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Das Buch

Eine sthetik des Humanen, wie man sie in seinen Romanenund Erzhlungen findet, hat Bll nur einmal ausfhrlicher for-muliert: In seinen Frankfurter Vorlesungen, die er 1964 hielt.Worum es dabei geht, sagt er gleich im ersten Satz: um dasWohnen, die Nachbarschaft und die Heimat, das Geld und dieLiebe, Religion und Mahlzeiten. Fast die gleichen Worte ste-hen am Anfang von Heimat und keine, einem prgnantenText ber die eigentmliche Heimatlosigkeit der Menschen imwestlichen Deutschland. Es gibt zwei Kln, die heimatlichwaren: das Vorkriegskln und das zerstrte Kln, in das wir1945 zurckzogen, heit es da. Auch diese zweite Heimat abersei schon wieder verloren. Die Jahre 1967/68 bringen andereStichworte: der Prager Frhling und sein jhes Ende beimEinmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen, die Studentenrevol-te und zum ersten Mal der gefhrliche Einflu des Springer-Konzerns. Dabei steht Blls private Reportage aus Prag (DerPanzer zielte auf Kafka) gleichrangig neben seinem ffentli-chen Auftreten gegen die Notstandsgesetze. Aber seine Bitter-keit angesichts der schlpfrigen Hast, mit der Kiesinger, Bar-zel und Schmidt die Notstandsregelung durchpauken, ist we-sentlich grer.

Der Autor

Heinrich Bll, am 21. Dezember 1917 in Kln geboren, warnach dem Abitur Lehrling im Buchhandel. Im Krieg sechs JahreSoldat. Danach Studium der Germanistik. Seit 1949 verffent-lichte er Erzhlungen, Romane, Hr- und Fernsehspiele, Thea-terstcke und war auch als bersetzer aus dem Englischen t-tig. 1972 erhielt Bll den Nobelpreis fr Literatur. Er starb am16. Juli 1985 in Hrtgenwald.

Heinrich BllSchriften und Reden

Zur Verteidigung der Waschkchen. 1952- 1959 (io6o I)Briefe aus dem Rheinland. 1960-1963 (10602)Heimat und keine. 4 42 ( 4 )19_4-19_ , 1 0 _03,Ende der Bescheidenheit. 1969-1972 (10604)Man mu immer weitergehen. 1973-1975 (1o6o5)Es kann einem bange werden. 1976-1977 (Io6o6)Die Einfachheit der kleinen Leute. 1978-1981 (10607)

Heinrich Bll:Heimat und keineSchriften und Reden1964-1968

DeutscherTaschenbuchVerlag

d

Schriften und Reden1964-1968

entnommen aus:Heinrich Bll WerkeEssayistische Schriften und Reden 21964-1972Herausgegeben von Bernd BalzerVerlag Kiepenheuer & Witsch, Kln (1978)ISBN 3-462-01259-2 (Leinen)ISBN 3-462-01258-4 (Broschur)

November 1985Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG,MnchenLizenzausgabe mit freundlicher Genehmigung desVerlages Kiepenheuer & Witsch, KlnUmschlaggestaltung: Celestino PiattiGesamtherstellung: C. H. Beck'sche Buchdruckerei,NrdlingenPrinted in Germany ISBN 3-423-10603-4

Inhalt

Editorische Vorbemerkung zur Werkausgabe 1978 7Editorische Vorbemerkung zur Taschenbuchausgabe 1985 8

Vorwort zu Schalom ( 1 964) 9Die humane Kamera (1964) 12Zu Reich-Ranickis Deutsche Literatur in West und Ost

( 1 964) 14Gesinnung gibt es immer gratis (1964) 17Uber Balzac (1964) 21Gefahr unter falschen Brdern (1964) 24Unversehrter Prometheus (1964) 28Unbefangenheit und Noblesse (1964) 29Frankfurter Vorlesungen (1964) 30Unterwerfung gefordert (1964) 89Uber Melita Maschmann, Fazit (1964) 96Die Befreiten erzhlen (1964) 100Weggeflogen sind sie nicht (1964) 104Silvester-Artikel (1964) io6Heimat und keine (1965) 109Wort und Wrtlichkeit (1965) 113Raderberg, Raderthal (1965) 116Brendan Behan (1965) 125Jugendschutz (1965) 129Stichworte (1965) 133ber Jrgen Becker, Felder (1965) 149Christen im Korea-Krieg (1965) 152Epitaph fr Walter Widmer (1965) 157Angst vor der Gruppe 47? (1965) 159Mauriac zum achtzigsten Geburtstag (1965) 170Keine so schlechte Quelle (1965) 173Ein letzter Deutscher (1965) 182Stellungnahme (1965) 186Das wahre Wie, das wahre Was (1966) 187Vorwort zu Unfertig ist der Mensch (1966) 193Was ist eine christliche Grundlage? (1966) 198Das Zeug zu einer btissin (1966) 201Eine ganze Provinz besetzt (1966) 205

Der Rhein (1966) 209Brief an einen jungen Nichtkatholiken (1966) 212Die Freiheit der Kunst (1966) 224An einen Bischof, einen General und einen Minister desJahrgangs 1917 (1966) 229Die armen r. k.s. (1967) 245Einfhrung in Dienstfahrt (1967) 249Dreizehn Jahre spter (1967) 251Joseph Caspar Witsch (1967) 257Warum so zartfhlend? (1967) 259You enter Germany (1967) 263Hinweis auf Josef W. Janker (1967) 266Offene Antwort an die 329 tschechoslowakischen Schrift-steller, Intellektuellen und Knstler (1967) 270Georg Bchners Gegenwrtigkeit (1967) 272Die Studenten sollten in Klausur gehen (1968) 279Pldoyer fr einen Freund (1968) 281Radikale fr Demokratie (1968) 283Dunkel und trickreich (1968) 287Notstandsnotizen (1968) 289Mit vierzig Mark begannen wir ein neues Leben (,19- . 294Taceat Ecclesia (1968) 295Ein Brief aus Prag (1968) 299Der Panzer zielte auf Kafka (1968) 301ber die Gegenstnde der Kunst (1968) 313ber Gnter Eichs Maulwrfe (1968) 318Weh is' mir (1968) 320Es wre ein Skandal fr diese Stadt (1968) 324

Quellennachweise und Anmerkungen

325

Register 3 32

Editorische Vorbemerkung zur Werkausgabe 1 97 8

Die Bnde Essayistische Schriften und Reden 1-3 enthalten diezwischen 1952 und Juni 1978 entstandenen Arbeiten dieses Gen-res. Ihre Zahl ist grer, als zu erwarten war: trotz WernerLengnings verdienstvoller bibliographischer Arbeit (W. L., DerSchriftsteller Heinrich Bll. Ein biographisch-bibliographischerAbri) war doch eine Reihe von Aufstzen, Rezensionen, etc.unentdeckt geblieben; einiges lag auch bislang unverffentlicht in Heinrich Blls Archiv.Dennoch ist diese Sammlung nur nahezu vollstndig: So konnteetwa die mehrfach gebte Praxis, private Briefwechsel ohne Zu-stimmung Blls zu publizieren, nicht durch die Aufnahme sol-cher Briefe in die Werkausgabe nachtrglich autorisiert werden.Dazu waren Versprechungen zu respektieren, wie Bll sie z. B.Bischof Scharf gegenber (vgl. Ich habe die Nase voll, 1974) f-fentlich geuert hat, wobei die Offentlichkeit des Versprechensnicht das Entscheidende war, wie das Fehlen einiger Texte in die-sen Bnden belegt.Verzichtet wurde schlielich auch auf Texte (zumeist Resolutio-nen, Aufrufe, ffentliche Erklrungen), die Bll zusammen mitanderen Persnlichkeiten verfat, die er zum Teil auch nur mit-unterzeichnet hat.Ein weiteres Defizit ist nur scheinbar: bei verschiedenen inden Bibliographien verzeichneten Titeln handelt es sich wie sichbei den Vorbereitungen zu dieser Ausgabe herausstellte nichtum selbstndige Verffentlichungen, sondern um Nachdruckeunter verndertem Titel.Auf eine Differenzierung der Texte in Aufstze, Kritiken, Re-den, Feuilletons etc. wie in den frheren Schriften-Ausgabenwurde hier bewut verzichtet, um fr den Leser den Nachvoll-zug des Fortschreibungsprozesses nicht zu erschweren, in dendas gesamte Werk Heinrich Blls einbezogen ist.Diese Absicht bestimmte auch das Prinzip der Reihenfolge, diesich grundstzlich an der Chronologie der Erstverffentlichun-gen orientiert. Bislang nicht publizierte ltere Texte wurden frei-lich ihrer Entstehungszeit entsprechend eingeordnet, und beiArtikelserien, Briefwechseln etc. wurde der sachliche Zusam-menhang ber das Prinzip einer rigiden Chronologie gestellt.

8 EDITORISCHE VORBEMERKUNG

Das Quellenverzeichnis macht die entsprechenden Abweichun-gen von der zeitlichen Reihenfolge deutlich; es ist berdies frdie folgenden Bnde erweitert um einige Anmerkungen vorallem in den Fllen, in denen die Kenntnis an Bll gerichteter-Artikel oder Briefe fr das Verstndnis der Repliken unabding-bare Voraussetzung ist.Textgrundlagen fr diese Ausgabe waren soweit vorhanden die frheren bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Ausgaben,sonst die jeweilige Erstverffentlichung in wenigen Fllen dasOriginalmanuskript.

Bernd Balzer

Editorische Vorbemerkung zur Taschenbuchausgabe1985

Die ersten fnf der auf insgesamt neun Bnde konzipiertenTaschenbuchausgabe Schriften und Reden. 1952-1985 folgen inWortlaut und Chronologie der Werkausgabe EssayistischeSchriften und Reden i, die 1978 im Verlag Kiepenheuer &Witsch erschienen ist. Einige offensichtliche Druckfehler wur-den stillschweigend beseitigt und aufgrund der eigens fr dieTaschenbuchausgabe erstellten Register einige Unstimmigkei-ten in den Schreibweisen von Eigennamen ausgerumt.

Vorwort zu Schalom

Die zeitgenssische Literatur eines Landes bietet die notwendi-gen Ergnzungen zu einem Bild, das in Diskussionen, Minister-reden, im diplomatischen Stil, in Import- und Exportziffern alsoberflchlich hingetupftes Selbstportrt immer den Plakaten vonReisegesellschaften gleicht. Vergleicht einer das Frankreich deGaulles mit der Literatur, die in dessen Epoche entstand, dieimmer noch gewahrte Wrde Englands mit der Literatur derzornigen jungen Frauen und Mnner oder die Gegenwartslitera-tur der Bundesrepublik mit dem optimistischen Selbstportrt,das sich aus Wohnungsbaustatistiken, auf Industriemessen, inExport und Tchtigkeit ergibt es entsteht nicht nur, was manGeflle zu nennen beliebt, es bildet sich Hintergrund, neueDimensionen entstehen. Staatsmnner lcheln immer, kommenvon Reisen immer in voller bereinstimmung mit irgend je-mand zurck, sie bieten auf dem Flugplatz das Standardge-schenk: ein (oft etwas mhsames) Lcheln der Zuversicht, dasnicht immer auf Heuchelei beruht, oft nur eine Erscheinungs-form der hinter schneeweien Zhnen wartenden VerzweiflungistDer Staat Israel, jung, von einem uralten Volk neu besiedelt undbewohnt, gibt sich nach auen wie alle modernen Staaten: zuver-sichtlich, gerstet, er gibt sich rational, lchelnd in feindseligerNachbarschaft, wo aus allen Himmelsrichtungen drohendeRednerfuste sich gegen ihn erheben. Hohe technische Intelli-genz plant dort, macht verwstete Erde untertan, widerlegt demOrient seine Apathie. Die Literatur Israels, wie sie aus diesemSammelband spricht, zerstrt das Bild nicht, nur kommt eskaum darin vor, und so ergnzt sie es. In der Erzhlung DieNacht von