Die ZFV-Unternehmungen konnten 2008 Umsatz ... ... 4 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008 Wenn...

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  • Die ZFV-Unternehmungen konnten 2008 Umsatz, Unternehmensergebnis und Cashflow gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. Der Umsatz nahm um 6,2 Prozent auf 162,0 Millionen Franken zu, das Unternehmensergebnis stieg um 2,5 Prozent auf 19,7 Millionen Franken, und auch der Cashflow erhöhte sich um 200 000 Franken auf 18,8 Millionen Franken. Das Unter- nehmen beschäftigt 1783 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Jahresbericht 2008

  • 1Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008

    Jahresrückblick Krise als Chance nutzen!

    Zunahme von Umsatz und Gewinn

    Jahresrechnung Konsolidierte Bilanz der ZFV-Unternehmungen

    Konsolidierte Erfolgsrechnung der ZFV-Unternehmungen

    Anhang (Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze)

    Bericht der Revisionsstelle

    Anhang Organe

    Mitglieder der Genossenschaft

    Betriebe der ZFV-Unternehmungen

    2

    6

    38

    39

    40

    42

    44

    45

    46

  • 2 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008

    Die Veränderungen und Probleme, die in der ersten Hälfte des Jahres 2008 als

    Folge des Immobilienzusammenbruchs in den USA im Bankensektor aufgetreten

    sind, verschärften sich im Laufe des Jahres beträchtlich und weiteten sich zu einer

    globalen Wirtschaftskrise aus. Was für unmöglich gehalten wurde, ist Realität ge-

    worden: Viele Grossbanken, die ehedem vor Kraft strotzten, standen unversehens

    am Rande des Ruins und konnten nur dank Geldspritzen des Staates in «Milliarden-

    höhe» gerettet werden. In der Folge schlitterten die wichtigsten Volks wirtschaften

    in eine Rezession. Auch die Schweiz blieb nicht verschont.

    Je nach Branche machten sich die negativen Folgen des Abschwungs früher oder

    später und unterschiedlich stark bemerkbar. Für die ZFV-Unternehmungen, die

    in der Gastronomie und Hotellerie Beziehungen zu verschiedenen Branchen wie

    auch zu in- und ausländischen Gästen unterhalten, war 2008 ein weiteres Jahr

    auf dem Wachstumspfad: Umsatz und Gewinn nahmen gegenüber dem Vorjahr

    zu, und für die Sorell Hotels war es das beste Jahr überhaupt. Diese erfreuliche

    Tatsache darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf das Jahresende

    hin da und dort Bremsspuren sichtbar wurden. Neben dem Abbau von Arbeits-

    kräften und der Einführung von Kurzarbeit mit negativen Auswirkungen auf die

    betroffenen Personalrestaurants war auch eine zunehmende Zurückhaltung im

    Cateringbereich und bei den Weihnachtsanlässen spürbar. Dies sind Vorboten für

    Entwicklungen, die im kommenden Jahr voraussichtlich noch stärker zum Tragen

    kommen werden.

    So stellen sich an der Jahreswende 2008/09 vor allem zwei Fragen: 1. Wie robust

    ist die schweizerische Wirtschaft? 2. Wie verhalten sich die ZFV-Unternehmungen

    im veränderten wirtschaftlichen Umfeld?

    Zunächst geht es um die Einschätzung der Wirtschaftslage, von der die ZFV-Un-

    ternehmungen ganz direkt betroffen sind, ohne sie allerdings selber beeinflus-

    sen zu können. Eindeutig ist, dass die aktuelle Krise die schwerste der Nach-

    kriegszeit ist. Im Vergleich zu früheren Krisen wie beispielsweise der Depression

    der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts befindet sich die schweizerische

    Wirtschaft heute jedoch in einer viel robusteren Verfassung – in Bezug auf die

    Wirtschaftskraft des Grossteils der Unternehmen, in Bezug auf den durchschnitt-

    lichen Lebensstandard der Bevölkerung sowie auch in Bezug auf die Beschäfti-

    gungslage. Eine Durststrecke kann heute besser überstanden werden als früher.

    2008 war für die ZFV-Unternehmungen ein weiteres Jahr auf dem Wachstumspfad: Umsatz und Gewinn nahmen gegenüber dem Vorjahr zu, und für die Sorell Hotels war es das beste Jahr überhaupt. Diese erfreuliche Tatsache darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf das Jahresende hin da und dort Bremsspuren sichtbar wurden.

    Krise als Chance nutzen!

  • 3Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008

    Hinzu kommt, dass der Staat willens und in der Lage ist, zur Aufrechterhaltung

    des Wirtschaftssystems notleidenden Schlüsselunternehmen unter die Arme zu

    greifen und Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zu treffen. Die grösste

    Unsicherheit ist die Abhängigkeit unseres Landes von der Weltwirtschaft, deren

    weitere Verschlechterung auch die Schweiz noch stärker in Mitleidenschaft zie-

    hen könnte. Wie das Jahr 2009 jedoch tatsächlich sein wird, steht noch in den

    Sternen. Trotz allem sind wir zuversichtlich, sind doch die ZFV-Unternehmungen

    in einem Bereich tätig, der überlebenswichtig ist: «Gegessen wird immer!»

    Mit diesem Grundton der Zuversicht gehen wir die zweite Frage nach dem Verhal-

    ten der ZFV-Unternehmungen im veränderten wirtschaftlichen Umfeld an. Sie ist

    deshalb von grösserer Relevanz, weil wir hier das Steuer in den eigenen Händen

    halten. Das Wichtigste ist unsere Haltung, die nach innen und nach aussen

    strahlt: «Ist ein halbes Glas Wasser halb voll oder halb leer?» Es ist halb voll und

    wird bald ganz gefüllt sein! Wer mit dieser Haltung die heutigen Probleme an-

    packt, wird so lange nicht locker lassen, bis eine akzeptable Lösung gefunden ist.

    Lösungen gibt es immer, auch in wirtschaftlich schwierigstem Umfeld!

    Positives Denken allein genügt jedoch nicht. Wer – in schwierigem Umfeld –

    erfolg reich sein will, muss zusätzlich drei Maximen erfüllen:

    Erstens: konsequentes und rasches Handeln Wenn die Umsätze ausbleiben – weil es weniger Gäste hat oder weil die Gäste

    weniger ausgeben –, gilt es, die Kosten entsprechend zu senken. Dies muss

    zügig, aber auch so dosiert erfolgen, dass das anvisierte Ziel erreicht wird, ohne

    allzu grosse «Flurschäden» zu verursachen. Dies erfordert, dass auch unange-

    nehme Massnahmen getroffen werden müssen, nach dem Motto: «Man kann

    den Pelz nicht waschen, ohne ihn nass zu machen.»

    Zweitens: Chancen und Möglichkeiten erkennen Wenn Geschäftsbereiche vorübergehend oder dauerhaft einbrechen – weil die

    Nachfrage zurückgeht oder weil Firmen ihre Personalrestaurants aufgeben –,

    müssen neue Tätigkeitsgebiete eröffnet oder geschaffen werden. Zentraler Punkt

    ist die Marktnähe: Wir müssen subtil ausloten, was unsere Gäste und unsere

    Auftraggeber wollen und wo sie der Schuh drückt. Dort müssen wir einhaken und

    ihnen massgeschneiderte Lösungen anbieten. Da ist es bestimmt von Vorteil,

    wenn die «Kriegskasse» gefüllt ist.

    Drittens: Finanzierung mit eigenen Mitteln Wenn die Finanzierung aus selbst erarbeiteten Mitteln geschieht, schränkt dies

    zwar die Wachstumsmöglichkeiten ein, führt jedoch zur notwendigen Unabhän-

    gigkeit und bietet Gewähr, Durststrecken besser überstehen zu können. Beson-

    ders in Zeiten übersteigerter Wachstumseuphorie war es nicht immer einfach,

    sich die nötige Selbstbeschränkung aufzuerlegen. Sie hat sich in unserem Fall

    jedoch gelohnt und als segensreich erwiesen.

  • 4 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008

    Wenn diese drei Maximen im Alltag befolgt werden, ist es möglich, in jeder Situa-

    tion – wie schlecht sie auch ist – erfolgreich zu sein. Dies bestätigt der Blick in

    die reale Wirtschaft. Auch in hoffnungslosen Zeiten ist es kreativen und innova-

    tiven Unternehmen immer wieder gelungen, eine Marktnische zu finden und ihr

    Geschäft zum Blühen zu bringen – dank ihrem entschlossenen Handeln, dank

    ihrer Vorstellungskraft, aber auch dank dem Quentchen Glück, das dem Tüchtigen

    gebührt.

    Dr. Regula Pfister, Präsidentin des Verwaltungsrates

  • 6 Jahresbericht ZFV-Unternehmungen 2008

    ZFV-Unternehmungen weiterhin auf Wachstums- und Erfolgskurs

    Insgesamt haben sich die ZFV-Unternehmungen im Geschäftsjahr 2008 erfolgreich

    weiterentwickelt, obschon es neben Hochs auch vereinzelte Tiefs zu vermelden gibt.

    Der Wachstumskurs konnte fortgesetzt werden: Umsatz und Gewinn haben erneut

    zugenommen.

    Der konsolidierte Gesamtumsatz (inkl. Liegenschaften) der ZFV-Unternehmungen

    nahm im Berichtsjahr auf 162,0 Millionen Franken zu. Das entspricht einer Erhö-

    hung um 9,4 Millionen Franken oder 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits

    zum zweiten Mal ist der unternehmensinterne Umsatz von 5,4 Millionen Franken

    herauskonsolidiert worden.

    Mit 9,3 Millionen Franken verzeichnete der Gastronomieumsatz eine Zunahme um

    6,3 Prozent auf 156,7 Millionen Franken. Massgeblich dazu beigetragen haben die

    sieben 2007 dazugekommenen Betriebe, die im Berichtsjahr erstmals voll zu Buche

    schlugen, sowie die sechs neuen Betriebe des Jahres 2008:

    Januar Neueröffnung des Personalrestaurants SBB «Wylerpark» in Bern

    Februar Neueröffnung des Restaurants «Mishio» in Chur

    März Übernahme des Hotels «Krone» in Winterthur

    Oktober Übernahme des Personalrestaurants der Dow Europe GmbH

    in Horgen

    November Neueröffnung des Restaurants «Galerie des Alpes»

    im Parlamentsgebäude in Bern

    Dezember Neueröffnung des Personalrestaurants «Riverside»

    der Werthenstein Chemie AG in Schachen LU

    Drei Betriebe wurden im Berichtsjahr aufgegeben: