Düngung im Freilandgemüsebau - igzev.de · PDF file2 Autoren Carmen Feller1,...

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    Dngung im Freilandgemsebau

    3. berarbeitete Auflage

    Version 7. Juli 2011

    Die jeweils aktuelle Version gibt es hier:

    www.igzev.de/publikationen/IGZ_Duengung_im_Freilandgemuesebau.pdf

    Schriftenreihe des Institutes fr Gemse- und Zierpflanzenbau

    Grobeeren und Erfurt

    Ein Institut der Leibniz Gemeinschaft

    http://www.igzev.de/publikationen/IGZ_Duengung_im_Freilandgemuesebau.pdf
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    Autoren

    Carmen Feller1, Matthias Fink1, Hermann Laber2, Achim Maync3, Peter-J. Paschold4, Hans-

    Christoph Scharpf5, Josef Schlaghecken3, Klaus Strohmeyer6, Ulrike Weier5 und Joachim

    Ziegler3

    1Institut fr Gemse- und Zierpflanzenbau Grobeeren und Erfurt, Theodor-Echtermeyer-

    Weg 1, 14979 Grobeeren 2Schsische Landesanstalt fr Landwirtschaft, August-Bckstiegel-Strae 1, 01326 Dresden 3Dienstleistungszentrum Lndlicher Raum (DLR) Rheinpfalz, - Abteilung Gartenbau -

    Breitenweg 71, 67435 Neustadt an der Weinstrae, 4Forschungsanstalt Geisenheim, Von-Lade-Strae 1, 65366 Geisenheim 5Lehr- und Versuchsanstalt fr Gartenbau, Heisterbergallee 12. 30453 Hannover 6BOLAP GmbH, Obere Langgasse 40, 67346 Speyer

    Herausgeber

    Matthias Fink, Institut fr Gemse- und Zierpflanzenbau Grobeeren und Erfurt

    Theodor-Echtermeyer-Weg 1, 14979 Grobeeren

    Impressum

    Leibniz-Institut fr Gemse- und Zierpflanzenbau Grobeeren und Erfurt (IGZ),

    Theodor-Echtermeyer-Weg 1, 14979 Grobeeren

    Mit Frderung durch die Bundesrepublik Deutschland,

    das Land Brandenburg

    und den Freistaat Thringen

    Mitglied der Leibniz Gemeinschaft (WGL)

    Tel.: 03301 / 78 131

    Fax: 033701 / 55 391

    E-mail: [email protected]

    http://www.igzev.de

    Zitierung

    Feller, C.; Fink M.; Laber, H.; Maync, A.; Paschold, P.; Scharpf, H.C.; Schlaghecken, J.;

    Strohmeyer, K.; Weier, U.; Ziegler, J. (2011) Dngung im Freilandgemsebau. In: Fink, M.

    (Hrsg.): Schriftenreihe des Leibniz-Instituts fr Gemse- und Zierpflanzenbau (IGZ), 3.

    Auflage, Heft 4, Grobeeren.

    mailto:[email protected]://www.igzev.de/
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    Vorwort zur 2. Auflage

    Die erste Auflage ist vergriffen, es gibt neue Versuchsergebnisse ber Nhr-

    stoffgehalt und Nhrstoffbedarf von Gemse und eine neue Dngeverord-

    nung ist in Kraft getreten. Dies sind drei gute Grnde fr eine Neuauflage

    unserer Datensammlung zur Dngung im Freilandgemsebau.

    Von den Nutzern der 1. Auflage haben wir viel Zustimmung erfahren und

    auch einige Vorschlge fr Verbesserungen bekommen: So haben wir z.B.

    die Tabellen nach den Gemsearten geordnet, damit der Leser alle Daten

    ohne langes Blttern findet.

    Einige Kulturverfahren wurden mit aktuellen Versuchsergebnissen berar-

    beitet oder ergnzt, neu sind Empfehlungen fr Speiserben, Rhabarber und

    Spargel.

    Eine an den Standort und die Ertragserwartung angepasste Dngung vermin-

    dert Nhrstoffverluste an die Umwelt und ermglicht es, die von der Dnge-

    verordnung vorgegebenen Grenzwerte fr unvermeidliche berschsse zu

    unterschreiten. Dazu sollen unsere Dngungsempfehlungen einen Beitrag

    leisten.

    Die Autoren

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    Vorwort zur 1. Auflage

    Entsprechend 2 Dngeverordnung sind Dngemittel im Rahmen guter

    fachlicher Praxis zeitlich und mengenmig so auszubringen, dass

    die Nhrstoffe von den Pflanzen weitestgehend ausgenutzt werden kn-nen und damit

    Nhrstoffverluste sowie damit verbundene Eintrge in die Gewsser weitestgehend vermieden werden.

    Um dieser Forderung gerecht zu werden, sind genaue Kenntnisse ber den

    Nhrstoffbedarf der Pflanzen und - fr die Stickstoffdngung - auch ber

    den zeitlichen Verlauf der Nhrstoffaufnahme erforderlich.

    Die Daten aus lteren Literaturquellen beschreiben die heutigen Produkti-

    onsbedingungen - z.B. neue Sorten mit hheren Marktertrgen oder moderne

    Ernteverfahren - nicht immer ausreichend. Daher war es an der Zeit, eine

    aktualisierte und erweiterte Datensammlung vorzustellen. Dafr wurden

    zahlreiche bisher unverffentlichte Feldversuche aus Grobeeren, Hannover-

    Ahlem, Neustadt/W. und Geisenheim ausgewertet und weitere, auf Mess-

    werten beruhende Daten aus der Literatur in die Mittelwertbildung einbezo-

    gen.

    Die Autoren wollten eine Datensammlung fr erfahrene Betriebsleiter und

    Berater bereitstellen und kein Lehrbuch zur Dngung im Gemsebau schrei-

    ben. Daher werden die Grundlagen der Dngungsstrategien nur kurz darge-

    stellt.

    Um die vielen Zahlen leichter nutzbar zu machen, ist der gesamte Inhalt

    dieses Heftes auch auf anliegender CD gespeichert. Die Texte und die Daten

    drfen ganz oder in Teilen kopiert und weiterverwendet werden, vorausge-

    setzt, dass sie mit einer Quellenangabe versehen und nicht verndert werden.

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    Inhalt

    Vorwort zur 2. Auflage .................................................................................. 3 N-Dngung ..................................................................................................... 6

    N-Aufnahme der Gemsearten ................................................................... 7 Nmin-Mindestvorrat zum Erntezeitpunkt ..................................................... 7 Schtzung der Nettomineralisierung ........................................................... 8 Vergleich von berechneten und in Versuchen ermittelten

    Nmin Sollwerten ......................................................................................... 11 Gemseartspezifische Daten ..................................................................... 14

    Verzeichnis der Gemsearten ................................................................ 14 Erluterungen und Beispiele ................................................................. 15

    Nmin-Sollwerte fr Rhabarber .................................................................. 226 1. Standjahr (Pflanzjahr) ..................................................................... 226 Ertagsjahre .......................................................................................... 226

    Nmin-Sollwerte fr Spargel ...................................................................... 229 Warum neue Nmin-Sollwerte? .............................................................. 229 Neue Sollwerte .................................................................................... 230 Fazit ..................................................................................................... 233

    Schtzhilfen fr die Berechnung der notwendigen N-Dngung ............. 234 Schtzung der N-Aufnahme ................................................................ 234 Schtzung der N-Aufnahme mit Hilfe des Pflanzengewichts ............. 234 Schtzung der N-Aufnahme mit Hilfe von Wachstumsstadien gem

    BBCH-Skala ........................................................................................ 236 N-Mineralisierung aus Ernterckstnden und Grndngung .............. 241 N-Zufuhr durch das Beregnungswasser .............................................. 242 Nmin-Vorrat im Frhjahr ...................................................................... 243 Ertragseinbuen bei suboptimaler N-Versorgung ............................... 245

    P-, K- und Mg-Dngung ............................................................................ 254 Nhrstoffbilanzen ....................................................................................... 257 N-Expert - Ein Computerprogramm zur Berechnung von

    Dngungsempfehlungen und Nhrstoffbilanzen im Freilandgemsebau... 259 Literaturverzeichnis .................................................................................... 264

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    N-Dngung

    Matthias Fink, Carmen Feller, Hermann Laber, Hans-Christoph Scharpf,

    Ulrike Weier, Achim Maync, Joachim Ziegler, Josef Schlaghecken, Peter-J.

    Paschold und Klaus Strohmeyer

    Bei der Stickstoffdngung nach der Nmin-Methode (SCHARPF 1991) wird der

    mineralische Stickstoff in der von den Wurzeln nutzbaren Bodenschicht

    (Nmin-Vorrat) gemessen und bei der Berechnung der N-Dngung bercksich-

    tigt.

    Der N-Dngungsbedarf berechnet sich aus:

    Nmin-Sollwert kg N ha-1

    - Nmin-Vorrat kg N ha-1

    = N-Dngungsbedarf kg N ha-1

    Fr die Anwendung des Nmin-Systems zur Berechnung von Stickstoffdn-

    gungsempfehlungen werden Nmin-Sollwerte bentigt. Nmin-Sollwerte wurden

    bisher jedoch nur fr einen Teil der kommerziell wichtigen Gemsearten mit

    Hilfe von Dngungsversuchen ermittelt. Ursache dafr ist der hohe Aufwand

    fr die Durchfhrung von Versuchen und die groe Zahl der angebauten

    Arten. Darber hinaus ist fr einige Gemsearten mehr als ein Nmin-Sollwert

    erforderlich, da die Dngung an das Kulturverfahren bzw. die Ertragserwar-

    tung angepasst werden muss. Dies soll am Beispiel von Weikohl deutlich

    gemacht werden: fr den Frischmarkt produzierter frher Weikohl hat ei-

    nen N-Bedarf von etwa 200 kg N ha-1, Weikohl, der fr die industrielle

    Verarbeitung angebaut wird, kann mehr als 350 kg N ha-1 aufnehmen. Dieser

    groe Unterschied muss natrlich bei der N-Dngung bercksichtigt werden.

    Da Gemse auf Bden mit sehr unterschiedlichen Mineralisierungspotenzia-

    len angebaut wird, muss fr die Ableitung einer N-Dngungsempfehlung

    auch eine groe Variabilitt der N-Mineralisierung aus der organischen Bo-

    densubstanz beachtet werden.

    Insgesamt gibt es so viele Einflussgren auf den N-Dngungsbedarf, dass

    es unmglich erscheint, fr alle denkbaren Kombinationen Dngungsversu-

    che durchzufhren, um Nmin-Sollwerte zu best