Dialog 05/2011 - Kämpfer an der Front

Click here to load reader

  • date post

    14-Mar-2016
  • Category

    Documents

  • view

    237
  • download

    13

Embed Size (px)

description

So geht die Heilsarmee auf die Menschen zu

Transcript of Dialog 05/2011 - Kämpfer an der Front

  • 05/2011Monatszeitschrift fr Salutisten und Freunde der Heilsarmee

    Bild

    :Monika

    Iseli

    Kmpfer an der Front

    Das ist die glokale Heilsarmee 3

    So geht die Heilsarmee auf die Menschen zu 46

    Aus dem Leben der Heilsarmee 79

    dialog

  • 2 dialogMonatszeitschriftderHeilsarmeeMai2011

    Fr Fragen und Anmeldung: Pension Heimetli / Blaues Kreuz / 9650 Nesslau. Tel 071 994 18 87, Fax 071 994 15 90, E-Mail: [email protected]

    Fr Fragen und Anmeldung: Pension Heimetli / Blaues Kreuz / 9650 Nesslau. Tel 071 994 18 87, Fax 071 994 15 90, E-Mail: [email protected]

    Dialog

    Leitbild der Heilsarmee

    Die Heilsarmee ist eine internationa-le Bewegung und Teil der weltweitenchristlichenKirche.Ihre Botschaft grndetaufderBibel.Ihr Dienst ist motiviert von der LiebeGottes.Ihr Auftrag istes,dasEvangeliumvonJesusChristuszupredigenundmensch-licheNotohneAnsehenderPersonzulindern.

    Bild

    :flickr

    Fr die Armen da sein

    Wer ein Netz wirft, weiss, dass viele Fische durch die Maschen fallen. Der Heilsarmee geht es nicht anders: Sie will zwar den rmsten helfen, doch wird sie hufig aus praktischen oder sogar institutionellen Grnden daran gehindert. So war es bis anhin fr schwerstabhngige Alkoholiker keine Option, Obdach in einem Heim der Heilsarmee zu suchen: Eine Nacht ohne Al-kohol ist ihnen kaum mehr zumutbar. Nun startet die Heilsarmee ein Projekt an der Molkenstrasse in Zrich. Lesen Sie mehr auf Seite 5.

    Aber die rmsten sind nicht immer die Alkoholiker. Viele von ihnen sind seelisch Verletzte, Heimatlose, es sind Menschen, die hufig an ihrer Existenz irre werden. Diesen wollen wir Boten der erlsenden Botschaft Jesu sein ob sie nun in der Gosse oder in einer Villa leben. Wer sind denn die rmsten, wenn nicht jene, die Jesus noch nicht zum Freund geworden sind?

    Gabrielle Keller

    Flexibles Erscheinungsdatum der Juni-Ausgabe von dialog

    Der Wechsel unserer Territorialleitung wird das Thema des nchsten dialog sein. Die Namen der Nachfolger der Kommissre Burger wird voraussichtlich zwischen Mitte Mai und Anfang Juni bekannt.Damit wir Ihnen die neue Territorialleitung in der nchsten Ausgabe vorstellen knnen, kann es sein, dass das Erscheinungsda-tum dieser Ausgabe um ein paar Tage verschoben werden muss. Wir freuen uns darauf, Ihnen in der Juni-Ausgabe die neue Territorialleitung vorstel-len zu knnen, und bitten Sie um Verstnd-nis fr diese Ausnahmesituation.

    Die Redaktion

    Anzeige

    Ferienwoche fr Verwitwete und Alleinstehende

    vom 10. bis 16. Juli 2011Leitung/Andachten: Majorin Astrid Jggi

    Ferienwoche 60 plusvom 28. August bis 3. September 2011

    Leitung: Majorin Astrid JggiBibelstunden mit Major Ernst Kugler

    Preise fr die Ferienwoche pro Person (inkl. Vollpension, MwSt. und Kurtaxe) und Ausflug:

    EZ fl. Wasser Fr. 450.- EZ WC Fr. 495.- DZ fl. Wasser Fr. 450.- DZ WC/DU Fr. 525.-

    Erholung fr Leib und Seele im Toggenburg und im schn

    gelegenen Heimetli ob Nesslau.

    Bild

    :HA

    Verteilen Sie TRIALOG und leisten Sie einen Beitrag zur Verbreitung des Evangeliums. Jeder Empfnger erfhrt von Jesus und von der Arbeit der Heilsarmee.

    Aktueller Flyer 2/2011Er trgt das Feuer im Herzen: Der Salu-tist und Feuerwehrmann Danny Stucki weiss mit Angst umzugehen, weil in seinem Herzen die Liebe Gottes brennt.Heilsarmee: Das Bed & Breakfast Alegria in Basel.

    Aktuelles Magazin 3/2011 Wer vergisst wen? Maria Hagens Mann leidet an der Alzheimerkrankheit. Sie er-zhlt ber ihren Alltag, ihre Sorgen und ber die Kraft, die sie im Glauben findet.Reflexion: Gott vergisst seine Kinder nie.Gesellschaft: Ren Meier ermutigt zum Small Talk: Dieser kann Brcken bauen und Tren ffnen.

  • 3dialogMonatszeitschriftderHeilsarmeeMai2011

    HA-Info

    Offen gesagt

    Bild

    :HA Die grosse Mehr-

    heit hat Leben mit Vision positiv erlebt. Viele Reak-tionen sind bei uns am Hauptquartier eingegangen, und wir danken allen, die sich die Zeit genommen haben,

    uns zu schreiben. Es ist klar geworden, dass diejenigen, die sich in dieses Thema vertieft haben, enorm profitiert haben.

    Unsere Strategie fr das Evangelisations-werk beruht auf zwei Elementen. Einerseits dem persnlichen (anbeten und wachsen), andererseits dem evangelistischen (dienen und gewinnen).

    Ich glaube, dass Leben mit Vision einen sehr guten Anfang fr den ersten Bereich unserer Strategie darstellt. Ich betone: es ist nur ein Anfang. Wie muss es jetzt weitergehen? Ich mchte den Weg zur Er-fllung nicht nur der Strategie, sondern allgemein unseres Lebens als Jnger und Diener Jesu folgendermassen darstellen:

    Vom Wissen zum Glauben: Der grsste und schwierigste Schritt ist, vom Wissen

    zum Glauben zu gelangen. Nehmen wir an, ich wre ein Lehrer und liesse meine Schler einen Test schreiben. Wenn ich die Schler nach der Prfung nun fragen wrde, ob sie denn an die gegebenen Antworten glauben, wren sie wohl etwas verwirrt. Denn In einer Schule geht es nicht um Glauben, sondern um Wissen. Ob ein Schler glaubt, was er schreibt, ist egal, solange er die richtige Antwort gibt, die der Lehrer erwartet. Fr den Schler hat es sich damit erledigt, und er ist zufrieden, solange er eine gute Note erhlt. Doch fr Christen ist Wissen nicht gut genug. Glauben Sie, was Sie in Leben mit Vision gelernt haben?

    Christen haben massenhaft Information zur Verfgung. Viele haben ein starkes theo-logisches Fundament und wissen viel; sie knnen richtige Antworten geben. Glau-ben wir aber, was wir wissen? Es ist leicht, Wissen ber die Auferstehung anzuhufen; aber glauben wir wirklich, dass sie stattge-funden hat? Es ist wichtig, weil der Glaube an die Auferstehung unsere Lebensart und unsere Weltanschauung stark beeinflusst.

    Vom Glauben zur Tat: Unser Glaube ist persnlich, aber er ist nie privat. Es ist unmglich, etwas so Gutes und Positives

    Zum Beispiel in Dubai. Dort erlebten Salu-tisten der Lnder des Mittleren Ostens am 18. Mrz berhrende Anbetungsmomente im gemeinsamen Lobpreis anlsslich eines Delegierten-Kongresses der Heilsarmee. Die aufbauenden Inhalte der Referate und die vielen jungen Salutisten lassen eine vielver-sprechende Zukunft fr die erst drei Jahre junge Heilsarmee in dieser Region erahnen.

    In Japan setzen Freiwillige, Salutisten und Offiziere alles daran, die Menschen in der Krisenregion zu untersttzen. Whrend kurzfristig die Versorgung der Bevlkerung mit Nahrungsmitteln und Wasser vordring-lich war, wird immer deutlicher, welche

    Eine glokale Heilsarmee fr die Herausforderungen von morgen

    Bild

    :HAWhrend die Heilsarmee in der Schweiz auf eine langjhrige Geschich-

    te zurckblickt und ber ein solides Angebot verfgt, behauptet sich, in von Unruhen und Katastrophen heimgesuchten Regionen, eine flexible und dynamische Heilsarmee.

    als strenges Geheimnis zu handhaben. Wir gehen nicht zur Tat, zum Dienst ber, um unser Heil zu erwerben, sondern, um das schon frei erhaltene Heil anzuwenden. Das, wovon wir glauben, dass es wahr ist, wollen wir im Alltag anwenden. Dietrich Bonhoeffer hat es einfach aber klar zusam-mengefasst: Die einzig richtige Reaktion zum Wort, das Jesus von der Ewigkeit zu uns gebracht hat, ist, ihm zu gehorchen. In der Bergpredigt (Matthus 5-7) erinnern uns 15 von den 92 Versen an die Notwen-digkeit, Gottes Wort zu folgen und es in Taten umzusetzen.

    Von der Tat zum Leben: Jesus hat uns ver-sprochen: Ich bin gekommen, damit sie Leben in Flle haben (Johannes 10, 10). Diese Flle hat nichts mit guten Gefhlen zu tun. Es geht nicht darum, dass wir uns von nun an immer gut und wohl fhlen. Le-ben in Flle ist erreicht, wenn unser Glaube echt ist und unsere Taten die Werte des Knigreichs Gottes spiegeln. Dann sehen wir, wie Gott wirkt in unserem und im Leben von andern. Wir entdecken neue Mg-lichkeiten, unser Leben noch strker auf Jesus auszurichten und ein noch volleres irdisches Dasein zu entwickeln: Leben mit Vision.

    Kommissr Kurt Burger, [email protected]

    massiven Schden das starke Erdbeben und der Tsunami an Bewsserungsanla-gen und Gebuden angerichtet haben. Die gesamte Agrarwirtschaft der Region ist empfindlich geschwcht und in weiten Tei-len durch die atomare Strahlung aus dem beschdigten Atomkraftwerk von Fukushi-ma bedroht. Der Haupteinkommenszweig der betroffenen Landregionen ist damit langfristig gedrosselt.

    Die beschriebenen Herausforderungen verlangen eine Heilsarmee, die sich der lokalen Bedrfnisse annimmt und vom Vorteil einer globalen Vernetzung profitiert. In den vergangenen Wochen und Monaten

    hat sich immer wieder gezeigt, dass eine glokale Heilsarmee ihrer Rolle am besten gerecht wird.

    Martin Knzi, Abteilungsleiter Marketing und Kommunikation

    Fortsetzung: Wie geht es weiter?

    Global, lokal, glokal. Hier in Haiti.

  • 4 dialogMonatszeitschriftderHeilsarmeeMai2011

    Dossier Kmpfer an der Front

    Die radikale Liebe Gottes hatte William Booth auf die Strasse zu den rmsten der Armen getrieben. Wo steht die Heilsarmee in der Schweiz heute im Strassenkampf? Zwei Beispiele zeigen, die dienende Hal-tung, die viele Salutisten und Offiziere tglich leben.

    Helfen, aber richtig so weit gehen wir dabei

    In Lausanne verfgt die Heilsarmee ber ei-ne Betreuungsstelle mit Schlafpltzen La Marmotte. Fr 5 Franken bietet sie tglich ein Bett, ein Abendessen, ein Frhstck sowie Hygieneartikel fr 31 obdachlose Personen.

    Lausanne Obdach fr 31 PersonenFr die Nachtwchter sei es am schwie-rigsten zu bestimmen, wer hineindarf und wer nicht, erklrt uns Sara Hefhaf, Leiterin des Nachtwchterteams. Seit mehreren Monaten werden jeden Abend 6 bis 20 Personen abgewiesen, da es nicht genug Platz gibt. Frauen, Leute aus der Region und kranke Personen haben Prioritt, was manchmal zu Spannungen fhrt.