Calamus Document

Click here to load reader

  • date post

    30-Dec-2016
  • Category

    Documents

  • view

    225
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of Calamus Document

  • N r. 2 /2 0 1 6

  • 22

    Foto

    : St

    arpi

    cs

  • 3 3

    L i e b e L e se r i n , l i e b e r L e se r,das Titelbi ld der vorl iegenden Ausgabe entsprang der Feder unserer Schulpraktikan-tin Kyra, die als Vorlage den Totempfahl des Spielplatzes an der Huder Strae ge-whlt hat, dessen Neugestaltung am 17. Juni eingeweiht wird.Den tierischen Motiven und dem Ort bleibt auch das Sommerferienprojekt des Kultur-haus Pusdorf treu, zu dem Kinder ab acht Jahre eingeladen sind. Ebenfal ls eine guteAdresse fr Aktivitten fr Gro und Klein whrend der Sommermonate ist der TSWund die Begegnungssttte Woltmershausen. Die lteren Semester sind herzl ich ein-geladen, an Veranstaltungen des Stiftungsdorfes Rabl inghausen oder des Sozialver-bandes Deutschland tei lzunehmen. Eines der Highl ights wird sicherl ich das Sommer-fest Pusdorf ist bunt werden, das im letzten Jahr erstmal ig Hunderte BesucherInnenbegeisterte.Spannend ist zurzeit auch der Bl ick ber den Atlantik: Der Leitartikel beschftigt sichmit den I rrungen und Wirrungen des US Vorwahlkampfes, dessen Gepflogenheitensich doch sehr von der hiesigen Pol it-Kultur unterscheiden.Wir wnschen Ihnen viel Spa beim Lesen al l der informativen Ausbl icke, Rckbl ickeund Einbl icke und einen schnen Sommer!

    Ihr Pusdorferblatt Team

    Redaktion KulturhausTelefon 54 46 06

    Anzeigen Gogo LayoutTelefon (0421) 5 28 55 63

    www .b lu m en-b as ar-gb r. d e

    G ern e fe rtigen w ir f r S i e :

    H o ch ze its s ch m u ck

    Tis ch d eko ratio n

    Trau e rflo r is tik

    Tro cken ges te cke

    S tru e a l le r A rt

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort 3 Kurzdarstel lung

    Leitartikel 4

    Sommerfest Christuskirche 6 Ferienbetreuung TSWoltmershausenSpielplatz Huder StraeGruppe Pflegende Angehrige

    Volkschor Woltmershausen 7 Erinnerung an Hans KoschnickOffene Hand PusdorfLesetipp

    Finger weg Stromer Schule 9

    St. Benedikt 10 Pusdorf ist bunt

    SponsorInnenlauf 1 1 AWO KiTa Blexer Strae

    Kulturhaus Pusdorf

    Fhrtag 2016 12

    Porree, Picknick und Potentiale 13

    Veranstaltungen Kurse 14

    Bremen am Fluss 15

    CDU Niedervieland 16 ltere Menschen in Pusdorf

    AMeB Begegnungssttte 17 Sozialverband Deutschland

    Wassersportverein Warturm 19 Johan

    Wassersportverein Warturm 20

    TS Woltmershausen 21 Spuren und Erinnerungen

    TS Woltmershausen 22

    Impressum 18

    b e r se e - M u se u mWer einen Bl ick ber den eigenen Tel ler-rand werfen mchte, findet im Bremerbersee-Museum zahlreiche Ausstel lun-gen und Veranstaltungen, die das ermg-l ichen. Derzeit wird an einer Neukonzepti-on der Amerika-Ausstel lung gearbeitet,die ab 5. November zu sehen sein wird.Neben dem groen prkolumbischenGoldschatz des bersee-Museums, ei-nem reich gedeckten Thanksgi-ving-Tisch und einem lebensgroen Bison wird man in dieser Ausstel lung Menschenund ihren persnl ichen Geschichten im Nord- und Lateinamerika des 21 . Jahrhun-derts begegnen. Ausgehend von der Besiedelung verschiedener Natur- und Kultur-rume wird sich die Schau den Themen Einwanderung, Rel igion, Pol itik und Gesel l-schaft sowie Welthandel widmen. Dabei werden neben inneramerikanischen Frage-stel lungen auch globale Auswirkungen thematisiert.Im Fokus der kommenden Amerika-Dauerausstel lung steht das 21 . Jahrhundert.Entlang vier groer Themenbereiche wird der Doppelkontinent vorgestel lt. Dabei bautdie Ausstel lung auf der Annahme auf, dass wir Amerika im 21 . Jahrhundert nicht ohneEinwanderung verstehen knnen. Mehrere Einwanderungswel len haben diesen Konti-nent komplett umgekrempelt, so Museumsdirektorin Prof. Dr. Wiebke Ahrndt in einerVorankndigung.Auch andere Ausstel lungen wie zu den Bereichen Ozeanien, Asien oder Afrika sind indem Gebude am Bahnhofsplatz 13 zu sehen. Geffnet ist dienstags bis freitags zwi-schen 9 und 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr.Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 160 38-0 sowie im Internet unterder Adresse www.uebersee-museum.de erhltl ich. jt

  • 4

    D i e Z e i t d e r S c h r e i h l seD e r U S - Vo r w ah l k am p f z e i g t d i e z u n e h m e n d e Ve r r o h u n g d e r p o l i t i s c h e n K u l tu r

    Seit Monaten knnen wir beobachten, wie der Wahlkampfin den USA neue Standards zu setzen scheint. Im Mittel-punkt der Aufmerksamkeit steht dabei der voraussichtlicheKandidat der Republikaner, Donald Trump. Viele fragensich verwundert und erschrocken, wie es dieser Rechtspo-pulist schaffen konnte, ernstzunehmender Anwrter frdas Prsidentenamt werden zu knnen. Dabei ist der popu-listische Trend seit lngerem auch in Europa feststellbar.

    Dass der Wahlkampf in den USA anders als in der Bundesre-publ ik verluft, haben viele sptestens dann erstaunt festge-stel lt, als sich die Fhrung der Republ ikaner ffentl ich berleg-te, wie sie den Erfolg ihres eigenen Parteimitgl iedes Trump ver-hindern knnte. Auch die tei ls mit persnl ichen Beleidigungengefhrten Duel le zwischen den republ ikanischen Kandidaten die doch eigentl ich der gleichen Partei angehren zeigtenden BeobachterInnen, dass der demokratische Wettstreit of-fenbar auch anders funktionieren kann, als stets auf Harmonieund pol itische Korrektheit zu achten.

    US-WahlsystemDenn das US-Wahlsystem ermgl icht es im Rahmen der Vor-wahlen, die bis Mitte Juni andauern, dass sich fast al le Bewer-berinnen und Bewerber, die sich den teuren Wahlkampf leistenknnen, der ffentl ichkeit vorstel len drfen. Auch der amtieren-de Prsident Barack Obama hatte zu Beginn seiner Kandidaturim Jahr 2008 nicht den Segen seiner Parteifhrung und konntesich nur durch die Mgl ichkeit der Vorwahlen als Kandidat derDemokratischen Partei durchsetzen.Vergleichbar sind die Vorwahlen mit Urabstimmungen, wie siegerade jngst der SPD-Vorsitzende Gabriel fr die nchsteBundestagswahl vorgeschlagen hat und wie sie bei der BremerSPD fr das Amt des beziehungsweise der Landesvorsitzendenabgehalten wurden. Es sind nur in den USA eben nicht kleineBundeslnder oder ein Staat, sondern 50 Staaten und ein Bun-desdistrikt, die im Vorfeld der eigentl ichen Wahlen ber dieKandidatinnen und Kandidaten fr das Amt des Prsidentenoder der Prsidentin votieren.Dabei gibt es durchaus Unterschiede in den Wahlordnungen. Ineinigen Staaten wird geheim gewhlt, in anderen offen. Man-che Wahlverfahren lassen es sogar zu, dass Nicht-Parteimit-gl ieder ber die antretenden Personen der beiden grten Par-teien der Demokratischen und Republ ikanischen Partei ab-stimmen. Andere Parteien, die es in den USA auch gibt, habenal lerdings in der Regel keine Chancen auf ausreichend Stim-men und knnen hchstens hier und da kleine Achtungserfolgeerzielen.

    Bei jeder Vorwahl sammeln die siegreichen Kandidatinnen undKandidaten Delegiertenstimmen, die auf den jewei l igen mehr-tgigen Parteitagen im Jul i formal ausgewertet werden, so dasseine Herausforderin oder ein Herausforderer gekrt werdenkann. Neben den Delegierten, die in ihrem Abstimmungsverhal-ten gebunden sind, gibt es weitere sogenannte Superdelegierte darunter Amtstrgerinnen und Amtstrger wie beispielsweiseAbgeordnete die in ihrer Entscheidung frei sind. Nach derzei-tigem Delegiertenstand werden Hi l lary Cl inton und DonaldTrump um die Nachfolge von Barack Obama antreten, der nachzwei Amtsperioden nicht wieder als Prsident kandidieren darf.Nach der Kr auf den Parteitagen beginnt der eigentl iche Wahl-kampf um die Whlerinnen und Whler, die dann am 8. Novem-ber an die Wahlurnen gerufen werden. Doch dafr mssen sieselbst aktiv werden und sich registrieren lassen, denn eine ein-fache Meldeadresse reicht nicht aus, um eine Wahlbescheini-gung zu erhalten. Am Wahltag werden sogenannte Wahlmn-ner beziehungsweise -frauen gewhlt, die entweder fr die De-mokratische oder die Republ ikanische Partei stehen. Die An-zahl der Wahlmnner pro Bundesstaat hngt unter anderemvon der jewei l igen Anzahl an Einwohnerinnen und Einwohnereines Bundesstaates ab. Insgesamt werden es 538 Personensein, die dann 41 Tage nach dem Wahltag die Prsidentin oderden Prsidenten whlen.

    Schwchen des WahlsystemsDieses Wahlsystem erlaubt es durchaus, dass eine Kandidatinoder ein Kandidat die Mehrheit der Stimmen auf sich versam-meln kann, ohne dadurch automatisch das hchste Amt in denUSA zu bekommen. So erging es im Jahr 2000 Al Gore, dermehr Stimmen hatte als der republ ikanische Kandidat GeorgeBush. Da dieser aber mehr Wahlmnner auf seiner Seite hatte,wurde Bush zum Prsidenten.Eine weitere Besonderheit des Systems besteht darin, dass esam Wahltag reicht, die Mehrheit in den elf bevlkerungsreichs-ten Staaten zu erringen, um so auch die Mehrheit der Wahl-mnnerstimmen zu bekommen und als PrsidentIn al ler 50Staaten gewhlt zu werden selbst wenn die meisten Einzel-staaten ein anderes Ergebnis wnschten.

    Niveaulose VorwahlenEine spannende Frage wird sein, ob sich der Trend der Vorwah-len, bei der besonders Trump mit rassistischen und beleidigen-den Parolen auftrat, whrend des eigentl ichen Wahlkampfesfortgesetzt wird. Trump beleidigte Frauen, Musl ime, andereMinderheiten sowie seine republ ikanischen Parteikol legInnen.Er forderte, elf Mi l l ionen i l legale Einwanderer und syrischeFlchtl inge abzuschieben, die Folter wieder offiziel l zu erlau-ben, die USA wirtschaftl ich abzuschotten und Musl ime nichtmehr in Land zu lassen. Reiche wie er selbst sol len strker be-steuert und die Mittelschicht sowie Unternehmen entlastet wer-den. Er spricht sich fr eine Erhhung des Mindestlohns aus, sodass selbst einige konservative Republ ikaner aufschrecktenund ihn zu weit l inks einordnen. Trump glaubt nicht an die men-schenverursachte Erderwrmung und wi l l keine Kl imaschutz-auflagen fr die Industrie. Whrend er einst fr die Verschr-fung des Waffenrechts war, wi l l er nun waffenfreie Zonen wiebeispielsweise in Schulen abschaffen.Was davon wirkl ich Programm