Burnout und Sucht Koinzidenz oder Folgeerscheinung?

Click here to load reader

download Burnout und Sucht Koinzidenz oder Folgeerscheinung?

of 12

  • date post

    24-Feb-2016
  • Category

    Documents

  • view

    113
  • download

    3

Embed Size (px)

description

Burnout und Sucht Koinzidenz oder Folgeerscheinung?. Prim. Dr. Kurosch Yazdi Zentrum für Suchtmedizin Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz. Substanz- gebundene Sucht. Substanz- ungebundene Sucht. Behandlung . Sucht (Abhängigkeit) Kurze Einführung. Alkohol und Tranquilizer - PowerPoint PPT Presentation

Transcript of Burnout und Sucht Koinzidenz oder Folgeerscheinung?

Folie 1

Burnout und SuchtKoinzidenz oder Folgeerscheinung?

Prim. Dr. Kurosch YazdiZentrum fr SuchtmedizinLandesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz

Dr. Kurosch YazdiSucht (Abhngigkeit)Kurze EinfhrungSubstanz-gebundene SuchtSubstanz-ungebundeneSucht Behandlung

Alkohol und Tranquilizer

Illegale Drogen

Nikotin

Schmerzmittel

Sonstige SubstanzenGlcksspielsucht

Internet: Online-Spiele, Socialnetworks, Online-Porno

Andere Verhaltensschte: Kaufsucht, Sexsucht, Krperlicher Entzug

Psychische Entwhnung

RckfallprophylaxeDr. Kurosch YazdiWas ist Sucht?Allgemeine Suchtkriterien:

Die Verhaltensweise wird weit ber ein bliches Ma ausgebt. Die Intensitt muss immer weiter gesteigert werden, um das Verlangen kurz zu befriedigen (Toleranzentwicklung).

Trotz negativer Konsequenzen wird weiter gemacht.

Das Verhalten kann nicht lngerfristig abgelegt werden, da ein unwiderstehliches Verlangen danach besteht. Wenn die Verhaltensweise nicht ausgebt wird, knnen Entzugserscheinungen auftreten wie z.B. Gereiztheit, Nervositt, Konzentrationsprobleme, Schlafstrung (psychische Entzugserscheinungen). Bei Substanzabhngigkeit kann es auch zu krperlichen Entzugserscheinungen kommen wie z.B. Schwitzen, Zittern, Krmpfe usw.

Dr. Kurosch YazdiWas ist Sucht?Allgemeine Suchtkriterien:

Die Intensitt der Verhaltensweise kann vom Betroffenen meist nicht kontrolliert werden (Kontrollverlust).

Es kann zu einer Vernachlssigung von anderen Verpflichtungen kommen (Familie, Beruf, Finanzen, Gesundheit).Der/die Betroffene beschftigt sich gedanklich stark mit dem Verhalten auch whrend anderer Aktivitten.

Das anfnglich angenehme Verhalten (Ablenkung, Rausch, Glcksgefhl) wird von den Betroffenen und/oder seiner Umgebung zunehmend als Belastung empfunden (Leidensdruck).

Negative Folgen werden oft beschnigt oder man lgt gar, um die Sucht und deren Folgen zu verheimlichen. Dr. Kurosch YazdiDie mesolimbische SuchtachseAm Beispiel von chronischer Alkoholwirkung

Dr. Kurosch YazdiAllgemeine SuchtmechanismenPathologische Spieler bei der Prsentation von Glcksspielreizen und Cannabisabhngige bei Prsentation von Cannabisreizen jeweils im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden

Dr. Kurosch YazdiAlkohol8 000 Sterbeflle in Folge von Alkohol in sterreich jedes Jahr

50% aller Unflle bei Jugendlichen mit Todesfolge unter Alkoholeinfluss

50% aller Straftaten unter Alkoholeinfluss

Lebenserwartung von alkoholkranken Menschen um 10 Jahre niedriger

35% aller Patienten auf offenen psychiatrischen Abteilungen wegen Alkohol in Behandlung

3-4% der Bevlkerung sterreich alkoholabhngig (240 000 bis 320 000)

davon 15 bis 20% zwischen 12 und 21 Jahre alt (ca. 50 000)

Alkoholsucht hufiger bei Mnnern, aber bei Frauen und Jugendlichen steigende Tendenz

wirtschaftliche Belastung pro Jahr ca. 6 Mrd. (Behandlungskosten, Verkehrsunflle, Fehlzeiten am Arbeitsplatz, usw.)Dr. Kurosch YazdiAlkoholAlkoholsucht-Typen nach Jellinek:

Konflikt- und Erleichterungstrinker

Spiegeltrinker

Quartalstrinker

Exzessiver Trinker mit vlligem Kontrollverlust

Therapie:

Entzug im Krankenhaus: mit Hilfe von Medikamenten werden Entzugssymptome verhindert bzw. abgeschwcht, bis der Krper entgiftet und die krperliche Abhngigkeit weitgehend beseitigt ist. (Dauer des Entzuges je nach Droge unterschiedlich, bei Alkohol ca. 2 3 Wochen)

Entwhnung: in speziellen Rehabilitationszentren werden ber viele Wochen (eventuell einige Monate) die psychische Abhngigkeit (erlerntes Fehlverhalten) bekmpft.Dr. Kurosch YazdiBurnout als Ursache und FolgePsychische Erkrankungen(Depression, Angst, Panik, usw.)

BURNOUT SUCHT Dr. Kurosch Yazdi

Dr. Kurosch Yazdi1. Phase: Aktivitt (und Aggression) Aufputschende Mittel, Coffein (Energydrinks)

2. Phase: Rckzug (und Flucht)Nikotin (vermehrte Rauchpausen) putscht auf bei Mdigkeit und beruhigt bei Anspannung, Glcksspiel (kann auch beruhigend oder erregend eingesetzt werden), Online-Spiele

3. Phase: Passivitt (und Isolation)Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmittel, Schmerzmittel (Opiate), Online-Porno, SocialnetworksDie 3 Phasen des Burnoutund ihre SuchtmittelPrim. Dr. Kurosch YazdiZentrum fr SuchtmedizinWagner-Jauregg LinzAufwachen !Jetzt bitte interessiert tunund gescheite Fragen stellen!