E-Bilanz - optimal vorbereitet mit DATEV 1. Grundlagen zur E-Bilanz im £“berblick...

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  • E-Bilanz - optimal vorbereitet mit DATEV

    Stefan Rotmann

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick

    2. Handelsbilanz – Offenlegung/Steuerbilanz – E-Bilanz

    3. Auswirkungen auf Kontenrahmen und Buchungsverhalten

    4. Darstellung der Szenarien in der Praxis und ein Überblick über mögliche Lösungsmöglichkeiten mit DATEV und dem steuerlichen Berater

    5. Die technische Umsetzung in den DATEV-Anwendungen

    6. Zusammenfassung, Sammlung Beratungsbedarfe, mögliche DATEV-Unterstützung

    Inhalt

  • Inhalt

    1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick

    2. Handelsbilanz - Offenlegung/Steuerbilanz – E-Bilanz

    3. Auswirkungen auf Kontenrahmen und Buchungsverhalten

    4. Darstellung der Szenarien in der Praxis und ein Überblick über mögliche Lösungsmöglichkeiten mit DATEV und dem steuerlichen Berater

    5. Die technische Umsetzung in den DATEV-Anwendungen

    6. Zusammenfassung, Beratungsbedarfe, mögliche DATEV-Unterstützung

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick

    Kanzlei

    Bilanz zum

    Finanzamt

    Bilanz zum

    Bisheriger Übertragungsweg der Jahresabschlüsse zur Finanzverwaltung

  • Rechtsgrundlage: Steuerbürokratieabbaugesetz vom 20.12.2008 (BGBl. I 2008, S. 2850)

    Ø Ziele

    ØBei der Steuererhebung…

    ØBürokratische Lasten abbauen

    ØVerfahren erleichtern

    ØNebenbedingung: Staatliche Einnahmen dauerhaft und verlässlich sicherstellen

    Ø Lösungen

    ØIm Besteuerungsverfahren elektronische Möglichkeiten stärker nutzen (und damit)…

    Øpapierbasierte Verfahrensabläufe ersetzen

    Ø Motto: „Elektronik statt Papier“

    Ø Aber: Effizienzsteigerung nicht ohne Standardisierung

  • Entwicklung zur „digitalen Finanzverwaltung“ I

    Ø Elektronische Voranmeldungen, z.B.

    ØKapitalertragsteueranmeldung (§ 45a Abs. 1 S. 1 EStG)

    ØUSt-Voranmeldung (verpflichtend elektr. seit 2005, § 18 Abs. 1 UStG)

    ØLSt-Voranmeldung (verpfl. elektr. seit 2005, § 41a Abs. 1 S. 2 EStG)

    Ø Elektronische Steuererklärungen, z.B.

    ØESt: verpflichtend bei Gewinneinkünften ab VZ 2011 (§ 25 Abs. 4 EStG)

    ØKSt: verpflichtend ab VZ 2011 (§ 31 Abs. 1a S. 1 KStG)

    ØGewSt: verpflichtend ab EZ 2011 (§ 14a S. 1 GewStG)

    ØUSt: verpflichtend ab Besteuerungszeiträumen, die nach dem 31.12.2010 enden (§ 18 Abs. 3 UStG i.V.m. § 27 Abs. 17 UStG)

    ØAnlage EÜR verpflichtend ab VZ 2011 (§ 60 Abs. 4 EStDV)

    Ø Weitere elektronische Übermittlungspflichten, z.B.

    ØElektronische Spendenbescheinigung (§ 50 Abs. 1a EStDV)

    ØElektronische Lohnsteuerkarte (ELSTAM, § 39e EStG)

  • Entwicklung zur „digitalen Finanzverwaltung“ II

    Ø Digitale Außenprüfung (GDPdU)

    ØRechtsquellen insb. §§ 146 Abs. 5, 147 Abs. 2, 5, 6, 200 Abs. 1 AO

    ØBMF-Schreiben vom 16. Juli 2001 (IV D 2 - S 0316 - 136/01)

    Ø Risikomanagementsysteme

    ØRMS 2.0 bislang nur im Bereich der Überschusseinkünfte, im Wesentlichen bei Arbeitnehmerveranlagung (700 – 1000 Regeln)

    ØTests mit Daten aus der Anlage EÜR, aber bislang noch keine systematische Verarbeitung von Bilanz- und GuV-Daten

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Neuer, elektronischer Ablauf der Bilanzübermittlung

    Kanzlei

    Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens (Steuerbürokratieabbaugesetz/SteuBAG) vom 20. Dezember 2008

    Motto: Elektronik statt Papier

    Bilanz elektronisch

    Basis: Daten- Standard XBRL

    Bilanz

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Umfang, Betroffenheit, Fristen

    § 5b EStG

    Elektronische Übermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen

    (1) Wird der Gewinn nach § 4 Abs. 1, § 5 oder § 5a ermittelt, so ist der Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln. Enthält die Bilanz Ansätze oder Beträge, die den steuerlichen Vorschriften nicht entsprechen, so sind diese Ansätze oder Beträge durch Zusätze oder Anmerkungen den steuerlichen Vorschriften anzupassen und nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln. Der Steuerpflichtige kann auch eine den steuerlichen Vorschriften entsprechende Bilanz nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung übermitteln. [...]

    Gewinneinkunfts- arten

    Inhaltsbestimmung E-Bilanz

    elektronische Einreichung

    Keine Portallösung zur manuellen Erfassung

  • Was muss elektronisch gemeldet werden? Verpflichtend Freiwillig

    Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung handelsrechtlich mit Überleitungsrechnung der Wertansätze aus der Handelsbilanz zur Steuerbilanz (Umgliederungen und Umbewertungen) oder Steuerbilanz mit GuV Ergebnisverwendung von Kapitalgesellschaften

    ü

    Kapitalkontenentwicklungen und Ergebnisverwendungen von Personenhandelsgesellschaften (KKE für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2014 beginnen)

    ü

    Steuerliche Gewinnermittlung bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ü

    Kapitalflussrechnung, Anlagenspiegel, Eigenkapitalspiegel ü

    Anhang, Lagebericht, Haftungsverhältnisse, Berichte des Aufsichtsrats, Beschlüsse und Erklärungen ü

    Verschiedene Stammdaten zum Unternehmen und den Gesellschaftern ü

    1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Umfang, Betroffenheit, Fristen

  • Auch die anlässlich einer

    n Eröffnungsbilanz

    n Betriebsveräußerung,

    n Betriebsaufgabe,

    n Änderung der Gewinnermittlungsart oder in

    n Umwandlungsfällen

    aufzustellende Bilanz ist durch Datenfernübertragung zu übermitteln.

    Zwischenbilanzen, die auf den Zeitpunkt eines Gesellschafterwechsels aufgestellt werden, sind als Sonderform einer Schlussbilanz ebenso wie

    Liquidationsbilanzen nach § 11 KStG durch Datenfernübertragung zu übermitteln.

    1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Umfang, Betroffenheit, Fristen

    Quelle: BMF-Schreiben vom 28.09.2011

    HinweisHinweis

  • Wer muss spätestens wann elektronisch übertragen? 2014 2016

    Alle bilanzierenden Unternehmen ohne Größenklassenunterschiede Analog der Fristen für die Steuererklärung; erstmals verpflichtend für Jahresabschlüsse deren Wirtschaftsjahre in 2012 beginnen, die also in 2013 zu melden sind.

    Es erfolgt noch keine Beanstandung durch die Finanzverwaltung, wenn in 2013 noch eine Übertragung auf Papier erfolgt, also faktisch müssen 2013er Abschlüsse ab 2014 übertragen werden.

    ü

    Sonder- u. Ergänzungsbilanzen, Kapitalkontenentwicklungen für Personenhandelsgesellschaften ü

    Ausländische Betriebsstätten von inländischen Unternehmen in 2015er Abschlüssen ab 2016 sofern getrennt darstellbar ü

    Ausländische Unternehmen mit inländischen Betriebsstätten, 2015er Abschlüsse ab 2016 ü

    Steuerbegünstigte Körperschaften, die für ihren wirtschaftlichen Betrieb bilanzieren, 2015er Abschlüsse ab 2016 ü

    Juristische Personen des öffentlichen Rechts mit Betrieben gewerblicher Art, 2015er Abschlüsse ab 2016 ü

    1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Umfang, Betroffenheit, Fristen

    Quelle: BMF-Schreiben vom 28.09.2011

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick XBRL-Taxonomie

    Wie wird übertragen?

    Elektronisch auf Basis von XBRL; technisch analog den Meldungen an den E-Bundesanzeiger.

    XBRL = eXtensible Business Reporting Language

    Technologie zum elektronischen Austausch und zum Web-Reporting von Finanzinformationen wie z. B. Bilanz- und GuV-Daten von Abschlüssen/ Zwischenabschlüssen, weiteren Abschlussdaten und Elementen von Geschäftsberichten (Anhang, Lagebericht, Testat, etc.)

    XBRL definiert einen offenen Standard und ist kein Produkt.

    DefinitionDefinition

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick XBRL-Taxonomie

    PDF-, Word-, HTML-, etc. -Dokumente sind „optisch ansprechend“, aber „dumm“, weil aus ihnen die Zahlen und ihre Bedeutung nicht automatisch extrahiert werden können.

    XBRL strukturiert und standardisiert Finanzinformationen.

    31.12.2010 31.12.2009

    20934300

    40106800

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick XBRL-Taxonomie

    Taxonomie =

    Die Komplette Abbildung aller Informationselemente für einen eReporting- Standard

    („Meta-Postenplan“, beispielsweise für HGB oder IFRS)

    DefinitionDefinition

    E-Bilanz-Taxonomie =

    Gliederung mit markierten Pflichtfeldern des nach § 5b EStG amtlich vorgeschriebenen Datensatzes („E-Bilanz“)

    DefinitionDefinition

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick XBRL-Taxonomie

    Kerntaxonomie E-Bilanz = Definition der zu übermittelnden Felder branchenneutral, unterteilt nach

    einem so genannten Stammdatenmodul und einem GAAP-Modul (Bilanz, GuV, …).

    Spezialtaxonomien ersetzen die Kerntaxonomie = vorgesehen für Banken und Versicherungen

    Ergänzungstaxonomien ergänzen die Kerntaxonomie = vorgesehen für Wohnungswirtschaft, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen,

    Land- u. Forstwirtschaft u. v. m.

    DefinitionDefinition

  • 1. Grundlagen zur E-Bilanz im Überblick Aufbau Taxonomie