Deutsche EuroShop | Hauptversammlungsrede von CEO C.-M. Böge

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Rede (inkl. Charts) von Claus-Matthias Böge, Sprecher des Vorstands der Deutsche EuroShop AG, anlässlich der Hauptversammlung am 16. Juni 2011 in Hamburg Weitere Informationen (u.a. Video, Fotos, Abstimmungsergebnisse) unter http://www.deutsche-euroshop.de/des/pages/index/p/67

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  • 1. Rede von Claus-Matthias Bge,Sprecher des Vorstands derDeutsche EuroShop AG,anlsslich der Hauptversammlungam 16. Juni 2011 in Hamburg Es gilt das gesprochene Wort Sperrfrist: 16.06.2011 - 10:30 Uhr Seite 1 von 24
  • 2. Chart 1: Titelblatt 10Chart 2: Kennzahlen: 10 Jahre Deutsche EuroShop Seite 2 von 24
  • 3. Sehr geehrte Aktionrinnen und Aktionre,meine sehr verehrten Damen und Herren,am 11. Juni 2001, also vor etwas mehr als zehn Jahren, fand die erste Hauptversammlungunserer Gesellschaft in Frankfurt statt. Fr mich war das damals ebenfalls die ersteHauptversammlung berhaupt, an der ich teilnahm. Es waren nur wenige Aktionreerschienen und so gab es auch kaum Wortmeldungen, von denen eine mir allerdings nochsehr genau in Erinnerung ist. Ein Aktionr beklagte sich, dass die Deutsche EuroShop-Aktieinnerhalb von wenigen Monaten seit der Emission bereits um 10 % gesunken sei und erstellte die Frage, warum man in diese Aktie berhaupt investieren sollte. Die Antwort desdamaligen Vorstandes kam prompt: Das mssen Sie langfristig sehen.Und heute, meine sehr verehrten Damen und Herren, sehen Sie an diesem Chart, was damitgemeint war. Unser Geschft ist langfristig ausgerichtet und ein paar Monate spielen da garkeine Rolle. Und damit begre ich Sie im Namen des Vorstands sehr herzlich zu unsererdiesjhrigen Hauptversammlung.Heute habe ich Ihnen vor allem ber das Geschftsjahr 2010 Bericht zu erstatten was mirein besonderes Vergngen bereitet denn es war eines der besten in der 10-jhrigenGeschichte unserer Gesellschaft.Bevor ich ins Detail gehe, schauen wir auf die Inhalte meiner heutigen Rede:Chart 3: Agenda Seite 3 von 24
  • 4. Ich starte wie immer mit einem Vergleich unserer ursprnglich fr 2010 gesetzten Ziele mitdem tatschlich Erreichten. Darauf folgend beleuchte ich kurz die wirtschaftlichenRahmenbedingungen und erlutere ihnen ausfhrlich unsere Ergebnisse. Den Perspektiven,die uns das laufende Jahr bietet, widme ich mich abschlieend im Ausblick.Chart 4: UmsatzDie Einzelhandelsumstze 2010 sind in Deutschland nominal um 2,3 % gestiegen, nachdemsie im Vorjahr um 2,4 % gesunken waren. Die in unseren Shoppingcentern ansssigenMieter konnten davon ebenso profitieren. Unter Bercksichtigung der auslndischen Objektelag das Umsatzplus unserer Mietpartner bei 2,1 %. Das zeigt uns, dass wir nach wie voreinen guten Mix erfolgreicher Einzelhndler in unseren Shoppingcentern haben.Die Umsatzerlse des Deutsche EuroShop-Konzerns stiegen strker: um 13 % auf 144,2Mio. . Vor einem Jahr hatten wir ihnen 139 bis 142 Mio. in Aussicht gestellt.Wie gewohnt mchte ich auch dieses Jahr auf unsere unverndert niedrige Leerstandsquote,die wie schon in den Vorjahren unter 1 % lag, und auf den mit 0,4 % ebenfalls sehr niedrigenWertberichtigungsbedarf auf Mietforderungen hinweisen. Das ist ebenfalls ein Hinweis aufdie ausgewogene Zusammenstellung erfolgreicher Mieter in unseren Centern. Seite 4 von 24
  • 5. Chart 5: EBITDas Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sollte zwischen 118 und 121 Mio. liegen heraus kam ein Plus von fast 12 % auf 124,0 Mio. .Chart 6: EBT vor Bewertung Seite 5 von 24
  • 6. Fr das operative Ergebnis vor Steuern (EBT), d.h. ohne Bewertungsergebnis kalkuliertenwir mit 58-60 Mio. . Erzielt haben wir 63,9 Mio. , ein Plus von 16 %.Zur Herleitung dieser Zahlen mchte ich vorab das wirtschaftliche Umfeld erlutern.Chart 7: Rahmenbedingungen 2010Die Krise scheint zunchst hinter uns zu liegen. Die Wirtschaft ist 2010 wieder auf denWachstumspfad zurckgekehrt.Und fr uns besonders wichtig es wurde auch mehr konsumiert als im Vorjahr. Derprivate Konsum stieg 2010 um 0,5 %. Und das ohne Abwrackprmie, die 2009 fr einenNeuwagen-Boom sorgte, der dem klassischen Einzelhandel etwas den Schwung nahm. DieSparquote bertraf mit 11,4 % den bereits hohen Wert des Vorjahres um 0,3 Prozentpunkte.Mit 1,1 % entfernte sich die Inflationsrate wieder von dem niedrigsten Stand seit derWiedervereinigung, den sie 2009 mit 0,4 % erreicht hatte. Hauptverantwortlich hierfr warenPreissteigerungen bei Kraftstoffen und Nahrungsmitteln.Im Jahresdurchschnitt sank die Arbeitslosenquote 2010 als Folge der starkenwirtschaftlichen Erholung auf 7,7 %. 3,24 Mio. Menschen waren erwerbslos. Seite 6 von 24
  • 7. Chart 8: Immobilienmarkt 2010Das Transaktionsvolumen fr Investitionen in kontinentaleuropische Einzelhandelsimmo-bilien (Shoppingcenter, Fachmarktzentren und Factory Outlets) ist 2010 nach einer Unter-suchung von Jones Lang LaSalle im Vergleich zum Vorjahr (12,3 Mrd. ) um 68 % auf 20,7Mrd. emporgeschnellt.Mit einem Anteil von knapp zwei Dritteln am Transaktionsvolumen standen Shoppingcenter2010 in Europa unverndert im Fokus der Investoren, die weiter defensiv ausgerichteteAnlagemglichkeiten im sogenannten Core-Bereich suchen. Core-Investoren zu denen wiruns bekanntermaen auch zhlen bevorzugen stabile Marktsegmente und achten auferstklassige Lagen, sichere und langfristige Mietvertrge sowie eine hohe Qualitt derMieter.Die Renditen von Einzelhandelsimmobilien sind im Jahresverlauf weiter gesunken. DieRendite fr deutsche Shoppingcenter in Top-Lagen lag Ende 2010 nach Angaben vonCushman & Wakefield bei 5,15 %, Ende des ersten Quartals 2011 bei 5,1 %. Damit sind sienicht mehr weit entfernt vom Spitzenwert der letzten zehn Jahre, der bei 5,0 % lag.Transaktionen bentigen aber lngere Vermarktungszeiten als vor der Finanzkrise, was aufein gestiegenes Risikobewusstsein der Investoren schlieen lsst. Auch die Beschaffung derFremdfinanzierungsmittel erfordert mehr Zeit als noch vor einigen Jahren.Und nun zum operativen Geschft unseres Unternehmens. Seite 7 von 24
  • 8. Chart 9: Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlse erhhten sich im Geschftsjahr, wie bereits erwhnt, um 13 % auf 144,2Mio. . Zu diesem Umsatzwachstum hat ganz wesentlich das A10 Center beigetragen, daszum 1. Februar 2010 bernommen wurde. Die Anteilsaufstockung in der Altmarkt-GalerieDresden zum 1. Juli 2010 sowie das Allee-Center in Hamm und der City-Point in Kassel, beidenen im Vorjahr umbaubedingte Leerstnde zu verzeichnen waren, trugen ebenfalls zumkrftigen Umsatzwachstum bei.Die Grundstcksbetriebs- und -verwaltungskosten lagen mit 15,2 Mio. um 2,2 Mio. berdem Vorjahr. Die Erhhung ist ausschlielich Folge des Erwerbs des A10 Centers, durchden sich die Kosten allein um 2,4 Mio. erhhten. Demgegenber lagen diese Kosten beiden brigen Centern um rund 0,2 Mio. unter dem Vorjahr.Die sonstigen betrieblichen Ertrge lagen auf Vorjahresniveau. Dagegen erhhten sich diesonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr um 1,2 Mio. auf 5,9 Mio. , waszum einen aus deutlich hheren Finanzierungsnebenkosten, zum anderen aus hherenPersonalkosten resultiert.Das Finanzergebnis verschlechterte sich insbesondere aufgrund hherer Zinsaufwendungenum 4,3 Mio. auf -60,2 Mio. . Hheren Zinsaufwendungen in Hhe von 5,8 Mio. , die ausder teilweisen Fremdfinanzierung des A10 Centers sowie aus der Beteiligungserhhung bei Seite 8 von 24
  • 9. der Altmarkt-Galerie resultieren, stehen Zinseinsparungen aufgrund von Refinanzierungenund Tilgungen von Bestandsdarlehn in Hhe von 1,4 Mio. gegenber.So ist schlielich das operative Ergebnis vor Steuern, d.h. das EBT vor Bewertung um 16 %auf 63,9 Mio. gestiegen.Kommen wir nun zum Bewertungsergebnis:Chart 10: BewertungsergebnisDas Bewertungsergebnis lag mit mit 33,1 Mio. um 47,9 Mio. ber dem Vorjahr, in demwir einen Bewertungsverlust von 14,8 Mio. ausweisen mussten. Aus der Bewertung desA10 Centers resultierte ein Bewertungsgewinn von 14,7 Mio. , dem allerdingsAnschaffungsnebenkosten (insbesondere Grunderwerbsteuer) in Hhe von 8,6 Mio. gegenber standen, sodass der eigentliche Bewertungsgewinn dieses Objektes bei 6,1 Mio. lag. Die Bewertung der anderen Bestandsobjekte fhrte zu einem Bewertungsgewinn von25,4 Mio. . Dabei wurden die Bestandsobjekte im Durchschnitt um 1,3 % aufgewertet,wobei die Verkehrswerte mit einer Ausnahme, bei der wir eine Abwertung um 0,7 % zuverzeichnen hatten, in einer Bandbreite von +0,3 % bis +3,7 % ber den Vorjahreswertenlagen.Daneben resultiert aus dem Erwerb weiterer Anteile am City-Point Kassel, den City-ArkadenWuppertal sowie von mittelbaren Anteilen am Main-Ta