Das Flüchtlingsgeschehen in Schleswig-Holstein infolge · PDF fileStatistisches Amt...

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  • Statistisches Amt r Harnburg und Schleswig-Holstein

    Bibliothek Standort i.iel

    Das Flchtlingsgeschehen in Schleswig-Holstein infolge des 2. Weltkriegs

    im Spiegel der amtlichen Statistik

    Herausgegeben vom

    STATISTISCHEN LANDESAMT SCHLESWIG-HOLSTEIN

    Kiel 1974

  • Auflage: 500

    Nachdruck, auch auszugsweise, ist gern gestattet, wenn die Quelle genannt wird

    Druck und Vertrieb: Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein,

    Kiel, Mhlenweg 166 (Haus 13)

    Postanschrilt: 23 K ie I 1, Postfach 11 41

    Fernruf: (0431) 4 07 11

    Preis: 10,. DM

  • Zum Geleit

    S~tistisches A~t fiir Harnburg und Schleswtg-Holtein

    Bibliothek Standort .Kiel

    Nur wenige Ereignisse in der Geschichte unseres Landes haben die innere Gestalt

    Schleswig-Holsteins so stark beeinflut wie der Zustrom der Menschen, die infolge

    des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat vertrieben worden sind. Einer Vlkerwanderung

    gleich fluteten innerhalb eines Jahres eine Million Menschen ohne nennenswerte Habe

    in ein Land, das mit anderthalb Millionen Einwohnern schon eine be~_eits_ rec~t~~ ____ Siedlungsdichte aufwies. ~ / r}M 11'! ~ IWff ?tJ M-W AZ ~ ~~ ~

    Trotz Chaos und Zusammenbruch lief Q!ae~erwaltungshandeln weiter.JT:Ctz aller Sorge um die bloe Existenz entstanden zugleich Aufzeichnungen hierlSer. Was auf

    dem Papier davon blieb und von statistischem Wert ist, war jedoch sehr bruchstckhaft.

    So bedurfte es der geduldigen Hand eines Kundigen, um aus der Sicht des Fachmannes,

    des Historikers, aber auch mit der Erinnerung des Zeitgenossen die-Puzziesteine vieler

    Statistiken so zu ordnen, da - fast 30 Jahre danach - dasBild des Gonzen sichtbar

    wird. Dieser dankenswerten Aufgabe hat sich das Statistische Landesamt Schleswig-

    Hol stei n unterzogen.

    Die vorliegende Schrift kann freilich keinen unmittelbaren Eindruck vermitteln, welch

    berma an Not und menschlichem Leid in jenen Jahren in unserem Land herrschte.

    Mge sie aber dazu beitragen, da wir unsere politische Geschichte bewltigen, indem

    wir sie nchtern kennenlernen.

    Innenminister

    des Landes Schleswig-Hol stein

  • Vorwort

    Die Gesch,ichte der groen Aufgabe und Leistung Schleswig-Holsteins in der Nach-

    kriegszeit, der Eingliederung der Flchtlinge, ist noch nicht geschrieben. Wenn es

    gelungen ist, mit dieser Schrift hierfr ausgewhltes, geordnetes und kritisch durch-

    gesehenes Material aus der amtlichen Statistik bereitzustellen, auchNichtverffentlichtes

    fest zuhalten, solange die Unterlagen noch verfgbar sind, ist ihr Zweck erfllt. Auerdem

    dient die Dokumentation dem eigenen Bedarf des Amtes. Die Beantwortung von Anfragen

    machte deutlich, wie wenig durchsichtig das an vielen Stellen Verffentlichte schon

    wegen der unterschiedlichen Flchtlingsbegriffe ist, wie wenig sichere Zahlen wir aus

    der Zeit des grten Flchtlingsstroms nach Schleswi g-Holstein haben, wie wenig

    andererseits die sptere Flle von Zahlen ber Flchtlinge noch berschaubar ist.

    Die Schrift ist angesichts des vorhandenen Materials bewut kurz gehalten, und erhebt

    keinen Anspruch auf Vollstndigkeit; manches mute vernachlssigt oder konnte nur

    angedeutet werden, vieles lt sich berhaupt nicht mit Zahlen allein ausdrcken oder

    nicht mit den Methoden der Statistik messen.

    Die vorliegende Dokumentation verfate der Hi lfsdezernent Heinz K I u g vom Dezernat

    "Verffentlichungen", das von Regierungsdirektor Arnold Hei nemann geleitet wird.

    Dr. D i eter Mohr

    Leiter des Statistischen Landesamtes

  • Einfhrung

    A 1

    A2

    Haupttei I

    B

    B 1 B 1 a B 1 b B 1 c

    B2

    B3 B3a B3b

    B4

    B5

    B6

    c

    Anhang

    I n h a I t

    Oie Flchtlinge- ein gesamtdeutsches Problem infolge des 2. Weltkriegs

    Zur Methode der Flchtlings-Statistik: unterschiedliche Flchtlingsbegriffe stren den Vergleich der Zahlen

    -~ ..

    Herkunft, Aufnahme und Verteilung der Flchtlinge und Evakuierten

    Der Hauptzustrom nach Schleswig-Holstein 1944 bis 1949 i~ zeitlichen Verlauf

    Zunahme der gesamten Bevlkerung nach der kleinen Verbrauchergruppenstatistik

    Flchtlingsstatistiken auf Landesebene 1945 bis 1949

    Flchtlinge und Evakuierte in Schleswig-Holstein Anfang 1949

    nach Herkunftsgebieten und dem Jahr der Aufnahme

    Oie Flchtlinge in Schleswig-Holstein nach den Ergebnissen der Volkszhlungen 1946 und 1950

    Oie Entwicklung 1949 bis 1961 Fortgeschriebene Bestandszahlen und ihre Komponenten Oie Umsiedlung

    Interessante Zusatzerhebungen ber die Herkunft der Flchtlinge 1955 und 1957

    ()

    Das Strukturbild durch die Volkszhlung 1961

    Oie Entwicklung seit 1961

    Zur Eingliederung der Flchtlinge

    Abschriften von 3 nichtverffentlichten Erlassen oder Schreiben zur Flchtlingsstatistik (Anhang 1 - 3)

    Quellenhinweis

    Karten: Kreise und Arbeitsamtsbezirke 1954

    Lnder der Bundesrepublik Deutschland 1957

    -5-

    Seite

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  • Verzeichnis der Tabellen und Grafiken Seite

    Flchtlinge und Evakuierte in Schleswig-Holstein 1946 bis 1950 (bersichtstobelle) 17

    2 Die versorgte Zivilbevlkerung in Schleswig-Holsh!in 1944 bis 1946 19

    3 Die versorgte Zivilbevlkerung 1944 bis 1946 nach Kreisen 19

    4 Flchtlinge und Evakuierte in Schleswig-Holstein 1945 bis 1949 21

    5 Flchtlinge und Evakuierte 1945 bis 1948 nach Kreisen 22

    6 Der Wohnsitz der Flchtlinge und Evakuierten am 1. 9. 1939 nach der berprfung der Flchtlingskarteien am 3./4. 1. 1948 22

    7 Oie Flchtlinge und Evakuierten nach dem Jahr ihrer Aufnahme in Schleswig-Holstein 24

    8 Die Vertriebenen nach ihrem letzten stndigen Wohnsitz vor der Vertreibung 24

    9 Oie ortsanwesende Bevlkerung in Schleswig-Holstein am 29. 10. 1946

    nach ihrem Wohnsitz am 1. 9. 1939 26

    10 Oie ortsanwesende Bevlkerung am 29. 10. 1946 in den Kreisen

    nach ihrem Wohnsitz am 1. 9. 1939 27

    11 Oie Wohnbevlkerung in Schleswig-Hol stein am 13. 9. 1950 nach ihrem Wohnsitz am 1. 9. 1939 28

    12 Oie Wohnbevlkerung am 13. 9. 1950 in den Kreisen nach ihrem Wohnsitz am 1. 9. 1939 29

    13 Die Bevlkerung am 29. 10. 1946 und 13. 9. 1950 nach Herkunftsgebietsgruppen und Kreisen 30

    14 Die Flchtlinge in den Gemeinden 1946 und 1950 nach Hauptherkunftsgebieten 31

    15 Vertriebene, Zugewanderte und brige Bevlkerung Schleswig-Holsteins am 13. 9. 1950 nach der Gemeindegre

    Grafik: Altersaufbau der Vertriebenen im Vergleich zu dem der brigen Bevlkerung 1950

    16 Oie Flchtlinge irr6chleswig-Holstein am 29. 10. 1946 nach Altersgruppen

    17 Die Vertriebenen in Schleswig-Holstein am 13. 9. 1950

    nach Altersgruppen und Fami I ienstand

    55

    56

    57

    57

    18 Oie Flchtlinge in Schleswig-Holstein am 29. 10. 1946 nach dem Familienstand 58

    19 Die Flchtlinge in Schleswig-Holstein am 29. 10. 1946 nach der Religionszugehrigkeit 58

    20 Die Flchtlinge in Schleswig-Holstein am 13. 9. 1950 nach der Religionszugehrigkeit 58

    21 Oie Haushaltungen der Vertriebenen am 13. 9. 1950 nach der Gre 58

    22 Strukturvergleich der Vertriebenen und der brigen Bevlkerung Schleswig-Holsteins am 29. 10. 1946 und 13. 9. 1950 59

    23 Vertriebene und Zugewanderte 1946 und 1950 in den Lndern der Bundesrepublik Deutschland 59

    24 Vertriebene und Zugewanderte in Schleswig-Holstein 1949 bis 1961 (bersichtstobelle) 61

    25 Flchtlinge und Evakuierte in Schleswig-Holstein 1949 bis 1953 62

    -6-

  • noch: Verzeichnis der Tabellen und Grafiken Seite

    26 Flchtlinge und Evakuierte 1949 und 1953 nach Kreisen 63

    27 Rckkehrwillige Evakuierte in Schleswig-Holstein am 31. 12. 1955 63

    28 Vertriebene und Zugewanderte in Schleswig-Holstein 1950 bis 1956 64

    29 Vertriebene und Zugewanderte 1950 bis 1956 nach Kreisen 65

    30 Vertriebene und Zugewanderte 1950 und 1956 in den Lndern des Bundesgebietes 65

    31 Vertriebene und Zugewanderte in Schleswig-Holstein 1956 bis 1960 66

    32 Vertriebene und Zugewanderte 1956 und 1960 nach Kreisen 67

    33 Vertriebene und Zugewanderte 1956 und 1960 in den Lndern des Bundesgebietes 67

    34 Geburtenberschu und Wanderungsverlust der Vertriebenen in Schleswig-Holstein 1950 bis 1960 68

    35 Wanderungen der Vertriebenen in Schleswig-Holstein von und nach anderen Bundeslndern

    1950 bis 1960 68

    36 Wanderungen der Vertriebenen 1950 bis 1960 nach Kreisen 69

    37 Wanderungen der Vertriebenen in Schleswig-Holstein 1951 bis 1960 nach der Gemeindegre 70

    38 Ausgewanderte Vertriebene und Zugewanderte aus Schleswig-Holstein 1953 bis 1959 70

    39 Geburtenberschu und Wanderungssaldo der Zugewanderten in Schleswig-Holstein

    1951 bis 1960 70

    40 Umsiedleraus Schleswig-Holstein 1949 bis 1960 nach Aufnahmelndern 72

    41 Umsiedleraus Schleswig-Holstein 1949 bis 1960 nach Abgabekreisen 72

    42 Umsiedleraus SchleswigHolstein 1950 bis 1959 nach Alter und Geschlecht 73

    43 Umsiedleraus Schleswig-Holstein 1949 bis 1959 nach Heimatgebieten 74

    44 Weitere Strukturdaten derUmsiedleraus Schleswig-Holstein im Zeitraum 1949/59 74

    45 Oie Inhaber des Bundesflchtlingsausweises C in SchleswigHolstein Anfang 1955

    nach dem Zeitpunkt des Eintreffens im Bundesgebiet 75

    46 Oie Antragsteller auf einen Bundesvertriebenenausweis A und B in Schleswig-Holstein

    bis Anfang 1955 nach dem Zeitpunkt der