Das Mysteri¶se Konzert

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Das Mysteriöse Konzert

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  • GER/LIT/O31O

    Beginner

    qEMC

  • , , , r r ) rInhaltEnttAuschungimKonzert. . . .5Dop'pelmordinderMusikhalle .. 7Mi$verstiindlicheldentitiiten ......11GerdistaufderSpur . . . . . . .15AufderReiseindenSiiden ...18AufderSpurinMittenwald .. . . . . .22Das Geheimnis des Amerikaners . . , .26Die Frauen sind nie piinkdich-oderl . . . . . 30GerdwirdzumDetektiv .. . . .33DieSachewirdimmerkomplizierter ......36DerEinsiedlerhof . . . . . . . . .39Dasgro$eFinale .. . .42Wiirterverzeichnis. . . .47

    ISBN 0-8219-0039.6

    This bo! is an adaptation of the French "Drdle de mission" by christianeSzeps-Fralin.@ 1984 by EMC CorporationAll rights reserved. Published 1984.No part of this publication ca.n be adapted, reproduced, stored in a rerieval systemor transmitted in any form or by any means, elictronic, mechanical, photocopying,recording, or otherwise without permission from the publisher.Published bv EMC Publishing300 York AvenueSaint Paul, Minnesota 55101Printed in the United States of America0987654

  • 1 Enttduschung imKonzert

    An dcr Kasse dcr Musikhalle, des Hambwger Konzeftsaales. Auf dem Pro-gran fin heute abend steht die 5 . Symphanie uon Beethaqten. Ein pam ltutt.stehsn an der Kasse. Gcrd Kaiser steht hinter eirwr htlbschen bknden jungenDurw, die er geme l

  • Gerd (u sich sehsc) Hmm, sie ist weg, aber ich habe ihr Buch in derHand. (Er lffnet das Buch.) Aha, hier steht der Name: Edith Kropp.Und das ist sicher ihre Telefonnummer: 39-26-92. Hmm, ich werdeihr das Buch am besren morgen beim Konzert zuruckgeben. Damithabe ich einen weiteren Grund sie kennenzulemenl Ein niedlichesMadchen und eine phantastische Figur...

    AtnnriclutenAbend"indcrMusildwllr. Es rsr I9.50 LJLtr, Gerdsitztauf seinemPlatz, Nmmwr 22, seinen Regemnantel, seine Kamera md dos Bnch dcrjungenDaneauf dernSchofr .SitzNumner23,rechtsuoniltm,istrcchinmcrIeeL Unl

  • eigenartiges Gefuhl im Magen.Mutter (Frau Kaiser) Ach, ich mache mir keine Hoffnungen. Morgen

    ist die Hoctrzeit jedenfalls noch nicht. In deinem Leben fliegen dieMadchen mit der Geschwindigkeit von Stemschnuppen herum.Hier, trink deinen Kaffee. Holger holt gerade frische Brdtchen.

    Gerd Jetzt irbertreibst du aber, Muttil Ich gebe ja zu, dafS die Sache mitMonika nicht sehr lange gedauert hat. Sie wollte immer nur tanzengehen, und ich will mein Leben nicht in einer Diskothek ver-bringen.

    Mutter Und Heike? Ihr Vater war ein Diplomat. Sie war doch wirklichnett, nicht wahr?

    Gerd Das schon, aber sie hat mir immerzu nur von ihren Reisen er-zahlt. Fs war immer dasselbe Lied. (Gerd imitiert die Stirnme einesjw'tgen Mrilchens.) "Kennst du die Seschellenl Warst du zumKameval in Rio?" oder auch "lm letzten Urlaub war ich in Indien"und "Eine Reise nach Hol\wood ist einfach phantastisch" oder"Ach, Gerd, ich erinnere mich an meine Reise nach Moskau; daswar im Frtrhling..." und so weiter, und so weiter. Das wurde mir zuviel-besonders, weil ich noch nie weiter als bis nach Englandgekommen bin. !7as, zum Teufel, habe ich im Fruhling in Moskauverlorenl Was glaubt sie denn, wer ich bin?

    Mutter Ach, du bist einfach immer viel zu kritisch! Aber hier kommtdein Bruder mit den fiischen Br6tchen.

    Holger Guten Morgen, Leute! Die Brochten sind noch warm-frischaus dem Ofen.

    Mutter Um noch einmal auf die Frauen in deinem Leben zuriickzu-kommen, Gerd. Es ist noch gar nicht so lange her, da{S du Hals trberKopf in Brigitte verliebt warst.

    Holger Ach ja, das war die kleine Rothaarige, die immer auf ihrenBleistiftabsatzen balanzierte. Mein lieber Mann, hatte die vielleichteinen Gleichgewichtssinn!

    Gerd Nein, lieber Bruder, das war Heike. Das Madchen, von demMutti redet, ist Brigitte. Sie ist eine Studentin an der Uni. Ich binfroh, da{S ich sie los bin. Sie hat immer nur von Philosophie geredet.Die war viel zu trocken und intellektuell fir mich.

    Holger Wovon sprecht ihr eigentlich, Mutti? Ist das die Parade vonGerds Freundinnen? Da mtr8t ihr aberfrirh anfangen, damit wir allevor Mittemacht ins Bett kommen.

    Gerd Jetzt reicht's aber. Vergif3 eslMutter Gerd hat mir gerade erzahlt, da{S er gestem Abend an der Kasse

    in der Musikhalle eine neue Bekanntschaft gemacht hat.Holger Ah, er bewegt sich jetzt in der eleganten Welt! Normalerweise

    lauft er den Miidchen in der U-Bahn oder an der Bushaltestelle nach.Und wie ist es denn mit Ulrike, das Madchen mit den tausend Som-mersprossen, mit der du deine ganze Freizeit im Kino zubrachtest.

    Gerd Bitte halte jetzt den Mund. Auf3erdem mag ich keine Madchenmit Sommersprossen. Die Blonde, die ich gerade kennengelemthabe, die ist wirklich einsame Klasse! Sie ist ganz offensichtlich eineFrau, die nicht jedem gleich in dle Arme fallt.

    Holger Und wie heifSt dieser blonde Stem am Abendhimmel?Gerd Edith Kropp, glaube ich. Ich habe namlich nur...Mutter Holger, dreh bitte das Radio etwas lauter. Jetzt kommen die

    Nachrichten.Radiosprecher "Wir beginnen unsere Nachrichten mit einer tra-

    gischen Meldung. Gestem Abend gab es einen Doppelmord in derMusikhalle. Das Auf3ergewohnliche daran ist, da8 man das Ver-brechen erst nach dem Konzert entdeckt hat. Zuerst fand man in derHerrentoilette einen Mann mit einer Kugel im Kopf. Dann fandman hinter den Kulissen noch eine zweite Leiche-auch mit einemKopfschulS. B war einer der Musiker vom Symphonieorchester. Dererste Mann wurde als ein bekannter Juwelenhehler identifiziert,nach dem die Polizei schon lange gesucht hatte. Wir haben nochnicht alle Einzelheiten, und wir werden Sie weiter informieren."

    Gerd Das ist ja unglaublich! Zwei Morde in der Musikhalle-praktischvor meinem eigenen Augen. Mein Chef wird einen Wutanfallhaben. Ich habe ja tiberhaupt nichts geahnt. Aber so geht's mir jaimmer.

  • Radiosprecher "lm Zusammenhang mit dem Doppelmord in derMusikhalle haben wir gerade erfahren, daf3 die zwei Pistolenkugern,die die beiden Manner toteten, wahrscheinlich aus zwei ver-schiedenen Waffen abgeschossen wurden. Hat die Polizei es mit zweiMordem zu tunl Die Hamburger Kriminalpolizei arbeitet mitHochdruck an diesem Fall."

    Gerd (dreht das Rndio leiser) Mutti, was fur eine furchtbare Geschichte!Ich mochte nur wissen, wem der Chef diese Mordgeschichteaufgetragen hat.

    Holger Na, dir bestimmt nichtl Du hettest die Augen offenhaltensollen, anstatt nur an die schicke Blondine zu denken und Fotos zuknipsen. Ein Reporter mu{S immer wachsam sein-auch in derMtsikhalle. Ganz besonders in der Musikhalle!

    Gerd Los, geh jetzt in die Schule, sonst kommst du noch zu spat.LJbrigens, Holger, gib bitte diesen Film auf dem Weg zur Schule beider Sofortentwicklr.ng ab. Da sind die Fotos drauf, die ich gestemabend geknipst habe.

    Holger Alles klar. Wiedersehen, Mutti. Nur nicht verzweifeln! Duhast wenigstens einen Sohn, auf den du dich verlassen kannst.

    Mutter Frecher Kerll Los, geh jetzt. Hast du dein Pausenbrot?Holger Ja, habe ich. Mach dir keine Sorgen! Wiedersehen, bis heute

    abend. Casanova!Gerd Tschts! (ITolgu geht md l

  • Seine Leiche wurde ins Leichenschauhaus gebracht. Alvaro Gomez(45), das andere Opfer, ein Violinist aus Argentinien und Mitglieddes Symphonieorchesters, wurde etwa eine Viertelstunde spdter ineiner abgelegenen Ecke hinter der Btihne gefunden. Man schatzt,daf3 Gomez zwischen 21 und 22Ufu ermordet wurde-wahrschein-lich wahrend der Pause. Seine Orchesterkollegen sagen aus, da8 ernach der Pause nicht auf die Btrhne zuruckkehrte. B scheint klar zusein, daf3 zwischen den beiden Morden ein Zusammenhang besteht.Die Kriminalpolizei arbeitet weiter an diesem sensationellen Fall."Hmm, eine tolle Geschichte. Wenn ich das geahnt hatte, dann hatteich besser aufgepaf3t. Jetzt kann ich mir schon vorstellen, was derChef wieder sagen wird. "Sie Dummkop{I" Er hat immer groflenRespekt. "Sie Dummkop{! Ich habe Ihnen schon tausend Malgesagt, daf5 Sie die Fahndungsfotos der Polizei genau studierenmirssen. Das ist ja nicht zu glauben! Da sitzt Alfons Richter nebenIhnen, und Sie merken iiberhaupt nichts. lUenn die Konigin vonEngland neben Ihnen gesessen hatte, dann hatten Sie sie bestimmtauch nicht erkannt. Und Sie wollen ein Joumalist sein!"-Ach duliebes bif3chen, bin ich dumm! Das hatte mir fiirher einfallen sollen.Ich bin wahrscheinlich auf einer heif3en Spur, von der die Polizeiiiberhaupt nichts wei8. Fiith Kropp muf5 doch etwas damit zu tungehabt haben. Sie muf3 Alfons Richter kennen, denn sie hat dieKonzertkarte fur ihn gekauft. Jetzt nrfe ich sofort meinen Chefan.-Halt, jetzt bin ich beinahe an der richtigen Adresse. Ich geheerst mal zu Kropps und sehe wie sie reagieren.

    Gerd finlet die Adresse-Eppendrrrfer LandstralSe 42-geht in den Hausfhnwtd sieht eirw Frau, die gerade den Fahrstuhl ausfegt.Gerd Entschuldigen Sie, bitte!Frau Ja?Gerd Wissen Sie, in welchem Stock Familie Kropp wohnt?Frau Ja, dritter Stock links. Sie miissen aber die Treppe hinaufgehen;

    der Fahrstuhl ist kaputt.Gerd Danke.F:r geht die Treppe hinauf, l

  • Der junge Mann brachte das Buch zurtick und wollte sie unbedingtselbst sprechen. Er hatte sich eine Konzertkarte direkt neben ihremPlau gekauft, und ich bin sicher, dafl er Alfons auf dem Bild in derZeitung wiedererkannt hat.

    Herr Kropp Ach du lieber Himmel! Jetzt sitzen wir aber in der Tinte.Frau Kropp Wahrscheinlich denkt er, da8 Silke Voss eine Komplizin

    ist. Gehen wir doch einfach darauf ein. Niemand wei{S, wohin sie inden Urlaub gefahren ist-auf3er ihrer Mutter. Ich werde ihre Mutteranrufen und es herausfinden. Ich habe aber bereits einen vonunseren Leuten hinter dem jungen Mann hergeschickt, denn wirmiissen ihn iiberwachen. Sollen wir Otto auf seine Spur setzen?\ile1n alles richtig lauft, dann konnen wir sie beide unschedlichmacnen.

    Herr Kropp Gute ldee! Was wiirde ich nur ohne dich machen! Aberdie Zeitungen haben nichts von den Diamanten berichtet, dieAlfons bei sich gehabt h