DEUTSCH - MAK Wien - MAK Museum Wien · 8 MAK-Ausstellungen 2018 Anlässlich seines 90. Geburtstags...

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MAK 2018 JAHRESBERICHT
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    19-May-2020
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  • MAK2018JAHRESBERICHT

  • Inhalt

    ImpressumHerausgeberInnen: Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor, MAK;Teresa Mitterlehner-Marchesani, Wirtschaftliche Geschäftsführerin, MAKRedaktion: Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung MAK-Presse undÖffentlichkeitsarbeit, Sponsoring), Sandra Hell-GhignoneÜbersetzungen: Jennifer Blaak (DE>EN), Eva Dewes (EN>DE)Lektorat: Bettina R. Algieri (Leitung), Cornelia MalliGrafische Gestaltung: Maria Anna Friedl© MAK 2019

    Cover/Backcover:

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018SAGMEISTER & WALSH: BeautySagmeister & Walsh, Color Room, 2018In Kooperation mit Backhausen© Aslan Kudrnofsky/MAK

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef HoffmannKoloman Moser, wandfeste Einrichtung für ein Schlafzimmer im Haus Moser, 1901Privatbesitz, London© Aslan Kudrnofsky/MAK

    Vorwort MAK-Geschäftsführung ................................................................................................................................................................... 3

    MAK-Ausstellungen 2018 ....................................................................................................................................................................................... 4

    MAK-Veranstaltungen 2018 ............................................................................................................................................................................. 14

    MAK-Sammlung / Ankäufe / Donationen ..................................................................................................................................... 15

    MAK-Forschungsprojekte 2018 .................................................................................................................................................................. 17

    MAK-Publikationen 2018 ...................................................................................................................................................................................... 18

    MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung ............................................................................................................................ 18

    EU-Projekte 2018 ............................................................................................................................................................................................................. 19

    MAK-Außenstellen ......................................................................................................................................................................................................... 20

    MAK-Expositur Geymüllerschlössel .......................................................................................................................................... 20 MAK Tower ........................................................................................................................................................................................................... 20 Josef Hoffmann Museum, Brtnice ............................................................................................................................................. 20 MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles ................................................................................................. 21

    MAK-Vermittlung 2018 ............................................................................................................................................................................................. 24

    MAK-Marketing 2018 ................................................................................................................................................................................................... 25

    MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit ............................................................................................................................................. 26

    MAK-Fakten 2018 ............................................................................................................................................................................................................ 28

    Förderer und Vereine des MAK ..................................................................................................................................................................... 30

    MAK-Ausstellungen 2019 / Vorschau ............................................................................................................................................... 32

    MAK-MitarbeiterInnen 2018 .............................................................................................................................................................................. 38

    MAK Boards ............................................................................................................................................................................................................................... 39

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    Geballtes Plädoyer für die angewandte Kunst

    Das große Gedenkjahr zur Wiener Moderne 2018 war auf vielenEbenen auch ein besonderes Jahr für das MAK. Das MAK-Programmverwandelte das Museum zum Schauplatz für die historisch, aktuellund zukünftig einzigartige Rolle der angewandten Kunst als kreativeKraft zur Gestaltung unserer Lebensräume. Dieses geballte Plädoyerfür die spannenden Disziplinen angewandte Kunst, Design und Archi tektur wurde vom Publikum deutlich wahrgenommen: Das MAKverbuchte 2018 einen Rekord an BesucherInnen wie auch an ver-kauften Jahreskarten und dankt dem Publikum für das entgegen -gebrachte Vertrauen.

    Als internationales Kompetenzzentrum der Wiener Moderne trug dasMAK mit drei Ausstellungen zur Erinnerung an diese künstlerischprägende Epoche um die Jahrhundertwende bei. Dabei ging es beiden Großausstellungen POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkassezur Postmoderne und KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann sowie auch beim Virtual-Reality-Projekt KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience byFrederick Baker vor allem um die zeitgenössische Neubetrachtungder Hinterlassenschaft dreier Giganten der Wiener Moderne.

    KLIMTS‘S MAGIC GARDEN überraschte zum Jahresstart 2018 alsPublikumsmagnet. Die Verschränkung von neuer Technologie undherausragendem Kulturgut zu einer virtuellen Szenerie begeistertevor allem die jungen BesucherInnen, die dem MAK besonders amHerzen liegen. Mit POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zurPostmoderne löste das MAK einmal mehr sein Versprechen ein, Kunstnicht nur zu vermitteln, sondern immer auch das Verständnis histori -scher Zusammenhänge zu fördern. Die Ausstellung lenkte den Blickauf den nachhaltigen Einfluss von Wagners epochalem Werk auf nach -folgende Generationen von ArchitektInnen und DesignerInnen bis hi-n ein in die Gegenwart. Mit Hilfe von BAWAG P.S.K. und SIGNA wurde dieÖsterreichische Postsparkasse, eines der Hauptwerke Otto Wagners,in die Ausstellung miteinbezogen und für die BesucherIn nen zugäng -lich. Als finaler Höhepunkt des MAK-Beitrags zum Gedenk jahr 2018verdeutlichte die Ausstellung KOLOMAN MOSER. Universalkünstlerzwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann, eine der bisher umfas -sen dsten Personalen zu seinem Werk, Mosers entscheidendenBeitrag zu einer neuen, modernen Formensprache in Wien um 1900.

    In der Vermittlung angewandter Kunst will das MAK die Menschenimmer auch inspirieren, die Welt im digitalen Zeitalter mitzugestalten.In die Rolle von Schönheit als Parameter für gute Gestaltung tauchtedie in Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst, Frankfurtrealisierte Ausstellung SAGMEISTER & WALSH: Beauty ein. Verteilt überdas gesamte MAK am Stubenring machte die Ausstellung Schönheitepochenübergreifend als einen zentralen, funktionalen Aspektansprechender Gestaltung erlebbar. Dieses multimediale, höchstsinnliche Plädoyer für die Lust am Schönen begeisterte nicht nur dasPublikum, sondern auch zahlreiche FörderInnen und SponsorInnen,ohne die das Megaprojekt nicht möglich gewesen wäre.

    © Sabine Hauswirth/MAK

    Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor und wissenschaftlicher GeschäftsführerTeresa Mitterlehner-Marchesani, Wirtschaftliche Geschäftsführerin

    Vorwort der Geschäftsführung

    Insgesamt zehn Ausstellungen realisierte das MAK im Jahr 2018 imHaus am Stubenring, darunter die große Jubiläumsausstellung 300JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR, die Personale GUSTAV PEICHL.15 Bauten zum 90sten anlässlich des Geburtstags des bekanntenösterreichischen Architekten und Adriana Czernins sensible Ausein an - dersetzung mit dem Thema Ornament in ADRIANA CZERNIN: Fragment.

    Seit 22. November 2018 unterstreicht das MAK am Stubenring auch imErscheinungsbild wieder seine Bedeutung als eine Landmarke derösterreichischen Museumsszene. MAKlite, die permanente künstleri -sche Lichtinstallation des weltweit bedeutenden US-amerikanischenKünstlers James Turrell an der MAK-Fassade, konnte nach einer knappeinjährigen Modernisierung wieder in Betrieb genommen werden. DieErneuerung von MAKlite war eines der wesentlichsten Investitions -projekte des Jahres 2018, das mit Unterstützung der MAK ART SOCIETyzur Hälfte durch Spenden von Privatpersonen, Privatstiftungen undUnternehmen finanziert wurde.

    Auch aus wirtschaftlicher Sicht war 2018 für das MAK ein sehr zu frie -denstellendes Jahr. Trotz zahlreicher Sonderprojekte ist es gelungen,zum 31. Dezember 2018 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.Besonders hervorzuheben ist die Steigerung der Eintrittserlöse um100 %, bedingt zum einen durch die Anhebung der Eintrittspreise mit 1. Jänner 2018, zum anderen durch die gut angenommeneStreichung des freien Eintritts am Dienstagabend zugunsten einesver günstigten Eintritts von € 5. Überdurchschnittliche Erlös steigerun - gen wurden auch im MAK Design Shop, bei den Erlösen aus Kosten -weiterverrechnungen und in der MAK-Restaurierung verzeichnet.

    Im Jahr 2019 lenkt das MAK den Blick auf die kreative Energie und diePotenziale der angewandten Kunst, wenn es darum geht, mitzuge -stalten, wie wir künftig leben wollen. Als zentrales Projekt schärft die Neuaufstellung des MAK DESIGN LABOR das Bewusstsein für dieNot wendigkeit eines positiven Wandels und positioniert Design alsgesellschaftspolitisch relevante Kraft der Veränderung. Die drittevom MAK initiierte VIENNA BIENNALE widmet sich mit der Suche nachneuen Werten in der digitalen Zukunft einem drängenden Themaunserer Zeit. Als eines ihrer Herzstücke setzt sich die MAK-AusstellungUNCANNY VALUES. Künstliche Intelligenz & Du in grundlegender Weisemit den Potenzialen und Gefahren der rasanten Entwicklung vonkünstlicher Intelligenz auseinander. Den immanenten Blick des MAKauf interkulturelle und ästhetische Bezüge schärfen unter anderemdie Ausstellungen CHINESE WHISPERS. Neue Kunst aus der SiggCollection und BUGHOLZ, VIELSCHICHTIG. Thonet und das moderneMöbeldesign.

    Auch im Jahr 2019 wollen wir Ihnen viele inspirierende Besuche undAnregungen im MAK ermöglichen. Wir hoffen, dass Sie uns die Treuehalten und Menschen, die Ihnen nahestehen, ebenfalls für das MAKbegeistern!

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    MAK-Ausstellungen 2018

    MAK-Ausstellungshalle, 16. Mai – 23. September 2018Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und KeramikWissenschaftliche Mitarbeit: Michael Macek, MAK-Sammlung Glas und Keramik

    Rund 1 000 Exponate aus den Beständen des MAK sowie aus nationalen und inter nationalenSammlungen boten in der umfassenden Jubiläumsausstellung 300 JAHRE WIENERPORZELLAN MANUFAKTUR einen eindrucksvollen Überblick über die Entwicklung derzweitältesten europäischen Porzellanmanufaktur. Gegründet im Mai 1718 durch Vergabeeines kaiserlichen Privi le giums zur Porzellanerzeugung an Claudius Innocentius Du Paquier,durchlief die Wiener Produktion eine faszinierende Erfolgs ge schichte. Stil und Geschmackihrer Produkte setzten in der Frühzeit und im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts immerwieder ästhetische Maßstäbe und Standards.

    Publikation: 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR, herausgegeben von Christoph Thun-Hohen stein und Rainald Franz, mit Texten von Rainald Franz, Andreas Gamerith, Michael Macek, Errol Manners, Waltraud Neuwirth, Kathrin Pokorny-Nagel, A. Philipp Revertera,Elisabeth Schmuttermeier, Ulrike Scholda, Christoph Thun-Hohenstein, Leonhard Weidingerund Johannes Wieninger. Deutsch/Englisch, 272 Seiten mit zahl reichen Farb a bbildungen. MAK, Wien/Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2018. Erhältlich im MAK Design Shop undunter MAKdesignshop.at um € 44.

    300 JAHRE WIENERPORZELLANMANUFAKTUR

    Mit freundlicher Unterstützung von

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

    Musterpokal mit Presentoir, Wien, um 1816Ausführung: Kaiserliche Porzellanmanufaktur Wien© MAK/Katrin Wißkirchen

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    MAK-Ausstellungen 2018

    MAK-Ausstellungshalle, 30. Mai – 30. September 2018 Kurator: Sebastian Hackenschmidt, Kustode MAK-Sammlung Möbel und HolzarbeitenWissenschaftlicher Beirat: Iris Meder, Architekturhistorikerin und freie Kuratorin,und Ákos Moravánszky, Professor emer. für Architekturtheorie, ETH Zürich

    Anlässlich des 100. Todesjahres des Architekten Otto Wagner lenkte die Ausstellung POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne den Blick auf den nach haltigenEinfluss seines epochalen Werks. Wagner gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter derfrühen Moderne: Seine Absage an den Einsatz historischer Stile, seine weltweit rezipiertenSchriften zu Architektur und Stadtplanung und seine hervorragenden Bauten sind bis heuteinspirierend. Die MAK-Ausstellung beleuchtete nicht nur die Wechselwirkung zwischen Wagner und seinen Zeitgenossen, sondern insbesondere seinen Einfluss auf SchülerInnenund nachfolgende Generationen von ArchitektInnen und DesignerInnen. Als eines der Haupt-werke von Otto Wagner konnte die Postsparkasse mit Hilfe von BAWAG P.S.K. und SIGNA alsreales Gebäude in die Aus stellung miteinbezogen werden.

    Publikation: POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne, gemeinsam verfasst von Sebastian Hackenschmidt, Iris Meder und Ákos Moravánszky, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Sebastian Hackenschmidt. Deutsch/Englisch, 304 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen. MAK/Birkhäuser Verlag, Wien 2018. Erhält lich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 39,95.

    POST OTTO WAGNERVon der Postsparkasse zur Postmoderne

    Mit freundlicher Unterstützung von

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

    K. k. Österreichische Postsparkasse, Großer Kassensaal © Hagen Stier, 2015

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    MAK-Ausstellungen 2018

    Eine Kooperation des MAK, Wien, und des Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am MainMAK, 24. Oktober 2018 – 31. März 2019Kuratorin: Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv

    Mit ihrem faszinierenden Ausstellungsprojekt Beauty lieferten Stefan Sagmeister und JessicaWalsh ein multimediales, höchst sinnliches Plädoyer für die Lust am Schönen. Nahezu imgesamten 20. und 21. Jahrhundert war und ist Schönheit im Designdiskurs eher negativbesetzt. Dieser Antipathie setzten Sagmeister & Walsh beeindruckende Argumente entgegenund machten Schönheit als einen zentralen, funktionalen Aspekt ansprechender Gestaltungerlebbar. Wie schon Stefan Sagmeisters im Jahr 2015 im MAK gezeigte Happy Show sorgteauch Beauty für enormes Publikumsinteresse. Die das gesamte MAK am Stubenring durch-flutende Ausstellung spielte mit allen Sinnen der BesucherInnen und zeigte deutlich auf:Schönheit ist mehr als eine rein oberflächliche Strategie.

    Publikation: Sagmeister & Walsh: Beauty. Schönheit als Schlüsselkonzept für die Gestaltungder Zukunft, von Stefan Sagmeister und Jessica Walsh, Deutsch, 284 Seiten mit 377 Farb-abbildungen, Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2018. Erhältlich im MAK Design Shop und unterMAKdesignshop.at um € 41.

    Kooperationspartner

    PREMIUM PARTNER

    Associated Partner

    SAGMEISTER & WALSH Beauty

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © Aslan Kudrnofsky/MAK

    Sagmeister & Walsh, Logo SAGMEISTER & WALSH:Beauty, 2018 © Sagmeister & Walsh

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    MAK-Ausstellungen 2018

    MAK-Ausstellungshalle, 19. Dezember 2018 – 22. April 2019KuratorInnen: Christian Witt-Dörring, Gastkurator; Elisabeth Schmuttermeier, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv

    Anlässlich seines 100. Todesjahres würdigte das MAK Koloman Moser (1868–1918), einen dergroßen Visionäre der Wiener Moderne, mit einer der bisher umfangreichsten Personalen zuseinem vielfältigen Werk. Die MAK-Ausstellung KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann tauchte tief in das Œuvre des Ausnahmekünstlers ein undzeigte auf, wie entscheidend Moser die Suche nach einer neuen, modernen Formensprache inWien um 1900 mitgeprägt hat. Viele der rund 600 Exponate, großteils aus der MAK-Sammlung,wurden erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Chronologisch aufgebaut, ließ dieMAK-Schau jede Etappe von Mosers ungewöhnlichem Werdegang Revue passieren: vom Malerzum Allround-Gestalter und schließlich wieder zurück zur Malerei.

    Publikation: KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann,herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein, Christian Witt-Dörring und Elisabeth Schmuttermeier, Deutsch/Englisch, 288 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, MAK, Wien/Birkhäuser Verlag, Basel 2019. Erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 44,95.

    Premium Sponsor

    Für die großzügige Unterstützung danken wir Richard Grubman

    KOLOMAN MOSER Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © Aslan Kudrnofsky/MAK

    Koloman Moser, Plakat für die XIII. Secessionsausstellung,1902 © MAK

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    MAK-Ausstellungen 2018

    Anlässlich seines 90. Geburtstags widmetedas MAK dem österreichischen ArchitektenGustav Peichl (geboren am 18. März 1928 inWien) die Personale GUSTAV PEICHL. 15 Bautenzum 90sten. In seinem über 50-jährigenSchaffen konnte Peichl, der unter demPseudonym IRONIMUS höchst erfolgreichauch als politischer Karikaturist tätig war,70 Bauten realisieren. Für die Schau im MAKwählte er 15 Bauten aus, die exemplarischEinblick in sein umfangreiches Lebenswerkgeben. Die Gebäude wurden exklusiv für das MAK von der deutschen Künstlerin Pola Sieverding in ihrem heutigen, aktuellenZustand fotografiert und mit Skizzen, Ent-würfen und Plänen aus der MAK-Sammlungkontextualisiert.

    Sponsor

    Mit KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual RealityExperience by Frederick Baker lancierte das MAK am 100. Todestag von Gustav Klimt(6. Februar 2018) ein fantastisches virtuellesAusstellungsexperiment, das von Publikumund Medien begeistert aufgenommenwurde. Auf Basis von hochaufgelöstemBildmaterial reinszenierte der renommierteFilmemacher Frederick Baker Klimts in neunTeilen erhaltene Entwurfszeichnungen fürden Mosaikfries im Speisesaal des BrüsslerPalais Stoclet (1910/1911) und eröffneteneue Perspektiven auf einen der Höhepunkteder MAK-Sammlung. Klimts beispielloseArbeit verschmolz mit einer von seinen regel -mäßigen Aufenthalten am Attersee inspirier -ten Landschaft zu einer immersiven virtuellenSzenerie – KLIMT’S MAGIC GARDEN –, in dersich BesucherInnen über ein Virtual-Reality-Headset bewegen konnten.

    Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Frederick Baker und der Christian Leiss GmbH

    KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience by Frederick Baker © MAK/Mona Heiß

    GUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90sten MAK-Kunstblättersaal und MAK-Säulenhalle, 21. März – 19. August 2018Kuratorin: Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv

    KLIMT’S MAGIC GARDEN. A Virtual Reality Experienceby Frederick BakerMAK FORUM / MAK-Schausammlung Gegenwartskunst, 7. Februar – 7. Oktober 2018Projektkoordination: Janina Falkner, Neue Lernkonzepte, MAK

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

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    MAK-Ausstellungen 2018

    Mit in Europa bisher wenig bekannten Keramiken aus dem südost- und ostasiati-schen Raum eröffnete die MAK-AusstellungERDE UND FEUER. Asiatische Keramik aus derSammlung Slunecko einen eindrucksvollenEinblick in die jahrhundertealte Tradition derKeramikkunst. Nach Ländern geordnet undchronologisch aufgebaut, präsentierte dieSchau im MAK DESIGN LABOR eine Auswahl vonrund 120 Objekten, die der Sammler auf zahl-reichen Reisen entdeckte. Die Exponate ausVietnam, Thailand, Kambodscha, Korea undJapan zeigten die Spezifika der einzelnenRegionen auf und vermittelten SluneckosLeidenschaft für schöne Glasuren, die Strukturen des Materials und die Hand desTöpfers.

    Eine Brücke zwischen gestern und heute,zwischen Ost und West spannte die MAK-Ausstellung ADRIANA CZERNIN: Fragment in der MAK GALERIE. Ausgehend von dem Tableaumit Holzornamenten des Minbar der Ibn-Tulun-Moschee in Kairo aus dem Jahr 1296,einem Meisterwerk aus der Mameluken-Zeit,ent wickelte die Künstlerin Adriana Czernin(geb. 1969) eine Werkserie, die verschiedeneAspekte geometrischer Konstruktion thema -tisierte. Sie verstand das Ornament dabei alseine Metapher für kulturelle, gesellschaftlicheund persönliche Verstrickungen. Die raum-greifenden Werke dieser MAK-Ausstellungparaphrasierten die Fragmenthaftigkeit derTeile aus dem Minbar, die sich seit 1907 in derSammlung des heutigen MAK befinden.

    Publikation: ADRIANA CZERNIN: Fragment,herausgegeben von Christoph Thun-Hohen-stein und Johannes Wieninger, mit Beiträgenvon Maximilian Geymüller, Christoph Thun-Hohenstein und Johannes Wieninger,Deutsch/Englisch, 64 Seiten mit zahlreichenFarbabbildungen, MAK/SCHLEEBRÜGGE.EDITOR, Wien 2018. Erhältlich im MAK DesignShop und unter MAKdesignshop.at um € 18.

    ERDE UND FEUER. Asiatische Keramik aus der Sammlung SluneckoMAK DESIGN LABOR, 25. April – 10. Juni 2018Kuratoren: Heinz Slunecko, Gastkurator; Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien

    ADRIANA CZERNIN: FragmentMAK GALERIE, 18. April – 30. September 2018Kurator: Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

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    MAK-Ausstellungen 2018

    100 BESTE PLAKATE 17 Deutschland Österreich SchweizMAK DESIGN LABOR, 27. Juni – 23. September 2018Kurator: Peter Klinger, Stellvertretende Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

    MAK-Ausstellungsansicht, 2018 © MAK/Georg Mayer

    Mit dem futuristisch anmutenden Mehrfami-lienhaus active energy building realisiertendie österreichischen ArchitektInnen AntonFalkeis & Cornelia Falkeis-Senn in Vaduz,Liechtenstein, den Prototyp eines urbanen,dezentralisierten Energiegewinnungssys-tems. Das spektakuläre Gebäude ist dasResultat jahrelanger Forschungsarbeiten zu technischer Innovation als Strategie zurBewältigung der großen Herausforderungenunserer Gesellschaft wie Klimawandel,Energie- und Ressourcenknappheit. Foto-grafien, Texte, Konstruktionsskizzen undArchitekturmodelle gaben in der im Rahmeneines MAK FUTURE LAB im MAK FORUM gezeigten Ausstellung falkeis2architects:active energy building Einblick in die vielenNeuerungen hinsichtlich Material, Konstruk-tion und Netzwerkaufbau, die zu dem„aktiven Gebäude“ geführt haben.

    falkeis2architects active energy buildingMAK FORUM, 6. Juni – 29. Juli 2018Projektkoordination: Janina Falkner, Neue Lernkonzepte, MAK

    Von humorvollen Werbebotschaften bis zugesellschaftskritischen Statements bot dieMAK-Ausstellung zum Wettbewerb 100BESTE PLAKATE 17. Deutschland ÖsterreichSchweiz ein facettenreiches Spektrum anzeitgenössischem Plakatdesign. Die jährlichvon einer internationalen Fachjury gekürten100 gleichberechtigten GewinnerInnen-plakate reichten von studentischen Projek-ten bis zu Auftragsarbeiten etablierterGrafikdesignerInnen und Werbeagenturen.Im Jahr 2017 zeigte sich bei den SiegerIn-nenprojekten ein starker Trend zu seriellenPlakatkombinationen und unkonventionellengrafischen Lösungsansätzen.

    Publikation: 100 Beste Plakate 17. Deutsch-land Österreich Schweiz/100 Best Posters17. Germany Austria Switzerland. VerlagKettler, Dortmund 2018. Erhältlich im MAKDesign Shop und unter MAKdesignshop.at um € 30,80.

    Eine Kooperation des MAK und des Vereins100 Beste Plakate e. V.

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    Internationale Ausstellungen 2018

    Glass of the ArchitectsVienna, 1900–1937The Corning Museum of Glass, 23. Juni 2018 – 7. Jänner 2019One Museum Way, Corning, Ny 14830

    Internationale Ausstellungen 2018

    Josef FrankDesignmuseo, 12. Oktober 2018 – 17. März 2019Korkeavuorenkatu 23, 00130 Helsinki

    Die im Jahr 2015/2016 im MAK gezeigte Ausstellung JOSEF FRANK: AgainstDesign (MAK-Ausstellungshalle, 16. Dezember 2015 – 3. April 2016) wanderteim Jahr 2018 nach Finnland. Das Designmuseo Helsinki zeigte die umfassendeMAK-Personale zu Josef Frank, einem der bedeutendsten Architekten undangewandten Künstler der Moderne, in leicht variierter Form.

    Ausstellungsansichten, 2018 Courtesy of The Corning Museum of Glass, Corning, Ny

    Ausstellungsansicht, 2018 © Katja Hagelstam

    Ausstellungsansicht, 2018 © Katja Hagelstam

    Nach den erfolgreichen Präsentationen in Venedig und Wien wurdedie vom MAK gemeinsam mit Le Stanze del Vetro realisierte Ausstel-lung DAS GLAS DER ARCHITEKTEN. Wien 1900–1937 in adaptierter Formim Corning Museum of Glass, Corning, New york gezeigt. Das CorningMuseum of Glass übernahm große Teile der Ausstellung und ergänztesie mit Stücken aus der eigenen Sammlung und Leihgaben ausanderen amerikanischen Kollektionen.

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    MAK-Eröffnungen 2018

    300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTURAusstellungseröffnung, 15. Mai 2018v.l.n.r.: Herwig Kempinger (Präsident, Secession), Teresa Mitterlehner-Marchesani (Wirtschaftliche Geschäftsführerin, MAK), Christoph Thun-Hohenstein(Generaldirektor, MAK) und Brigitte Winkler (Redakteurin, Kurier) © Marisa Vranješ/MAK

    KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience by Frederick BakerAusstellungseröffnung, 6. Februar 2018Frederick Baker (Künstler) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) © MAK/Mona Heiß

    ADRIANA CZERNIN: FragmentAusstellungseröffnung, 17. April 2018v. l. n. r.: Johannes Wieninger (Kustode MAK-Sammlung Asien), Adriana Czernin (Künstlerin) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) © MAK/Mona Heiß

    GUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90stenAusstellungseröffnung, 20. März 2018v. l. n. r.: Gustav Peichl (Architekt), Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) und Wolf D. Prix(Architekt)

    v. l. n. r.: Gustav Peichl (Architekt), Eva Blimlinger(Rektorin der Akademie der bildenden KünsteWien) und Pola Sieverding (Künstlerin)© MAK/Mona Heiß

    ERDE UND FEUER. Asiatische Keramik aus der Sammlung Slunecko Ausstellungseröffnung, 24. April 2018v. l. n. r.: Johannes Wieninger (Kustode MAK-Sammlung Asien), Edith Mathis (Opernsängerinund Hochschulprofessorin), Heinz Slunecko(Sammler) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK)© MAK/Mona Heiß

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    MAK-Eröffnungen 2018

    POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur PostmoderneAusstellungseröffnung, 29. Mai 2018v. l. n. r.: Stefan Barth (Vorstandsmitglied, Chief Risk Officer, BAWAG P.S.K.), Sebastian Hackenschmidt(Kustode MAK-Sammlung Möbel und Holzarbeiten), Christoph Stadlhuber (Geschäftsführer, SIGNA) undChristoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) © MAK/Mona Heiß

    SAGMEISTER & WALSH: BeautyAusstellungseröffnung, 23. Oktober 2018v. l. n. r.: Jessica Walsh (Grafikdesignerin), Stefan Sagmeister (Grafikdesigner), Gernot Blümel (Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien) und Christoph Thun-Hohenstein(Generaldirektor, MAK) © MAK/Mona Heiß

    SAGMEISTER & WALSH: BeautyPreview, 22. Oktober 2018v. l. n. r.: Jessica Walsh (Grafikdesignerin), Nadja Swarovski (Mitglied des Swarovski Executive Board), Stefan Sagmeister (Grafik -designer) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK) © MAK/Mona Heiß

    KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann Ausstellungseröffnung, 18. Dezember 2018v. l. n. r.: Elisabeth Schmuttermeier (Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv), Christoph Thun-Hohenstein (General - direktor, MAK) und Christian Witt-Dörring (Gastkurator) © Nina Suzuki/MAK

    100 BESTE PLAKATE 17 Deutschland Österreich SchweizAusstellungseröffnung, 26. Juni 2018Gruppenbild der österreichischen GewinnerInnen mit Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor, MAK), Peter Klinger (Kurator) und Albert Exergian (Grafiker) © MAK/Mona Heiß

    v. l. n. r.: Gernot Blümel (Bundesminister für EU,Kunst, Kultur und Medien), Stefan Sagmeister(Grafikdesigner), Christoph Thun-Hohenstein(Generaldirektor, MAK) und Jessica Walsh (Grafikdesignerin) © MAK/Mona Heiß

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    MAK-Veranstaltungen 2018

    Mit der hochkarätigen Fishbowl-DiskussionGLOBAL SUBSTANCE und der Präsentation des Projekts Le Baron Noir bot das MAK am 30. Jänner einen ersten Höhepunkt seinesumfangreichen Veranstaltungsprogramms2018. Martin Walde (Künstler) und HaraldGruendl (Designer und Designtheoretiker,IDRV – Institute of Design Research Vienna)diskutierten mit MAK-Kuratorin Marlies Wirthdie Frage nach der „universellen Substanz“und jenen Materialien, die unsere Welt phy -sisch und fiktiv in immer neuen Forma tio nenzusammensetzen. Martin Walde präsentiertein diesem Rahmen sein aktuel les Projekt in der MAK-Säulenhalle: die Sitz installation Le Baron Noir. GLOBAL SUBSTANCE wurde imRahmen des 2017 gegründeten KreativlaborsMAK FUTURE LAB organisiert. Workshops,Vorträge, Podiums gespräche und andereFormate boten auch 2018 Raum zurErarbeitung interdisziplinärer Beiträge zurhumanen Gestaltung und Nutzung derDigitalen Moderne.

    In Kooperation mit dem Rrriot Festival 2018organisierte das MAK FUTURE LAB am 2. Märzein Feministisches Frühstück rund umMargarete Schütte-Lihotzkys FrankfurterKüche. Weitere Höhepunkte der Reihe warenPerformances und Podiumsdiskussionenanlässlich der Jubiläumsausstellung ÄSTHETIKDER VERÄNDERUNG. 150 Jahre Universität fürangewandte Kunst Wien, das Podiums ge -spräch Virtual Reality trifft angewandte Kunst(19. Juni) anlässlich des Ausstellungs experi -ments KLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual RealityExperience by Frederick Baker und dieFishbowl-Diskussion Eine schöne Zukunftbauen (13. November) im Rahmen der Aus -stellung SAGMEISTER & WALSH: Beauty.

    Insgesamt realisierte das MAK im Jahr 201869 Veranstaltungen (ohne Vermietungen),u. a. den MAK DAy (26. Oktober), die Teil nahmean der ORF-Langen Nacht der Museen

    (6. Oktober) oder der Langen Nacht derForschung (13. April). In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wienwurden im Frühjahr 2018 im Rahmen derAusstellung ÄSTHETIK DER VERÄNDERUNG. 150 Jahre Universität für angewandte KunstWien in der Gesprächsreihe LET’S TALK:Kunst, Architektur & Design im digitalenZeitalter herausragende Kunst-, Architektur-und Designschaffende eingeladen, über dieZukunft ihres Tätigkeitsfeldes zu sprechen.Zu den GesprächspartnerInnen zählten dieKünstlerInnen Eva Schlegel und Erwin Wurmsowie die Architekten Hani Rashid und Wolf D. Prix. Als weiteres High light wurde am 13. März 2018 unter dem Titel V&A:Embracing the Past, Preserving the Futurezu einer Präsentation und zu einem Gesprächmit Tristram Hunt, Direktor des Victoria &Albert Museum in London, geladen.

    Der ART NOUVEAU WORLD DAy 2018 bot am 10. Juni die einmalige Gelegenheit, beifreiem Eintritt das umfangreiche Werk OttoWagners zu entdecken. Geboten wurde einabwechslungsreiches Rahmenprogramm mitSpezialführungen durch die MAK-AusstellungPOST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse

    zur Postmoderne, mit einem Besuch derÖsterreichischen Postsparkasse sowieeinem Architekturspaziergang durch Wien.

    Anlässlich der VIENNA DESIGN WEEK 2018luden das MAK, die Wirtschaftsagentur Wien und die StadtFabrik am 2. Oktober zurMasterclass (Workshop) Designing a socio-political movement for change und zumVortrag Design as Tool for Empowerment von und mit dem katalanischen DesignerMartí Guixé. Am 27. November folgte diePräsentation des Notebook for Change: Das ungewöhnliche Notizbuch für den Wandelentstand im Rahmen der StadtFabrik, einerKooperation des MAK und der Wirtschafts -agentur Wien in Zusammenarbeit mit demIDRV – Institute of Design Research Vienna,die sich auf zukünftige urbane Potenziale inWien konzentriert. Das Notebook for Changedient als Werkzeug, um möglichst vieleMenschen im Sinne des Gemeinwohls zumMitwirken an positiven Veränderungen in derStadt zu motivieren.

    Mit einem hochkarätigen Programm be tei ligtesich das MAK am 10. und 11. November 2018erstmals am Wochenende der Graphik. Nebenzahlreichen ExpertInnenführungen zu denexquisiten Beständen der MAK-Biblio thekund Kunstblättersammlung und einer Buch -präsentation von Otmar Rychlik zu seinerNeuerscheinung Gustav Klimt. Das Ring -straßen werk 1886–1896 bot sich die Ge legen-heit, die eindrucksvolle Archi tektur der sonstnicht öffentlich zugäng lichen historischenBibliotheksräumlichkeiten zu entdecken.

    Zu den weiteren Höhepunkten des MAK-Veranstaltungsprogramms zählte das VIENNA ART WEEK Line-up PromisingParadise, das am 20. November 2018 imMAK-Vortragssaal dem paradiesischenPotenzial von Kunst, Performance, Designund Architektur nachspürte.

    MAK-Veranstaltungen 2018

    MAK FUTURE LAB. Eineschöne Zukunft bauen,Fishbowl-Diskussion,13. November 2018© MAK/Mona Heiß

    V&A: Embracing the Past, Preserving the Future,Präsentation und Gespräch mit V&A-Direktor Tristram Hunt, 13. März 2018 © MAK/Paul Wünsche

    LET’S TALK: Kunst, Architektur & Design im digitalen Zeitalter, 6. März 2018Hani Rashid (Architekt) und Gerald Bast (Rektor,Universität für angewandte Kunst Wien)© MAK/Mona Heiß

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    MAK-Sammlung / Ankäufe / Donationen 2018

    MAK-SammlungDie bedeutende MAK-Sammlung zu angewandter Kunst, Design,Architektur und Gegenwartskunst konnte im Jahr 2018 um Ankäufeim Wert von EUR 139.449, 59 erweitert werden, wobei dasBundeskanzleramt Ankäufe von österreichischen Galerien mitinsgesamt EUR 36.500 förderte.

    Neben den Ankäufen hat das MAK Donationen im Wert von EUR304.381,- erhalten, die die Sammlung in wichtigen Bereichenergänzen, sowie weitere wertvolle Schenkungen, die mangelsVerkäuflichkeit am Kunstmarkt in den entsprechendenSchenkungsverträgen nicht bewertet wurden. Im Folgenden eineAuswahl der bedeutendsten Ankäufe und Donationen im Jahr 2018.

    Talia Radford, AquaIris, 2011 © Maurizio Maie

    Sofie Thorsen, Spielplastiken, 2013 © Sofie Thorsen

    Koloman Moser, Entwurfszeichnung für das Boudoir Henneberg, Wien, um 1902© MAK

    AnkäufeEinen bedeutenden Neuzugang verzeichnetedie MAK-Bibliothek und Kunstblättersamm-lung mit der Entwurfszeichnung von KolomanMoser für das Boudoir Henneberg (Wien,1902). Koloman Mosers eindrucksvolles grafisches Werk befindet sich zum Großteilbereits in der Obhut des MAK. Weniger be-kannt sind seine Entwürfe für Innendekora-tionen, die er – wie in diesem Fall – noch vorder Gründung der Wiener Werkstätte entwarf.Für Marie Henneberg gestaltete Moser dasDamenzimmer der von Josef Hoffmann1902/03 erbauten Doppel-Villa Dr. Henne-berg/Dr. Spitzer. Der Entwurf ist ein frühesBeispiel der Zusammenarbeit zwischen Hoffmann und Moser. Darüber hinaus hat dasMAK die letzte Tranche eines bedeutendenKonvoluts an Plänen und Zeichnungen vonJosef Frank angekauft und damit seineSammlungsbestände im Bereich Architekturum einen wichtigen Schwerpunkt erweitert.

    Für die MAK-Sammlung Design wurde derPrototyp des tragbaren WasseraufbereitersAquaIris (2011) von Talia Radford angekauft.

    Egon Eiermann, Eiermann 1, Deutschland, 1953 © MAK/Georg Mayer

    AquaIris wurde für Regionen in der Nähe undinnerhalb der Tropen konzipiert: Diese leidentendenziell unter den Auswirkungen vonNatur- und humanitären Katastrophen, dieden Bau und Erhalt der für den Zugang zuTrinkwasser erforderlichen Infrastruktur be-hindern. AquaIris kombiniert die drei Schrittezum sauberen Trinkwasser – Sammeln, Filtern, Neutralisieren – zu einem tragbarenWerkzeug, das es den Menschen ermög-licht, unabhängig von Energiequellen oderInfrastruktur Wasser zu trinken. Weitere bedeutende Neuzugänge waren die Kreationdes Post-Couture Collective x Meshit Post-Couture Vienna (Blue Modular Wool Jacket,2017), Roboter (Starter Set, 2015) von RoboWunderkind, die 5-teilige Objektserie Sub-stitute Phones (2017) des österreichi schenDesigners Klemens Schillinger sowie dieLampe Lift (2018) von Studio Marco Dessí.

    Angekauft für die MAK-Sammlung Gegen-wartskunst wurden im Rahmen der Galerien-förderung die Serie Un_Formal Housing(2018), bestehend aus Fotogrammen und

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    MAK-Sammlung / Ankäufe / Donationen 2018

    Modellen, von Sabine Bitter & Helmut Weber,die Rauminstallation Spielplastiken (2013) unddie Arbeit Relief (2018) von Sofie Thorsen, dieSkulptur Kobaltblau / Signalblau / Kobaltblau(Flyer 3-teilig) (2016–2018) von Michael Kienzersowie das Gemälde Chair Portrait (MargareteSchütte-Lihotzky) (2018) von Edgar Honet-schläger.

    In der MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv wurden vor allem Ankäufeim Bereich des zeitgenössischen Schmuck -designs getätigt, darunter im Rahmen der Galerienförderung das Collier Blatt lang (2014–2016) des tschechischen SchmuckkünstlersPetr Dvořák. Das zentrale lange Achatblattwurde von Dvořák 2014 als Teil seiner Ab-schlussarbeiten für den Fine Arts-Master-Studiengang für Edelstein und Schmuck an der Hochschule Trier (Standort Idar Oberstein)geschliffen und 2016 zum Halsschmuck Blattlang verarbeitet. Weitere Zugänge waren eineKette und Ohrschmuck aus der Serie About Colour (2018) von Konstanze Prechtl sowie derHalsschmuck LNA1217W (2012) und das Collierbagframe (2010) der Künstlerin Sonja Bischur.

    Für die MAK-Sammlung Möbel und Holzarbeitenkonnten 2018 zwei bedeutende Tische erwor-ben werden: Eiermann 1 (Deutschland, 1953)von Egon Eiermann und der Tisch Otto WagnerRevisited (# Branding through construction)von Marco Dessí, der 2018 im Zuge der MAK-Ausstellung POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne in Auftrag gegeben wurde. Er bezieht sich auf WagnersTisch für das Depeschenbüro Die Zeit (1902),der in der MAK-Sammlung verwahrt wird. Eier-mann 1 gilt als Möbelklassiker, der durch seinereduzierte, aber standfeste Konstruktion undseine schlichte, aber elegante Funktionalitätbesticht.

    DonationenAnlässlich der Ausstellung POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Post-moderne übergab die BAWAG P.S.K., Bank fürArbeit und Wirtschaft und ÖsterreichischePostsparkasse AG die wichtigsten Baupläneund Baudokumentationen (Wien, 1904–1910)zu einer Ikone des Österreichischen Jugend -stils, der Österreichischen Postsparkasse,als bedeutende Schenkung an die MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung. Weiters sind Entwürfe von Rudolf Kalvach,Josef Binder und das gesamte Archiv desösterreichischen Grafikers Walter Bohatschin die MAK-Bibliothek und Kunstblätter-sammlung eingegangen. Der Vorlass um-fasst sämtliche von Bohatsch + Partnergestalteten Objekte, wie Plakate, Folder,Bücher, Präsentationen von Leitsystemenoder Einreichungen zu Wettbewerben, sowieweitere gebrauchsgrafische Objekte vonden 1980er Jahren bis heute.

    Die MAK-Sammlung Glas und Keramik wurde mit einem frühen Glasservice derFirma J. & L. Lobmeyr (um 1860) sowie einem großen Service aus Stoke-on-Trent(England) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereichert.

    Eine Reihe von Donationen erhielt auch dieMAK-Sammlung Metall und Wiener-Werk-stätte-Archiv: darunter vier Email-Objekte(zwischen 1909 und 1913) von Rudolf Kal-vach, die Tischlampe Drawing Lamp (2009)von Thomas Feichtner und ein Teeservice(London, 1998) von Isa Kaufmann.

    Die MAK-Sammlung Möbel und Holzarbeitenerhielt den Stuhl S1 von Adolf Krischanitz(m04, Serie Secession) als Schenkung. DerSessel entstand Mitte der 1980er Jahre imZuge der Renovierung des Wiener Secessi-onsgebäudes von Joseph Maria Olbrich undverweist anspielungsreich auf den Kontext„Wien um 1900“. Eine weitere bedeutendeDonation im Jahr 2018 war der KunsthalleWien Chair (2017) von Ineke Hans. Die Künst-lerin griff bei der Gestaltung des Stuhls aufdie für Wien charakteristische Kulturge-schichte des modernen Bugholzmöbels zurück.

    Das österreichische Label Schella Kannübergab der MAK-Sammlung Textilien undTeppiche ein transparentes Damenkostüm(2017) aus gewirktem Material, dass die Ideeder „Ligne Corolle“ des legendären Bar-Kostüms von Christian Dior aus den 1950erJahren aufgreift und zeitmodisch wie auchzukunftsweisend für das 21. Jahrhundert interpretiert.

    Rudolf Kalvach, Platte Hase, 1910–1913Manufaktur: Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichischen Museumsfür Kunst und Industrie; Emailliertes Kupfer © MAK/Georg Mayer

    Ineke Hans, Kunsthalle Wien Chair, 2017© MAK/Georg Mayer

    Adolf Krischanitz, Stuhl S1 (m04, Serie Secession),1986 © MAK/Georg Mayer

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    MAK-Forschungsprojekte 2018

    Die SammlungsleiterInnen des MAK arbei te tenim Jahr 2018 an mehr als 20 Forschungs -pro jekten. Zu den wesentlichsten im Jahr2018 realisierten Forschungsvorhaben zähltdie wissenschaftliche Bearbeitung desReise be richts von Hans Herzheimer in derMAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung.Die Handschriftensammlung des MAK ver -wahrt mit diesem aus den Jahren 1514 bis1519 stammenden Reisebericht eine Zimelievon einzigartigem Wert. Der SalzbaronHerzheimer beschreibt darin neben Lebens -weisen seiner Zeit Begegnungen mit KaiserMaximilian I. und Martin Luther. Die gesamte,über 300 Seiten umfassende Handschriftwurde digitalisiert und von Enno Bünz, Uni -versität Leipzig, trans kribiert und wissen -schaftlich annotiert. Die Publikation wird2019, anlässlich des 500. Todes jahres vonKaiser Maximilian, erscheinen.

    Die MAK-Sammlung Asien richtete im Zuge desAusbaus der digitalen Museumsdaten bank(MAK-Sammlung online, sammlung.MAK.at)einen Fokus auf die digitale Auf be reitungder Katagami-Sammlung, die 10 000 Objekteaufweist, sowie der Sammlung asiatischerKeramiken und Lacke. Im Vorfeld der Aus -stellung KUNIYOSHI. Witz und Wider stand imjapanischen Farbholzschnitt (MAK DESIGNLABOR, 27. Oktober 2019 – 16. Februar 2020)wurde das Werk des großen japanischenKünstlers Ichiyusai Kuniyoshi (1798–1861)und sein Einfluss auf die Populärkultur des20. Jahrhunderts wissenschaftlichbearbeitet.

    Zu den Forschungsaktivitäten der MAK-Sammlung Design zählten zwei Projekte,deren Ergebnisse in verschiedenen Be reichender VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2019 ver -ortet werden. Die StadtFabrik, eine Koope -ration des MAK, der Wirtschaftsagentur

    MAK-Forschungsprojekte 2018

    >Tomas Libertiny, TheHoneycomb Vase I Red,2005, 2006–2018THV Red No.5/7 | PrivateCollection © Titia Hahne

    Notebook for Change, Logbuch zur StadtFabrik 2018, 2018 © LWZ

    Reisebericht Hans Herzheimer, 1514–1519 © MAK Architekturscheibe aus dem Chor von St. Stephanzu Wien, 1340–1350 © Georg Mayer/MAK

    Wien mit ihrem Kreativzentrum departureund des IDRV – Institute of Design ResearchVienna, versteht sich als ein „Real-time“-Forschungslabor für neue kreativwirtschaft- liche Arbeitsfelder, das sich auf die Ent -deckung und Sichtbarmachung zukünftigerurbaner Potenziale in Wien konzentriert.Ergebnisse des Forschungsprojekts flossenu. a. in die Publikation Notebook for Change(Verlag für moderne Kunst, 2018) ein. DieErgebnisse des Forschungsprojekts „Künst -liche Intelligenz“ werden in die Gruppen-ausstellung UNCANNY VALUES. KünstlicheIntelligenz & Du im Rahmen der VIENNABIENNALE FOR CHANGE 2019 aufgenommen.

    Die MAK-Sammlung Glas und Keramikschloss im Jahr 2018 ihre wissenschaftlicheAuf arbeitung des Nachlasses der WienerPorzellanmanufaktur mit der Ausstellung

    300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR(MAK-Ausstellungshalle, 16. Mai – 23. Sep-tember 2018) ab. Außerdem wurde einGroßteil der Sammlungsobjekte für die MAK-Sammlung online bearbeitet. Im MAKTOWER wurde eine Neuaufstellung des MAK-Keramikdepots mit einer Schwerpunkt -setzung auf Großkeramik, Kacheln undKachelöfen vorgenommen und die konser -vatori sche Betreuung sowie wissenschaft-liche Neubearbeitung der Objekte fortge-setzt. Außerdem wurde die Neuordnung der Glasfenster der MAK-Sammlung mitKorrektur der Erfassung in der Datenbank in Bild und Text weitergeführt.

    Die Forschungsaktivitäten der MAK-SammlungMöbel und Holzarbeiten konzentrierten sichauf die 2017 begonnene umfangreichewissenschaftliche Aufarbeitung des Themas

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    MAK-Forschungsprojekte 2018 / MAK-Publikationen 2018 / MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

    Bugholzmöbel. Das MAK verfügt über eineeinzigartige Sammlung von Bugholzmöbeln,vornehmlich aus der Produktion der FirmaThonet, aber auch von konkurrierendenFirmen wie etwa J. & J. Kohn. Dieser außer -gewöhnliche Bestand wird zum 200. Jubiläumder Firmengründung von Thonet in der Aus -stellung BUGHOLZ, VIELSCHICHTIG. Thonet unddas moderne Möbeldesign (MAK-Ausstellungs -halle, 18. Dezember 2019 – 13. April 2020)gezeigt und von einer umfangreichenPublikation begleitet.

    Neuaufstellung des MAK-Keramik Depotsim MAK TOWER © Lisa Nowy/MAK

    ADRIANA CZERNIN: Fragment, herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Johannes Wieninger, mit Beiträgen von MaximilianGeymüller, Christoph Thun-Hohenstein und Johannes Wieninger,Deutsch/Englisch, 64 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen,MAK/SCHLEEBRÜGGE.EDITOR, Wien 2018. Erhältlich im MAK DesignShop und unter MAKdesignshop.at um € 18.

    300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR, herausgegeben vonChristoph Thun-Hohen stein und Rainald Franz, mit Texten von Rainald Franz, Andreas Gamerith, Michael Macek, Errol Manners,Waltraud Neuwirth, Kathrin Pokorny-Nagel, A. Philipp Revertera,Elisabeth Schmuttermeier, Ulrike Scholda, Christoph Thun-Hohenstein,Leonhard Weidinger und Johannes Wieninger. Deutsch/Englisch, 272 Seiten mit zahlreichen Farb abbildungen. MAK, Wien/ArnoldscheArt Publishers, Stuttgart 2018. Erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 44.

    MAK-Publikationen 2018

    MAK-Bibliothek undKunstblättersammlung

    Die MAK-Bibliothek und Kunstblätter sammlung umfasst eine fürEuropa einzigartige Fach bibliothek mit über 250 000 Bänden zu angewandter und bildender Kunst, Kunsttheorie und Architektur vom 16. Jahrhundert bis heute. Der Bestand wurde im Jahr 2018 um 2 847 Publikationen erweitert, 1 109 davon durch Ankauf, 1 355 durchDonationen, 92 als Belegexemplare und 291 im Schriftentausch. Die MAK-Kunstblättersammlung umfasst rund 400 000 Exponate,darunter 17 000 Entwurfs zeichnungen aus dem Archiv der WienerWerkstätte.

    Sämtliche Publikationen und rund 157 000 Kunstblätter sind onlineabrufbar. Der MAK-Lese saal, der mit Lichtbildausweis frei zugänglichist, wurde 2018 von über 12 000 Interessierten frequentiert, waserneut einen BesucherIn nen rekord bedeutet.

    MAK-Lesesaal © MAK/Georg Mayer

    Zu den wesentlichen Forschungsprojekten2018 zählt außerdem die Weiterführung des2015 an das MAK übergebenen Nachlassesder metallverarbeitenden Wiener FirmaHagenauer in der MAK-Sammlung Metall undWiener-Werkstätte-Archiv. Damit könnenModellbücher, Objektfotos, Werkzeichnun genund Produktionsmuster miteinander ver -knüpft und ähnlich dem Wiener-Werkstätte-Archiv nach Ende der Bearbeitung in dieMAK-Sammlung online aufgenommenwerden.

    POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne,gemeinsam verfasst von Sebastian Hackenschmidt, Iris Meder undÁkos Moravánszky, herausgegeben von Christoph Thun-Hohensteinund Sebastian Hackenschmidt. Deutsch/Englisch, 304 Seiten mitzahlreichen Farbabbildungen. MAK/Birkhäuser Verlag, Wien 2018.Erhältlich im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 39,95.

    KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann, heraus gegeben von Christoph Thun-Hohenstein,Christian Witt-Dörring und Elisabeth Schmuttermeier, Deutsch/Englisch, 288 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, MAK,Wien/Birkhäuser Verlag, Basel 2019. Erhältlich im MAK Design Shopund unter MAKdesignshop.at um € 44,95.

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    EU-Projekte 2018

    EU-Projekte 2018INTERREG-Projekt

    Bilaterale Designnetzwerke:Designinnovationen von der Moderne um 1900 zurDigitalen ModerneDas MAK ist Lead Partner des INTERREG-Projekts „Bilaterale Design -netzwerke“, das von 2017 bis 2019 Ausstellungen, Workshops undandere Veranstaltungen zur zentraleuropäischen Moderne inÖsterreich und Tschechien organisiert.

    Im Jahr 2018 konnte das MAK im Rahmen des Projekts die AusstellungJOSEF HOFFMANN – KOLOMAN MOSER im Josef Hoffmann Museum inBrtnice sowie die Ausstellungen POST OTTO WAGNER. Von der Post -sparkasse zur Postmoderne und KOLOMAN MOSER. Universalkünstlerzwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann im MAK in Wien realisieren.

    Im Josef Hoffmann Museum wurde Ende September 2018 das MAK Design Camp gestartet. In Zusammenarbeit mit der MährischenGalerie in Brno wurden dort erfolgreich die neuen Formate Hand -werkslab und Innovationslab durchgeführt. Außerdem wurden dieÜberarbeitung der Dauerausstellung in der Mährischen Galerie imStatthalterpalast und die Neuaufstellung des Kunst gewerbe museumsin Brno in Angriff genommen. In Brtnice hat die Umgestaltung von Hof und Garten des Josef Hoffmann Museums begonnen.

    Das bilaterale MAK Design Camp und die bilateralen Handwerkslabsund das Innovationslab werden 2019 weitergeführt.

    Das Projekt wird durch die finanzielle Unterstützung des EuropäischenFonds für regionale Entwicklung sowie durch staatliche Finanzmittelder Tschechischen Republik realisiert.

    INTERREG-Projekt

    ART NOUVEAU DANUBEDas seit 1. Jänner 2017 laufende INTERREG-Projekt „ART NOUVEAU –Sustainable protection and promotion of Art Nouveau heritage in the Danube Region“ widmet sich dem reichen architektonischenJugendstilerbe der Donauregion. Im Rahmen einer Partnerschaft vonelf Einrichtungen aus dem gesamten Donauraum werden Strategienzum besseren Erhalt und zur Förderung dieses Kulturerbes erarbeitet und an die Öffentlichkeit gebracht.

    2018 konnte das MAK an wissenschaftlichen Studien zu den ThemenRestaurierung, Stadtplanung sowie Erhalt und Förderung desJugendstilerbes mitwirken. Als Kompetenzzentrum für Jugendstil inÖsterreich liegt der Hauptauftrag des MAK in der wissenschaftlichenAufbereitung und Digitalisierung der eigenen Architekturbestände.2018 konnte ein weiterer großer Teil der MAK-Sammlung aus diesemBereich bearbeitet und digitalisiert werden.

    Anlässlich des Wochenendes der Graphik und des Art Nouveau WorldDay wurde ein umfangreiches Programm realisiert und ein im Rahmendes Projekts entstandener Film vorgeführt. Für 2019 sind eine mehr -sprachige mobile App sowie die Fertigstellung einer Publikation undeiner gemeinsamen Datenbank zum Werk des Architekten undKunstgewerblers Otto Prutscher geplant.

    Das Projekt ist kofinanziert von ERDF, IPA Funds.

    Mit dem INTERREG-Projekt SK-AT „Design & Innovation. Grenzüber -schreitende Zusammenarbeit von Designinstitutionen im Umbruchzum digitalen Zeitalter“ (2018–2020) wird die Kommunikation undinterdisziplinäre Forschung von vier Kulturinstitutionen in Wien undBratislava vorangetrieben. Unter der Leitung des SCD – Slovak DesignCenter, Bratislava entwickeln das MAK, die Angewandte und die VŠVU – Academy of Fine Arts and Design, Bratislava neue Design -strategien für das digitale Zeitalter mit dem Ziel, die Inhalte derZusammenarbeit einem möglichst breitem Publikum in Österreich und der Slowakei zu vermitteln und neue Zielgruppen in derGrenzregion zu erschließen.

    Ausgewählte Projekte aus dieser grenzübergreifenden Kooperationfließen in die VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2019 ein, insbesonderemit Inputs für das neue MAK DESIGN LABOR und einer Präsentation desSlovak Design Center im Rahmen der VIENNA BIENNALE in Bratislava(Galerie Satelit). In mehreren Diskursveranstaltungen im Rahmen desMAK FUTURE LAB werden lokale und internationale ExpertInnen u. a.zum Einsatz neuer Materialien und Strategien des Social Design zuWort kommen.

    INTERREG-Projekt

    Design & Innovation zwischen Wien und Bratislava

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    MAK-Außenstellen

    Bereits seit 1965 wird das Geymüller schlösselin Pötzleinsdorf vom MAK als Außenstelle ge - führt. Errichtet 1808 im Auftrag des Handels- herrn und Bankiers Johann Jakob Geymüller(1760–1834) als „Sommer gebäude“, ist esheute einer der wenigen Orte in Österreich, andem sich ein originalgetreuer Einblick in dieVielfalt biedermeierlicher Ausstattungskunst

    MAK Tower GefechtsturmArenbergpark/Dannebergplatz 6, EckeBarmherzigengasse, 1030 Wien

    Der MAK Tower, vormals MAK-Gegenwarts -kunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark, istseit 1995 eine der Exposituren des Museums.Bis 2011 wurde er als teilweise öffentlichzugängliches Depot der MAK-SammlungGegenwartskunst sowie für Veranstaltungenin den Bereichen bildende Kunst und Archi -tektur genutzt. Raumgreifende Installationenvon Brigitte Kowanz, Atelier Van Lieshoutoder Ilya & Emilia Kabakov verbinden sich mitdem Gedächtnis dieses Ortes. Der währenddes NS-Regimes im Zweiten Weltkrieg von1942 bis 1943 errichtete Gefechtsturm prägt,zusammen mit dem benachbarten Leitturm,das Stadtbild um den Arenbergpark undsteht – wie alle sechs Flaktürme in Wien –als Mahnmal der Geschichte unter Denkmal -schutz.

    Mangels behördlicher Genehmigungen istder MAK Tower derzeit für die Öffentlichkeitgeschlossen. Das MAK erarbeitet ein neuesFinanzierungs- und Sanierungskonzept.

    Seit dem Jahr 2006 wird das GeburtshausJosef Hoffmanns in Brtnice als Josef Hoffmann Museum von der MährischenGalerie in Brno und vom MAK in Wien alsgemeinsame Expositur geführt. Bereits 1992war das MAK mit der Ausstellung Der barockeHoffmann, die sich den Wurzeln dessenSchaffens als Architekt und Designer wid mete, dort präsent. Mit jährlich einer Aus stellung im Josef Hoffmann Museum zuThemen aus dem Umkreis Josef Hoffmannsbeleuchtet das MAK Leben und Werk deswegweisenden Architekten. Seit dem Jahr2009 spürt die Dauerausstellung JOSEFHOFFMANN: Inspirations mit Objekten undEntwürfen den künstlerischen InspirationenHoffmanns an dessen Geburtsort nach.

    AusstellungJOSEF HOFFMANN – KOLOMAN MOSERJosef Hoffmann Museum, Brtnice, 30. Mai – 28. Oktober 2018Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik, undRostislav Koryčánek, Kurator für Architekturund Design, Mährische Galerie, Brno

    MAK-Außenstellen

    MAK-Expositur Geymüllerschlössel

    Josef Hoffmann Museum, BrtniceEine gemeinsame Expositur der Mährischen Galerie in Brno und des MAK, Wien

    bietet. Neben den permanent ausgestellten160 erlesenen Alt-Wiener Uhren der SammlungFranz Sobek ergänzen Empire- und Bieder -meiermöbel aus der Möbelsammlung des MAK das wertvolle Gesamtbild des Geymüller-schlössels, das auch immer wieder mitWechselausstellungen bespielt wird. Im Park des Lustgebäudes stellen sowohl dasskulpturale Ensemble Der Vater weist demKind den Weg von Hubert Schmalix (1996/1997) als auch James Turrells Skyspace The other Horizon (1998/2004) einen zeit -ge nös sischen Aspekt im Dialog mit der Vergangenheit dar.

    Im Jahr 2018 war das Geymüllerschlössel vom6. Mai bis 2. Dezember 2018 jeweils sonntagsfür die Öffentlichkeit zugänglich. Außerdemwurden regelmäßige Führungen und Sonder -führungen sowie ein spezielles Programm zum MAK DAy am 26. Oktober 2018 angeboten.

    Die Jahresausstellung JOSEF HOFFMANN –KOLOMAN MOSER im Josef Hoffmann Museumin Brtnice widmete sich dem Verhältnis derbeiden Künstlerfreunde und prägendenEntwerfer der Wiener Moderne. Die WerkeKoloman Mosers (1868–1918) gelten alskünstlerischer Gegenpol zu Josef Hoffmanns(1870–1956) an der Architektur ausgerich -teten Entwurfspraxis: Während Hoffmannimmer der tektonisch-strenge Gestalterbleibt, vertritt Moser ein dekorativ, maleri -sches Element. Entwürfe und Objekte ausden Bereichen Grafik, Glas und Keramiksetzen in der Ausstellung die Werke derAusnahmekünstler in Dialog zueinander und machen ihren jeweiligen individuellenDuktus sichtbar.

    Die Ausstellung wurde durch die finanzielleUnterstützung des Europäischen Fonds fürregionale Entwicklung realisiert und istBestandteil des Projekts „Bilaterale Design -netzwerke“ im Rahmen des ProgrammsINTERREG V-A Österreich-TschechischeRepublik.

    MAK-Expositur Geymüllerschlössel, Blick in den Salon © MAK/Mika K. Wisskirchen

    MAK Tower, Außenansicht © Wolfgang Woessner/MAK

    Josef Hoffmann Geburtshaus, 2007© Wolfgang Woessner/MAK

    Pötzleinsdorferstraße 102, 1180 Wien

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    MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, at the Schindler House

    MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles

    MAK Center for Art and Architecture, Los AngelesFitzpatrick-Leland House (R. M. Schindler, 1936),Außenansicht © MAK Center L.A./Kimberli Meyer

    MAK Center for Art and Architecture, Los AngelesRudolph M. Schindler House (R. M. Schindler,1921/22), Außenansicht © Gerald Zugmann/MAK

    MAK Center for Art and Architecture, Los AngelesMackey Apartments (R. M. Schindler, 1939),Außenansicht © Gerald Zugmann/MAK

    Director’s Review 2018Zum Jahresstart 2018 kuratierten Lauren Mackler, Gründerin desProjekts Public Fiction und Rom-Preis-Gewinnerin, sowie FrancescaBertolotti-Bailey, Kuratorin der Liverpool Biennale, im Schindler Housedie Gruppenausstellung The Conscientious Objector. Über 250 Gästekamen am 3. Februar zur Eröffnung der Ausstellung, die Werke vonSam Gilliam, Anthea Hamilton, Lucy McKenzie, Dianna Molzan und SukiSeokyeong Kang sowie eine Langzeit-Performance von Todd Graypräsentierte.

    Für die Realisierung der Ausstellung Poetic Structure: Art +Engineering + Architecture, die am 30. Juni eröffnet wurde, erhielt das MAK Center von weltweit agierenden Entwicklungs- und Bau firmen finanzielle Zuwendungen im Gesamtwert von über USD 200.000. Die Zusammenarbeit mit SOM und den zahlreichenFörderern dieser ambitionierten Ausstellung war beispielhaft für die Programmarbeit rund um das Schindler House, seine Architekturund seine historische Bedeutung.

    Im Herbst weihten wir die erste ortsspezifische Installation – one way or other –von Edmund de Waal ein. Der international bekannteKünstler und Bestsellerautor, der von der Gagosian Gallery vertretenwird, bezieht seit mehr als 20 Jahren Inspiration aus Schindlers Werkund insbesondere aus dem Kings Road House. Bei meinem Besuchseines Londoner Ateliers im vergangenen Mai fiel mir ein historischesFoto von Pauline Schindler auf, das neben seinem Arbeitsplatz hing.Bei seiner Abreise aus LA ließ mir Edmund folgende Notiz zukommen:„Sie müssen wissen, dass diese Ausstellung sehr persönlich ist, dass der – wenngleich lange – Weg zu ihrer Realisierung kreativ undhöchst positiv war – und dass ich NICHT glücklicher oder begeistertersein könnte mit dem, was wir erreicht haben.“

    MACKEY APARTMENTS UND GARAGE TOP Die Reihe GARAGE EXCHANGE VIENNA – LOS ANGELES startete im März2018 mit der Präsentation zweier architektonischer Werke – TheFuture Zone von Alfredo Barsuglia und Pavilion of the Present vonAlice Könitz. Die Ausstellung Closed Down Clubs der Künstlerin FionaConnor, einer der vielversprechendsten aufstrebenden Künstlerinnenvon Los Angeles, wurde im Mai eröffnet. Ihre Arbeit war erst jüngst bei der Architektur biennale in Chicago sowie im Rahmen der Biennalein Los Angeles Made in L.A. 2012 im Hammer Museum zu sehen. Eine weitere Aus stellung im Rahmen von GARAGE EXCHANGE VIENNA –LOS ANGELES zeigte Arbeiten des österreichischen Architekten Matias del Campo sowie der Architektin Sandra Manninger von SPANgemein sam mit Werken des Künstlers Jay yan.

    FUNDRAISING-VERANSTALTUNGEN 2018 war unser bislang bei Weitem erfolgreichstes Spendenjahr in derGeschichte des MAK Center. Wir konnten mit dem Erlös der MAK Gamesim Sheats-Goldstein House und unserer jährlich statt finden denArchitecture Tour in Lloyd Wrights Sowden House sowie in dem seltenzugänglichen Ennis House von Frank Lloyd Wright mehr als USD100.000 einwerben. 2018 wurde auch ein neues Fundraising-Projektzugunsten des MAK Center aus der Taufe gehoben: Unser Designers-in-Residence-Programm ermöglicht die Nutzung des Fitzpatrick-Leland House und des Mackey Apartment House als Langzeitateliersim Bereich der angewandten Kunst.

    Priscilla Fraser, Direktorin, MAK Center, LA

    Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Danny Bollocks

    AusstellungenPin-up: A Designed Tribute to Schindler’s LAFitzpatrick Leland House, 11. Jänner – 11. Februar 2018

    Das Atelier de Troupe zollte Schindler erstmals bei der Mailänder Design Week imApril 2017 Tribut. Der künstlerische Leiter Gabriel Abraham, ein ehemaliger Filmar-chitekt, blieb seiner Leidenschaft fürs Ambiente treu und lehnte sich für dieKreation einer Kollektion von Leuchtkörpern und Möbeln, die von den 1920erJahren inspiriert und für das Los Angeles von heute neu konzipiert wurden, anden ikonischen Modernisten an.

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    MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, at the Schindler House

    Public Fiction: The Conscientious ObjectorSchindler House, 3. Februar – 15. April 2018

    The Conscientious Objector im Schindler House präsentierte neue und bestehende Werkevon Sam Gilliam, Anthea Hamilton, Lucy McKenzie, Dianna Molzan und Suki Seokyeong Kang,sowie eine neue Langzeitperformance mit professionellen SchauspielerInnen, die von Todd Gray geleitet wurde. Jeder Künstler/jede Künstlerin bespielte einen anderen Raum imSchindler House, das schritt weise durch eine Performance belebt wurde.

    Final Projects: Group XLVHome, Hood, HillMackey Garage Top, 25. Februar – 4. März 2018

    WASA (Guillermo Acosta, Alejandra Avalos undAlan Rios), Baptist Penetticobra und FloraHauser reflektierten über neue Wege, priva-ten Raum – insbesondere den Wohnraum – zubegreifen und zu entwerfen. Während ihresResidenzaufenthaltes in den Mackey Apart-ments veranstalteten sie eine Reihe vonEvents, bei denen über das „Zuhause“ alsBewusstseinszustand nachgedacht wurde:[sort of] OPEN HOUSE – Living spaces throughsocial media war eine Untersuchung zumEinfluss sozialer Medien auf die physischenRäume, die man bewohnt; architecture forHOMIES präsentierte eine Forschung zumWohnhaus mittels einer Reihe von Zeichnun-gen und Modellen. Für die abschließendeInstallation The Machine is Broken! im MackeyCourtyard wurde das „Heim“ als inhärenterBestandteil des eigenen Selbstgefühlsformuliert.

    Garage Exchange Vienna – Los AngelesThe Visitor – AlfredoBarsuglia & Alice KönitzMackey Garage Top, 9. März – 5. Mai 2018

    The Visitor bestand aus zwei architektoni-schen Werken: The Future Zone des in Wienansässigen Künstlers Alfredo Barsuglia undPavilion of the Present der in Los Angeleslebenden Künstlerin Alice Könitz, die beideKomponenten einer großformatigen begeh-baren Skulptur bildeten. In den Pavilion ofthe Present gelangte man durch drei Dreh-türen: jede wies Bilder auf, die für die Zeitvon 2018 bis heute charakteristisch sind.The Future Zone war eine interaktive Multi-mediainstallation innerhalb des Pavillons,der die Gegenwart abbildete, indem er dieZukunft der BewohnerInnen offenbarte.

    Fionna Connor: Closed Down ClubsMackey Garage Top, 11. Mai – 12. August 2018

    Closed Down Clubs war eine skulpturaleInstallation aus einer Reihe freistehenderTüren, die von der Künstlerin produziertworden war, um die Türen eines bestimmtenNachtclubs oder einer kleinen Gemeindeein-richtung zu dem Zeitpunkt zu präsentieren,an dem der Club oder die Einrichtung ge-schlossen wurden.

    Poetic Structure: Art +Engineering +Architecture – Skidmore,Owings & Merrill LLPSchindler House, 30. Juni – 2. September 2018

    Die Ausstellung widmete sich den wesent -lichen künstlerischen Elementen, die in dergestalterischen Umsetzung technischerAspekte in der Architektur zum Tragenkommen. Die Schau basierte auf Projektenund Installationen der Ingenieure und

    Final Projects: Group XLVIMackey Apartments und Mackey Garage Top,23. – 31. August 2018

    Die Ausstellung zeigte Werke von dreiArtists-in-Residence: dem in Berlin ansässi-gen Künstler Gerry Bibby, der in Berlinlebenden Künstlerin Aleksandra Domanovićund der in Europa tätigen Architektin NoemiPolo (aka Amore Agency).

    Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Joshua White

    Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Esteban Schimpf

    Ausstellungseröffnung, 25. Februar 2018 © MAK Center/Mimi Teller

    Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Joshua White Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Esteban Schimpf

    Installationsansicht, 2018 © MAK Center/Benny Chan

    bilden den Künstler Skidmore, Owings &Merrill LLP (SOM), darunter ein bis dahin nichtpräsentierter kinematischer Pavillon aufdem Grundstück des Schindler House.

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    MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, at the Schindler House

    Edmund de Waal: – one way or other –Schindler House, 16. September 2018 – 6. Januar 2019

    Der berühmte, in London ansässige Künstler und Schriftsteller Edmund de Waal zeigte imMAK Center seine erste architektonische Intervention in den Vereinigten Staaten. De WaalsAusstellung mit dem Titel – one way or other – präsentierte neue und kürzlich entstandeneSkulpturen, die direkt auf die Materialien und die Innenräume des ikonischen HausesBezug nahmen.

    Veranstaltungen und KooperationenArchitecture for HomiesMackey Apartments, 28. Januar 2018

    Architecture for Homies war Teil des laufenden Wohnforschungs- und Design -projekts The Machine is Broken!. GuillermoAcosta, Alejandra Avalos und Alan Ríosuntersuchten neue Wege, wie privater Raumaufgefasst und gestaltet werden kann.

    Open House – eineInstallation von OliverFurth und Sean YasharSchindler House, 26. April – 27. Mai 2018

    Open House präsentierte neue Werkgruppender in Los Angeles lebenden Kunstprodu-zentInnen Elyse Graham, Alex Hagentorn,Alex J. Reed und Jonathan Zawada.

    Im Kontext des radikal bahnbrechendenKings Road House entwickelte die Installationeine offene Erzählung zu Los Angeles, in deraufstrebende junge Kreative mit der Traditionbrechen und ihre Spuren hinterlassenkonnten.

    Art Talk: Modernism inSouth East EuropeSchindler House, 17. Mai 2018

    Das SEEfest 2018 huldigte einer aufregendenÄra zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowiedem reichen und spannenden künstlerischenLeben in den Gebieten, die ehemals zuÖsterreich-Ungarn gehörten. Mit SvetlanaKasalovic, Professorin für Design und Multi -media am Moorpark College, und den Filme-macherInnen Valentina Ganeva und PJLetofsky, die an Dokumentarfilmen über die

    österreichischen Architekten RudolphSchindler und Richard Neutra arbeiten.Moderation: Vera Mijojlic, Direktorin, SEEfest

    Buchpräsentation:Montage and Metropolisvon Martino StierliSchindler House, 1. Oktober 2018

    Buchpräsentation und Podiumsdiskussionmit dem Autor Martino Stierli, dem Autor und UC Irvine-Professor Ed Dimendberg, der außerordentlichen Professorin an derUniversity of Southern California Amy Murphy,der Kunsthistorikerin und UC Irvine-Profes-sorin Sally Stein sowie dem Architektur -historiker und Assistenzprofessor an derCarleton University Inderbir Riar.

    Ausstellungsansicht, 2018 © MAK Center/Joshua White

    Foodshop Dinner SeriesSchindler House, 12. – 26. Mai 2018

    Benefizveranstaltungsreihe mit Venice’sFoodshop im Schindler House, bei derKreationen von Aesop und Campover präsentiert (und verschenkt) wurden,einschließlich Live-Akustikmusik voneinheimischen Künstlern.

    BenefizveranstaltungenMAK Games 2018Sheats-Goldstein Residence, Beverly Hills,21. Juli 2018

    Die MAK Games 2018 fanden in der berühm-ten Sheats-Goldstein Residence in BeverlyHills statt, einem Haus mit Kultstatus,entworfen von John Lautner. Auf die Prä-sentation der Halbfinal- und Endspielefolgte ein Pro-Am-Spiel und eine Tanzpartyin dem einzigartigen Club James, einerInstallation von James Turrell, die unterhalbdes Tennisplatzes versteckt liegt.

    Ennis House Tour und Sowden HouseReception16. Dezember 2018

    Das MAK Center war Gastgeber einer ganzbesonderen Veranstaltung, bei der zweiIkonen der südkalifornischen Architekturpräsentiert wurden: das Ennis House (1924)von Frank Lloyd Wright und das JohnSowden House (1926) von Frank Lloyd Wright Jr.

    Garage Exchange Vienna – Los AngelesAugmentations of the Real – SPAN(Matias del Campo and SandraManninger) and Jay YanMackey Garage Top, 17. Oktober – 8. Dezember 2018

    Augmentations of the Real beschäftigte sich mit den Möglich -keiten, die Augmented Reality (AR) für die Architektur eröffnet. Die Installation näherte sich der Frage aus verschiedenen Gesichtspunkten, vom Aspekt einer erweiterten räumlichen Erfahrung bis hin zum Verständnis von AR als kulturell relevante Kraft.

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    MAK-Vermittlung 2018

    Im großen Gedenkjahr zur Wiener Moderne2018 bot das Vermittlungs- und Bildungs-programm des MAK vielseitige Möglichkeitenzur Entdeckung der epochalen Errungen-schaften in Kunst, Design und Architektur in Wien um 1900. Die MAK-Ausstellungen zu drei Giganten der Wiener Moderne – POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkassezur Postmoderne, KOLOMAN MOSER. Universal -künstler zwischen Gustav Klimt und JosefHoffmann und KLIMT’S MAGIC GARDEN: A VirtualReality Experience by Frederick Baker –waren das zentrale inhaltliche Terrain derMAK-Formate für alle Zielgruppen: von klas-sischen Führungen und Workshops über dasetablierte Kinderprogramm MINI MAK, die MAKDesign Kids und ein umfassendes Angebotfür Schulen bis hin zu MITTWOCHS IM MAK,einer Kombination aus einer dialog-orientier-ten Führung und einem weiter füh ren dem Gespräch im Restaurant Salonplafond imMAK. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 11 612 Personen in 980 Führungen (davon113 im Rahmen von Workshops) begleitet.

    Die junge Zielgruppe liegt dem MAK besondersam Herzen. Ein spezielles Highlight des

    MAK-Vermittlung 2018

    Kinderprogramms MINI MAK war das diesjährigeSommerferienspiel rund um POST OTTO WAGNER.Analog zur Intention der MAK-Ausstellungspürte das Vermittlungsteam gemeinsam mitden Kindern dem nachhaltigen Einfluss vonWagners Werk nach. Vor allem ging es demMAK darum, ein Bewusstsein zu schaffen, wie viele Bauten Otto Wagners noch heutegenutzt werden. Zu KLIMT’S MAGIC GARDENentwickelte das MAK-Vermittlungsteam eineinteraktive Hands-on-Installation für Kinderwie auch für Erwachsene. Die BesucherInnenzeigten enorme Kreativität in der individuellenGestaltung magnetischer Mosaikstücke, die auf einem magnetischen „Klimt’schenKringelbaum“ angebracht wurden. Über dieDauer der Ausstellung wuchs kontinuierlicheine kultur- und generationenübergreifendinspirierte Wandinstallation heran.

    Im Rahmen der MAK Design Kids wurde die Zusammenarbeit mit bildenden KünstlerInnenintensiviert: Zu den laufenden Ausstellungenwurden Workshops für Kinder von 8 bis 12Jahren angeboten, die von KünstlerInnen undArchitektInnen konzipiert und durchgeführtwurden. So konnten Kinder zum Beispiel in der

    „Wilden Porzellanmanufaktur“ mit dem bil-denden Künstler Christopher Steinweber wiein einer Werkstatt arbeiten, formen, bemalenund vollenden. In „Veränderung, das sindwir!“ mit Alfredo Barsuglia gestalteten dieMAK Design Kids Prototypen und Modelle ihrer„fantastischen Schule der Zukunft“. Im Rahmen der Ausstellung SAGMEISTER &WALSH: Beauty wurden die Kinder unter demMotto „… gibt’s das auch in Schön?“ eingela-den, etwas Hässliches von zu Hause mitzu-bringen, um es mit dem bildenden KünstlerNikolaus Ruchnewitz schön zu machen.

    Die Initiative Connected Kids, eine Koopera-tion mit T- Mobile zur Nutzung digitaler Medien im Schulalltag, stand heuer ganz im Zeichen des Klimt-Jubiläumsjahres. SchülerInnen aus 13 Klassen ließen sich von Klimts Farben und Formen inspirierenund kreierten ihre Arbeiten, ausgehend vonhochaufgelöstem digitalen Bildmaterial desoriginalen Meisterwerks von Gustav Klimt.Das Pariser Künstlerduo Atelier 37.2 gestalteteeigens für die Präsentation der SchülerInnen-arbeiten die Installation Tree of Life frei nach Gustav Klimts Lebensbaum, in dessen„Nestern“ die Meisterwerke der Klassen aufScreens zu sehen waren. Die Ergebnissewurden im Rahmen der ORF-Langen Nacht der Museen unter dem Motto GUSTAV KLIMT:original und digital in der MAK-Säulenhalleausgestellt.

    Die digitalen Vermittlungsangebote des MAK wurden im Jahr 2018 ausgeweitet: Die multimediale Tablet-App zu den Schau-sammlungsbereichen Wien 1900, Asien undTeppiche wurde auch auf das System vonSmartphones (iOS und Android) programmiert.Sie ist für alle BesucherInnen gratis down -loadbar – für den ersten Überblick zuhause,für einen Kurzbesuch oder für eine intensiveAuseinandersetzung.

    Tree of Life, im Rahmen vonConnected Kids,einer Kooperation mitT-Mobile, präsentiertbei der ORF-LangenNacht der Museen2018 in einerInstallation vonAtelier 37.2, MAK-Säulenhalle © Nicola Guiraud

    Im MAK blüht der Lebensbaum!, ein gemeinsames Wandmosaik, gestaltet von allen BesucherInnen frei nach Gustav Klimt © MAK/Mona Heiß

    MINI MAK-Sommerferienspiel „DA GEHT DIE POST AB“ rund um die AusstellungPOST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne © MAK/Mona Heiß

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    MAK-Marketing 2018

    MAK-Marketing 2018

    Das Experimentieren mit neuen Technologien,wie Virtual Reality, und die damit verbundeneMöglichkeit, neuartige Erlebnisräume und -erfahrungen für BesucherInnen zu gestalten,stand mit dem AusstellungsexperimentKLIMT’S MAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience by Frederick Baker Anfang desJahres 2018 im Fokus des MAK. Die Vermitt-lung von medialer Kompetenz und inhalt licherInnovation sowie die Förderung der Vorstel-lungskraft und Fantasie der BesucherInnenim Zuge des virtuellen Erlebnisses führten zueiner überaus positiven Resonanz. Anhandeiner Befragung der BesucherInnen speziellfür das Virtual-Reality-Projekt konnte ermit-telt werden, dass über 94 % der Befragtendas Eintauchen in die virtuelle Welt als aus-gezeichnet bis sehr gut empfunden haben.Des Weiteren wünschten sich mehr als 95 %vermehrt virtuelle Projekte im MAK – eine Bestätigung der Bemühungen des MAK in derAuseinandersetzung mit neuen Technologiensowie eine Chance, neue Zielgruppen anzu-sprechen und neue Medien auch einem nichttechnologieaffinen Publikum näherzubringen.

    Der Publikumsmagnet 2018 war die Aus -stellung SAGMEISTER & WALSH: Beauty, dieBesucherInnen unterschiedlicher Alters-gruppen ansprach. Neben zahlreichen inter-aktiven Stationen, wie einem Selfie-Booth,konnten BesucherInnen eine speziell für die Ausstellung konzipierte Virtual-Reality-Applikation von Unbound Technologies erleben und individuelle Kunstwerke im virtuellen Raum gestalten.

    Auch Augmented Reality kam 2018 verstärktzum Einsatz: Ausgewählte Plakate der Ausstellung 100 BESTE PLAKATE 17. Deutsch-land Österreich Schweiz erhielten durch ein Augmented-Reality-Feature von Artivive eine neue Wahrnehmungsebene, die den BesucherInnen ein besonderes Seherlebniseröffnete. Auch das Plakat und die Publikation

    des Projektes #wiegehtveränderung derStadtFabrik 2018 vermittelten auf spiele-risch animierte Art und Weise eine zusätz -liche Informationsebene.

    Umfassende Kommunikationsmaßnahmenfür das gesamte MAK-Programm sowie einevertiefende Analyse und Evaluierung derMuseums-Website standen 2018 im Mittel-punkt der digitalen Kommunikation. Abseitsder Erkundung digitaler Welten luden zahl-reiche MAK on TOUR anlässlich der Aus-stellungen 300 JAHRE WIENER PORZELLANMANUFAKTUR, POST OTTO WAGNER. Von derPostsparkasse zur Postmoderne und JOSEF HOFFMANN – KOLOMAN MOSER (JosefHoffmann Museum, Brtnice, CZ, eine Exposi-tur der Mährischen Galerie in Brno und desMAK, Wien) ein, architektonische Juwele beiexklusiver Zugänglichkeit zu besichtigenund eine inhaltlich vertiefende Auseinan-dersetzung mit den Ausstellungsthematiken

    zu erfahren. Zahlreiche Führungen in die vonOtto Wagner erbaute Österreichische Post-sparkasse sowie eine vom MAK konzipierteAusstellung im WAGNER:WERK der Postspar-kasse erwiesen sich ebenfalls als Publikums-magnet.

    2018 kam es zu einer Stärkung der Bindungvon BesucherInnen, die sich in einem Anstiegim Verkauf der MAK-Jahreskarten von über1 300 % (im Vergleich zum Vorjahr) wider-spiegelt. In weiterer Folge wurden die MAK-Volunteers – ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die unterstützend im Informationsdiensttätig sind – ins Leben gerufen, um eine Optimierung des BesucherInnenservice zuforcieren.

    Das MAK setzte auch 2018 seinen Anspruch,ein Diskurslabor sowie Ort des kreativenAustauschs zu sein, anhand zahlreicher Kooperationen fort: u. a. mit der VIENNA DESIGN WEEK, dem Forward Festival, derVIENNA ART WEEK, der viennacontemporary,mit Teach for Austria und #iamgood – Personal Development, der Langen Nachtder Forschung, der FH Wiener Neustadt(Master’s Programme Business ConsultancyInternational – Arts & Culture Marketing),dem Rrriot Festival sowie dem Google ArtProject.

    K. k. Österreichische Postsparkasse, KleinerKassensaal © MAK/Theresa Schnöll

    Unbound, Virtual-Reality-Applikation für die Ausstellung SAGMEISTER & WALSH: Beauty, 2018 © Unbound Technolgies

    Architekturspaziergang POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne © MAK/Theresa Schnöll

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    MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit 2018

    MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit Das Medienecho, die Kernaufgabe der MAK-Abteilung Presse & Öffentlichkeitsarbeit,bleibt auf einem konstant hohen Niveau: ImJahr 2018 wurden 5 956 mediale Erwähnungenerzielt (laut Erhebung des MedienbeobachtersObservers für Print, Radio und TV sowie Online-Medien national und international; exklusivekurze Ankündigungen). Nach einem Jahres-auftakt mit einer unerwarteten Medienpräsenzdes virtuellen Ausstellungsprojekts KLIMT’SMAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experience byFrederick Baker konnten die Großausstellungen300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur, POSTOTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zurPostmoderne und KOLOMAN MOSER. Universal-künstler zwischen Gustav Klimt und JosefHoffmann sehr erfolgreich positioniert werden.Die Ausstellung Sagmeister & Walsh: Beautysprengte die Erwartungen an den medialenNiederschlag: Schon Wochen vor der Eröffnungs-pressekonferenz waren Berichte und Inter-views über die Grenzen Österreichs hinausfixiert.

    Neben den MAK-Großausstellungen wurdendas gesamte weitere MAK-Ausstellungs- undVeranstaltungsprogramm und Sonderprojektewie die Schindler-Jury sowie Kooperations-projekte intensiv medial positioniert.

    Das Setting von Pressekonferenzen wurde umdie Zielgruppe der InfluencerInnen erweitert,was auch im Social-Media-Bereich zu einerSteigerung ausstellungsbezogener Berichteführte. Zudem wurden im MAK-Blog, der vonder MAK-Presseabteilung gepflegt wird, immerwieder Beiträge positioniert, die auch Journa-listInnen einen zusätzlichen Mehrwert anInformationen rund um aktuelle Projekte desMAK bieten. Generell wurde der MAK-Blogweiter ausgebaut, die Frequenz der Bericht-erstattung auf zwei Geschichten pro Monaterhöht und darüber hinaus eine Abo-Möglich-keit per E-Mail eingerichtet.

    Abteilungsintern wurde das neue Daten-schutzgesetz zum Anlass genommen, um die internationale Kontaktdatenbank derMAK-Presseabteilung zu überarbeiten. Die Datenbank wurde komplett bereinigt, neu kategorisiert und in das allgemeine CRM-System des MAK überführt. Ausgewählte Pressestimmen

    „Richtig inspirierend wird es dann, wenn die Meister der Postmoderne mit ihrer Kunst desFormenzitats den Ideen Otto Wagners gegenübergestellt werden. Den Prediger des nüchternenNutzstils hätte man nie in dieser Nähe zum formensprühenden Hans Hollein oder zu RobertVenturi und Denise Scott Brown gesehen – und damit auch nicht derart nah an unserer Zeit.“

    Laura Weißmüller über die Ausstellung POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkasse zur Postmoderne, in: Süddeutsche Zeitung, München, 21. Juli 2018

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    MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit 2018

    „Da treffen die Nachdenker auf den Vor -denker Wagner, der revolutionär war, wennes um den Einsatz neuer Baumaterialien wie Stahlbeton und Aluminium ging.“

    Werner Rosenberger über die AusstellungPOST OTTO WAGNER. Von der Postsparkassezur Postmoderne, in: Kurier, Wien, 1. Juni 2018

    „Die Kombination exquisiter Beispiele ausder Blütezeit des Wiener Porzellans mit zeit -genössischen Arbeiten fordert den Blick aufPorzellan als verstaubtes Museumsobjektheraus und verleiht ihm Relevanz in unsererZeit.“

    Claudia Bodinek über die Ausstellung 300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur, in:The Burlington Magazine, Großbritannien,August 2018

    „[…] hier wird assoziativ herumjongliert, hier werden Aha-Paarungen und welt- undepochenumspannende Querverweise ge -macht. Dann wundert es auch nicht, wennüber den Fotos diverser Landhäuser um1900 aus Wien, Brno, Mariazell, plötzlicheine Alessi-Plastikkuckucksuhr von RobertVenturi und Denise Scott Brown hängt.Wissenschaftliche Assoziationsbrückenkennen kein Tabu.“

    Wojcech Czaja über die Ausstellung POST OTTO WAGNER. Von der Postsparkassezur Postmoderne, in: Der Standard, Wien, 30. Mai 2018

    „Er gab dem Verspielten Nutzen und demNutzen das Verspielte. ‚Erogene Zonen‘ also, wie sie im Buche stehen, in PeichlsSkizzenbuch. Er hat sie am architektoni schenKörper erforscht. Mit viel Lust und wohl auchein bisschen praktischem Leiden.“

    Almuth Spiegler über die Ausstellung GUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90sten, in: Die Presse, Wien, 17. März 2018

    „Seit vier Jahren hat sie sich intensiv mit derunendlichen Entfaltungsmöglichkeit solcherOrnament-Geometrie, die gleichzeitig aberauch eine Einschränkung künstlerischerFreiheit bedeutet und damit einengend wirkt,gewidmet. Die Aggression und Angst aus -lösende Wirkung der positiven Faszinationeines ins Unendliche erweiterbaren Form -gefüges kann somit auch auf totalitäreSysteme politisch übertragen werden.“

    Brigitte Borchhardt-Birbaumer über dieAusstellung ADRIANA CZERNIN: Fragment, in: Wiener Zeitung, Wien, 18. April 2018

    „In der sehr übersichtlichen und auf dieExponate konzentrierten Schau finden sichhistorische Keramiken ebenso wie Objekte,die den Einfluss alter Techniken und Motivebis ins 20. Jahrhundert erkennen lassen.“

    Thomas Gabler über die Ausstellung ERDE UND FEUER. Asiatische Keramik aus der Sammlung Slunecko, in: Kronen Zeitung,Wien, 26. April 2018

    „Das ist nicht der Klimt, der tausendePlatzsets zierte und die endlosen Regalevon Souvenir Shops füllte … Das ist Klimt,wie Du ihn noch nie zuvor gesehen hast.“

    Simon Ballam über die Ausstellung KLIMT’SMAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experienceby Frederick Baker, in: Metropole, Wien, März 2018

    „Man macht aber auch keinen Hehl daraus,was Klimt’s Magic Garden zuvörderst ist undvielleicht auch sein muss: der Versuch, einedie Zukunft mutmaßlich mitbestimmendeTechnologie einem breiten Publikum mög -lichst niedrigschwellig nahezubringen, sieals Kunstform zu etablieren.“

    Roman Gerold über die Ausstellung KLIMT’SMAGIC GARDEN: A Virtual Reality Experienceby Frederick Baker, in: Der Standard, Wien, 6. Februar 2018

    „Selbst auf der MAK-Toilette wird übrigensabgestimmt: Sechs Toilettenpapiere stehenzur Auswahl, eines eigens von Sagmeister &Walsh mit hübschen Ornamenten verziert,die sich bei näherer Betrachtung zum Teilals Kackehäufchen entpuppen. Für jedenRollenaustausch wird ein schwarzer Punktgeklebt. Es braucht keine hellseherischenFähigkeiten, um vorauszusagen, dass das‚Beauty‘-Papier gewinnen wird. Und sei esauch nur, weil es ein perfektes Souvenir ist.“

    Annemarie Ballschmiter über die AusstellungSAGMEISTER & WALSH: Beauty, in: Welt amSonntag, Berlin, 4. November 2018

    „Die multiplen Blickwinkel, aus denenSagmeister & Walsh das Thema in Angriffnehmen – historisch, wissenschaftlich,philosophisch, um nur ein paar zu nennen –sorgen für eine phänomenal vielschichtigeAusstellung: man erfährt von den konstantenästhetischen Vorlieben von Alzheimer-Patien ten, von Sicherheitsmanuals in Flug -zeugen und Pfauen, und das alles währendder ersten halben Stunde Ausstellungs -besuch.“

    Kristina Rapacki über die AusstellungSAGMEISTER & WALSH: Beauty, in:disegnodaily.com, London, 3. Jänner 2019

    „Schon Umberto Eco hat sich an dem heiklenThema versucht und wurde dafür gescholten.Sagmeister & Walsh beweisen also fraglosMut, wenn sie sich so vehement für dieweltverbessernde Kraft guter Gestaltungaussprechen.“

    Gerrit Terstiege über die AusstellungSAGMEISTER & WALSH: Beauty, in: Monopol,Berlin, 1. Dezember 2018

    „Zum 100. Todestag fährt nun das MAKwenige Tage vor Weihnachten seine tollenBestände auf. Schließlich wirkte der‚Universal künstler zwischen Gustav Klimtund Josef Hoffmann‘ – wie der Untertitel der Schau lautet – maßgeblich an der 1903gegründeten Wiener Werkstätte mit, unddas MAK besitzt das Archiv dieserbesonderen Produktionsgemeinschaft.“

    Nicole Scheyerer über die AusstellungKOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann, in: Falter,Wien, 12. Dezember 2018

    „Einer, der so viel war, nacheinander und vorallem auch zugleich. Einer, der gestalterischeund ästhetische Ansätze so weit spannte,dass von zweidimensionaler Typografie biszum dreidimensionalen Bühnenbild so einigesunter seinen Kunstbegriff schlüpfen durfte.“

    Norbert Philipp über die Ausstellung KOLOMANMOSER. Universalkünstler zwischen GustavKlimt und Josef Hoffmann, in: Die PresseSchaufenster, Wien, 14. Dezember 2018

    „Koloman Moser (1868–1918) breitete seinenGestaltungswillen in einer Bandbreite auswie kein anderer in seinem Umfeld. EineAusstellung im Museum für angewandteKunst (MAK) gibt nun Einblick in das Schaffendes ‚Tausendkünstlers‘, wie ihn der Schrift -steller Hermann Bahr nannte.“

    Nina Schedlmayer über die AusstellungKOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann, in: Profil,Wien, 17. Dezember 2018

    „Im Vergleich zu seinem kongenialenKollegen Hoffmann spricht aus Mosers Ideenmehr Freiheit und Vielfalt. Manche Ideensind ebenso faszinierend wie überspannt.“

    Nicole Scheyerer über die AusstellungKOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischenGustav Klimt und Josef Hoffmann, in:Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt, 5. Jänner 2019

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    MAK-Fakten 2018

    MAK-Fakten2018

    Geschäftszahlen2018 war für das MAK ein sehr zufrieden -stellendes Geschäftsjahr, in dem program -matisch wie wirtschaftlich die Ziele in viel-facher Weise übertroffen wurden. Trotzzahlreicher Sonderprojekte ist es gelungen,bis zum 31. Dezember 2018 ein ausgegliche-nes Ergebnis zu erzielen.

    Besonders hervorzuheben ist die Steigerungder Eintrittserlöse um über 100 %. Gelungenist das zum einen durch die Anhebung derEintrittspreise mit 1. Jänner 2018, zum anderen hat das Publikum die Streichungdes freien Eintritts am Dienstagabend zugunsten eines vergünstigten Eintritts von € 5 sehr gut angenommen. Mit einemverstärkten Marketing an den Museums -kassen wurden zudem 2 000 MAK-Jahres-karten verkauft.

    Überdurchschnittliche Erlössteigerungenwurden im MAK Design Shop (plus 30 %), in der MAK-Restaurierung, die heuer über-durchschnittlich viele Aufträge im Rahmenvon Leihanfragen abwickelte (plus 49 %),und aus Kostenweiterverrechnungen (plus77 %) verzeichnet. In diesem Zusammen-hang ist insbesondere die Kooperation mitdem Museum Angewandte Kunst, Frankfurtim Rahmen der Ausstellung SAGMEISTER &WALSH: Beauty zu erwähnen.

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