen Schnbuch und Hecken-

    gu: vgl. S.12 und BUNDmagazin 1/2014 Wildkatzen-Wegeplan in der Flurneuordnung: Pilot-

    projekt im Landkreis RastattWeitere Informationen: www.bund-bawue.de/biotop-verbund und www.schmetterlingsland.de

    Wildkatze (oben links), Rebhuhn (unten links) und Apollofalter (unten Mitte) brauchen vernetzte Lebensrume. Die Grnbrcke Aichelberg schafft Wildtieren einen bergang ber die A8 (rechts)

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  • 10 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

    BUNDjugendBaden-WrttembergRotebhlstrae 86/170178 Stuttgartfon 0711-61970-20fax [email protected] www.facebook.com/ BUNDjugend.BW

    Eine Pflanze als Blitz-

    ableiter Gibts das?

    Auf den Dchern alter Bauern-hfe oder Scheunen kann man hufig die Dachwurz entde-cken. Diese Pflanze bildet mit ihren dickfleischigen Blttern niedrige Rosetten und schiebt im Sommer lange Blten- stngel in die Hhe. Aber wie kommt die Dachwurz ber-haupt aufs Dach?

    Einen Hinweis geben Bei-namen wie Donnerwurz oder Donnerbart: Frher glaubten die Menschen nmlich, dass diese Pflanzen bei Gewitter wenn es blitzt und donnert

    Blitze abwehren. Vor mehr als 1.000 Jahren befahl deshalb der Herrscher Karl der Groe, sie auf alle Dcher zu pflanzen als Schutz vor Blitzschlag. Ganz schn clever! Denn heute vermuten Wissen-schaftler hinter den vielen spitzen Blttern der Rosetten tatschlich eine gewisse blitzabwehrende Wir-kung vergleichbar mit dem Spit-zeneffekt moderner Blitzableiter. Zudem bieten die dicht bewimper-ten Blattrnder eine enorme Ober-flche, auf der ein Blitz abflieen knnte. Unsere Vorfahren waren also genaue Naturbeobachter. Da kann man nur staunen!

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    Seit 21 Jahren bringt der Natur-tagebuch-Wettbewerb jedes Jahr hunderte Kinder dazu, sich spielerisch auf die Natur in ihrer Umgebung einzulassen. In die-sem Mrz wurden die Gewinner des Jahres 2013 vorgestellt. Und auch der Wettbewerb selbst erhielt eine Auszeichnung.

    Die Anziehungskraft des Projekts Naturtagebuch ist ungebrochen: ber 650 Kinder haben sich am Landeswettbewerb 2013 der BUND-jugend Baden-Wrttemberg betei-ligt. ber 100 von ihnen wurden am 29. Mrz im Rahmen einer feier-lichen Preisverleihung im Linden-Museum in Stuttgart fr ihre Arbei-ten ausgezeichnet. Im Beisein von Landwirtschaftsminister Alexander Bonde bergab Ursula Sladek, Stromrebellin aus Sch-nau und Trgerin des Deutschen Umweltpreises 2013, die Urkunden und Preise fr die schnsten Natur-tagebcher. Ihre Themen fast poe-tisch wie Nordsee, Nachthimmel, Wiese und Teich oder eher sachlich wie Der Wanderfalke lassen erahnen, welche unendlichen Mg-lichkeiten zur Naturbeobachtung der Wettbewerb zutage frdert.

    Kinder wollen Beobachtungen und Erfahrungen in der Natur aus erster Hand erwerben. Sie wollen etwas bewirken und selbst nach Ursachen und Zusammenhngen suchen das zeigen die Naturtage-bcher sehr eindrucksvoll, sagte Minister Bonde in seinem Gru-

    wort. Als Vorsitzender der Stiftung Naturschutzfonds, die das Projekt von Beginn an frdert, hatte er noch eine gute Nachricht. Denn das Projekt Naturtagebuch erhielt am gleichen Tag in Berlin die Auszeich-nung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Eine schne Anerkennung fr die seit Jahren engagierte Arbeit der BUNDjugend Baden-Wrttemberg und eine Besttigung fr die Stiftung Natur-schutzfonds, so Bonde.

    Auch Ursula Sladek war sichtlich beeindruckt von den Ergebnissen des Wettbewerbs, an dem sich Ein-zelpersonen, Gruppen und ganze Schulklassen beteiligen knnen. Mit dem Umweltschutz muss man schon ganz frh anfangen, sagte Sladek, dafr ist es wichtig, den Kindern die Liebe zur Natur zu ver-mitteln das Naturtagebuch tut das in besonderer Weise.

    In 21 Jahren haben wir mit diesem Projekt ber 100.000 Kinder erreicht, freute sich auch Projekt-leiterin Ladi Oblak von der BUND-jugend Baden-Wrttemberg, die den Wettbewerb mageblich be-treut und die Veranstaltung gemein-sam mit FJ-Mitarbeiterin Leonie Dieck organisiert hat.

    Naturtagebuch-Wettbewerb

    Naturerfahrung aus erster Hand

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    Bei der Preisverleihung oben rechts mit Landwirt-schaftsminister Alexander Bonde (vorne, 2. v. re.) und BUNDjugend-Geschftsfhrer Rainer Baur (re. auen)

  • [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 11

    Mit unseren Medien immer auf dem Laufenden BUNDjugend-Newsletter abonnieren: www.bundjugend-bw.de/aktiv-werden/klatschmohn BUNDjugend-Zeitschrift kriZ abonnieren: www.bundjugend-bw.de/aktiv-werden/kriz

    Es hatte sich schon herumge-sprochen, dass es in Vaihingen/Enz eine tolle BUNDjugend-Gruppe gibt: Sehr aktiv soll sie sein und sogar eine eigene Zeitung herausgeben. Seit Dezember letzten Jahres gehrt sie zur BUNDjugend Baden-Wrttemberg. Grnde genug, sie hier vorzustellen.

    Fast vier Jahre gibt es die Gruppe schon, viele Projekte hat sie in die-ser Zeit auf die Beine gestellt. Ihr Treffpunkt ist eine alte Scheune. Von dort schwrmen die 17 Jugend-lichen im Alter von 13 bis 16 Jahren zu ihren Aktionen aus. Ein Kruter-garten fr die Ensinger Grundschu-le, ein Gewssererlebnis-Platz und ein Teich gehen auf ihr Konto. Auch Kindergeburtstage in der Natur be-treuen sie gerne. Und ganz viel Ar-beit steckt natrlich im Kleiber, ihrer Zeitung fr Kinder, Jugend und Naturliebhaber.

    Die Idee fr die Zeitung hatte Florian vor drei Jahren, berichtet Susanne Huser-Essig vom BUND-

    Ortsverband Vaihingen/Enz, die die Kinder- und Jugendarbeit anstt und zusammenhlt, die ersten Ausgaben haben wir noch kopiert und das Titelblatt angemalt. Dann hat eine Mutter ihre professionelle Hilfe fr das Layout zur Verfgung gestellt. Seitdem werden die drei Jahresausgaben mit einer Auflage von 250 Stck gedruckt. Die Artikel schreiben die Jugendlichen selbst. Alle Kinder der Kindergruppen bekommen eine Ausgabe, 50 Ex-emplare gehen an die Grundschule Ensingen. Auf dem Wochenmarkt verteilen sie die neueste Ausgabe gegen eine Spende. Auch die Ein-nahmen aus Kindergeburtstagsver-anstaltungen und einige Extraspen-den decken einen Teil der Kosten.

    Hchst aktiv: die BUNDjugend-Gruppe Vaihingen/EnzWeil man mit Freunden in der Natur sein kann

    Die Gruppe ist kein Zufallspro-dukt, sondern das Ergebnis einer kontinuierlichen Kindergruppen-arbeit, die der BUND-Ortsverband Vaihingen/Enz seit zwlf Jahren be-treibt. Von Klassenstufe 1 bis 6 sind ber die Jahre insgesamt fnf Grup-pen entstanden auf diese Weise rcken auch in die Jugendgruppe immer neue Gesichter nach.

    Ziele fr die Zukunft gibt es reich- lich: Die BUND-eigene Streuobst-wiese will gepflegt sein und ebenso der Schulkrutergarten. Ein neues Projekt heit unser Dorf soll bun-ter werden. Dass ihnen die Ideen ausgehen knnten, diese Sorge ha-ben sie in Vaihingen/Enz nicht.

    Klimaschutz und Suffizienz mit diesem Schwerpunkt- thema beschftigt sich die BUND- jugend ab jetzt zwei Jahre lang. Wir suchen noch nach einem besse-ren Namen fr dieses knifflige The-ma, aber die Idee ist ganz einfach. Man knnte Dinge wie Handys oder Mbel, Klamotten oder Computer von vornherein besser machen und sie lnger nutzen. Sttattdessen pro-duzieren wir immer wieder Neues

    Wie machen wir es besser?und oft Unbrauchbares und werfen es dann bald wieder weg. Das ver-braucht Ressourcen und schdigt das Klima. Damit wollen wir von der BUNDjugend uns nicht abfin-den.

    Wir planen verschiedenste Ak-tionen und Veranstaltungen. Es gibt schon jede Menge Ideen, was man aus dem Thema Klimaschutz und Suffizienz alles machen kann: vom Umsonstregal ber einen Klimakochkurs bis zur Suffizienz-

    landkarte. Denn eins ist klar: Wenn es eine unendliche Ressource geben sollte, dann ist das die Fantasie und der Ideenreichtum. Und nur davon brauchen wir so viel wie mglich. Aus diesem Grund setzen wir gewaltig auf dich und deine Ideen. Melde dich bei Interesse einfach unter [email protected] oder hng dich ans Telefon: (07 11) 619 70-20. Wir freuen uns auf dich! www.bundjugend-bw.de/ schwerpunkt-klimaschutz- suffizienz

    Ich bin bei der BUNDjugend dabei ...

    weil es in Vaihin-gen sonst keine Mglichkeit fr Jugendliche gibt, sich fr die Um-welt einzusetzen. Bejna Yasar

    Bezirksverband Vaihingen/Enz Jugendgruppe EnsingenAusgabe 1/2014Winter /Frhling

    Ein Magazin fr Kinder, Jugend und NaturliebhaberDer

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    Unsere Serie:Lebensmittel aus der Region

    mit

    TierquizDer Armin Zeeb Preis

    1. Preis fr die BUND-Jugendgruppe Vaihingen/Enz

    CD-TippCD-TippCD-Tipp

    mit

    Tierquiz

    Witze

    Fr den Kleiber bekam die Gruppe den Armin-Zeeb- Preis 2013 des Kreis-verbands Bndnis 90/Die Grnen in Ludwigsburg (unten)

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    Collin

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  • gierten Ehrenamtlichen sowie der Stadt Herrenberg und der Gemeinde Nufringen.

    So wurden zum Beispiel Strom-masten in die Planung integriert, um die Trittsteine auch auf intensiv bewirtschafteter landwirtschaft-licher Flche realisieren zu knnen. Da die Masten bei der Bewirtschaf-tung eher hinderlich sind, bietet sich die Verbindung mit einem Tritt- stein an. Auch die Landwirte kn-nen mit dieser Lsung besser leben. Ein mit dem Energiebetreiber abge-stimmter Pflegevertrag stellt sicher, dass am Fue der Strommasten kleine Gehlzinseln gepflanzt wer-den knnen. Der Spatenstich auf der ersten BUND-eigenen Flche im Gewann Hasenwldle erfolgte Ende April, weitere Pflanzungen sind im kommenden Herbst geplant. Julia Taubmann, Projektleiterin

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    Region StuttgartWildkatzenkorridor nimmt Gestalt an

    Der Wildkatzenkorridor zwi-schen Herrenberg und Nufrin-gen macht weitere Fortschritte. Als Teil des BUND-Projekts Wildkatzensprung soll er den Tieren einen Zugang vom Schwarzwald zum Naturpark Schnbuch und spter Richtung Schwbische Alb erffnen.

    In der Korridor-Pilotregion im Landkreis Bblingen konnte der BUND nun vier Trittsteine auf Her-renberger und Kuppinger Gemar-kung sichern. Eine Flche kaufte er

    Umwelttipps in vielen SprachenVor zwei Jahren brachte der BUND Heidelberg im Rahmen eines interkulturellen Projekts einen Ratgeber mit Umwelt-tipps fr den Haushalt in deut-scher und russischer Sprache heraus. Der war erfolgreich und schnell vergriffen. Jetzt ist der zweisprachige Nachfolger Geld sparen & Umwelt scht-zen gleich in Russisch, Spa-nisch und Koreanisch auf dem Markt. Allerdings nicht als ge-druckte Broschre, sondern als PDF zum Herunterladen: www.bund-heidelberg.de

    Der BUND-Regionalverband Neckar-Alb ist dem guten Hei-

    delberger Beispiel gefolgt. Mit Untersttzung der Stadt Tbin-gen hat er in den Publikationen Energie nutzen Energie spa-ren und Konsumieren, ge- nieen und sparen wirksame und einfach zu verwirklichende Tipps auf Russisch und

    Deutsch zusammengestellt. Bei den Menschen aus den ehemaligen GUS-Staaten steht traditionell praktischer Um-weltschutz hoch im Kurs, zum Beispiel der Einkauf von saiso-nalen Produkten oder die Re-paratur defekter Gerte. Die Broschre knpft daran an und erschliet dieser Bevlkerungs-gruppe zugleich unsere kom-plexe Konsum-, Energie- und Abfallwirtschaftswelt. Sie ist gegen Versandkosten zu bestellen: (070 71)-94 38 85, www.bund-neckar-alb.de NO

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    McMhre im QuadratMcMhre sorgt in Baden-Wrt-temberg seit 2008 fr ein gesun-des Pausenfrhstck. Zugleich befhigt das BUND-Projekt Schlerinnen und Schler, ein Vorhaben von A bis Z zu organi-sieren und zielorientiert durch-zufhren. Dass gesundes Essen Spa machen kann, vermittelt McMhre jetzt auch in der Quadratestadt Mannheim. Gleich zwei Gruppen Jugend-liche einer Berufsvorbereitungs-manahme und Schler und Schlerinnen der Frderband Privatschule nahmen dort an

    dafr eigens an, drei weitere Tritt-steine werden auf ffentlichen Fl-chen im Rahmen der Flurneuord-nung realisiert. Trittsteine sind klei- ne Inseln, die den scheuen Wild-katzen in der offenen Landschaft Deckung bieten. Sie anzulegen ist ein Stck Arbeit und bedarf der Zustimmung vieler Akteure vor Ort. Tatkrftige Untersttzung kam in diesem Fall vom Flurneuordnungs- amt, den betroffenen Landwirten und Eigentmern, besonders enga-

    12 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

    Stichwort: Wildkatzensprung BUND-Spendenkonto-Nr. 4 088 100Sparkasse Singen-Radolfzell | BLZ 692 500 35IBAN DE64 6925 0035 0004 0881 00BIC: SOLADES1SNG Online-Spende: www.bund-bawue.de/spenden

    BUND

    Fr den Kauf geeigneter Tritt-stein-Flchen wie im Bild oben rechts bentigt der Bund noch Untersttzung.

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    Region StuttgartAn einem Tag die Welt verbessern

    denen Abteilungen vom Einkauf ber Produktion, Ver-kauf und Finanzen bis zur ffentlichkeitsarbeit sammeln sie zugleich Erfahrungen in einem mglichen Berufsfeld. Die Jugendlichen recherchie-ren, wo man saisonfrische Zutaten zu vernnftigen Prei-sen kaufen kann und kalkulie-ren die Preise fr ihr Angebot. Auch Exkursionen, etwa zu einem Wochenmarkt und einem Hhnerhof mit Lege-hennen, gehren zum Pro-gramm. In Mannheim sind sich Schulleiterin Ulrike Gockel und jugendliche Teilnehmer einig: Das war Spitze!

    Maren Schmid verstorbenMit dem Tod von Maren Schmid verliert der BUND eine engagierte Umwelt- und Natur-schtzerin. Seit mehr als 25 Jahren hatte sie sich im Orts-verband Karlsbad/Waldbronn

    in viele Projekte eingebracht. Herausra-gend war ihr Einsatz fr den Wald-bronner Krutergar-

    ten, den sie mitplante, ausge-staltete und jedes Jahr zum Blhen brachte. Mehrere Aus-zeichnungen fr den Ortsver-

    band, darunter der Kreisum-weltschutzpreis 1990 und der Landesnaturschutzpreis 2006 fr den Krutergarten, sind auf Maren Schmids Engagement zurckzufhren und strkten die Reputation des BUND. Schlielich wurde der Kruter-garten Waldbronn 2008 in die Beispielprojekte fr den grenz-berschreitenden Naturschutz aufgenommen, auch der SWR berichtete darber. Maren Schmid wurde 2011 mit einer Urkunde durch den Regional-verband Mittlerer Oberrhein geehrt. Sie verstarb am 18. Mrz nach schwerer Krank- heit. Der BUND gedenkt ihrer in groer Dankbarkeit.

    dem Projekt teil. Projektleiterin Birgit Eschenlohr wei aus Er-fahrung: Viele Schler kommen ohne Frhstck zur Schule. Doch ohne vernnftiges Essen keine Leistung. Um ihren Mit-schlern und Lehrkrften einen gesunden Pausensnack anbie-ten zu knnen, grnden die Schlerinnen und Schler eine Schlerfirma. In den verschie- NO

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    [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 13

    Am 14. Mrz startete offiziell der Veggieday Stuttgart mit motivierten Untersttzern, elf teilnehmenden Restaurants und einer Reihe guter Grnde.

    Vegetarisches Essen ist lecker, gesund und vielseitig. So lautet die Botschaft des Veggieday. Wer mitmacht, tut auerdem etwas fr Tier- und Klimaschutz und die glo-bale Gerechtigkeit. Fast ein Jahr hat der BUND-Kreisverband mit einer Kampagne die Einfhrung des Veggieday in Stuttgart vorbereitet. Untersttzung kam von Slowfood, Greenpeace und dem Vegetarier-bund Deutschland.

    Erste Erfolge sind zu verzeich-nen: In der Schwabenmetropole halten sich bereits elf teilnehmende Restaurants und Kantinen an die Spielregeln des Veggieday. Einmal pro Woche bieten sie mittags und abends mindestens ein bis zwei ve-getarische oder vegane Gerichte an.

    Fr Thomas Burghoff, Leiter der AWO-Seniorenzentren Fasanenhof und Salzcker, sind es vor allem die kologischen Aspekte und der spar-same Umgang mit Ressourcen, die ihn am Veggieday berzeugen. Kat-inka Keller vom Caf Stella liegt be-

    sonders daran, ein Umdenken beim Fleischkonsum zu untersttzen.

    Natrlich ist niemand gezwun-gen, am Veggieday auf Fleisch zu verzichten, betont die Vorsitzende des BUND-Kreisverbands, Clarissa Seitz. Wir wollen den Menschen nherbringen, dass vegan-vegeta-rische Gerichte jeden Speiseplan genussvoll und vielseitig erweitern.

    Das Ziel der Auftaktveranstal-tung, noch mehr Gste und Gastro-nomen fr das fleischlose Angebot zu begeistern, kam gut an. Auf dem Markt der Gensse kosteten etwa

    150 Besucherinnen und Besucher die ganze Palette der vegetarischen Kche aus. Interessante Vortrge und Bchertische rundeten die Veranstaltung ab.

    Wenn es nach den Leuten vom BUND Stuttgart geht, machen bis Ende des Jahres mindestens fnfzig Restaurants beim Veggieday mit.

    Dafr werden sie in den kommen-den Monaten verstrkt werben. Silvia Hmmerle, Kreisgeschftsfhrerin

    Weitere Informationen erhalten Sie beim BUND Stuttgart, Tel.: (07 11) 619 70-30, [email protected], www.veggieday-stuttgart.de

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    14 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

    Zeigt her eure Fe!

    Der Beilsteiner Barfupfad ist ein toller Beleg dafr, was eine kleine BUND-Ortsgruppe auf die Beine stellen kann. Mit einer zndenden Idee, den richtigen Helfern und einem langen Atem.

    Es war im August 2012, als die Aktiven des BUND Beilstein, Kreis Heilbronn, die Initiative ergriffen, fr die Beilsteiner Brger einen Barfupfad zu bauen. Als kleine Ortsgruppe mit sechs aktiven Helfern konn-te sie allein nicht die ntige Manpower aufbringen, so viel war klar. Doch der rtliche NABU, der Schwbi-sche Albverein und der Frster lieen sich berzeugen und zogen mit. Als Standort war schnell ein stdti-scher Platz am Schmidbach gefunden. Auch die Geneh- migungshrde im Gemeinderat lie sich mit viel ber- zeugungsarbeit knacken bei nur zwei Gegenstimmen konnten die BUND-Aktiven das 7.000-Euro-Projekt durchsetzen.

    Nach einem langen Winter ging es im Mai 2013 endlich los. Mit Untersttzung des Bauhofes, der einen Bagger stellte, wurden die einzelnen Felder fr den Pfad ausgehoben und ein wurzeldichtes Unkraut-vlies verlegt. Darauf kamen fnf Tonnen Schotter.

    Im Juni dann ein herber Rckschlag: Starker Regen berflutete den Pfad und schwemmte den Kies he-raus. Doch die BUND-Aktiven lieen sich nicht ent-mutigen. Nach und nach nahm der Barfupfad Ge-stalt an. Die rtliche Presse begleitete das Vorhaben mit amsanten Geschichten, die Bevlkerung nahm regen Anteil. Ein Spendenaufruf der Stadt brachte genug Geld fr die Fllstoffe. Auch die BUND-Natur-kindergruppe sammelte eifrig Material.

    Sogar in das stdtische Kinderferienprogramm baute die BUND-Gruppe den Barfupfad mit ein. Die Nhe zum Bach wollten sie irgendwie nutzen. So hat-ten die Kinder groen Spa daran, ein Wasserrad zu basteln und im Bach einzusetzen.

    Am 13. September war es schlielich so weit: Br-germeister Patrik Holl weihte den Barfupfad ein. ber 60 Brger und auch die regionale Presse lieen sich das Ereignis nicht entgehen. Joachim Maxeiner, Erster Vorsitzender der BUND-Gruppe, sah zufrie- den das Ziel erfllt: der Barfupfad als Treffpunkt fr Alt und Jung und als originelles Naturerlebnis. Der Pfad wird auch in diesem Jahr wieder neu in Schuss gebracht.

    Wir laden alle Natur- und Umweltinteressierten herz-lich ein, bei uns mitmachen! mit diesem Motto geht die neue BUND-Gruppe Mittleres Kinzigtal an den Start. Auftaktveranstaltung war im Januar. Die neue Gruppe mchte fr die Belange von elf Stdten und Gemeinden rund um die Stadt Hausach im Schwarz-wald zustndig sein. Karl-Heinz Wssner aus Haslach, Angelika Kalmbach-Ruf aus Wolfach und Wolfgang Winterhalter aus Hausach bilden das Grndungsteam. Untersttzung fr die Neugrndung kam von Petra Rumpel, Leiterin der BUND-Kreisgeschftsstelle Orte-nau und BUND-Regionalgeschftsfhrer Axel Mayer. Sie berichteten, was der BUND in der Region so alles macht und erzeugten das ntige Wir-Gefhl. Die Gruppe will auf die Schulen und Gemeinden zugehen.

    Ihre Schwerpunkte sieht sie in der Umweltbildung und der praktischen Hilfe fr bedrohte Arten. Auch in der kommunalen Umweltpolitik will man mitmischen. Um sich bekannt zu machen, wollen die Aktiven auf Wochenmrkten und Veranstaltungen Prsenz zeigen.Grndungstreffen: Donnerstag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Gast-haus Blume, Hausach. Kontakt zum BUND Mittleres Kinzigtal: [email protected]

    Neue BUND-Gruppe im Kinzigtal

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    14 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [2-14]

    Natur hautnah erleben der Barfupfad ldt dazu ein.

  • [2-14]BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 15

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    Der sprichwrtliche Unkenruf klingt eher wie Glockengelut. Dem Gesang der Tiere sagt man wohl daher Schlechtes nach, weil ihr Ruf besonders hufig vor dem groen Regen ertnt. 2014 ist die Gelbbauchunke Lurch des Jahres. Anlass genug fr die Aktiven der BUNDjugend Radolfzell, dieser euro-paweit geschtzten Amphibienart vier Laichgewsser vorzubereiten.Nach Absprache mit dem Umwelt-amt entfernten sie Anfang Mrz Mll aus mehre-ren Tmpeln. Sie befreiten die Gewsser vonLaub und faulen-dem Moos und schnitten Buschwerk zurck, damit die sonnenhungrigen Tiere beim Ablaichen im Frh-jahr beste Bedingungen vorfinden. Auch Grasfrsche und Libellen profitieren von der Arbeit der Aktiven. Und den jungen Leuten machte die Arbeit mit Harken, Spaten und Astschere sichtlich groen Spa. Natur- und umweltinteressierte Jugendliche sind bei der erst krzlich gegrndeten Radolfzeller BUNDjugend bri-gens herzlich willkommen.

    Not macht erfinderischLeben im Totholz

    Was tun, wenn Streuobstbestnde Opfer der Ket-tensge werden? Wenn damit nicht nur ein wertvoller Teil unserer Natur- und Kulturlandschaft verschwindet, sondern auch viele Tierarten ihren Le-bensraum verlieren? Die BUND-Aktiven in Wolperts-wende und Fronreute im Landkreis Ravensburg stan-den vor dieser Frage und beschlossen zu retten, was zu retten ist. Nach dem Vorbild eines Workshops der Naturschutztage 2012 bauten sie drei Totholz-Pyrami-den. Die Totholzstmme werden dazu pyramidenfr-mig aufgestellt und solide im Boden verankert. In die-ser Anordnung bleibt das Holz oben trocken und kann sowohl Fledermusen als auch anderen Bewohnern von Streuobstwiesen Unterschlupf bieten. Leichter geht es, wenn man passende Gerte, etwa einen Front- lader, zur Verfgung hat. Die BUND-Aktiven waren daher froh, dass sie auch Landwirte, Mitarbeiter der Gemeinde und freiwillige Helfer auerhalb des BUND fr die Aktion gewinnen konnten. In einem Fall unter-sttzten sie die Gemeinde Wolpertswende bei der Umwandlung eines nicht funktionsfhigen Fleder-maus-Habitats. Zwei weitere Totholzpyramiden er-richteten sie auf einer Streuobstwiese in Patenschaft des BUND-OV Schenkenwald und auf dem Privat-grundstck einer engagierten Fronreuter Brgerin. Bauanleitung bei: Wilfried Scheremet, Mitglied des BUND-OV Schenkenwald und der AG Naturschutz des BUND-Landesverbands, [email protected]

    Aktion der BUNDjugend RadolfzellZum Wohl der Unke

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    Zukunft fr die Natur, durch ein Vermchtnis an den BUND.

    Danke fr Ihre Untersttzung!

    Wir haben gemeinsam viel erreicht. Und wir haben viel vor. Die Zukunft der Natur beginnt jetzt. Mit Ihnen?

    Erbschaftsunterlagen unter www.bund-bawue.de/meine-erben 07732 1507-17

    Schmetterlingsseminar

    Schmetterlinge sind ein wunder-bares Thema, um Kinder mit heimi- scher Natur vertraut zu machen. Aus dem jngsten BUND-Umwelt- bildungsseminar im Mrz 2014 in Schwbisch Gmnd, angeleitet von Naturpdagogin Angela Klein, nahmen 16 Natur-schutzaktive, Kindergrtnerinnen und Lehrerinnen einen vollen Ideenrucksack fr ihre berufliche Praxis mit. Infos zu hnlichen Angeboten des BUND Baden-Wrt-temberg: [email protected]

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    Totholzpyramiden lassen sich an vielen geeigneten Pltzen aufstellen.

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  • ImpressumHerausgeber: BUND Landesverband Baden-Wrttemberg e.V., Marienstrae 28, 70178 Stuttgart, Telefon (07 11) 62 03 06-0, Fax-77, [email protected], www.bund-bawue.deVerlag: BUND-Service GmbH, Mhlbachstrae 2, 78315 Radolfzell-Mggingen, Telefon (077 32) 15 07-0V.i.S.d.P.: Dr. Brigitte DahlbenderRedaktion: Gisela Hber, [email protected]: Ruth Hansmann, Runze und Casper Werbeagentur GmbH, Telefon (030) 280 18-145, Fax: -400, [email protected]: Gorbach, Bro fr Gestal-tung und Realisierung, Utting am Ammersee und AugsburgISSNO 722-3188 BUNDmagazin E 3098 Postvertriebsstck, Gebhr bezahlt.Das nchste BUNDmagazin erscheint am 16. 8. 2014

    Mitgliederversammlungen KV EmmendingenDienstag, 8. Juli 2014, 19.00 Uhr Pizzeria Belvedere, Waldkircherstrae 36, DenzlingenTagesordnung: 1. Vorstandsbericht von 2013/2014, 2. Kassenbericht, 3. Entlas-tung von Kassierer und Vorstand, 4. Ausblick auf 2015, 5. VerschiedenesAnschlieend berichtet Renate Hund anhand von Fotos ber ihren drei-monatigen Aufenthalt in einem Projekt fr biologischen Landbau in Panama. KV KonstanzMittwoch, 4. Juni 2014, 18.00 Uhr Besichtigung von Natur-schutzprojekten, Pestalozzi Erlenhof, Stockach-Wahlwies19 Uhr Mitgliederversammlung I-Treff, Pestalozzi Kinder- und Jugend-dorf, Stockach-Wahlwies, www.pestalozzi-kinderdorf.de/ ueber-uns/anfahrt/ Tagesordnung: 1. Begrung, 2. Fest-legung der Tagesordnung, 3. Bericht des Vorstandes, 4. Bericht des Kassen-fhrers und der Kassenprfer, 5. Entlastung des Vorstandes, 6. Neu-wahl des Vorstandes, 7. Berichte aus den Ortsgruppen, 8. Verleihung der BUND-Regionalmedaille, 9. Verschiedenes

    RV Mittlerer OberrheinMittwoch, 25. Juni 2014, 19.30 UhrJubez am Kronenplatz, Karlsruhe (neuer Termin aufgrund unvermeid-barer Verschiebung des April-Termins)Tagesordnung: 1. Begrung und Festlegung der Tagesordnung, 2. Vortrag, 3. Jahresbericht des Vor-stands, 4. Kassenbericht, 5. Bericht der Kassenprferinnen, 6. Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstands, 7. Nachwahlen (Delegierte und Vor-stand), 8. Haushaltsplan 2014, 9. Antrge, 10. Verschiedenes. Antrge sind bis sptestens 15. 6.14 an den Vorstand zu richten.

    Faktencheck Windenergie in 2. AuflageNeuer Jahresbericht ist da

    Das BUND-Jahr 2013 prsentiert mit zahlreichen Fotos und Begleittexten Aktionen und Erfolge des BUND Baden-Wrttemberg vom Naturschutz ber Umwelt- und Energiepolitik, Nachhaltigkeit bis zu Umweltbildung und Kommunikation. Ausblicke auf 2014, ein Finanz- und ein Adressteil ergnzen den Bericht, kostenlos erhltlich unter: Telefon: (077 32) 150 70, [email protected]

    Der Faktencheck Windenergie versammelt die hufigs-ten Einwnde gegen die Windenergie und stellt die Antworten von BUND und NABU vor. Die aktualisierte Auflage ist als gedrucktes Exemplar kostenfrei gegen eine Versandkostenpauschale von 2 Euro zu bestellen unter: [email protected] oder als Online-Version abrufbar unter: www.bund-bawue.de/faktencheck

    Das BUND-Jahr 2013in Baden-Wrttemberg

    Am 9. Mrz jhrte sich zum dritten Mal die nukleare Katastrophe von Fukushima. Mit Demonstrationen am AKW Neckarwestheim und am Oberrhein, mitorganisiert vom BUND, erinnerten Tausende an den atomaren Super-GAU in Japan. Al-lein am Oberrhein versammelten sich ber 8.000 Menschen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf neun grenzberschrei-tenden Rheinbrcken von Stra-burg bis Schaffhausen und beim AKW Fessenheim. Bei schnstem

    Frhlingswetter zeigten sie ihre Visi-on von einem solidarischen Europa ohne Atomanlagen.

    Bis heute ist die Lage in Fukushi-ma nicht unter Kontrolle. Die zer-strten Reaktoren werden nach wie vor mit riesigen Wassermengen von auen gekhlt. Dabei gelangt tg-lich radioaktives Khlwasser in den Pazifik und damit in den Nahrungs-kreislauf. Doch Fukushima scheint in den Kpfen vieler Politiker und Politikerinnen schon weit weg und vergessen.

    Erinnerung an Fukushima

    Samstag, den 28.6.2014, Schwaben- landhalle in Fellbach bei StuttgartWann gehts endlich vorwrts mit dem Ausbau der Windenergie in Baden-Wrttemberg? Wie kann man den Ausbau vorantreiben und gleichzeitig die Natur schtzen? Welche Widerstnde gilt es zu berwinden, welche Lsungen zeichnen sich ab und welche Akteure spielen eine Rolle? Disku-tieren Sie darber mit Umwelt- und Naturschutzaktiven, mit Ver-waltungsfachleuten und der Wind-

    Ganztgige BUND-Veranstaltung:Windenergie + Natur = Mglich?!

    energiebranche. Die ganztgige BUND-Veranstaltung soll einen wichtigen landesweiten Impuls fr den naturvertrglichen Ausbau der Windenergie setzen. Organisiert wird sie vom Dialogforum Erneuer-bare Energien und Naturschutz. Fr den Begrungsvortrag konnten wir Ministerprsident Kretschmann gewinnen. Informationen zum Programm unter: www.bund-bawue.de/moeglich. Anmeldung, Fragen und Anregungen unter: (07 11) 62 03 06-26 oder [email protected]

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