Carell, Paul - Sie Kommen! - Die Invasion 1944 (1994, 417 S., Text)

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  • BER DAS BUCH:

    Der 6. Juni 1944 war der Tag X, an dem Deutschlands Gegner im Westen - die USA und England - nach langer Vorbereitung be-gannen, die von Stalin zur Entlastung der Roten Armee schon lange geforderte zweite Front zu errichten. Was geschah wirklich an jenem Tag? Warum zgerte die deutsche Fhrung, an eine In-vasion zu dieser Stunde und in diesem Kstenabschnitt zu glau-ben? Wo blieb der deutsche Gegensto? Warum durften die ein-satzbereiten Panzerdivisionen nicht losschlagen? Was war mit der deutschen Luftwaffe los? Carell gibt berzeugend, sachlich fun-diert und in fesselnder Sprache Antwort auf diese Fragen. Dar-ber hinaus hat er in dieser Neuausgabe die in den letzten Jahren gewonnenen Erkenntnisse der Geschichtsforschung bercksich-tigt, vor allem die erst krzlich enthllten erfolgreichen alliierten Tuschungsmanahmen durch Agenten, fingierte Funksprche und raffinierte Desinformationsoperationen, die zu den verhng-nisvollen Fehleinschtzungen Hitlers und der deutschen Genera-litt gefhrt haben. Paul Carell, einem der erfolgreichsten Sach-buchautoren der vergangenen Jahrzehnte, gelingt es auf einzigar-tige Weise, den dramatischen Verlauf dieser Schlacht, mit deren Ausgang der Zweite Weltkrieg endgltig entschieden war, leben-dig werden zu lassen.

    DER AUTOR:

    Paul Carell, 1911 in Thringen geboren, studierte Volkswirt-schaft, Philosophie und Psychologie, 1936 Promotion zum Dr. phil. Ab 1938 im Auswrtigen Dienst. Gesandter und Leiter der Presseabteilung des Auswrtigen Amtes. Nach dem Krieg Journalist und Schriftsteller. Seine Bcher wurden Bestseller und in 12 Sprachen bersetzt. Paul Carell lebt in Hamburg.

    Weitere Verffentlichungen:

    Unternehmen Barbarossa (1975); Verbrannte Erde (1985); Die Wstenfchse (1988); Unternehmen Barbarossa im Bild (1991); Stalingrad (1992).

    Zusammen mit Gnter Bddeken Die Gefangenen (1990).

  • Paul Carell

    Sie kommen! Die Invasion 1944

    Ullstein

  • Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin Taschenbuchnummer: 33191

    Auf der Grundlage der berarbeiteten und erweiterten Neuausgabe 1994 Mit 67 Abbildungen und 20 Karten im Text Die Karten und Skizzen zeichneten August Eigner und Erika Baler nach Angaben des Verfassers Die beiden Karten auf Seite 166 und Seite 217 wurden durch die Sachangaben von Dieter Ohse Entscheidung im Westen 1944, Seite 93 und Seite 179, zugrunde gelegt.

    17. Auflage August 1997

    Umschlagentwurf: Christof Berndt & Simone Fischer Foto: Sddeutscher Verlag Alle Rechte vorbehalten 1994 by Verlag Ullstein GmbH, Berlin - Frankfurt/Main Printed in Germany 1997 Gesamtherstellung: Ebner Ulm ISBN 3 548 33191 2

    Gedruckt auf alterungs-bestndigem Papier mit chlorfrei gebleichtem Zellstoff

    Vom selben Autor in der Reihe der Ullstein Bcher:

    Unternehmen Barbarossa (33017) Die Wstenfchse (33020)

    Die Deutsche Bibliothek -CIP-Einheitsaufnahme

    Carell, Paul: Sie kommen! : Die Invasion 1944 / Paul Carell. - Auf der Grundlage der berarb. und erw. Neuaufl., 17. Aufl.: Berlin : Ullstein, 1997

    (Ullstein-Buch ; Nr. 33191 Ullstein-Zeitgeschichte) ISBN 3-548-33191-2

    NE: GT

  • Inhaltsverzeichnis

    Vorwort zur erweiterten Neuauflage

    1 Hangen und Bangen 13

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    Wann kommen sie? - Wo kommen sie? -Schlechtes Wetter - Werden sie heute kommen? -Die Wetterfrsche der anderen Seite - Ein Vers von Paul Verlaine - Starke Bomberverbnde im Anflug - Alarm, Fallschirmjger landen - Leut-nant, zeigen Sie mal Ihre Hnde - Ein Regiment springt in den Sumpf - Die Frsche von Marcouf -Merville, ein kostspieliger Irrtum - W 5 gibt Feuer frei - Schicksalspunkt Ste. Mere-Eglise

    2 Blutiges Omaha - Aber: Hitler glaubte an einen Scheinangriff 101Die Landefront ohne deutsche Luftwaffe - Torpedo-boote laufen aus - Widerstandsnest Nr. 62 - Bloody Omaha - Panzer aus dem Meer - Der Damm bricht - Panzerregiment 22 marschiert

    3 Die verpaten Chancen 142Schreckensmarsch der Panzer-Lehr - Achtung, Tief-flieger - Verworrene Befehle - Kloster Ardenne -Duell mit der Flotte - Die letzte Meldung aus Bay-eux - Der geheime Aufmarschplan des VII. US-Korps im gestrandeten Boot - Ohmsens Marsch zur Ginsterhhe - Fallschirmjger brauchen nur Mes-ser - Bayeux ist wiederzunehmen!

    4 Die Schlacht um Tilly 18813 Tage in einem Panzer IV - Das Hauptquartier der Panzergruppe West wird zerbombt - Das Stabsper-sonal fllt - Dramatische Panzer-Scharmtzel -Panther und Tiger im Gestrpp des Waldes -Der Chef-Totengrber vom Kensal-Green - Ein

  • Tiger gegen eine ganze Brigade - Die VI jagt ber die Front - Wo bleiben unsere Flieger?

    5 Der fnfte Tag: Ein politisches Zwischenspiel 216

    6 Der Kampf um Cherbourg 225Jabo-Tod - Fhrerbefehl: Bis zur letzten Patrone -Die Stunde der Artillerie - Ein US-Captain geht durch die Linien - Octeville kapituliert - Kanoniere gegen Panzer - Minen ohne Znder - Jeep mit wei-er Flagge - Die Quittung des Irrtums

    7 Zwischen Caen und St. Lo 272Ein Bach namens Odon und die Hhe 112 - Panzer-Lehr verlegt nach St. L - Caen fllt - Vor St. L im Wald von Mont-Castre - Die Operation Good Wood - Gut Holz - Durchbruch bei St. L - Die Front reit

    8 Der groe Kessel 316Die Brcke von Pontaubault - Unternehmen Lttich - 600 Panzer greifen an - Familienvter rechts raus! - Wo ist Feldmarschall v. Kluge? -Die Hlle von Falaise

    9 Der Anfang vom Ende 348ber die Brcken der Seine - Paris wurde kein War-schau - Der letzte Akt

    Anhang 362

    Der Abschiedsbrief des Feldmarschalls Gnther von Kluge - Literaturverzeichnis - Abkrzungen und Er-klrungen - Personenregister - Ortsregister

  • Vorwort zur erweiterten Neuauflage

    Am 6. Juni 1994 sind es 50 Jahre her, da die englischen und amerikanischen Invasionsarmeen an der franzsischen Nor-mandiekste landeten und den Sturm auf Europa began-nen. Im Bewutsein der Deutschen sind die emotionsgela-denen Vernichtungsschlachten in Ruland als die kriegsent-scheidenden Operationen prsent. Doch die eigentliche Kriegsentscheidung fiel 1944 im Westen. Der Erfolg der al-liierten Landeoperationen an der Normandiekste, die Durchbrechung des fr unberwindbar gehaltenen deut-schen Atlantikwalls erwies die strategische, organisatori-sche und materielle berlegenheit der Anglo-Amerikaner. Sie hatten vor allem eine berlegene Luftwaffe und das Luftmonopol ber dem Schlachtfeld, was ganz wesentlich den Feldzug und damit den Krieg entschied.

    Da eine erfolgreiche alliierte Landung in Frankreich kriegsentscheidende Bedeutung haben wrde, hat Hitler selbst schon 1943 in seiner Fhrerweisung Nr. 51 klar zum Ausdruck gebracht. Er stellte fest: Die Gefahr im Osten ist geblieben, aber eine grere im Westen zeichnet sich ab: die angelschsische Landung. Gelingt dem Feind hier ein Einbruch in unsere Verteidigung in breiter Front, so sind die Folgen in kurzer Zeit unabsehbar.

    Und Hitlers Chef des Wehrmachtfhrungsstabes, Gene-ral Jodl, formulierte am 5. Mai 1944, einen Monat vor der Invasion: Heute stehen wir . . . vor der Grolandung der Westmchte und damit vor den fr den Ausgang des Krie-ges und fr unsere Zukunft entscheidenden Kmpfen.

    Es ist daher ein wichtiges Anliegen nicht nur der Kriegs-, sondern auch der Zeitgeschichte, die alliierte Landung und die daraus folgenden Operationen im Kampf um Frank-reich zu schildern und ins historische Bewutsein zu rcken.

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  • Dabei mu ein deutscher Autor immer gegenwrtig sein, da es eine leidige Sache ist, ber einen Feldzug zu berich-ten, an dessen Ende eine Katastrophe steht. Die Verfh-rung ist gro, die verlorenen Schlachten zu beschnigen oder Schuldfragen aufzurechnen. Beides wre eine Snde wider den Sinn der Geschichte.

    In der Einfhrung zur 5. Auflage seiner Deutschen Ge-schichte im Neunzehnten Jahrhundert schrieb der Meister der deutschen Historiographie, Heinrich von Treitschke, 1894, also vor 100 Jahren: Der Erzhler deutscher Ge-schichte lst seine Aufgabe nur halb, wenn er blo den Zu-sammenhang der Ereignisse aufweist und mit Freimut sein Urteil sagt; er soll auch selber fhlen und in den Herzen sei-ner Leser zu erwecken wissen, was viele unserer Landsleute ber den Zank und Verdru des Augenblicks heute schon wieder verloren haben: die Freude am Vaterlande.

    Damit setzte Treitschke, der Nachfolger Leopold von Rankes auf dem Berliner Lehrstuhl fr Geschichte, neben den Grundsatz, da der Historiker nicht richten und lehren, sondern nur zeigen sollte, wie es eigentlich gewesen, den besonderen Akzent: die unverhllte Leidenschaft zum Va-terland.

    Der Verfasser von SIE KOMMEN bekennt sich zu Ranke, das heit zur dokumentarischen Darstellung, wie es ei-gentlich gewesen; aber er leugnet nicht, da er auch im Sinne Treitschkes fhlt. Er berichtet in diesem Sinne, wie es wirklich war. Und warum es so war. Aus Erlebnisberichten und aus Dokumenten. Und alles zusammengeschaut fr eine breite Schicht interessierter Leser. Das wurde mglich durch die Hilfe von ein paar hundert Mitarbeitern - vom einfachen Landser bis zum Armeefhrer -, die in dem uner-bittlichen Drama an einem bestimmten Platz standen. Ihre Berichte, ihre Aufzeichnungen und kriegsgeschichtlichen Arbeiten und ber alle Wirren gerettete Gefechtsskizzen, Originalbefehle und Lageplne bilden das Material des Bu-ches.

    Neue Erkenntnisse, die sich aus der Freigabe geheimer alliierter Dokumente, aus militrwissenschaftlichen Stu-

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  • dien, Memoiren und kritischen Untersuchungen herleiten, geben der alliierten Landung und den daraus folgenden Schlachten neue Bedeutung. In der vorliegenden neuen Auflage wurden diese Dokumente, Fakten und kritischen Gesichtspunkte der Forschung eingearbeitet. Vor allem wurden die erst jngst enthllten Geheimnisse der erfolg-reichen alliierten Tuschungsmanahmen durch Agenten, V-Leute, Funkspiele und raffinierte Desinformations-operationen ausgewertet, die dazu dienen sollten, Termin und Ort der Lan