Der Wandel der Ernährungsgewohnheiten im Kontext der ...· Der Wandel der Ernährungsgewohnheiten

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Der Wandel der Ernhrungsgewohnheiten im

Kontext der Globalisierung des Ernhrungssystems

Anforderungen an Politik und Forschung

TA-Projekt: Beitrag der deutschen Forschung zur Lsung des Welternhrungsproblems

Relevanz des globalen Ernhrungswandels

Welternhrungsfrage

Internationale Forschung

Agenda internationale Organisationen (CGIAR/IFPRI, FAO, WHO - Reformprozesse )

Ministerien/Ressortforschung & Universitten

Kontext15.03.2010

Regine Rehaag

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Fragestellung

Globalisierung des Ernhrungssystems & Wandel Ernhrungsgewohnheiten

Herausforderung fr Ernhrungspolitik?

15.03.2010

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Regine Rehaag

Wandel Ernhrungsgewohnheiten

Ausbreitung von Ernhrungsmustern nach westlichem Vorbild im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse

Globalisierung des Ernhrungssystems,

Verstdterung und

wirtschaftliche Entwicklung

15.03.2010

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Regine Rehaag

Ernhrungssystem(Food System, Agrifoodsystem)

Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Ebenen von Ernhrung

Produktion,

Verarbeitung,

Handel,

Konsum

Ernhrungssystem15.03.2010

Regine Rehaag

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Materielle Ebenesozial-kologische Prozesse Nahrungsmittelproduktion und deren Nachhaltigkeit

konomische und politische EbeneMacht & Kontrolle Akteursgruppen ber Ernhrungssystem

Soziale und kulturelle Ebenepersnliche Bindungen, Gemeinschaftswerte und kulturellen Traditionen

Ernhrungssystem15.03.2010

Regine Rehaag

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Kennzeichen Globalisierung Ernhrungssystem international gehandelte Lebensmittel

bedeutender Anteil am LM-Angebot

Verbraucherprferenzen und LM-Angebot zunehmend hnlicher(Nationen / globale Regionen)

uniformes globalisiertes LM-Angebot(bei regionaler Anpassung)

Ernhrungssystem15.03.2010

Regine Rehaag

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Wandel Ernhrungsgewohnheiten

bergang traditionell urban-industrieller Ernhrungsstil

Stagnation/Rckgang Grundnahrungsmittel

Anstieg ressourcenintensivere Lebensmittel

veredelte Produkte (Fleisch-& Milchprodukte)

Convenience-Produkte

mit in der Regel hherer Energiedichte

15.03.2010

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Regine Rehaag

Hoher Anteil gesttigte Fetten,

Zucker & andere raffinierte Kohlenhydrate(geringer Anteil)

mehrfach ungesttigte Fettsuren

Ballaststoffe

Wandel Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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Folgen ffentliche Gesundheit Zunahme ernhrungsassoziierter chronisch-

degenerativer Krankheiten (epidemiologischer Wandel)

Adipositas,

Bluthochdruck,

Diabetes II

Wandel Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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Folgen auf globaler Ebene Ernhrungssicherung

Land Grabbing

Flchenkonkurrenz

Klimawandel

Klimagasemissionen veredelter LM

Veredelungsverluste (v.a. Rindfleisch)

Wandel Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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www.ifpri.org/publication/land-grabbing-foreign-investors-developing-countries

Land Grabbing15.03.2010

Regine Rehaag

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Land Grabbing

China ist Auftraggeber in

Demokratische Republik Kongo 2,8 Mio. ha Palml Agrokraft-stoffe (ZTE International)

Mosambik 500.000t Reis 800Mio. US$ (Chongqing Seed Corp)

Sambia 2 Mio. ha Jatropha Agrokraftstoffe

Philippinen 1,24 Mio. ha

Kamerun 10.000 ha Reis

China baut an fr

Goldman Sachs (USA)10 Geflgelfarmen 300 Mio. US $

Schweinefarmen150 - 200 Mio. US $

15.03.2010

Regine Rehaag

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Land Grabbing Definition15.03.2010

Regine Rehaag

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Landkufe bzw. Pachtvertrge > 1.000 ha[Olivier de Schutter UN-Sonderbeauftragter fr das Recht auf Ernhrung]

Ackerland

Produktion & Export Grundnahrungsmittel

Vertrge mit Regierungen oder Firmen

Land Grabbing15.03.2010

Regine Rehaag

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Auslndische Investoren 2006-2008 20 Mio. ha Ackerland in Entwicklungslndern

gekauft oder gepachtet (20% der Ackerflche Europas)

20 Mrd. - 30 Mrd. Dollar [International Food Policy Research Institute, FIAN]

Finanzkrftige Lnder mit prekrer Eigenversorgung008

China (20 % Weltbevlkerung, 9% globale Landflche)

Golfstaaten

Saudi-Arabien

Indien

Investoren

Land Grabbing15.03.2010

Regine Rehaag

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Ernhrungswandel (Nutrition Transition) steht im Kontext von globalen Prozessen gesellschaftlichen Wandels

Globalisierung des Ernhrungssystems

Sozialer Wandel & Urbanisierung

vernderte Konsumentenbedrfnissen kein schlssiger Erklrungs- bzw. Steuerungsansatz

Vernderungen Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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Sozialer WandelFlexibilisierung des Alltags

Steigende Mobilittsanforderungen

Zeitbudgets

steigende Einkommen

Urbanisierungwichtigster demographischer Wirkfaktor(Popkin 2008)

v

Vernderungen Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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Globalisierung des Ernhrungssystemstransnationaler LM-Handel

auslndische Direktinvestitionen

transnationale Lebensmittelkonzerne

Umstrukturierung traditioneller LM-Handel (Supermarktisierung)

Globalisierung Lebensmittelmarketing

Globale Institutionen der Regulation

Vernderungen Ernhrungsgewohnheiten15.03.2010

Regine Rehaag

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Welthunger-Ernhrungswandel

Enger Zusammenhang Wirtschaftliche Entwicklung,

berwindung des Hungers

Ernhrungswandel

15.03.2010

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Regine Rehaag

15.03.2010

Regine Rehaag

21 Entwicklung Welthunger-Index

[Quelle Grebmer et al. Welthunger-Index 2009]

Lnder mit dem strksten Rckgang (grn >50%) am strksten von gesundheitlichen Folgen des Ernhrungswandels betroffen

Mexiko, Nicaragua, Bolivien, Brasilien, Peru

Saudi Arabien, Trkei, Thailand, Malaysia

Welthunger-Ernhrungswandel15.03.2010

Regine Rehaag

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Phnomen, dass viele Entwicklungslnder neben dem Problem der Unterernhrung und des Hungers vermehrt auch mit berernhrung und bergewicht konfrontiert sind.

Double Burden 15.03.2010

Regine Rehaag

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15.03.2010

Regine Rehaag

24 Double Burden of Malnutrition

Prvalenz Untergewicht vs. Adipositas bei Frauen

nach WHO Global Database on Body Mass Index, eigene Darstellung

Globalisierungsbedingter Wandel der Ernhrungsgewohnheiten auf der Agenda von UN Organisationen

FAO, WHO sektorbergreifende Zusammenarbeit (2002 WHO/FAO Expert Consultation)

IFPRI

Internationale Forschung (seit 1980er Jahre)

Fokus auf China, Brasilien, Indien, Sdafrika, Chile, Sdkorea, Tansania, Ghana, Mexiko

Forschung zu Ernhrungswandel15.03.2010

Regine Rehaag

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Globaler Ernhrungswandel und seine Implikationen fr

Welternhrung

Klimawandel und

Nachhaltige Ressourcennutzung

gesellschaftlich brisant, Gegenstand

Globalisierungs- & Nachhaltigkeitsforschung

Globalisierung Ernhrungswandel15.03.2010

Regine Rehaag

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Transnationale Akteure/Eingriffe ndern Angebots- und Nachfragestruktur (Bspw. Marktintegration Mexiko)

Lebensmittelverarbeitung wichtigster Bereich Auslndischer Direktinvestitionen

Hoch verarbeitete Lebensmittel werden am strksten beworben

Beispielhafte Strukturzge15.03.2010

Regine Rehaag

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Analyse des Globalen Ernhrungswandels

Transformation von strukturellen Rahmenbedingungen, unter denen Kaufentscheidungen getroffen werden

Handlungsbedarf

Entlastung privater Haushalte angesichts vernderte Angebotsstrukturen (KonsumentInnen prekrer Bndnispartner )

Steuerungsoptionen

Globalisierung Ernhrungswandel15.03.2010

Regine Rehaag

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Komplexe Fragestellungen wie

Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen,

Wandel des weltweiten Ernhrungssystems,

Klimawandel & nachhaltige Ressourcennutzung

erfordern

inter- und transdisziplinre Forschung, die auch Praxiswissen einbindet

internationale Zusammenarbeit

Globalisierung Ernhrungswandel15.03.2010

Regine Rehaag

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Arbeitskreis Welternhrung 11/2009 gegrndet

Vorlufig begrenzt auf BMELV Ressortforschung (eigenstndiger Typus angewandter Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik problemorientiert, praxisnah, interdisziplinr -BMBF 2007)

Geschftsstelle Senat Bundesforschungsanstalten Johann Heinrich von Thnen-Institut (vTI)

Ernhrungspolitik und Globalisierung15.03.2010

Regine Rehaag

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Bisherige BMELV - Aktivitten Welternhrung

Fokus auf Globale Ernhrungssicherung

seit 2001 Konferenzreihe Politik gegen Hunger

Verankerung des Menschenrechts auf Nahrung bei der FAO-Reform als Querschnittsaufgabe

Verstrkung der Agrarforschung nachhaltige Produktionssteigerung im Rahmen der Internationalen Agrarforschung (CGIAR)

Ernhrungspolitik und Globalisierung15.03.2010

Regine Rehaag

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Globaler Ernhrungswandel und seine Implikationen fr die Welternhrung Herausforderung fr Ernhrungspolitik

Steuerung globalisierten Ernhrungssystems