Cannabis: Elternabend

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Cannabis: Inhalt Elternabend

Pflanze und Droge Konsumformen Wirkungsweise Risiken Abhängigkeit Rechtslage Gespräch über

Cannabis Konsum erkennen Reaktion auf Konsum

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Cannabis: Pflanze und Droge

Die Pflanze: Cannabis sativaNutzpflanze, z.B. zur Gewinnung von Fasern oder Speiseöl.

Die Droge: Marihuana, Haschisch, ÖlSubstanz: THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol)

Marihuana (Gras, Weed, Ganja etc.): Getrocknete Blüten und z.T. Blätter der Cannabispflanze, enthält bis zu 14% THC.

Haschisch (Hasch, Shit, Piece etc.): Harz und andere Pflanzenteile, gepresst, enthält zwischen 6% und 12% THC. In Einzelfällen Konzentrationen von bis zu 28% THC.

Cannabisöl (selten): Der THC-Gehalt schwankt zwischen 20% und 50%.

(Quelle: DHS)

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Cannabis: Konsumformen

Inhalieren des Rauches von Zigaretten (Joints, Tüten, Spliffs etc.), Pfeifen und Wasserpfeifen (Bongs, Shishas). Geraucht werden Haschisch und Tabak oder Marihuana

(z.T. ebenfalls gemischt mit Tabak). Essen zum Beispiel von Gebäck mit Haschisch

(space cakes). Trinken zum Beispiel von Tee aus Marihuana, mit

Milch vermischt.

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Cannabis: Rauchutensilien

Shisha

Joint

Pfeife „Eimerrauchen“

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Cannabis: Wirkungsweise

Angenehme Wirkungen: Entspannung und Ausgeglichenheit Ausgeprägte Hochgefühle Gesprächigkeit und bessere Kontaktfähigkeit Intensivere Wahrnehmung

Unangenehme Wirkungen Ruhelosigkeit Sinnestäuschungen Angst und Panik Orientierungsverlust.

Wirkungseintritt beim Rauchen direkt nach dem Konsum.

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Cannabiskonsum: Risiken

eingeschränktes Erinnerungsvermögen Konzentrationsschwäche verlängerte Reaktionszeiten

Einschränkung der schulischen und beruflichen Leistungsfähigkeit Erhöhtes Unfallrisiko im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz

Je jünger der/die Konsument/in ist, desto größer sind die Risiken!Behinderung der persönliche Entwicklung und der Hirnentwicklung

Risiken bei längerfristigem Konsum Steigerung der Herzfrequenz, Veränderung des Blutdruckes Belastung der Atemwege. Chronische Bronchitis oder Krebserkrankungen

gehören zu den längerfristigen Folgen, die auftreten können. Psychische (Seelische) Abhängigkeit, langfristig auch körperliche

Abhängigkeit möglich Cannabiskonsum kann psychische Probleme (z.B. Depressivität, Angst)

verstärken

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Cannabiskonsum: Ursachen

Problembewältigung (Entspannung, Verdrängung unangenehmer Gefühle / Gedanken)

Erwartungen des Elternhauses oder der Schule stimmen nicht mit Erwartungen oder Möglichkeiten der / des Jugendlichen überein

Risikoverhalten möglich: Häufigerer Cannabiskonsum Gewöhnung und Dosissteigerung

Probleme werden verstärkt oder vermehrt Jugendliche werden in ihrer seelischen, sozialen und evtl.

auch in körperlichen Entwicklung beeinträchtigt

Psychische (seelische) Abhängigkeit möglich Mangelnde Entwicklung der Persönlichkeit Schwierigkeiten in Familie, im Freundeskreis, in der Schule, am Arbeitsplatz

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Cannabiskonsum: Abhängigkeit

Ungefähr 600.000 Menschen zwischen 16 und 64 Jahren konsumieren Cannabis in einer problematischen oder abhängigen Weise (DHS Jahrbuch Sucht 2008)

Man unterscheidet zwischen einer physischen, also körperlich messbaren Abhängigkeit, und einer psychischen (seelischen) Abhängigkeit.

Der Cannabiskonsum kann vor allem zu einer psychischen Abhängigkeit führen.

Man kann davon ausgehen, dass eine Suchtgefährdung vorliegt, wenn jemand:• regelmäßig nach der Schule oder der Arbeit kifft,• mehrmals im Laufe eines Tages kifft,• häufig allein kifft,• öfter bzw. ständig ans Kiffen denkt• oder für Freunde, Freundinnen und Hobbys kaum noch Zeit hat.

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Cannabiskonsum: Erkennen

Wichtig:Die Anzeichen, die auf einen Cannabiskonsum hinweisen, können auch andere Ursachen haben. In einem Gespräch kann man am besten herausfinden, ob solche Hinweise wirklich auf einen Konsum von Cannabis zurückzuführen sind!

•Der typische Cannabis-Geruch kann z.B. auch an Kleidern haften, die man in Anwesenheit kiffender Personen getragen hat.• Gerötete Augen können z.B. auch durch Weinen oder durch Wassersport auftreten.• Ein großer Appetit tritt gerade bei Heranwachsende immer mal wieder auf.• Verlangsamte Reflexe oder Probleme mit der Konzentration können z.B. auch bei Müdigkeit auftreten.

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Cannabiskonsum: Reaktion

Wichtig: Bleiben Sie ruhig und sachlich Versuchen Sie etwas über Art und Umfang des Konsums zu erfahren

und auch über die Ursachen des Konsums. Dabei sollte die gesamte Lebenssituation des Kindes berücksichtigt werden:

• Hat ihr Kind Probleme oder steckt es in Schwierigkeiten (Familie, Schule, Beruf, Freizeit, Freunde etc.)?• Wie alt ist er / sie?• Wann und warum wird gekifft? Wie viel und wie oft wird konsumiert?• Wie wichtig ist der Konsum im Leben des / der Betreffenden?

Suchen Sie Unterstützung bei einer Jugend- oder Sucht- und Drogenberatungsstelle

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Cannabis: Gespräch

Zeitpunkt:•Wenn Ihr Kinde damit beginnt•Wenn Sie selbst denken, dass es gut wäre

Inhalte:•Was weiß Ihr Kind über Cannabis?•Ist es in seinem Freundeskreis ein Thema?•Was denkt es darüber?

Wichtig:•Lassen Sie ihrem Kind Zeit, sich auszudrücken•Hören Sie zu, fragen Sie nach•Versuchen Sie nicht, Ihr Kind von Ihrer Meinung zu überzeugen. Sagen Sie einfach, dass Sie ggfs. anderer Meinung sind und fordern Sie Ihr Kind auf, sich zu informieren (z.B. unter www.stark-statt-breit.de)

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Cannabiskonsum: Rechtslage

Cannabisprodukte unterliegen den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG).

Verboten sind: Anbau Einfuhr nach und Ausfuhr aus Deutschland Erwerb, Besitz, Verkauf und Abgabe.

Die Staatsanwaltschaft kann von einer Strafverfolgung absehen, wenn sich die Tat auf eine geringe Menge zum Eigenverbrauch bezieht (§ 31a BtMG). In NRW sind dies 6 Gramm.

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Cannabiskonsum: Rechtslage II

Aber: Auch wenn ein Jugendlicher oder Heranwachsender „nur“ mit einer geringen Menge Cannabis (unter sechs Gramm) auffällig wird, muss er grundsätzlich mit

• erzieherischen Maßnahmen, • Sozialstunden • und/oder der Verpflichtung zur Teilnahme an

einem Beratungsgespräch oder einer Therapiemaßnahme rechnen.

(Auflagen im Sinne des §45 Abs. 2 Jugendgerichtsgesetz (JGG)

Mit Cannabis erwischt zu werden bleibt nie folgenlos!

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Cannabiskonsum: Schulgesetz NRW

1. Lehrkräfte sind verpflichtet die Schulleitungen zu unterrichten, wenn sie Kenntnis vom Besitz, Handel oder einer sonstigen Weitergabe von Cannabis und anderen Betäubungsmitteln erhalten.

2. Die Schulleitung hat in diesen Fällen Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu erstatten.

3. Die Erziehungsberechtigten sind von der Schulleitung zu informieren.

(Gem. RdErl. d. Innenministeriums – 42 – 62.19.02 -,d. Justizministeriums – 4210 – III.94 -, d. Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales – III a 4 – 0390.5.2. – d. Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration – 313 – 6004.1.9. – u.d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung – 622.6.08.08.04 – 50724 – v. 31.08.2007).

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Cannabiskonsum: Straßenverkehr

Fahrzeugführung unter Cannabiseinfluss Entzug der Fahrerlaubnis durch die Straßenverkehrsbehörde Geldbuße (500-750 Euro) und Fahrverbot (1-3 Monate; 4 Punkte) bei regelmäßigem Konsum: Eignungsprüfung möglich (§24a Straßenverkehrsgesetz)

THC-Konzentration im Blut von mindestens 1,0 ng/ml und Ausfallerscheinungen Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr Geldstrafe und / oder Führerscheinentzug (§§ 315c und 316 Strafgesetzbuch)

Beschädigung von Leib oder Leben eines Menschen fremder Sachen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren Geldstrafe und / oder Führerscheinentzug (§315c Strafgesetzbuch)

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Cannabiskonsum: Niederlande

In den Niederlanden ist der Erwerb von Cannabis ebenfalls strafbar. Die Polizei verfolgt dies jedoch nicht, solange die Coffee-Shop-Besitzer sich an bestimmte Regeln halten, u.a. kein Zutritt für Minderjährige, Abgabemenge von Cannabis höchstens 5g.

Bei Verstößen wird von den niederländischen Behörden ein Strafverfahren eingeleitet, das von einem deutschen Staatsanwalt am Wohnort des Beschuldigten in der Bundesrepublik Deutschland weiter verfolgt wird.

Wegen des Tatbestandes des versuchten Einfuhrschmuggles muss in jedem Fall mit einer Anklage vor einem deutschen Gericht gerechnet werden.

Grundsätzlich gilt:Der deutsche Cannabiskonsument geht ein erhöhtes strafrechtliches Verfolgungsrisiko ein, wenn er in den Niederlanden oder auf der Rückreise mit Cannabisprodukten angetroffen wird.