Diakonie Jahresbericht 2013

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Der Jahresbericht der Diakonie Österreich gibt einen Überblick über die Arbeit der verschiedenen diakonischen Einrichtungen.

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  • Jahresbericht 2013 1

    Jahresbericht2013

    Diakonische Information 171-1/14

  • 2 Jahresbericht 2013

    InhaltVorwort...............................................................3

    Altenarbeit ........................................................4

    Behindertenarbeit ..........................................6

    Gesundheit .......................................................8

    Flchtlingsarbeit ......................................... 10

    Entwicklungszusammenarbeit .............. 12

    Katastrophenhilfe ....................................... 13

    Bildung ............................................................ 14

    Kinder- und Jugendhilfe .......................... 16

    Menschen in sozialen Krisen ................. 17

    Rettungs- und Sanittsdienst ................ 18

    Eurodiaconia ................................................. 19

    Sponsoring .................................................... 20

    Kampagnen ................................................... 21

    Finanzbersicht ........................................... 22

    Mitglieder ....................................................... 23

    Inhalt

    Impressum: Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion: Diakonie sterreich. Redaktionsteam: Roberta Rastl-Kircher, Magdalena Schwarz. Mitwirkende: Karin Brandsttter, Andrea Brummeier, MartinaGasser, Hannelore Klei, Dagmar Lassmann, Katharina Meichenitsch, Nikolaus Onitsch, Verena Reisinger, Michaela Richter, Christoph Riedl, Claudia Rthy, Eva Rohregger, Martin Schenk, Belinda Schneider, Roland Skowronek, Hansjrg Szepannek, Thomas Katjejowsky, Johanna Pasiecznik; Redaktion: 1090 Wien, Albert Schweitzer-Haus, Schwarzspanierstrae 13. Tel. (0)1 409 80 01, Fax (0)1 409 80 01-20, E-Mail: [email protected]; Internet: www.diakonie.at; Verlagsort: Wien. Direktor Diakonie sterreich: Pfr. Michael Chalupka. Grafik-Design: Elisabeth Frischengruber. Fotorechte: Cover: Nadja Meister; Seite 2: Parlamentsdi-rektion/Bildagentur Zolles KG/Jaqueline Godany; Seite 3: epd/Uschmann; Anna Rauchenberger; Seiten 4/5: Diakoniezentrum Gols; dermaurer; Diakonie miteinander leben; Diakoniewerk/Christian Jungwirth; Seiten 6/7: dermaurer; Transilvania Pack & Print, Thomas Smetana; Franz Pammer, JugendamWerk; Katrin Lemler; Diakoniewerk (2x); Seiten 8/9: Diakonie Zentrum Spattstrasse; dermaurer; Andreas Kolarik; EKH-Wien; EKH/Groesel; Seiten 10/11: Regina Huegli; Seite 12: Anna Rauchenberger; Siobhn Kathleen Geets; Jairos Jiri; Seite 13: Thomas Lohnes/DKH; Jens Grossmann/DKH; Seiten 14/15: Nadja Meister; Diakonie Zent-rum Spattstrasse; dermaurer; Regina Huegli; Diakonieverein Salzburg/ Montessori-ORG; Seite 16: Diakonie Zentrum Spattstrae; Diakonie de La Tour; Seite 17: Sageder_vdg.at; Seite 18: Peter Lechner/ HBF; Die Johanniter; Die Johanniter/ R. Herbst; Seite 19: Eurodiaconia; Seite 20: Sandra Speer; Diakonie sterreich; Diakonie Flchtlingsdienst

    Die Diakonische Information bringt Sachinformationen und Nachrichten zur Diakonie der Evangelischen Kirchen. Der Bezug ist kostenlos. DVR: 041 8056 (201) UZ24 Schadstoffarme Druckerzeugnisse UW 734

    Spendenkonto Diakonie sterreichIBAN AT49 2011 1287 1196 6399BIC GIBAATWWXXX

  • Jahresbericht 2013 3

    Das Leben liegt vor uns. Doch auch hinter uns liegt das Leben all das was wir getan, bewirkt und unterlassen haben. Der Jahresbericht oder, wie es moderner heit der Wirkungsbericht zeigt, was getan wurde, fr wen mit welchen Mitteln was bewirkt wur-de. Und er zeigt auch, wie wir das, was getan wurde, gerne sehen mchten. Das ist richtig so, denn damit weist der Bericht schon in die Zukunft und das Leben liegt vor uns und will jetzt, in diesem Augenblick gelebt werden.In der Gegenwart die Zukunft zu leben, heit Hoffnung. Das Jahr 2013 war fr die Evangeli-

    schen Kirchen das Jahr der Diakonie. Zu Ende gegangen ist es mit der Nominierung von vielen HoffnungstrgerInnen, die von Pfarrgemein-den, diakonischen Initia-tiven oder Einrichtungen nominiert wurden, um

    die Saat der Hoffnung, die in diesem Jahr gest wurde, weiterzutragen. Darunter sind Frauen, die jungen AsylwerberInnen Deutsch beibringen, ebenso wie Mnner, die Haftent-lassenen bei der Wohnungssuche beistehen.

    Hoffnungstrger bringen Hoffnung, sie teilen Hoffnung, sodass anderen Hoffnung zu Teil wird und sie selbst zu HoffnungstrgerInnen werden knnen.

    Hoffnung zu haben, ist ein Geschenk. Es ermglicht, heute und jetzt die Zukunft zu

    leben. So wie es bei Hiob heit: Dem Armen wird Hoffnung zuteil, und die Bosheit muss ihren Mund halten. Das erstaunt nun doch. Warum muss die Bosheit den Mund halten angesichts der Hoffnungstrgerinnen? Ganz einfach: Weil es ihr die Sprache verschlgt angesichts der vielen Chancen und Mglich-keiten, die das Leben bietet, wenn es aus der Hoffnung gelebt wird, die uns zu Teil wird. In diesem Heft knnen Sie die Geschichten der Hoffnungstrgerinnen und Hoffnungstrger lesen. Kein Wort ber die Bosheit, denn die hlt ja den Mund.

    Pfarrer Mag. Michael Chalupka,

    Direktor der Diakonie sterreich

    zu schenken. 1839 entstand so der erste mit Tannenreisig geschmckte Adventkranz.Um ihren Einsatz fr junge Menschen bis heu-te zu bekrftigen, berreichten VertreterInnen von Diakonie und Kirche im Winter 2013 mehr als 35 Adventkrnze an Personen des ffent-lichen Lebens. Auerdem konnte die Diakonie erstmals Riesenadventkrnze auf ffentlichen Pltzen in den Stdten Wien, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Gallneukirchen aufstellen.

    Diakonie Hoffnungstrger fr Menschen in Not

    24 Kerzen fr Kinder und Jugendliche in Not brannten vor 170 Jahren im ersten Haus der Diakonie. Dort, im Rauhen Haus in Hamburg, fanden Kinder aus rmsten Verhltnissen ein neues Zuhause. Jeden Tag im Advent wurde an einem groen Wagenrad eine Kerze entzndet. Um den Kindern ein Gefhl fr Zeit, fr Vorfreude und Zuversicht

    Liebe Freundinnen und Freunde der Diakonie!Liebe Schwestern und Brder!

    Dem Armen wird Hoffnung zu Teil, und die Bosheit muss ihren Mund halten.Hiob 5,16

    Vorwort

    Diakonie Direktor Michael Chalupka, Nationalratsprsidentin Barbara Prammer und SchlerInnen der I-Fit-Schule bei der berreichung des Adventkranzes im Parlament.

    Original Wichern Adventkranz mit 4 Metern Durchmesser im Wiener Rathauspark.

  • 4 Jahresbericht 2013

    Haus Harbach und Haus Elvine erstrahlen in neuem Glanz

    Die Bedrfnisse von Menschen im Alter verndern sich stetig im Gleichschritt mit der Gesellschaft. Investitionen in diesem Arbeitsbereich mssen daher gleichzeitig nachhaltig und innovativ sein. Diesem Grundsatz ver pflichtet feierte die Diakonie de La Tour am 20. September die Erffnung des generalsa nierten und neu auf-gestockten Hauses Har bach. Rund

    um die beiden Klagenfurter Huser Harbach und St. Peter ist auer-dem ein richtiger Generationenpark entstanden: Die Huser werden re gelmig von Kindern aus den Diakonie-Kindergrten und -Schulen besucht, die sich auf dem selben Gelnde befinden. Auch aus Treffen gibt es Neuigkeiten: Die BewohnerIn-nen aus dem alten Haus Elvine, fanden in dem fertiggestellten namensgleichen Neubau ein auf ihre Bedrfnisse zuge-schnittenes zu Hause.

    Haus fr SeniorInnen in der Slowakei

    Der Verein Agap der evangelischen Kirche be - treibt in Svt Jur, einer Klein stadt nahe Bratis-lava, einige Sozialeinrichtungen. Mit Herbst 2013 wurde in Kooperation mit dem Diakoniewerk ein Haus fr SeniorInnen fr 40 pflegebedrftige Men-schen im Alter in Betrieb genommen. Zustzlich werden in der Kche dieser Einrichtung 120 Mittag-essen fr die Versorgung des Kindergartens und fr rund 50 SeniorInnen der Stadt Mahlzeiten fr Essen auf Rdern zubereitet. Das Haus wird auch als Praktikumsstelle fr die Ausbildung von Pflegekrf-ten zur Verfgung stehen.

    Generationenwohnen in der Rosa Zukunft in Salzburg

    An der Rosa-Hofmann-Strae errichteten vier private Bau-trger ein Leuchtturmprojekt, dem ein Sozialkonzept des Diakoniewerks seine Besonderheit verleiht: die Rosa Zukunft. Das Zusammenleben von jungen Familien und Menschen im Alter steht im Mittelpunkt. Das Diakoniewerk Salzburg hat das Sozialkonzept entwickelt und wird die Rosa Zukunft durch eine Wohnkoordination dauerhaft begleiten. Dabei geht es vor allem um die soziale Integration und um die Beratung von Senior-Innen mit Betreuungs- und Pflegebedarf. Im Dezember 2013 wurden 129 Wohneinheiten etappenweise an die MieterInnen, MietkuferInnen und EigentmerInnen bergeben.

    Die Diakonie fordert den Ausbau von Pflegedienstleistungen. Denn Investi-

    tionen in Pflege und Betreuung rechnen sich mehrfach. Regionale Arbeitspltze

    werden geschaffen, pflegende An-gehrige werden entlastet unter ihnen

    42.700 Kinder und Jugendliche* und die Lebensqualitt von Menschen mit

    Pflegebedarf steigt: durch leistbare Ange bote, die den eigenen Bedrfnissen

    entsprechen.*Siehe Seite 18

    Pflege als Zukunftinvestition

    Altenarbeit

    Feierliche Schlsselbergabe im Haus Harbach.

  • Jahresbericht 2013 5

    Betreutes Wohnen rentiert sich mehrfach

    Jeder Euro, der im Bereich des Betreu-ten Wohnens fr SeniorInnen investiert wird, bringt der Gesellschaft mehr als das doppelte an monetrem Gegenwert: Die Diakonie miteinander leben konnte im Oktober die Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsuniversitt Wien ber den Social Return on Investments (SROI) des betreu-ten Wohnens fr SeniorInnen prsentieren. Im Rahmen der Studie wurden die Wirkun-gen sozialer Investitionen auf BewohnerIn-nen, Angehrige, Bund, Land, Bautrger, etc. erfasst und anschlieend monetr bewertet. Die Ergebnisse sind beachtlich: jeder ins betreute Wohnen investierte Euro bringt der Gesellschaft einen Gegenwert von 2,26 . Der grte Teil des Profits kommt dabei den BewohnerInnen zugute, die nicht nur finanziell sondern auch durch erhhte Lebensqualitt von Investition