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  • KEIMZUMPE (Bryophyllum calycinum)

    Wirkung: Aufgrund ihrer angst-, krampf- und spannungslösenden und beruhigenden Wir- kung auch pfl anzliches Valium genannt Symptome: Ängste, Unruhe, Schlafstörun- gen, Erschöpfung und psychosomatische Störungen, prämenstruelles Syndrom (PMS). Anwendung: Bei Nervosität, Ängsten und Schlafstörungen als Urtinktur oder Pulver. Dosierung: 1 bis 4 Mal täglich 10 Tropfen oder 2 Messerspitzen Pulver - bei Bedarf auch mehr.

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    SCHWARZES BILSENKRAUT (Hyoscyamus niger)

    Wirkung: Eine der giftigsten Pfl anzen über- haupt und gleichzeitig eine seit uralten Zeiten geschätzte Heilpfl anze. Die Hexen des Mittel- alters benutzten sie wegen ihrer halluzino- genen Wirkung als Rauschmittel. Als Medizin wirkt sie schmerzlindernd, entkrampfend und sogar narkotisierend. Symptome: Einschlafstörungen, Angst und Erregungszustände, Herzrasen, krampfar- tige Bauchschmerzen, Darmentzündungen, Krampf- und Reizhusten sowie Hexenschuss. Anwendung: Nur als Fertigarznei! Sehr gif- tig! Einsatz üblicherweise homöopathisch, z. B. in der Potenz D6. Bei Angstzuständen, Nervosität, Darmentzündung, Krampfhusten 3 bis 4 Mal täglich 10-15 Globuli.

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    Die Top 12 der Heilpfl anzen

    Sehr giftig

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  • Brennessel, verkanntes Kräutlein, Dich muß ich preisen, Dein herrlich Grün in bester Form baut Eisen, Kalk, Kali, Phosphor, alle hohen Werte, Entsprießend aus dem Schoß der Mutter Erde.

    (Dr. Heinrich Hoffmann)

    BRENNNESSELN (Urtica dioica und Urtica urens)

    Wirkung: Durchspülung der Harnwege, blut- reinigend, schmerzstillend. Enthält zahlrei- che Spurenelemente und Mineralstoffe (vor allem Eisen). Symptome: Lindernd bei Rheuma, Arthrose, Blasenentzündungen, Hauterkrankungen, Ekzemen, Verbrennungen und Myomen. Anwendung: Aus Brennnesselkraut wird ein Tee angesetzt. Dafür nimmt man 2 Teelöffel Blätter oder Kraut auf 1 Tasse. Mit kochen- dem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen täglich trinken.

    JOHANNISKRAUT (Hypericum perforatum)

    Wirkung: Enthält Hypericine, Hyperfo- rine, Terpene, Flavonoide und Bifl avo- ne. Wirkt beruhigend und antidepres- siv. Symptome: Johanniskraut hilft bei Depressionen, hilft aber auch bei Ner- venschädigungen, Blasenschwäche, Sonnenallergie und Verbrennungen. Anwendung: Johanniskrauttee wird vor allem bei Unruhe, Angst und leichten depressiven Verstimmun- gen eingesetzt. Dafür einen Teelöffel Kraut mit 1 Tasse kochendem Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Morgens und abends 1-2 Tassen trinken.

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  • Die Primel Nimmer will ich höher streben,denn ich lieb mein schlichtes Kleid. Glaub, das höchste Glück im Leben liegt in der Zufriedenheit

    (Rainer Maria Rilke)

    SCHLÜSSELBLUME (Primula veris)

    Wirkung: Die Primel wirkt entkrampfend und schleimlösend. Sie enthält auch Salicylsäu- reverbindungen (Aspirin) und hat daher auch eine schmerzstillende Wirkung. Achtung: Pfl anze steht unter Naturschutz! Symptome: Muskelerkrankungen, Band- scheibenvorfall, Rheuma und Gicht, akute Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Depres- sive Verstimmungen. Anwendung: Bei Atemwegsinfekten als Tee. Dafür ¼ Teelöffel Primelwurzel mit 1 Tasse kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 5 Mi- nuten ziehen lassen, danach abseihen. Alle 2 bis 3 Stunden 1 Tasse trinken.

    AUGENTROST (Euphrasia rostkoviana)

    Wirkung: Enthält Glykoside, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe, die entzün- dungshemmend und adstringierend (zusam- menziehend) wirken und Schwellungen ab- klingen lassen. Symptome: Wie der Name schon sagt, wird der Augentrost bei überlasteten, müden Au- gen, Bindehautentzündung, Schwellungen der Augenlider und Gerstenkorn eingesetzt. Anwendung: Man verwendet in der Regel homöopathische Euphrasia Augentropfen in den Potenzen D2, D3 und D7. Davon 3 bis 4 Mal täglich 1-2 Tropfen in den Bindehautsack träufeln. Immer beide Augen behandeln, auch wenn nur eines entzündet ist.

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  • FARNE z.B. Hirschzungenfarn (Asplenium scolo- pendrium) und Tüpfelfarn (Polypodiumvul- gare)

    Wirkung: Antibakteriell aufgrund ent- haltener Giftstoffe, wirken auch bei Darmerkrankungen lähmend auf ver- schiedene Wurmarten und regulieren die Verdauung. Symptome: Erkrankungen des Verdau- ungstrats wie Durchfall, Sodbrennen, Reizdarmsyndrom, ferner Tinnitus und Innenohrstörungen. Anwendung: Farne sind giftig und soll- ten daher nur als Fertigarzneimittel verwendet werden, z. B. in Tabletten- form. Bei Verdauungsstörungen und Darmbeschwerden 3 bis 4 Mal täglich Farntabletten, angereichert mit Weiden- blättern, einnehmen.

    BLAUER EISENHUT (Aconitum napellus)

    Wirkung: Eine gefährliche Giftpfl anze, die mit großer Vorsicht gehandhabt werden muss. Schon Hautkontakt kann Lähmungen verursachen. Aconitum wirkt schmerz- lindemd, fi ebersenkend und beruhigend. Symptome: Alle Krankheiten, die mit Herzklopfen, akutem Fieber und kribbelnden Schmerzen einhergehen, z. B. Grippe, Angst, Unruhe sowie Neuralgien. Anwendung: Wegen der Giftigkeit nur homöopathisch als Fertigarznei verwenden! Bei akuten Erkrankungen 15 Globuli Aconitum D6 alle 1-2 Stunden. Bei Kreislaufbe- schwerden verwendet man meist die Potenz D12, bei Angst und Unruhe D30 1 Mal täglich.

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    Die Hirschzunge ist warm und hilft der Leber und der Lunge und den schmerzenden Eingeweiden.

    (Hildegard von Bingen)

    Sehr giftig

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  • Arnika ist nicht mit Gold zu bezahlen.

    (Sebastian Kneipp)

    KALMUS (Acorus calamus)

    Wirkung: Die Wasserpfl anze enthält ihre Wirkstoffe hauptsächlich im Wurzelstock, der reich an Schleim- und Bitterstoffen ist. Sie wirkt schleimlösend, entkrampfend so- wie verdauungsfördernd. Symptome: Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen, Darmträgheit, Appetitlosigkeit. Anwendung: Kalmuswurzeltee wird im Kaltan- satz hergestellt. Etwa 2 Teelöffel Kalmus- wurzel über Nacht in ½ Liter kaltem Wasser stehen lassen und morgens abseihen. Menge über den Tag verteilt trinken.

    BERGWOHLVERLEIH (Arnica montana)

    Wirkung: Enthält ätherische Öle und Flavo- noide, die entzündungungshemmend wirken und die Wundheilung fördern. Kieselsäure wirkt positiv auf das Gewebe und den Bewe- gungsapparat. Symptome: Sportverletzungen, Zerrungen, Prellungen, Knochenbrüche, Sehnenabris- sen, Rheuma und Durchblutungsstörungen. Anwendung: Arnika wird hauptsächlich als Salbe eingesetzt. Bei rheumatischen Be- schwerden, Zerrungen und Verletzungen 30prozentige Arnikasalbe in die Haut einrei- ben (nicht auf offene Wunden geben). Anwen- dung 1 bis 3 Mal täglich 1-5 Zentimeter Salbe.

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  • SILBERWEIDE (Salix alba)

    Wirkstoff: Der Hauptwirkstoff der Silberwei- de ist Salicin, ein natürliches Schmerzmittel, das heute – industriell gefertigt – als Aspirin bekannt ist. Salicylsäure wirkt außerdem an- tirheumatisch, fi ebersenkend und entzün- dungshemmend. Symptome: Schmerzen, Fieber, Rheuma und Gelenkbeschwerden, Erschöpfungszustände, Stress und Verdauungsstörungen. Anwendung: Ein Tee aus Weidenrinde kann zur Fiebersenkung und Linderung von Erkäl- tungsbeschwerden eingesetzt werden. Dazu 1 Teelöffel Weidenrinde mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen. Nach 20 Minuten absei- hen. 3-5 Tassen täglich trinken.

    ESELSDISTEL (Onopordum acanthium)

    Wirkung: Die Pfl anze enthält Bitterstoffe, Flavonoide und Cumarine. Sie kräftigen das Herz, haben positiven Einfl uss auf Blutdruck, Herz- beschwerden, Herzschwäche und Stress. Symptome: Herzrhythmusstörungen, nervöse Herzbeschwerden und Durchblutungsstörungen (kalte Hände). Anwendung: Bei vegetativen Störungen besonders wirkungsvoll in Kombination mit Schlüsselblume und Bilsenkraut (bitte nur als Fer- tigarznei verwenden). Dosierung: 3 bis 4 Mal täglich 15-20 Tropfen.

    12 WICHTIGER HINWEIS: Auch „Kräuter“ sind ernstzu- nehmende Arzneien, die nur dann ihre heilsame Wirkung entfalten können, wenn sie verantwortungsvoll einge- setzt werden. Konsultieren Sie also bitte vor der Einnah- me von Kräuterarzneien auf jeden Fall einen Arzt, Heil- praktiker oder Apotheker.

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