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Die Kasse stimmt - Grundlagen der Buchführung für kleine Vereine Im Auftrag für Omnibus – die Freiwilligenagentur Friedrich Pflüger Diplom-Ökonom Eschwege, 29.11.2016
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  • Die Kasse stimmt - Grundlagen der Buchfhrung fr kleine VereineIm Auftrag fr Omnibus die FreiwilligenagenturFriedrich PflgerDiplom-konomEschwege, 29.11.2016

  • Ziel des Seminars:

    Vermittlung von Grundlagen, die Sie als Kassiererinnen /Kassierer und weitere Vorstandsmitglieder fr die finanzielle Abwicklung im Verein bentigen

    Fehler vermeiden im Rahmen der auferlegten Pflichten in der Vorstandsarbeit Satzungskonform der Rechenschaftspflicht des Vorstandes gegenber den Mitgliedern zu gengen Beachtung von steuerrechtliche Vorschriften

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    Die Satzung enthlt Pflichten und Regelungen, an die der Vorstand und explizit die Kassenwarte gebunden sind:- Rechnungslegung

    Das Recht der Mitglieder (in der Mitgliederversammlung) Ausknfte aus der laufenden Geschftsttigkeit zu erhalten

    - Vorlegen des RechenschaftsberichtsDer Vorstand muss nach Ausfhrung von gefassten Beschlssen der Mitgliederversammlung Rechenschaft ablegen

    Daraus ergibt sich die Verpflichtung zur Fhrung von weiteren Aufzeichnungen.

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    Quelle: Wolfgang Pfeffer; Buchfhrung in gemeinntzigen Vereinen [www.vereinknowhow.e]; praesentation_buchfhrung_in_gemeinnuetzigen_vereinen ; Folie/Seite 14 ergnzt mit eigenen Anmerkungen

    Die Satzung regelt den Zweck Gemeinntzigkeit wird herausgestellt Die Satzung regelt den Zweck Fhrt zur Steuerpflicht(Krperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer) Einnahmen unter 35.000,- steuerbegnstigt, wenn die Mittelbeschaffung dem ideellen Zweck dient

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    Quelle: https://www.kpmg.com/DE/de/Documents/rechnungslegung-praxis-non-profit-organisationen-2012.pdf; Seite 15; Abbildung 1: Vier-Sphren-Modell des Gemeinntzigkeitsrechts ergnzt mit eigenen Anmerkungen ()

    Umlagen, Aufnahmegebhren, Zuschssen, Erbschaften

    Vermietung min. 6 Monate

    kurzfristige Vermietung bis 6 Monate

    Betreiben einer (Vereins-) Gaststtte aus Werbung,

    entgeltliche berlassung von Vereinsrumen Basare, Flohmrkte, sonstige Festivitten, und jegliche Einnahmen bei geselligen Veranstaltungen fr Mitglieder und Nichtmitglieder

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    Wann ist der Verein gemeinntzig? Abgabenordnung (AO) 52 Gemeinntzige Zwecke(1) Eine Krperschaft verfolgt gemeinntzige Zwecke, wenn ihre Ttigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder

    sittlichem Gebiet selbstlos zu frdern. Eine Frderung der Allgemeinheit ist nicht gegeben, wenn der Kreis der Personen, dem die Frderung zugutekommt, fest abgeschlossen ist, zum Beispiel Zugehrigkeit zu einer Familie oder zur Belegschaft eines Unternehmens, oder infolge seiner Abgrenzung, insbesondere nach rumlichen oder beruflichen Merkmalen, dauernd nur klein sein kann. Eine Frderung der Allgemeinheit liegt nicht allein deswegen vor, weil eine Krperschaft ihre Mittel einer Krperschaft des ffentlichen Rechts zufhrt.

    (2) (2) Unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 sind als Frderung der Allgemeinheit anzuerkennen: (z. B. die Frderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes, der Jugend- und Altenhilfe, des ffentlichen Gesundheitswesens, des Sports, Untersttzung hilfsbedrftiger Personen).Die Satzung muss dies klar in den ersten Paragraphen herausstellen!berprfung der Gemeinntzigkeit i.d. Regel alle drei Jahre durch das zustndige Finanzamt!

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    Die Satzung muss dies klar in den ersten Paragraphen seiner Satzung herausstellen.Satzung gem Mustersatzung berprfen!

    Abgabenordnung (AO) Anlage 1 zu 60Mustersatzung fr Vereine, Stiftungen, Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des ffentlichen Rechts, geistliche Genossenschaften und Kapitalgesellschaften

    1Der .............. (e. V.) mit Sitz in .............. Verfolgt ausschlielich und unmittelbar - gemeinntzige -mildttige - kirchliche - Zwecke (nicht verfolgte Zwecke streichen) im Sinne des Abschnitts "Steuerbegnstigte Zwecke des 52 der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist ..............

    2Der Verein ist selbstlos ttig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. ..

  • 1. Einfhrung (Rechts-) Grundlagen

    3Mittel des Vereins drfen nur fr die satzungsmigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. ..

    4Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Krperschaft fremd sind, oder durch unverhltnismig hohe Vergtungen begnstigt werden. .

    5Bei Auflsung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegnstigter Zwecke fllt das Vermgen der -die dem - das es (Krperschaft [z.B. Verein], etc. * ) unmittelbar und ausschlielich fr gemeinntzige, mildttige oder kirchliche Zwecke zu verwenden* an eine juristische Person des ffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegnstigte Krperschaft zwecks Verwendung fr

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Buchfhrung im Verein ist kein Selbstzweck- Abgabenordnung verpflichtet die gemeinntzigen Zwecken dienende Vereine zu Mindestaufzeichnungen:

    Ordnungsgemen Aufzeichnung aller Einnahmen und Ausgaben

    - Gemeinntzigkeitsrecht verpflichtet den Verein weiterhin zu dem Nachweis, dass die tatschliche Geschftsfhrung der Satzung entspricht, nach der der Verein die Vorteile in der Gemeinntzigkeit in Anspruch nehmen kann

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Aus der Satzung ergibt sich die Verpflichtung zur Fhrung von Aufzeichnungen:Aufzeichnungs-(Buchfhrungs-) pflicht- Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben (sachlich, chronologisch geordnete Zusammenstellung)- Vorlage der dazugehrigen Belege (Keine Buchung ohne Beleg)- Fhren eines Bestandsverzeichnisses (Auffhren aller Vermgensgegenstnde des Vereins)Zustzliche Nachweispflichten in Bezug auf die Gemeinntzigkeit- Einnahmen- und berschussrechnung getrennt nach steuerlich relevanten Bereichen- Zweckgebundene Mittelverwendung (Wofr sind Ausgaben gettigt worden?)- Zeitnahe Verwendung der Mittel (Das Geld muss zweckgebunden in der Periode ausgegeben werden!)

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Buchfhrung muss so beschaffen sein, - dass sie ohne Hinzuziehung eines sachverstndigen Dritten prfbar sind- innerhalb angemessener Zeit einen berblick ber die

    Geschftsvorflle und ber die Lage des Vereins vermitteln kann- dass sich die Geschftsvorflle in ihrer Entstehung und Abwicklung

    nachvollziehen lassen. [Ordnungsgeme, zeitnahe Dokumentation aller monetren Transaktionen (Kassen- und Bankbewegungen innerhalb des Wirtschafts-/Haushalts- bzw. Geschftsjahres i. d. Regel Kalenderjahr)]

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Begriffe / DefinitionenEinnahmen = ideeller Bereich: Mitgliedsbeitrge, Spenden, Zuschsse,Vermietung von Vereinsrumen (lnger als 6 Monate)

    Zweckbereich: Eintrittsgelder, Verkauf von Speisen und Getrnken, Warenverkauf etc., Werbe-einnahmen Auenstehender in Vereinszeitung, hufig wechselnde Vermietung von VereinsrumenAusgaben = ideeller Bereich: Raumkosten, Entgelte fr bungsleiter, Beitrge an Verbnde, Verwaltungskosten (Brobedarf, Porto), Kosten der Mitgliederbetreuung, Kauf von Sport-gerten, Noten, Instrumente

    Zweckbereich: Werbekosten, Einkauf von Speisen und Getrnken, Wareneinkauf, Mieten, Pachten, Gehlter

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Begriffe / Definitionen

    Einzahlungen = Bareinzahlungen auf dem Bankkonto (Bar, Geldautomat)Bareinzahlung in Kasse (~Wechselgeld)Bareinnahmen (Eintrittsgelder, Verkauf von Waren, etc.)

    Auszahlungen = Barauszahlungen von dem Bankkonto (Barabhebung Schalter, Geldautomat)Barauszahlungen aus der Kasse (Rckzahlung Wechselgeld, Einzahlung auf Bankkonto)Barzahlung von z. B. Einkufen von Waren, sonstiger Aufwendungen

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Kassenbuch vom bis Seite 1Whrung

    EURDatum Beleg Vorgang Einnahmen Ausgaben KassenbestandNr. Brutto Brutto

    --------- bertrag Vormonat: ---------------------- ----------------------0,000,000,000,000,000,000,000,000,00

    Summe 0,00 0,00 0,00- Ausgaben 0,00

    = Kassenbestand 0,00

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    monatlich jhrlichQuelle: entnommen aus Vortrag von Iris Sttzer; Grundlagen der Buchhaltung fr kleine Vereine

  • 2. Die ordnungsgeme Vereinsbuchhaltung

    Kassenbuch des Vereins: Geschftsjahr:BERTRAG aus dem Vorjahr 1.578,23 45,50 \ \ \ \ \ \ \ \ \

    Belege Bank Barkasse Ideeller Bereich Vermgensverwalt. Zweckbetrieb WirtschaftsbetriebDatum Text Beleg Konto Betrag Ein Aus Ein Aus Ein Aus Ein Aus Ein Aus Ein Aus

    12.03.08 Beitrag Mller 001 110 80,00 80,00 80,00 14.03.08 Fublle 002 200 120,00 120,00 120,00 14.03.08 L-Honorar Schulze 003 120 115,00 115,00 115,00 17.03.08 Druck Eintrittskarten 004 220 400,00 400,00 400,00 18.03.08 Verkauf Eintrittskarten 005 221 1.245,00 1.245,00 1.245,00 18.03.08 Einkauf Getrnke 006 230 624,36 624,36 624,36 20.03.08 Beitrag Lehmann 007 110 110,00 110,00 110,00 21.03.08 Verbandsbeitrag 008 111 1.586,00 1.586,00 1.586,00 21.03.08 Beitrag Peters 009 110 100,00 100,00 100,00 21.03.08 Beitrag Baumann 010 110 130,00 130,00 130,00 22.03.08 Einkauf Getrnke 011 230 526,32 526,32 526,32 23.03.08 Telefonkosten 012 150 798,65 798,65 798,65 24.03.08 Beitrag Werner 013 110 100,00 100,00 100,00 25.03.08 Verkauf Speisen u. Getrnke 014 231 1.589,11 1.589,11 1.589,11 27.03.08 Kasse - Bank 015 100 1.589,11 1.589,11 1.589,11 28.03.08 Sponsoreinnahmen 016 250 5.000,00 5.000,00 5.000,00 10.04.08 Startgelder Bank - Kasse 017 130 460,00 460,00 460,00 12.04.08 Startgelder Wettkampf 018 130 460,00 460,00 460,00 18.04.08 Anschaffung PC 019 151 799,00 799,00 799,00

    Summe: 7.009,11 4.909,33 3.394,11 2.569,11 520,00 3.418,65 0,00 0,00 1.245,00 860,00 6.589,11 1.150,68 Bank KasseBestand: 2.099,78 825,00 Gesamt: 2.924,78

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/kassenbuch/

  • 3. Der Jahresabschluss

    Einnahmen- / berschuss Rechnung

    Summe der Einnahmen ideeller Bereich./. Summe der Ausgaben ideeller Bereich= berschuss (+) / Verlust ideeller Bereich

    Summe der Einnahmen Zweckbereich./. Summe der Ausgaben Zweckbereich= berschuss (+) / Verlust Zweckbereich (Geschftsbetrieb)

  • 3. Der Jahresabschluss

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/jahresabschluss/

    Zur stndigen KontrolleEinnahmen Ausgaben Saldo

    53.495,55 46.925,93 6.569,62

    Jahresabschluss des Vereins: FC Runder BallGeschftsjahr: 2012

    bertrag: 12.886,81

    Ideeller Bereich (steuerfrei) Einnahmen AusgabenMitgliedsbeitrge 34.650,00Aufnahmegebhren 2.680,00UmlagenErsatzleistungen (z.B. fr Arbeitsstunden)Spenden 4.369,12SchenkungenErbschaftenFrdermittel / Zuschsse 2.945,23Sonstige Einnahmen

    Sportgerte 12.563,99Startgelder 1.650,00Wettkampfkosten 2.578,32Reise- und Aufenthaltskosten 1.212,47WettkampfverpflegungLhne / GehlterBerufsgenossenschaftHonorare fr bungsleiter 15.841,88Auslagen und AufwandsentschdigungenKosten Arzt, Sanitter usw.Verbandsbeitrge 5.320,00Betriebskosten fr die SportanlageVerwaltungskosten 568,41VersicherungenVereinsjubilen (keine gesell. Veranstaltungen) 200,00Kosten fr Vereinszeitung (ohne Werbung)Renovierung / InstandhaltungInvestitionenSchuldzinsen / TilgungenSonstige Ausgaben

    Ergebnis 44.644,35 39.935,07

    Jahresabschluss (E-Rechnung)

  • 3. Der Jahresabschluss

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/jahresabschluss/

    Zur stndigen KontrolleEinnahmen Ausgaben Saldo

    53.495,55 46.925,93 6.569,62 Vermgensverwaltung Einnahmen Ausgaben

    Zinsertrge / DividendenMieten / Pachten (langfristig)Vergabe v. Rechten (Werbung / Sponsoring)

    Neubauten / Reparaturen / InstandhaltungenKontofhrungsgebhren

    Ergebnis 0,00 0,00

    Jahresabschluss (E-Rechnung)

  • 3. Der Jahresabschluss

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/jahresabschluss/

    Zur stndigen KontrolleEinnahmen Ausgaben Saldo

    53.495,55 46.925,93 6.569,62 Zweckbetrieb Einnahmen Ausgaben

    EintrittsgelderStartgelder 852,00Sportkurse 2.536,00MeldegebhrenTeilnehmerbeitrge fr SportreisenSteggebhren (Bootsliegepltze)Tombola/LotterieSonstige Einnahmen

    SportveranstaltungenSportgerte 270,99bungsleiterhonorare (Kurse) 2.500,00Instandhaltungen / ReparaturenVerwaltungskostenSonstige Ausgaben

    Ergebnis 3.388,00 2.770,99

    Jahresabschluss (E-Rechnung)

  • 3. Der Jahresabschluss

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/jahresabschluss/

    Zur stndigen KontrolleEinnahmen Ausgaben Saldo

    53.495,55 46.925,93 6.569,62

    Wirtschaftlicher Geschftsbetrieb Einnahmen AusgabenKurzfristige Verpachtung / VermietungVerkauf von WarenVerkauf von Speisen und Getrnken 5.463,20Gesellige VeranstaltungenWerbung / Sponsoring (in Eigenregie)Sonstige Einnahmen

    Neubau / Anschaffungen / Reparaturen 564,99Wareneinkauf 3.654,88Saalmiete fr gesell. VeranstaltungenMusik / Knstler usw.AusschmckungVerwaltungskostenBezahlte SportlerSonstige Ausgaben

    Ergebnis 5.463,20 4.219,87

    Jahresabschluss (E-Rechnung)

  • 3.Der Jahresabschluss

    Quelle: http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/jahresabschluss/

    Zur stndigen KontrolleEinnahmen Ausgaben Saldo

    53.495,55 46.925,93 6.569,62 Einnahmen AusgabenVereinsergebnis 53.495,55 46.925,93Saldo 6.569,62

    Bestand per 31.12. d. J. Barkasse:Konto: 19.456,43

    Im Kontostand enthalten sind:

    A) Betriebsmittelrcklagen 2.500,00

    B) Zweckgebundene Rcklagen1. Vereinsbus 6.000,002.

    Die Umsatzsteuer wurde nicht bercksichtigt. Die meisten Vereine knnen mit Bruttobetrgen arbeiten, da sie nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Vereine, die jedoch steuerpflichtige Umstze (ber 17.500 EUR) erzielen oder sie haben optiert, tragen die jeweiligen Nettobetrge ein und mssen die gezahlte sowie erstattete Umsatzsteuer in den entsprechenden Bereichen gesondert auffhren. Dazu mssten neue Zeilen angelegt werden.

    Jahresabschluss (E-Rechnung)

  • Schema eines Kassenprfungsberichtes Namen der Kassenprfer .................................................................................................... Prfungszeitraum: ...........................................

    Prfungsfeststellungen: - Die Anfangs-Vermgensstnde sind in der Buchfhrung nicht/richtig vorgetragen. - Der stichprobenweise Vergleich der Buchungen mit den Belegen ergab folgende/keine Beanstandungen - Die unbaren Geldbestnde der Buchfhrung zum Ende der Rechnungsperiode sind nicht/vollstndig durch Bankauszge nachgewiesen. - Zum ......... im Kassenbuch ausgewiesene Barbestand wurde uns heute durch den Schatzmeister nicht/vollstndig in bar vorgezhlt. - Folgende Mngel wurden festgestellt: ...................................... Die Kassenprfer schlagen der Mitgliederversammlung die Entlastung/Nichtentlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes vor.

    Ort. Datum Unterschriften Kassenprfer

    Quelle: [Entnommen von] http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/kassenpruefung/

    3. Der Jahresabschluss

  • Kassenprfungsbericht Antrag auf Entlastung des VorstandesDas Ergebnis der Prfung kann, wenn sich keine Beanstandungen ergeben haben (was die Regel sein sollte), auch kurz mit folgendenWorten zusammengefasst werden: "Der Jahresabschluss per ............... wurde von den Kassenprfern ............... und ............... am ............... geprft. Am ............... erfolgte eine stichprobenartige Prfung der Buchfhrung in den Rumen der Geschftsstelle des Vereins. Auskunft haben bereitwillig erteilt ........................................... Die Belege der Buchfhrung werden bersichtlich aufbewahrt. Die Prfung der Buchungen ergab keine Beanstandungen. Die Buchfhrung und der Jahresabschluss entsprechen daher nach dem Ergebnis unserer pflichtgemen Prfung den Vorschriften der Vereinssatzung" Da die Mitgliederversammlung nur ber ausdrckliche Antrge, nicht aber ber bloe Empfehlungen abstimmen kann, empfiehlt es sich, dass die Kassenprfer bei entsprechendem Ergebnis der Prfung die Entlastung des Vorstandes nicht lediglich empfehlen, sondern ausdrcklich beantragen. Dieser Antrag ist dann ins Protokoll aufzunehmen. Sodann kann der Vorsitzende oder der jeweilige Versammlungsleiter sogleich abstimmen lassen.

    Quelle: [Entnommen von] http://www.lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/13-finanzen-buchfuehrung/kassenpruefung/

    3. Der Jahresabschluss

  • 1. Grndung des Vereins- Anmeldung mit Vordruck KSt-GU 2a, Kopien der Satzung und des Grndungsprotokolls sowie eine bersicht mit Namen, Geburtsdaten und Anschriften der Vorstandsmitglieder- Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (2015FsEVER101NET)2. nderungen mssen innerhalb eines Monats dem Finanzamt mitgeteilt werden (z.B. Zusammensetzung des Vorstandes, Sitz, Ort der Geschftsleitung, Auflsung des Vereins, Satzungsnderungen, nderung der Besteuerungsgrundlagen3. Abgabepflicht von Steuererklrungen (temporr)- Einnahmeberschussrechnung (ER) jhrlich

    - Krperschaftsteuer - Gem 1 Erklrung [Nachweis der Gemeinntzigkeit] Freistellung erfolgt i.d.R. fr 3 Jahre- KSt 1 B [Erklrung der Einknfte]) jhrlich- Umsatzsteuererklrung (Abgabe seit 01.01.2011 nur noch online, auf Antrag zur Vermeidung von unbilligen Hrten mglich) jhrlich steuerpflichtige Umstze ber 17.500,-

    4. Meldungen an das Finanzamt

  • Zuwendungen in Form von1. Geldspenden2. SachspendenWas ist eine Spende?- Freiwilliges Vermgensopfer- Unentgeltlich (keine Gegenseitigkeit, kein Leistungsaustausch)- Geldbetrag tatschlich geflossen, Gegenstand bei Sachspende auch bereignet- Gilt nur fr den gemeinntzigen Bereich (ideeller Bereich, Zweckbetrieb)Spendenbescheinigungen sind 6 Jahre aufzubewahren!

    5. Ausstellen ordnungsgemer Zuwendungsbescheinigungen

  • Zuwendungen in Form von1. Geldspenden

    - Hingabe von Geld (Bar)- berweisung/ Bankeinzug (unbar) Gutschrift auf Bankkonto des/der Begnstigten (Verein, Organisation)- Hhe ist unbegrenzt- Aufwands-/Rckspende: Verzicht auf Aufwandsersatz oder Vergtung (Honorar)2. Sachspenden

    - berlassung von neuen oder gebrauchten Gegenstnden (mit dem gemeinen Wert=Verkehrswert)- aus Privat- oder BetriebsvermgenSache ist neu Nachweis anhand der EinkaufsrechnungSache ist gebraucht vorsichtige Schtzung, Vergleichswert, Gutachten eines Sachverstndigen)>> somit eher kompliziert in der Abwicklung u. U. haftungstrchtig und damit nicht unbedingt zu empfehlen

    5. Ausstellen ordnungsgemer Zuwendungsbescheinigungen

  • Was ist bei Zuwendungen noch zu beachten?"Wer vorstzlich oder grob fahrlssig eine unrichtige Zuwendungsbesttigung erstellt oder veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Zuwendungsbesttigung angegebenen steuerbegnstigten Zwecken verwendet werden, haftet fr die entgangene Steuer ( 10b Absatz 4 EStG, 9 Absatz 3 KStG, 9 Nummer 5 GewStG). Diese Besttigung wird nicht als Nachweis fr die steuerliche Bercksichtigung der Zuwendung anerkannt, wenn das Datum der vorlufigen Bescheinigung lnger als 3 Jahre seit Ausstellung der Besttigung zurckliegt (BMF vom 15.12.1994 -BStBl I Seite 884).

    52 AO (Abgabenordnung) Abs. 2 regelt das Spenden und Beitrge nur an bestimmte Einrichtungen bzw. Organisationen anerkannt werden

    5. Ausstellen ordnungsgemer Zuwendungsbescheinigungen

  • 5. Ausstellen ordnungsgemer Zuwendungsbescheinigungen

    Fr Spenden bis 200 (100 bis 31.12.2006) an einen gemeinntzigen Verein ist ein vereinfachter Spendennachweis zulssig, wobei der Spender seine Spende wie folgt nachzuweisen hat:durch einen Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbesttigung der BankAus der Buchungsbesttigung mssen Name und Kontonummer des Auftraggebers und Empfngers, der Betrag und der Buchungstag ersichtlich sein. Abgestempelte Durchschriften eines berweisungsbelegs werden lt. > OFD Stuttgart < vom Finanzamt nicht als Buchungsbesttigung anerkannt. Der Spender hat den Nachweis durch einen Kontoauszug erbringen. In den Fllen, in denen der Spender kein Konto bei der betreffenden Bank unterhlt, gengt weiterhin der Bareinzahlungsbeleg der Bank mit dem Aufdruck "Zahlung erfolgt".zustzlich durch einen vom Verein erstellten Beleg,auf dem der steuerbegnstigte Zweck, die Angabe ber die Krperschaftsteuerbefreiung des Empfngers und die Angabe, ob es sich um eine Spende oder um einen ggf. nicht begnstigten Mitgliedsbeitrag handelt, aufgedruckt sind.

  • Weitere Fragen zu ?

    Vielen Dank fr Ihre Aufmerksamkeit!

    6. Klren von Fragen

    Die Kasse stimmt - Grundlagen der Buchfhrung fr kleine Vereine / Friedrich Pflger / 29.11.2016