Demografiefestes Personalmanagement

Click here to load reader

download Demografiefestes Personalmanagement

of 20

  • date post

    17-Mar-2016
  • Category

    Documents

  • view

    216
  • download

    0

Embed Size (px)

description

Handreichung von Beispielen Guter Praxis aus dem Projekt DIALOG

Transcript of Demografiefestes Personalmanagement

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 1 von 20

    Demografiefestes Personalmanagement

    - Handreichung von Beispielen Guter Praxis aus dem Projekt DIALOG -

    Gesundes Unternehmen

    Nachwuchsgewinnung

    Wissensmanagement

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 2 von 20

    Gesunde Unternehmen in Brandenburg

    Startseite

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 3 von 20

    Wird ihre Belegschaft auch immer lter?

    Steigt die Zahl ihrer Mitarbeiter/-innen mit gesundheitlichen Problemen?

    Wenn ja, dann geht es Ihnen wie vielen Brandenburger Unternehmen.

    Belastungen am Arbeitsplatz und Berufskrankheiten

    Lsungsanstze:

    Wahl eines Verantwortlichen (des Kmmerers) fr das

    Gesundheitsmanagement im Unternehmen

    Regelmige systematische Ermittlung von Gefahren im Betrieb

    Einfhrung flexibler Arbeitszeiten

    Beteiligung der Mitarbeiter/-innen an der Verbesserung ihrer

    Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung und Arbeitspltze

    Frderung einer gesunden Ernhrung

    Gemeinsame Sport und Stresskurse anbieten und finanzieren

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 4 von 20

    Gesundheitskampagnen

    Seit 2008 betreibt der sterreichische Gewerkschaftsverband PROGE die

    Kampagne G - Gesund in die Arbeit Gesund von der Arbeit.

    Grundlegender Ansatz ist die Erkenntnis, dass ein demografiefestes

    Gesundheitsmanagement bereits mit Beginn der Erwerbsbiografie einsetzen

    muss.

    www.proge.at

    Gemeinsame sportliche Aktivitten

    Die slowakische MOL-Tochter Slovnaft organisiert fr ihre

    Beschftigten regelmige Tanz- und Fitnesskurse. Die gemeinsame

    sportliche Bettigung festigt zudem den Teamgeist in den einzelnen Abteilungen.

    www.slovnaft.sk

    Regelmige Aufklrung Mitarbeiterbefragung

    Die Beauftragten fr Arbeitsschutz und Sicherheit der Betriebsgewerkschaft bei

    Slovnaft publizieren regelmig den sich wandelnden Bedingungen im Werk an-

    gepasste Handbcher zum Arbeitsschutz.

    www.echoz.sk

    Mitarbeiterbeteiligung bei der Arbeitszeitgestaltung

    Die sterreichische OMV bercksichtigt in ihren Schichtplnen Interessen der

    Mitarbeiter. So gibt es z.B. eine Fuballschicht.

    www.omv.at

    Weiterfhrende Links:

    www.lasa-brandenburg.de www.gesundearbeit.org www.betriebsratsqualifizierung.de

    Gesundes Unternehmen - Beispiele guter Praxis

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 5 von 20

    Belastungen am Arbeitsplatz und Berufskrankheiten zurck

    In Deutschland gab es 2009 16.657 anerkannte Flle von Berufserkrankun-

    gen. Dauerhafte psychische und krperliche berbelastungen am Arbeitsplatz

    fhren zu arbeitsbedingten Erkrankungen.

    Schwere Lasten, eine ungnstige Krperhaltung am Arbeitsplatz, andauernder

    Lrm, Staub, Feuchtigkeit und Klte sind bei den krperlichen Belastungen we-

    sentliche Faktoren, die Beschwerden verursachen. Das schlgt sich auch deut-

    lich in den Statistiken nieder:

    39 % aller anerkannten Berufserkrankungen in Deutschland gehen auf das

    Konto von dauerhaften mechanischen berbelastungen. 33 % sind das Re-

    sultat permanenter Lrmeinwirkung.

    Zu den dauerhaft krank machenden psychischen Belastungen zhlen vor

    allem Stress, eine monotone Arbeit, Mobbing und Burn-out.

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 6 von 20

    Die Mitarbeiter/-innenbefragung zurck

    Eine Mitarbeiter/-innenbefragung wird vorgenommen, um ein unverflschtes

    und umfassendes Bild ber Stimmungen, Meinungen und Einstellungen

    ber die Arbeitsbedingungen der gesamten Belegschaft zu erhalten.

    Gleichzeitig soll den befragten Personen die Mglichkeit erffnet werden,

    erste Vorschlge zur Verbesserung ihrer Situation am Arbeitsplatz zu un-

    terbreiten.

    Das Wissen und die Beurteilung der betrieblichen Ablufe sollten effektiv

    fr betriebliche Verbesserungsprozesse im Hinblick auf die Gesundheit, die

    Arbeitszufriedenheit und die Arbeitsqualitt genutzt werden.

    Darber hinaus trgt die Beteiligung der Beschftigten an Organisations-

    und Personalentwicklungsprozessen zu einer offenen Kommunikations-

    kultur bei und kann zudem die Akzeptanz fr notwendige Vernderungs-

    prozessen erhhen.

    Mitarbeiter/-innenbefragungen sollten darber hinaus keine Eintagsfliegen

    sein. Regelmig durchgefhrte Mitarbeiter/-innenbefragungen dienen dazu,

    auch in Zukunft neue Impulse fr eine lebendige und zukunftsorientierte Ent-

    wicklung zu geben und den Erfolg umgesetzter Manahmen zu berprfen.

    Langfristig knnen Mitarbeiter/-innenbefragungen dazu dienen, die Ar-

    beitszufriedenheit und Motivation der Beschftigten zu erhhen, ihre Ge-

    sundheit zu verbessern, Fluktuation und Fehlzeiten zu verringern sowie

    die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhhen.

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 7 von 20

    Die Arbeitsplatz und prozessanalyse

    Die Einbeziehung der eigenen Belegschaft in eine Arbeits- und Prozess-

    analyse im Unternehmen ist Grundvoraussetzung fr deren hohe Realitts-

    nhe und somit fr ihre zuknftige Verwertbarkeit. Zu Beginn einer Arbeits- und

    Prozessanalyse sollten sich die verantwortlichen Leiter an Vertreterinnen und

    Vertreter der Belegschaft wenden, um eine Auswahl von interessierten Mitar-

    beiterinnen und Mitarbeitern zu treffen. Unter Einbeziehung der Arbeitnehme-

    rinnen und Arbeitnehmer werden im Folgenden Ziele und Verlauf der Organi-

    sationsuntersuchung vereinbart. Folgende Teiluntersuchungen sind Bestand-

    teil einer fr eine erfolgreiche Gesundheitspolitik verwertbaren Unternehmens-

    analyse:

    Die Ermittlung des Stellenbedarfs, der zur sachgerechten Aufgabenerledi-

    gung in den einzelnen Abteilungen notwendig ist.

    Die Ermittlung von Fehlbelastungen und des Gesundheitszustandes der

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Die Analyse der psychischen und physischen Belastung der Beschftigten

    an ihren Arbeitspltzen.

    Die Analyse der psychischen und physischen Belastung im Verlauf des Ar-

    beitstages jedes und jeder einzelnen Beschftigten.

    Die Zusammenstellung der Verbesserungsvorschlge der Mitarbeiterinnen

    und Mitarbeiter

    Mitarbeiter/-innen sind regelmig auf sich neu ergebende Gefahrenquellen

    hinzuweisen und entsprechende Publikationen sind im Betrieb auszulegen!!!

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 8 von 20

    Die Gesundheitskampagne G zurck

    Den betrieblichen Sozialpartner/-innen werden im Rahmen der Kampagne We-

    ge eines alters- und alternsgerechten Gesundheitsmanagements aufge-

    zeigt. Generelles Ziel ist die langfristige Erhaltung der Leistungsfhigkeit

    und Motivation von Mitarbeiter/-innen in Industrieunternehmen.

    Die Akteure der Kampagne gehen bei ihren Aktivitten von folgenden grundle-

    genden Einsichten aus:

    Oberstes Gebot muss sein, dass Arbeit nicht krank machen darf.

    Arbeitgeber/-innen mssen sich immer ihrer Verantwortung dafr bewusst

    sein, dass die Arbeiten in ihrem Betrieb nicht krank machen drfen.

    (Gesundheitsvorsorge)

    Arbeitsbedingte krperliche und physische Belastungen sollten mittels ei-

    ner systematischen Gefahrenermittlung erfasst werden.

    Anhand der Ergebnisse der Gefahrenermittlung mssen geeignete Ma-

    nahmen zur Beseitigung der identifizierten Gefahrenquellen bestimmt wer-

    den.

    Daraufhin sollten die Mitarbeiter/-innen ber die Gefahrenquellen und die

    zu ergreifenden Manahmen informiert werden.

    Die Arbeit jedes/-er Einzelnen sollte auf dessen/ihre krperliche Konstituti-

    on, Qualifizierung und Alter abgestimmt werden.

    Bei der gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeitspltze und ablufe

    sollten Arbeitsmediziner/-innen, Sicherheitsfachkrfte und Arbeitspsycho-

    logen/-innen hinzugezogen werden.

    Die Mitarbeiter/-innen sollten unbedingt bei der gesundheitsgerechten Ge-

    staltung der Arbeitspltze und -ablufe hinzugezogen werden

    ( Mitarbeiter/-innenbeteiligung)

    Arbeitspltze und -ablufe sollten regelmig nach neuen Gefahrenquellen

    untersucht werden.

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 9 von 20

    Gesundheitsvorsorge im Betrieb

    Arbeitgeber/-innen sollten sich bewusst machen, dass ihre Verantwortung fr die

    Gesundheit der Arbeitnehmer/-innen nicht bei den gesetzlichen Schutzbestim-

    mungen endet.

    Arbeitnehmer/-innen mssen ber ihre Risiken an den Arbeitspltzen aufgeklrt

    werden und Alternativen kennen, die sie im Betrieb umsetzen knnen.

    bergeordnetes Ziel von Arbeitnehmer/-innen wie Arbeitgeber/-innen muss es

    sein, gesund in die Arbeit und von dort auch wieder gesund nach Hause zu

    kommen.

    Die regelmige gemeinsame sportliche Bettigung dient einem ganzheitli-

    chen Gesundheitsmanagement im Betrieb. Ihre positive Wirkung geht dabei

    weit ber den Rahmen der alters- und alternsgerechten Gesundheits-

    frderung hinaus.

    Gemeinsame Sport- und Tanzkurse von Mitarbeitern/-innen eines Unternehmens

    wirken sich positiv auf die gesundheitliche Wohlbefinden jedes Einzelnen aus. Sie

    steigern die Motivation der Beschftigten und helfen das Betriebsklima zu verbes-

    sern.

  • INVESTITION IN IHRE ZUKUNFT Seite 10 von 20

    Bei der Auswahl der gemeinsamen sportlichen Aktivitten sollte Folgendes be-

    rcksichtigt werden:

    Viele Mitarbeiter/-innen sind bereits sportlich aktiv und wissen, wa