BUNDmagazin BaWü 4/2012

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BUNDmagazin des BUND Landesverband Baden-Württemberg Thema: Umweltbildung im BUND

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  • [ 4 - 12] BUNDmagazin Baden-Wrttemberg 1

    Baden-WrttembergBUNDmagazin 4-2012

    Umweltbildung: Erleben, staunen, lernen Sie vermitteln zukunftsfhiges Denken und leiten Exkursionen fr Naturbegeisterte, sie bringen Familien das Energiesparen bei und zeigen Kindern das Leben an Teich und Bach: ber 1.000 Menschen sind in der Umweltbildung bei BUND und BUNDjugend in Baden-Wrttemberg aktiv. Gemeinsam stellen sie ein attraktives Angebot auf die Beine, das ber 25.000 Menschen pro Jahr nutzen. Wer Lust hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, findet in der Umweltbildung ein anspruchsvolles und erfllendes Bettigungsfeld. Wie das konkret aussieht, welche Ziele BUND und BUNDjugend in Baden-Wrttem- berg damit verfolgen und wie Sie an passende Angebote oder Mit-mach-Mglichkeiten herankommen dazu erfahren Sie mehr auf den folgenden Seiten.

    Editorial Lange Linien | 2 | Intern Frie geht, Personalien | 2 3 |

    Kommentar Potenzialstudie Klimaschutz | 3 |

    Aktuell Umweltbildung | 4 6 |BUND-Meldungen | 7 |Naturschutz Streuobst-Lndle | 8 9 |Jugend Kindergruppe hningen, Momo-Stiftung frdert Umweltbildung

    | 10 | Die BUNDjugend-Geschftsstelle | 11 | Aktiv 10 Jahre Kigrulei, Frischer Wind in Stuttgart | 14 | Zwei neue Landesbeauftragte | 15 |Regionen Solarpark Mooshof, McMhre im Schloss, Regionalmeldungen | 12 13 | Termine Naturschutztage 2013, Veranstaltungen, MVs | 16 |

    BUND Landesverband Baden-Wrttembergwww.bund-bawue.de

    Inhalt

    Gerh

    ard S

    tum

    pp

  • 2 BUNDmagazin Baden-Wrttemberg [ 4 - 12 ]

    R ATG E B E R

    K O M M E N TA RK O M M E N TA R

    R ATG E B E R

    LAN DESPOLITI K LAN DESPOLITI K

    EN ERGI E EN ERGI E

    NACHRU F NACH RU F

    BU N D-REISE BU N D-REISE

    NATU RSCH UTZ NATU RSC H UTZ

    PORTRAITPORTRAIT

    BUND MACHT BUNT BUND MACHT BUNT

    Berthold Frie verlsst den BUND-Landesverband, um ab 15. November seine neue Funktion als Fraktionsgeschftsfhrer von Bndnis 90/Die Grnen im baden-wrttembergischen Landtag aufzunehmen. Wir beglckwnschen ihn zu seiner neuen, herausfor-dernden beruflichen Ttigkeit, bedanken uns fr seine hervorragende Arbeit und das stets offene und freund-liche Miteinander.

    Vier Jahre war Berthold Frie als Landesgeschfts- fhrer des BUND ttig. Von Anfang an nahm er seine Aufgaben mit viel Engagement und guten Ideen wahr. In sehr kurzer Zeit erwarb er ein beeindruckendes Wissen rund um die Vorgnge im Verband, was nicht zuletzt seiner groen Kommunikationskompetenz so-wohl innerhalb des Verbandes als auch nach auen hin zu verdanken war. Offen und konstruktiv agierte er, um in gemeinsamer Anstrengung mit vielen Ehren- und Hauptamtlichen Bestmgliches fr den BUND und dessen Ziele zu erreichen.

    Neben seiner Verantwortung fr die Landesge-schftsstelle lag sein thematischer Schwerpunkt auf dem Thema Energiepolitik, wo er von Politik, Verwal-tung und Medien als kompetenter Gesprchspartner gefragt war. Berthold Frie hat unsere strategische Arbeit ganz wesentlich vorangebracht. Dies betrifft

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    es sind die langen Linien, an denen wir den Erfolg un-serer Arbeit messen. Schon in den 1960er Jahren pran-gerte der BUND die Nutzung der Atomenergie an. Ge-meinsam mit anderen haben wir in jahrzehntelanger Arbeit den Boden bereitet fr den 2011 beschlossenen Atomausstieg. Und wir legen weiter den Finger in die Wunde. Zu den Themen Sicherheit, Endlager und Rckbau gibt es noch jede Menge unbeantwortete Fragen. Ein anderes Beispiel: Bereits Ende der 1980er Jahre hat sich der BUND mit den berlegungen zu Stuttgart 21 auseinandergesetzt und positionierte sich frh dagegen. In den vergangenen Jahren waren wir ein mageblicher Akteur in der Auseinanderset-zung ber dieses Vorhaben, wir haben das ffentliche Moderationsverfahren und die Volksabstimmung mit durchgesetzt. Wir haben juristische Erfolge fr den Naturschutz bei Stuttgart 21 erstritten und begleiten das Vorhaben auch nach dem Volksentscheid mit un-serem Sachverstand weiter kritisch.

    Ich selbst durfte die letzten vier Jahre diese langen Linien der Arbeit fr Umwelt und Naturschutz mit-gestalten. Ich hatte dabei das Glck, mit den vielen engagierten und kompetenten hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des

    Landesgeschftsfhrer Berthold Frie verlsst den BUND

    Edito

    rial

    BUND zusammenarbeiten zu knnen. Sie sind die Er-folgsgaranten und das Herzstck der Arbeit unseres Verbandes. Und sie stehen dafr, dass die Arbeit des BUND immer auch konkrete Alternativen aufzeigt. So hat der BUND schon frh die Erneuerbaren Energien als Alternative zur Atomkraft ins Spiel gebracht und mit dem Kopfbahnhof 21 ein Gegenmodell zu Stuttgart 21 kreiert.

    Auch heute und knftig stehen wichtige Themen an. Den Nationalpark Schwarzwald gilt es erfolgreich zu gestalten, die Reform der Agrarpolitik oder der ver-antwortungsvolle Umgang mit Energie stehen in Ba-den-Wrttemberg erst am Anfang. Die Arbeit an den langen Linien geht also weiter.

    Ich bedanke mich sehr herzlich fr alle Unterstt-zung meiner Arbeit als politischer Geschftsfhrer von 2008 bis 2012 und wnsche Ihnen und der Arbeit des BUND viel Erfolg, treffende Kritik, gute Ideen und den notwendigen finanziellen, praktischen und politischen Rckenwind.

    Ihr

    Berthold FrieLandesgeschftsfhrer

    besonders die inhaltliche Schwerpunktsetzung, die Jahresplanung und die Neuorganisation der Regio-nalgeschftsfhrerInnentagungen. Auch etliche neue Projekte sind seiner energischen Arbeit zu verdanken, so das Auftreten des BUND in den Neuen Medien oder das Projekt Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz.

    Vorstand, Kolleginnen und Kollegen bedauern den Weggang von Berthold Frie und wnschen ihm auch im Namen unserer BUND-Mitglieder alles Gute und viel Erfolg.Dr. Brigitte DahlbenderLandesvorsitzende des BUND Baden-Wrttemberg

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  • Neuer Projektleiter DialogforumMartin Kppel ist seit September 2012 Projekt-leiter des Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz. Er nimmt die Aufgabe zusammen mit seiner Kollegin beim NABU, Heike Schmelter, wahr.

    Kppel ist 33 Jahre alt und Vater zweier Shne im Alter von drei und fnf Jahren. Aufgewachsen ist er in Singen am Hohentwiel, in seiner Freizeit ist er in der Natur beim Wan-dern, Klettern oder Kanufahren zu finden.

    Promoviert hat er an der Univer- sitt Tbingen im Bereich der inter-

    nationalen Umweltpolitik, daneben hat er als Gast-wissenschaftler am Potsdam Institut fr Klimafolgen-forschung gearbeitet. Nach der wissenschaftlichen Beschftigung mit Umweltthemen geht es ihm nun darum, ganz konkret etwas zu bewirken: Dass die Energiewende in Baden-Wrttemberg gelingt, dass dabei aber auch genau hingeschaut wird, welche Gebiete zum Beispiel aus Naturschutzgrnden fr die Windenergienutzung ungeeignet sind. Auf all das und natrlich auch auf viele spannende Kontakte freut sich Martin Kppel.Kontakt: [email protected], Telefon: (07 11) 62 03 06 -27

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    Klimaneutralitt ist kein SelbstluferGroe Erfolge ziehen neue Herausforderun- gen nach sich. Das gilt auch fr den BUND Ba-den-Wrttemberg, der seit Jahren darauf hinarbei-tet, dass das Biosphren- gebiet Schwbische Alb zur Klimaschutzregion mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien wird. Nun ha-ben die Verantwortlichen diese Perspektive als Ent- wicklungsziel in das Rahmenkonzept fr das Bio-sphrengebiet aufgenommen. Jetzt heit es, diese vom BUND entwickelte Vision zusammen mit den Menschen vor Ort umzusetzen.

    Einfach wird das nicht, das war von Anfang an klar. Also hat der BUND als ersten Schritt eine Potenzial-studie vorgelegt. Sie beschreibt die Mglichkeiten fr den Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Steigerung der Energieeffizienz und schtzt ab, wie hoch die re-gionale Wertschpfung durch diese beiden Bereiche ausfallen knnte. Das Umweltministerium Baden-Wrttemberg und die Heidehof-Stiftung haben die Studie finanziell gefrdert, erstellt hat sie das Institut fr Energie- und Umweltforschung (ifeu).

    Die Potenziale sind erheblich: Allein mit ambitio-nierter Energieeffizienz kann der Energieverbrauch im Gebiet bis zum Jahr 2040 um fast die Hlfte reduziert werden. Und der engagierte und naturvertrgliche Ausbau der Erneuerbaren Energien nach BUND-Krite-rien knnte bis 2040 gut die Hlfte der dann noch be-ntigten Energie liefern.

    Dies bedeutet jedoch auch, dass die heute bekann-ten Potenziale der Energieeffizienz und des Ausbaus der Erneuerbaren nicht ausreichen werden, das Bio-sphrengebiet zur selbstversorgenden Klimaschutzre-gion zu machen. Es muss folglich noch ein drittes Ele-ment der Energiewende dazukommen, nmlich der andere Umgang mit Energie.

    Das Biosphrengebiet Schwbische Alb ist ein rela-tiv dnn besiedelter und wirtschaftlich nur schwach genutzter Raum mit guten Bedingungen fr die Nut-zung von Wind- und Sonnenenergie. Aber selbst hier wird es nicht mglich sein, die Klimaschutzziele ohne deutliche Erfolge bei der Energieeinsparung zu errei-chen. Fr Gesamtdeutschland gilt diese Aussage erst recht. Wenn wir mit der Energiewende zum Ziel kom-men wollen, dann brauchen wir einen anderen Um-gang mit Energie. Dieser Aspekt muss breit in unserer Gesellschaft diskutiert werden.Berthold Frie, Landesgeschftsfhrer

    Download der Studie und Informationen zur Klimaschutzregion: www.klimaschutz-region.de Internetseite des BSG mit Infos zum Rah-menkonzept: www.biosphaerengebiet-alb.de

    Zwei neue FJler in der Landesgeschftsstelle

    Karsten Fahrner, 20 Jahre alt, hat zum September sein Freiwilliges kologisches Jahr in der Landesgeschftsstelle in St