Burnout erkennen und Hilfsmaßnahmen einleiten

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    25-Jan-2015
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    Healthcare

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Es ranken sich viele Fragen um Burnout. Aber woran Burnout erkennen? Wie grenzt sich Burnout zu klinischen Depressionen ab? Was tun, um Betroffene zu unterstützen bzw. vielleicht sogar vorbeugend tätig zu werden? Fragen wie diese waren Teil meines Vortrags auf der fünften Fachtagung für Kliniksozialarbeiter und Kliniksozialarbeiterinnen.

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  • 1. Burnout erkennen undgeeignete hilfsmanahmenergreifenUlrikeBossmannNUR VOLLSTNDIG MITMNDLICHER PRSENTATION

2. { }einfhrungtoburnout=ausbrennenH.Freuden-berger(1970erJahre)ZustandtotalerErschpfungbeinormalenIndividuenKeineeigenstndigeDiagnoseArbeits-bezogenerStressanhaltenderStressbeigleichzeiPgerRessourcen-knappheit 3. { }Stress-dasFehlenvonKontrolle(M.Spitzer)BedeutungvonRessourcenverlusten! 4. { }einfhrungOrganisaPon& Person 5. { }BURNOUT ERKENNEN 6. { }Progressiver verlauf auf leisen sohlen:Burnout als arbeitsbezogenerEnergieverlustBegeisterung,EngagementSPllstand,FrustraPonStagnaPonApathie 7. { }Symptombild von burnoutKern-symptomeErschpfungBeruflicheIneffekPvittDistanzierungundZynismusWas solldas alles?Bring iches noch?Ich kannnichtmehr.Maslach,C.,Schaufeli,W.etal.2001,JobBurnout.AnnualReviewofPsychology52:397-422 8. { }Symptombild von BurnoutEmoPonalKogniPvKrperlichVerhaltenZwischen-menschlichLustlosigkeit,bellaunigkeit,Gereiztheit,GefhledesVersagens,GefhlderEinsamkeit,Zynismusnichtabschaltenknnen,KonzentraPons-schwierigkeiten,GedankenkreisenpermanenteMdigkeit,Maggkeit,Erschpfung,Magen-Darm-Beschwerden,Herz,TinnitusSchlaf-strungen,verstrkterSuchtmiiel-konsum,LeistungsabfallIsolaPonundRckzug,gereiztesVerhalten(Ichkennemichselbstnichtmehr)EigeneBeobachtungen&BeschreibungenderKlienten 9. { }Burnout als Folge anhaltenderArbeitsberforderung und BelastungenArbeitsberforderung&BelastungenVegetaPveStresssymptome,ErschpfungAndauerndeberforderungBurnout(Z73.0)Erschpfung,Zynismus,LeistungsminderungLeistungseinschrnkungeChronifizierterStressnFolgeerkrankungenz.B.Depression,Angsterkrankungen,Suchter-krankungen,Hypertonie,Tinnitus,Koronarerkrankungen,Psychoseusw.Regene-raPonRegene-raPon 10. { }Differentialdiagnose burnout -depressionWaswrdenSietun,wennSienichtderarterschpkwren?BurnoutIdeen,diewegenderErschpfungnichtumsetzbarscheinen/sindDepressionKeineIdeen,MoPvaPonverloreni.d.R.kontextbezogen(Beruf)Eherkontexorei 11. { } 12. { }12Burnout entstehtnicht im luft-leerenRaum 13. { }turbokapitalismus & globalisierung2EntgrenzungundFlexibilisierungvonArbeitvonArbeit,gesteigerteMobilitts-undAnpassungsforderungen,MulPopPonalitt3ArbeitsverdichtungundBeschleunigungmulPpleZugehrigkeiten,anhaltenderQualifizierungsdruck,VerlustvertrauterBindungen,Vereinzelung1konomisierungMehrLeistungs-undWeibewerbsdruck,kurzfrisPgeGewinnmaximierung,prekreBeschkigung,stndigeReorganisaPon4SubjekOvierungderArbeitBeschkigtealsUnternehmerischeSelbststndige,indirekteSteuerung,interessierteSelbstgefhrdung 14. { }DieHerausforderungDieAtemlosigkeitdesSystemsundseineberlastungenverstrkenseinInteresseanVernderungenersterOrdnung.Grossmann(2002),S.18714 15. { }15Was kann ich inmeiner Rolle tun? 16. { }WastunSie,wennanIhremAutoeinLmpcheninderArmaturblinkt?Sienehmenwahr,dasseinLmpchenblinktundentscheidendann,z.B.: Handbremse:schnellhandelnundHandbremselsen Motorelektronik:indieWerkstaifahren 17. { }selbstfrsorge 18. { }Was sie tun knnen: eigentlich nichtsneuesGeschtzteKommunikaPons-rumebieten:InformaPonensammeln,OrienPerungbieten,Bedenkeneinflieenlassen,ZUHRENLotsen-funkPonber-nehmenKonkretebungenundAnregungen 19. { }VierRollenverfhrungen 20. { }Rollenver-fhrungenEsistwieesistmachenwirdasBestedarausDieZukunkwarfrherauchbesserEsistwieesistundesistfurchtbarSagen,wasgehtundwasnichtgehtSchweitzer&Zwack,Tagung,November2013inKlnWozufhlenSiesichinIhremArbeitskontexteingeladen? 21. { }Unrealistische selbstwahrnehmung?!Gaymann, P. (2002). Ich bin ein Adler. Gaymanns beste Hhner. Eichborn-Verlag 22. { }Burnout als parteiliches konstruktGute Grnde fr BurnoutGrenzerfahrung, welche den Betroffenen zwingt sein Leben, seineEinstellungen, Werte, neu zu berdenken (seelisch, geistig, krperlich) Bezug zur Mitwelt, (Beziehungen privat, Chef, Kollegen) Prioritten: Arbeitslast vs. Ausgleich (sozial, geistig, krperlich) Sinnfragen: Lebensqualitt, VisionAktives Geschehen: Krankheit als Ausdruck von Lebendigkeit? Krankheitals Reaktion auf Verlust der Unabhngigkeit (z.B. Leistungszwang) &Freiheit 23. { }INTERVENTIONEN FR UNDMIT KLIENTEN 24. { }Flieendes gleichgewicht vonressourcen und belastungAkPvierungundgezielterAuxauvonRessourcenGezielteRegulierungderBeanspruchungBelastung Ressourcen 25. { }RessourcenbewahrungstheorieBurnout=ErgebnisdeskonPnuierlichenAuxrauchensderEnergie-undBewlPgungsressourceneinerPersoninfolgechronischerStressbelastungenamArbeitsplatz;Schweregrad=AusmadesarbeitsbedingtenEnergieverlusts2Prinzipien:DieberlegenheitvonRessourcenverlusten:RessourcenverlustehabendisproporPonalstrkereAuswirkungenalsRessourcengewinneInves55onvonRessourcen:MenschenmssenRessourceninvesPeren,umsichvorRessourcenverlustenzuschtzen,sichvonVerlustenzuerholenundumRessourcenaufzubauen 26. { }Handlungsoptionen erweiternMetaziel=bewusstentscheiden Wemoderwasichheute(nicht)gerechtwerde InwenoderwasichmeineEnergie(nicht)invesPere261 InnereFreiheitsgradeaufrechterhaltenauchundgeradeunterdenbenanntenArbeitsbedingungen2 DieeigenenBedrfnisbilanzenverbessern(zumindestmiielfrisPg)Selbstbeobachtungstrken 27. { }Rhytmisierung von aktivitt undpassivittKeineHchstleistungohneausreichendeRegeneraPon Krakquellenerschlieen SozialeBeziehungen Hobbys Entspannung Sport AbschaltennachFeierabend MischwaldstaiMonokultur 28. { }balancierung von Arbeit & PrivatlebenAusreichendRaumzurPflegevonprivatenGegenweltenschaffenkeinAddon,sondernunbedingteVoraussetzungWievielProzentmeinertglichen,wchentlichen,monatlichenZeitinvesPereichinwas?WiesheeineIdealverteilungdiesesZeitkuchensaus?UndwieeinersterSchriiindieseRichtung?AbsPmmungzwischenArbeitslebenundPrivatleben:anwelchenZeitpunktenluksiegut?Woistsieverbesserungsfhig?Wieknntedaserreichtwerden?Mitwemmssteichdiesaushandeln? 29. { }Frhwarnsignaleerkennen......unddiesesWissennutzen 30. { }Wergibt,demwirdgegeben 5:1bzw.3:1InvesPPonenindieGemeinschakermuPgen WievieleMinutenamTagwillichindenachtsamenUmgangmitmeinenKollegen/...invesPeren?Wiegenau? 31. { }AntreiberdynamikenreflekPeren:WasbinichfrEine/r?Machschnell....Strengdichan...Seiperfekt....Seiperfekt...MachsdenanderenRecht 32. { }Selbstverantwortung undselbstwirksamkeit frdernNachdemMoioKeiner(auchichnicht)istschuldandenProblemen,aberjeder(auchich)kannetwaszurLsungbeitragen.Wasnichtlsbarist,dasmussauchichnichtlsenknnennurdasAushaltendesUnlsbarenbewusstgestaltenstaieszuerleiden. 33. { }HatmanesmitUnvernderlichemzutun,bleibtGestaltbares: WasistderbestmglicheUmgangdamit,dassesistnichtbesseristalsesist?Wiekannmanmglichstgutaushalten,wasmannichtverndernkann? Wasknnteichtun,damitdieWahrscheinlichkeitdafrerhhtwird,dasssichdieSituaPonlangfrisPgdennochzumPosiPvenverndert?(WasknnteichtunauchohneGaranPe,dasseszumerwnschtenErgebnisfhrt?)33Selbstverantwortung undselbstwirksamkeit frdern 34. { }kontakt